Die Menschen müßten nur wollen

schrieb ich hier:  https://www.youtube.com/watch?v=WqGWeWwYo9g&t=3s

Ich hab kein smartphone, nie besessen. Ebenfalls kein TV seit über 10 Jahren. Auto ebenfalls nicht, ich mache alles mit dem Rad. Das geht auch. Es geht sehr viel, die Menschen müßten nur wollen. Wenn ich das kann als rheumakranke und schwer erschöpfte 56jährige Frau, dann können das junge gesunde Menschen ebenfalls. Das mit dem TV-Glotzen ist ja sowieso nur eine blöde Ausrede für Konsum-Zombies; TV braucht kein Mensch, jedenfalls nicht in der derzeitigen Ausführung. TV macht blöde und das ist auch sein einziger Zweck. Ich bin kein Lesch-Fan und teile auch viele seiner Ansichten nicht, schon gar nicht stehe ich der „Grünen-Partei“ nahe (Lesch auch nicht, das sieht auf dem Foto nur so aus), aber in gewissen Dingen hat Lesch recht: Die Naturgesetze gelten auch für die Menschheit. Die Naturgesetze sind nicht verhandelbar, irgendwann mal wird Schluß sein mit dem „lustigen Treiben“ der Menschheit auf diesem Planeten, weil die Naturgesetze dies so vorgeben.

Des weiteren schrieb ich hier: https://www.youtube.com/watch?v=JKyzuUfLn8I&t=1s

 

daß eine Welt ohne Hunger und Krieg möglich sei, auch wenn die meisten Menschen daran zweifeln.  Mit dem Zweifel ist es ja so eine Sache. Zweifel muß erlaubt sein, jeder Mensch zweifelt mal  und auch immer wieder, das ist völlig normal. Aber in mir drin glaube ich daran, daß so eine Welt möglich ist.

Die Menschen müssen es nur wollen.

Neue Heimat Kyffhäuser

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Wohlstandsverwahrlosung und Nichtstun

Zum Thema Bürger – Wohlstandsverwahrlosung/Nichtstun im Zusammenhang mit den seit Jahren zunehmend skandalösen Zuständen in Deutschland:

Es ist ja bekannt daß sich eine zunehmende Bevölkerungszahl radikalisiert. Dies ist auch so gewollt. Kurzvideo, welches das Thema „TEile und herrsche“ satirisch aufs Korn nimmt:

 

Der Bürger selbst ist immer noch strunzdumm, verharrt in Angst und/oder wandert ab in „radikale“ Ecken. Das, was medial als „Links“ angesehen wird, ist nicht wirklich links, aber das nimmt der verängstigte/ verdummte Bürger schon lange nicht mehr wahr. So wird immer noch auf öffentlichen Portalen vom Merkel-Sozialismus gefaselt oder vom Linksfaschismus. Es kann keinen Linksfaschismus geben, da echte Linke immer GEGEN Kapital und Kapitalismus ausgerichtet sind, kapiert das endlich mal, da draußen. Anstatt immer weiter Eichelburgsche Lügen / Lügen der Epoch Times nachzuplappern. Der einzige Faschismus, den es gibt, ist „rechts“, dh. konservativ.

Weiter: Fluchtursachen / Flüchtlinge

Diese Menschen kommen  hier her, weil sie in ihren Heimatländern nicht mehr leben können. Die Ursachen dafür sind im Kapitalismus zu sehen, wenn zb. multinationale Konzerne ganze Länder durch Verschmutzung zerstören oder Völker vernichten durch künstlich hoch gepushte Getreidepreise. Aber das interessiert den deutschen Wohlstandsbürger ja nicht. Er jammert nur zu gerne über die viele Fremden. Jetzt erst, wir haben 2018, beginnt es, den deutschen Wohlstandsbürger zu betreffen, jetzt erst beginnt er, langsam zu bemerken, daß ihn das Thema auch betrifft. Siehe dazu das Video vom WDR, 26 Minuten:

Er bekommt Angst. Er wird sich in seinen Palästen einbunkern, Überwachungskameras einbauen und so weiter. Bisschen spät, das Ganze.

Die armen innerhalb der eigenen Bevölkerung, um die sich der deutsche wohlstandsverwahrloste Bürger ja nie gekümmert hat, die erfahren die Auswirkungen des sich permanent abbauenden Sozialstaates schon seit längerem. Zur Erinnerung: 2005 wurde das sog. „HartzVier“ eingeführt, welches Arbeitszwang (egal, welche Arbeit) und viel zu niedrige Bemessungsgrenzen vorsah. Ebenfalls seit 2005 wurde parallel zur HartzVier-Einführung medial gegen arme Deutsche (!) Stimmung gemacht, um eben diese wohlstandsverwahrlosten Bürger, die jetzt erst, also 13 Jahre später, anfangen zu jammern, gegen die armen Deutschen (Arbeitslose und Rentner) aufzubringen. Was soll ich dazu sagen?

Das ist ein bisschen spät.

Zu spät.

Wirklich links eingestellte Personen argumentieren, man müsse die Fluchtursachen bekämpfen, dann würden weniger Flüchtlinge kommen. Was ich völlig richtig finde. Auch wäre dies billiger zu verwirklichen, als diese Menschen hier zu verköstigen. Sie gehören ja auch eigentlich gar nicht hier hin, sie müßten in ihren jeweiligen Heimatländern arbeiten und diese Länder aufbauen. Dazu brauchen sie aber Hilfe. Dagegen spricht, daß multinationale Konzerne mit Einwilligung der Regierung der brd immer lustig fleißig weiter massiv Geschäfte machen mit Rüstungsexporten, auch in die sogenannten Krisenherde Jemen, „naher Osten“ und in die Türkei. Die Krise und der Krieg, egal in welcher Form, ist im außereuropäischen Ausland fast die Regel, doch auch dies bekommt der wohlstandsverwahrloste „Bürger“ nicht so richtig mit, bzw. es interessiert ihn nicht. Ich wüßte nicht, daß sich Merkel je gegen Waffenexporte ausgesprochen hätte. So weit ich weiß, die anderen Parteien auch nicht, inkl. afd.. Keine dieser Parteien geht dieses Problem des Kapitalismus an. Wollen sie auch nicht. Sie wollen immer so weiter machen bzw. verdienen. Der mittlerweile vor lauter Wohlstand verwahrloste „Bürger“ ebenfalls.

Für mich als armen Rentner stellt sich nun die Frage: Was kann ich dafür, daß Multikonzerne Waffen liefern, damit die Saudis den Jemen bombardieren können? Die Flüchtlinge, die deshalb hier nach D kommen (Beispiel „Jemen“ rein willkürlich gewählt), machen die Versorgung in Deutschland z. Bsp. an Wohnraum. Das zweite Beispiel ist die ärztliche Versorgung. Eine Auswahl an preisgünstigen Wohnungen (sog. „Sozialwohnungen) gibt es in D. seit vielen Jahren nicht mehr, Arme müssen nehmen, was noch übrig bleibt. Diese Verknappungen, die arme Deutsche in D. nicht erst seit der massiven Einwanderung von Flüchtlingen erdulden müssen, sind den sog. „LINKEN“ völlig egal. Die haben vergessen, daß es eine deutsche arme Bevölkerung gibt,  die in Konkurrenz für diese Flüchtlinge steht. Ausnahme: O. Lafontaine und S. Wagenknecht.

Dann wird auch immer viel von Verantwortungsbewußtsein geredet: Ob ich als armer Rentner Verantwortungsbewußtsein für diese Dinge zeige, ändert global überhaupt nichts. Ob die ca 600 000 Rentner, die Grundsicherung beziehen, dafür Verantwortungsbewußtsein zeigen, ändert auch nichts. Ich will sagen, das Gerede vom Verantwortungsbewußtsein ist zwar schön, aber es ändert nichts. Das Verantwortungsbewußtsein müßten ja eher diejenigen haben, die diese Dinge auch VERANTWORTEN. Plus diejenigen, die wirklich Dinge verändern wollen. Aber genau diese Bevölkerungsgruppen haben KEIN Verantwortungsbewußtsein. Es ist einfach, armen Menschen zu sagen: „Habt gefälligst Verantwortungsbewußtsein“. Diese armen Deutschen hat die sogenannte „LINKE“ längst verloren, sie wählen afd. Was ich für falsch halte, afd ist neoliberal und wird nichts ändern, außer populistische Erstmaßnahmen, die aber die Grundursachen nicht ändern. S. Wagenknecht hat dies erkannt: https://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/2763.wir-erreichen-bestimmte-milieus-nicht-mehr.html

Es wird auffallen, daß ich hier geschrieben habe: die sogenannte „LINKE“. Das sind nämlich nicht die richtigen Linken. Die sogenannten „LINKEN“ sind längst (wie alle anderen auch)neoliberal unterwandert.

Der kleine Mann/Frau kann sicher nicht direkt lenken und leiten, er kann aber das echte Pack da oben in die Eier treten. Dazu allerdings geht es immer noch den Meisten zu gut. Und da sind wir beim eigentlichen Kern angekommen. Solange weggesehen wird was draußen passiert, dem Quell all dessen,  was hier nun angekommen ist, und nur bei dessen Folgen ein wenig rumgemeckert wird, wird das genau so weitergehen. Die Armen werden ärmer, es werden neue neue globale Wanderpfade eröffnet und ab einem bestimmten Punkt wird sich eh alles entladen. Die Frage ist, wie lange muss es wirklich so weiter gehen bevor man den Damen und Herren in Berlin höflich aber unmissverständlich die Tür zeigt.

Problem: Die Dummheit der Mehrheit der Bevölkerung. Sie ist desinformiert, desillusioniert und desinteressiert. Sie interessiert sich nur noch für das, was sie unmittelbar betrifft. Das ist beim Bürger, dessen Haus, Auto und Schaukelpferd ja noch vorhanden ist, der also, im Gegensatz zum besitzlosen Armen, noch „wohlhabend“ ist, seine Sicherheit. Er bekommt nun, im Jahr 2018, erstmals ein diffuses Angstgefühl. Dies ist auch so gewollt, denn es läßt die „Bürger“ nach mehr „Sicherheit“ (Überwachung etc pp) schreien.

Ändert aber nichts. Das ist dem „Bürger“ aber egal. Ihm geht es ja nur um seinen eigenen Bauchnabel.

Natürlich geht es auch den Armen (wie mir) AUCH um den eigenen Bauchnabel. Mit dem großen Unterschied, daß der Arme längst unter den derzeitigen „Zuständen“ leidet. So 10 Jahre mindestens, wenn nicht, länger. So lange liegen die wohlstandsverwahrlosten „Bürger“ aber schon im Dämmerschlaf. Mindestens.

Manchmal denke ich, wenn man diesem „Bürger“ alles wegnimmt dann kommt er vielleicht in die Puschen.  Das ist aber ein vergeblicher Wunsch. Ich gönne auch jedem Menschen seinen Wohlstand. Aber wenn Wohlstand ins permanente Nichtstun bzw. in das führt, was ich gerne Wohlstandsverwahrlosung nenne, dann nicht mehr.

Neue Heimat Kyffhäuser

Geld als Grundlage

Diese Aussage kommt aus einem Mund, aus einem Kopf, der es wissen muß.

Terry Eagleton: Kultur

Geld als Grundlage

Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/terry-eagleton-kultur-geld-als-grundlage.700.de.html?dram:article_id=419008

Zitat ANFANG (Ergänzungen von mir wie üblich in Eckklammern):

„Als Joachim Lux, Intendant des Hamburger Thalia Theaters, kürzlich einen Vortrag über die Bedeutung der Kultur hielt, nannte er sie eine Gegenwelt. Das Publikum, die Handwerker, Zahnärzte und Bademeister, mit einem Wort, die Leistungsträger der Gesellschaft, bräuchten eine Gegenwelt mit Künstlern als Meister des Nutzlosen. Denn nur sie, die Künstler, seien in der Lage, auszusteigen, die Zeit anzuhalten, was nur im Reich des Spiels möglich sei. Und wenn es gut liefe, würden sie die anderen dorthin mitnehmen, die Handwerker, Zahnärzte und Bademeister. Die anschließend gestärkt und erneuert wieder an ihr Tagwerk gehen könnten.

Das ist eine der geläufigen Definitionen von Kultur, die auch Terry Eagleton in seinem Buch „Kultur“ anführt. Eine Verabredung zu gegenseitigem Nutzen. Denn, nicht zu vergessen, die Spieler und Zeitanhalter, brauchen ihrerseits schließlich das Geld der Leistungsträger. Und das ist die Grundlage jeder Kultur. Den Satz bitte fett gedruckt denken. Denn der englische Literaturtheoretiker Terry Eagleton möchte, dass wir den Blick weg von den elaboriert geistigen Sphären der Kultur hin zu den materiellen Voraussetzungen wenden. Und er tadelt immer mal wieder:

„Mancherorts ist Kultur zu einer Möglichkeit geworden, nicht über Kapitalismus zu reden.“

Eagleton datiert die verbreitete Nutzung des Begriffes Kultur auf Anfang des 19. Jahrhunderts, als die Industrialisierung Fahrt aufnahm. Die Arbeit in Baumwollfabriken und Kohlegruben geschah oft unter elenden Bedingungen. Eagleton schreibt:

„Je seelenloser und verarmter die alltägliche Erfahrung erscheint, desto eifriger wird das Ideal der Kultur als Kontrast propagiert. Je gröber die materialistische Zivilisation wird, desto erhabener und jenseitiger erscheint die Kultur.“

Ruf nach neuer Utopie

Eagleton ist Marxist. Er begreift die ökonomischen Machtverhältnisse als grundlegend in jeder Hinsicht, auch in kultureller.[Womit er recht hat. Ich habe schon vor Jahren hier auf diesem blog geschrieben, daß Kunst nur entstehen kann, wo genügend Geld vorhanden ist. Kein Künstler kann dauerhaft arm sein. Wenn er gezwungen ist, in Armut zu leben, kann er nicht mehr künstlerisch tätig sein. Weil Kunst auch immer Geld kostet, und, noch wichtiger: Weil es zum Erschaffen von Kunst einen freien Kopf braucht. Ein Künstler aber, der ständig um sein finanzielles Überleben kämpfen muss, kann eine Kunst mehr erschaffen.] Und hat recht, wenn er meint, diese Sichtweise sei unter westlichen Kulturschaffenden weitgehend aus der Mode. Eine Kultur nach Eagletons Geschmack müsste eine Utopie jenseits der kapitalistischen Wirklichkeit entwerfen, ein Ziel, dem es sich lohnt entgegen zu streben. Sie müsste vor allen Dingen wieder von Eigentum, Ausbeutung, Klassenkampf handeln. Nicht wie heute, wo die Neu-Linken, wie er sie nennt, an kaum mehr als an Diversität, Sexualität und Inklusion interessiert sind. Für Eagleton Nebenschauplätze, die durchaus mit dem Kapitalismus harmonieren. Das mag sein, möchte man entgegnen, aber wie soll man unter globalen Marktverhältnissen die Hauptschauplätze, nämlich die Besitzverhältnisse, umpflügen? So gut wie aussichtslos. Da ist es doch reizvoller, ab und zu mal die sexuelle Orientierung zu wechseln oder – weniger folgenreich – einen eskapistischen Roman zu lesen. [Sogenannte „Linke“ betreiben eh nur Ablenkung, in Wirklichkeit sind die gar nicht Links, also „pro Volk“. Das „Volk“ ist immer noch der sogenannte „kleine Mann“, der Arbeiter und der leider in unserem Land zahlreich vorhandene Arbeitslose, diese Klientel haben die sogenannten „Linken“ aber längst verraten.]

„Unter dem Einfluss der harmonisierenden Wirkung der Kultur sind wir imstande, uns aus unserer kleinlichen materiellen Fixierung auf Rang, Klasse, Macht, Geschlecht, Ethnizität, soziale Ungleichheit und dergleichen zu befreien und sie in einer höheren Sphäre aufzuheben. Scheint es schon keine brauchbare politische Lösung für solche Probleme zu geben, liefert uns die Kultur doch eine geistige. Insofern erfüllt sie eine ähnliche Funktion wie die Religion … Sie ist Opium für Intellektuelle.“ [Korrekt. Geistige Lösungen mag ich als Künstler nicht nachzuvollziehen im Kollektiv mit sogenannten „Bürgern“ und „Intellektuellen“. Dem würde ich mich sogar verweigern. Es gibt immer brauchbare politische Lösungen. Weitersuchen!]

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Die Gier des Kapitalismus

So spricht der 74-jährige Altlinke Terry Eagleton also Wahrheiten aus, die ganz frisch klingen, nicht nur weil er den süffisant ironischen Ton beherrscht, sondern auch deshalb frisch, weil alte Wahrheiten plötzlich wieder zu neuen Wirklichkeiten passen. Etwa die Wahrheit, dass der Markt vulgo Kapitalismus sehr hungrig ist und sich alles einverleibt, auch die Universitäten, wie der in Lancaster lehrende Literaturtheoretiker weiß:

„Gegenwärtig werden die jahrhundertealten, traditionsreichen Universitäten als Zentren humanistischer Kritik zerschlagen, indem sie unter der Herrschaft einer philisterhaften Managerideologie in pseudokapitalistische Unternehmen umgewandelt werden. Die akademischen Institutionen werden wie Wettbüros und Imbissketten zu bloßen Marktorganen. Der Tod der Geisteswissenschaften zeichnet sich bereits am Horizont ab.“

Das Buch von Terry Eagleton hätte am besten ein Essay werden sollen, denn der Autor hat alles, was es dafür braucht, Stilempfinden, Polemik, die Lust, entlegene Aspekte miteinander zu verknüpfen. Und Witz. Über Massenkultur heißt es:

„Gewiss, die Musik von Justin Bieber erreicht viele gewöhnliche Menschen, aber das gelingt den Windpocken auch.“

So aber ist es ein teils längliches Sachbuch geworden, dessen Exkurse zu Edmund Burke, Johann Gottfried Herder und Oscar Wilde in sich zwar interessant sind, zur Kernbotschaft dieses Buches aber wenig beitragen. Die nämlich heißt: Kultur, so wie sie sich derzeit darstellt, ist überbewertet.

„Tatsächlich sind die zentralen Fragen, denen sich die Menschheit im neuen Jahrtausend gegenübersieht, alles andere als kulturell. Sie sind weit konkreter und materieller. Krieg, Hunger, Drogen, Waffen, Völkermord, Krankheit, Umweltkatastrophen: Alle diese Phänomene haben ihre kulturellen Aspekte, aber Kultur macht nicht ihren Kern aus. Wenn jene, die von Kultur sprechen, dies nicht tun können, ohne den Begriff aufzubauschen, sollten sie vielleicht besser schweigen.“ ZITAT ENDE.

Zum Buch:  Terry Eagleton: Kultur
Aus dem Englischen von Hainer Kober. Ullstein Verlag, 208 Seiten, 20 Euro

So weit.

Neue Heimat Kyffhäuser

 

Deutsche Gegenwartsgesellschaft narzisstische Normopathie

Und alle machen mit, weil es alle machen. Die wenigen, die nicht mit machen werden von der kranken Gesellschaft als „Spinner“, „krank“ oder gar „verrückt“ bezeichnet.

Dr. Maaz über: WAS MACHT UNS BÖSE:

 

Da schreibt doch einer im Kommentarbereich, dies will ich mal exemplarisch für die Verrohung der Menschheit hier aufführen:

„Gut und Böse sind aus meiner Sicht keine Maßstäbe wonach man das handeln anderer Beurteilen sollte, denn die einschätzung ist hoch Subjektiv“

Meine Antwort: Gratuliere zur verinnerlichten neoliberalen „ich will und mir ist egal ob es dir schadet, wenn ich das und das will-Einstellung“. Natürlich gibt es ein feststehendes GUT und BÖSE, einfach daran zu messen ob man dem anderen schadet oder nicht, man kann auch so handeln, daß man anderen nicht schadet, aber das scheint außerhalb Ihrer Vorstellungskraft zu sein.

Das „Andere“ bezieht sich auch auf die Natur / Umwelt, es scheint ja außerhalb der Vorstellungskraft der meisten „Menschen“, daß sie mit ihrer Handlungsweise die Natur und Schöpfung VERNICHTEN, aber das interessiert sie natürlich nicht, denn das, was sie tun ist ja für sie „gut“ – denken sie.

***

Jetzt hat der egoistische Zeitgenosse nochmal geantwortet. Natürlich im typisch vorwurfsvollen Ton, ich hätte ja seinen Kommentar nicht richtig gelesen. Da weiß ich schon Bescheid: Er fühlt sich auf den Schlips getreten. Ja klar habe ich seinen Unsinn gelesen, das war ja schlimm genug, so etwas zu lesen.  Seine Antwort besteht nur aus Relativierungen, und Böses gäbe es nicht. Das wäre alles rein subjektiv.

Meine erneute Antwort lautet:

Haben Sie den Vortrag gesehen? Ich nehe an, nicht. Sonst würden Sie nicht so einen neoliberalen Unsinn schreiben.
Sie haben Null verstanden.
Der Ladendieb ist der Täter. Er war aber vorher OPFER (durch die Gesellschaft oder wen auch immer) da er arm geworden ist / ganz pauschal gesagt. Aus Opfern werden meist Täter. Deshalb haben wir so viele Bekloppte die das Unrecht dulden, ohne etwas zu tun.

Es gibt Ausnahmen. Menschen, die sich bewußt sind, daß sie Opfer sind, die damit versuchen, zu leben OHNE zum Täter am anderen zu werden. Diese Möglichkeit deutet Dr. Maaz ja auch an. Diese Ausnahmen/Menschen sind allerdings selten. Es braucht nämlich ein Unrechtsbewußtsein, um überhaupt empfinden zu können, was böse ist und was recht getan ist.

Sie haben dieses Unrechtbewußtsein nicht. Wie die meisten da draußen, für die zählt nur ihr eigenes Ego, ihr Erfolg, ihre Karriere, ihr Geldbeutel, oder aber, falls sie das nicht mehr schaffen, das Aufpolieren des eigenen Egos über das Fertigmachen Anderer. Das findet man sehr oft bei „Nazis“, anonym und im Internet. Aber auch neoliberale „Patrioten“, die sich als Opfer generieren, weil man ihnen ja angeblich „das Geld wegnimmt“, findet man überall, das internet ist voll davon und diese Leute werden auch noch zusätzlich über gewisse Medien aufgestachelt. Aber das führt jetzt zu weit. –

Ihre Worte sagen mir, Sie haben überhaupt nichts verstanden. Am besten schauen Sie sich den Vortrag nochmal an. Aber wenn Sie nicht mehr wissen, was überhaupt gut ist, wird das erneute Anhören auch nichts mehr helfen. Denn dann sind Ihnen sämtliche moralischen Grundsätze abhanden gekommen über die Zeit.

Das finde ich sehr schade. Leider agiert der Großteil der Gesellschaft so, weshalb ich da auch keine Änderungsmöglichkeit aus der Gesellschaft heraus, sehe. Es gibt einfach zuviele Opfer, die zu Tätern wurden/noch werden. Man wird diese Massen aufhetzen und irgendwann explodiert diese „Mischung“. Oder aber man wird verstärkt in Richtung Kontrolle/Überwachungsstaat gehen. Was dann faktisch eine Diktatur ist.

Das ist auch schade, denn es ginge ja auch anders; Dr. Maaz sagt es ja deutlich. Man muß im Bewußtsein dessen, was geschehen ist, nämlich daß man irgendwann mal Opfer war (die weitausmeisten von uns als Kind), leben, ohne zum Täter zu werden. Das ist eigentlich alles. Jeder Kann das. Die wenigsten wollen das nicht, weil es schwierig und unbequem ist. Ich hatte mich schon vor längerer Zeit für diesen Weg entschieden, weil es mir ethisch als der einzige gangbare Weg erscheint. Leider verstehen das die meisten Menschen nicht. Das ist aber letzten Endes belanglos.

Das ist auch mit ein Grund warum hier nur noch selten und privat ein Artikel erscheinen wird. Weil ich schreibe ja eh hier für Leute, die nicht verstehen (wollen), was ich schreibe. Da kann ich meine Zeit auch anders verbringen.

Neue Heimat Kyffhäuser

Gedanken zu Pfingsten – Konformität

Folgendes Video muß nicht angesehen werden, um meinen Text zu verstehen. Es empfiehlt sich aber:

 

Der Mann war seiner Zeit mindestens 50 Jahre voraus. So etwas ist immer Pech. Solche Menschen sind zu gut für diese verkommene Menschheit.

Er hatte sehr gute Ideen. Man könnte sagen die Deutschen waren einfach zu doof, das zu kapieren. Sind sie übrigens heute noch. Wenn man heute sieht, wie sie rumplärren, die afd sei für das Volk…

Die Masse ist immer träge und eher doof…siehe Vorträge Dr. Maaz, Normopathie. Ein link zu einem Vortrag von Dr. Maaz: https://www.youtube.com/watch?v=tJlZNmqMcD4&t=613s

Die Masse denkt nicht, sie kann gar nicht denken als Masse. Menschen sind Herdenwesen und werden seit Jhd. erfolgreich ver- und irregeführt. Die 68er sind gescheitert, weil sie sich haben verführen, kompromittieren und weichkochen lassen.

Herdentrieb:  In der Masse plappert der Mensch einfach nach, was die Medien ihm sagen, oder er plappert nach was der Nachbar, der Arbeitskollege usw., sagt. Mit dem Wort Masse meine ich jede beliebige Gruppe. Dazu zähle ich auch Gruppen in „sozialen Netzwerken“ im Internet. Selbst dort greift der Herdentrieb, dh. der Einzelne passt sich immer an. Wer sich nicht anpasst, fliegt aus der Gruppe, und alleine die Angst vor Rauswurf scheint die meisten Individuen auf Linie zu bringen, das ist zwar traurig, aber wahr. Den meisten ist das nicht bewußt. Sie machen es einfach. Siehe auch das folgende Beispiel, Kurzvideo, 4 Minuten: https://www.youtube.com/watch?v=11_xWZOjlMg

Man kann festhalten: In der Masse, dh. in jeder beliebigen Gruppe, denkt der Mensch nicht mehr. Er passt sich fast immer, man kann sagen, IMMER, der Masse/Gruppe an. Den Rest erledigen Zwänge wie Angst vor Arbeitsplatzverlust, Prestigeverlust usw.

Erst wenn der Mensch sich vom Herdentrieb frei machen kann, kann er frei werden im Kopf. Ich kenne keinen freien Menschen. Ich selbst bemühe mich darum. Die Masse schafft das niemals. Dazu ist sie zu dumm, eben als Masse. Das gilt auch für jede „Gruppe“ im internet, sei es  Forum, blog, oder eine sonst wie geartete Gruppe. Man setzt den Leuten einfach ein Großmaul als „Führer“ vor die Nase, und schon folgen sie. Überall ist Konformität gefragt und der Anpassungsdruck ist dementsprechend. Deshalb drehen sich Menschen gedanklich immer im Kreis, weil sie immer innerhalb dessen verbleiben, was „gesellschaftlich“, d.h. in der jeweiligen Gruppe, der sie „angehören“, gewünscht ist.

Die Masse blökt über Dutschke genau das, was Menschen repetieren, wenn sie den Namen Dutschke hören; und das ist ganz lustig, der Einzelne behaupte dann oft noch zusätzlich von sich, freiheitlich zu sein. Das ist lächerlich, wenn es nicht so traurig-lustig wäre. Die Masse wollte, selbst damals, zu Dutschkes Zeit, keine neuen Ideen. Das Bürgertum fühlte sich gar mehr oder weniger von ihm bedroht. Die Masse will auch NIE frei sein. Die Masse will Sicherheit und Wohlstand, das ist ihr wichtiger als Freiheit. Deshalb macht man ihr regelmäßig über die Medien Angst. Steuerung der Masse über die Medien funktioniert ganz vorzüglich.

Alle Libertären, Freiheitlichen, die ich kenne, hofieren das Geld. Hofieren meint: als höchsten Wert ansehen im Leben. Ich habe lange genug mit Libertaristen diskutiert. Wer Geld hofiert, ist nicht frei. Freiheit kann erst entstehen wenn die Menschen fähig sind von ihrem Scheißhauskapitalismus, ihrer Geldgier, geboren aus Angst, und von ihrem Herdentrieb weg zu kommen. Da kann man aber noch lange drauf warten. Vorher geht die Welt unter.

Eine Gesellschaft muß JEDEM Mitglied unabhängig von “Stand”, Religion und Ethnie, ein auskömmliches Einkommen bieten, ohne in Luxus abzudriften. Auskömmlich heißt, daß der Mensch keine soziale Not leidet, und das Einkommen muß bedingungslos sein. Die derzeitige Grundsicherung erfüllt dies nicht. HartzVier sowieso nicht, denn H4 ist an den Arbeitszwang gebunden. Zwangsarbeit ist aber international verboten. Zum menschenwürdigen Leben zählt ebenso ausreichend menschenwürdiger Wohnraum und ein flächendeckendes kostenloses öffentliches Verkehrsmittelnetz sowie medizinische Versorgung, die diese Bezeichnung auch verdient.

Ich lehne Führerkult und Hierarchie ab. Die Masse muß, jeder für sich selber, zur Erkenntnis kommen. Dabei reicht ein kritischer Anteil an der Masse, um Veränderung zu bewirken. Davon sind wir aber leider noch sehr weit entfernt. Jedwedes Missionieren Anderer lehne ich ab.

Soweit.

Neue Heimat Kyffhäuser

25 Milliarden jährlich bei den Ärmsten gespart

Nicht bei denen, die genügend oder gar Geld im Überfluß haben, nein, es wird bei HartzVier und Grundsicherung gespart.

Artikel:
https://www1.wdr.de/daserste/monitor/extras/pressemeldung-hartz-vier-100.html

Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren den Regelsatz für Hartz IV-Empfänger systematisch nach unten gerechnet – mit weitreichenden Folgen auch für Rentner und Einkommenssteuerzahler.  Nach Berechnungen des ARD-Politmagazins MONITOR spart sie damit insgesamt 25 Milliarden Euro pro Jahr.

Der Regelsatz für erwachsene Hartz IV-Empfänger beträgt 416 Euro im Monat. Ein Betrag, der den wenigsten Empfängern auch „ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben“ ermöglicht, wie es das Bundesverfassungsgericht eigentlich fordert. „Das ist mit den Regelsätzen, die wir jetzt haben, mit Sicherheit nicht mehr der Fall“, kritisiert der ehemalige Vorsitzende am Landessozialgericht Hessen, Jürgen Borchert, die Höhe des Regelsatzes. Viele Sozialexperten in Deutschland sehen das genauso.

Dass der Satz so niedrig ist, hat einen Grund: Das Vorgehen der Bundesregierung. Ursprünglich galten als Grundlage für die Hartz IV-Sätze die Ausgaben der einkommensschwächsten 20% der Gesellschaft. Eine Zahl, auf die sich auch die Bundeskanzlerin noch in diesem Jahr öffentlich bezog. Danach käme man auf einen Regelsatz von 571 Euro monatlich. Allerdings wurde die Berechnungsgrundlage schon 2011 verändert: Statt der unteren 20 % gelten heute nur noch die Ausgaben der unteren 15 % der Bevölkerung als Grundlage für die Berechnung des Regelsatzes für Erwachsene. Außerdem werden zahlreiche Ausgaben nachträglich nicht anerkannt und entweder ganz oder teilweise gestrichen. Dies betrifft vor allem die statistischen Ausgaben für Verkehrsmittel, Gaststättenbesuche, Reisen, Tabak oder Alkohol. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Geld am Ende tatsächlich dafür ausgegeben wird oder nicht.

Nach Ansicht der Bundesregierung seien das Ausgaben, die „nicht zum soziokulturellen Existenzminimum zählen oder (…) nicht anfallen“. Gegenüber MONITOR macht sie zudem eine erstaunliche Aussage. Demnach müssten nicht „alle zur Verfügung stehenden Daten vollständig verwendet werden“, die bei der Erhebung gewonnen werden.

Dr. Irene Becker ist Expertin für Verteilungsforschung. Sie nennt das Vorgehen der Bundesregierung „methodisch unsauber“. Das Ziel, das Existenzminimum zu errechnen, werde durch die Kürzungen systematisch unterlaufen. Auch weil so genannte „verdeckt Arme“ bei den Berechnungen nicht herausgerechnet werden. „Verdeckt Arme“ sind Menschen, die eigentlich ein Anrecht auf Sozialleistungen haben, aber keine beantragen. Das sind immerhin 40% aller Menschen, die derartige Ansprüche geltend machen könnten. Durch solche Rechentricks werde der Regelbedarf weiter abgesenkt.

Insgesamt belaufen sich die Einbußen für Hartz IV-Empfänger und Rentner auf rund 10 Milliarden Euro jährlich, wenn man den Betrag von 571 Euro mit dem derzeit gültigen Satz von derzeit 416 Euro monatlich vergleicht. Die Bundesregierung räumt dazu gegenüber MONITOR ein, die Frage der Höhe des Regelbedarfs und des soziokulturellen Existenzminimums sei „nicht vorrangig eine Frage des Berechnungsverfahrens – sie muss politisch beantwortet werden.“

Sozialexperten wie Prof. Stefan Sell von der Hochschule Koblenz vermuten hinter dem Vorgehen der Bundesregierung noch einen anderen Grund: drohende Einbußen bei der Einkommensteuer. Der Grundfreibetrag, also der Betrag, bis zu dem keine Einkommensteuer gezahlt werden muss, leitet sich nämlich aus dem Hartz IV-Satz ab. Dementsprechend würde sich der Freibetrag bei jedem Einkommensteuerpflichtigen schlagartig deutlich erhöhen: 155 Euro monatlich mehr Hartz IV hießen 1.860 Euro pro Jahr mehr Freibetrag für jeden Steuerzahler. Der Fiskus würde nach MONITOR-Berechnungen dadurch 15 Mrd. Euro pro Jahr verlieren. Prof. Stefan Sell hält dies für den zentralen Grund, „warum die Politik eine Anhebung der Hartz IV-Sätze scheut wie der Teufel das Weihwasser“. Artikel ENDE.

Wie das aussieht: Kein Wegfahren. Keine sozialen Kontakte. Keine Arztbesuche weiter weg, derzeit  habe ich eine Augenentzündung, und vor Ort gibt es nur einen Augenarzt, der aber in Urlaub ist. Zur Vertretung zu fahren, die weiter weg ist, kann ich mir nicht leisten. Hab ich kein Geld mehr für. Ich habe noch 50 Euro für den Rest des Monats. Das ist sehr wenig, das brauche ich in jedem Fall fürs Essen und Katzenfutter.

Es ist nicht so, daß ich zuviel ausgegeben hätte am Monatsanfang. Nein, es ist alles sehr teuer geworden.  Das Geld reicht vorne und hinten nicht mehr. Rücklagen bilden ist schon länger nicht mehr möglich. Soziale Teilhabe erst recht nicht.  Zum Glück habe ich noch Tropfen für das kranke Auge. Aber diese Tropfen, für den Notfall gedacht, sind auch irgendwann mal weg. Es ist möglich daß sich dahinter eine ernsthafte rheumatische Erkrankung verbirgt. Aber Rheumatologen gibt es hier auch nicht.  Das ist das Deutschland, indem wir alle „gut leben“, das Deutschland, daß von der Mehrheit der ignoranten dummen Michel weiterhin so gewollt ist, denn, würde der wohlhabende aber dumme Michel dies nicht so wollen, hätte er ja etwas anderes gewählt. Und nein, die afd würde daran auch nichts ändern, wenn sie denn gewählt würde.

Ich schließe aber aus zahllosen online-Kommentaren vor allen Dingen bei youtube, daß die meisten verblödeten wohlhabenden Michel gar nicht wissen, was Armut ist und wie sie sich im Leben auswirkt. Konfrontiert man diese verblödeten, wohlstandsverwahrlosten Deutschen mit diesen Fakten bezüglich der eigenen Armut, wird einem noch nicht mal geglaubt und man kann froh sein, nicht verbal fertig gemacht zu werden. In Gesundheitsforen wollen die Schreiber „so etwas“ (nämlich die Auswirkungen von Armut auf die medizinische und ärztliche Versorgung) auch nicht wissen. Man steckt, wenn man Deutschmichel ist, kollektiv den Kopf in den Sand.  Ich wünsche euch, da draußen, euch Ignoranten, daß es euch auch bald erwischt. Ihr habt nichts anderes verdient, ihr wohlstandsverwahrloster Sondermüll.

Kommentar auf den Nachdenkseiten zum Thema:
„… Ich kann es immer nur wiederholen: Mit der Statistikmethode wird kein (!) Bedarf ermittelt. Kann auch gar nicht ermittelt werden. Die Statistikmethode spiegelt nur die Ausgaben der 20 (oder auch nur der 15) ärmsten Prozent der Bevölkerung wider. Und sind die ärmsten 20 Prozent (erst recht natürlich die ärmsten 15 Prozent) mit ihrem Einkommen so weit von der gesellschaftlichen Normalität abgekoppelt, dass auch sie schon nicht an der Gesellschaft teilhaben können, folgt daraus zwingend, dass ein davon abgeleiteter Regelsatz für die Sozialleistungsempfänger ebenfalls den Ausschluss von der gesellschaftlichen Normalität bedeutet. Auch ohne die absurden nachfolgenden Abzüge wie zum Beispiel den Anteil für Segelyachten (das ist kein Scherz, dies wurde in früheren Jahren als ein Punkt zur Begründung von Abzügen angeführt) oder für Blumen, wie der gerade vergangene Muttertag in Erinnerung rufen könnte.

Ist der Bezugsmaßstab schon Ausgeschlossensein von der Gesellschaft, kann daraus auch nur weiteres Ausgeschlossensein resultieren. Aus Armut folgt weitere Armut. Das ist die Logik der Statistikmethode, die jedoch seit vielen Jahren von der Bundesregierung mit den absurdesten Argumenten verteidigt wird. Der Nutzung der Warenkorbmethode, die bei verantwortungsvoller Herangehensweise eine wirkliche Teilhabe gewährleisten könnte, verweigert sich die Politik hingegen konsequent. Und auch die Medien spielen hierbei eine unrühmliche Rolle. Im Zuge der Spahn-Äußerungen habe ich ein weiteres Mal (!) eine Vielzahl weitreichenstarker Medien, u.a. die ARD und ihre 9 Landesrundfunkanstalten, das ZDF, Süddeutsche Zeitung, FAZ, Zeit, taz, Frankfurter Rundschau usw. usf., auf die Studie „Was der Mensch braucht“ von 2015 hingewiesen, welche ja auf Warenkorbbasis erarbeitet wurde. Reaktion: Null. Bezeichnend für den Zustand der Medien ist hingegen, dass mit der „Anstalt“ ausgerechnet eine Kabarett-Sendung als Einzige die Studie aufgriff und somit den ansonsten mangelhaft ausgefüllten Informationsauftrag der Medien wahrnahm.“ ZITAT ENDE.

Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=44010#more-44010

20e-Lutherweg-Blick-richtung-Kyffhaeuser
Kyffhäuser Landschaft, Lutherweg

Weitere Artikel hier auf dem blog zum Thema:

https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/14/schulmedizin-bekaempft-nur-symptome-sie-heilt-nicht-fibromyalgie/

https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/09/armenbeschimpfung/

https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/08/wie-man-armut-bagatellisiert/

https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/06/mit-416-euro-monatlich-ist-keine-gesellschaftliche-teilhabe-moeglich/

https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/05/finde-die-fehler-im-kapitalismus/

Neue Heimat Kyffhäuser

 

In Schönheit sterben – Rede von Wagenknecht

Einleitungs-Information:

„Die Große Koalition huldigt der Schwarzen Null und betreibt offen eine Politik für die Belle Etage der Gesellschaft, während die große Mehrheit immer stärker unter steigenden Mieten, stagnierenden Löhnen und prekären Arbeitsverhältnissen leidet. Schulen, Universitäten und Kindergärten werden kaputtgespart und das Verteidigungsministerium kriegt von Jahr zu Jahr neue Rekordbudgets zur freien Verfügung gestellt. Zudem wird die Außen- und Sicherheitspolitik immer konfrontativer. Eigentlich sollte man meinen, dass die einzige Partei, die eine echte Alternative zu diesen Entwicklungen in der Hinterhand hat, in den Umfragen und an den Urnen tolle Ergebnisse vermelden kann. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Linke dümpelt in den Umfragen nach wie vor zwischen neun und zehn Prozent und kann offensichtlich nicht von den Rahmenbedingungen profitieren, die eigentlich für sie wie gemacht sind. Sicher; die guten Inhalte werden nicht immer optimal vermittelt. Der eigentliche Grund für die Unbeliebtheit dürfte aber eher die von einem Kreis um die Parteispitze forcierte Orientierung auf ein privilegiertes urbanes Wählersegment sein, das eigentlich von Lifestyle-Parteien wie Grünen und FDP ohnehin schon gut erschlossen ist – also der Teil der Belle Etage, der eine Solaranlage für die Fußbodenheizung im schicken Loft installiert, dabei jedoch ein schlechtes Gewissen hat, weil der Marmorboden von indischen Kindern gehauen wurde. Jeremy Corbyn hat seine Politik unter dem griffigen Motto “for the many, not the few” (auf deutsch: “für die Vielen, nicht die Wenigen”) organisiert. Ein Teil der Linkspartei scheint dieses Motto jedoch umgedreht zu haben. Die ausufernde Migrationsdebatte ist ein erschreckendes Beispiel dafür, was in Teilen der Partei falsch läuft.“

Quelle und weiterlesen: https://www.nachdenkseiten.de/?p=43939

Mein Kommentar dazu und Ergänzung:

So unterschiedlich können die Dinge sein. Daß was man öffentlich als „links“ präsentiert, dient der Abschreckung gegenüber der Bevölkerung. Stichworte, die der Abschreckung dienen, sind: offene Grenzen für alle, BGE für alle. Das ist nicht durchsetzbar,  ja illusorisch. Der „kleine Mann“ in Deutschland, der, der real im Leben angekommen ist, im Gegensatz zu einigen abgehobenen LINKE-Politikdarstellern, weiß das und hat sich schon lange mit Grausen von der Partei DIE LINKE abgewandt. Daß in dieser Partei auch noch Politiker agieren, die man zu recht als Politiker bezeichnen kann, weiß dabei kaum jemand in Deutschland. Ist ja klar, die Presse befeuert gerne das Bild des „linken Spinners“, der offene Grenzen für alle durchsetzen will, idealerweise noch mit einem BGE für alle obendrauf. Die Presse liebt solche Spaltereien. Die Presse liebt Hass-Aufbau. Die Presse will die Bevölkerung am Liebsten in extremistische Lager hinein treiben, je extremer, desto besser, je gespaltener, je verfeindeter die Bevölkerung ist, desto besser. Bei diesen Lagern handelt es sich, logischerweise, ganz platt gesagt, um Deutschenhasser / -zerstörer (extreme Linke/Antifa) und um Deutschenbewahrer – also die extremen von der „rechten“ Seite, die, die meinen, alles was deutsch ist, sei sowieso gut und alles andere gehöre ausgewiesen. Die sogenannten „Konservativen“ mögen nicht so ganz extrem sein, aber die breite Masse der Konservativen bröckelt parallel zum Aussterben der älteren Bevölkerung.

Daß Lösungen für die Zukunft immer in der Mitte liegen, mag und kann kaum jemand aus der gehirngewaschenen und teilweise aufgehetzten Bevölkerung mehr wahrnehmen. Warum wird alles, was links ist, medial so fertig gemacht, und dies schon seit Jahren? Warum existieren so viele eher „rechte“ Plattformen, wo pro „einfache Lösungen“, dh. gegen Fremde, gehetzt wird? Ich muß die hier nicht alle aufzählen, jeder weiß, welche ich meine. Alle diese Plattformen sind Meinungsmacher für die afd und noch extremere Parteien / Gruppierungen.

Daß dies schon seit Jahren so ist, reicht einfach, festzustellen. Es reicht, aufzuzeigen, daß es Alternativen geben könnte – mehr will ich sowieso nicht. Um Hintergründe zu beleuchten, bitte ich zusätzlich den Artikel „waren die Nationalsozialisten links“ zu lesen.  Dieser Artikel findet sich hier: Klick. Wenn ich Kommentare online lese, habe ich den Eindruck, die Leute können noch nicht mal unterscheiden, was links und was rechts ist. Ohne solch ein Wissen kommt man aber nicht weiter in der eigenen Entscheidungsfindung. Man liest zb. oft, Wagenknecht „sei in der falschen Partei“, sie solle doch der afd beitreten. Dies kann nur ein dummer Mensch schreiben. Die afd ist neoliberal, also PRO Kapital, wirschafts- und reichenfreundlich und für den weiteren Abbau sozialer Standards, und Wagenknecht ist Kommunistin, das ist so ziemlich genau das Gegenteil dessen, was die afd will. Beides passt keinesfalls zusammen. Daß Menschen unfähig sind, dies zu begreifen, zeigt mir, wie dumm gehalten die Bevölkerung ist. Die Bevölkerung versteht nicht, daß linke Politik kein Schreckgespenst sein muß und sogar ganz anständig aussehen kann:

 

Neue Heimat Kyffhäuser

Ein Mensch, der keine Fragen stellt, ist kein Mensch – Ken FM Terror, Lüge, Wahrheit

Ein Mensch, der keine Fragen stellt, ist kein Mensch. Wie wahr.

Ich habe immer Fragen gestellt. Leider ist die Eigenschaft, Fragen zu stellen, in dieser verkorksten Gesellschaft oft nicht angesehen. Fragensteller werden sehr schnell von anderen Menschen angegangen,weil sie unbequem sind; weitergehend werden sie sehr schnell gemobbt und ausgeschlossen. Daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt; ich sehe dies als logische Folge meiner Fragenstellerei. Ein Gutes hatte die Fragenstellerei jedoch auch: Meine Fragenstellerei hat mich endgültig und für alle Zeiten aus der politisch rechten Ecke heraus geführt; genauer gesagt, ist mir schon seit längerem unklar, wie ich in diese Ecke überhaupt hinein gekommen bin?

Aber zurück zu KenFM und seinem Video:

 

Was mir bei KenFM sofort auffällt, ist sein positives Menschenbild. Direkt in seiner Einleitungs-Rede sagt er, Menschen wollen lernen, wenn sie ein Thema interessiert; dann wollen sie auch wissen und bleiben auch am Thema dran. Ein „Rechter“ würde das nie sagen. Für „Rechte“ müssen Menschen / die gesamte Gesellschaft klein gehalten, geführt und gedeckelt werden, Menschen müssen gegängelt und durch eine Autorität kontrolliert werden. „Rechte“ erlauben keine positiven Menschenbilder, Ausnahme: ihr eigenes „Volk“, und alle anderen sind für „Rechte“ potentielle Feinde, ja, minderwertig. Welch ein Unterschied.

Zurück zu KenFM:

Niemand kann Sie stoppen, eine gute Idee umzusetzen. Lassen Sie sich keine Angst einjagen.

Meine Gedanken dazu: Wenn ich – manchmal kommt das ja noch vor, auf vk.com oder im Kommentarbereich der Epoch Times, wo ich ab und zu rein schaue – lese, was „Rechte“ so von sich geben, das müssen gar nicht besonders „extreme“ „Rechte“ (wie zb. Nationalsozialisten sein), also wenn ich lese, was die schreiben, was die meinen, wovon sie überzeugt sind, dann sträuben sich mir die Nackenhaare. Die sind allesamt davon überzeugt, daß das „Deutsche Volk“ bedroht wird – von wem auch immer. Alle, wirklich alle ausnahmslos, haben Angst vor – mehr oder weniger – diffuser, bis hin zu öffentlicher Bedrohung. Findet man als „Rechter“ persönlich keine tatsächlichen Gründe für diese Bedrohung, dann sucht man sich welche oder fabriziert sich welche.  Wenn ich so etwas lese, bekomme ich Angst, denn diese Leute, die sich bedroht fühlen, die werden immer mehr, und wie die irgendwann handeln, das möchte ich mir nicht ausmalen. Leute unter Angst handeln nie rational und bei solch einem Handeln kann nichts Gutes raus kommen. (So weit meine kurze Bemerkung zum Thema Angst.)

Minute 20, D. Ganser: Ja dann mußt du doch bei der Wahrheit bleiben. WTC 7 wurde gesprengt. Auch wenn die Wahrheit Konsequenzen hat (Jobverlust, Einkommensverlust etc pp).

Minute 31, Elias Davidsson: Recht auf Information – Wir müssen verstehen was da läuft [gemeint ist der Rechtsstaat, die Demokratie], meine Motivation ist Frieden, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit.

Minute 34 Thomas Meyer: Wenn man die Geschichte kennt, wir haben die Katastrophen von Atlantis, von Lemurien gehabt, wir werden wieder solche Katastrophen haben, aber, es gibt etwas, was einfach alles überdauert. Finden wir das in uns, dann finden wir etwas, was von allem Äußeren /allen äußeren Verhältnissen unabhängig ist. – Man muß über die Sprache hinaus kommen. Menschen lesen drei, vier Worte eines Textes, und bilden sich sofort ein Urteil, darüber müssen wir hinweg kommen. Über die Empfindlichkeit der Worte… sie sollte ersetzt werden über die Empfindlichkeit bezüglich des Denkens – FALLS gedacht wird. [Ich vermute, es wird eher nicht gedacht, sondern mehr oder weniger schnell reflexartig reagiert, also aus der Emotion heraus reagiert, nicht aus dem Verstand.] – Über das wortlose Denken.

Minute 47, Elias Davidsson: Kognitive Dissonanz, ein „nicht-wissen-wollen“ von Tatsachen, als Merkmal einer (gesellschaftlichen) Pathologie, ein Verbreiten von Lügen seitens „Journalisten“ und „Wissenschaftlern“, also ein Verbreiten von Schein-Wahrheiten, für die es keine belegbaren Quellen gibt, als vermeintliche Wahrheit, einer vermeintlichen Wahrheit, die dann von fast allen als „Realität“ akzeptiert wird [bezüglich 9/11]

Minute 56, Daniele Ganser: über das Teilen, abwerten, töten und das Prinzip der Menschheitsfamilie –

Minute 1:03, Thomas Meyer, über den Umgang mit Medien: man muß innerlich ein Vertrauen entwickeln, daß man zu den wesentlichen Dingen geführt wird

So weit,

Neue Heimat Kyffhäuser

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie man Armut bagatellisiert

Die hundertste Ausgabe.

In Indien ist alles viel schlimmer. In Deutschland gibt es nur relative Armut. Von 416 Euro kann man gut leben. Gesund essen. Für alles ist gesorgt. Wer damit nicht auskommt, ist selbst schuld. Und überhaupt ist in Indien alles viel schlimmer.

„Wenn ich nach der Definition in Deutschland gehe, wie hier Armut definiert wird, bin ich finanziell arm. Das heist, ich lebe vom Existenzminimum. Finanzielle Armut ist aber zu überwinden. Nicht in dem Sinne, wie es der Herr Lenz anspricht, bzw was du über ihn gesagt hast, sondern in dem man lernt, auf materielle Dinge zu verzichten. Das vorrangige Ziel eines jeden Menschen ist es, glücklich zu sein. Die glücklichsten Menschen auf diesem Planeten leben in Regionen, die nicht gerade vor Reichtum strotzen. Im Gegenteil. Der Kapitalismus hat es aber geschafft, uns daran glauben zu lassen, dass der Erwerb und Konsum von Konsumgütern glücklich macht. In gewisser Weise entstehen natürlich Glücksmomente. Sie sind aber von kurzer Dauer, da nur der Erwerb die Gier befriedigt, nicht aber der Besitz. So muss immer mehr erworben werden und ein konstantes Gefühl von Glück wird sich nie einstellen. In diesem Sinne, ist finanzieller Reichtum unwesentlich. Er kann über vieles hinweghelfen, aber nicht über alles. Viel schlimmer als finanzielle Armut, ist geistige Armut. Letztere ist meines erachtens noch weiter verbreitet, als erstere.“

So schreiben Beschränkte. Beschränkte behaupten, das ist alles nicht so schlimm. Beschränkte behaupten, man kann ruhig mit kaputten Klamotten rumlaufen, und das Geld lieber fürs Essen ausgeben, weil das, was der Gesetzgeber fürs Essen gibt, ja viel zu wenig ist. Beschränkte behaupten, man kann ruhig auf alles das verzichten, denn die Armut in Deutschland ist ja relativ. Eigentlich exisitert sie gar nicht. Materielle Dinge braucht man nicht, das ist bloß ein Sich-Selbst-Einreden, wenn man meint, materielle Dinge zu brauchen.

Natürlich braucht man auch keine materiellen Dinge, um seine geistigen Ideen umzusetzen. Will sagen: ein Musiker braucht kein Instrument, das ist Einbildung. Natürlich braucht er auch keine Technik, um seine Musik aufzunehmen. Will er bekannt werden, ist das bloß Ausdruck seines „Egos“, er muß nicht bekannt werden. Ergo braucht er auch kein Geld für Werbung. Oder Rohmaterial, um CDs selbst her zu stellen. Druckerpatronen, Papier, für den Druck, usw.  Dies kann man auf jeden Künstler umlegen; Künstler brauchen das alles nicht. Ein Bildhauer braucht kein Werkzeug, ein Musiker kein Instrument und ein Maler keine Farbe. Ist alles Einbildung, daß die das brauchen. Sagt Herr Beschränkt.

Finanzieller Reichtum, was ist das. Ärztliche  Versorgung braucht man als chronisch Kranker nicht. Das gibt es in Indien auch nicht. Wieso soll man diese den Kranken in Deutschland zugestehen? Das ist überflüssiger Luxus, unnötig, kostet nur Geld.  Überhaupt sind diese ganzen Krankheiten nur Einbildung. Wohlstandskrankheiten.

Ausreichend großer Wohnraum ist ebenso Luxus. Wie leben die Leute in Indien? Die sind auch glücklich. So können und sollen die Armen in Deutschland auch leben.

Weiter im Text des neoliberalen Arschlochs:

„Wieviele Menschen verhungern oder verdursten hier in Deutschland? Wieviele haben keine Kleidung? Wieviele Menschen müssen hier unter den Folgen von Kriegen leiden. Wirf mal einen Blick über deinen beschränkten Tellerand auf Gegenden, die dieses Prädikat wirklich „verdienen“. „

Wer nicht verhungert, dem geht es gut, sagt Herr Beschränkt. Auch wenn sich derjenige aufgrund von Geldmangel gesundheitlich schädlich ernähren muß. Dies ist bei mir der Fall. Davon hat der werte Beschränkte allerdings keine Ahnung. Er behauptet, mit 200 Euro monatlich käme er aus, inkl. frisches Obst und Gemüse. Ich behaupte, das ist eine Lüge, es geht nicht, wenn man keine Getreide und keine Kuhmilchprodukte und keine Konserven essen kann. Aber der werte Herr von der beschränkten Front weiß ja alles besser.  Sein Wissen reicht aber nicht so weit, daß er je etwas von Beschränkungen aufgrund von Allergien und Unverträglichkeiten erfahren hätte. – Wir haben zwar in Deutschland noch keinen Krieg, aber wir haben schon lange einen Krieg gegen die Armen. Wenn man das nicht sehen will, wird man das auch nie sehen. Es gibt halt – beschränkte – Leute, für die ist Krieg nur das, mit den Waffen. Wo es körperlich Verletzte und Tote gibt. Es gibt aber auch andere Kriege. Psycho-Kriege, Zersetzungskriege. Aber davon hat der werte Herr von der beschränkten Front keine Ahnung. Armut macht eher krank und Arme sterben statistisch lange vor den Reichen. Das ist für Herr Beschränkt kein Krieg. Er wird diese Kriege einfach weiterhin leugnen. Statt dessen bezeichnet er in seiner Beschränktheit andere, die diesen Krieg gegen die Armen seit Jahren am eigenen Leib erfahren müssen, als „beschränkt“.

Noch ein sinnloses dummes Statement des Beschränkten:

„Ihr beiden seid echt lustig. Der eine ein Depp, der andere bis zur Oberkante frustriert. Deine neoliberale Diagnose schieb dir sonstwohin. Weltweit gibt es genug Probleme, und ihr Wohlstandsdeppen schreit immer nur Haben Haben Haben Mehr Mehr Mehr Ich Ich Ich ! Du wohnst also in einer Stadt und heulst trotzdem rum, dass du isoliert bist. Du bekommst 416 Euro und bist nur fähig 4,16€ pro Tag für essen auszugeben. Wenn dir essen wichtig ist, dann erhöhe doch einfach dein Budget für Essen. Ich gebe ca 200 Euro im Monat für essen aus und es reicht für immer frisches Obst und Gemüse nebst allen Drumherum. Ein Smartphone oder ein Auto hättest du gerne. Soso. Wie wäre es denn, wenn plötzlich alle Menschen weltweit auf so eine blendende Idee kommen. 8 Millarden Schrottkarren und sinnloser Technikmüll.“

Herr Beschränkt zeigt, wie üblich, mit dem Finger ganz weit weg ins Ausland, als ob es im eigenen Land keine Probleme gäbe.  Bezeichnet Arme als „Wohlstandsdeppen“. Menschen die jahrelang vom Grundsicherungssatz leben müssen. Diese Menschen schreien nicht: haben, haben, mehr, mehr, sondern sie sind zermürbt im jahrelangen Kampf ums Überleben, um irgendwie über die Runden zu kommen, dabei werden die Mängel immer größer. Mängel an Allem. Das nächste, was bei mir weg muß, leider, sind meine Katzen. Das geht ja gar nicht. Das ist Luxus. Wie kann man sich nur erlauben, als armer Rentner Katzen zu halten. Weg mit dem Viechzeug!

Dann wird mir unterstellt, Technikmüll zu wollen.

Ich wollte mein Leben lang NIE so etwas haben! Der Herr von der beschränkten Front hat nichts verstanden. Ich wollte immer nur von meiner Kunst  und später, meiner Musik, leben, bescheiden leben. Das war mir nicht gegönnt. Geld für Werbung hatte ich nicht. Den Rest erledigte das „Jobcenter“ und dann die chronischen Krankheiten. Man kann das auch einfach BURN OUT / ENDE DER FAHNENSTANGE nennen; Burn out an der Gesellschaft. Ja, DIE GESELLSCHAFT will nicht, das Künstler produktiv sind, leben, kreativ sein können. DIE GESELLSCHAFT inklusive des Herrn von der beschränkten Front denkt nicht so weit, daß chronisch Kranke keine Treppen mehr steigen können, ja, aber woher nehmen eine Sozialwohnung in Parterre?

Gibt es nicht! Umziehen ist angesagt, ZWANGSWEISE. Ach, ist doch nicht so schlimm, sagt Herr Beschränkt, in Indien ist das alles viel schlimmer. In Indien gibts auch die chronisch Kranken nicht, die verrecken dort sofort. Kannst du ja noch froh sein, du Wohlstandsrentner, daß du hier noch leben darfst, sagt  Herr Beschränkt zwar nicht, aber das denkt er sich, es schwingt in jeder seiner Aussage mit.

Herr Beschränkt findet – das trug erheblich zu meiner Abneigung bei, das will ich nicht verleugnen – Rüdiger Lenz, den neoliberalen Leuteverbieger (heutzutage nennt sich das „Coach – ich bringe Sie zu Ihrem Erfolg – garantiert in einem Jahr“) gut. Herr Lenz passe sich nur an und mache das Beste aus der Situation.

Meine Antwort war: Ja klar, und weil es so viele von euch „Anpassern“ und Ja-undAmen-Sagern und neoliberalen Arschlöcher gibt, die sich alle nur anpassen, weil sie ja nicht anders können, oder glauben, nicht anders zu können, genau deshalb haben wir das, was wir haben: Neoliberalismus.  Ihr findet das alle Scheiße? Tut mir leid, das glaube ich euch Beschränkten und Anpassern (Lenz und co) nicht mehr. Geht andere Leute belügen. MIT MIR NICHT MEHR.

Dialog zwischen mir und „mi san thrope“ zu finden bei:

 

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