Erste große Hitzewelle – Gartenaufgabe

Es fällt mir ja sehr schwer, aber es macht keinen Sinn mehr. Gemüseanbau ist hier nur möglich, wenn man eine Bewässerungsanlage hat. Da ich kein fließendes Wasser im Garten habe, sondern „nur“ einen Brunnen, den ich mit einer Pumpe betreiben muß, kann ich keine Bewässerungsanlage betreiben.

Wobei sich natürlich noch die Frage des Aufwandes stellen würde, denn solche Anlagen sind teuer.

Fakt ist: Kohl braucht viel und regelmäßig Wasser, täglich, und auch viel Dünger. Den Boden habe ich jetzt seit 2 Jahren in Bearbeitung, das wäre schon besser geworden, aber was nützt mir das, wenn das Wasser fehlt.

Ich müßte jeden Tag kräftig gießen. Und das von Mai bis mindestens in den September hinein, wahrscheinlich noch länger. Dieses Jahr bin ich schon seit Anfang April am arbeiten.

Das Gießen gestaltet sich mit der Pumpe schwierig, meist ist die Wassersäule weg, und es dauert, bis man da überhaupt Wasser raus bekommt. Das kostet mich jeden Tag 2 Stunden Arbeit, plus Hin- und Rückfahrt in den Garten. Und das bei dieser Bullenhitze. Das kann ich nicht mehr.

Dürre Gesamtboden. Eingekreist ist der Kyffhäuserkreis in Thüringen. Wir liegen im roten Bereich: extreme Dürre.

Das ist der Ist-Zustand, Mitte Juni 2021. Der eigentliche Sommer steht aber erst bevor. Hier hat es schon wieder 14 Tage nicht geregnet und nun folgt eine ganze Woche mit absurd hohen Temperaturen von um und über 30 Grad. Das ist kein Zustand, so kann man keinen Gemüseanbau betreiben. Die letzten 4 Jahre waren genau so, 2018 hat es den gesamten Sommer nicht geregnet.

Wiederum der Kyffhäuserkreis in Blau markiert, diese Karte zeigt das pflanzenverfügbare Wasser. Die Farbe blaßorange zeigt „beginnenden Trockenstreß“, die Farbe Orange zeigt „Trockenstreß, 30 Prozent Feuchtigkeit“, und der rote Fleck oben rechts, das ist das Kyffhäusergebirge, da ist es schon ziemlich markant ausgeprägt, aber da wohne ich ja nicht. Deutlich erkennbar auch die Dürre in Sachsen-Anhalt oberhalb Thüringens.

Quelle beide Karten: Dürremonitor Deutschland.

Ja, viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Nur schade, wieder zwei Jahre intensive Arbeit umsonst.

Ich frage mich, wie lange noch die Öffentlichkeit vor solchen Dingen die Augen verschließt, wie lange Meteorologen noch verkünden, in Deutschland regne es ja so viel. Und solche Sommer seien so normal. Aber die Leute schaffen es ja auch, trotz einer nicht existierenden Pandemie mit unnützen, ja schädlichen Gesichtswindeln rum zu rennen und sich Gift spritzen zu lassen, was sie dann „Impfung“ nennen. Mehr Realitätsverlust geht eigentlich gar nicht.

Nein, solche Sommer sind nicht mehr normal.

KeineHeimatKyffhäuser

Dürre macht Landwirtschaft im Kyffhäuserkreis unmöglich

So denke ich immer mehr.

Derzeit soll es angeblich wieder so viel regnen. Das mag auch sein, aber hier im Kyffhäuserland regnet es nicht. Gestern konnte ich aus dem Garten heraus beobachten, wie es 5 Kilometer entfernt, geschätzt, abregnete, bei mir im Garten aber nicht. Quasi rundum regnete es gestern, nur in Sondershausen nicht.

Man konnte ja die Wolkentürme und Gewitter quasi aus erster Hand beobachten.

Nun ist es aber die Regel, und keine Ausnahme, daß es hier nicht regnet.

Fakt ist: Hier hat es schon wieder über eine Woche keine Niederschläge mehr gegeben. Dafür haben wir täglich 12 und mehr Stunden volle Sonne. Das hält kaum eine Pflanze aus. Bei mir im Garten wächst am besten der Mauerpfeffer, weil der Trockenheit vertragen kann.

Gemüseanbau ist hier, so denke ich mittlerweile, fast nicht mehr möglich.

Kohlanbau insbesondere braucht sehr viel Wasser. Am Besten täglich. Aber nicht nur bloß oberflächenfeucht, sondern Kohl braucht Wasser an den Wurzeln, d.h. das Wasser muß tief rein gehen. Die Setzlinge habe ich schon seit einiger Zeit draußen, und die wachsen so gut wie gar nicht. Sie müssen auch täglich massiv gewässert werden, da es ja nicht regnet. Ich habe zwei große Wasserfässer, die aber seit Donnerstag leer sind. Zwei solcher Fässer halten höchstens vier Tage. Dann muß es wieder regnen, was es aber nicht tut.

Nun habe ich noch eine Pumpe und einen Brunnen, aber dort kommt auch nicht so viel raus. Wenn es gut läuft, kann ich mit dem Strahl ungefähr vier bis fünt Meter weit gießen. Wenn es schlecht läuft, das ist eben unterschiedlich, ist der Druck zu schwach, dann dauert es eine halbe Stunde, bis das Faß voll ist. Wie gesagt, ein Faß, 210 Liter. Das ist aber nicht viel. Und das muß ich dann mit der Gießkanne gießen. Was praktisch bedeutet, daß ich den gesamten Garten mit der Gießkanne gießen muß. Das ist viel, das dauert 2 Stunden mindestens, und leider kann ich das aus körperlichen Gründen nicht mehr.

Unter solchen Umständen macht Kohlanbau keinen Sinn. Denn durch die Trockenheit ist auch der Ungezieferdruck sehr stark. Wo es so trocken ist, treiben in der Regel Erdflöhe ihr Unwesen, man erkennt sie am Lochfraß:

Massiver Erdfloh-Schaden an Kohlrabi
Erdfloh-Befall bereits in der Aussaat – da wächst nichts mehr.

Erdflöhe habe ich zwar noch nicht, dafür habe ich Vögel, die den Kohl fressen, und gegen die ich die Saat schützen muß.

Vogelfraß an Kohlpflanze. Bei Schneckenbefall erkennt man immer Schleimspuren. Man beachte auch die staubtrockene Erde

Vogelschutznetze werden zum Problem, denn die handelsüblichen Vogelschutznetze sind gleichzeitig eine Gefahr für die Vögel, die sich darin gerne verfangen. Dies hatte ich voriges Jahr zweimal, habe dann mühselig jeweils den darin verfangenen Vogel aus dem Netz befreit, durch Freischneiden, und habe seitdem auf diese Netze verzichtet. Mein Ossi-Nachbar meint, das seien die Schnecken, die den Kohl abfressen, aber der ist halt doof, typisch Ossi, in dieser Trockenheit gibt es keine Schnecken.

Soll er dumm sterben. Aber ich werde wahrscheinlich auf diese Quälerei des Gemüseanbaus in dieser Gegend verzichten.

Dies ist nun das vierte Jahr, indem es solch große Probleme aufgrund der Dürre gibt.

Langfristig träume ich vom Umzug. Ans Meer. Da hin, wo es immer regnet, die Luft sauber ist und es nie heiß ist. Diese Gegend ist eine Quälerei. Es ist hier oft dauerhaft am Stück wochenlang trocken und staubig, das hält keiner aus, Menschen nicht, und Pflanzen sowieso nicht. Auch im Winter ist es oft wochenlang trocken, aber das scheint hier den verdummten Leuten gar nicht mehr aufzufallen.

Warum es immer öfter nicht mehr abregnet, habe ich unter anderem hier behandelt: https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2021/05/21/durre-regenwolken-regnen-nicht-mehr-ab/

KeineHeimatKyffhäuser

Dürre – Regenwolken regnen nicht mehr ab

Wie kommt es zum Regen?

„Damit Wolkentröpfchen zu Regentropfengrösse heranwachsen können, bedarf es relativ starken Aufwinden in der Wolke von ca. 3 m/s und mehr, damit Wolkentröpfchen durch gegenseitige Kollision und Aneinanderheftung, sog. Kollisions-Koaleszenz, effektiv wachsen können. Ohne diesen Mechanismus bräuchte es mittels Diffusion eine Ewigkeit, damit überhaupt grosse Tropfen gedeihen könnten, die schwer genug wären, um entgegen den Aufwinden in Richtung Erdboden zu fallen und dabei genügend gross zu sein, um die Verdunstung unterhalb der Wolke zu überleben.

Stratuswolken besitzen zu niedrige Aufwindgeschwindigkeiten von weniger als 1 m/s, als dass aus Wolkentröpfchen grosse Regentropfen heranwachsen könnten. Deshalb bringen solche bei erhöhter Mächtigkeit und grosser Wolkentröpfchenkonzentration wenn überhaupt nur Sprühregen oder allenfalls einzelne Schneekristalle hervor.

In cumulogenen (konvektiv aktiven) Wolken wie Cumulus und Cumulonimbus, aber auch in Nimbostratus, prävalieren hingegen ausreichend grosse Vertikalbewegungen, sodass viele Wolkentröpfchen miteinander kollidieren und Tropfen von Millimetergrösse (100-1000 mal grösser als Wolkentröpfchen) produziert werden, von denen nur wenige auf ihrem Weg zum Erdboden vollständig verdunsten.“ Quelle: gute frage net.

Dreck in Maßen macht mehr Regen: https://www.max-wissen.de/Fachwissen/show/5581

Artikel, Dürre in den USA: https://de.rt.com/international/117367-duerre-hitze-feuer-wassernot-im-suedwesten-usa/

Man weiß mehr, als man zugibt: https://www.bundeswehr.de/resource/blob/140534/0e09f412cb61da2bef8e5279772c31e3/geo-data.pdf

Das letztere „Papier“ dient allerdings eher der Verbreitung der üblichen msm-Lügen (siehe Kapitel: „was ist geoengineering“) und vermeidet auch nur die kleinste Erwähnung der Tatsachen, daß es auch und schon länger andere Methoden des geoengineering gibt. In dem Papier wird ständig der Klimawandel, der stattfinde, betont, mehr aber auch nicht.

***

Dazu wieder aufgefallen, da ich das Wetter als Freizeitgärtner hier schon seit Jahren beobachte: Es regnet vor Ort nicht, obwohl das Regenradar etwas anderes anzeigt. Dies würde passen zur Theorie, daß Meteorologen generell falsch berichten, indem sie Fakten dramatisieren, oder halt eben nur auf die eben fehlerhaften Regenradare schauen. Ein Meteorologe kann ja nicht überall vor Ort sein; er sieht nur die Prognosen (z.Bsp. vom ECMWF oder vom amerikanischen Dienst GFS) und verkündet das dann. Die Prognosen sind aber falsch. Aktuell nennt sich das (Kai Zorn wetter): „Alles naß, Dauerregen“, oder, anders, bei dem anderen Panikmacher (wetter.net): „Mai-Monsun, Starkregen mit Überflutungsgefahr“ et cpp.

Die Satelitenkarten dazu vom 12. Mai: Quelle: Kachelmann.com, Regenradar, dort auf „Regenvorhersage 2 Stunden“ gehen, dann in die Karte rein gehen und „Thüringen“ anklicken, dann bekam man diese Grafik:

copyright: Kachelmannwetter.com

Erkennbar ist, daß Sondershausen im „blauen Bereich“ lag. Der“blaue Bereich“ wird auf der Seite „Kachelmannwetter“ mit „Regen minimal, bis 0,2 mm“ angegeben.

Wenn mann dann auf den Animationspfeil links klickt, den Blauen Pfeil,bekommt man eine Regenanimation, also wie die Regenfront voraussichtlich zieht, die zwei Stunden umfaßt. Für den Zeitpunkt, an dem ich diesen Artikel begonnen habe, wurde diese Grafik angezeigt:

Prognose 15:Uhr 10, 12. Mai 2021: Die Stadt Sondershausen liegt im „Blauen Bereich“. copyright: Kachelmannwetter.com

Am 12.5. um diese Zeit saß ich direkt am Fenster, und es hat nicht geregnet. Diese nicht vorhandene Übereinstimmung der Realität mit dem Regenradar habe ich in den letzten Jahren hier sehr oft erlebt. Das Regenradar zeigt Regen an, der in Wirklichkeit nicht fällt. Die Wolken sind durchaus da, aber der Regen fällt nicht. Meine Erfahrung aus langen Beobachtungen diesbezüglich ist, daß der Regen erst dann fällt, wenn das Regenradar zumindest den „grünen Bereich“, oder noch besser, den „gelben Bereich“ anzeigt. Dies ist aber sehr selten.

Was das nun soll, erschließt sich mir nicht. Ich kann nur vermuten. Höchstwahrscheinlich soll hier wieder die Bevölkerung falsch informiert werden, denn wenn man sich mit den Leuten unterhält, und auf die Dürre in Deutschland, bzw. großen Teilen Deutschlands hin weist, bekommt man nur ungläubiges Staunen als Antwort, oder aber eben Ausagen wie „aber es regnet doch so viel“. (Bis auf die Ausnahmen, die selbst einen Garten haben und die wissen, daß es wieder zu trocken ist.)

Irgendwie scheint es eine stillschweigende gesamtgesellschaftliche Übereinkunft zu geben, die besagt, daß es in Deutschland viel regnet. In Wirklichkeit regnet es aber nicht viel, von Ausnahmen im Westen und Südwesten Deutschlands mal abgesehen. Anders wäre ja auch eine Dürre kaum zu erklären.

***

Heute ist der 21,5., also ein paar Tage später. Wir lagen/liegen laut Wetterbericht in einem Trog mit Tiefs aus dem Norden. Angeblich soll es viel geregnet haben. Dies war aber hier nicht der Fall. Vorgestern habe ich trotz Sauwetter (ständig „Schauer“, die nicht abgeregnet haben) sehr viel gemäht, ca 4 Stunden lang, es kam einfach nichts runter, trotz Wind, trotz ständiger Schauerneigung, so will ich das jetzt mal nennen. Bei den Wolken handelte es sich um klassische Gewitterwolken (Cumulus und Cumulonimbus). So daß man ständig dachte, gleich wird es aber naß.

Dem war aber nicht so.

Die Regenprogonosen für diese Gegend, egal welchen Wetterdienst man nimmt, wurden deshalb allesamt nicht erfüllt. In meinem Garten an der Wipper (Tal-Lage, relativ breites Tal, kein hohes Gebirge drum herum) gieße ich schon seit Tagen, weil es nicht regnet. Gehölze treiben nicht richtig aus, weil das Wasser fehlt. Einen Ahorn mußte ich groß zurück schneiden. Solch einen Schaden habe ich noch nie gesehen: Der Baum war minimal ausgetrieben, überall, aber dann waren die winzigen Blattspitzen tot – vertrocknet. Also ich geschnitten habe, merkte ich, daß das Holz sehr trocken war. In den Spitzen sind Läuse – trotz des starken Windes. – Gemüse-Setzlinge müssen ständig gegossen werden, obwohl es laut Wetterberichten so „nass“ ist.

Zum Glück waren wenigstens die Temperaturen einigermaßen moderat. Aber der scharfe Wind läßt den Boden natürlich noch schneller austrocknen.

Nun bin ich im Conrebbi-Video auf eine Erklärung für das Nichtabregnen der Wolken gekommen. Sie lautet: Die Windradparks sind schuld, weil diese großflächig Kleinstpartikel und Staub und Mikroorganismen aus der Luft filtern. Diese Kleinst-Teile brauchen Wolken aber, um abzuregnen.

Das Video mit vielen interessanten Details findet man hier: https://www.youtube.com/watch?v=RL2ljTt04j4

Westlich von hier stehen jede Menge Windradparks. Das würde erklären, warum von den Regenmengen, die bei uns im Kyffhäuserland angekündigt waren, fast nichts ankam. Was natürlilch die Bodenbewirtschaftung hier total schwierig macht, denn die Böden sind nicht gerade fett. Kohl braucht viel Wasser. Ich werde wohl demnächst die Pumpe anwerfen müssen. Auch muß, weil der Wind fast immer so stark ist, am besten täglich gegossen werden.

Und was macht der Wetterfritze „Kai Zorn“ aus diesen Fakten? Er titelt: „Wann gibt es trockene Tage für die Landwirtschaft“. Also genau das Gegenteil von dem, was ist.

KeineHeimatKyffhäuser

Ergiebiger Dauerregen – Falschnachrichten im Wetterbericht

„Ergiebiger Dauerregen“, verkündet hier Kai Zorn:

Video, 3:54 Minuten:

https://www.youtube.com/watch?v=0Vx2wwaYjIc&t=2s

und weiter im Video heißt es sogar, daß Thüringen angeblich 127 Prozent seines monatlichen Regensolls bekommen hat – was nicht stimmt, wenn man davon ausgeht, daß ALLE in Thüringen so viel Regen bekommen haben. Hier im Norden hat es aber die letzte Woche gar nicht geregnet, die Böden sind wieder sehr trocken mit Rissen.
Natürlich ist mir schon klar, daß es in Süd-Thüringen (v. allen Dingen Thüringer Wald) viel geregnet hat und daß deshalb so eine hohe Zahl von 127 Prozent entstehen kann. Die Aussage: „Thüringen  hat 127 Prozent seines Regensolls erreicht“, suggeriert aber etwas anderes. Nämlich: Daß es überall, landesweit, andauernd geregnet hat.

Meine Frage ist also eine andere:
Warum verbreitet man nicht die ganze Wahrheit, nämlich, daß der „ergiebige Dauerregen“ nur den Südosten Deutschlands getroffen hat und weiterhin trifft, und es in Thüringen gar nicht so naß ist, wie es die Zahl „127 Prozent“ suggeriert?

Ich nehme so etwas genau und solche Wetterdienste bezeichne ich als Lügner, als Verbreiter von Falschnachrichten. Und ich frage mich: Sind solche Medien nicht auch Teil der weltweiten Lügenpropaganda, oder warum liefern diese Medien solche „Berichte“ ab?

KeineHeimatKyffhäuser.

ps: ein Land, was so trocken ist, kann keine Heimat sein. Hier wächst ja nix. Hier geht alles ein. Jetzt schon gibts keinen Brokkoli mehr zu kaufen, aber, na ja, das stört den dummen Durchschnittsmichel natürlich nicht, der ist nicht auf solche Lebensmittel angewiesen. Ich aber, und deshalb fällt mir das auf. Und selber anbauen, diese Option fällt anhand der dauerhaften Dürre aus.

Dürre ohne Ende

Nun ist es September und eigentlich Herbst. Nachts ist es auch schon kühler, es gab auch schon mehrere Kaltfronten. Aber keinen Regen.

Normal ist das nicht. Früher waren Kaltfronten in der Regel mit Regen eingebunden.

Den letzten Regen gab es hier vorige Woche, ein kurzer Schauer. Davor gab es wochenlang nichts. Wie so oft, dieses Jahr.

Der Boden im Garten ist bis tief runter ganz trocken. So kann nichts mehr wachsen. Das Einzige, was bei mir im Garten noch wächst, sind die Sonnenblumen, allerdings mit herabhängenden Blättern, und sie verblühen sehr schnell, und das neue Superunkraut, der Hornsauerklee. Dieser wird zur Seuche, da er trockenheitsresistent ist und mit der Zeit alles andere unterdrückt. Da ich meinen Garten ja sowieso kündigen will, bekämpfe ich den Hornsauerklee auch nicht mehr, außer an Stellen, wo er massiv überhand nimmt und man seine dicken Polster mit dem Spaten entfernen kann. Alles andere geht sowieso nicht, da der Boden so trocken ist, daß sich Wurzeln nicht mehr einfach entfernen lassen. Soll sich doch der Nachmieter mit dem Unkraut auseinander setzen.

Was ist Hornsauerklee? Klick

 

Verdorrter Topinambur

Zur Dürre verlinke ich eine interessante Seite, das Thüringer Storm Chaser Forum, mit folgendem thread:

Trockenheit/Dürre 2019: Klick 

Dort kann man anhand der dort veröffentlichten Karten vom Deutschen Wetterdienst und vom  Helmnoltz Zentrum für Umweltforschung, UFZ,  erkennen, daß die Böden in Thüringen deutschlandweit am Trockensten sind.

Allerdings muß man hinzu fügen daß es in allen  Bundesländern größere Regendefizite gibt, die auch bis Ende August nicht mehr aufgeholt werden können. In Sachsen-Anhalt und Sachsen wurde im Flächenmittel bisher noch nicht einmal 50 % vom langjährigen Sommermittel erreicht. Und selbst im vergleichsweise nassesten Bundesland (Baden-Württemberg) waren es im Sommer 2019 bisher nur 74 %.

Windradparks stehen ja seit Neuestem im Verdacht, zur Dürre mit beizutragen. Was ich davon halten soll, weiß ich nicht. Ich könnte es mir aber vorstellen. Hier stehen die Dinger ja auch, westlich von uns.

Neue Heimat Kyffhäuser

Bilanz eines Dürre-Jahres

Seit Ende 2016 bearbeite ich einen Garten im Kyffhäuserkreis. Der Garten befindet sich an einem Südhang der Windleite (Windleite: Klick) und er besteht im Wesentlichen, wie so oft hier, aus einer simplen Obstbaumwiese mit etwas Acker/Gartenboden. Der Garten war bei meiner Übernahme total verwildert. Das Gras war hüfthoch gewachsen, und in dem Gras drin befanden sich die Reste der Obstbaumerträge der vergangenen Jahre; hier hatte niemand Obst aufgehoben, sondern es wurde einfach alles liegen gelassen. Die Wege, einstmals schön angelegte Bruchsteinwege, zumindest teilweise, waren völlig zugewachsen und kaum begehbar. Das, was früher Beet gewesen war (es gab eine Art ehemaliges Blumenbeet, erkennbar an den Stauden, die auch völlig zugewachsen waren, und es gab eine Art ehemaliges Gemüsebeet, erkennbar daran, daß da jemand mal vor Jahren Mist drauf gekippt hatte und dort der Boden humoser war), war kaum mehr erkennbar. Der Vorpächter hatte zwar hier  und da mal an den Bäumen rumgeschnitten, oder aber er hatte alte Sträucher entfernt,  aber er hatte den Gehölzschnitt einfach auf den Wiesen liegen gelassen, so daß sich dort mehrere undefinierbare Haufen, total zugewachsen, mit Unkraut, befanden. Der Garten ist recht groß, es handelt sich um zwei ehemalige Pachtgärten, die man zusammen gelegt hatte. Dementsprechend gibt es zwei Aufbauten, wobei der zweite Aufbau, Richtung Tal hin, früher als Hühnerstall benutzt wurde. Unnötig zu sagen, daß sich die Aufbauten ebenfalls in saumäßigem, verkommenen Zustand befanden.

Voriges Jahr hatte ich bereits etwas Salat, Kohlrabi und Buschbohnen gepflanzt, im Winter Feldsalat, was auch für das erste Jahr recht erfolgreich war. Voriges Jahr hatte ich kein Obst, da späte Nachtfröste alles kaputt gefroren hatten.

Dieses Jahr nun, welches gärtnertechnisch-anbaumäßig spät startete, da der Winter bis in den April andauerte, sollte nun ein Dürrejahr werden, welches ich so in meinem langen Leben auch noch nicht erlebt habe.

Das Jahr startete vom Winter / April mit Schnee, direkt in den Sommer. Der Frühling, die Jahreszeit, während der alles wächst, fiel quasi aus. Frühling ist ja nun mal quasi immer gekennzeichnet durch milde Temperaturen und viel Regen, was gut für das Pflanzenwachstum ist. Dies alles fand nicht statt. Wir sind dieses Jahr, 2018, vom Spätwinter in den Sommer durchgestartet.

Traditionsgemäß beginne ich mit Salat und Kohlrabi, und schon gingen die Probleme los. Erdflöhe waren mir zwar als Schädlinge bei Trockenheit bekannt, aber nicht in diesem Ausmaß. Ich habe quasi bis Juni hinein versucht, die Erdfloh-Invasion zu bekämpfen, was mir nicht gelang. Ich schreibe dies auch, damit andere davon lernen können: Traditionelle Erdflohbekämpfung mit häufigem Hacken und Gießen funktioniert nicht. Esoterisch angehauchte Maßnahmen wie Tagetes zwischen die Kohlpflanzen setzen, habe ich gar nicht erst versucht, da mir dazu dann der Aufwand (auch finanziell) zu hoch war. Bis Juni hat das alles nicht geklappt. Ich säe ja auch selber aus, auch das Saatgut wurde bereits in seinen kleinen Töpfchen von Erdflöhen durchlöchert.

Foto Aussaat-Gefäß mit aufgelaufener Kohl-Saat; die kleinen Löcher sind von den Erdflöhen:

15e-aussaat-erdfloehe

Als mir das dann auffiel, warf ich die Aussaat-Erde, die völlig von Erdflöhen verseucht war, weg. Ich kaufte neue Erde, ein Billigprodukt für einen Euro, als Versuch, einfache Blumenerde, und, ganz wichtig, ich entfernte die Aussaat-Töpfchen vom Boden, damit die Erdflöhe keinen unmittelbaren Zugang mehr hatten zu den Aussaat-Töpfen. Hat alles nichts genutzt. Schließlich tanzten die Erdflöhe sogar Tango in den Aussaat-Töpfen. Nachdem es mir nicht möglich war, irgendwie trotz dieser Plage neue Pflanzen zu ziehen, habe ich schließlich zur „Chemie“Keule gegriffen. Und selbst das hat nicht richtig gewirkt; ich mußte dreimal die Aussaat-Töpfe mit diesem Mittel behandeln, bis alle Erdflöhe verschwunden waren.

Die Kohlpflanzen, die seit April im Boden waren, kümmerten dann eine Zeitlang vor sich hin, weil ich immer noch hoffte, daß das was wird. Es wurde leider nichts. Zu den Erdflöhen gesellte sich dann auch noch die Weiße Fliege.

Foto einer von Erdflöhen und weißer Fliege befallenen Kohlrabi-Pflanze:

16e-kohlrabischaeden

Es gab aber noch ein zweites Problem, warum Saatgut nicht keimte: Die hohen Temperaturen. Kohl und Salat keimt nicht bei über 25 Grad. Ausnahme: Endiviensalat. Kohlrabi Superschmelz, eine späte Sorte, habe ich im Juni 2 von 12 Pflanzen mit Mühe und Not durchgebracht; die Knollen waren ganz ordentlich, aber völlig mit Weißer Fliege, dem zweiten Hauptschädling, verseucht. Bei Kohlrabi ist das ja nicht schlimm, der wird geschält, aber bei anderen Kohlsorten muß man das auch nicht haben.

Kürbis hatte ich dieses Jahr, zwei Sorten. Die eine Sorte hat nur männliche Blüten gebildet, die andere Sorte hat zwar auch Früchte gebildet, diese wurden aber alle braun. Kürbis war ein Reinfall, werde ich auch nicht mehr machen. Er nimmt einfach nur Platz weg und macht Arbeit, er muß ja reichlich gegossen werden.

Neu hatte ich dieses Jahr die Gurken. Das war ein fast voller Erfolg; „fast“, eben nur, weil für mein Empfinden, die Pflanzen durchaus länger hätten tragen können, obwohl ich die Pflanzen nach der ersten Erntewelle nachgedüngt hatte. Die letzten Gurken habe ich vor einer Woche gegessen. Es handelte sich um Einlege-Gurken, die aber sehr groß wurden. Als es dann zunehmend immer trockener wurde, und auch die Sonne sehr intensiv wurde, krümmten sich die verbliebenen Gurken und wurden gelb.  Foto:

10e-gurke

Durch die Dürre fällt nun seit Monaten alles Obst von den Bäumen. Die Äpfel sind sehr klein. Die Zwetschen ebenfalls, aber teilweise noch eßbar, die Äpfel kann man nicht essen, sie sind sehr trocken und schmecken auch nicht. Seit Mai, als sich die Katastrophe andeutete, habe ich begonnen, die Obstbäume (ich habe drei Apfel- und drei Zwetschgenbäume) von ihrer Last zu erleichtern, dh. ich habe da, wo viel zu viel hing (fast überall) viel Obst raus genommen, so daß der Rest in Ruhe reifen kann. Leider komme ich an die hohen Stellen nicht ran. Ein Baum sieht schon ziemlich schlecht aus:

Foto Apfelbaum, der Kronenbereich ist ziemlich leer geworden, das Foto ist von Juni:

2e-Apfelbaum

Darunter sieht das ehemalige Gras so aus:

9e-gras3

Ob da nochmal was nachwächst, weiß ich nicht. Die Grasnarbe ist völlig vertrocknet.

Der Boden ist auf ca einem Meter in die Tiefe gehend, knochentrocken. Es hat seit Mai, und zwar seit dem 10.Mai (das weiß ich noch so genau weil meine Mutter an diesem Tag Geburtstag hatte), nicht mehr geregnet. Dies kann man sehr gut auf diesen Karten erkennen:

Gesamter Niederschlag Juni:

12-niederschlag-juni

Gesamter Niederschlag Juli:

13-niederschlag-juli

Gesamter Niederschlag August:

14-niederschlag-august

Die vergangenen Tage hat es immer mal ein bisschen „gefisselt“, würde der Rheinländer sagen, dh. die Bodenoberfläche wurde naß. Heute morgen stellte ich fest, nach kurzem Hacken, daß in der Nacht wieder nur die Bodenoberfläche naß geworden war. In der Tiefe ist es knochentrocken.

Dementsprechend kann man den Boden eigentlich nicht bearbeiten, weil man mit dem Spaten nicht reinkommt. Teilweise habe ich es probiert, indem ich am Abend vorher das umzugrabende Stück ordentlich gewässert habe. Langfristig möchte ich fast die gesamte Wiese (macht nur Arbeit) in Beete umwandeln. Das ist natürlich eine Aufgabe, die Jahre erfordert.

Der Boden ist ein Steinacker, leichte Hanglage, und wenig humos. Er ist nur da erkennbar humos, wo vor mir schon jemand Beete angelegt hatte und diese natürlich, entsprechend, um den Ertrag zu steigern, bearbeitet hatte. Deshalb muß ich vordringlich viel für die Humusbildung tun. Voriges Jahr hatte ich bereits Kuhmist vom Bauer gegenüber, der auch hilfreich war, aber so richtig humusbildend ist das nicht. In Zukunft werde ich die Stellen, die besonders mager / steinig sind, mit Gründünger bepflanzen. Zum Glück habe ich ja genügend Platz, so daß ich mit dem Gemüsebeet jedes Jahr an eine andere Stelle gehen kann.

Es gibt noch Beerensträucher, alte Himbeeren, die ich erweitert habe, waren ein voller Erfolg, Brombeere wurde neu angepflanzt, die rote Johannisbeere, ein alter Strauch von mir, hat auch sehr gut getragen, viel zu viel für mich als Einzelperson, nur die Stachelbeeren wollten nicht. Ein Strauch ist mir eingegangen, ich weiß nicht, warum, im Moment steht noch einer im Beet; es dauert wohl bei Stachelbeeren länger, bis die richtig anwachsen.  Erdbeeren stehen dazwischen, Ableger habe ich reichlich.

Es folgen nun die Winterzwiebeln und der Feldsalat im Frühbeet (selbstgebaut), nächstes Jahre werde ich dann noch Kartoffeln probieren.  Der Kohlanbau wird wohl ein Problem bleiben, ich möchte aber darauf nicht verzichten. Ein Wort zum Topinambur: Der wächst auch auf meinem Steinacker, aber schön aussehen tut das nicht. Außerdem haben sich die Knollen (wie auch immer, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie, durch Vögel?) im Garten an zwei Stellen ausgebreitet, an denen ich sie nicht haben will. Ich dachte erst, es handele sich bei diesen Pflanzen um Sonnenblumen, es war aber Topinambur; das habe ich beim Entfernen gesehen.

Foto verdorrter Topinambur:

4e-topinambur

Die Sonnenblumen haben dieses Jahr auch sehr gelitten unter der Trockenheit; wie alle Beet-Blumen, und Stauden. Die meisten Probleme hatte ich mit eher feuchtigkeitsliebendem Rhododendron, da hält man sich wirklich dauernd am Gießen; bei der einen Sorte, eine gelbe großblumige Hybride, kam es sogar, ohne daß die Blätter naß wurden, zum Sonnenbrand:

Foto mit „Mütze“ gegen den Sonnenbrand:

5e-rhododendron2

Foto Mini-Äpfel:

11e-aepfel

Solch einen Sommer braucht man nicht als Gärtner. Früher wäre man, wäre man auf seine Erzeugnisse angewiesen, in solchen Jahren an den Rand einer Hungersnot gekommen.

Foto eingerollte Fliederblätter:

1e-flieder

Die Dürre hält noch an, auch wenn heute, das erste Mal seit vier oder mehr Monaten, ein Regengebiet durch gezogen ist, welches richtigen Regen für circa eine Stunde gebracht hat. Großbäume wie Ahorn und Linde sind längst braun, Eschen lassen das Laub einfach hängen, große Kirschbäume: dasselbe.  Das Wasser fehlt in der Tiefe, auch wenn es heute mal geregnet hat. Unter Gärtnern machen wir schon Scherze, was wir nächstes Jahr noch anbauen können, man munkelt von „Dattelpalmen“ – kleiner Witz am Rande. Denn witzig ist das Thema nicht. Das viele Regenwasser fehlt im Boden und dies hat auf jeden Fall ernsthafte Auswirkungen, wenn denn das Regendefizit nicht wieder aufgefüllt werden wird im Herbst. Und danach sieht es im Moment nicht aus.

Neue Heimat Kyffhäuser

Dürre in Nordthüringen nimmt kein Ende

Einer der trockensten Orte Deutschlands liegt nicht weit von hier: es  handelt sich um Artern.

Wir sind hier im Thüringer Norden, der mir schon voriges Jahr (bin Rheinländer) sehr trocken vor kam, aber das ist nichts gegen das, was dieses Jahr geschieht. Kein Regen seit April, so kann man es kurz beschreiben; wobei ich einwenden muß, daß für mich 0,2 mm Niederschlag kein Regen ist. Solche „Vorfälle“ hatten wir diesen Sommer durchaus ein, zwei Mal. Wenn anderswo  heftige Gewitter nieder gehen, geschieht hier so etwas, was man eigentlich nicht „Regen“ nennen will: Das „von oben“ befeuchtet gerade so mal die Bodenoberfläche, aber nur da, wo kein Bewuchs ist. Regen ist für mich etwas anderes.

Die Folge: Die schlimmste Trockenheit Deutschlands und seitdem es Wetteraufzeichnungen gibt.

Film dazu https://www.wetter.com/videos/kolumnen/duerre-nimmt-kein-ende-einer-der-trockensten-orte-deutschlands/5b7a87fd38f78803292b2231

Aus der Beschreibung:

„Artern gehört nach den Messungen der DWD-Wetterstationen in diesem Jahr zu den trockensten Orten Deutschlands. Die Dürre ringsum die thüringische Stadt hat nicht nur Pflanzen absterben lassen, auch Seen und Flüsse sind bereits gekippt. Unser wetter.com Reporter Steven Garcia war in Artern und hat sich vor Ort ein Bild über die katastrophale Trockenheit in dieser Region Deutschlands gemacht.“ Zitat ENDE

So macht das Gärtnern keinen Spaß mehr. Es wächst faktisch seit Monaten nichts mehr. Außer Gurken. Sogar die Buschbohnen leiden. Ich kämpfe seit Monaten nur noch darum, den Pflanzenbestand, der vorhanden ist, durch gießen zu retten. Idiotischerweise tragen Apfel- und Pflaumenbäume sehr viel Obst, so viel wie lange nicht. Von den Apfelbäumen habe ich schon zentnerweise Obst runtergeholt, sonst wären etliche Äste einfach abgebrochen. Nur kommt man oben am Baum nicht dran, was zur Folge  hat, daß die Mini-Äpfel nun nach und nach von alleine abfallen. Essen kann man die nicht. Dasselbe gilt für die Pflaumen, die alle verwurmt sind.

Neue Gemüse aussäen geht nicht. Ich esse gerne Kohl und Salat, jedoch keimt der nicht bei Temperaturen über 25 Grad. Da nützt auch gießen nichts.

In die Natur gehe ich schon länger nicht mehr, weil ich das Elend nicht mit ansehen kann.

Königslehde, Blick Richtung Harz

Weitere Links zum Thema:

Dreisam: https://www.youtube.com/watch?v=X7fV0fIjtzw

Drohnenflug über trockene Dreisam: https://www.youtube.com/watch?v=X7fV0fIjtzw

Die Dürre und die Elbe; Fahrrinne Magdeburg nur noch 1 Meter tief: https://www.youtube.com/watch?v=JXRrpvt1QWo

Nochmals zur Elbe: https://www.youtube.com/watch?v=BJ3hgQ3yrKE

Ausgetrocknetes Biotop Klärteiche Bedburg: https://www.youtube.com/watch?v=JXRrpvt1QWo

Wasserknappheit: Mittelfränkische Seen werden angezapft: https://www.youtube.com/watch?v=GtzI6sutnFg

Fischsterben in Hamburg: https://www.youtube.com/watch?v=wrATNqlMoDY

chemnitz führt Schöpfverbot für Flüsse ein: http://www.bento.de/today/chemnitz-fuehrt-schoepfverbot-fuer-fluesse-ein-wegen-anhaltender-duerre-2628634/

Wobei sich im Süden die Lage wohl entschärft hat. Bis es hier in der Mitte Deutschlands so weit ist, kann es wohl noch Monate dauern.

Neue Heimat Kyffhäuser

 

 

 

 

Extreme Trockenheit – alles verdorrt

Keine Besserung in Sicht!

Hier gab es keinen Regen während der letzten drei Monate. Das letzte Gewitter war am 10 Mai, mit Starkregen und Hagel; der Hagel damals hat sehr viele meiner Setzlinge vernichtet. Danach gab es keinen nennenswerten Niederschlag mehr.

Man kann sagen, dann wächst auch nichts mehr. Ich gieße zwar regelmäßig, aber so richtig komme ich nicht nach mit dem Gießen. Vorgestern habe ich versuchsweise eine circa ein Quadratmeter große Bodenfläche, auf der einmal Gras stand, und die von mir umgegraben werden sollte, gegossen, um zu sehen, wie weit Wasser in den vertrockneten Boden überhaupt eindringt. Der Boden ist steinhart und rissig. Eine Gießkanne faßt 20 Liter, muß man dazu wissen. Das Resultat war ernüchternd: nach sehr langsamem Gießen, da sonst das Wasser sofort abgeflossen wäre, war der Boden ein Zentimeter tief feucht. Mehr nicht.

Gras ist nun längst verdorrt in meinem Garten. Vorteil: Kein Rasenmähen mehr seit 2 Monaten nötig. Leider werfen nun auch die Bäume massenhaft ihr Obst ab, und Obst gab es reichlich dieses Jahr, es gab ja keine Spätfröste. Wir sind quasi vom End-Winter im April nahtlos in den Sommer gerutscht. Der Frühling, während dem das Hauptwachstum der Pflanzen stattfindet, fand gar nicht statt.

Wenn ich mich in der Natur umschaue, erkennt man dort immer mehr, daß auch große Bäume mit tiefen Wurzeln langsam die Blätter einrollen als Schutz gegen die Trockenheit. Das ist etwas, was ich auch bei meinen Obstbäumen beobachten kann. Leider kann ich meine Obstbäume nicht auch noch zusätzlich gießen. Ganz schlimm ist es auf den Feldern, die Gerste ist verkümmert, sie steht kniehoch. Das heißt, sie ist noch auf dem Feld, es lohnt sich wohl nicht für die Bauern diesen Kümmerwuchs überhaupt zu ernten. Die Stadt hier wässert in ihren öffentlichen Anlagen gar nichts. Dementsprechend sieht es hier aus.

Video „So außergewöhnlich ist die Dürre“ auf wetter online: https://www.wetteronline.de/wetter-videos/2018-07-15-tr

33e
Gerstenfeld, Windleite

 

 

 

Video „Keine richtige Westwetterlage“ bei Kachelmannwetter: http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/keine-richtige-westwetterlage-seit-april-dauerwaerme-und-trockenheit/

Aus dem Letzteren: „Die Entwicklung begann etwa um den 07. April herum und dauert nun mit oben schon erwähnten kurzen Unterbrechungen bis heute (Mitte Juli) an. Zusammengefasst lässt sich die große Trockenheit in vielen Teilen der großen Nordhälfte Deutschlands (weiter südlich nur sehr begrenzt wenige Regionen) durch ein nahezu komplettes Ausbleiben der klassischen Westwetterlage erklären. Entweder lag für atlantische Tiefdruckgebiete blockierender Hochdruck über Mitteleuropa und oft auch über Nordeuropa (Skandinavien). Der große Süden Deutschlands wurde dagegen häufiger von teils gewittrigen Niederschlägen erfasst, insgesamt war das Frühjahr auch im Mittelmeerraum eher wechselhaft und zeitweise auch kälter als im Mittel. Von diesem Tiefdruck „profitierte“ dann auch der Süden und Südwesten Deutschlands.“ ZITAT ENDE

Erklärungen dazu gibts keine von den Wetterfröschen. Normal ist das jedenfalls nicht.

So, wie es aussieht, wird die Trockenheit / Dürre bis weit in den Herbst anhalten.

Neue Heimat Kyffhäuser