Kollektiver Verweigerungsrausch der wohlstandsdegenerierten Bevölkerung

Oder anders ausgedrückt: Wohlstand macht dumm

Zu den „Wahlen“ in Rheinland-Pfalz und Baden-Würtemberg:

„Wie immer in der Geschichte Deutschlands wird sich die allgemeine Unzufriedenheit irgendwann mal explosionsartig entfalten.
Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in einer Wohlstandsblase, die daraus ausgeschlossenen gehen nicht wählen.

Es spielen sehr viele Faktoren in diese Lage hinein. Eine allgemein verblödete Konsumgesellschaft, Realitätsverweigerung und die Angst vor Veränderungen.

Die Kreativen, Unbequemen, frei denkenden Menschen werden größtenteils diffamiert und ausgeschlossen.

Was soll man denn zuerst aufzählen. Ein gescheitertes Bildungssystem, ein nie dagewesener Rentenbetrug, ein überbordender Steuer und Überwachungsstaat, eine desolate Digitalisierung, Korruption, und, und, und.

Mittlerweile ist es mir egal wer wie wählt. Ich kann es nicht mehr ändern. Ich bereite mich seit Jahren auf das schlimmste vor. Man muss sich eben damit arrangieren. Aber es hat schon einen gewissen Unterhaltungswert wie sich große Teile der Bevölkerung verarschen lassen um sich anschließend verwundert die Augen zu reiben.“

Quelle: https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=558213

Das kann ich so unterschreiben.  Weil das so ist, ist es so schwer, überhaupt Ansätze zu finden, wo man den Fuß in eine Tür bekommen könnte, um etwas zu ändern.

Ändern geht übers Nachdenken.

Freilichtmuseum Oerlinghausen im Frühling 2014

Aber die Leute weigern sich kollektiv, nachzudenken. Sie laufen lieber irgendwelchen Heilsbringern hinterher und verhalten sich ansonsten passiv. Die in der Wohlstandsblase Lebenden kann man sowieso nicht erreichen. Die Armen könnte man erreichen, aber die sind hauptsächlich mit dem eigenen Überleben beschäftigt.  Ich gehöre zu denen, die von der Wohlstandsblase ausgeschlossen sind. Diese Spaltung zwischen Wohlstand/einigermaßen gutem finanziellen Auskommen und meiner Situation, die man nicht anders als „arm“ bezeichnen kann, merke ich sehr deutlich. Einer, der täglich malochen geht, weil er seinen „Job“ als das Alleinseligmachende betrachtet, wird niemals gegen das System aufbegehren, dabei ist er doch unterstützendes Teil des Systems. Nur WEIL er täglich malochen geht, existiert das System. Das begreift die breite Mehrheit, die in der Wohlstandsblase lebt, nicht.  Oder sie will es nicht begreifen.

Wenn man so argumentiert, bekommt man dann meist vorgeworfen, daß man ja Rente bekomme, für die eben die aus der Wohlstandsblase arbeiten gehen würden. Solche Vorwürfe bringen aber keinen weiter. Denn ich, obwohl älter und arm, würde alles opfern, um das System zu beseitigen, die Leute aus der Wohlstandsblase jedoch nicht. Sie hängen an ihrem teilweise noch recht guten Leben und würden es niemals aufgeben. Diesen Leuten ist auch egal, wie viele Kinder und Alte für „Corona“ gequält werden – Hauptsache, ihnen selbst geht es gut. Das nennt man Egoismus. Ich dagegen bin eher ein Mensch, der das Gemeinwohl über das Einzelwohl stellt. Freiheit, ja, aber sie hört da auf, wo sie dem Gemeinwohl schadet.

Aber solche Gedanken sind ja völlig aus der Mode.

Deshalb kann uns nur noch ein möglichst heftiger wirtschaftlicher Zusammenbruch, kombiniert mit entsprechenden Handlungen der dann endlich aufgewachten Massenbevölkerung, helfen.

KeineHeimatKyffhäuser

Eklatantes Mitläufersyndrom Gespräch Dr. Maaz

Sehr gutes Interview, warum derzeit das System von Führung und gnadenlosem Mitläufertum so gut funktioniert:

52 Minuten: https://uncutnews.ch/was-die-virus-panikmache-in-politik-und-medien-mit-uns-macht-psychiater-maaz-zerlegt-corona-kurs/

Die persönliche Entfremdung sucht Kompensation, und man macht dann das, was die Chefs, die Eltern wollen, und sucht über dieses angepaßte Tun die Anerkennung, es ist nie eine wirkliche persönliche Freiheit erreicht worden, sondern nur eine äußere „Demokratie“, keine innerseelische Freiheit, die da heißt: Ich weiß, wer ich bin, was ich will, was ich kann, aber auch, was ich NICHT will; sondern die weitaus meisten Menschen orientieren sich an dem, was die Anderen machen und was vorgeschrieben ist, was in der Zeitung steht; sie sind Opfer, weil sie nicht gut genug BEI SICH sein können.

KeineHeimatKyffhäuser

 

 

Konrad Lorenz: Die Acht Todsünden der zivilisierten Menschheit

Alter Artikel

Konrad Lorenz: Die Acht Todsünden der zivilisierten Menschheit

Einführung: Struktureigenschaften lebender Systeme

Ethologie behandelt das tierische wie das menschliche Verhalten als die Funktion eines Systems, das seine Existenz wie seine besondere Form einem historischen Werdegang verdankt, der sich in der Stammesgeschichte, in der Entwicklung des Individuums, und, beim Menschen, in der Kulturgeschichte abgespielt hat. Die echt kausale Frage, warum ein bestimmtes System so und nicht anders beschaffen sei, kann ihre legitime Antwort nur in der natürlichen Erklärung dieses Werdegangs finden.  Ursachen allen organischen Werdens ist, neben Mutation und Neukombination von Genen, die Anpassung, Selektion. Sie ist ein kognitiver Prozess, durch den sich der Organismus Informationen einverleibt, die in der Umwelt vorhanden und für sein Überleben von Bedeutung sind, also indem er WISSEN über die Umwelt erwirbt. Der Biologe fragt also immer nach der ARTERHALTENDEN Leistung eines Merkmals => warum hat die Katze krumme Krallen, Antwort: Zum Mäusefangen. Wozu dient der Menschheit ihre maßlose Vermehrung, ihre sich bis zum Wahnsinn steigernde Hast des Wettbewerbs, die zunehmende, immer schrecklicher werdende Bewaffnung, die fortschreitende Verweichlichung des verstädterten Menschen usw. usf. Bei näherer Betrachtung aber zeigt sich, dass so gut wie alle diese Fehlleistungen Störungen ganz bestimmter, ursprünglich sehr wohl einen Arterhaltungswert entwickelnder Verhaltens-Mechanismen sind. Mit anderen Worten, sie sind als pathologisch aufzufassen.

Das gesamte System menschlicher Antriebe besteht aus einer großen Zahl unabhängiger Quellen des Antriebes, von der sich sehr viele auf phylogenetisch entstandene Verhaltensprogramme, auf sogenannte „Instinkte“, zurück führen lassen. Doch Vorsicht, der Mensch ist kein auf seinen Instinkt reduziertes Wesen. In sich geschlossene Ketten angeborener Verhaltensweisen können sich im Laufe einer stammesgeschichtlichen Höherentwicklung von Lernfähigkeit und Einsicht in dem Sinne auflösen, als dass die obligatorische Koppelung zwischen ihren Teilen verloren geht, aber ihre einzelnen Stücke stehen dem handelnden Subjekt dann unabhängig voneinander zur Verfügung. Jeder dieser einstmaligen Einzelteile wird nun zum autonomen Antrieb, indem es ein eigenes, nach Ausführung strebendes Appetenzverhalten entwickelt. Dem Menschen fehlen also lange Ketten obligatorisch aneinandergekoppelte Instinktbewegungen, aber aus den Erfahrungen mit anderen hochentwickelten Säugetieren kann man vermuten, dass der Mensch nicht weniger, sondern eher mehr echt instinktive Antriebe verfügt als irgend ein Tier.

Menschliche Antriebe gibt es viele: Liebe, Hass, Freundschaft, Treue, Zorn, Anhänglichkeit, Vertrauen, Misstrauen usw. Alle diese Zustände machen geneigt zu gewissen Verhaltensweisen. Dabei ist es erst einmal unwichtig, ob der betreffende Antrieb seine Kraft aus phylogenetischen („instinktiven“) oder kulturellen Quellen schöpft. Jeder dieser Antriebe ist als solcher ein Teil eines harmonischen Systems und deshalb unentbehrlich. Deshalb stellt sich auch nicht die Frage, ob ein Teil davon „gut“ oder „schlecht“ sei, wir brauchen alle diese Antriebe. (Siehe den Nachweis Erikssons, dass Misstrauen unentbehrlich ist.)

Systeme werden geregelt bzw. regeln sich durch die sogenannten Regelkreise, auch Homöostase genannt. Man stelle sich ein Wirkungsgefüge aus einer Anzahl von Systemen vor, die sich in ihrer Wirkung und Funktion verstärken, so dass a von b unterstützt wird, b von c, c von d und so weiter, bis zuletzt z auf a einwirkt. Ein Kreislauf positiver Rückkoppelung ist entstanden, und er kann sich bestenfalls im Zustand labilen Gleichgewichts befinden. Die kleinste Verstärkung einer einzigen Wirkung muss zum lawinenhaften Anschwellen sämtlicher Systemfunktionen führen und umgekehrt die kleinste Verminderung zum Verebben sämtlicher Aktivität. Man kann ein solch labiles System in ein stabiles verwandeln, indem man in den Kreisprozess ein einziges Glied einführt, dessen Einwirkung auf das in der Wirkungskette folgende Glied umso schwächer wird, je stärker es seitens des vor ihm eingeschalteten beeinflusst wird. So entsteht ein Regelkreis, eine Homöostase, oder, in schlechtem Deutsch ausgedrückt, ein „negatives feedback“.  In der Natur vorzufindende Regelkreise sind in der Regel dieser Art, positive Regelkreise findet man höchstens bei rasch anwachsenden und sich ebenso rasch erschöpfenden Ereignissen wie zum Beispiel Lawinen oder Waldbränden. An diese erinnern auch manche pathologischen Störungen menschlichen Gesellschaftslebens, bei denen einem in den Sinn kommt, was Schiller in der Glocke von des Feuers Macht sagte: „Wehe, wenn sie losgelassen!“

Die negative Rückkoppelung des Regelkreises macht es unnötig, daß die Wirkung jedes einzelnen der an ihm beteiligten Untersysteme genau auf ein bestimmtes Maß festgelegt ist.

Eine geringe Über- oder Unterfunktion wird leicht wieder ausgeglichen. Zur gefährlichen Störung der Systemganzheit kommt es nur dann, wenn eine Teilfunktion bis zu einem

Maße gesteigert oder vermindert ist, das die Homöostase nicht mehr auszugleichen vermag, oder aber, wenn am Regelmechanismus selbst etwas nicht in Ordnung ist. Für all diese Vorkommnisse gibt der im Folgenden in einzelne Kapitel, gemäß K. Lorenz Buch: „Die acht Todsünden der Menschheit“, zusammengefasste Text Beispiele.

Buchcover

Kap. 1:  Überbevölkerung. Die Menschheit droht, in sich selbst zu ersticken

Den meisten Menschen ist gar nicht bewußt, dass die höchsten und edelsten Eigenschaften des Menschen, die die wir spezifisch „menschlich“ nennen, die ersten sind, die dabei untergehen, wenn der Mensch zu nahe aufeinander hockt.

=> Mangel an allgemeiner herzlicher und warmer Menschenliebe entsteht dadurch, dass des Menschen Fähigkeit zum sozialen Kontakt überfordert wird. Der Mensch ist nicht so erschaffen, dass er alle Menschen lieben kann. Des Menschen Nächstenliebe wird durch die Massen der Allzu Nahen so verdünnt, dass sie nicht mehr in Spuren nachweisbar ist.

=> Man hält sich ein „Zuviel“ vom Leib, aus Selbstschutz.

=> weitere Folge: Gleichgültigkeit, Teilnahmslosigkeit. Verbrechen geschehen auf offener Straße in der Stadt, alle sehen es, keiner schreitet mehr ein.

Fazit: Zusammenpferchen vieler Menschen auf engstem Raum führt zu Entmenschlichung und löst unmittelbar aggressives Verhalten aus. K. Lorenz hält den Glauben, dass man eine neue Sorte Menschen durch „Konditionierung“ an diese Verhältnisse erschaffen könne, für einen gefährlichen Wahnsinn.

Kap. 2: Verwüstung des Lebensraumes

Unsere Lebensgrundlagen sind nicht unerschöpflich, doch wird das aufgrund ökonomischer Gesichtspunkte missachtet. Die Hast der heutigen Zeit lässt die Prüfung von Handlungsweisen, bevor man handelt, nicht mehr zu. K. Lorenz erwähnt als „Untaten“ „nur“ die Insektenvernichtungsmaßnahmen in der Landwirtschat und im Obstbau, und diejenigen in der Medizin (Medikamente und ihre ungeklärten Langzeitwirkungen). Das „sofort-haben-müssen“ fördert die Produktion von Waren chemischer Herkunft, deren Langzeitwirkung gar nicht absehbar ist. Menschen, die dies kritisieren, werden mundtot gemacht.

Der „zivilisierte“ Mensch verwüstet die ihn umgebende und ihn erhaltende Natur und beraubt sich seiner eigenen Lebensgrundlage. Die dazu kommende Entfremdung von der lebenden Natur trägt einen großen Teil der Schuld an der ästhetischen und ethischen Verrohung des Zivilisationsmenschen. Ehrfurcht vor dem Leben wird dann, wenn der heranwachsende Mensch nur von hässlichem und billigem Menschenwerk umgeben ist, aussterben. Vor Schrott hat man keine Ehrfurcht! K. Lorenz bemerkt die Ähnlichkeit der Krebszelle mit dem sich in unversehrte Landschaft und Natur hinein fressenden Moloch Stadt.

Reihenhaussiedlungen in ihrer Gleichheit verdienen das Wort „Haus“ nicht, sie sind bestenfalls Batterien von Ställen für Nutzmenschen. Noch schlimmer sind die uniformen Wohnblocks des „sozialen Wohnungsbaus“, denn dort hängt man zusätzlich zur Hässlichkeit noch mit Menschen, die man normalerweise nie so eng an sich heran lassen würde, so dicht zusammen, wie man es dauerhaft nicht ertragen kann. Leben ist hier nicht mehr möglich, geschweige denn Individualität. Zum erträglichen Leben gehört der nötige Abstand zum Nächsten, den man sich idealerweise auch selbst ausgesucht hat, und nicht, zu dem man aufgrund der Umstände (Wohnraum-Mangel) gezwungen ist.

Die Schönheit der Natur und die Schönheit der von Menschen geschaffenen kulturellen Umgebung sind nötig, um den Menschen gesund zu erhalten. Die heutige Seelenblindheit für alles Schöne ist eine Geisteskrankheit, die von gewissen Kreisen bewusst hervor gerufen wurde, um den Menschen zu verrohen. Diese Geisteskrankheit geht mit einer Unempfindlichkeit gegen das ethisch Verwerfliche einher.

Kap. 3: Der Wettlauf mit sich selbst

Der Wettbewerb mit sich selbst aufgrund kommerzieller Erwägungen zerstört alle Werte des Menschen. Welcher Schaden ist größer, der durch die Geldgier entstandene, oder der durch die zermürbende Hast?

Was treibt den Menschen zum Wettbewerb? Neben der Gier nach Besitz oder höherer Rangordnung spielt die Angst eine „sehr wesentliche Rolle“. Der moderne Mensch ist getrieben, und was ihn treibt, kann nur Angst sein. Diese Angst hält der Mensch nicht aus und lenkt sich ab. Die wenigsten Menschen können deshalb mit sich alleine sein, ohne Ablenkung.

Der wirtschaftliche Wettbewerb der Menschheit mit sich selbst ist ein Kreisprozess mit positiver Rückkoppelung und führt früher oder später zur Katastrophe. Dieser Vorgang gliedert sich auf in mehrere kleinere Kreisprozesse: 1) ständig sich verschnellerndes Arbeitstempo und 2) progressive Steigerung der Bedürfnisse des Menschen. Die Masse der Menschen ist dumm genug, sich die Lenkung durch die mittels der Meinungs- und Werbungsforschung ausgearbeiteten Methoden gefallen zu lassen. Es entsteht ein Teufelskreis einer rückgekoppelten Produktions- und Bedürfnissteigerung und daraus als Folge, maßloser Luxus.

Kap. 4: Wärmetod des Gefühls

Der Mensch strebt instinktiv nach Lustgewinn und vermeidet Unlustgefühle. Zu starke Vermeidung von Unlust bringenden Reizsituationen führt zur Verweichlichung mit der Gefahr des Kulturuntergangs.

Ständige Steigerung lustbringender Situationen führt zum Laster.

Ständig fortschreitende technische Errungenschaften haben die Lust-Unlust-Ökonomie des modernen Menschen in Richtung einer ständig zunehmenden Sensitivierung gegenüber allen Unlust auslösenden Reizsituationen und einer ebensolchen Abstumpfung gegen alle Lust auslösenden verschoben. Folgen: Intoleranz gegen Unlust/verringerte Anziehungskraft der Lust => Sofortige Befriedigung aller aufkeimenden Wünsche. Dass man durch Ratenkäufe in Sklaverei gerät, interessiert die Menschen nicht.

Auf dem Gebiet sexuellen Verhaltens entfallen alle feineren, differenzierten Verhaltensweisen der Paarbildung, inklusive der sogenannten „Normen“ menschlichen Verhaltens. Folge: Sofortbefriedigung, schneller Sex, Paarbildung entfällt. „Viehisch“, nennt Lorenz dieses Verhalten, da es selbst bei höher entwickelten Tieren nur ganz ausnahmsweise vorkommt.

Unlustvermeidung führt zum Verlust der Freude, da Lustgewinn auf Kontrastwirkung beruht. Die Unlust-Intoleranz wächst dagegen ständig und verwandelt die naturgewollten Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens in eine planierte Ebene. Sie erzeugt tödliche Langeweile. Folge: Emotionaler Wärmetod.

Soziale Beziehungen: Die Verhaltensweisen dabei sind angeboren und „viel urtümlichere Verhaltensweisen“, als angenommen. Diese Verhaltensweisen bringen nicht nur Freude, sondern auch viel Leid. Diesem Leid aus dem Weg gehen zu wollen, heißt sich einem wesentlichen Teil des menschlichen Lebens zu entziehen.

Das Streben nach Lustgewinn führt zu andauernden Suche nach „neuen“ Reizsituationen (Neophilie).  Die Neophilie betrifft sämtliche Beziehungen, zu denen Menschen fähig sind. Sie erfreut außerdem die Industrie,  die das Verfallsdatum in ihre Produkte mittlerweile eingebaut hat.
Abhilfe ist schwierig, da das naturgegebene Hindernis, dessen Beseitigung den Menschen stählt, fehlt. Die Bewältigung absichtlich herbei geführter Beschwernisse des Lebens gewährt keine Befriedigung. Wenn das Leben zu leicht ist, besteht die Gefahr, dass aus den Menschen blasiert-gelangweilte Zeitgenossen werden.

Kap.5: Genetischer Verfall

Gendefekt = Laut Lorenz „erblicher Instinktausfall“

Soziales Verhalten / Altruismus ist die Fähigkeit des Einzelnen, ohne „Bezahlung“/Lohn etwas zum Gruppenwohl beizutragen. Das Gegenteil sind „soziale Parasiten“. Normale Gruppenmitglieder haben höchst spezifische Reaktionsweisen, mit denen sie auf asoziales Verhalten reagieren; z.Bsp. Empörung bis hin zur Verteidigung der sozial Schwächsten der eigenen Gruppe, wenn diese von jemand angegriffen/misshandelt werden. Es existiert also kulturübergreifend eine Art „angeborenes Rechtsgefühl“. Lorenz wörtlich: „Wir können betrachten, dass die Art Homo Sapiens über  ein hochdifferenziertes System von Verhaltensweisen verfügt, das in durchaus analoger Weise wie das System der Antikörperbildung im Zellenstaat der Ausmerzung gemeinschaftsgefährdender Parasiten dient.

Kulturelles Zusammenleben bedingt, dass der Mensch seine Triebe zügeln lernt. Vernunft und Verantwortlichkeit sind jedoch nicht unbegrenzt stark. Beim Gesunden reichen sie gerade aus, um seine Einordnung in die Gesellschaft leisten zu können. Der seelisch Gesunde und der Psychopath unterscheiden sich allerdings nicht stark.

Der Mensch ist ein Kulturwesen, d.h. seine instinktiven Antriebe und deren kulturbedingte verantwortliche Beherrschung bilden ein System, indem die Funktionen beider Untersysteme genau aufeinander abgestimmt sind. Ein Zuviel oder Zuwenig, egal auf welcher Seite, führt zur Störung, leichter als die an die Allmacht der menschlichen Vernunft und des Lernens zu glauben geneigte Menschen meinen. Die zur Religion gewordene Überzeugung, dass alle Menschen gleich geboren seien und dass alle Verbrechen des Täters nur auf die Sünden zurück zu führen seien, die seine Erzieher an ihm begangen hätten, führt zur Vernichtung jedes natürlichen Rechtsgefühls. Auch sieht sich der Täter in Selbstbemitleidung als Opfer der Gesellschaft. (Was er ja auch ist, aber die Gesellschaft im Ganzen oder auch unschuldige einzelne Teile davon dürfen deshalb nicht zu seinen Opfern werden. /Hinzufügung von mir.)

Trotz aller Gefährdungen, die das natürliche Rechtsgefühl durch extreme Auslegung seiner Selbst und den daraus entstehenden Folge mit sich bringt, ist dieses natürliche Rechtsgefühl für das Wirkungsgefüge  unserer sozialen Verhaltensweisen unentbehrlich. Seine Ausschaltung durch die Tendenz zur absoluten Toleranz wird in ihrer gefährlichen Wirkung verstärkt durch die Doktrin, dass alles menschliche Verhalten erlernt sei. Dies bedingt dann den gefährlichen Irrglauben, dass alles menschliche Fehlverhalten ebenso unbegrenzt veränder und korrigiert werden kann.

Wir brauchen aber diese „Anständigkeit“ genannte Eigenschaft, da die Gesellschaft sonst durch Soziopathen zersetzt wird (Sofern sie das nicht schon ist / Hinzufügung von mir).Wir brauchen die Moral, auch wenn sie im wirtschaftlichen Wettbewerb der westlichen Kultur keine Rolle spielt, kein Selektionsmerkmal ist.

Zweifellos droht uns durch den Verfall genetisch verankerten sozialen Verhaltens die Apokalypse.

Bei spezifischer Selektion setzt der Verfall sozialer Verhaltensweisen schnell ein. Lorenz bringt das Beispiel der Zierfische, die über Generationen künstlich vermehrt wurden und keinerlei Brutpflegetrieb mehr haben. Wobei Lorenz bemerkt, dass die alten und verbreiteten Triebe wie die der Nahrungsaufnahme und die der Begattung oft zur Hypertrophie neigen und dabei zu bedenken ist, dass der züchtende Mensch wahlloses und gieriges Fressen und ebensolchen Begattungstrieb selektiv fördert, Aggressions- und Fluchttrieb dagegen weg zu züchten trachtet.

Ein Syndrom erblicher Veränderungen, das ganz zweifellos beim Menschen und bei seinen Haustieren in analoger Weise und aus gleichen Gründen aufgetreten ist, ist die merkwürdige

Kombination von geschlechtlicher Frühreife und dauernder Verjugendlichung. Das dauernde Verharren im jugendlichen Zustand bezeichnet man in der Biologie als Neotonie. Wie ich (1943) zu zeigen versucht habe, ist die bis ins hohe Alter andauernde spielerische Forschungsneugier des Menschen, seine Weltoffenheit, wie Arnold Gehlen (1940) es nennt, ein persistierendes Jugendmerkmal. Kindlichkeit ist eins der wichtigsten, unentbehrlichsten und im edelsten Sinne humanen Merkmale des Menschen. Doch wo ist die Grenze? Ist die den Menschen kennzeichnende genetische Verkindlichung nicht bereits in einem Maße fortgeschritten, dass sie verderblich ist? Die Erscheinungen der Unlust-Intoleranz und der Gefühlsverflachung können ja, wie bereits hier auf dem blog behandelt, zur Verkindlichung führen. Es besteht laut Lorenz der dringende Verdacht, dass sich kulturell bedingte Vorgänge zu diesen genetisch bedingten addieren können. Forderung nach sofortiger Triebbefriedigung, Mangel an jeglicher Verantwortlichkeit und Rücksichtnahme auf die Gefühle anderer sind für kleine Kinder typisch und bei ihnen völlig verzeihlich, aber nicht bei Erwachsenen. Geduldiges Hinarbeiten auf ferne Ziele, Verantwortung des eigenen Tuns und Rücksichtnahme auch auf Fernerstehende sind Verhaltensnormen, die für den reifen Menschen kennzeichnend sind.

Ein Mensch, der durch das Ausbleiben der Reifung in einem kindlichen Zustand verharrt, wird notwendigerweise zum Parasiten der Gesellschaft.

Unzählige Jugendliche sind der heutigen Gesellschaftsordnung und damit auch ihren Eltern gegenüber feindlich eingestellt. Daß sie ungeachtet dieser Haltung als selbstverständlich erwarten, von dieser Gesellschaft und diesen Eltern erhalten zu werden, zeigt ihre unreflektierte Infantilität. Wenn die fortschreitende Infantilisierung und wachsende Jugend-Kriminalität des Zivilisationsmenschen tatsächlich, wie ich befürchte, auf genetischen Verfallserscheinungen beruht, so sind wir in schwerster Gefahr. Unsere gefühlsmäßige Hochwertung des Guten und Anständigen ist mit erdrückender Wahrscheinlichkeit der einzige Faktor, der heute noch gegen Ausfallserscheinungen sozialen Verhaltens eine einigermaßen wirksame Selektion treibt.

[Hinzufügung von mir: Mittlerweile ist die von Lorenz erwähnte Hochwertung des Guten und Anständigen längst nur noch in seltenen Spuren zu finden; Dekadenz ist das Maß aller Dinge in der zerfallenden Gesellschaft.]

Alles, was in den vorangehenden Abschnitten besprochen wurde, die Übervölkerung, die kommerzielle Konkurrenz, die Zerstörung unserer natürlichen Umgebung und die Entfremdung von ihrer ehrfurchtgebietenden Harmonie, der durch Verweichlichung bewirkte Schwund der Fähigkeit zu starken Gefühlen, dies alles wirkt zusammen, um dem modernen Menschen jegliches Urteil darüber zu rauben, was gut und was böse ist. Zu alledem aber kommt dann noch die Befreiung des Asozialen von ihrer Schuld, die uns durch die Einsicht in die genetischen und psychologischen Gründe seiner Fehlleistungen aufgedrängt wird.

Einsichtsvolle Humanität dem Einzelnen gegenüber müssen wir unter seiner Berücksichtigung mit dem verbinden, was der menschlichen Gemeinschaft gut tut. Der Einzelmensch, der mit dem Ausfall bestimmter sozialer Verhaltensweisen und dem gleichzeitigen Ausfall der Fähigkeit zu den sie begleitenden Gefühlen geschlagen ist, ist tatsächlich ein armer Kranker, der unser volles Mitleid verdient. Der Ausfall selbst aber ist das Böse schlechthin. Er ist nicht nur die Negation und Rückgängigmachung des Schöpfungsvorganges, durch den ein Tier zum Menschen wurde, sondern etwas viel Schlimmeres, ja Unheimliches. In irgendeiner geheimnisvollen Weise führt die Störung moralischen Verhaltens nämlich sehr oft nicht zu einem einfachen Fehlen alles dessen, was wir als gut und anständig empfinden, sondern zu einer aktiven Feindschaft dagegen. Eben dies ist das Phänomen, das viele Religionen an einen Feind und Gegenspieler Gottes glauben läßt. Wenn man wachen Auges alles das betrachtet, was gegenwärtig auf der Welt geschieht, kann man einem Gläubigen nicht widersprechen, der die Ansicht vertritt, der Antichrist sei los.

Zweifellos droht uns durch den Verfall genetisch verankerten sozialen Verhaltens die Apokalypse, und zwar in einer besonders gräßlichen Form. Doch ist diese Gefahr wohl leichter zu bannen als andere, wie die der Übervölkerung oder des Teufelskreises des kommerziellen Wettbewerbs, denen man nur durch umwälzende Maßnahmen, zumindest durch eine erzieherische Umwertung aller heute verehrten Scheinwerte entgegentreten kann. Zur Verhinderung des genetischen Verfalls genügt es, bei der Gattenwahl die einfache und selbstverständliche Forderung nicht zu vergessen: Anständig muss er/sie sein. (Ergänzung von mir: Bedingt durch eben den mittlerweile fortgeschrittenen Verfall wird es auch diesbezüglich schwieriger, überhaupt noch anständige Menschen zu finden.)

Kap. 6: Abreißen der Tradition

Bei der Methode, mit der eine Kultur unter vielen Angeboten das Festzuhaltende ausgewählt, handelt es sich um „Auswahl nach gründlicher Erprobung“. Gewiss ist die Selektion, durch die Funktion und Strukturen einer Kultur festgelegt werden, nicht ganz so streng wie diejenige, die beim Artenwandel am Werke ist, weil sich der Mensch durch die ständig wachsende Beherrschung der umgebenden Natur einem selektierenden Faktor nach dem anderen entzieht. Bei Kulturen findet man daher öfter, was bei Arten kaum vor kommt: sogenannte Luxusbildungen.

Nur Selektion entscheidet, was als traditionelle Sitte und Gewohnheit in den andauernden Wissensschatz einer Kultur eingeht. Scheinbar nehmen nämlich Erfindungen und Entdeckungen, die durch Einsicht und rationale Erkenntnis gemacht werden, mit der Zeit rituellen, gar religiösen Charakter an. Überspitzt könnte man sagen, dass Alles, was über längere Zeit durch kulturelle Tradition überliefert ist, den Charakter eines Aberglaubens oder einer Doktrin annimmt. Größtes Festhalten am einmal Erprobten gehört zu den notwendigen Eigenschaften desjenigen Apparates, dem die Kulturentwicklung zufällt, Festhalten am Erprobten ist sogar noch viel Wichtiger als das Hinzuerwerben von Neuem. Selbst wenn man Verhaltensnormen, deren üble Auswirkungen klar sind, wie zum Beispiel das Kopfjagen mancher Stämme in Neuguinea und Borneo, abschafft, kann man nicht voraus sehen, welche Folgen diese Abschaffung im System sozialer Verhaltensnormen hat, das die betreffende Kulturgruppe zusammenhält. Solche Systeme sind das Skelett jeder Kultur, und ohne Einsicht in die Vielzahl seiner Wechselwirkungen sind Änderungen daran höchst gefährlich.

Heute geht man irrtümlicherweise davon aus, nur das wissenschaftlich Erfassbare und das rational Beweisbare gehöre zum Wissensschatz der Menschheit. Dies führt dazu, dass die „wissenschaftlich aufgeklärte Jugend“, den Schatz von Wissen und Weisheit aller alten Kulturen und aller Weltreligionen über Bord wirft. Wer meint, Wissen und Weisheit aus Tradition und Religion sei Null und Nichtig, denkt ebenso folgerichtig, dass Wissenschaft eine ganz neue Kultur mit allem Drum und Dran auf rationalem Wege quasi aus dem Nichts erschaffen könne – dies ist ein Irrtum! Dann müsste man wieder beim Cro-Magnon-Menschen anfangen. Eine Kultur enthält ebensoviel gewachsenes, durch Selektion erworbenes Wissen wie eine Tierart, die man auch nicht „machen“ kann.

Der nicht rationale, kulturelle Wissensschatz, wird also zuungunsten des rationalen Wissens unterschätzt, dies ist aber nicht der ausschlaggebende, kulturvernichtende Faktor des Ganzen, nein, die Feindseligkeit der heutigen Jugend/jüngeren Generation gegenüber ihren Eltern/den älteren Generationen ist von Hass getragen, einer Art Hass, die mit dem am schwersten zu überwindenden aller Hassgefühle, dem Nationalhass, verwandt ist.

Es ist das Merkmal des Menschen, dass er Gruppen bildet. Die größte Gruppe kann die Nation sein, sie kann eine Ethnie sein, eine Volksgruppe, oder eine Religionszugehörigkeit. Das Wesen von solchen Gruppen ist aber 1. die strikte Abgrenzung von anderen Gruppen (auch durch Kleidung, Verhalten), und 2. man betrachtet sich selbst und die eigenen Gruppenmitglieder als „Mensch“, und alle anderen als „Nicht-Menschen“, was beinhaltet, dass man die anderen im Extremfall totschlagen kann, weil es sich dabei dann nicht um Mord handelt.  Durch diese Schein-Artenbildung wird die Hemmung, einen Artgenossen zu töten, beseitigt, das ist ihre größte Gefahr. Selbstverständlich nutzen Kriegstreiber jeder Art diesen Mechanismus mit ihrem „Teile und Herrsche“.

Besonders in der Pubertät neigt der Mensch zur Gruppenbildung. Das kann so weit gehen dass die Devise dann heißt: Besser Mitglied irgendeiner Gruppe, als allein sein. Die rebellierende Jugend grenzt sich so scharf wie möglich von der Elterngeneration ab. Dabei ignoriert sie elterliches Verhalten nicht, sondern beachtet jede kleinste Einzelheit desselben und kehrt sie ins Gegenteil um. Ihr Angriff scheint grundlos, und richtet sich ziemlich wahllos gegen alle älteren Menschen. Die ältere Generation versteht diese angeblichen Proteste als das, was sie sind, als hasserfüllte Kampfansagen und Beschimpfung.

Ethologische Ursachen des Generationenkrieges: Funktionsstörung des Entwicklungsvorganges in der Pubertät. In dieser Phase löst sich der junge Mensch von den Traditionen seines Elternhauses.  Er hält Umschau nach neuen Idealen und will für eine gute Sache auch kämpfen. Alles Althergebrachte ist langweilig, alles Neue ist anziehend.  Seinen Arterhaltungswert bezieht dieser Vorgang aus der Tatsache, dass er der allzu starren Überlieferung kultureller Verhaltensnormen Anpassungsfähigkeit verleiht.  Der Vorgang ist mit der Häutung eines Krebses zu vergleichen, der sein starres Außenskelett abwerfen muss, um wachsen zu können.

Normalerweise folgt auf diese Periode eine Phase der Liebe zum Althergebrachten. – Störungen, die zu Hass und Krieg zwischen Generationen führen, haben zweierlei Ursachen. Erstens werden die geforderten anpassenden Veränderungen des überlieferten Kulturgutes immer mehr. Das durch die Technologie der heutigen Kultur aufgezwungene Entwicklungstempo hat zur Folge, dass ein beträchtlicher Teil des traditionellen Gutes einer Kultur von der kritischen Jugend als überflüssig betrachtet und über Bord geworfen wird. Der sich dazu noch gesellende Irrglaube, der Mensch könne eine Kultur einfach rational aus dem Boden stampfen, führt zum Irrglauben, dass es am besten sei, die elterliche Kultur total zu vernichten, um schöpferisch alles neu aufzubauen.

Weiterer Grund: Sich verändernde Familienstrukturen im Zuge der fortschreitenden Technisierung der Menschheit. Folge: Kontakt zwischen Eltern und Kindern wird geschwächt – so er denn überhaupt noch vorhanden ist.  Hospitalisierung durch Vernachlässigung bereits von Säuglingen ist nicht selten und führt zu Schwäche der menschlichen Kontaktfähigkeit.  Ausfall des Vaters als Vorbild, durch verschiedene Vorgänge, entweder Vater nicht vorhanden – braucht man ja heute nicht mehr – oder der eigene Vater wird mangels Vorleben seiner Funktionen (vor allem Arbeit) nicht mehr als Vorbild empfunden. Katastrophal sind die fehlenden Rangordnungsstrukturen (Überlegenheit des Alters) in Familien. So entstehen neurotische Jugendliche, die niemals Grenzen gesetzt bekommen, die deshalb immer wieder aufs Neue geradezu darum betteln, diese aufgezeigt zu bekommen, die lernen müssen, dass ihre eigene, natürliche Aggression eine Antwort bekommt, und, falls diese dauerhaft ausbleibt, erfahren, dass sie nirgendwo geliebt werden, denn sie selber können auch nicht lieben. Liebe entsteht nur, wenn Respekt und weitergehend Anerkennung vorhanden ist, ein Kind, was seine Eltern tyrannisiert, respektiert sie nicht, geschweige denn, dass es sie liebt. Natürlich missachtet es dann auch die ethischen Werte der Eltern, beziehungsweise deren Moral, Tradition und Kultur, und grenzt sich davon ab. Solchen Kindern fehlt die so wichtige Vorbildfunktion, an der sie wachsen können.

Weitere ethische Gründe, die elterliche Kultur abzulehnen: die westliche Kultur mit ihren Auswüchsen der Vermassung, Verwüstung der Natur, ihrem wertblind-geldgierigen Wettlauf mit sich selbst, ihrer erschreckenden Gefühlsverarmung und ihrer Verdummung durch Indoktrination hat so viel offensichtlich Negatives, dass man den Gehalt an tiefer Wahrheit und Weisheit vergißt, der auch unserer Kultur innewohnt.

Der „normale“, im Sinne von arterhaltende Vorgang ist es, dass sich Jugendliche einer ethnischen Gruppe sich im Dienste mancher neuer Ideale zusammenfinden, ohne dabei die Kultur der Eltern über Bord zu werfen. Der junge Mensch identifiziert sich also eindeutig mit der jungen Gruppe einer alten Kultur. Es liegt im tiefsten Wesen des Menschen als natürlichem Kulturwesen begründet, dass er eine voll befriedigende Identifizierung nur IN und MIT einer Kultur zu finden vermag! (Der Mensch ist kein Einzelwesen – mein Reden!) Wenn ihm dies nicht möglich gemacht wird, befriedigt er seinen Drang nach Identifizierung und Gruppenzugehörigkeit an einem Ersatzobjekt. Folge: Wahllosigkeit. Viele Jugendliche werden alleine deshalb drogensüchtig. Weitere Möglichkeit: Kriminelle Bande. Wenn es keine gibt, gründet man eine. Beispiel: Hamburger Rocker, die sich das Verprügeln wehrloser Greise zur Lebensaufgabe gemacht haben. (Beispiel neueren Datums unter Mädchen: Mehrere Mädchen verprügeln gemeinschaftlich eine Gleichaltrige, filmen das und stellen es ins Internet, habe ich selber mehrfach bei facebook gesehen. So etwas ist zutiefst verstörend, denn die Täter haben offensichtlich keinerlei Unrechtsgefühl mehr/Hinzufügung von mir.) Zweck der Gruppe ist die Befriedigung des Gruppenzugehörigkeitstriebes und das Ausleben von Aggression. Der Hass hemmt dabei den Verstand. Hass sorgt dafür, dass jede an die von Hass besessene Person gerichtete Nachricht ins Gegenteilverkehrt wird. Hass macht blind, taub und dumm.

Kap. 7: Indoktrinierbarkeit

Wissenserwerb geschieht i.d.Regel über die Hypothese, die dann zur Vermutung wird und anschließend überprüft wird. Hat sie die Überprüfung oft genug bestanden, wird sie zur erlebten/erfahrenen Wahrheit. Hypothesen als „vorläufige Annahmen“, machen nur dann Sinn, wenn die praktische Möglichkeit besteht, sie durch extra zu diesem Zweck gesuchte Tatsachen zu belegen. Eine Hypothese, die keiner Überprüfung zugänglich ist, ist nicht verifizierbar und damit wertlos.

Es ist allerdings auch ein Irrtum, dass eine Hypothese durch eine einzige, oder einige wenige Tatsachen, die sie nicht einzuordnen vermag, wiederlegt wird. Wäre dem so , dann wären sämtliche existierenden Hypothesen widerlegt, denn kaum eine wird allen einschlägigen Tatsachen gerecht. (Die einzige Ausnahme, die eine Regel bestätigt, macht also die Regel nicht ungültig, nicht nicht-existent. Hinzufügung von mir.) Alle unsere Erkenntnis ist nur eine Annäherung an die außersubjektive Wirklichkeit, allerdings eine fortschreitende. Widerlegt wird eine Hypothese niemals durch eine einzige widersprechende Tatsache, sondern nur durch eine andere Hypothese, die mehr Tatsachen einzuordnen vermag als sie selbst.

Unser Denken und Fühlen beugt sich dieser theoretisch anzweifelbaren Tatsache aber nicht. Manche Dinge  halten wir einfach für „wahr“ und sind von der absoluten Richtigkeit dieses Wissens überzeugt. Dies kann man als „glauben“ bezeichnen.

Wenn der Forscher  eine Hypothese so weit verifiziert hat, daß sie den Namen einer Theorie verdient, und wenn diese Theorie soweit gediehen ist, daß sie voraussagbar nur mehr durch Zusatzhypothesen, nicht aber in ihren Grundzügen geändert werden wird, so „glauben“ wir „fest“ an sie. Dieser Glauben stiftet auch weiter keinen Schaden, da eine derartige „abgeschlossene“ Theorie in ihrem Geltungsbereich ihre „Wahrheit“ auch dann behält, wenn sich dieser als weniger allumfassend erweisen sollte, als man zu der Zeit glaubte, da die Theorie aufgestellt wurde. Dies gilt z. B. für die gesamte klassische Physik, die durch die Quantenlehre zwar in ihrem Geltungsbereich eingeschränkt, nicht aber im eigentlichen Sinne widerlegt wurde.

Überzeugungen – wissenschaftlich begründete wie gefühlsmäßige – kommen phänomenologisch einem Glauben gleich Um seinem Erkenntnisstreben auch nur eine scheinbar feste Basis zu verleihen, kann der Menschgar nicht anders, als gewisse Tatsachen als feststehend anzunehmen und sie seinen Schlussfolgerungen als archimedische Punkte zu „unterstellen“. Bei der Hypothesebildung  fingiert man bewußt die Sicherheit einer solchen Unterstellung, man „tut, als ob“ sie wahr wäre, nur um zu sehen, was dabei herauskommt. Je länger man dann auf solchen fiktiven archimedischen Punkten weitergebaut hat, ohne daß das Gebäude in sich widerspruchsvoll wird und zusammenbricht, desto wahrscheinlicher wird nach dem Prinzip der gegenseitigen Erhellung die ursprünglich tollkühne Annahme, daß die hypothetisch unterstellte archimedische Punkte wirkliche seien.

Die hypothetische Annahme, daß gewisse Dinge einfach wahr seien, gehört also zu den unentbehrlichen Verfahren menschlichen Erkenntnisstrebens. Hoffen, die Hypothese sei wahr, ist ebenfalls normal und menschlich. Die meisten Forscher lieben ihre Hypothesen sogar, auch das ist normal. Es ist auch nicht verdammenswert, wenn man sich in seiner Meinung von anderen bestätigen lässt.

Gefahr droht, wenn die eine Überzeugung festigenden Wirkungen ohne die oben erwähnten Berechtigungen auftreten. So kann eine eine Hypothese so beschaffen sein, dass die von ihr diktierten Versuche sie im vorneherein nur bestätigen. Auch das Vertrauen in die Lehren eines Meisters bringt die Gefahr der Doktrin-Bildung mit sich, wenn die Theorie allzu plastisch ist,  der „Meister“ zur Überschätzung neigt und die Schüler zu Jüngern werden im Sinne einer Religion, eines Kultes. Mit der steigenden Zahl der Anhänger einer Überzeugung steigt auch die Gefahr, dass die Überzeugung zur Doktrin wird; hierzu trägt ihre schnelle Verbreitung durch die Massenmedien nochmals bei. Die Gefahr, dass aus einer unwissenschaftlichen, nicht verifizierten Hypothese eine wissenschaftliche wird und weitergehend, eine gar öffentliche Meinung wird, muss nicht extra erwähnt werden.

Ab dem Punkt treten alle Mechanismen in Kraft, die zum Festhalten erprobter Traditionen dienen. Doktrinen werden genauso zähe und leidenschaftlich verteidigt, als gelte es, das durch Selektion geklärte Wissen einer alten Kultur vor Vernichtung zu bewahren. Wer mit der öffentlichen/gesellschaftlichen Meinung nicht konform geht, wird als Ketzer gebrandmarkt, verleumdet und diskreditiert. Die höchst spezielle Form des sozialen Hasses, des sogenannten „Mobbings“, wird auf ihn entladen. (Habe ich selber sehr oft erlebt; Gesellschaften jedweder Form vertragen offensichtlich keine Meinungen, die nicht mit der ihnen eigenen konform geht. Deshalb muss man sich in Gesellschaften jedweder Form IMMER anpassen, es sei denn, man ist bereit, Mobbing zu ertragen./Hinzufügung von mir.)

Doktrinen gewähren ihren Anhängern die subjektive Befriedigung einer ENDGÜLTIGEN Erkenntnis mit Offenbarungscharakter. Alle Tatsachen, die ihr widersprechen, werden geleugnet, ignoriert, oder verdrängt. Der Verdrängende setzt jedem Versuch, sich das Verdrängte wieder bewusst zu machen, erbitterten, äußerst starken Widerstand entgegen, der um so größer ist, je größer die Änderung wäre, die dies in seinen Anschauungen verursachen würde.

Wirklich satanisch aber wirkt sich die Indoktrinierung erst dann aus, wenn sie ganz große Menschenmengen, ganze Kontinente, ja vielleicht sogar die ganze Menschheit in einem einzigen bösen Irrglauben vereinigt.

Eben diese Gefahr aber droht uns jetzt. Als um das Ende des vorigen Jahrhunderts Wilhelm Wundt den ersten ernstlichen Versuch unternahm, die Psychologie zu einer Naturwissenschaft zu wandeln, orientierte sich die neue Forschungsrichtung merkwürdigerweise nicht nach der Biologie. Obwohl die Erkenntnisse Darwins damals schon allgemein bekannt waren, blieben vergleichende Methoden und stammesgeschichtliche Fragestellungen der neuen experimentellen Psychologie völlig fremd. Sie richtete sich nach dem Vorbild der Physik, in der zu jener Zeit die Atomtheorie gerade ihre Siege feierte. Sie nahm an, daß das Verhalten der Lebewesen wie alles Materielle aus selbständigen und unteilbaren Elementen zusammengesetzt sein müsse. Dabei führte das an sich richtige Bestreben, die kompensatorischen Aspekte des Physiologischen und des Psychologischen bei der Untersuchung des Verhaltens gleichzeitig zu berücksichtigen, notwendigerweise dazu, den Reflex als wichtiges, ja als einziges Element aller, auch der komplexesten Nervenvorgänge zu betrachten. Gleichzeitig ließen die Erkenntnisse I. P. Pawlows den Vorgang der Ausbildung bedingter Reflexe als einleuchtendes physiologisches Korrelat zu den von Wundt untersuchten Assoziationsvorgängen erscheinen. Es ist die Prärogative des Genies, den Geltungsbereich neu gefundener Erklärungsprinzipien zu überschätzen, und so nimmt es kaum wunder, wenn diese wahrhaft epochemachenden und untereinander so überzeugend übereinstimmenden Entdeckungen nicht nur ihre Entdecker, sondern die gesamte wissenschaftliche Welt zu dem Glauben verführten, man könne auf der Basis des Reflexes und der bedingten Reaktion »alles« tierische und menschliche Verhalten erklären.

Die gewaltigen und durchaus anzuerkennenden Anfangserfolge, die von der Reflexlehre wie von der Untersuchung der bedingten Reaktion zu verzeichnen waren, die bestechende Einfachheit der Hypothese und die scheinbare Exaktheit der Versuche machten beide zu wahrhaft weltbeherrschenden Forschungsrichtungen. Der große Einfluß aber, den beide auf  die öffentliche Meinung gewannen, ist anders zu erklären. Wenn man ihre Theorien nämlich auf den Menschen anwendet, sind sie geeignet, alle jene Besorgnisse zu zerstreuen, die aus der Existenz des Instinktiven und des Unterbewussten im  Menschen entspringen. Die orthodoxen Anhänger der Lehre behaupten klipp und klar, daß der Mensch als ein unbeschriebenes Blatt geboren werde und daß alles, was er denkt, fühlt, weiß und glaubt, das Resultat seiner »Konditionierung« (wie leider auch deutsche Psychologen sagen) sei.

(Diese Überzeugung ist mir vor kurzem auch wieder begegnet, sie ist wohl nicht mehr ausrottbar. Kommt man Menschen, die diese Überzeugung vertreten, mit Gegenteiligem, wird dies natürlich geleugnet./Hinzufügung von mir.)

Dieses behavioristische Dogma bestätigt jeden Doktrinär, da ja jedes Kind nach dieser Doktrin problemlos in der „einzig wahren Glaubenslehre erziehbar sei“. Zur Versöhnung trägt dieses Dogma nicht bei. Vor allen Dingen in den USA findet dieses handfeste, einfache, leicht verständliche und mechanistische Dogma einen großen Anklang, weil es sich als fälschlicherweise als „freiheitlich“ und „demokratisch“ ausgibt.

Es ist ethisch nicht anzuzweifeln, dass alle Menschen das Recht auf gleiche Entwicklungsmöglichkeiten haben. Allzu leicht lässt sich diese Wahrheit aber in die  Unwahrheit verdrehen, dass alle Menschen potentiell gleichwertig seien. Die behavioristische Doktrin geht noch einen Schritt weiter, indem sie behauptet, alle Menschen würden einander gleich werden, wenn sie sich unter gleichen äußeren Bedingungen entwickeln könnten, und zwar würden sie zu ganz idealen Menschen werden, wenn nur diese Bedingungen ideal wären. Daher können oder, besser gesagt: dürfen die Menschen keinerlei ererbte Eigenschaften besitzen, vor allem aber keine solchen, die ihr soziales Verhalten und ihre sozialen Bedürfnisse bestimmen.

Unbegrenzte Konditionierbarkeit des Menschen ist, da sind sich alle Machthaber einig, äußerst wünschenswert. Dieser unmenschlichen Doktrin  ist alles spezifisch Menschliche unwillkommen, alle in dieser Abhandlung besprochenen Erscheinungen, die zum Verlust des Menschentums beitragen, sind im Interesse besserer Manipulierbarkeit der Massen außerordentlich erwünscht. „Fluch der Individualität!“ ist die Parole. Endstation soll wohl sein: „Brave new world.“

Noch nie waren so große Menschenmassen auf wenige ethnische Gruppen verteilt, noch nie war Massensuggestion so wirksam, noch nie hatten die Manipulanten eine so gute, auf wissenschaftlichem Experimentieren aufgebaute Werbetechnik, noch nie verfügten sie über so eindringliche Massenmedien wie heute. Wie sehr wir angeblich freien westlichen Kulturmenschen von den kommerziellen Beschlüssen der Großproduzenten manipuliert werden, ist uns gar nicht mehr bewußt.

So ist zum Beispiel das Wegschmeißen kaum angebrauchter Güter zwecks Erwerbung neuer, das lawinenartige Anwachsen von Produktion und Verbrauch nachweislich und zweifellos ebenso dumm wie schlecht – im ethischen Sinne dieses Wortes. In dem Maße, indem das Handwerk durch die Konkurrenz der Industrie ausgerottet wird und in dem der kleinere Unternehmer, einschließlich des Bauern, existenzunfähig wird, sind wir alle ganz einfach gezwungen, uns in unserer Lebensführung den Wünschen der Großproduzenten zu fügen, die Nahrungsmittel zu fressen und die Kleidungsstücke anzuziehen, die sie für uns für gut befinden, und was das Allerschlimmste ist, wir merken kraft der uns zuteil gewordenen Konditionierung gar nicht, dass sie das tun.

Mode ist die am unwiderstehlichsten wirkende Methode, große Menschenmassen gleich zu schalten.  Hatte sie ursprünglich einen stabilisierenden, konservativen Einfluss, kehrte sich dies um, als sich bei ihr die Auswirkungen der Neophilie bemerkbar machten. Grossproduzenten haben es geschafft, die Masse der Verbraucher davon zu überzeugen, dass der Besitz der allerneuesten Kleider, Möbel, Autos, Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen, Fernsehapparate usw. das untrüglichste und auch die Kreditfähigkeit am wirksamsten steigernde) Statussymbol sei.

Die schlimmsten Auswirkungen aber hat die Mode auf dem Gebiete der Naturwissenschaften. Nicht nur die öffentliche Meinung über die Wissenschaft, sondern auch die Meinung innerhalb der Wissenschaften neigt ganz zweifellos dazu, diejenigen für die wichtigsten zu halten, die es nur vom Standpunkt einer zur Masse degradierten, naturentfremdeten, nur an kommerzielle Werte glaubenden, gefühlsarmen, verhaustierten und der kulturellen Tradition verlustigen Menschheit aus zu sein scheinen. Im großen Durchschnitt betrachtet, ist auch die öffentliche Meinung der Naturwissenschaften von sämtlichen Verfallserscheinungen angekränkelt, die in den vorangehenden Kapiteln besprochen wurden. „Big Science“ ist keineswegs etwa die Wissenschaft von den größten und höchsten Dingen auf unserem Planeten, ist keineswegs die Wissenschaft von der menschlichen Seele und dem menschlichen Geiste, sondern vielmehr ausschließlich das, was viel Geld oder große Energiemengen einbringt oder aber große Macht verleiht, und sei es auch nur die Macht, alles wahrhaft Große und Schöne zu vernichten.

Die merkwürdige Beurteilung der Wissenschaften durch die heutige öffentliche Meinung, die von jeder einzelnen Wissenschaft um so weniger hält, je höher, komplexer und wertvoller ihr Forschungsgegenstand ist, läßt sich nur aus diesen Gründen – und einigen weiteren, nun zu besprechenden – erklären.

Es ist für Naturwissenschaftler völlig legitim, das Forschungsobjekt auf einer beliebigen Schicht des realen Seins,auf einer beliebig hohen Integrationsebene des Lebensgeschehens zu wählen. Auch die Wissenschaft vom menschlichen Geiste, vor allem die Erkenntnistheorie, beginnt zu einer biologischen Naturwissenschaft zu werden. Die sogenannte Exaktheit der Naturforschung hat mit der Komplikation und der Integrationsebene ihres Gegenstandes nicht das geringste zu tun und hängt ausschließlich von der Selbstkritik des Forschers und der Reinlichkeit seiner Methoden ab. Die gebräuchliche Bezeichnung von Physik und Chemie als „exakte Naturwissenschaften“ ist eine Verleumdung aller anderen. Bekannte Aussprüche, wie etwa der, daß jede Naturforschung so weit Wissenschaft sei, als sie Mathematik enthalte, oder daß Wissenschaft darin bestehe, „zu messen, was meßbar ist, und meßbar zu machen, was nicht meßbar ist“, sind erkenntnistheoretisch wie menschlich der größte Unsinn, der je von den Lippen derer kam, die es besser hätten wissen können.

Obwohl nun diese Pseudo-Weisheiten nachweisbar falsch sind, beherrschen ihre Auswirkungen auch heute noch das Bild der Wissenschaft. Es ist jetzt Mode, sich möglichst physikähnlicher Methoden zu bedienen, und zwar gleichgültig, ob diese für die Erforschung des betreffenden Objektes Erfolg versprechen oder nicht. Jede Naturwissenschaft, auch die Physik, beginnt mit der Beschreibung, schreitet von da zur Einordnung der beschriebenen Erscheinungen und von da erst zur Abstraktion der in ihnen obwaltenden Gesetzlichkeiten vor. Das Experiment dient zur Verifizierung der abstrahierten Naturgesetze und kommt somit in der Reihe der Methoden als letzte.

Diese schon von Windelband als die deskriptiven, die systematischen und die nomothetischen bezeichneten Stadien müssen von jeder Naturwissenschaft durchlaufen werden. Weil nun die Physik schon lange beim nomothetischen und experimentellen Stadium ihrer Entwicklung hält und weil sie außerdem so weit ins Un-Anschauliche vorgedrungen ist, daß sie ihre Objekte im wesentlichen nach den Operationen definieren muß, durch die sie von ihnen Kenntnis erhält, glauben manche Leute, diese Methoden auch auf solche Forschungsgegenstände anwenden zu müssen, denen gegenüber zunächst und auf dem gegenwärtigen Stande des Wissens einzig und allein die schlichte Beobachtung und Beschreibung am Platze wären.

Je komplexer und höher integriert ein organisches System ist, desto strenger muß die Windelbandsche Reihenfolge der Methoden eingehalten werden, und deshalb treibt gerade auf dem Gebiet der Verhaltensforschung der moderne, verfrüht experimentelle Operationalismus seine absurden Blüten. Unterstützt wird diese Fehlhaltung begreiflicherweise durch den Glauben an die pseudo-demokratische Doktrin, die besagt, daß das Verhalten von Tier und Mensch durch keinerlei stammesgeschichtlich entstandene Strukturen des Zentralnervensystems, sondern ausschließlich durch Umgebungseinflüsse und Lernen bestimmt sei.

Der grundsätzliche Irrtum der von der behavioristischen Doktrin diktierten Denk- und Arbeitsweise liegt in eben dieser Vernachlässigung der Strukturen: Ihre Beschreibung wird für schlechthin überflüssig erachtet, allein operationistische und statistische Methoden gelten als legitim.

Da alle biologischen Gesetzlichkeiten sich aus der Funktion von Strukturen ergeben, ist es ein vergebliches Bemühen, ohne deskriptive Erforschung der Struktur der Lebewesen zur Abstraktion der Gesetzlichkeiten zu gelangen, von denen ihr Verhalten beherrscht wird.

So leicht diese elementaren Grundregeln der Wissenschaftslehre einzusehen sind (die eigentlich jedem Abiturienten klar sein müßten, ehe er das Universitätsstudium beginnt), so hartnäckig und unbelehrbar setzt sich die Mode des Nachäffens der Physik in nahezu aller modernen Biologie durch. Dies wirkt sich um so schädlicher aus, je komplexer das untersuchte System ist und je weniger man von ihm weiß. Das neurosensorische System, das bei höheren Tieren und beim Menschen das Verhalten bestimmt, darf den Anspruch erheben, in beiden Hinsichten an erster Stelle zu stehen. Die modische Neigung, die Forschung auf niedrigeren Integrationsebenen für die „wissenschaftlichere“ zu halten, führt dann allzu leicht zum Atomismus, d. h. zu Teiluntersuchungen untergeordneter Systeme ohne die obligate Berücksichtigung der Art und Weise, in der diese dem Aufbau der Ganzheit eingefügt sind.

Der methodische Fehler liegt also nicht etwa in dem allen Naturforschern gemeinsamen Bestreben, selbst die Lebenserscheinungen höchster Integrationsebene auf basale Naturgesetze zurück zu führen und aus ihnen zu erklären, der methodische Fehler, den wir als Reduktionismus bezeichnen, liegt darin, bei diesem Erklärungsversuche die unermesslich komplexe Struktur außer acht zu lassen, in der sich die Untersysteme zusammenfügen und aus der allein die Systemeigenschaften des Ganzen verständlich gemacht werden können. Ihre bösesten Wirkungen erreicht die heutige wissenschaftliche Mode erst dadurch, daß sie, genau wie Kleider- oder Automoden, Statussymbole schafft, denn erst dadurch entsteht die Rangordnung der Wissenschaften. Der richtige moderne Operationalist, Reduktionist, Quantifikator und Statistiker blickt mit mitleidiger Verachtung auf jeden der Altmodischen, die glauben, man könne durch Beobachtung und Beschreibung tierischen und menschlichen Verhaltens, ohne Experimente und selbst ohne zu zählen, neue und wesentliche Einblicke in die Natur tun. Die Beschäftigung mit hoch integrierten lebenden Systemen wird nur dann als „wissenschaftlich“ anerkannt, wenn von den strukturgebundenen Systemeigenschaften durch absichtliche Maßnahmen der trügerische Schein „exakter“, d.h. äußerlich physikähnlicher Einfachheit erweckt wird, oder aber, wenn die statistische Auswertung eines zahlenmäßig imponierenden Datenmaterials die Tatsache vergessen läßt, daß die untersuchten „Elementarteilchen“ Menschen und nicht Neutronen sind, kurz gesagt nur dann, wenn alles aus der Betrachtung fortgelassen wird, was hoch integrierte organische Systeme, einschließlich des Menschen, wirklich interessant macht.

Vor allem gilt dies für das subjektive Erleben, das wie etwas höchst Unanständiges im Freudschen Sinne verdrängt wird. Wenn jemand das eigene subjektive Erleben zum Gegenstand der Untersuchung macht, fällt er als subjektivistisch der größten Verachtung anheim, erst recht, wenn er es wagt, die Isomorphie psychologischer und physiologischer Vorgänge als Wissensquelle zum Verständnis der letzteren auszuschöpfen.

Die Doktrinäre der pseudodemokratischen Doktrin haben die „Psychologie ohne Seele“ offen auf ihr Banner geschrieben, wobei sie völlig vergessen, daß sie selbst ja bei ihren „objektivsten“ Forschungen nur auf dem Wege ihres eigenen subjektiven Erlebens von den zu erforschenden Objekten Kenntnis haben. Wer nun gar die Behauptung aufstellt, daß auch die Wissenschaft vom menschlichen Geiste als Naturwissenschaft betrieben werden kann, wird schlechthin als Irrer bezeichnet.

Alle diese Fehleinstellungen heutiger Wissenschaftler sind grundsätzlich unwissenschaftlich. Nur der ideologische Druck des Consensus sehr großer, fest indoktrinierter Menschenmassen vermag sie zu erklären, jener Druck, der auch in anderen Gebieten des menschlichen Lebens häufig ganz unglaubliche Modetorheiten hervorzubringen imstande ist. Die besondere Gefährlichkeit der modischen Indoktrinierung auf dem Gebiete der Wissenschaft liegt nun darin, daß sie den Wissensdrang allzu vieler, wenn auch zum Glück nicht aller modernen Naturforscher in eine Richtung lenkt, die derjenigen gerade entgegengesetzt ist, die zum eigentlichen Ziele alles menschlichen Erkenntnisstrebens hinführt, nämlich zur besseren Selbsterkenntnis des Menschen.  Die von der heutigen Mode den Wissenschaften vorgeschriebene Tendenz ist unmenschlich im bösesten Sinne dieses Wortes. So manche Denker, die mit klarem Auge die überall wie maligne Tumoren vordringenden Erscheinungen der Entmenschlichung sehen, neigen zu der Meinung, daß das wissenschaftliche Denken als solches inhuman sei und die Gefahr der „Dehumanisierung“ heraufbeschworen habe.

Wie aus dem schon Gesagten hervorgeht, bin ich (K. Lorenz/Hinzufügung von mir)  nicht dieser Ansicht. Ich glaube ganz im Gegenteil, daß die heutigen Wissenschaftler als Kinder ihrer Zeit von Dehumanisationserscheinungen befallen sind, die primär in der nicht wissenschaftlichen Kultur allüberall auftreten. Es bestehen nicht nur deutliche und bis in Einzelheiten gehende Entsprechungen zwischen diesen allgemeinen und den speziell die Wissenschaft betreffenden Kulturkrankheiten, sondern die ersteren erweisen sich bei näherer Betrachtung eindeutig als Ursache und nicht als Folge der letzteren. Die gefährliche modische Indoktrinierbarkeit der Wissenschaft, die der Menschheit die letzte Stütze zu rauben droht, hätte nie zustande kommen können, wenn nicht die in den ersten vier Kapiteln besprochenen Kulturkrankheiten ihr den Weg gebahnt hätten. Die Übervölkerung mit ihrer unvermeidlichen Entindividualisierung und Uniformierung, die Naturentfremdung mit dem Verlust der Fähigkeit zur Ehrfurcht, der kommerzielle Wettlauf der Menschheit mit sich selbst, der in utilitaristischer Denkungsart das Mittel zum Selbstzweck macht und das ursprüngliche Ziel vergessen läßt, und nicht zuletzt die allgemeine Verflachung des Gefühls, sie alle finden in den die Wissenschaften betreffenden Dehumanisationserscheinungen ihren Niederschlag, sie sind deren Ursachen und nicht deren Folge.

Kap. 8: die Kernwaffen

Eindeutige Thematik, muss nicht weiter besprochen werden. Wichtig erscheint mir, dass Lorenz bezüglich des Nichtabwerfens der Atombombe optimistischer ist als bezüglich der übrigen sieben Todsünden der Menschheit. Seiner Meinung nach sei der größte Schaden, der durch Kernwaffen entstehe, eine „allgemeine Weltuntergangsstimmung“.

Schlusswort / Zusammenfassung / ergänzende Worte von mir:

Es wurden acht voneinander unterscheidbare, aber miteinander in engem ursächlichen Zusammenhang stehende Vorgänge besprochen:

  1. Die Überbevölkerung. Zwingt durch Überangebot an sozialen Kontakten zur Abschirmung und trägt zur Aggression bei, aufgrund zu vieler Menschen auf kleinstem Raum.
  2. Verwüstung der Umwelt. Zerstört diese und nimmt dem Menschen die Ehrfurcht einer über ihm stehenden Schöpfung.
  3. Der Wettlauf der Menschen mit sich selbst treibt die Menschen immer weiter voran und dies in einem immer schnelleren Tempo. Das macht blind für Werte und nimmt dem Menschen die Zeit für die wahrhaft menschliche Tätigkeit der Reflexion.
  4. Schwund starker Gefühle durch Fortschritt und Verweichlichung. Steigende Intoleranz bezüglich Unlust führt zur Unfähigkeit, Freude zu erleben. Reizschwelle zur Lust steigt immer weiter und lässt Menschen zusätzlich abstumpfen. Es muss immer was Neues her.
  5. Genetischer Verfall. Es gibt keine Faktoren mehr, die einen Selektionsdruck auf die Aufrechterhaltung sozialer Verhaltensnormen („Moral“/“das macht man nicht“) ausüben. Infantilismen und Jugendlichkeitswahn, gekoppelt mit der Unfähigkeit, Verantwortung übernehmen zu können, lassen große Anteile der Jugend parasitisch werden und sind möglicherweise genetisch bedingt.
  6. Abreißen der Tradition. Keine Verständigung mehr mit Älteren, Eltern, keine Identifizierung mehr mit Kultur. Behandlung Älterer wie eine fremde ethnische Gruppe. Ursache: mangelnder Kontakt zwischen Eltern und Kindern.
  7. Indoktrinierbarkeit. Uniformierung der Anschauungen. Leichtere Erreichbarkeit großer Menschenmassen für „Lehren“ aufgrund der Entwicklung der Massenmedien. Die suggestive Wirkung einer fest geglaubten Doktrin wächst mit der Zahl ihrer Anhänger. Wer sich der „gesellschaftlich anerkannten“ Meinung / Gruppenmeinung entzieht, wird als krank eingestuft oder anders bekämpft.
  8. Kernwaffen

Die in Kapitel eins bis sieben besprochenen Vorgänge der De-Humanisierung werden durch die pseudodemokratische Doktrin, welche besagt, dass das soziale und moralische Verhalten des Menschen nicht durch die stammesgeschichtlich evolvierte Organisation seines Nervensystems und seiner Sinnesorgane bestimmt wird, sondern ausschließlich durch „Konditionierung“ beeinflusst wird, der er im Laufe seiner Ontogenese durch seine jeweilige kulturelle Umwelt unterliegt, noch verstärkt.[klassische „linke“ Doktrin!]

Lorenz beschreibt in seinem „optimistischen Vorwort“, daß sein Buch gelesen werde und seine Stimme gehört werde und daß auch seine Besprechung der „behavioristischen Doktrin“, die seiner Meinung nach einen erklecklichen Teil der Schuld am drohenden kulturellen und moralischen Zusammenbruch der Vereinigten Staaten trägt, gehört wird.

Nun sind wir heute ein paar Jahre weiter.

Man kann verstehen, dass Lorenz damals optimistisch war, ist doch dieses Buch schon ein paar Jahre alt.

Ich teile diesen Optimismus nicht. Die Entwicklungen, die Lorenz damals andeutete – es täte sich etwas vor allem im Bereich Umweltschutz, das sei zwar noch zu wenig, aber es bestehe Hoffnung, dass mehr folge – sind nicht eingetreten, im Gegenteil, heute gibt es Chemtrails und fracking und ich weiß nicht, was noch für Umweltsünden; Fakt ist, dass sich heute keiner mehr um Umwelt (-schädlichkeit) seines Verhaltens kümmert, damals hat man ja, da kann ich mich sogar noch dran erinnern, wenigstens ab und zu das Autofahren eingestellt. Auch schreitet die Bevölkerungsexplosion fort, die Kriege gehen weiter, sind keine vorhanden, werden seitens der USA eben welche inszeniert.

Nach dem gnadenlosen Wettlauf der Menschen mit sich selbst, fragt keiner mehr. Heute heißt es: Mitmachen oder untergehen. Wer nicht mehr kann, fällt halt weg, ein Esser weniger. Überleben der Stärksten. Es gibt Tote aufgrund von HartzVier. Für Menschen, die aus dieser unserer Terror- „Gesellschaft“, herausfallen, weil sie einfach nicht mehr können, hat eben diese „Gesellschaft“, keinerlei Verständnis, geschweige denn, Mitgefühl, oder gar Mitleid.  Teile und herrsche gegen unser Volk funktioniert auch hier, die, die Arbeit haben, wetteifern miteinander, und hetzen gegen die, die keine mehr haben, und die, die keine mehr haben, hetzen wiederum gegen andere, irgendeiner lässt sich ja immer finden, es herrscht die mickrige Maxime vor: jeder gegen jeden, und das alles immer schneller und rücksichtsloser.

Punkt 4 (Verlust starker Gefühle) und Punkt 5 (Soziale Verhaltensnormen gibt es nicht mehr, es zählt nur noch Anpassung, egal wie schwachsinnig das ist, was vorgegeben wird) leisten dem gnadenlosen Wettlauf der Menschheit mit sich selbst dabei noch Vorschub. Gefühlsleere wird immer wieder neu betäubt durch immer neue (Schein-)sensationen, die, je perverser, desto besser sind, denn sie bringen Einschaltquoten und lassen verkaufen, oder im Internet, bringen sie Click-zahlen, ein besseres „google-ranking“, oder  was auch immer. „Was auch immer“ ist dabei wörtlich zu nehmen, denn soziale Verhaltensnormen (das gute alte „Das macht man nicht“) gibt es in der Gesellschaft nicht mehr. Vorschub bei dem Ganzen leistet das Internet, dort kann man schon mal ausprobieren, wie pervers geht, so ganz im Schatten der Anonymität, dort trauen sich sogar Feiglinge, das zu tun, was sie öffentlich – noch! – nicht wagen würden.

Aber auch das wird sich ändern. Irgendwann fallen die Menschen auch öffentlich übereinander her, weil sie keine Moral mehr haben.

Die Indoktrinierbarkeit, nicht zuletzt die der Wissenschaft und Kultur, beeinflusst unser ganzes Leben. Doktrinen geben im Rahmen der „Wissenschaft“ (dahinter stehen die entsprechenden, mafiös agierenden Industrien) vor, was „wahr“ ist und was  gelehrt wird. [CoronaWahn!] So wird unsere gesamte Jugend verblödet und verbildet. So werden Millionen Kranke falsch behandelt. Andere Wahrheiten also die des Systems sind nicht mehr zugelassen; unsere (westliche) Gesellschaft ähnelt diesbezüglich immer mehr G. Orwells „1984“. Was nicht passt, in die „Lehre“, wird passend gemacht, oder es werden einfach unerwünschte Worte gestrichen. Woran man nicht mehr denken kann, das gibt es irgendwann auch nicht mehr in menschlichen Köpfen, geschweige denn, dass Mensch sich für „so etwas“, einsetzt. Und die Mehrheit schließt sich dem kritiklos, dank Dauerberieselung in TV, Radio, Internet und Printmedien, an.

Die Doktrinen in Kultur, Musik, Literatur und Kunst wirken genauso und lassen für den kreativ arbeitenden Menschen authentisches Schaffen nicht mehr zu. Er muss sich anpassen, oder untergehen.

Ziel: Der Mensch soll sich selbst entfremdet werden, von seiner Individualität ent-koppelt werden, er soll zum ohne eigene Meinung willenlos blökenden Dummschaf gemacht werden, welches immer schön weiter brav der Herde hinterher trottet.

Die Herde selbst sorgt dann durch die ihr inne liegende  Dynamik dafür, dass der Andersdenkende (andersdenkend egal, in welcher Beziehung) von ihr selbst zertrampelt, gesteinigt, oder zumindest ausgestoßen wird. Da brauchen die Medien oder die „Lehrer“ nichts mehr hinzu zu fügen.

In dem Sinne zerstört sich die Menschheit selbst. Das ist mein Ausblick.

Wenn man ein wenig vom Geldsystem versteht, und was so in diesem Bereich auf der Welt vor sich geht, wenn man weiß, wie Kriege funktionieren, wer sie anzettelt und auch durchzieht, weiß, wohin uns das führen wird. Ich möchte an dieser Stelle nur noch wiederholen, was ich an anderer Stelle bereits gesagt habe: Bereitet euch vor. Im bestehenden System ist keinerlei Änderung mehr möglich. Erst danach dürfen die Anständigen wieder atmen, leben und etwas Neues erschaffen. Ende alter Text.

Dem sei heute, am 30.1.2021, im Zeitalter 2 des eingebildeten Massen-Pandemie-Wahns, hinzugefügt: Es ist alles genau so gekommen, wie oben von Lorenz geschildert, nur: Es ist alles noch viel schlimmer.

KeineHeimatKyffhäuser

 

Menschen hassen immer das, was nicht so ist, wie sie selber sind

… und an dessen Beispiel sie ihre eigene Schäbigkeit erkennen können.

Ich schrieb auf der Seite: „Beste Zitate aus dem Internet“: Nur freie Menschen können die Freiheit bei anderen Menschen ertragen / zulassen.

Dies impliziert, daß eine unfreie Gesellschaft alles tun wird, die Freiheit klein zu halten, ihre Ansätze zu verunmöglichen und Menschen, die sich trotzdem trauen, frei zu leben, was ja in diesem Land fast gar nicht möglich ist, zu verunglimpfen, klein zu halten (dazu gehört auch: mundtot zu machen), und zu vernichten.

Dieses Prinzip kann man auf alle menschlichen Eigenschaften anwenden. Was ich nicht habe, gönne ich dem anderen nicht. Gemeinhin nennt sich dieses Gefühl NEID.

Einen dazu passenden Kommentar fand ich im Gelben Forum, er sei deshalb hier zitiert:

„Was erwartest du denn von denen, die hier „das Sagen“ haben?

Etwa den Erhalt/Aufbau einer lebendigen, zeugungsfähigen, gesunden, freudevollen Gesellschaft?

Diese Gesellschaft hat den Erhalt jedes dementen, unwerten Lebens, den Erhalt jeder krüppligen Existenz zum höchsten erhaltenswerten Gut erklärt. Das nennt sich dann „Ethik“ und sie hängt sich einen Deckmantel der „Solidarität“ und „Mitmenschlichkeit“ um. Letzten Endes ist diese „Ethik“ bloß eine äußerst brutale, grausame, qualvolle Verzögerung des natürlichen Zustandes namens Tod durch eine völlig irregeleitete Form der „Nächstenliebe“. Diese Gesellschaft ist geisteskrank in höchstem Grade. Bar jeden Mitgefühls, bar jeder echten Menschlichkeit und gegenseitiger Hilfe.

Diese Gesellschaft hasst Freiheit, sie hasst Gesundheit, sie hasst Lebensfreude, sie hasst Mut, Gerechtigkeit, Lebenswillen, Aufstand, Lebenskraft. Sie hasst alles was nicht ist wie sie, alles was nicht innerlich tot ist und noch einen Funken von Lebenswillen und -kraft in sich trägt. Deswegen wird sie alles abtöten. Mordor ist längst schon überall, und es tarnt sich als „mitfühlende solidarische“ Gesellschaft. Dabei ist sie genau das Gegenteil!

Und es sind genau die „an der Macht“ die dieses Programm umsetzen, weil sie niemand stoppt, weil sie dafür gewählt wurden, weil andere genauso feige, unlebenswert und krüpplig sind. Krüppelherrschaft für Krüppel zur Etablierung einer geistigen und körperlichen Krüppelgesellschaft. Es gibt ein Buch dazu: „Die Herrschaft der Minderwertigen“. Die Minderwertigen haben längst das Ruder übernommen. Wo sind sie noch zu finden, die letzten aufrechten, wertvollen Menschen?

Aus diesen Gründen wundert mich nicht, dass eine 101 Jährige zuerst geimpft wurde: Bestimmt weil ihr Leben am Gehstock und am Rollator so wertvoll ist und sie sicher noch so viel beitragen wird zum Erhalt dieser Gesellschaft und zum Erhalt einer längst im Verfall begriffenen Zivilisation. Bestimmt wird sie noch viele in Not geratene Menschen retten: sie voller Tatkraft aus Feuersbrunsten schleppen, mutig ins Hochwasser schwimmen und Kinder aus zermatschten Autos retten! DARAN bemisst man eben den Wert eines Menschen: wieviel er anderen nützt, und wieviel er freiwillig bereit ist zu leisten für andere, im Gegenzug dass ihm andere helfen wenn er dieser Hilfe einmal Bedarf. Und dieser Anspruch endet dann, wenn man selbst nichts mehr für andere leisten kann: dann hat man selbstbestimmt abzutreten von diesem Planeten. Wie ein Mann – und nicht wie eine Memme die winselt um noch drei Jahre mit Katheder im Penis und Pillen ans Bett gefesselt atmen zu dürfen! Als ob es in solchen Fällen jemals Aussicht auf Besserung gäbe! Es ist ab einem gewissen Zustand einfach vorbei, dies ist zu akzeptieren und man hat als wahrhaftiger Mensch dem Tod aufrecht ins Gesicht zu lachen wenn die Zeit gekommen ist!

Wer sich nicht mal mehr aus eigener Kraft aufs Klo setzen kann, der ist auch für andere keine Hilfe. Sondern eine Last. Jeder der noch einen letzten Funken Schneid und Ehre in sich trägt lässt es gar nicht erst soweit kommen dass er zu einem Pflegefall wird durch Alters- oder Krankheitsgründen. Wo sind sie, die letzten Samurais? Die Kämpfer? Menschen mit Ehre im Leib? Die ohne mit dem Auge zu Zucken abtreten wenn es denn sein Muss! Sie hängen alle an ihren armseligen, nutzlosen, sinnlosen Leben mit Kaffee und Kuchen und Partys und Fressereien und Sofaplüschtieren und Volksmusik und der Flimmerkiste. Keine Ziele mehr, kein Sinn mehr, nichts, nichts, nichts, endloses totschlagen der Zeit und der Tiere für ihren Hackbraten aus dem Kühlfach! Immer auf der Flucht vor sich Selbst, vor der inneren Hohlheit und Nutzlosigkeit! Bis zur letzten Sekunde noch den Mitmenschen zur Last fallen wollen die das traurige wirtschaftliche Los haben anderen Leuten die Bettpfannen unterschieben zu müssen!

Ach, geht mir aus den Augen, ihr, die ihr an euren morschen Knochen, weichen Gelenken und faltigen Hautsäcken hängt und die, die ihr wollt, dass euch noch andere in Heimen zu Tode pflegen, euch die Pillen jeden Morgen in den Mund legen damit ihr noch einen Tag länger schnaufen könnt!

Die hundertjährigen dementen Omis und Opis für deren „Schutz“ im Gegenzug Lebensgrundlagen junger Familien und junger Erwachsener geopfert werden sind eben das Höchste Gut in diesem Lande. Weil sie die Schwachen und Verfallenen darstellen, sie wurden auf einen Thron gehoben, als Sinnbild für das Erhaltenswerte am Schwachen, Unwerten, Minderwertigen. Und sie werden angebetet wie die Götzen.

Die jungen Familien und anderen tatkräftigen Menschen deren Lebensgrundlage vernichtet wird haben es sogar verdient mit unter zu gehen: weil sie ebenfalls zu schwach und unfähig waren, dagegen aufzustehen: den Thron umzustoßen und die hohen Priester der Minderwertigkeitsreligion mit einem kräftigen Tritt in den Hintern ins lodernde Tempelfeuer zu befördern.

Weil dies alles nicht mehr passieren wird, werden alle miteinander untergehen: mitgehangen, mitgefangen! Die Schwachen reißen gerade die Starken mit, anstatt die Starken die Schwachen freiwillig tragen! Der Starke muss entscheiden dürfen ob er den Schwachen tragen will oder nicht! Denn alleine der Starke hat die Kraft und hat ein natürliches Recht des Stärkeren – leider ist er sich dieser Stärke und Kraft gar selten bewusst, weil man ihm diese Kraft genommen hat, weil er in einer Gesellschaft aufgewachsen ist, in der Krankheit und Schwäche zum erhaltenswerten Prinzip erhoben werden. Nur darum weiß er’s nicht, man muss es ihm zeigen und sagen, man muss ihn sehend machen – auf das er sich selbst erkenne!“ ZITAT ENDE

Das gehört wohl zum Masochismus-Programm, dem man die Deutschen kollektiv nach 1945 ausgesetzt hatte. Kriechen, kriechen, kriechen und wehe, du Deutscher, du hebst deinen Kopf, dann kriegst du direkt einen auf die Rübe. Bis du gelernt hast, daß dein Kopf gefälligst im Dreck zu bleiben hat.

Pervers ist:

  1. Die Deutschen kapieren das nicht.
  2. Ihre eigenen Anteile haben sie verdrängt, wie das nun mal so ist bei Traumata, und sie verfolgen statt dessen den letzten Rest der noch ansatzweise freien Menschen in diesem Land. „Ansatzweise frei“, schreibe ich, weil: wirklich frei ist hier fast keiner mehr. „Ansatzweise frei“ sind für mich all die Menschen, die jetzt gegen den Corona-Wahn aufstehen, obwohl sie bereits persönliche Nachteile dadurch haben (Bankkonto-, Wohnungs- und Arbeitskündigung, starke finanzielle Verluste und so weiter).
  3. Eigene Anteile entwickeln ginge zum Beispiel so: Sich um sich selbst kümmern, schauen, wo liegen meine eigenen Grenzen, diese Grenzen auch verteidigen und dann, mit gewachsenem Selbst-Bewußtsein, mehr und mehr das eigene Selbst wirklich auch LEBEN. Dazu muß man logischerweise hier und da Verzicht üben. So wächst man dann immer weiter in die Freiheit hinein.  Es geht nur über jeden Einzelnen, über die Entwicklung jedes Einzelnen. Nicht umsonst sang Rennicke damals:

Nur durch uns werden wir frei.

Einen wirklich freien Menschen stelle ich hier mal vor: Diejenigen, die keine Macht wollen, eignen sich am Besten für die Macht

Tja, es ist im Moment halt so, daß man in Deutschland und der gesamten sogenannten westlichen Welt nicht wirklich frei sein kann. Um die eigene Freiheit zu verwirklichen, muß man Kompromisse machen. Dinge wie „Karriere machen“ oder „Haus, Auto, Schaukelpferd“, kann man nicht wirklich machen, wenn man frei sein will. Das Schwierigste ist: Familie gründen kann man auch nicht wirklich, wenn man frei sein will und daraus, aus der eigenen Freiheit, die Gesellschaft in Zusammenarbeit mit anderen verändern will. Weil: Auf Familie muß immer Rücksicht genommen werden.  Ein Familienvater, eine Mutter, ist nicht frei, er / sie kann auch nicht frei sein.

Das ist aber auch jedem klar, wer das Thema mal bis zu Ende durchdacht hat. (Deshalb ist auch m. Erachtens die Doktrin der „Rechten“, Familie zu gründen und Kinder zu zeugen, grundverkehrt. In so einem Dreck-System Kinder zu bekommen, ist der größte Irrtum, den man begehen kann, denn Familie macht  unfrei und abhängig. Erst muß das Gesamte geändert werden, was aber nur freie Menschen können, auf daß die Gesellschaft wieder menschen-, lebens- und kinderfreundlich wird.)

Und wenn wir dann irgendwann mal genügend Menschen hätten, die wirklich bereit sind, für ihre Freiheit so weit zu gehen, dann, ja dann, hätten wir die Chance, etwas aufzubauen, welches als gesamte Gesellschaft den Titel tragen könnte:

Freies Deutschland

oder:

Freies XXXXX (Bezeichnung je nach Gusto hier einsetzen).

Passend zum Thema:

Lied am Feuer

https://www.youtube.com/watch?v=4Oysd58cyvY

Text:

Wo ist noch das Rauschen der Wälder, von fremden Klängen ganz rein
Wo hört man das Raunen der Quelle ist Leben mehr Sein als Schein

In diesem Land in diesem Land

Wir wissen uns unter Sternen wir liegen hier einsam im Feld
Was kümmert uns Gestern und Morgen Wir haben weder Gut noch Geld

In die Einsamkeit wir entrinnen entfliehen der Märkte Geschrei
Entfliehen der Geißel der Mauer denn hier – nur da sind wir frei

Die Scheite sind nun entzündet Gefährten stehen im Kreis
Es wehet der Atem des Feuers und Herzen brennen so heiß

Wir leben unter der Sonne wir liegen hier einsam im Feld
Wir ziehen mit loderndem Herzen durch eine flammende Welt

Noch gibt es dies Land nur im Geiste doch stehen wir wachsam bereit
Am Feuer erklingen die Lieder für eine bessere Zeit

KeineHeimatKyffhäuser

Wer konform ist, hat Erfolg

„Der planvolle Eifer, zugunsten des eigenen Fortkommens so zu erscheinen, wie die anderen mich mutmaßlich gerne hätten, ist das zuverlässigste Zeichen der Systemfrömmigkeit eines Menschen – seiner moralischen Anspruchslosigkeit, seines Desinteresses an eigenen Wertungen und Haltungen. Woher stammt der ehrgeizige Konformismus unserer Industriegesellschaften?“

Aus diesem Artikel:

https://multipolar-magazin.de/artikel/das-ratsel-unserer-normalitat

Ich schreibe mal selber weiter meine Gedanken dazu:

Wer konform ist, das heißt, wer so ist wie die anderen ihn gerne hätten, hat beruflichen und anderen Erfolg. Jeder Mensch will heutzutage Erfolg haben, besonders die Jungen werden explizit auf dieses „Lebensziel“ gedrillt. Wenn sie die Schule verlassen, handelt es sich bei ihnen um normierte Zombies, die das tun, was von ihnen verlangt wird. Wetten, daß?

Wir waren da früher anders, vielleicht war der Gruppenzwang damals noch nicht so stark, ich weiß es nicht, wo die Unterschiede waren. Aber es war schon damals so, die Gruppe zwang zur Anpassung, wer etwas sagte, was der Gruppe nicht gefiel, fiel in Ungnade.

Auf die Ungnade der Gruppe folgte dann in der Regel der Rausschmiß, wenn man nicht zu Kreuze kroch. Ich habe dann irgendwann mal gemerkt, daß so ein Rausschmiß zu verkraften ist und ab da war es mir zunehmend egal, was mir als „Mehrheitsmeinung“ präsentiert wurde. In späterem Alter lernte ich dann, dieser Mehrheitsmeinung sogar eher zu mißtrauen. Heute kann ich dieses Mißtrauen durch meine eigene Lebenserfahrung belegen und, zusätzlich, durch gewisse „Hilfestellungen“, wie die Gaußsche Verteilungskurve, was die Intelligenz einer Bevölkerung angeht. Die Masse ist halt eher dumm. Kann man da lesen. Paßt schon.

Wenn man dann noch weitere Dinge gelernt hat, durch Lesen, ich habe schon früh als Kind viel gelesen, und dies hörte nie auf, nimmt man automatisch Abstand von gewissen Dingen, wie zum Beispiel Massenmedien. Früh gelesen habe ich Die verlorene Ehre der Katharina Blum, seitdem gab es bei mir keine solchen Schmierblättchen, wie sie im Buch beschrieben wurden, mehr. Mein Mißtrauen den Massenmedien gegenüber hat sich seitdem nur noch verstärkt.

Was den allgemeinen normalen Menschen gar nicht stört.

Sonnenaufgang, Kyffhäuserkreis

Deshalb denke ich, der normale Mensch begräbt seine Instinkte und sein Wissen, über das, von dem er weiß, daß es wahr ist, und passt sich der Masse an, um nicht aufzufallen. Normaler Herdentrieb, also. Anders ausgedrückt: Das Sicherheitsbedürfnis desjenigen, der sich der Masse anpaßt, ist größer als sein Bedürfnis, sich wahrheitsgemäß oder seiner eigene Moral entsprechend, zu verhalten. Was ich nie verstanden habe. Denn wenn man doch weiß, daß Unrecht geschieht, muß man doch auch was dagegen tun.

Der normale Mensch tut dies nicht. Er wägt erst ab: Betrifft mich das Unrecht überhaupt persönlich. Betrifft es ihn nicht persönlich, so tut er auch nichts. Das heißt: Solidariät kennt er nicht mehr. Oder aber er wägt ab, solidarisch ist er dann möglicherweise nur noch unter Familienmitgliedern oder eben diesen plus Arbeitskollegen und so weiter, alle anderen Menschen interessieren ihn eher weniger.

An der fehlenden Solidarität krankt mit Sicherheit unsere Gesellschaft, die ja von gewissen Strategen über die Jahrzehnte in zig Tausende Einzelinteressen-Gruppen gespalten wurde, um eben diese Menschen besser beherrschen zu können.

Wie ist das nun mit dem Erfolg?

Ja um Erfolg zu haben, muß man seinen lieben Mitmenschen in den Allerwertesten kriechen, um es mal etwas krasser auszudrücken. Man muß „schön Wetter“ machen. Nett sein. Jemanden „nette Dinge“ erzählen, weil dieser Jemand (oder viele „Jemands“) eben für einen Selbst dann Dinge tun würden, die dem eigenen Erfolg dienlich sind. Das heißt, um Erfolg zu haben, schleimt man sich so durchs Leben und verzichtet darauf, wahre Dinge zu sagen, denn: der Andere könnte einem das ja übel nehmen und dann wäre es vorbei mit dem Erfolg. Die Extremform von Erfolg heißt Korruption. (In hoch korrupten Gesellschaften wie der unseren bewegt sich deshalb nichts mehr, weil sich keiner mehr traut, die Wahrheit zu sagen. Das ist auf allen gesellschaftlichen Ebenen so, bis hoch in die Politik, da ist es am Schlimmsten.)

Einfach ausgedrückt: wenn man den Mitmenschen Wahrheiten sagt, ist man unten durch. Menschen mögen keine Wahrheiten, schon gar nicht über sie selber. Menschen mögen es, belogen zu werden, sie mögen es eben, wenn man ihnen „nette Dinge“ sagt, egal, ob diese Dinge stimmen, oder nicht. So ist das, probiert es aus. Ich kenne diese Mechanismen zur Genüge.

Das funktioniert natürlich auch in größerem Kontext. Als Bösewichte gingen früher nur noch (heute nicht mehr) die Klaus Kinskis durch, die dem Publikum schlimme Dinge sagen durften, ja, man erwartete es sogar von ihnen, ohne daß das Publikum deshalb wütend geworden wäre. So etwas wäre heute nicht mehr möglich. Wir leben in einer stromlinienförmigen, gleichgeschalteten Welt, in der die Wahrheit nicht erwünscht ist, was mich sehr betrübt, denn Wahrheit ist neben der Treue mein höchstes Gut. Allerdings stehe ich mit diesen Grundsätzen alleine auf weiter Flur. Zumindest erscheint mir das so.

Wahrheit bringt einem nur Feinde. Anstatt, daß die Menschen Ehrlichkeit schätzen, wünschen sie es, belogen und umgarnt zu werden. Das verstehe, wer will, ich nicht.

Was man in dieser verdrehten, seitens der Menschen kaputten Welt auch immer noch sieht, ist, daß man für die Gefühle der Anderen verantwortlich gemacht wird. Daran kann man sicher erkennen, auf welch infantilem Entwicklungsniveau sich die meisten Menschen befinden. Es wird über Emotionen manipuliert, was das Zeugs hält. Bei mir leider vergebens.

Erfolg hat also nur, wer möglichst viele von diesen herdentriebigen, auf Sicherheit und Belogenwerden Wert legenden Menschen für sich begeistern kann. Das kann ich nicht, bzw. ich lege auch keinen Wert darauf. Es soll ja sogar Seminare geben, in denen man so etwas lernen kann. Ich halte so ein Vorgehen (andere durch Schleimen überzeugen) für unehrlich und eines Menschen unwürdig. Na ja. Wir haben halt leider viele solcher Menschen, nicht umsonst nennt sich das heutige Zeitalter ja auch Kali Yuga. Das kann keiner ändern. Damit kann ich mich nur abfinden.

Ich würde aber sagen, in einer anderen, gesünderen Gesellschaft, als es unsere derzeitige Industriegesellschaft ist, könnte man auch wieder Mensch sein und mit anderen Menschen über Wahrheiten reden, anstatt nur aneinander vorbei zu schleimen, d.h. um des „lieben Friedens wegen“, Nichtkommunikation zu betreiben. Weiter gehend schließe ich, daß die Bedingungen „Industriegesellschaft“ und „Konformität“ zusammen gehören. Denn nur in so einer kranken, auf Profit und Erfolg und in Hierarchien funktionierenden Gesellschaft wird der Mensch zur Konformität und damit zum Leugnen seines eigenen Selbst quasi gezwungen.  Wer verzichtet denn schon gerne auf Erfolg und Beliebtheit?  Das kann ich sogar verstehen. War es doch schon öfter so, daß mir in dieser kranken Gesellschaft vorgeworfen wurde, „keinen Erfolg zu haben und unbeliebt zu sein“. Genau,Leute! Ihr bestätigt damit genau meine Aussagen. Ich schleime mich nirgendwo ein und bleibe ich selber.

KeineHeimatKyffhäuser

 

Die Einsamkeit des Einzelnen

„Die große Einsamkeit des Einzelnen zählt zu den Kennzeichen der Zeit. Er ist umringt, ist eingeschlossen von der Furcht, die sich gleich Mauern anschiebt gegen ihn. Sie nimmt reale Formen an – in den Gefängnissen, der Sklaverei, der Kesselschlacht. Das füllt die Gedanken, die Selbstgespräche, vielleicht auch die Tagebücher in Jahren, in denen er selbst den Nächsten nicht trauen kann.“

Der Waldgang, Ernst Jünger

Zur Einsamkeit gesellt sich ggf. aber auch einiges andere:
„Der Hyperboreer symbolisiert Einsamkeit, Erhabenheit und geistige Schönheit, er bekämpft die Verkommenheit der Seele und die Dekadenz der Gesellschaft.“

https://de.metapedia.org/wiki/Hyperboreer

KeineHeimatKyffhäuser

Regierungen beherrschen nicht die Welt, Goldman Sachs beherrscht die Welt

So könnte diese Überschrift lauten.
Sie könnte auch lauten: Warum geht ihr immer noch wählen? Habt ihr immer noch nicht verstanden, was Parteien sind?
Sie könnte auch lauten: Sind Menschen nur dumm, oder können sie nicht lesen?
(Aktueller Artikel bei Martin Bartoniz: https://faszinationmensch.wordpress.com/2020/11/28/sind-menschen-dumm-oder-konnen-sie-nicht-lesen/ )

Ich weiß nicht mehr, was ich schreiben soll; diese Dinge, die ich als Überschriften wählen könnte, sind mir seit langem, seit vielen Jahren bekannt. Von den Menschen um mich rum höre ich aber immer denselben Müll: Beim nächsten Mal afd wählen, ist zum Beispiel so ein Müll. Oder die andere Aussage: Ich habe für so etwas keine Zeit (gemeint ist, sich politisch zu bilden). Ich muß ja das und das machen …. meist heißt es: ich muß arbeiten gehen. Und viele arbeiten so viel, da bleibt kein Raum mehr für irgendwelche anspruchsvolle Betätigungen außerhalb der Arbeit/Familie.

Aber diese Leute denken eben NICHT nach. Sie rotieren wie die Bekloppten in ihrem Käfig, ohne zu merken, was sie tun. So mein Eindruck.

Ich weiß, ihr müßt alle sehr viel machen. Ich muß auch viele Dinge machen. Aber wenn mir etwas Wichtiger erscheint, wie zb. diesen Artikel schreiben, dann stelle ich andere Dinge zurück. So daß ich wieder Zeit habe, diesen Artikel zu schreiben.

Warum tut ihr draußen das nicht auch so? Es ist einfach. Ich kenne den Grund, warum ihr nicht wollt: Es geht euch zu gut. Auch mit corona und in der realen Sklaverei, die euch kaum mehr Raum läßt für schöne Tätigkeiten und Dinge, weil ihr ständig am Arbeiten seid, um für eure Besitzer genügend Rendite zu erwirtschaften, geht es euch noch zu gut. Jemand schrieb, die Deutschen sind die perfekten Sklaven, dem möchte ich zustimmen; aber anderswo ist es auch nicht viel besser. Immerhin gibt es in Frankreich, Spanien und so weiter mittlerweile nennenswerte Proteste. Keine Blümchen-Herzchen-Demos wie in Deutschland. Aber mehr bringen die Deutschen sowieso nicht zustande, 70 Jahre Umerziehung haben die lahm und zahm werden lassen. Die Deutschen sind nicht mehr zu Widerstand fähig; sie machen das, was angeordnet wird, Ausnahmen, selbstverständlich, gibt es, aber es sind viel zu wenige.

Worauf wollte ich hinaus? Seid ihr zu dumm, oder was ist los mit euch. Darauf wollte ich nicht hinaus, aber: Mir ist euer Verhalten einfach ein großes Rätsel. Oder seid ihr einfach nur degeneriert? Ihr kapiert die einfachsten Dinge nicht, nämlich, daß Wählen gehen nichts mehr ändert. Daß Goldman Sachs die Welt gehört, und nicht euch mit euren jeweiligen Regierungen. Ihr seid das Volk? Hahaha! Da kann ich ja nur laut drüber lachen! Ihr seid Sklaven, mehr nicht, solange ihr euer Verhalten nicht ändert! Regierungen sind bloß show, genau wie Wahlen, alles ist nur show, um euch herum, aber ihr seid zu degeneriert, das festzustellen. Anders kann man sich nicht erklären, daß ihr zum Beispiel immer noch für eure Herrscher arbeiten geht. Wieso arbeitet ihr für eure Herrscher und nicht für euch selbst?

Politik ist die Unterhaltungsbranche der Rüstungsindustrie – Frank Zappa

Noch nie von gehört? Wieso haltet ihr die show, die uns Tag für Tag geboten wird, für real? Anstatt selbst und eigenverantwortlich etwas Neues zu machen? OHNE Parteien?

Wie, das geht nicht? Oder habt ihr mal wieder nur Angst, oder keine Zeit, oder sonstwas?

Oder wollt ihr lieber weiter an die show-Demokratie glauben wie ein kleines Kind an den Weihnachtsmann?

Ich verlinke noch den Artikel vom Dude, da sind zwei kurze Filme drin, der eine ist nur in Englisch, der zweite jedoch mit Übersetzung. In diesen Filmen wird alles gesagt, im Prinzip sind diese Filme die Wiederholung meines obigen Textes.  Aber interessant sind sie trotzdem.

Artikel https://dudeweblog.wordpress.com/2020/11/29/rebellion-es-ist-allerhoechste-zeit-aufzustehen/

Den zweiten Film verlinke ich extra, der link geht zu bitchute:

https://www.bitchute.com/video/ozUyQHC5XFca/

KeineHeimatKyffhäuser

In Sachsen wohnen die richtigen Leute – Volkslehrer an der B96

https://volkslehrer.org/?p=516

Video, ca 16 Minuten.

Hier dagegen gibt es wie immer nichts.

Natürlich habe ich mich über die Wochen mit diversen Leuten hier in dieser verschissenen Stadt über den Corona-Wahn und die damit zusammenhängenden Maßnahmen unterhalten. Das Bild ist klar, alle diese Gespräche mit älteren Leuten belegen: Die Bevölkerung hat Angst und kriecht. Am Aufschlußreichsten war das ca 20minütige Gespräch mit 2 Bekannten (ca 40 – 50 Jahre alt) vor dem örtlichen Kaufland. Die winkten direkt ab, als ich sie nach ihrer Einschätzung fragte, ob es wohl in dieser Stadt in absehbarer Zeit Protest gegen die Corona-Maßnahmen geben würde. Die Aussage des Einen war deutlich: Die haben alle Angst und kuschen. Dann hat mir der Eine noch explizit erklärt, wie es hier im Ort bei der „Wende“ war. Das war auch höchst interessant. Er meinte, Widerstand gäbe es höchstens in Leipzig oder Berlin. Also in Sachsen, darauf verwies er.

In dieser verschissenen Kleinstadt Sondershausen geschieht dagegen NICHTS. Hier habe ich wirklich voll in die Scheiße gegriffen. Die komische Type, die mir vor ca 5 Jahren diesen Ort empfohl, habe ich mittlerweile „entsorgt“. Dieser Jammerlappen ist zu feige, sich bei telegram einen Kanal zuzulegen, aus Angst, „da liest ja der Staatsschutz mit“. Was soll ich von so einem Hosenscheißer halten? Hier liest auch der Staatschutz mit – ja und? Hat mich das je dazu verleiten lassen, nichts mehr zu schreiben?  Der Mann war konservativ, Familienvater, machte einen seriösen Eindruck, dumm war er auch nicht. Aber so feige, das es nicht mehr zum aushalten war.

Wer so denkt, wer so feige ist, hat schon verloren.

Und nun dürfte auch klar sein daß das Kaff hier nie meine Heimat werden kann. Mit so einer Bevölkerung. Nur Mist, daß ich hier schon so lange fest hänge. Das Video vom Volkslehrer mit solchen Leuten, die sich auch nicht vom Widerstand abhalten lassen, ist reines Glück. Solche Leute hätte ich auch gerne um m ich herum. Die gibt es aber hier nicht.

Heil Sachen! Heil die sächsische Bevölkerung!

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