Egalitäre Gesellschaft ohne Hierarchie: das Matriarchat

„Frauen an der Macht? Die letzten Matriarchate der Welt

Viele Mythen ranken sich um das Matriarchat, dabei ist erstaunlich wenig bekannt über diese Gesellschaftsform. Entgegen weitläufiger Meinungen handelt es sich nicht um eine „Frauenherrschaft“, also um eine spiegelbildliche Umkehrung des Patriarchats, sondern um eine egalitäre Gesellschaft ohne institutionalisierte Hierarchien, mit je nach Region unterschiedlicher, geschlechtsspezifischer Aufgabenteilung. Wie leben die Menschen in einem Matriarchat und wo auf der Welt existiert diese Gesellschaftsform noch heute? Über die letzten matriarchalen Gesellschaften der Welt berichtet UNI.DE.

Das Matriarchat gilt als älteste Gesellschaftsform der Welt, so wurden
Spuren mütterbezogener Gesellschaftsstrukturen bereits in der Altsteinzeit entdeckt. Während der Jungsteinzeit, als die Jäger- und Sammlerkulturen sesshaft wurden und sich die ersten Stadtkulturen auf verschiedenen Kontinenten bildeten, entwickelten Frauen die Ackerbautechniken. Diese „matriarchalen Ackerbauzentren“ verbreiteten sich schließlich weltweit und hielten sich viele Jahrtausende lang, bis zur frühpatriarchalen Entwicklung, ca. 2000 v. Chr., und der damit einhergehenden Ausbreitung des Patriarchats, was schließlich in Herrschaftsstrukturen, Eroberungskriegen und Kolonialismus seinen Höhepunkt fand.“

Übersicht matriarchaler Gesellschaften: http://www.matriarchiv.ch/?page_id=34

https://de.wikipedia.org/wiki/Altsteinzeit

https://de.wikipedia.org/wiki/Jungsteinzeit

wissen.de: Was heißt „Matriarchat“? http://www.wissen.de/chronik-der-frauen-frauen-schufen-neolithische-revolution-ackerbau-und-matriarchat

„Die Begründerin der Matriarchatsforschung, Dr. Heide Göttner-Abendroth, geht von höchstens 20 Gesellschaften in Asien, Amerika und Afrika aus, in denen das Matriarchat voll und ganz gelebt wird. Matriarchale Muster und Spuren gebe es jedoch sehr viel mehr, so die Forscherin. Die verbleibenden Matriarchate sind geprägt von einer jahrhundertelangen Geschichte des Widerstandes gegen die industrialisierte Welt und befinden sich meist in Gebirgen, Wüsten oder anderen schwer erreichbaren Gebieten. Obwohl viele in Kontakt mit anderen Gesellschaftsformen sind, halten sie am Matriarchat fest. „Besonders matriarchale Männer“, so Göttner-Abendroth, „verteidigen ihre Kultur intensiv gegenüber patriarchalen Übergriffen von außen. Sie leben gern in ihrer Gesellschaft.“ Dabei bedeute Matriarchat nicht, dass die Männer die Unterdrückten seien, sondern dass die Gesellschaften in Balance sind, da man von einer Egalität der Geschlechter ausgehe. Es ist also keine Umkehrung des Patriarchats, sondern es geht um Ausgewogenheit: Nicht nur zwischen den Geschlechtern, sondern auch zwischen Mensch und Natur. Beide Geschlechter gelten als gleichwertig, haben jedoch ihre jeweils eigenen Aktionssphären mit geschlechtsspezifischen sozialen, kulturellen und ökonomischen Aufgaben. Wobei diese, je nach Region, völlig unterschiedlich sein können. Bei den Mosou in Südwestchina sind beispielsweise Männer für Fischerei und Handel zuständig, Frauen für Ackerbau und Garten. In matriarchalen Gesellschaften Mexikos ist dies genau umgekehrt. Gesellschaftliche Egalität muss dabei immer wieder hergestellt werden. Die Konsensbildung erfolgt auf der Ebene der Familie, des Dorfes sowie der ethnischen Gruppe, je nachdem wer in den Konflikt involviert ist. Dieses basisdemokratische Prinzip funktioniert jedoch auch, da die Anzahl der Menschen, die in einer matriarchalen Gesellschaft zusammen leben, nicht sehr hoch ist.

Familienstruktur im Matriarchat

Verwandtschaft ist in matriarchalen Gesellschaften nach dem Prinzip der Matrilinearität aufgebaut, das bedeutet, dass die Linie der Mutter entscheidend ist. Familienname, soziale oder politische Titel werden in der mütterlichen Linie vererbt. Matriarchale Familien leben oft in einem großen Haus zusammen, das je nach Größe, von 50 bis zu 500 Personen, wie beispielsweise das Langhaus der Irokesen in Nordamerika, beherbergen kann. In der mehrere Generationen umfassenden Gemeinschaft leben die Mutter und ihre Schwestern, deren Töchter und Enkelinnen, sowie die Männer, die direkt mit den Frauen verwandt sind, wie Brüder und Söhne. Diese Wohnfolgeordnung, bei der Frauen niemals das mütterliche Haus verlassen, auch wenn sie Kinder haben oder einen Partner, wird Matrilokalität genannt. Meist verlassen auch die Männer das Mutterhaus nicht, da sie ihre Geliebten oder temporären Partnerinnen nur während der Nacht besuchen. Auch im Falle einer Heirat leben Frau und Mann weiterhin getrennt und sehen sich nur zeitweise, meist über Nacht, in einer sogenannten Besuchsehe.

Die biologische Vaterschaft, wie wir sie kennen, existiert in matriarchalen Gesellschaften nicht, da es unwichtig und oftmals unbekannt ist, wer das Kind gezeugt hat. Entscheidend ist der Name des Kindes, der von mütterlicher Seite vererbt wird. Es bleibt im Hause der Mutter und wird von ihr und ihren Schwestern aufgezogen. Eine Art soziale Vaterschaft wird von den Brüdern der Mutter ausgeübt, der als Onkel eine wichtige soziale Rolle innerhalb der Familie ausübt, da die Schwesterkinder denselben Familiennamen tragen wie er.

Das westliche Konzept Ehe gibt es in matriarchalen Gesellschaften nicht. Der Journalist Ricardo Coler, der zwei Monate in einer matriarchalen Gesellschaft in China lebte, berichtete, dass Kindern sogar damit gedroht werde, verheiratet zu werden, wenn sie nicht brav seien. Sie kennen das Konzept der Ehe nur als „Horrorgeschichte“. Er selbst wurde von den südchinesischen Mosou gefragt, warum in seiner Kultur ständig etwas wiederholt werden würde, von dem die Menschen doch wissen müssten, dass es nicht funktioniere.

(Quelle und Interview n-tv mit Frau Göttner-Abendroth dazu: https://www.n-tv.de/wissen/Frauenherrschaft-Das-ist-Unfug–article3974511.html )

Was ist Matrilokalität: https://de.wikipedia.org/wiki/Matrilokalit%C3%A4t

Besuchsehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Besuchsehe

https://www.hagia.de/matriarchat.html

Quelle des gesamten Textes: https://uni.de/redaktion/matriarchate

****

Nur mal so, zum drüber nachdenken! Mir scheint an diesem System Einiges richtig zu sein. Stellt sich „nur“ die „bescheidene“ Frage: Warum wurde es quasi (mit Gewalt) abgeschafft?

KeineHeimatKyffhäuser

 

Zerstören kann jeder (männliches Prinzip), erschaffen nicht (weibliches Prinzip)

Über diese beiden Gegensätze.

Davor ein Link zum Thema Matriarchatsforschung: https://matriarchatsforschung.com/ii-forschungen-ueber-historische-matriarchale-gesellschaften-fruehgeschichte/europa-und-der-mittelmeerraum/

Kurz zusammengefaßt: es hat das Matriarchat gegeben und es  hat langfristig funktioniert. Das ist vielleicht der Hauptgrund, warum es totgeschwiegen /- geschrieben wird, in einer patriarchalischen, kapitalistischen Gesellschaft, die von der Zerstörung lebt, und vom Neuaufbau?

Kapitalistische Denke spricht aus Sätzen wie: „Ja, dann machen wir ein bisschen Krieg und bauen alles wieder neu auf.“ Solche Behauptungen sind mir mein Leben lang begegnet. Auch Deutsche äußern sich gerne so, als ob ihnen zwei überlebte Weltkriege die Haltung vermittelt hat, daß „alles überlebbar sei und man alles neu erschaffen/aufbauen kann“. Solch ein Denken, solch eine Einstellung, liegt für mich nahe am Größenwahn, gepaart mit grenzenloser Selbstüberschätzung und gleichzeitigem Nichtachten der eigenen wertvollen Kultur und des Lebens.

Diese Haltung ist lebensfeindlich und lebenszerstörend. Davon abgesehen mißachtet solch eine Einstellung die Tatsache, daß es sehr leicht ist und schnell geht, etwas zu zerstören, dagegen ist es jedoch sehr schwer und langwierig, Leben, eine Kultur oder eine Gesellschaft aufzubauen. Kultur ist ein unmittelbar schöpferischer Akt, und damit weiblich, jemand, der Kunst und Kultur zerstört, handelt nach dem männlichen Prinzip, im Hinterkopf die Gewißheit habend, daß „das alles nichts Wert ist“; jemand, der menschliches Leben gebärt, handelt nach dem weiblichen Prinzip, jemand, der Menschen tötet, was sehr schnell gehen kann mit modernen Waffen im Vergleich zur Dauer der Entstehung des Lebens bis zu seiner Vollreife als erwachsener Mensch, handelt nach dem männlichen Prinzip.

Dasselbe kann man auf alle Tätigkeiten anwenden. Entweder eine Tätigkeit ist schöpferisch, produktiv=weiblich, oder sie ist zerstörend=männlich. Beides geht nicht, das Eine schließt das Andere aus. Um diesen eher negativen Eindruck des männlichen Prinzips etwas abzumildern, bezeichnet man das männliche Prinzip auch als „zergliedernd“, „analytisch“, als das Prinzip des „logischen“ (rationalen) Denkens, im Gegensatz zum weiblichen intuitiven Denken. Weibliches intuitives Denken wird oftmals von Frauenhassern als „unlogisch“, „irrational“ und „weniger wert“, abgetan, weil männliche Frauenhasser weibliches Denken nicht nachvollziehen können, in der Regel fordern solche Typen dann direkt in einem Atemzug, Frauen das Wahlrecht abzuerkennen. Solche Menschen sind eher armseligen Geistes und zu vernachlässigen. –

Nur die männliche Denk- und Handlungsweise ist mit dem Kapitalismus vereinbar. Grund: Kapitalismus ist nichts anderes als Profitmaximierung. Einschränkungen auf der Jagd nach möglichst hoher Rendite sind dabei nicht vorgesehen, Rücksicht auf Leben und Natur natürlich auch nicht. Man kann also mit Fug und Recht behaupten: Kapitalismus geht über Leichen, hauptsache, das Endergebnis, der Profit, stimmt. Solch ein Handeln ist dem weiblichen Prinzip diametral entgegen gesetzt. Das weibliche will erschaffen und erhalten. Nicht unbedingt um jeden Preis, aber es will erhalten.

Nun wird natürlich gesamtgesellschaftlich behauptet, daß Gesellschaften anders als kapitalistisch / hierarchisch / männlich beherrscht, nicht funktionieren könnten. Dies stimmt aber so nicht, wenn man sich mit dem Thema Matriarchat beschäftigt, erfährt man, daß auch größere komplexere Gesellschaften durchaus so gelebt und lange existiert haben. Nur wird diese Wahrheit, wie so viele andere, von den Menschen fern gehalten.

Wer sich für dieses Thema interessiert, muß sich also selbst da rein arbeiten, das heißt, er muß aktiv werden, selber Quellen suchen, Bilder, Vorträge, Bücher etc pp, ausfindig machen.Diesebezüglich gibt es im Internet doch einiges zu finden.

Da das Interesse der Bevölkerung an solchen Dingen gegen Null geht, und der Wille, sich irgendwo unabhängig zu informieren, allgemein fast gar nicht ausgeprägt ist, macht es für mich auch keinen Sinn mehr, diesen Artikel hier noch länger werden zu lassen. Die Stichworte zum Thema habe ich oben gegeben, und das muß reichen.

Man mag noch einwenden: Ja, aber es gibt so viele Frauen in hohen Positionen. Dazu ist zu sagen: Dieser Eindruck kann durchaus entstehen. Er ist aber dem Umstand geschuldet, daß man da genauer hinschaut, im Gegensatz zu früher, vor allen Dingen medial. Es wird Wert darauf gelegt, möglichst viele Frauen in Führungspositionen (oder scheinbaren Führungspositionen) zu zeigen, die irgendwie unfähig sind, bei dem, was sie tun, um den Frauenhass in der Bevölkerung weiter zu steigern. Letzten Endes handelt es sich dabei nur um eine weitere Variante des „Teile-und-Herrsche“: Mann gegen Frau. Ich bin hundertprozentig sicher, daß diejenigen, die die Entscheidungen treffen, allesamt Männer sind und nach dem männlichen Prinzip handeln.

KeineHeimatKyffhäuser

 

 

Das Matriarchat ist nicht das Gegenteil vom Patriarchat

Einen schönen Text habe ich gefunden:

Das Matriarchat ist nicht das Gegenteil vom Patriarchat:

https://frieda-online.de/waere-das-matriarchat-eine-loesung/  => Klick

Frauenkopf, Felsen 5, Externsteine

Ich fasse zusammen bzw. erweitere den Text:

Mütter-Werte, so wie sie im Artikel genannt werden, sind bedürfnisorientiert und gelten für alle Menschen.

Männer-Werte dagegen sind hierarchisch festgelegt, dh. derjenige, der scheinbar (den Männern, dem herrschenden System) am Nützlichsten ist, bekommt am Meisten, bis ganz runter in der gesellschaftlichen Hühnerleiter, zu denjenigen Menschen, die (scheinbar) unnütz sind (weil Männer das so glauben). Mit „Nutzen“ ist immer der unmittelbare Nutzen für Männer gemeint; die Folgen zeigen sich auf dieser Erde in beeindruckender Art und Weise: Profitmaximierung, Umweltzerstörung, Mißbrauch, Krieg und letzten Endes Tod alles Lebens.

Männer-Werte sind also immer von HERRschaft geprägt und nicht hierarchie-frei, es gibt Konkurrenz und Gewinner bzw. Verlierer in diesem Konkurrenz-Kampf, was in der Regel von ihren Befürwortern mit der Mär: „Aber in der Natur ist das doch auch so“, rechtfertigt wird. In der Tat wurde Darwinismus mal als Konkurrenzkampf und Überleben des Stärkeren definiert, wobei Stärke mit körperlicher Stärke gleich gesetzt wurde; dies hat sich aber im Nachhinein als falsch heraus gestellt, denn der Stärkere kann sehr wohl (und ist es in der Regel auch) der besser (an die Verhältnisse) Angepaßte sein. Anpassung hat aber nichts mit Konkurrenz (bis zum Tod des Feindes, notfalls) zu tun, sondern mit Kooperation. Zur Kooperation braucht man aber weibliche Eigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit und Empathie, eben jene Eigenschaften, die oben „Mütter-Werte“ genannt werden. 

Kooperation ist also das zu bevorzugende Lebensmodell. Mit Männern ist das wohl eher nicht dauerhaft machbar.

Neue Heimat Kyffhäuser

 

Die Saharasia-These

Autorin: Hannelore Vonier

Quelle: matriarchat.info

„Patriarchale Kulturen treten weder überall noch zufällig auf. Das Kerngebiet ist die Alte Welt – die Kulturen Ozeaniens und der Neuen Welt waren weit weniger patriarchal, bzw. erst später. Der extremste Patrismus ist in einem zusammenhängenden Verband anzutreffen, ausgehend von Nordafrika über Nahen (Mittleren) Osten bis nach Zentralasien. Genau in diesem geographische Raum sind heute die extremsten und ausgedehntesten Wüstengebiete der Erde zu finden.
James DeMeo bezeichnet also diesen Raum mit den extremen klimatischen und kulturellen Bedingungen „Saharasia“ (=Sahara/Arabia/Asia).

Geographische Zusammenhänge von Geschichte und Archäologie

Auswertungen von archäologischen und paläoklimatische Daten ergaben, dass Saharasia 4000 v.u.Z. eine zum Teil bewaldete Graslandsavanne war. Die heute ausgetrockneten Becken waren mit Wasser gefüllt, das zwischen zehn und hundert Metern tief war. Es existierte eine vielfältige Tierwelt: Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gazellen lebten im Hochland, Nilpferde, Krokodile, Fische, Schlangen in den Flüssen und Seen. Diese Gegend ist heute sehr trocken und oft ohne jede Vegetation.

Wie die Völker in diesem Raum lebten, darüber geben archäologische Funde, wie z.B. Geräte und Höhlenmalereien, Aufschluss. Es steht nachweislich fest: Der Charakter dieser frühen Völker war friedvoll, ungepanzert und matriarchal.

Hier findet man behutsames Begraben der Toten, weibliche Statuen, Darstellung von bevorzugt Frauen, Kindern, Musik, Tanz und Tieren.

Es gibt aus dieser Zeit keine archäologischen Belege für Kriege, Chaos und Brutalität, die allerdings in jüngeren Schichten auftreten, nachdem die Trockenheit eingetreten war.
Bei diesen Funden handelt es sich um Kriegswaffen, zerstörte Siedlungen, militärische Befestigungen, Tempel, Deformierung der Schädel von Säuglingen, Grabmale, die männlichen Herrschern gewidmet waren. Weiterhin die rituelle Ermordung von Frauen und Kindern, strenge, soziale Hierarchie, Sklaverei, Prostitution und Konkubinat.

Malereien, die Frauen und Kinder im Alltagsleben darstellen verschwinden und werden durch kriegerische Darstellungen wie Streitwagen, Schlachten, Krieger und Pferde, ersetzt.
Weibliche Ahninnendarstellungen verlieren ihren erotischen, mütterlichen Charakter, werden grimmig dargestellt oder durch männliche Götter ersetzt.

Hier sieht man deutlich die Bestätigung der Theorie, dass Wüstenbildung und Hungersnöte das matriarchale soziale Gefüge zerstören und das Patriarchat fördern.

Entstehung und Ausbreitung des Patriarchats

An den Ruinen der Siedlungen von friedlich lebenden Völkern kann man ab 4000 v.u.Z. extreme soziale Veränderungen und Zerstörung ausmachen. Trockenheit und die daraus resultierende Landflucht zeichnen sich immer deutlicher ab. In Zentralasien verlagern sich die Siedlungen in die Ebenen und Flussbetten, was Niedergänge von großen Gesellschaftskulturen bedeutete; Siedlungen am Nil und Euphrat/Tigris, auch die Levante, Anatolien und der Iran wurden von Völkern aus Zentralasien und Arabien überfallen.

Die alten gesellschaftlichen Strukturen wurden von despotischen Zentralstaaten abgelöst, es etablierten sich zentralistische Religionen mit Priesterkasten mit männlichen Göttern (Tempelbauten und Grabstätten, Witwen- und Muttermorde, Schädeldeformationen, zentrale Bedeutung von Pferden und Kamelen).
Festungsbauten weisen auf den kriegerischen Charakter dieser Völker hin.

Diese neuen Staaten gewannen durch ihr kriegerisches Auftreten an Macht. Dies ist der Grund – und auch der Mangel an fruchtbarem Land – weshalb sie sich weiter ausdehnten und ihre Bewohner in die angrenzenden feuchteren Gebiete einfielen.
Patriarchalisierung lässt sich zeitlich später in den angrenzenden Gebieten feststellen als im Kernland Saharasia.

Die Auswanderung aus dem Kernland in die angrenzenden Gebiete nahm in dem Maße der zunehmenden Trockenheit zu. Die Patriarchalisierung in diesen Gebieten geschah also nicht durch Trockenheit und Hunger, sondern durch Vernichtung der ursprünglichen matriarchalen Bevölkerung bzw. deren Unterdrückung.

Europa als Beispiel für ein angrenzendes Gebiet an Saharasia

Ein Beispiel bietet die indogermanische Völkerwanderung von Zentralasien nach Europa. In Europa herrschten bis 4000 v.u.Z., wie archäologische Funde belegen, matriarchale Gesellschaftsstrukturen.

Ab dieser Zeit wurde Europa nacheinander von Streitaxtkulturen, Kurgen, Skythen, Sarmantiern, Hunnen, Arabern, Mongolen und Türken überfallen, die das Gesamtbild Europas im Laufe der Zeit durch Eroberung und Plünderung immer patriarchaler färbten.
Die weiter von Zentralasien entfernten Gebiete Europas, wie z.B. England und Skandinavien, übernahmen erst viel später patriarchale Strukturen und diese auch nur in abgeschwächter Form. Man kann das auch heute noch nachvollziehen, wenn man die nordischen Länder mit Osteuropa und den Mittelmeerländern vergleicht.

matriarchat-artikel-karte

Das gleiche Schema ist auch bei anderen Ländern der Erde erkennbar. Je weiter ein Land von der Kernzone entfernt war – und wenn diese Länder auch fruchtbar und feucht waren -, desto länger hat es gedauert, bis das Patriarchat sich etabliert hatte. Zu nennen wären hier etwa Kreta, Südostasien, Japan, das südliche Afrika, asiatische Inseln und Ozeanien.

Fazit:

– Die wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien von James DeMeo haben die sexualökonomische Theorie menschlichen Verhaltens, das Matriarchat/Patriarchat-Schema und den Zusammenhang von Wüstenbildung und Patriarchat bestätigt.

– Die lustorientierten Aspekte des sozialen Lebens ermöglichen das Überleben und die Gesundheit eines Kindes, den sozialen Zusammenhalt und somit die Gesundheit und das Fortbestehen einer Gesellschaft.

– Sicher ist weiterhin, dass es eine Zeit gab, in der friedvolle Völker, die kinder- und frauenfreundlich waren, die Erde bevölkerten.

– Patriarchale Kulturen sind in keiner Weise, wie oft fälschlicherweise behauptet wird, die naturgemäßen („survival of the fittest“). Das matriarchale Prinzip ist das an die Natur besser angepasste und natürliche, und somit dem Leben zuträglichere.

– Dadurch sind die Menschen – und somit die jeweilige Kultur – glücklicher, zufriedener und gesünder.

Quelle: James DeMeo in: Nach Reich. Neue Forschungen zur Orgonomie. Sexualökonomie – Die Entdeckung der Orgonenergie Link (geht zu Amazon): klick

Neue Entdeckung:

Eine Nachricht vom 11.4.2007 auf LiveScience.com
informiert über ein historisches Becken in der ausgedörrten Landschaft von Darfur (Sudan), das einst einen Mega-See beherbergte. Der ehemalige riesige See – mit Radar-Technik entdeckt – war größer als der Erie-See in Nordamerika. Das große Wasser-Reservoir erstreckte sich zur Zeit seiner größten Ausdehnung über 31000 qkm. Ein Wissenschaftler des Boston University Center for Remote Sensing (Satellitenaufnamen) sagte: „Wenn man in diese Wüsten geht und das Land betrachtet, sieht es so trocken und leblos aus, dass man denkt, es wäre niemals irgend etwas Lebendiges dagewesen. Dann blickt man in die Vergangenheit, und sieht, dass es Flüsse und Seen gab.“ Es wurden auch Geräte wie Messer und Äxte gefunden.
Bis jetzt haben die Forschungen ergeben, dass heftige Regenfälle dieses (und ein weiteres, etwas nördlicher entdecktes) Wasserbecken füllten.

Luftaufnahme des Sees:

See-Sudan

Quelle der Grafik: https://www.livescience.com/1406-ancient-mega-lake-discovered-darfur.html

Quelle des Artikels:

http://matriarchat.info/herrschaft/saharasia-these.html

VielenDank fürs Aufmerksam-machen an Martin Bartonitz (Faszination Mensch: Klick) Ich persönlich bin schon vor 7-8 Jahre auf das Thema Matriarchat gestoßen, durch eine Gruppe von Menschen, die sich damit befaßte.  Ich finde das Thema deshalb so interessant, weil es belegt, daß es Menschen möglich ist, anders, als eben hierarchisch-patriarchalisch, im ständigen Konkurrenzkampf miteinander liegend, zu leben.

Neue Heimat Kyffhäuser