Dieses „Volk“ hat keine Kultur mehr

So schreibt der Fassadenkratzer im Gelben Forum:

„Ein Volk als eine in sich gegründete Lebensgemeinschaft, die sich von anderen Völkern unterscheidet, bezieht ihre existenzielle Rechtfertigung allein aus der Kultur, die sie zur allgemeinen Menschheitskultur aufgrund ihrer besonderen Veranlagung beiträgt. Die Vielfalt der Volkskulturen macht erst den Fortschritt der Menschheitskultur aus.
Das muss wieder ganz sachlich geltend gemacht werden, um aus dem Sumpf der Verleumdungen herauszukommen.
Die politische Verfasstheit eines Volkes, der Staat, und auch die Wirtschaft haben demgegenüber allein eine dienende Funktion und sind nicht Selbstzweck.
Gedanken zum Wesen des deutschen Volkes:

https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/10/07/volk-oder-bevoelkerung-von-den-quellen-der-deutschen-kultur/

ZITAT ENDE

Link zum Beitrag im GelbenForum: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=456026

In der Folge möchte ich den Artikel des Fassadenkratzers auseinander nehmen:

„Am unverhohlensten äußern sich in dieser Beziehung die linksextremen Terrorgruppen. So heißt es in einem antifaschistischen Aufruf von 2012: „Die größte Gefahr eines faschistischen Wiedererstarkens geht nicht von den marginalisierten Nazis aus, sondern von der bürgerlichen Ideologie des „geläuterten“ Deutschlands selber, in welcher die Ursachen für die faschistische Barbarei fortwesen und in der Kategorien wie Volk und Nation Ausdruck anti-emanzipatorischen Denkens sind. … Das Volk ist kein Begriff, den die Nazis erst ruinieren mussten, sondern seit hundert Jahren schon die Lüge von der notwendigen schicksalhaften Verbundenheit der einzelnen im nationalen Zwangskollektiv.“ Zitat Ende

Schicksalhafte Verbundenheit des Einzelnen im nationalen (bürgerlichen?) Zwangskollektiv? Wer will das? Der hier geäußerte Gedanke ist nicht von der Hand zu weisen; das deutsche Bürgertum in sich trägt meiner Meinung nach den Keim des Faschismus, alleine durch seinen absoluten Untertanenwillen und durch seine – meist materiell geprägte – Zerstörungswut allem anderen gegenüber, wenn es sich bedroht fühlt. Die sogenannten „Nationalsozialisten“ fanden also einen recht fruchtbaren Boden vor, als sie an die Macht kamen, bzw. sie kamen nur aufgrund dieses fruchtbaren Bodens an die Macht. Ähnliches wie die Machtübernahme durch den nationalsozialistischen, totalitären Faschismus, wäre im europäischen Ausland aber nicht möglich gewesen, da im europäischen Ausland eben dieses Bürgertum nicht existierte.

Im Folgenden erwähnt der Fassadenkratzer die Eigenqualität des (deutschen) Volkes. Was das nun sein soll, erschließt sich mir nicht,  denn 1. gibt es meiner Meinung nach kein homogenes deutsches Volk, und dies hat es auch nie gegeben, und 2. hat dieses „deutsche Volk“ (deshalb in Anführungszeichen) keine Qualitäten mehr außer der, besonders brave Untertanen zu sein (wenn man dies als Qualität bezeichnen mag). Das wird wohl früher anders gewesen sein, aber auch dann muß man von einzelnen Volksstämmen sprechen, und nicht vom „deutschen Volk“ insgesamt, weil es das so nie gegeben hat. Die Äußerung eines

Hegel, Der germanische Geist ist der Geist der Freiheit, ist also lediglich als Einzel-Aussage eines zweifellos noblen Charakters entstanden; dieser noble Charakter ist im sogenannten „deutschen Volk“ nur äußerst selten und sehr vereinzelt zu finden, macht also keinesfalls die gesamte Masse des „deutschen Volkes“ aus. In der Regel besteht das „deutsche Volk“ aus Untertanen-Kriechern, die bereitwillig auf Befehl hin, alles tun, ohne jedwede eigene Gefühlsregung. Weil, schließlich ist ein Befehl ein Befehl, und der muß ausgeführt werden.

Aber sehen wir weiter, was der Fassadenkratzer schreibt:

„Dem unverstellten kulturgeschichtlichen Blick zeigt sich, dass jedes Volk eine historisch gewachsene Kulturgemeinschaft bildet, in der die Menschen eine ganz spezifische seelische Grundhaltung zur Welt einnehmen und zu einer besonderen Art des gedanklichen, künstlerischen und religiösen Strebens hinneigen. In der Sprache, in Wortbildung und Wortgebrauch, in Grammatik und Syntax, in Redewendungen und bildhaften Ausdrücken offenbart sich am unmittelbarsten die seelische Konfiguration einer Volksgemeinschaft, die sich in Dichtung und Literatur ihren höchsten künstlerischen Ausdruck verschafft. Aber auch in den anderen Künsten wie der Malerei und der Musik, sowie in Wissenschaft, Recht und religiösem Leben prägt sich die seelische Eigentümlichkeit eines Volkes in einer besonderen Form und eigenem Stil deutlich aus.“

Das wäre so weit korrekt, aber eine „historisch gewachsene Kulturgemeinschaft“ gibt es in Deutschland nicht. Vielleicht gab es sie mal in der „wohlhabenden Oberschicht“, aber nicht im Volk an sich, in seiner Gesamtheit. Zum „Volk an sich in seiner Gesamtheit“ (sofern man in Deutschland überhaupt von einem homogenen Volk sprechen mag) gehören aber alle auf einem Gebiet wohnenden Menschen, auch die sogenannte „Unterschicht“, der „einfache Arbeiter“ inklusive des Künstlers, der natürlich aus allen Bereichen der Gesellschaft Unterstützung braucht, sonst kann er nicht existieren. Die Folge davon erleben wir schon seit langem, es findet eine Erodierung der Kunst und des Geisteslebens statt, weil nur noch das gefördert wird, was einerseits „genehm“ ist und was, zweitens, dem Pöbel (also der Unterschicht) gefällt. Letzteres wird deshalb so gehandhabt, weil sich damit viel Geld verdienen läßt (hohe Absatzzahlen, regelrechte Kulte um sogenannte „Künstler“) und weil diese Art von Subkultur die Menschen in der Unterschicht erfolgreich vom Wichtigen ablenkt. Wer aber eine künstlerische Laufbahn erstrebt, braucht dazu viel Geld und die nötige Ausbildung; beides bedingt einander, ist also selten in der Unterschicht zu finden. Zum Beispiel Orchestermusiker kommen immer noch aus der Mittel- , und Oberklasse einer Gesellschaft, weil dieses Studium anstrengend ist, lange dauert, viel Geld kostet und rein ideell ausgerichtet ist (wie jede Kunst), und wer ideell arbeitet, stellt nicht den Verdienst in den Mittelpunkt, sondern seine eigene Idee seiner Kunst. Ein Künstler kann gar nicht materiell motiviert sein, denn dann ist er kein Künstler. (Ich kenne zwar „Maler“, die malen nach dem Zeitgeist, aber Menschen, die so etwas tun, sind für mich keine Künstler, sondern Geschäftsleute.)

Halten wir also fest: Künstler brauchen die Unterstützung der Gemeinschaft/des „Volkes“, in dem sie existieren. Der Fassadenkratzer geht aber (einfach so, willkürlich) von der „Volksgemeinschaft“ aus, die einfach so, aus sich heraus, Kunst und Kultur erschaffe und „offenbare“. Das klingt reichlich esoterisch, und mißachtet quasi das gesamte gesellschaftliche „Drumherum“. Diese Aussagen offenbaren, daß der Fassadenkratzer vom Künstlerdasein wenig  bis keine Ahnung hat.

Weiter im Fassadenkratzer: Vom Wesen der deutschen Kultur: Eine der zentralen Eigenschaften des Deutschen ist sein Hang nach Gründlichkeit.“ ZITAT ENDE

Gründlichkeit an sich ist nichts unbedingt immer Gutes. So ist der Deutsche an sich auch sehr gründlich in seinem Untertanengeist. Seine Gründlichkeit verführt ihn NICHT dazu, Befehle zu hinterfragen und nicht auszuführen. Seine Gründlichkeit ist also auf Gebiete beschränkt, die „maschinell-materiell“ daher kommen, seine Gründlichkeit bezieht sich niemals auf seine eigene moralische Integrität; diese hinterfragt er NIE, ja, er ist gründlich davon überzeugt, der beste aller Menschen zu sein und dazu führt er natürlich auch gerne und gründlich Studien aus. Gründlichkeit ist also ein recht zweischneidiges Schwert. Gründlichkeit kann negativ sein. Gründlichkeit an sich, als charakterlichen Wert, muß zwingend gekoppelt sein an moralisches Empfinden, an menschliche Werte; besitzt das Volk an sich diese charakterlichen Werte nicht, kehrt sich auch die Gründlichkeit mit all ihren Auswirkungen ins Negative um.  – Des weiteren sei noch hinzugefügt, daß auch Angehörige anderer Völker gründlich sein können. Gründlichkeit ist für mich keine spezifisch deutsche Eigenschaft.

Fassadenkratzer: „Den Deutschen zieht es immer wieder in die Natur, insbesondere in den Wald, um den unsichtbar wirkenden Wachstums- und Bildekräften nahe zu sein. „Frische Säfte rieseln laut, / Rieseln durch die Stille. / Um mich, in mir webt und baut / Ewger Lebenswille“, dichtete Konrad Ferdinand Meyer. Ob wir die hohen Säulenhallen eines Buchenwaldes betreten, die dunklen Schatten der Nadelwälder durchstreifen oder durch lichtdurchflutete Mischwälder wandern, immer umfängt uns ein geheimnisvolles und zugleich vertrautes Dämmerlicht, das uns Geborgenheit gibt. Der lauten Welt entrückt, strömen uns in seiner Stille heilende, aufbauende Lebenskräfte zu, öffnen unsere Seele einer hier webenden höheren Welt und führen uns zugleich zu uns selbst. Doch: „Willst du im Walde weilen, / Um deine Brust zu heilen, / So muss dein Herz verstehen / Die Stimmen, die dort wehen“, mahnt Nikolaus Lenau. Wer mit verschlossenem Herzen und stumpfen Sinnen gedankenlos lärmend hindurchzieht, dem bleibt das Eigentliche der Natur des Waldes verborgen:“ Zitat Ende

Stichwort hier im Text: Geborgenheit.  Wer die Geborgenheit in sich nicht findet, muß sie woanders suchen. Der Text sagt wohl eher aus, daß der Deutsche angeblich die Stimmen, die im Wald wehen, versteht. Dies könnte man als platte Esoterik abtun, das werde ich natürlich nicht tun. Nein, mir geht es um Anderes: Der Deutsche ist längst zu denjenigen mutiert, die mit verschlossenem Herzen und stumpfem Sinn gedankenlos und lärmend durch den Wald ziehen. Der Deutsche vernichtet auch gerne seine Kulturlandschaft, den Wald, indem er dort, des schnöden Mammons wegen, Windräder baut. Er baut auch gerne die tausendste Autobahn oder sonstiges überflüssiges technisches Zeug (zum Beispiel die hunderttausendste Umgehungsstraße), darin ist er sehr gründlich. Er macht halt gerne alles GRÜNDLICH, auch wenn sein Tun schädliche Auswirkungen hat.  Von einem besonders naturverbundenen Volk, von einer stark ausgeprägten Naturverbundenheit, welche die uralten germanischen Reste in diesem Volk widerspiegelt, kann im „deutschen Volk“ heute schon lange nicht mehr die Rede sein.  Den allermeisten Deutschen ist der Wald egal, oder aber er betrachtet ihn als Wirtschaftsfaktor. Ist der Wald im Weg, kommt er halt weg. Dasselbe gilt für Wiesen und unverbaute Landschaft; alles wird dem materiellen Nutzen untergeordnet.

Das eigentliche Problem offeriert sich aber in der fehlenden Geborgenheit in sich, diese Geborgenheit  hat das Volk nicht, kann es auch gar nicht haben, weil es das „deutsche Volk“ als homogenes Volk nicht gibt und auch nie gab, es gab nur einzelne deutsche Stämme, die aber in sich sehr unterschiedlich waren, und sie waren sich auch keinesfalls in irgend etwas einig. Sie waren in sich ständig zerstritten, das ist eigentlich DAS Hauptmerkmal der germanischen Stämme. Geborgenheit kann es nur in der Familie als kleinste Einheit eines Volkes geben, oder allerhöchstens noch in der sogenannten Sippe, also der näheren Verwandtschaft. Findet der Mensch darin keine Geborgenheit, gibt es dafür andere Gründe, und ein „Ins Wald gehen“ wird diese Gründe nicht beheben.

Auf die Philosophie des Deutschen Idealismus im Artikel gehe ich nicht ein; erstens sind Spuren dieses Deutschen Idealismus nicht mehr zu finden im „Deutschen Volk“, und zweitens ist mir dieser Deutsche Idealismus zu sehr christlich geprägt. Drittens waren auch Philosphen reiche Leute, sonst hätten sie keine Philosophen sein können. Der Arbeiter, der malochen muß, ist niemals Philosoph, das kann er sich gar nicht erlauben, er muß arbeiten. Solch simple Lebensweisheiten liegen aber den vermeintlich hehren Philosophen fern.

Mir stellt sich an dieser Stelle die Frage, inwieweit dann die Erkenntnisse solch lebensfremder Menschen überhaupt wichtig und wertvoll sein können? Was lebensfremd ist, lehne ich ab, damit beschäftige ich mich nicht, weil es in sich schlicht irrelevant ist. Wichtig ist DAS LEBEN in dieser Gesellschaft – und  nicht die hehren Ideen einiger Philosophen, die vor langer Zeit in einer anderen Gesellschaft, und noch dazu in absoluter finanzieller Sicherheit, gelebt haben.  Wer philosophieren will, der mag das im HIER und JETZT tun, und bitte nicht mit der Sicherheit eines gut gefüllten Bankkontos im Rücken.

Fassadenkratzer schreibt ja auch: „Gegenwärtige Situation: Von der spirituellen Höhe dieser Zeit hat es, insgesamt gesehen, im Grunde nur einen kontinuierlichen Abstieg der deutschen Kultur gegeben. Spätestens von der Mitte des 19. Jahrhunderts an begann der aus dem westlichen einseitigen Empirismus hervorgehende Materialismus den zentralen spirituellen Ansatz Mitteleuropas zu überwältigen und nicht nur die Natur-, sondern auch die Geisteswissenschaften in Mitteleuropa zu beherrschen. Lediglich Rudolf Steiner griff Anfang des 20 Jahrhunderts mit der Anthroposophie in umfassender Weise die Ansätze Goethes, Schillers und der Philosophen des deutschen Idealismus auf und zeigte Wege, das reine lebendige Denken in ein schauendes Bewusstsein hineinzuführen, das „in der Lage ist, die geistige Welt erlebend zu erkennen.“4 Die Anthroposophie ist aber bis heute eine verkannte Randerscheinung des allgemeinen Kulturlebens geblieben.“ Zitat Ende

Laut des Fassadenkratzers Meinung habe der „aus dem westlichen einseitigen Empirismus hervorgehende Materialismus zunehmend den zentralen spirituellen Ansatz Mitteleuropas überwältigt und er beherrsche nicht nur die Natur-, sondern auch die Geisteswissenschaften in Europa.“

Auf deutsch gesagt: Geld bzw. seine zunehmende Wichtigkeit vernichtet alles. Ohne jetzt auf den seiner Meinung nach einmal vorhandenen „zentralen spirituellen Ansatz Mitteleuropas“ einzugehen.

Fassadenkratzer: Der absolute Tiefpunkt des kulturellen Niedergangs wurde im Nationalsozialismus erreicht, der geradezu als der Gegenpol, die fürchterlichste Verzerrung und Perversion deutscher Kultur zu bezeichnen ist. Zitat Ende

Tendenzen in diese Richtung gibt es in unserer Zeit häufig; leider werden diese Perversionen gerne dazu benutzt, die Menschen von ihrem alten Glauben fern zu halten. So ist ein Thing eben NUR ein Thing (also eine Versammlung) und keine nationalsozialistische Veranstaltung (dies zum sogenannten „Thingkreis“ in Themar/Thüringen); da die Nationalsozialisten aber sehr viele alte germanische Worte und Symbole mißbraucht haben, verbinden die Menschen heute mit diesen alten germanischen Worten und Symbolen (bestes Beispiel die Runen) eben eine nationalsozialistische, totalitäre Ideologie. So werden die alten Namen und Symbole mißbraucht und in den Dreck gezogen – von Nationalsozialisten. Ich habe mich gegen so etwas immer gewehrt.

11e

Weiter beim Fassadenkratzer: Danach hat nur wenig grundsätzliche Selbstbesinnung stattgefunden. Nicht nur Deutschland, ganz Europa ist heute vom materialistischen Firnis westlicher Zivilisation, vom „american way of live“ überzogen, der die originären Kulturen der Völker vollends zu ersticken droht. Zitat ENDE

Wie soll denn Selbstbestimmung stattfinden? Man muß erst einmal davon ausgehen, daß es das „deutsche Volk“ als homogenes Volk, nicht gibt. Kulturelles Brauchtum zum Beispiel ist immer ortsgebunden. Da gibt es überhaupt keine Einheitlichkeit – kann es gar nicht geben. Die Menschen sind aber zunehmend nicht mehr ortsgebunden.

Höhere Kunst und Kultur (Geisteswissenschaften, Bildende Kunst, Literatur, Musik) beziehungsweise deren Entstehung, hängt davon ab, wie frei die Menschen leben KÖNNEN.

Kunst kann nur in Freiheit entstehen.

Damit ist auch materielle Freiheit gemeint. Menschen, die lohnabhängig arbeiten müssen, können nicht gleichzeitig Künstler sein. So einfach ist das. Menschen, die ihr kreatives Schaffen danach ausrichten, was „der Markt“ kauft, sind auch keine Künstler, sondern Sockenpuppen, verführbare Showfiguren, schlimmste Materialisten.

Man kann also sehen, auch hier beherrscht der Materialismus alles. Wer Geld hat,  darf, wer keines hat, darf nicht. Und, natürlich, das Angepasst-Sein nicht vergessen.

Fassadenkratzer: „Es scheint lebensentscheidend für die Zukunft Europas zu sein, dass insbesondere die Deutschen in der Mitte Europas die Sackgasse des Materialismus in ihrer zerstörerischen Sinnleere erkennen und sich wieder ihren eigenen kulturellen Anlagen zuwenden, mit denen sie mit den Kulturen der anderen europäischen Völker in einem organischen Zusammenhang stehen. Die Quelle der deutschen Kultur ist verstopft. Sie muss wieder geöffnet werden. Aber es werden offensichtlich alle Anstrengungen unternommen, dies unmöglich zu machen.“

Auch hier wird wieder mit Begrifflichkeiten jongliert, die ich ablehne. „Die Deutschen“ gibt es nicht als homogenes Volk. Zerstörerische Sinnlehre?

Sinn im Sinne von Moral, Werten, Ethik, nach diesen zu leben und gar Höheres im künstlerischen/geistigen Schaffen neu zu erschaffen, beziehungsweise in der eigenen Tradition weiter zu entwickeln, kann es im Endstadium des Kapitalismus, in dem wir heute leben (müssen), im Neoliberalismus, gar nicht geben.

Das ist wohl das, was der Fassadenkratzer mit „Sackgasse“ bezeichnet.

Es zählt nur das Geld. Das verstehen natürlich Menschen mit gut gefülltem Bankkonto nicht. Deshalb werden sie gedanklich auch nie bis zu den eigentlichen Gründen für die derzeitigen Zustände vordringen können.

Die Quelle der Kultur an sich (lassen wir mal das „deutsche“ weg) ist der Mensch als Einzelwesen. Wo dieser Mensch nicht frei existieren kann, sein Menschsein nicht leben kann, kann es auch keine Kultur mehr geben, die die Bezeichnung KULTUR verdient.

Teutoburgs Wälder

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