Warum zahlen Rentner ab 784 Euro Steuern, aber Vermögende nicht?

Altersarmut ist ein Massenphänomen.

Basierend auf diesem Artikel: https://deutsch.rt.com/inland/107280-altersarmut-armutsgefaehrdung-in-deutschland-vor/

Die Armutsgrenze liegt „offiziell“ bei 1.074 Euro. Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter hat sich bundesweit seit 2003 verdoppelt, Ende des vergangenen Jahres waren es 562.000 Menschen.  Der Anteil der Menschen im Rentenalter, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, ist gestiegen von 1,7 Prozent im Jahr 2003 auf 3,2 Prozent im Dezember vorigen Jahres.

Der Grundfreibetrag bei der Steuer liegt bei monatlich 784 Euro. Das heißt, wenn jemand mehr Rente hat, muß er diese versteuern. Die Vermögenssteuer jedoch, die mehr als 20 Milliarden Euro einbringen würde,  wird seit 1997 nicht mehr angewendet. Das heißt: Reiche zahlen keine Steuern, aber Rentner zahlen ab 784 Euro Rente Steuern.

Das ist das Deutschland, in dem wir leben.

Leider sind diese Dinge den Meisten nicht bewußt. Und arme alte Leute wissen davon schon mal gar nichts, denn so etwas steht nicht in den Zeitungen und wird auch nicht bei ARD/ZDF verkündet. Außerdem sind Alte oft verschämt und reden nicht gerne über „so etwas“, geschweige denn, daß sie ihre Rechte einfordern würden.

Man kann sie also bequem übergehen. Man guckt einfach nicht hin bei der Altersarmut. Das geht auch ganz einfach, weil altersarme Menschen nicht mehr gesellschaftlich teilhaben können – außer unter sich – aber im öffentlichen Leben spielen sie keine Rolle mehr.

Alte Linde, Jechaburg

Deshalb ist für mich die öffentlich zur Schau gestellte übertriebene Sorge um alte Menschen bezüglich corona nur ein Hohn. In Wirklichkeit interessiert sich die Regierung nicht für alte Menschen und ihre Belange; im Gegenteil, sie würde diese Menschen lieber früher als später „weg haben“.

KeineHeimatKyffhäuser