Wider den Verfall des Guten

Deutscher Hiphop war das Thema irgendwo. Da hab ich mich immer gegen ausgesprochen. Das ist keine ursprünglich deutsche Musik. Auch wenn da jemand in deutscher Sprache seine Reime stammelt.

Versucht es mal mit singen, ist mein Standardargument. Da wären die meisten aufgeschmissen, singen, das können sie nicht mehr. Den Ton treffen, wie geht das.

Früher hatten wir Musikunterricht in der Schule, dort lernte man das Notensystem, Noten lesen, ein Instrument, und natürlich singen plus Gehörbildung.  Ein gutes Gehör ist ganz wichtig für einen Musiker, ohne geht es nicht, das ist ähnlich wie die Fähigkeit eines Malers, Dinge abzuzeichnen, die er vor sich sieht, ohne diese geht es auch in der Bildenden Kunst nicht. Ja ich weiß, die meisten können das auch nicht mehr, weil sie es nie gelernt haben, in der Bildenden Kunst verläuft der Verfall ähnlich wie in der Musik: Nichtskönner bestimmen, was IN ist und was Geld kosten darf und wer gut ist und wer nicht.  – Zurück zur Musik. Die Kinder bekommen heute keinen Musikunterricht mehr, sondern ein smartphone in die Hand gedrückt und damit verdaddeln sie ihre Jugend. Künstlerische Bildung bekommen sie nicht mehr, dies empfindet man als überflüssig. Schließlich soll der zukünftige Erwachsene ja nicht kritisch betrachten können, was ihm im Kunst – und Kulturbereich dargeboten bzw. angeboten wird. Er soll nur kaufen. Das heißt, er soll begeistert sein von jedem Schrott, den man ihm anbieten wird per Werbung. Kritische Menschen sind aber per se vorsichtig, und sie wissen genau, wenn sie die richtige Bildung haben, was gut ist, und was nicht gut ist, weil sie es so gelernt haben.

Bei mir ist das der Fall im Bereich Musik (bis auf klassische, davon hab ich nicht wirklich eine Ahnung, wenn ich auch gerne mal etwas Dementsprechendes höre) und später im Bereich Fotografie/Grafik/Bildende Kunst.  Den letzteren Bereich habe ich mir selber erarbeitet, als angeblich so dummer und fauler, offizieller „Arbeitsloser“ (allgemeine brd-Doktrin, wird gerne von Nationalsozialisten und Hetzern und Mobbern im Netz übernommen, weil sie nicht selbst denken können). Ich war nie arbeitslos, in dem Sinne, jetzt bin ich ja bekanntlich Rentner und mir fehlt weitere Kraft, mit da fort zu entwickeln. Auch sehen ich keinen Sinn mehr darin, denn in dieser Gesellschaft weiß man das Schöne, Wahre und Gute nicht zu schätzen. Die Mär, daß sich Gutes von alleine durchsetze, ist und bleibt eine schöne Märchengeschichte, nein, das tut es nicht, denn: aufgrund welcher Prämissen sollte es das? Wenn die Menschen, die breite Masse, das Schöne, Wahre und Gute nicht mehr erkennen können und, weiter gehend, deshalb auch nur zu schätzen wissen, dann hören sie es nicht, schauen es sich nicht an, kaufen sie es auch nicht, so einfach ist das. Sie suchen nicht danach, sie geben sich mit Schrott zufrieden, ihnen fehlt auch nichts. Bei mir war das immer anders, ich habe immer nach dem Schönen, Guten und Wahren gesucht und auch danach gestrebt, möglichst gut zu sein.

Hier noch mal den Schwarzen Raben:

Mein Tipp: Schaut euch an, was ihr öffentlich als „Kunst“ geboten bekommt, dasselbe gilt für Musik. Hinterfragt kritisch, hört kritisch, schaut kritisch, kauft nicht jeden Mist. Erst recht keine deutsche Rap-Hiphop-„Musik“.

Teutoburgs Wälder

 

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Lied zur Wintersonnenwende: Weiden im Wind

Altes Volkslied zur Wintersonnenwende; Text:

Weiden im Wind    

1. Grausam und schrecklich, fast unerträglich zeigt sich die Nacht in Schwarzenbach.
Ältester Glaube unserer Ahnen, längst noch nicht tot, hier spürst Du ihn noch.

Ref:  Weiden im Wind, die Nacht ist erwacht,  jäh heut ein Wolf sein Lied in die Nacht.
Asche ist auf die uralten Steine  wie weißer Staub geweht.

2. Schließe die Fenster, riegel die Türen, ist die Verführung auch noch so groß.
Manch einer ist nie wieder gekommen, ruht in des Todes finsterem Schoß.

3. Uralte Stätten, machtvolle Steine, Wesen von so unglaublicher Kraft.
Schlummern schon ewig, fast für Äonen, hier in dem Tal des Schwarzenbach.

Solo

4. Flüstert die Stimme fordernd im Schatten, spricht dir von Schicksal und auch von Macht.
Wend Dich zum Licht, erhelle die Schatten, leicht umfängt Dich die ewige Nacht.

5. Siehst Du den Wächter, spürst Du den Drachen, greift eine kalte Hand an Dein Herz.
Raunet die Stimme „Lass ihn erwachen!“, führst Du das Land durch Leid, Tod und Schmerz.

6. Feuer sind in den dämmernden Stunden lange erloschen, Tag wird es schon.
Erlebst Du den Morgen, danke dem Schöpfer, daß Dich das Schicksal nochmals verschont.

bis denne, Teutoburgs Wälder