Hormonmangelbehandlung keine Kassenleistung

Und die Folgen:

Laut schulmedizinischer „Vorgabe“ gibt es nur die Nebenniereninsuffizienz. Es gibt keine Nebennierenschwäche, so die Auskunft.

Ich habe totalen Hormonmangel und die entsprechenden Symptome. Vor allen Dingen die Geschlechtshormone, aber auch das Cortisol und das DHEA sind im Keller. Die Symptome sind unbeschreiblich: Von totaler Schwäche (keine 500 Meter mehr gehen) bis hin zu Dauerschmerzen (ich habe auch Fibromyalgie, das ist aber immunologisch bedingt, dank mehrerer abgelaufener bzw. immer noch köchelnder Infektionen, die ebenfalls von der Schulmedizin weder diagnostiziert noch behandelt werden) und diversen anderen „nicht so netten“ Nebenwirkungen,  ist alles vorhanden.

Das interessiert Schulmediziner aber nicht. Sie behandeln nur Symptome, bei Fibromyalgie würde das heißen: Schmerztherapie. Bei mir kommt aber hinzu, daß meine Leber völlig überfordert ist mit der Umwandlung der ketogenen Ernährung (die ich aufgrund meiner Allergien;das ist ein Extra-Thema, einhalten muß),  in Einfachzucker, und mit dem In-Schach-Halten des Immunsystems, so daß ich fast nicht mehr entgiften kann.  Folge: Ich vertrage eigentlich keine Medikamente mehr. Schon gar keine dauerhafte Schmerzmedikation. Das heißt, ich muß mit den Schmerzen leben. Mein Leitsatz: Die gehen auch irgendwann mal wieder weg. Das ist positiv gesehen, denn zum Beispiel der Rücken (ISG-Gelenke beidseitig) tut dauerhaft weh. Ob ich sitze, stehe oder laufe, oder liege, das tut immer weh. Aber da Ärzte ja keine Ursachen suche, warum das so ist, muß man damit leben.

Zurück zu den Hormonmängeln:

Hormonmangelzustände, egal, wie schwer die Symptome sind, die durch diese Mängel entstehen, werden aber in Deutschland nicht von der Schulmedizin behandelt. DAS ist das Hauptproblem. Ich muß das alles selbst bezahlen, was ich nicht kann, da ich Rentner mit Grundsicherung bin. So bringt man die Leute nach und nach früher um. Damit sie nicht zu teuer werden. Wer braucht schon noch ältere Leute.

Hormonmangelzustände bzw. die Behebung der Auswirkungen der Hormonmangelzustände, Auswirkungen, die sehr wohl massiven Krankheitswert haben KÖNNEN, (siehe meine Erschöpfung, Androgenmangel, und dazu kommt dann noch mein Wissen, daß mir kein Schulmediziner hilft, niemals helfen wird) werden in Deutschland NUR über Privatärzte, mit den entsprechenden Kosten, die selbst zu zahlen sind, behandelt. Folge: Alle diejenigen Menschen, die das nicht zahlen können (da entstehen schon gewaltige Summen), bleiben unversorgt und leiden an ihren Symptomen. Dann heißt die Krankheit dann eher Fibromyalgie. Oder Chronische Erschöpfung. Und schon ist man fein raus seitens der Schulmedizin; so etwas wird dann einfach nicht behandelt.

25e-Abendstimmung-Externsteine
Abendstimmung Externsteine

Ganz zu schweigen von den Immunologen, die es hier nicht gibt, und selbst wenn es sie gäbe, sich weigern würden, irgendwelche Untersuchungen zu machen bei mir als chronisch krankem Menschen, ist doch völlig egal, wenn ich chronisch krank bin, was interessiert das einen Arzt. Immunstatus unklar? Verrückt spielendes Immunsystem? Ist egal. Behandeln wir nicht. Ist zu teuer. So denken Schulmediziner. Die meisten wissen gar nicht, was das ist, glaube ich mittlerweile. Immunsystem. Haben die in ihrer Ausbildung nur 5 Minuten im Schnelldurchgang behandelt.

Von den nicht wenigen Allergologen, die ich Zeit meines Lebens aufgesucht habe, wußten die meisten nicht mal, daß das Immunsystem zu 90 Prozent in der Darmschleimhaut sitzt. Von IgG-Tests, die sich die Schulmedizin schon seit Jahren weigert, anzuerkennen, ganz zu schweigen. Allergologen wissen nicht mal, daß es Typ-Drei-Allergiker gibt, deren Allergiebereitschaft man eben ANDERS testen muß als über bloße Pricktests (Typ-Eins-Allergie, Sofortreaktion).

Schon alleine gegen die Tatsache daß die IgG-4-Allergietests ebenfalls keine Kassenleistung sind, weil sie angeblich „nichts bringen“, und daß diese deshalb privat bezahlt werden müssen, müßte man vor dem Sozialgericht klagen. Arme Menschen wie ich einer bin, können nämlich diese bei mir ebenfalls dringend NOTWENDIGEN Tests nicht bezahlen. Der Test mit allen Nahrungsmitteln auf IgG4 kostet 280 Euro. Woher soll ich die nehmen? Das kann ich mir nicht einmal zusammen sparen. Solche Summen liegen ganz jenseits dessen, was ich noch zahlen kann.

Diese Tests sind aber notwendig, weil mein Immunsystem erst dann „runter fährt“, wenn ich mich so ernähre, daß ich nichts mehr zu mir nehme, worauf ich allergisch reagiere. Da ich aber Typ-Drei-Allergiker bin, kann ich das alleine gar nicht heraus finden; bei der Typ-Drei-Allergie erfolgt die Reaktion auf das falsche Nahrungsmittel bis zu drei Tage später. Man reagiert dann und denkt: Aha, das waren die Kartoffeln, weil man die gerade vor ein paar Stunden gegessen hat. In Wirklichkeit war es aber der vor zwei Tagen gegessene Schafskäse. – Dies nur als „kleines Beispiel“.

So verbrecherisch ist das System. Da ich dies seit circa 9 Jahren, fast 10 Jahren, am eigenen Leib erfahren muß, nehmen ich mir die Freiheit, dies offen zu schreiben.

Komischerweise gibt es auch keine Patientenorganisationen, die einem bei so etwas helfen. Alles, was es gibt, sind Schwafel-Vereine. Das einzige, was bei so etwas noch hilft, ist ein guter Anwalt, aber der kostet eben wieder Geld, das man erst mal  haben muß.

Zum Glück habe ich mich vor Wochen an die Hormonselbsthilfe gewandt, sehr nette Menschen, die mir ENDLICH weiter geholfen haben. Schulmediziner waren dazu nicht in der Lage und auch nicht willens.  Ein neun Jahre dauernder Ärztemarathon, den ich hinter mir habe, hat mir das mehr als deutlich bewiesen.

Hormonselbsthilfe: Klick 

Dank der dieser netten Menschen kann ich nun in etwa sehen, was ich machen muß, um weitere Klarheit über meine Hormonmängel zu bekommen, und wie diese dann zu beheben sind. Das muß ich natürlich alles selbst bezahlen, aus der Grundsicherung. Was eigentlich nicht geht. Aber es muß ja irgendwie gehen. Dann muß ich halt auf andere Dinge (neue Kleidung, besseres Essen) verzichten. Denn Schulmediziner helfen mir nicht mehr.

Soweit erst einmal vom der Krankheitsfront.

Neue Heimat Kyffhäuser

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Wir haben zwar Sommerpause, aber wir sind immer noch arm – Mord an chronisch Kranken

Fibromyalgie zumindest behandelbar, wie hier: https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/14/schulmedizin-bekaempft-nur-symptome-sie-heilt-nicht-fibromyalgie/  dargestellt.

Getan wird seitens der Schulmedizin genau NICHTS.

Wechseljahresbeschwerden die Krankheitswert haben, werden von der Schulmedizin auch nicht behandelt. Quelle: Hormonselbsthilfe: https://hormonselbsthilfe.de/selbsthilfe/themen/fibromyalgie/

Zusammenhänge zwischen Störungen der Hormone und chronischen Schmerzen bei Fibro sind nachgewiesen. Es wird weiterhin bei der Ärzteschaft so getan, als wisse man davon nichts.

Fachärzte sind selten. Alleine schon seine Hormone messen zu lassen, erfordert einen Riesenaufwand. Der Hormonfacharzt, der Endokrinologe, ist eine Seltenheit. Meist handelt es sich noch dazu um Männer, die Wechseljahre bei der Frau und die damit zusammenhängenden Probleme sowieso nicht ernst nehmen. Ja, gut, bei hashimoto machen sie dann immerhin mal die Schilddrüsenhormone. Mehr aber auch nicht. Da muß man schon dem Arzt gegenüber sehr DEUTLICH werden, bis der was macht. Erschöpfung gibt es ja offiziell in Deutschland nicht. Ärzte kennen keine Erschöpfung. Was man nicht kennt, da muß man auch nicht nach den Ursachen suchen, so einfach ist das. Denn: Suchen kostet Geld, und Geld muß im Kapitalismus gespart werden, schließlich sind chronisch Kranke ja Dreck und dürfen in Deutschland nichts kosten.

Fachärzte sind also aus demselben Grund, selten. Weiter fahren kann man nicht, wenn man arm ist. (Ich danke auch an dieser Stelle für Einladungen, aber weiter fahren kann ich nicht aus Kostengründen.) Fast jeder chronisch Kranke landet irgendwann mal in der Armut, denn chronische Krankheit kostet viel Geld. Schon alleine die Diagnose, bei der sich Schulmediziner weigern, auch nur ansatzweise mit zu arbeiten (weil das ja alles zu viel Geld kostet), ist schwierig. Frauenärzte sind auch nicht dazu bereit, Hormone zu messen, und wenn, dann höchstens als sogenannte „Igel-Leistung“, dh. der Kranke muß selbst bezahlen. Früher habe ich dann so etwas auch schon mal selbst bezahlt, als das noch ging. Das kann ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr machen.

Noch teurer sind Heilpraktiker. Die messen zwar Hormone, dies tun sie aber nur im sogenannten „Speicheltest“. Der Speicheltest, bei dem mehrmals täglich ganz praktisch von zuhause aus die Hormone im Speichel gemessen werden können, ist  – wer hätte das gedacht – natürlich nicht schulmedizinisch anerkannt. Schulmedizin mißt nur im Blut, und was sich im Blut nicht zeigt, ist nicht vorhanden, Schluß, Aus, Ende, keine weiteren Diskussionen, bitte. Daß man in sogenannten „burn-out“-Kliniken (nur für reiche Besserverdienende, Schulmedizin bezahlt das natürlich NICHT) mittlerweile auf Speicheltestung übergegangen ist bleibt normalen Ärzten dabei verborgen. Will sagen: Der Speicheltest als zuverlässige Messmethode, was Hormone jedweder Art angeht, ist längst etabliert, nur die deutsche Schulmedizin will davon nichts wissen.

029e

Ich sage, all das hat Methode.

Die wenigen Schulmediziner/Endokrinologen haben Methode. Warum soll denn jeder Kranke einen Arzt in erreichbarer Nähe haben? Das ist überflüssiger Luxus!

Daß Hormonmessungen per se in Deutschland keine Kassenleistung sind, hat Methode. Warum sollen denn chronisch Kranke Hilfe bekommen, Hilfe, die sie bekommen könnten, würde man bei ihnen zeitgerecht einen oder mehrere Hormonmängel feststellen können und dann beheben können? Chronisch Kranke brauchen keine Hilfe, das hat Methode. Oder wie kann man sich erklären, daß es immer noch in Deutschland keine Ärzte gibt (außer Berlin-Brandenburg), die CFS diagnostizieren können? (Was ist CFS: https://www.lost-voices-stiftung.org/was-ist-me/diagnosekriterien/) Seit Jahren eiert man da schon rum, in Deutschland gibt es schätzungsweise 300 000 Betroffene, für die es KEINE Hilfe gibt, und dies hat Methode! Dies ist beabsichtigt, die Kranken sollen gefälligst dahin vegetieren und früh verrecken, dann kosten sie den Staat wenigstens kein Geld mehr!

Armut macht Krank, das ist bewiesen, und so stellte sich auch bei mir nach Jahren der Armut, während ich mehr oder weniger verzweifelt versuchte, aus HartzVier raus zu kommen, die chronische Erschöpfung und Fibromyalgie ein. Die Kombination Armut UND Krankheit, bei der man dann „gnädigerweise“ irgend wann Erwerbsminderungsrente bekommt, ist die Krönung des Übels. Weil: Abhilfe gibt es nicht:  Es gibt keine Veränderungsmöglichkeiten, keine Dazuverdienstmöglichkeiten und die ärztliche Versorgung ist praktisch nicht vorhanden. Vor Ort, versteht sich.

Ich muß dreieinhalb Stunden mit der Bahn nach Leipzig fahren, zu einem Endokrinologen. Zur Bahn hin muß  ich auch noch und ab Leipzig Bhf noch ein Stück weiter. An so einem Tag, am Tag eines Arztbesuches, bin ich über 12 Stunden unterwegs. Das schaffe ich nicht mehr wegen der Erschöpfung. Nun muß früh morgens Nüchternblut abgenommen werden, in Leipzig, versteht sich, nicht bei mir zu  hause. Das geht überhaupt nicht, da ich nicht in der Lage bin, völlig nüchtern über 3 Stunden irgendwo hin zu fahren. Das geht nur, wenn ich in Leipzig übernachte und früh morgens nüchtern zur Arztpraxis fahre. Der ganze Spaß, den auch mein Hausarzt hätte machen können, dem das aber zu teuer sei (so die Aussage der behandelnden Endokrinologin), kostet mich 80 Euro. Dies muß ich von meiner eh zu mickrigen Grundsicherung bezahlen. Ich muß das nur deshalb bezahlen, weil der Hausarzt um die Ecke dies aus Kostengründen NICHT macht. Oder ich verzichte auf diesen Diagnoseschritt.  Die Fatigue muß aber abgeklärt werden. Auch wenn das die Schulmedizin nicht interessiert, MICH interessiert das. Ich bin seit 2009 chronisch krank, das sind NEUN JAHRE und mich interessiert das immer noch, und wenn es das letzte ist, was mich interessiert.

Ich sage, das hat Methode!

So kriegt man Leute auch kaputt. Das ist Mord, der vom System aus geht. Mord an Armen, Mord an chronisch Kranken, damit die auf jeden Fall eher verrecken.

Der Spaß wird danach noch weiter gehen. Ich kann nur hoffen, daß die da in Leipzig was finden. Wahrscheinlich finden sie aber nix außer einem „etwas niedrigen Morgencortisol und einem niedrigen DHEA, was aber nicht behandlungsbedürftig ist“. Wie heißt das doch so schön: Wechseljahre sind keine Krankheit. Wenn Frau aufgrund der Wechseljahre chronische Schmerzen hat, chronisch erschöpft ist, plus einiger anderer medizinischer Auswirkungen, auf die ich hier nicht näher eingehen will, weil das zu privat ist, ist das der Schulmedizin völlig schnurz. Hauptsache, die chronisch Kranken (meist sind es Frauen) nippeln eher ab. Ältere Frauen braucht in diesem Land keiner mehr.  Für den Kapitalismus sind wir überflüssig, nutzlose Fresser.

Früheres Sterben spart Geld. Womit wir wieder beim Haupt-Thema im Kapitalismus wären: Es darf alles nichts kosten.

Daß dieses Thema kaum Anklang findet unter meiner Leserschaft, liegt mit Sicherheit an der Dummheit der Menschen, die sich nicht vorstellen können, wie es ist, dauerhaft erschöpft zu sein.  Und einfach, aufgrund von Armut und Erschöpfung, nichts mehr machen zu können – denn man will ja. Man kann aber nicht. Es kamen schon sehr dumme geistige Elaborate von Kommentatoren hier auf dem blog, die ich selbstredend gelöscht habe. Wenn man keine Ahnung hat, einfach die Klappe halten.  So meinte ein „besonderes männliches Prachtexemplar“, durch „häufigeren Sex“ könne man die Hormone „aufpäppeln“. Daß man aber in dem Zustand der Erschöpfung, in dem ich mich schon länger befinde, an alles Andere eher denkt, als an Sex, diese Vorstellung hat es nicht in die Gehirnwindungen dieses männlichen Vollspackos geschafft. So blöd sind die Leute. Leider kollektiv.

Des Weiteren werde ich noch versuchen, die Fahrkosten zu dem Endokrinologen irgendwo erstattet zu bekommen. Die Krankenkasse  hat schon abgelehnt, mit dem dezenten Hinweis, das Amt für Grundsicherung sei zuständig. Das Amt für Grundsicherung wird dann zig Belege brauchen, dafür, daß eine Untersuchung beim Endokrinologen überhaupt notwendig war. Es ist wieder, wie so üblich bei gesellschaftlichen Mißständen, keiner dafür zuständig.

Man könnte ja einfach eine Art Mindestrente einführen. Die solche Fälle abdecken würde. Ich mit meiner Grundsicherung kann keine weiteren Arztfahrten bezahlen. Aber warum soll man chronisch Kranken etwas Gutes tun. Dies ist im System NICHT vorgesehen, im Gegenteil.  Ach ja, meine Brille ist auch sehr verkratzt. Diese trage ich seit wie vielen – ????- Jahren? 5, 6 Jahre? Früher bekam man zumindest ein Kassengestell. Heute bekommt man nichts mehr.  Dies nur mal so am Rande.

Neue Heimat Kyffhäuser

Hormontherapie zu teuer – wer hilft?

Zum Video:

 

Schön. Nett. Leider gibt in der Schulmedizin keine „Nebennierenschwäche“. Dh. es wird auch nichts dementsprechend untersucht.

Ich habe NEUN JAHRE alle Symptome eines CFS. Hat keinen Arzt interessiert. Nun erst, nach 9 Jahren, finde ich durch suchen im Netz die Zusammenhänge Nebenniere, Hashimoto und Wechseljahre, bzw. Fibromyalgie. Fibromyalgie entsteht oft durch den Mangel an Sexualhormonen nach den Wechseljahren. Toll, nicht. Das muß man erst mal wissen.

Meine gesamte Krankheitsgeschichte hätte nicht sein müssen, wenn Ärzte zu Beginn meiner Erkrankungszeit, 2009, fähig gewesen wären, mal „bei den Hormonen“ nach zu sehen.
Da Ärzte aber auf dem Auge BLIND sind, mit entsprechenden Folgen für die Erkrankten, mußte ich NEUN JAHRE lang leiden und mit erleben, wie meine Lebenskraft immer weniger und meine Erschöpfung immer mehr wurde.

Für diesen Zustand wurde ich zusätzlich noch von meinen „Landsleuten“ (gemeint sind die Drecksnazis zb. beim volxleerer) im Netz gehänselt und gemobbt. Denn natürlich sieht man mir meine Erschöpfung an. Wäre auch völlig unlogisch, wenn es anders wäre.

Ärztliche schulmedizinische Hilfe gibt es aber nicht! Es fehlen einfach ein paar Hormone, und die Ärzteschaft ist nicht fähig, dies zu erkennen und für Abhilfe zu sorgen.

Ein Wort zu Heilpraktikern: Sicher wollen die alle nur helfen. Sie sind aber zu teuer für chronisch kranke arme Menschen. Wir armen chronisch Kranken sind in der Tat – leider – auf Schulmediziner angewiesen, die Hormonprobleme erkennen können UND auch behandeln wollen und nicht die Betroffenen mit Bagatellisierungssprüchen („ist alles nicht so schlimm“, „geht wieder weg“, „bin ich nicht für zuständig“, „Hormone messen ist zu teuer“) abspeisen.

Diese und ähnliche „Sprüche“  habe ich vielfach während der letzten NEUN Jahre erlebt. Mir hat keiner, kein Arzt, geholfen. Ich habe mir nur, so weit es ging, ich habe halt finanzielle Grenzen, selbst geholfen. Mit leider kaum Erfolg, da echte Hormontherapie nicht bezahlbar ist.

Neue Heimat Kyffhäuser

Schulmedizin bekämpft nur Symptome, sie heilt nicht – Fibromyalgie

Folgender Text stammt von einer Hamburger Selbsthilfegruppe. Der Text ist schon ein paar Jahre alt, aber immer noch erstaunlich aktuell. Da ich selbst seit 2012 die Diagnose „Fibromyalgie“ habe, möchte ich den Text hier mal bringen, um zu erklären, worum es dabei überhaupt geht. Ganz wichtig ist mir, deutlich zu machen, daß ich als Chronisch Kranke keinerlei Hilfe oder medizinische Unterstützung bekomme. Diese Krankheit wird einfach so von der Ärzteschaft ignoriert – Einzelheiten stehen im Text. Daß das auch anders gehen könnte, daß man Fibromyalgiekranken auch helfen könnte, zeigt der Text, und das ganz unten verlinkte Video von Dr. med. Joachim Mutter. Dr. Mutter bezieht sich in seinen interessanten Ausführungen auf alle sogenannten „Umweltkrankheiten“, auch die Fibromyalgie ist eine solche.

Nun geht es los mit dem Text der Hamburger Selbsthilfegruppe. Erklärungen / Ergänzungen von mir wie immer in Eckklammern.

Unser Modell in der Therapie der Fibromyalgie

Fibromyalgie und Störung der Hirnbotenstoffe

Von der orthomolekularen Therapie zur ganzheitlichen Behandlung

Die Fibromyalgie ist gekennzeichnet durch Schmerzen, vegetative Störungen undBeeinträchtigungen der intellektuellen Leistungsfähigkeit, durch Merk- und Konzentrationsstörungen, sowie durch depressive Stimmungslagen und Schlafstörungen. Man kann bis zur Diagnose alle betroffenen Organe durch untersuchen lassen, ohne zum Befund einer organischen Störung  zu kommen. Die Betroffenen haben alle möglichen diagnostischen Schritte hinter sich, auch nicht notwendige Operationen. Verzweiflung bei Patienten und Ärzten macht sich breit, der Frust auf beiden Seiten wächst.[Dies war auch bei mir so, ich habe aber „nur“ drei Jahre gebraucht, bis ich einen Arzt gefunden habe, der fähig war, die Diagnose zu stellen. Andere brauchen länger.]

Schauen wir statt nach einzelnen Symptomen nach Systemen und deren Störungen, so ergibt sich ein schlüssiges Bild. Ich muss darauf hinweisen, dass die Fibromyalgie eine eigene  ICD-Nummer (International  Classification  of  Disease)  M  79.7,  hat.  Diese  hat aber auch gar nichts mit einer somatoformen Störung F 45.9 zu tun. International istdie  Fibromyalgie  als  eigenständige  Erkrankung  von  anderen  Erkrankungen  abgegrenzt.  Betroffene  und  deren  behandelnde  Ärzte  haben  häufig  den  Eindruck,  dass  sich diese Tatsache in der deutschen Ärzteschaft noch nicht ausreichend etabliert hat. [Dies ist mir bekannt. Diese Krankheit wird von Ärzten immer noch irgendwie „geleugnet“.] Ich bin guter Hoffnung, dass die Zahl der Zweifler sinkt, glaube aber, dass in einigen Jahren die Diagnose Fibromyalgie in zahlreiche Untereinheiten, ähnlich wie bei der Migräne, gegliedert sein wird.

Unser Modell bietet als Diskussionsgrundlagen einige unterschiedliche Entstehungsarten des FMS an.

Betrachten wir nun einige biochemische Achsen, versuchen sie zu verstehen und dadurch Ansätze zur Therapie zu gewinnen. Hilfreich zur Beurteilung der aktuellen Situation und deren Verlauf unter der Therapie ist die Anwendung der Zachrisson-Skala für FMS und chronic fatigue Syndrom. Diese Skala wurde vom Institut für Neuropsychiatrie der Universität Göteborg entwickelt. (siehe unser Buch: Das Wunder der kleinen Schritte, ISBN  3-937436-06-5). Kommen wir nun zu den unterschiedlichen Ebenen, auf denen sich das FMS entwickelt. Betrachten wir zunächst die Stress-Achse:

Stressimpulse werden aus der Umwelt aufgenommen, über das emotionale Gehirn verarbeitet. Dieses gibt das Signalhormon CRH (corticotropin releasing hormon) an die Hypophyse, Hirnanhangdrüse, weiter. Diese sendet ein Signalhormon an die Nebennierenrinde und setzt dort Cortisol frei. Im Normalfall ein sinnvoller Mechanismus, schützt die Ausschüttung von  Cortisol  doch  das  Gewebe  vor  Schäden.  Ergibt  die  Cortisolausschüttung jedoch keinen Sinn, wie im Alltag häufig zu erleben ist, so schädigt Cortisol die Kommunikationstellen zwischen Nervenzellen, die Synapsen, und führt zu Depressionen. Neu ist die Erkenntnis, die Professor Theoharis Theoharides vom Department für experimentelle Pharmakologie der Tufts Universtät in Boston, ausgiebig erforscht hat. Stress führt zu Entzündungen, zur Entstehung von Triggerpunkten, Reizdarm, Reizblase, Migräne und anderen allergischen Reaktionen. Vermittler dieser Entzündungsreaktion auf Stressimpulse  ist  ein  weißes  Blutkörperchen,  die  MastzelleOhne  Mastzelle  keine  Entzündung.  Sie bilden auf CRH-Ausschüttung an ihrer Oberfläche Rezeptoren, die dafür sorgen, dass bei Stressimpulsen aus kleinen histaminhaltigen Bläschen aus dem Zellinneren diese entzündungsfördernde Substanz an Gefäße und Gewebe freigesetzt wird. Professor Theoharides konnte beeindruckende Videoaufnahmen zeigen, wie diese Mastzellen Histamin freisetzen und wie diese Entzündungsreaktion durch die Einnahme natürlicher Stoffe unterbunden wird (siehe http://www.algonot.com und die Dateien: the critical role of mast cell).

Als therapeutische Konsequenz gilt für unsere Arbeitsgruppe, den Stress zu bewältigen mit meditativen Methoden, biographischen Arbeiten, künstlerischer Gestaltung. Zur Zeit arbeitet in Trier eine Gruppe für 6 Monate mit dieser Methode, die mit der Zachrisson-Skala überprüft wird. Chronischer Schmerz, als negativer Stress, führt zur Bildung der Substanz P, Substanz Pain, im Nervengewebe und führt besonders heftig zur Ausschüttung von Histamin aus Mastzellen. Die therapeutische Konsequenz heißt: effektive Schmerztherapie. Nach  den  Problemen  mit  Vioxx®  (vermehrte  Herzinfarkte  unter  der  Einnahme)  ist  die Einnahmezeit aller NSAR, nichtsteroidale Antirheumatika wie Diclo, Ibu etc. auf 4 – 7 Tage  beschränkt  worden.  Danach  muss  man  nach  dem  Stufenplan  der  WHO  auf  andere Schmerzmittel ausweichen.

[Mir wurde seitens der Ärzte angeboten: 1. Akupunktur, mit Zuzahlung, was ich mir finanziell nicht leisten konnte, und, später dann, bei einem anderen Arzt, eine Dauermedikation gegen die Schmerzen. Das habe ich abgelehnt, da ich nichts vertrage und 2. dieses Medikament (Lyrica) abhängig macht. Ich bekomme weiterhin nichts, was die Schmerzen angeht, und ich nehme auch nichts, wenn es gar nicht mehr geht, nehme ich eine halbe Diclofenac 200/300mg.

Der Arzt, der mir 2012 Fibromyalgie diagnostizierte, erzählte mir zwar was von „Substanz P“, aber die Zusammenhänge mit Stress und den Mastzellen/Histamin waren mir nicht klar. Von diesem Arzt bekam ich damals den Tipp mit dem Weihrauch, es wirkt wirklich, allerdings muß ich das von meiner Grundsicherung selbst bezahlen. Auch hier haben wir wieder die Ironie: Krankenkassen bezahlen nichts, was hilft, sondern das, was schadet, in dem Fall das Schmerzmedikament Lyrica, aber Weihrauch bezahlen sie nicht.]

Stress lässt sich nicht nur über Blut- und Urin-Analysen, durch Störung der Hypophysen-Nebennierenachse messen, [Stress wurde bei mir gemessen, mit dem sogenannten Neurostressprofil, das war 2011. Die Untersuchung habe ich natürlich selbst bezahlen müssen, da Schulmediziner nicht an solchen Zusammenhängen interessiert sind. Bereits damals ergab das sogenannte Neurostreßprofil bei mir einen Mangel an Serotonin und Dopamin und eine völlig verdrehte Cortisol-Tagesrhythmik. Das Labor empfahl daraufhin zwei Komplettprodukte, von denen ich eines bestellte, welches ich aber auch nicht vertrug. Damit war dann das Thema Streß für meinen Hausarzt erledigt. Solche „Kleinigkeiten“ sind für die Schulmedizin einfach nicht wichtig.]

…. sondern auch über eine Analyse der Herzfrequenzvariabilität.

Die Abstände zwischen den Herzschlägen sind nur kurz vor dem Tod absolut regelmäßig. Das autonome Nervensystem, Vagus oder Parasympathikus genannt, wirkt auf die Herzfrequenz als Bremse, der Sympathikus mit seinen Stressimpulsen wie ein Gaspedal. Nur wenn Gas geben und Bremsen in einem sinnvollen Wechsel geschehen, verhält sich die Variabilität  der  Herzfrequenz harmonisch. Ein Sensor in  Verbindung mit einem Computerprogramm ermöglichen eine unblutige Analyse, die sich in der Praxis bewährt hat.

Methionin-Zyklus:

Die  Symptome  wie  Adynamie,  Unverträglichkeit  von  normalen Medikamentenmengen und  fehlende  Muskelkraft  finden  ihre  biochemische  Erklärung  in  der  Betrachtung  des Methionin-Zyklus. Dieser äußerst wichtige  Stoffwechselvorgang  läuft in  jeder  Körperzelle  ab. Ein  Zwischenprodukt ist das S-Adenosylmethionin, Sam-e, ein in den USA beliebtes Therapeutikum der FMS. Betrachten wir diesen Stoffwechselzyklus näher und dieses Wundermittel. Sam-e wurde in Italien entwickelt und patentiert. Es ist als Medikament zur Behandlung leichter und mittelschwerer Depressionen zugelassen. Das Patentwurde  nach  Deutschland  verkauft,  hier  wurde  es  unverständlicherweise  als  wirksames Knorpelaufbaupräparat eingesetzt. Diesen Wechsel kann ich, wie viele andere auch, nicht verstehen. [Sam-E kann man in der Tat kaufen, muß man natürlich selbst bezahlen, wie bei allem, was vermutlich hilft. Ich habe es nie probiert.]

Beim weiteren Abbau von Methionin entstehen interessante Bausteine, so genannte  aktivierte  CH3-Gruppen,  die  für  den  Aufbau  von  Nervenzellwänden,  deren  Ummantelung,  zur  Bildung  von  Stresshormonen,  zur  Bildung  von  Taurin  (zur  Entgiftung), und zur Bildung des körpereignen Schlafhormons Melatonin benötigt werden. Zum Aufbau  normaler  Mengen  an  Stresshormonen,  Noradrenalin  und  Adrenalin,  werden  neben den Spurenelementen Zink, Mangan und Magnesium auch Folsäure, Vitamin B6 und B12 benötigt.  Diese  drei  B-Vitamine  sind  die  Treibräder  eines  funktionierenden  Methioninzyklus.  Läuft  durch  Vitaminmangel  dieser  Zyklus  nicht  rund,  so  entsteht  ein  giftiges Zwischenprodukt, das Homocystein.

[Ganz wichtig. Alle diese Dinge interessieren die Schulmedizin nicht. Kann jemand nicht so gut entgiften, dann ist das halt so – warum das so ist, da fragt keiner nach. Vitamin-Mängel sind für die Schulmedizin unwichtig. Daß der Körper diese Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente braucht, interessiert die Schulmedizin nicht. Schulmediziner wiederholen auch gerne und eifrig, daß man alle essentiellen Nährstoffe bekomme, wenn man sich vollwertig ernähre – was nicht stimmt. Aber, na ja. Wen interessiert das noch. Das ist ja eher normal, an solche Unwahrheiten hat man sich längst gewöhnt.

Ich habe Mängel, da ich auch HPU habe (Über die Stoffwechselerkrankung HPU kann man hier nachlesen: https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/04/08/hpu-petition/). Ich habe Zinkmangel, schon sehr lange, und vermutlich noch andere Mängel. Solch eklatante Mängel fallen vielleicht nicht auf, wenn man 20, 30 oder auch 40 ist – mit 40 war ich auch noch fast gesund. Sie fallen halt erst später auf, wenn die chronische Krankheit so deutlich wird, daß man sie bemerken muß.

Man könnte ja dann die Vitamin-, Mineralstoff – und Spurenelemente-Mängel beheben – wenn man denn das Geld dazu hätte. Menschen die mit 416 Euro monatlich auskommen müssen, können das natürlich nicht. Als armer chronisch Kranker ist man auf das, was die Schulmedizin anbietet, angewiesen – und das ist fast nichts. Weil es einfach seitens der Schulmedizin keine Behandlung gibt für Fibromyalgie, Behandlung, die hilft, und nicht Symptombehandlung.]

Homocystein:
Erhöhte Blutspiegel gefährden die Gesundheit, unabhängig, ob die Blutspiegel der Einzelvitamine normal sind. Wir empfehlen einen Wert deutlich unter 10ug/dl, optimal ist ein Wert bei 7,0 ug/dl.

[Unnötig, zu sagen, daß die Schulmedizin den Wert Homocystein nicht wichtig findet. Wenn man lange sucht, findet man einen Arzt, der diesen Wert „macht“, natürlich muß man das dann selbst bezahlen. Das kann ich natürlich nicht.]

Fazit:  Störungen  im  Methioninzyklus  werden  gekennzeichnet  durch  erhöhte  Homocysteinspiegel.  Ein  gut  funktionierender  Zyklus  ermöglicht  den Aufbau  von  Neurotransmittern, entgiftenden Substanzen, Muskelproteinen und Nervenzellwänden.[Funktioniert bei mir definitiv nicht, ich habe ein massives Entgiftungs-Problem und Serotonin- bzw. Dopaminmangel, damit zusammenhängend auch Melatoninmangel. Von Ausdauersport oder gar Muskelaufbau kann ich nur träumen.]

Ein generelles Problem unserer Gesellschaft ist das Übergewicht in Verbindung mit einem gestörten Zuckerstoffwechsel. Zahlreiche Patienten mit diesem Problem berichten  über  eindrucksvolle  Verbesserungen  durch  Gewichtreduktion  und  Normalisierung des Blutzuckers.

Wie kann dies sein? Vor der eigentlichen Entstehung einer Zuckererkrankung beim Erwachsenen, Diabetes Typ II, entsteht an der Muskelzelle ein Widerstand gegen die Wirkung  des  Insulins.  Diese  Situation  nennt  man  Insulinresistenz:  trotz  hoher  Mengen  an Insulin im Blut, will die Muskelzelle den Blutzucker nur mit Widerstand in die Zelle einströmen lassen.  Betroffen  sind  besonders  Patienten  mit  einem  vergrößerten  Bauchumfang und Bluthochdruck. Das Bauchfett ist ein besonders hormonaktives Organ. Es stört die Zuckerverwertung. Ein gesunder Mensch schüttet bei Aufnahme von Kohlehydraten, die in Blutzucker umgesetzt werden, schnell und viel Insulin aus, bei der Insulinresistenz kommt es zu einem abgeschwächten und verzögerten Insulinausstoß.

Die Aminosäure Tryptophan, die Vorstufe des Happyhormons Serotonin, muss, um ins Gehirn zu gelangen, den Wettlauf mit den anderen Aminosäuren gewinnen. Gelingt dies nicht, machen die anderen Aminosäuren die Kanäle in den Gehirnzellen zu, es bleibt au-ßen vor und kann nicht zur Produktion von Serotonin mitwirken. Als Katapult auf demWeg ins Hirn dient Insulin, solange es schnell und in großer Menge ausgeschüttet wird. Viele FMS-Patienten mit Störungen im Zuckerstoffwechsel, reduzieren ihre Beschwerden, indem sie ihr Bauchfett und ihre Insulinresistenz verringern.

Fettsäuren:
Betrachten wir die Rolle der Fettsäuren bei entzündlichen Reaktionen. Wir benötigen zwei essentielle, lebensnotwendige, Fettsäuren, in der täglichen Nahrung. Die Omega-3 Fettsäure,  sie  entstammt  Blattnahrung  und  die  Omega-6  Fettsäure, aus Körnernahrung. Beide sollen in einem fein ausbalancierten Verhältnis stehen, ca. 1:3, so hat es die Evolution vorgesehen. Unsere moderne tägliche Nahrung enthält aber zu viel Omega-6 Fettsäuren  und  schafft  damit  große  Probleme.  Omega-3  Fettsäuren  hemmen  Entzündungen, Omega-6 fördert sie.

Zellmembranen bestehen aus einer dreifachen Schicht. Nach außen und innen bilden Ei weiße die Abgrenzung, dazwischen liegt eine Doppelschicht von Fettsäuren. Diese Fette sollen dafür sorgen, dass die Membranen elastisch bleiben. Ein Lachs im kalten Nordmeer würde erstarren und erfrieren, könnte er sich nicht durch seine hohe Konzentration an Omega-3 Fettsäuren schützen.  Ein Optimum an Zellwandelastizität erreichen wir mit der Einlagerung von 50% Omega-3 Fettsäuren in die Membranen. Damit können Nährstoffe leicht  durch  die  Zellwand  ins  Innere  gelangen,  spezielle  Rezeptoren  für  Hormone  und Zellwandkanäle funktionieren optimal, Depressionen werden verhindert. Spielen entzündliche Prozesse bei einigen Formen des FMS eine Rolle, so kann die hohe Aufnahme von Omega-3 diese hemmen. [Muss ich an dieser Stelle noch schreiben, daß sich die Schulmedizin dafür nicht interessiert? Natürlich muß man solche Nahrungsergänzungsmittel selbst bezahlen.]

Die bereits  erwähnte Mastzelle spielt  eine  Schlüsselrolle bei  der  Entstehung von Entzündungen. FMS-Patienten haben besonders hohe Konzentrationen in  der  Haut  (Hautbrennen),  Gefäßwänden  und  an  den Schleimhäuten von Blase und Darm (Reizblase und Reizdarm). [Gehört zu meinen Symptomen, auch das Hautbrennen. Interessiert keinen Schulmediziner.] Labortiere, die man speziell ohne Mastzellen gezüchtet hat, zeigen keinerlei entzündliche Reaktion. Professor Theoharides hat in zahlreichen Versuchen gezeigt, dass man Mastzellmembranen so stabilisieren kann, dass sie nicht zerplatzen und Entzündungen hervorrufen. Dazu benutzt er einen pflanzlichen Farbstoff,  ein  Flavonoid,  das  Quercetin. Es entstammt der Saphorapflanze, einem Strauch, der  in  Südamerika  angebaut  wird.  Der  Wirkstoff,  ein  gelbliches  Pulver  ist  wasserlöslich und dringt schwer in die Zellwand der Mastzelle ein. Deshalb hat Professor Theoharides Quercetin  an  eine  Fraktion  aus  kaltgepresstem  Olivenkernöl  aus  ökologischem  Anbau gekoppelt.  Laborversuche  zeigen  eindrucksvoll,  dass  Mastzellmembranen  von Labortieren,  die  mit  diesem  Naturprodukt  behandelt  wurden,  nicht  zerplatzen nach Reizen wie Stress oder Substanz P.

Unser  therapeutisches Modell  besteht  also  neben  der  Stressbewältigung,  Bewegung  und  emotionaler  Bewältigung,  in  der  Korrektur  fehlgelaufener  biochemischer Vorgänge.

Die Wiederherstellung der gestörten Synthese der Hirnbotenstoffe und die Kontrolle  des  Methioninzyklus  und  entzündlicher  Prozesse  stehen  besonders  im Blickpunkt der ärztlichen Therapie.

Dr. HJ. Lucas

Ende Text der Selbsthilfegruppe Hamburg.

***

Wohl dem, der einen Dr. Lucas hat! – Und eine gefüllte Geldbörse!

 Alle anderen müssen leider mit chronischen Schmerzen, Müdigkeit, Reizdarm, Reizblase, Allergien und Schlafstörungen leben – um mal nur ein paar Symptome zu benennen.  Fibromyalgie ist eine vielseitige Krankheit, man kann alles mögliche bekommen. Aber geholfen wird einem nirgendwo.

Seitdem ich hier in Thüringen-Nord wohne, ist alles noch viel schlimmer. Schlimmer als schlimm, in Köln war es schon schlimm. Kaum jemand kennt diese Krankheit. Bei der Krankenkasse habe ich mich erkundigt nach einem Arzt, der sich auskennt. Die wußten keinen. Die lapidare Antwort hieß: Eigentlich müßte jeder Arzt diese Krankheit kennen. Ich schilderte dann, daß es hier nur Feld-Wald- und Wiesenärzte gibt, davon aber eine ganze Menge, und daß die sich eben nicht auskennen, da meinte man dann, aber Internisten müßten sich auskennen. Rheumatologen haben wir hier nicht, das  hab ich aufgegeben. Gelenkentzündungen kommen halt. Da kann man nichts machen. Gibt ja keine Ärzte hier und eben auch keine ursächliche Behandlung. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, daß chronisch entzündliches Geschehen seitens der Schulmedizin nicht bekannt ist. Für die Schulmedizin gibt es also keine Borreliose. Warum Borreliose? Weil Borrelien schon mal solch eine Symptomatik hervorrufen sollen. Aber, na ja. Ist ja uninteressant, solch ein Wissen, denn es hilft keinem Kranken weiter.  Mir tun eigentlich faktisch immer mindestens 2, 3 Gelenke weh, zusätzlich dazu Gewebe – also Muskeln. Da gewöhnt man sich dran. Wird einem ja eh nicht geholfen.

Dann bin ich irgendwann mal bei einer Selbsthilfe-Organisation gelandet, die nächste ist in Erfurt. Das  ist zu weit für mich, um da regelmäßig hin zu fahren, und zu teuer. Vor Ort gibt es, wie üblich, NICHTS. In Nordhausen gibt es auch nichts.

Nach einem Rheumatologen suche ich schon lange. Es gibt ein paar über Thüringen verteilt, dann müßte man aber weiter fahren, das Geld dafür habe ich nicht. Außerdem haben alle Aufnahmestopp. In Mülhausen ist einer, der ab Anfang Juni wieder Termine vergibt, da will ich es dann mal probieren. Mülhausen ist eine Stunde Bahnfahrt entfernt. Vorher muß ich aber noch zum Bahnhof, der ist auf der anderen Seite der Stadt.

Ich träumte mal von einem vernünftigen Hausarzt. Einem, dem ich nicht erklären muß, was ich habe.

Wenn man so etwas jahrelang erlebt, bekommt man nicht den Eindruck, daß Ärzte dazu da sind, Kranken zu helfen. Ich erlebe das seit 2012. Ich finde dieses „Gesundheits-System“ unhaltbar, eine Schande für ein entwickeltes Land wie Deutschland und eine Schande, wie dieses System mit seinen chronisch Kranken umgeht. Wer chronisch krank ist, ist oder wird oft arm, da Krankheiten wie Fibromyalgie viel Geld kosten, DA MAN JA ALLES SELBST BEZAHLEN MUSS,  was an sich schon ein Unding ist! Ich bin „nur“ 3 Jahre rumgelaufen bis zur Diagnose, aber danach war das Elend ja noch nicht vorbei!

Der Grund für das Elend der chronisch Kranken liegt aber in unserem System, welches zwar mittlerweile anerkennt, daß es eine Fibromyalgie gibt, aber mit der Behandlung, die über die Symptombekämpfung hinaus geht, nicht hinterher kommt. Schulmedizin bekämpft nur Symptome, wenn überhaupt, sie sucht nie nach den Ursachen für Krankheit. Deshalb heilt sie nicht.

Das ist die eigentliche Tragödie.

Heilung ist nur für Reiche, die sich all diese Nahrungsergänzungsmittel und Zusatzstoffe auch leisten können.

Als letztes nun noch den Vortrag des Dr. Mutter, er behandelt allgemein all das, was man unter Umwelterkrankungen versteht, also Fibro, CFS, MCS und so weiter. Wen das Thema also interessiert, bzw. wer selber betroffen ist, für den ist das ganz interessant. Interessant auch die – möglichen? –  Zusammenhänge mit dem Funk. Funk öffnet die Blut-Hirn-Schranke, die das Gehirn vor Schadstoffen schützt. Dies ist bekannt, wird aber weiterhin öffentlich ignoriert. Fragt sich, wie lange noch?

Jeder könnte dazu beitragen, daß das besser wird. Aber halt, ich träume. Wieso sollte der „moderne Mensch“ auf „Lebensqualität“ wie Smartphone, Funktelefon und w-lan verzichten? Das wäre ja schröcklich. Ohne Smartphone ist doch das Leben nicht lebenswert, gelle, und immer diese lästigen Kabel am Telefon, das ist ja noch schlimmer…

 

Neue Heimat Kyffhäuser

 

 

Jeder Dritte hat nicht mal 1000 Euro verfügbar

[Ich auch nicht.]

Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=43634#more-43634

Ergänzungen zum Text wie immer in Eck-Klammern.

Beginn Artikel:
„Es muss bloß das Auto oder die Waschmaschine kaputtgehen, und etwa jeder dritte Deutsche stößt an seine finanziellen Grenzen. Materielle Not zieht sich nach offiziellen Zahlen weit durch die Gesellschaft. [Auto? Konnte ich mir noch nie leisten. Waschmaschine hält zum Glück noch. Im Moment bin ich froh, wenn alle größeren Geräte noch halten, obwohl sie alle sehr alt sind. Meine Waschmaschine stammt noch von meiner Mutter; damals hat man noch Qualität her gestellt. Aber sarkastisch-witzig finde ich es, daß man „Wohlstand“ am Besitz eines Autos festmacht.]
Fast jeder dritte Bundesbürger im Alter ab 16 Jahren ist nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ von materieller Entbehrung betroffen. Demnach konnten sich im Jahr 2016 gut 31 Prozent dieser Altersgruppe in Deutschland keine unerwarteten Ausgaben in Höhe von 985 Euro leisten. [Solch eine hohe Summe habe ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr besessen.]
Das waren 21,3 Millionen Menschen, schreibt das Blatt unter Berufung auf aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes. Der Geldbetrag entspricht dem seinerzeit statistisch maßgeblichen Schwellenwert bei der Armutsgefährdung in Deutschland. Er wird regelmäßig neu berechnet.
Sparen bei Essen und Urlaub
Fast 4,9 Millionen Personen mussten darüber hinaus wegen ihrer bescheiden materiellen Lage beim Essen sparen. Sie konnten sich allenfalls nur jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten.[Da ich fast alles für Frischkost ausgebe und auch aufgrund meiner Allergie- und Unverträglichkeitssituation auch ausgeben muß, esse ich natürlich regelmäßig „vollwertig“, dafür sind meine anderen Sachen das, was man „unter aller Sau“, nennt, so gibt es zb. kein Geld für Friseur, Reinung von Kleidung, und Kleidung wird auch immer mehrfach geflickt. Es gibt auch kein Geld zum „wegfahren“ und ebenso keines für „eine Café unterwegs“ oder sonstige Vergnügungen wie Kneipe, Kino, Konzert oder dergleichen – ist alles zu teuer.]
12,8 Millionen Bundesbürger sahen sich nicht in der Lage, einen einwöchigen Urlaub außerhalb ihres Zuhauses zu finanzieren. Das war fast jede fünfte Person im Alter ab 16 Jahren. Kommen mehrere Probleme dieser Art in einem Haushalt zusammen, sprechen die Statistiker von „erheblichen materiellen Entbehrungen“. [Urlaub ist Luxus. Sagt der Gesetzgeber, der die niedrigen HartzVier- bzw. Grundsicherungssätze gestaltet hat.]
„Armut ist in Deutschland kein Randphänomen, sondern zieht sich quer durch die Bevölkerung“, zitiert die Zeitung die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann. Sie hatte die Daten angefordert. Die Bundesregierung müsse endlich ein umfassendes Konzept zur Armutsbekämpfung vorlegen, forderte die Sozialexpertin.“ Zitat Ende

11e

Da fehlt natürlich die Hälfte, das hat diese „Sozialexpertin“ nicht auf dem Schirm: Krankheitskosten. Die Krankheitskosten wären bei mir enorm, würde ich denn meine gesammelten Nährstoffmängel beheben. Behebung des Nährstoffmangels würde meine Krankheitssymptome erheblich verbessern, wenn nicht sogar, beseitigen. Dies geht aber nicht, da ich kein Geld dazu habe. Krankenkassen bezahlen keinen chronischen Nährstoffmangel. Dies wurde am Beispiel HPU hier:  https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/04/08/hpu-petition/   beschrieben.

So muß ich halt mit chronischer Krankheit, Schmerz und Erschöpfung leben. Hilfe gibt es keine. Es geht immer weiter abwärts. Taten mir vor 2 Jahren nur hier und da mal ein Gelenk weh, was durchaus auch ohne Schmerztabletten aushaltbar war, habe ich heute Dauerschmerzen in den Händen, Daumen-Großgrundgelenken, in den Iliosakralgelenken in der Wirbelsäule. Dazu kommen dann immer häufiger Kniegelenksschmerzen. Konnte ich vor 2 Jahren noch ab und zu 5-6 Stunden unterwegs sein, geht das heute nicht mehr vor Schmerzen und Erschöpfung. So schreitet die Krankheit fort, weil keiner einschreitet. Ich kann das nicht, mir fehlen dazu die finanziellen Mittel. Gestern, vor der Gewitterfront, war es besonders schlimm. Ärzte interessiert das Thema nicht. Es gäbe zwar für Fibromyalgie und CFS eine Behandlung bzw. Behandlungsversuche, aber halt nur für Leute mit richtig dick Asche in der Tasche.

Neue Heimat Kyffhäuser

Chronisch Kranke werden in Deutschland alleine gelassen

Zum Artikel: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/spd-vize-dreyer-haelt-abschaffung-von-hartz-iv-fuer-moeglich-dafuer-solidarisches-grundeinkommen-a2384610.html

Zitat:

„Sowohl bei dem Konzept von Michael Müller als auch im Koalitionsvertrag ist verankert, dass wir die Grundsicherung mit dem Thema Arbeit verbinden. Statt Hartz IV und Wohnung wird ein regulärer, sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplatz finanziert. Langzeitarbeitslose kommen so aus dem Hilfebezug heraus und nehmen am normalen Arbeits- und Gesellschaftsleben teil.““ ZITAT ENDE

Die Idee ist schlicht blödsinnig. Hier werden noch niedrigere Löhne über Umwege eingeführt. Am Ende steht der bekannte Leitsatz: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen und nicht wohnen dürfen.

Ganz abgesehen davon nimmt solch ein Gesetz die Sozialhilfe- und Grundsicherungsempfänger aus. Das würde heißen, chronisch kranke Menschen dürfen weiter so vor sich dahin vegetieren.

Es wird auch nichts getan für „Umweltkranke“. Zu den „Umweltkrankheiten“ rechnet man -folgende Krankheiten:

https://www.fatigatio.de/leben-mit-cfs/was-ist-cfs/

https://www.mecfs.de/was-ist-me-cfs/

Betroffene in Deutschland: bis 240 000, weltweit ca 11 Millionen

http://www.fibromyalgie-fms.de/startseite/

http://www.csn-deutschland.de/home.htm

***

Wenn an diesen Krankheiten Erkrankte finanziell noch gut situiert sind, mögen sie einigermaßen über die Runden kommen. In der Regel ist aber schon die Diagnostik von CFS sehr aufwändig – Labordiagnostik gibt es nicht, es handelt sich um eine Ausschlußdiagnostik. Das heißt, es müssen alle möglichen anderen Krankheiten abgecheckt werden, wenn man da nichts findet, gibt die Diagnose CFS. Wobei die Meinungen auseinandergehen, manche meinen, CFS sei „nur“ ein lange dauerndes Burn-out.

Dieser Meinung bin ich nicht, ich kann das aber nicht belegen. Klar ist, daß sich das Immunsystem der Betroffenen verändert (individuell verschieden), und daß dies die Erschöpfung ausmacht. Das Immunsystem kann sich durch vielerlei Faktoren verändern: a. angeboren, b. erworben, zb. durch Giftexposition, wobei es wiederum zwei Möglichkeiten gibt, die Höhe der Dosis (akute Vergiftung) und die Dauerhaftigkeit der – niedrigeren – Dosis (Beispiel: Amalgam/schleichend, über Jahrzehnte). Das Immunsystem kann sich weiterhin durch Infektionen verändern und tut dies auch, was dann oft zur „Diagnose“ postinfektiöses Müdigkeitssyndrom führt, mit dem „kleinen“ Nachteil, daß die Erschöpfung nie aufhört. (Jede Erschöpfung, die länger als ein halbes Jahr dauert, ist aber dem CFS zuzurechnen. Meine dauert seit 2009, schleichend schlimmer werdend. Wenn ich dran denke, was ich früher alles konnte und was heute nicht mehr geht…)

Das Immunsystem beeinflußt natürlich das neuronale System und das Skelettsystem und das Herzkreislaufsystem, deshalb sind obige Krankheiten IMMER systemübergreifend. Das heißt, der Kranke hat viele verschiedene Probleme an verschiedenen Körperteilen aber auch zusätzlich Neurotransmitterdysbalancen (zb. Serotonin-Melatoninmangel), mit entsprechenden Symptomen.

Betroffen kann auch sein der Magen-Darm-Trakt, was zur üblichen Dysbiose und Darmproblemen und weitergehend Allergien/Unverträglichkeiten führt. Histaminintoleranz ist der weitere Begleiter. Das führt dann weitergehend zu Krankheitsbildern, bei denen kaum mehr Lebensmittel geschweige denn pharmazeutische Hilfsmittel aufgrund von Unverträglichkeiten möglich sind.

Bei diesen systemübergreifenden Krankheitsbildern wird einem als chronisch Kranker nicht geholfen, weil Ärzte diese Krankheiten nicht kennen, bestenfalls kennen sie Fibromyalgie, aber mehr auch nicht, und Behandlung dafür gibt es auch nicht (bis auf Schmerzmilderung). Außerdem denken Ärzte sehr eingleisig und sind nicht fähig, die systemübergreifende Komponente dieser Krankheiten zu verstehen. Sie geht vom Immunsystem des Kranken aus.

Die Folge solcher Krankheiten ist meist Arbeitsunfähigkeit und frühe Rente, und selbst wenn ein Kranker noch einigermaßen gut situiert ist, braucht sich das finanzielle Polster rasch auf im Versuch, zumindest schnell eine Diagnose zu bekommen, und, weitergehend, daß einem dann irgendwie geholfen wird. Die Hilfsversuche sind teilweise sehr teuer, man ist faktisch gezwungen, einen Heilpraktiker oder einen der wenigen Umweltärzte (alles Privatmediziner) zu Rate zu ziehen, und das kann eh nur Derjenige, der viel Geld hat. Wenn der chronisch Kranke arm ist, ist er faktisch „am Arsch“, er wird einfach vergessen. Er fällt durch alle „Netze“. Die ständige Arztsuche und Fahrerei zu einem neuen, vielleicht besseren Arzt, hört dann auch irgendwann mal auf, weil man einfach keine Kraft und kein Geld mehr dazu hat. So geht es jedenfalls mir. Die Charité in Berlin nimmt zur CFS-Diagnostik nur Patienten aus dem Land Brandenburg auf. Alle, die woanders wohnen, haben eben Pech gehabt, und bekommen keine Diagnostik, so sie denn nicht zu einem der wenigen teuren Umweltmediziner fahren können. So sieht das Gesundheitssystem in Deutschland im Jahr 2018 aus!

Ich bin 2009 erkrankt (schleichend zunehmende Erschöpfung) und bekam 2012 die Diagnose Fibromyalgie, aber alle anderen Diagnosen treffen auch auf mich zu, was aber keinen Arzt in Deutschland interessiert. 2012 habe ich dann die Rente beantragt, bis 2015 bewilligt bekommen. Dadurch wurde es aber nicht besser, im Gegenteil, ich mußte 2 Jahre kämpfen, und dieser ständige Kampf hat die Erschöpfung immer schlimmer gemacht. Weil der Kampf Angst macht, wenn man arm ist. Man weiß ja nie, wie die Zukunft aussieht, mit solchen Krankheiten, nichts ist mehr gesichert, nicht mal das eigene Dach über dem Kopf.  –   2015 wurde dann meine Rente dauerhaft verlängert, also ich bekomme Rente bis zum Eintritt in die offizielle Rentenzeit (so nennt sich das). Das ist unwiderruflich und durch medizinische Gutachter mehrfach festgestellt worden. – Ich bin kein Einzelfall.

3e-Fruehling

Ich fordere also:

  1. eine bessere medizinische Versorgung für chronisch Kranke, vor allen Dingen für an CFS, FMS und MCS erkrankte Menschen. Dazu gehört zwingend die Anerkennung dieser längst international standardisierten Krankheiten – nur in Deutschland ist das angeblich nicht möglich. Warum wohl? Wobei die Fibromyalgie ja anerkannt ist, aber was hat das für Folgen für die Erkrankten? Keine. Man kann zwar in eine Selbsthilfegruppe gehen, wenn denn eine vor Ort ist, aber die kostet auch wieder Geld. Am Schlimmsten aber sieht die Situation aus für CFS-Kranke, die oft nicht mehr raus können, und für MCS-Kranke. Diese Menschen sind völlig isoliert.
  2. Eine deutlich höhere Grundsicherung, damit auch diesen Menschen soziale Teilhabe ermöglicht wird und diese Menschen nicht, so  wie es bei mir geschieht, sozial verarmen. Ich wüßte auch gar nicht, wo ich hier vor Ort, noch hingehen sollte, a. kostet alles Geld und b. hab ich durch die ständige Ent-Täuschung, keine Lust mehr dazu. Kräftemäßig ist sowieso nicht mehr viel drin, also weit fahren geht auch nicht, auch nicht aus finanziellen Gründen. Hier gibt es eigentlich gar nichts. Eine Zeitlang habe ich ehrenamtlich im Tierheim gearbeitet, bis auch das nicht mehr ging. Außerdem hat sich aus dieser Arbeit keinerlei Kontakt ergeben, mir kommt es immer so vor, als ob die Menschen alle nur noch vor sich her leben, ohne sich um den anderen zu kümmern. Ja, die meisten haben noch Familie, aber ich ohne Familie falle da völlig unten durch. Ich habe allerdings, nach den letzten Erfahrungen, keine Lust und auch keine Kraft mehr, mich für Andere auf irgend eine Art und Weise einzusetzen.

Teutoburgs Wälder