Dürre macht Landwirtschaft im Kyffhäuserkreis unmöglich

So denke ich immer mehr.

Derzeit soll es angeblich wieder so viel regnen. Das mag auch sein, aber hier im Kyffhäuserland regnet es nicht. Gestern konnte ich aus dem Garten heraus beobachten, wie es 5 Kilometer entfernt, geschätzt, abregnete, bei mir im Garten aber nicht. Quasi rundum regnete es gestern, nur in Sondershausen nicht.

Man konnte ja die Wolkentürme und Gewitter quasi aus erster Hand beobachten.

Nun ist es aber die Regel, und keine Ausnahme, daß es hier nicht regnet.

Fakt ist: Hier hat es schon wieder über eine Woche keine Niederschläge mehr gegeben. Dafür haben wir täglich 12 und mehr Stunden volle Sonne. Das hält kaum eine Pflanze aus. Bei mir im Garten wächst am besten der Mauerpfeffer, weil der Trockenheit vertragen kann.

Gemüseanbau ist hier, so denke ich mittlerweile, fast nicht mehr möglich.

Kohlanbau insbesondere braucht sehr viel Wasser. Am Besten täglich. Aber nicht nur bloß oberflächenfeucht, sondern Kohl braucht Wasser an den Wurzeln, d.h. das Wasser muß tief rein gehen. Die Setzlinge habe ich schon seit einiger Zeit draußen, und die wachsen so gut wie gar nicht. Sie müssen auch täglich massiv gewässert werden, da es ja nicht regnet. Ich habe zwei große Wasserfässer, die aber seit Donnerstag leer sind. Zwei solcher Fässer halten höchstens vier Tage. Dann muß es wieder regnen, was es aber nicht tut.

Nun habe ich noch eine Pumpe und einen Brunnen, aber dort kommt auch nicht so viel raus. Wenn es gut läuft, kann ich mit dem Strahl ungefähr vier bis fünt Meter weit gießen. Wenn es schlecht läuft, das ist eben unterschiedlich, ist der Druck zu schwach, dann dauert es eine halbe Stunde, bis das Faß voll ist. Wie gesagt, ein Faß, 210 Liter. Das ist aber nicht viel. Und das muß ich dann mit der Gießkanne gießen. Was praktisch bedeutet, daß ich den gesamten Garten mit der Gießkanne gießen muß. Das ist viel, das dauert 2 Stunden mindestens, und leider kann ich das aus körperlichen Gründen nicht mehr.

Unter solchen Umständen macht Kohlanbau keinen Sinn. Denn durch die Trockenheit ist auch der Ungezieferdruck sehr stark. Wo es so trocken ist, treiben in der Regel Erdflöhe ihr Unwesen, man erkennt sie am Lochfraß:

Massiver Erdfloh-Schaden an Kohlrabi
Erdfloh-Befall bereits in der Aussaat – da wächst nichts mehr.

Erdflöhe habe ich zwar noch nicht, dafür habe ich Vögel, die den Kohl fressen, und gegen die ich die Saat schützen muß.

Vogelfraß an Kohlpflanze. Bei Schneckenbefall erkennt man immer Schleimspuren. Man beachte auch die staubtrockene Erde

Vogelschutznetze werden zum Problem, denn die handelsüblichen Vogelschutznetze sind gleichzeitig eine Gefahr für die Vögel, die sich darin gerne verfangen. Dies hatte ich voriges Jahr zweimal, habe dann mühselig jeweils den darin verfangenen Vogel aus dem Netz befreit, durch Freischneiden, und habe seitdem auf diese Netze verzichtet. Mein Ossi-Nachbar meint, das seien die Schnecken, die den Kohl abfressen, aber der ist halt doof, typisch Ossi, in dieser Trockenheit gibt es keine Schnecken.

Soll er dumm sterben. Aber ich werde wahrscheinlich auf diese Quälerei des Gemüseanbaus in dieser Gegend verzichten.

Dies ist nun das vierte Jahr, indem es solch große Probleme aufgrund der Dürre gibt.

Langfristig träume ich vom Umzug. Ans Meer. Da hin, wo es immer regnet, die Luft sauber ist und es nie heiß ist. Diese Gegend ist eine Quälerei. Es ist hier oft dauerhaft am Stück wochenlang trocken und staubig, das hält keiner aus, Menschen nicht, und Pflanzen sowieso nicht. Auch im Winter ist es oft wochenlang trocken, aber das scheint hier den verdummten Leuten gar nicht mehr aufzufallen.

Warum es immer öfter nicht mehr abregnet, habe ich unter anderem hier behandelt: https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2021/05/21/durre-regenwolken-regnen-nicht-mehr-ab/

KeineHeimatKyffhäuser

Dürre – Regenwolken regnen nicht mehr ab

Wie kommt es zum Regen?

„Damit Wolkentröpfchen zu Regentropfengrösse heranwachsen können, bedarf es relativ starken Aufwinden in der Wolke von ca. 3 m/s und mehr, damit Wolkentröpfchen durch gegenseitige Kollision und Aneinanderheftung, sog. Kollisions-Koaleszenz, effektiv wachsen können. Ohne diesen Mechanismus bräuchte es mittels Diffusion eine Ewigkeit, damit überhaupt grosse Tropfen gedeihen könnten, die schwer genug wären, um entgegen den Aufwinden in Richtung Erdboden zu fallen und dabei genügend gross zu sein, um die Verdunstung unterhalb der Wolke zu überleben.

Stratuswolken besitzen zu niedrige Aufwindgeschwindigkeiten von weniger als 1 m/s, als dass aus Wolkentröpfchen grosse Regentropfen heranwachsen könnten. Deshalb bringen solche bei erhöhter Mächtigkeit und grosser Wolkentröpfchenkonzentration wenn überhaupt nur Sprühregen oder allenfalls einzelne Schneekristalle hervor.

In cumulogenen (konvektiv aktiven) Wolken wie Cumulus und Cumulonimbus, aber auch in Nimbostratus, prävalieren hingegen ausreichend grosse Vertikalbewegungen, sodass viele Wolkentröpfchen miteinander kollidieren und Tropfen von Millimetergrösse (100-1000 mal grösser als Wolkentröpfchen) produziert werden, von denen nur wenige auf ihrem Weg zum Erdboden vollständig verdunsten.“ Quelle: gute frage net.

Dreck in Maßen macht mehr Regen: https://www.max-wissen.de/Fachwissen/show/5581

Artikel, Dürre in den USA: https://de.rt.com/international/117367-duerre-hitze-feuer-wassernot-im-suedwesten-usa/

Man weiß mehr, als man zugibt: https://www.bundeswehr.de/resource/blob/140534/0e09f412cb61da2bef8e5279772c31e3/geo-data.pdf

Das letztere „Papier“ dient allerdings eher der Verbreitung der üblichen msm-Lügen (siehe Kapitel: „was ist geoengineering“) und vermeidet auch nur die kleinste Erwähnung der Tatsachen, daß es auch und schon länger andere Methoden des geoengineering gibt. In dem Papier wird ständig der Klimawandel, der stattfinde, betont, mehr aber auch nicht.

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Dazu wieder aufgefallen, da ich das Wetter als Freizeitgärtner hier schon seit Jahren beobachte: Es regnet vor Ort nicht, obwohl das Regenradar etwas anderes anzeigt. Dies würde passen zur Theorie, daß Meteorologen generell falsch berichten, indem sie Fakten dramatisieren, oder halt eben nur auf die eben fehlerhaften Regenradare schauen. Ein Meteorologe kann ja nicht überall vor Ort sein; er sieht nur die Prognosen (z.Bsp. vom ECMWF oder vom amerikanischen Dienst GFS) und verkündet das dann. Die Prognosen sind aber falsch. Aktuell nennt sich das (Kai Zorn wetter): „Alles naß, Dauerregen“, oder, anders, bei dem anderen Panikmacher (wetter.net): „Mai-Monsun, Starkregen mit Überflutungsgefahr“ et cpp.

Die Satelitenkarten dazu vom 12. Mai: Quelle: Kachelmann.com, Regenradar, dort auf „Regenvorhersage 2 Stunden“ gehen, dann in die Karte rein gehen und „Thüringen“ anklicken, dann bekam man diese Grafik:

copyright: Kachelmannwetter.com

Erkennbar ist, daß Sondershausen im „blauen Bereich“ lag. Der“blaue Bereich“ wird auf der Seite „Kachelmannwetter“ mit „Regen minimal, bis 0,2 mm“ angegeben.

Wenn mann dann auf den Animationspfeil links klickt, den Blauen Pfeil,bekommt man eine Regenanimation, also wie die Regenfront voraussichtlich zieht, die zwei Stunden umfaßt. Für den Zeitpunkt, an dem ich diesen Artikel begonnen habe, wurde diese Grafik angezeigt:

Prognose 15:Uhr 10, 12. Mai 2021: Die Stadt Sondershausen liegt im „Blauen Bereich“. copyright: Kachelmannwetter.com

Am 12.5. um diese Zeit saß ich direkt am Fenster, und es hat nicht geregnet. Diese nicht vorhandene Übereinstimmung der Realität mit dem Regenradar habe ich in den letzten Jahren hier sehr oft erlebt. Das Regenradar zeigt Regen an, der in Wirklichkeit nicht fällt. Die Wolken sind durchaus da, aber der Regen fällt nicht. Meine Erfahrung aus langen Beobachtungen diesbezüglich ist, daß der Regen erst dann fällt, wenn das Regenradar zumindest den „grünen Bereich“, oder noch besser, den „gelben Bereich“ anzeigt. Dies ist aber sehr selten.

Was das nun soll, erschließt sich mir nicht. Ich kann nur vermuten. Höchstwahrscheinlich soll hier wieder die Bevölkerung falsch informiert werden, denn wenn man sich mit den Leuten unterhält, und auf die Dürre in Deutschland, bzw. großen Teilen Deutschlands hin weist, bekommt man nur ungläubiges Staunen als Antwort, oder aber eben Ausagen wie „aber es regnet doch so viel“. (Bis auf die Ausnahmen, die selbst einen Garten haben und die wissen, daß es wieder zu trocken ist.)

Irgendwie scheint es eine stillschweigende gesamtgesellschaftliche Übereinkunft zu geben, die besagt, daß es in Deutschland viel regnet. In Wirklichkeit regnet es aber nicht viel, von Ausnahmen im Westen und Südwesten Deutschlands mal abgesehen. Anders wäre ja auch eine Dürre kaum zu erklären.

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Heute ist der 21,5., also ein paar Tage später. Wir lagen/liegen laut Wetterbericht in einem Trog mit Tiefs aus dem Norden. Angeblich soll es viel geregnet haben. Dies war aber hier nicht der Fall. Vorgestern habe ich trotz Sauwetter (ständig „Schauer“, die nicht abgeregnet haben) sehr viel gemäht, ca 4 Stunden lang, es kam einfach nichts runter, trotz Wind, trotz ständiger Schauerneigung, so will ich das jetzt mal nennen. Bei den Wolken handelte es sich um klassische Gewitterwolken (Cumulus und Cumulonimbus). So daß man ständig dachte, gleich wird es aber naß.

Dem war aber nicht so.

Die Regenprogonosen für diese Gegend, egal welchen Wetterdienst man nimmt, wurden deshalb allesamt nicht erfüllt. In meinem Garten an der Wipper (Tal-Lage, relativ breites Tal, kein hohes Gebirge drum herum) gieße ich schon seit Tagen, weil es nicht regnet. Gehölze treiben nicht richtig aus, weil das Wasser fehlt. Einen Ahorn mußte ich groß zurück schneiden. Solch einen Schaden habe ich noch nie gesehen: Der Baum war minimal ausgetrieben, überall, aber dann waren die winzigen Blattspitzen tot – vertrocknet. Also ich geschnitten habe, merkte ich, daß das Holz sehr trocken war. In den Spitzen sind Läuse – trotz des starken Windes. – Gemüse-Setzlinge müssen ständig gegossen werden, obwohl es laut Wetterberichten so „nass“ ist.

Zum Glück waren wenigstens die Temperaturen einigermaßen moderat. Aber der scharfe Wind läßt den Boden natürlich noch schneller austrocknen.

Nun bin ich im Conrebbi-Video auf eine Erklärung für das Nichtabregnen der Wolken gekommen. Sie lautet: Die Windradparks sind schuld, weil diese großflächig Kleinstpartikel und Staub und Mikroorganismen aus der Luft filtern. Diese Kleinst-Teile brauchen Wolken aber, um abzuregnen.

Das Video mit vielen interessanten Details findet man hier: https://www.youtube.com/watch?v=RL2ljTt04j4

Westlich von hier stehen jede Menge Windradparks. Das würde erklären, warum von den Regenmengen, die bei uns im Kyffhäuserland angekündigt waren, fast nichts ankam. Was natürlilch die Bodenbewirtschaftung hier total schwierig macht, denn die Böden sind nicht gerade fett. Kohl braucht viel Wasser. Ich werde wohl demnächst die Pumpe anwerfen müssen. Auch muß, weil der Wind fast immer so stark ist, am besten täglich gegossen werden.

Und was macht der Wetterfritze „Kai Zorn“ aus diesen Fakten? Er titelt: „Wann gibt es trockene Tage für die Landwirtschaft“. Also genau das Gegenteil von dem, was ist.

KeineHeimatKyffhäuser

Warum kreisen die Kraniche über Sondershausen – wochen-, gar monatelang?

Das mit den verirrten Vögeln kann man hier auch jedes Jahr im Herbst/Winter, wenn die Kraniche kommen, „bewundern“. Die kreisen monatelang verwirrt hier übers Tal. Eigentlich müßten die noch weiter fliegen, zu ihren Rastplätzen, am Stausee Kelbra, den finden die aber nicht mehr.
Die Bevölkerung hier findet das alles völlig normal. Verblödet, wie die Menschen hier so sind.

Stausee Kelbra, Zitat: „Im Norden des Naturparks Kyffhäuser erstreckt sich die Goldene Aue. Hier liegt zwischen Kelbra, Berga und Auleben der Stausee Kelbra, der zum Hochwasserschutz gebaut wurde. Nicht nur die 600 ha große Wasserfläche, sondern auch ausgedehnte Schilf- und Wiesenflächen bieten optimale Bedingungen für über 300 Vogelarten. Dieses Gebiet ist ein international bedeutsames Brut- und Rastgebiet und ist als europäisches Vogelschutzgebiet erklärt.“

Quelle: https://www.naturpark-kyffhaeuser.de/1/vogelbeobachtung/

Auf dem ersten Foto kann man die Verursacher deutlich rechts im Hintergrund sehen. So ist hier fast jeder Horizont mit Windrädern zu gepflastert.

Das stört keinen. Die sind halt alle ziemlich doof hier.

Kommentar von E.Duberr:  „Wer auch nur einen Funken Verstand besitzt , der stelle sich in einhundert Metern Abstand von einer Windkraftanlage auf und spüre die zerstörerische Energie dieser Höllenmaschinen. Wer es dann noch nicht begreift , der ist ein Menschen -und Naturfeind . Er/sie ist krank und hat sich abseits des Lebens gestellt . Wenn z.B. ein Windpark mitten in die Vogelfluglinie gestellt wird ,wie in Norddeutschland geschehen, und dann im Herbst beobachten kann wie tausende Zugvögel verwirrt werden und immer wieder versuchen diese Strecke zu überwinden , eine Strecke die in ihrem genetischen Programm über tausend Jahre festgelegt wurde , der begreift , dass hier ein ungeheures Verbrechen angerichtet wurde.
Wer sich dann auch noch die Betreiber solcher Anlagen ansieht , die Landbesitzer in der Regel ,der erkennt unter ihnen auch die Massentierhalter , die Monsanto-Spritzer und immer häufiger die Sparkassen-Spießer , die geldgeil , ohne einen Gedanken an die zerstörte Umwelt , diese Anlagen finanzieren . Nach uns die Sintflut.
Die Windkraftmafia unterhält sogar Zerstörertrupps um ein geplantes Windkraftgebiet vorzubereiten . Dies Leute kommen blitzschnell mit Quads und zerstören die Horste der Raubvögel . Die Polizei kommt immer zu spät und die Politverbrecher reiben sich die Hände. Die Parteien betreiben regelmäßig Wahlbetrug und verkleinern nach der Wahl die Abstände. Gleichzeitig werben diese Politiker für die CO2 – Steuer , wahrscheinlich die monströseste Geldmaschine , die die Welt gesehen hat .Gleichzeitig verhungert unsere Atmosphäre im CO2-Mangel . CO2 -FAMINE !
In der Landbevölkerung macht sich Widerstand erst bemerkbar , wenn Leute plötzlich bemerken , dass sie Schlafstörungen entwickelt haben .
Alle wissenschaftlichen Untersuchungen haben die Windkraftanlagen als UNSINNIG verworfen ! Gebaut werden sie nur für ein krankes Finanzsystem und für die gewissenlosen Subventions-Schmarotzer .“ Kommentar Ende.

Quelle: https://wordpress.com/read/feeds/6146321/posts/2519688971#comments

Ich habe mal gelesen, „Landwirte“ bekommen mächtig Geld, wenn sie ihre Äcker für diese Naturzerstörung zur Verfügung stellen. Es ist überall dasselbe: Der Mensch zerstört, des Geldes wegen.  Hoffentlich machen die Götter diesem Treiben bald ein Ende. Es ist unerträglich geworden.

Keine Heimat Kyffhäuser

 

Die Götter haben mir eine Katze geschenkt

Sie tauchte einfach so auf. Schwarz und scheu. Na ja, dachte ich, fütter sie mal, eine Katze im Garten ist per se nicht schlecht, wegen der Mäuse.

Sie fing auch Mäuse, das sah ich. Und langsam kam sie näher.

Doch ich bin arm, und eigentlich kann ich keine zweite Katze füttern. Also stellte ich das Füttern wieder ein. Bis zu dem Tag, an dem sie mit einem Jungen kam, d. h. das Junge sah ich nur aus ca 10 Meter Entfernung. Da hat sich meine Meinung geändert und ich dachte: jetzt hat sie ein Junges, da muß sie auch wieder gefüttert werden.

Das Junge sah ich nur dieses eine Mal. Grau getigert war es. Keine Ahnung, was daraus geworden ist.

Die Katze kommt seitdem regelmäßig morgens und abends. Sie ist sehr schnell sehr zahm geworden, so daß ich denke, die hat jemand ausgesetzt. Möglicherweise trächtig. Sie spielt sehr gerne, ist also noch sehr jung, und sie läßt sich hoch nehmen und anfassen. Und sie fängt natürlich weiter Mäuse.

Seitdem gehe ich doppelt so gerne wie vorher in meinen neuen Garten. Lady heißt sie, und sie soll auch im Winter draußen bleiben, wenn es geht. Falls es nicht geht, das Wetter zu schlecht wird, nehme ich sie ein paar Monate, bis zum nächsten Frühjahr, nach Hause mit. Sie scheint kein richtiges Winterfell zu haben.

Ich danke den Göttern für dieses schöne Geschenk!

Neue Heimat Kyffhäuser

Dürre ohne Ende

Nun ist es September und eigentlich Herbst. Nachts ist es auch schon kühler, es gab auch schon mehrere Kaltfronten. Aber keinen Regen.

Normal ist das nicht. Früher waren Kaltfronten in der Regel mit Regen eingebunden.

Den letzten Regen gab es hier vorige Woche, ein kurzer Schauer. Davor gab es wochenlang nichts. Wie so oft, dieses Jahr.

Der Boden im Garten ist bis tief runter ganz trocken. So kann nichts mehr wachsen. Das Einzige, was bei mir im Garten noch wächst, sind die Sonnenblumen, allerdings mit herabhängenden Blättern, und sie verblühen sehr schnell, und das neue Superunkraut, der Hornsauerklee. Dieser wird zur Seuche, da er trockenheitsresistent ist und mit der Zeit alles andere unterdrückt. Da ich meinen Garten ja sowieso kündigen will, bekämpfe ich den Hornsauerklee auch nicht mehr, außer an Stellen, wo er massiv überhand nimmt und man seine dicken Polster mit dem Spaten entfernen kann. Alles andere geht sowieso nicht, da der Boden so trocken ist, daß sich Wurzeln nicht mehr einfach entfernen lassen. Soll sich doch der Nachmieter mit dem Unkraut auseinander setzen.

Was ist Hornsauerklee? Klick

 

Verdorrter Topinambur

Zur Dürre verlinke ich eine interessante Seite, das Thüringer Storm Chaser Forum, mit folgendem thread:

Trockenheit/Dürre 2019: Klick 

Dort kann man anhand der dort veröffentlichten Karten vom Deutschen Wetterdienst und vom  Helmnoltz Zentrum für Umweltforschung, UFZ,  erkennen, daß die Böden in Thüringen deutschlandweit am Trockensten sind.

Allerdings muß man hinzu fügen daß es in allen  Bundesländern größere Regendefizite gibt, die auch bis Ende August nicht mehr aufgeholt werden können. In Sachsen-Anhalt und Sachsen wurde im Flächenmittel bisher noch nicht einmal 50 % vom langjährigen Sommermittel erreicht. Und selbst im vergleichsweise nassesten Bundesland (Baden-Württemberg) waren es im Sommer 2019 bisher nur 74 %.

Windradparks stehen ja seit Neuestem im Verdacht, zur Dürre mit beizutragen. Was ich davon halten soll, weiß ich nicht. Ich könnte es mir aber vorstellen. Hier stehen die Dinger ja auch, westlich von uns.

Neue Heimat Kyffhäuser

Dürre in Nordthüringen nimmt kein Ende

Einer der trockensten Orte Deutschlands liegt nicht weit von hier: es  handelt sich um Artern.

Wir sind hier im Thüringer Norden, der mir schon voriges Jahr (bin Rheinländer) sehr trocken vor kam, aber das ist nichts gegen das, was dieses Jahr geschieht. Kein Regen seit April, so kann man es kurz beschreiben; wobei ich einwenden muß, daß für mich 0,2 mm Niederschlag kein Regen ist. Solche „Vorfälle“ hatten wir diesen Sommer durchaus ein, zwei Mal. Wenn anderswo  heftige Gewitter nieder gehen, geschieht hier so etwas, was man eigentlich nicht „Regen“ nennen will: Das „von oben“ befeuchtet gerade so mal die Bodenoberfläche, aber nur da, wo kein Bewuchs ist. Regen ist für mich etwas anderes.

Die Folge: Die schlimmste Trockenheit Deutschlands und seitdem es Wetteraufzeichnungen gibt.

Film dazu https://www.wetter.com/videos/kolumnen/duerre-nimmt-kein-ende-einer-der-trockensten-orte-deutschlands/5b7a87fd38f78803292b2231

Aus der Beschreibung:

„Artern gehört nach den Messungen der DWD-Wetterstationen in diesem Jahr zu den trockensten Orten Deutschlands. Die Dürre ringsum die thüringische Stadt hat nicht nur Pflanzen absterben lassen, auch Seen und Flüsse sind bereits gekippt. Unser wetter.com Reporter Steven Garcia war in Artern und hat sich vor Ort ein Bild über die katastrophale Trockenheit in dieser Region Deutschlands gemacht.“ Zitat ENDE

So macht das Gärtnern keinen Spaß mehr. Es wächst faktisch seit Monaten nichts mehr. Außer Gurken. Sogar die Buschbohnen leiden. Ich kämpfe seit Monaten nur noch darum, den Pflanzenbestand, der vorhanden ist, durch gießen zu retten. Idiotischerweise tragen Apfel- und Pflaumenbäume sehr viel Obst, so viel wie lange nicht. Von den Apfelbäumen habe ich schon zentnerweise Obst runtergeholt, sonst wären etliche Äste einfach abgebrochen. Nur kommt man oben am Baum nicht dran, was zur Folge  hat, daß die Mini-Äpfel nun nach und nach von alleine abfallen. Essen kann man die nicht. Dasselbe gilt für die Pflaumen, die alle verwurmt sind.

Neue Gemüse aussäen geht nicht. Ich esse gerne Kohl und Salat, jedoch keimt der nicht bei Temperaturen über 25 Grad. Da nützt auch gießen nichts.

In die Natur gehe ich schon länger nicht mehr, weil ich das Elend nicht mit ansehen kann.

Königslehde, Blick Richtung Harz

Weitere Links zum Thema:

Dreisam: https://www.youtube.com/watch?v=X7fV0fIjtzw

Drohnenflug über trockene Dreisam: https://www.youtube.com/watch?v=X7fV0fIjtzw

Die Dürre und die Elbe; Fahrrinne Magdeburg nur noch 1 Meter tief: https://www.youtube.com/watch?v=JXRrpvt1QWo

Nochmals zur Elbe: https://www.youtube.com/watch?v=BJ3hgQ3yrKE

Ausgetrocknetes Biotop Klärteiche Bedburg: https://www.youtube.com/watch?v=JXRrpvt1QWo

Wasserknappheit: Mittelfränkische Seen werden angezapft: https://www.youtube.com/watch?v=GtzI6sutnFg

Fischsterben in Hamburg: https://www.youtube.com/watch?v=wrATNqlMoDY

chemnitz führt Schöpfverbot für Flüsse ein: http://www.bento.de/today/chemnitz-fuehrt-schoepfverbot-fuer-fluesse-ein-wegen-anhaltender-duerre-2628634/

Wobei sich im Süden die Lage wohl entschärft hat. Bis es hier in der Mitte Deutschlands so weit ist, kann es wohl noch Monate dauern.

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Keine Achtung vor nichts

Die erste Achtung, die ein Mensch hat, ist die Achtung vor der Natur. Wer keine Achtung vor der Natur hat (99 Prozent der Deutschen), hat auch keine Achtung vor sich selbst, denn der Mensch entstammt der Natur, sie ist alles, was ihn ausmacht, in ihr wurde er geboren und in sie kehrt er zurück, wenn er stirbt.

Dieses Bewußtsein fehlt 99  Prozent der Menschen.

Diese fehlende Achtung vor der Natur hat Folgen:

Das fehlende Verbundenheitsgefühl mit der Natur – Hauptschuldiger, dh. Entfremder von der Natur war das Christentum samt seiner diversen „Kirchen“. Weiter will ich da aber nicht drauf eingehen. Ein Heide, ein pagan, weiß, was ich meine. Er fühlt sich verbunden.

Wer nicht verbunden ist in Achtung (besser: in Liebe), zerstört. So einfach ist das. Weil die fehlende Verbundenheit mit Achtlosigkeit einher geht.

Buchenhochwald, Hainleite

Wie ich darauf komme?

Das ist auch wieder einfach. Hier in der Stadt gibt es einen sogenannten „Billigladen“. Dieses Geschäft bietet alles mögliche an, eben auch Gartenzubehör und während der Vegetationsperiode, Pflanzen. Nun hatten wir im Ort ziemlich lange, ein paar Monate, eine Baustelle: die Straße, die an diesem „Billigland“ vorbei ging, mußte sehr dringend neu gemacht werden. Während dieser Baustelle hatte der Laden kaum Kundschaft, weil die Leute nicht, wie gewohnt, mit ihren Scheiß Blechbüchsen, auch genannt: Autos, dort vorfahren konnten und ihre Einkäufe bequem, wie sie nun mal sind, in ihre Kofferräume laden konnten  – die Straße war ja gesperrt und die Umleitung verlief ganz woanders. Folge: Die Kundschaft blieb aus und „Billigland“ machte zu.

„Billigland“ hatte noch ein paar Obstbäume da stehen, Kirsche, Pflaume, und so weiter; Bäume, die bis dato keinen Käufer gefunden hatten. Folge: Die Betreiberin des „Billiglandes“ verfrachtete die restlichen, ca 20 Bäume, in die abgesperrte Außen-Ecke des Ladens und ließ sie dort, kreuz und quer übereinander liegend, verdursten.

War ja nix mehr wert.  Kaufte ja keiner mehr. Waren ja „nur“ Bäume.

Das ist auch gelebter Kapitalismus. Natur ist nichts wert, solange man sie nicht zu Geld machen kann. Hat man keinen Umsatz mehr, kippt man halt die lebenden Pflanzen irgendwo hin und läßt sie vertrocknen.

Diese Frau – oder wer auch immer dafür verantwortlich ist, handelt so, wie 99 Prozent der verkommenen Deutschen handeln würden: Sie hat keine Achtung mehr vor der Natur. Mit allen dazu gehörigen Folgen. 99 Prozent der Bevölkerung handeln so. Ihnen ist es egal, wenn die Natur, wie derzeit, vertrocknet – die einzigen, die sich empören, sind die Bauern, aber die auch nur deshalb, weil sie Ernteausfälle (sprich: Geldverlust) zu erleiden haben. Die Natur an sich ist den Bauern egal, die Natur an sich dient den Bauern nur als Erwerbsmöglichkeit, also zum Geldverdienen. Der Bauer achtet die Natur nicht, er beutet sie aus (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Dies nur als ein Beispiel.

Wenn ich an solchen Orten wie diesem „Billigland“ mit seinen vertrockneten Bäumen vorbei gehe, und die bewußt vertrocknen lassenden Pflanzen sehe, dann ist mir das wie ein Schlag in die Magengrube. Ich kann so etwas nicht sehen. Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie man so handeln kann, nicht im Entferntesten. Für solch ein unethisches Verhalten gibt es keine Entschuldigung. Es wäre immer möglich gewesen, die Bäume während der … meinetwegen nun vier Wochen dauernden Zeit, in der der Laden nun zu ist, zu wässern, Wasser haben die da genug. Nein, man wollte nicht. Es war den Verantwortlichen egal.

Ich habe dort natürlich auch schon mal eingekauft. Ab sofort werde ich das nicht mehr tun, ich werde diesen Laden boykottieren.

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