Wer Millionen Fremde aufnehmen kann und seine Rentner hungern lässt, ist eine amoralische, abartige Drecksau

Ich nenne die Massenmigration, die ja nun schon länger statt findet, Völkermord. Zwangsmigration. Mich hat keiner gefragt, ob ich das will, inklusive der für mich negativen Begleiterscheinungen. Die da z.b sind: Jeder Flüchtilant, der keiner ist, sondern bloß ein Wirtschaftsmigrant, also einer, der jung und gesund ist und nur zu faul ist, in seiner Heimat zu arbeiten, so einer bekommt vom deutschen Volksvernichterstaat 1000 bis 1200 Euronen fürs Nichtstun. Dafür daß er nach Deutschland transportiert wurde. Dafür daß er – meinetwegen – eine etwas dunklere Hautfarbe hat und Asyl so gerade noch stammeln kann.

Was bekomme ich vom Staat? Eine Grundsicherung. Die zum Leben nicht reicht. Die weit unter den 1000 – 1200 Euro liegt, die wildfremde Personen hier bekommen. Von den Zusatzleistungen wie warme Wohnung, ausreichend Wohnraum, und so weiter, ganz zu schweigen.

Jemand schrieb hier einmal: Wer seine Rentner hungern läßt, aber Wildfremde finanziell dermaßen unterstützt, ist ein Verbrecher. Für mich ist dieser Staat deshalb ein Verbrecher.

Grundsicherung / H4 muß mindestens auf 600 E monatlich steigen, sanktionsfrei, versteht sich, alles andere ist lachhaft. Das könnte man sofort machen – wenn man denn wollen würde. Die AfD hat es begriffen, sie hat in ihrem Programm zumindest eine Mindestrente, die in der Höhe des pfändungsfreien Grundbetrages liegt. Das ist wesentlich mehr als das, was Armutsrentner / Erwerbsminderungsrentner heute bekommen.

Zweite „Baustelle“ Wohnen:

Ein genau so großes Problem sind die Mieten, die bekanntlich stark gestiegen sind, bzw. die Wohnungen, die den Angemessenheitsrichtlinien der Kommunen entsprechen. In solch einer Wohnung muß ein armer Mensch wohnen, das wird so vorgeschrieben vom Amt – doch leider gibt es diese Wohnungen so gut wie nicht mehr, weil eben die Mieten so stark gestiegen sind. Die Mieten sind aber deshalb so stark gestiegen, weil der Markt sehr „angespannt“ ist, und warum ist der Markt sehr „angespannt“? Weil Hunderttausende Fremde (Anhaltend starke Migration: Im Oktober wurden 14.824 Asylanträge in Deutschland gestellt; Link: Klick ) auf eben diesem Markt sämtlichen verfügbaren Wohnraum in Beschlag nehmen UND gleichzeitig die Kommunen jedweden sozialen Wohnungsbau schon seit langem eingestellt haben. Ich weiß das von Köln, da wurde der soziale Wohnungsbau Anfang der 90er Jahre beendet. Für Fremde baut man natürlich immer weiter, das ist logisch, das sind ja auch die besseren Menschen.

Alte Linde, Jechaburg

Zurück zu den Kommunen und den Angemessenheitsrichtlinien: Es  müßte eine Überprüfung stattfinden bezüglich der viel zu niedrigen Angemessenheitsrichtlinien der Kommunen, die sich ein armer Mensch ja halten muß, wenn er eine Wohnung sucht.

Es gibt schon mehrere Urteile von Sozialgerichten aus Bayern, die die jeweiligen Angemessenheitsrichtlinien der jeweiligen Kommunen gekippt haben.

LINKS:

Sozialgericht Bayreuth  2018

Sozialgericht Bayreuth 2016

Ich halte fest: Es wird vom Amt vorgegeben, billig zu wohnen, sogar SEHR billig, aber so billige Wohnungen, wie das Amt sie gerne hätte für Arme, gibt es gar nicht. So kann man auch Obdachlose produzieren. Dem Amt wäre es wohl am Liebsten, daß arme Menschen in Hundehütten wohnen.

So sieht es in Deutschland aus, Ende des Jahres 2018, und, es wird noch viel schlimmer kommen, wenn denn nicht endlich eine Trendwende in Sicht ist. Ob eine Änderung der derzeitigen schlimmen Zustände jedoch über den parlamentarischen Weg herbeizuführen überhaupt noch möglich ist, darüber darf man sich trefflich streiten.

AfD im Kyffhäuserkreis auf 31 Prozent: Klick 

Neue Heimat Kyffhäuser

 

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Empörender UN-Bericht über soziale Lage in Deutschland

Quelle:  https://deutsch.rt.com/inland/78814-viele-kinder-gehen-hungrig-zur/

Video über das Gestammel der „Pressesprecher“ der „Bundesregiereung“ (2:56 Min.) zu diesem Thema:

Man merkt ja deutlich, daß die Oberlaberer, auch genannt „Sprecher der Bundesregierung“, am Anfang gar nicht wissen, worum es geht. Als der Reporter von rt.deutsch dann nachfragt, kommen die üblichen standardisierten Floskeln. Ja, alles sei rechtlich o.k., was man mache, und so weiter, blabla.

Meine Meinung:

Als ob die „Bundesregierung“ so etwas interessieren würde.

Sie verneint einfach, daß es die geschilderten Dinge (weit verbreitete Armut, prekäre Jobs, Millionen Obdachlose etc.) gibt.

So einfach ist die Welt dieser Verbrecher. Ich nenne diese Bundesregierung mittlerweile bewußt Verbrecher, denn sie töten Menschen durch dieses ihr „Verhalten“. Sie töten ganz bewußt, also vorsätzlich. Es findet sich nur kein Richter für diese Verbrecher. Noch nicht.

Neue Heimat Kyffhäuser

Malochen bis 70? Der Betrug an den Rentnern und was dahinter steckt

Ökonomen warnen vor Rentenkollaps. Das Eintrittsalter müsse weiter steigen. Angesichts des technischen Fortschritts ist das paradox – mit Blick auf marktwirtschaftliche Glaubenssätze nicht.

von Susan Bonath

Arbeiten bis zum Umfallen: Das ewige Hohelied auf den Lohnerwerbsmarkt tönt wieder laut durch die Presse. Für die Scharlatane der Vulgärökonomie führt kein Weg an einer Erhöhung des Renteneintrittsalters vorbei. Überhaupt: Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag meldete, geht schon jetzt jeder sechste  65- bis 69-Jährige noch zur Arbeit. Schon sind sie wieder da, die Experten für Demografie und Co.: Viele Ältere arbeiteten freiwillig, schwadronierten sie. Schließlich sei Arbeit „identitätsstiftend“. Angesichts der technologischen Entwicklung, die von Arbeit befreit und für exorbitanten Überproduktion sorgt, wirken die Forderungen der Betreuer des Kapitals nicht zu Unrecht auch für den Laien paradox.

Die Phrasen der Vulgärökonomen

„Die stetig wachsende Lebenserwartung bedeutet immer längere Rentenzeiten bei konstanten Beitragszeiten“, sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann am 17. Oktober 2018 in Berlin auf dem Hauptstadt-Empfang der Notenbank laut Handelsblatt. Das bereits praktizierte schrittweise Anheben des Ruhestandalters auf 67 Jahre genüge nicht mehr. Man müsse bis 2050 die 70 anpeilen – oder das Rentenniveau senken. Wer nicht gesund genug sei, könne ja Erwerbsminderungsrente beantragen, so Weidmann.

Auch der Ex-Chef der sogenannten „Wirtschaftsweisen“, Bert Rürup, tauchte aus der Versenkung auf. Ab 2030 müssten die Menschen über das 67. Lebensjahr hinaus malochen, machte er den Lesern der Rheinischen Post weis. Seine Begründung: „Selbst höhere Zuwanderung kann nicht verhindern, dass in den Jahren 2025 bis 2045 die Erwerbsbevölkerung deutlich zurückgehen und das Wirtschaftswachstum bremsen wird.“ Da die Menschen im Schnitt älter würden, steige die Zahl der Rentner weiter an. Rürups Fazit:

Nur eine weitere Anhebung des Rentenalters in kleinen Schritten würde die in der Bevölkerungsentwicklung angelegte Wachstumsbremse lockern.

So warnte der 74-Jährige die Bundesregierung davor, den Beitragssatz nach 2025 bei 20 Prozent und das Niveau der Altersbezüge bei 48 Prozent festzuschreiben. „Dann verabschiedet man sich letztlich von der beitragsfinanzierten Rente“, malte Rürup ein düsteres Bedrohungsszenario an die Wand.

Der Bundesrechnungshof sprang auf denselben Zug auf: Eine Renten-Garantie über das Jahr 2025 hinaus dürfe es nicht geben. Es sei denn, man verlängere die Lebensarbeitszeit, klagte die Behörde vergangene Woche in einem Bericht an die Bundesregierung. Denn: Die Staatskasse sei finanziell nicht ausreichend gewappnet gegen den sogenannten demografischen Wandel. Letzteres bedeutet nichts anderes als: Immer mehr Menschen werden für den Kapitalverwertungsprozess überflüssig.

Fitte Reiche, kranke Arme

Springers Welt online gibt auch ihren Senf dazu: Viele Rentner arbeiteten nicht aus wirtschaftlicher Not, sondern weil sie Spaß daran hätten, so die steile These, mit der das Blatt am Mittwoch aufmachte. Dabei berief es sich auf eine neue Studie des der Bundesagentur für Arbeit (BA) angegliederten Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das hatte dazu erwerbstätige Rentner befragt.

Allerdings räumten die Forscher ein: Von vornherein gut situierte Ältere blieben häufiger länger im Job als Arme. Einen solchen fänden letztere häufig gar nicht. Weiter unten im Bericht wird Silke Anger, Leiterin des Bereichs Bildung, Qualifikation und Erwerbsverläufe beim IAB, deutlicher: Die Gruppe der gut situierten Pensionäre sei besser dazu fähig, weiterzuarbeiten. Denn:

Die Personen haben ihr Leben lang eher schonende Tätigkeiten ausgeübt, die körperlich weniger belastend waren.

Wer nämlich aus einem Bürojob komme, habe mehr Möglichkeiten. Er könne sich später etwa als Berater selbständig machen, so Anger. Für Fabrikarbeiter seien „die Optionen viel beschränkter“. Sie plädiert für ein flexibles Renteneintrittsalter. Einen Zwang zur Weiterarbeit lehne sie ab.

Kinder und Niedriglohn machen Frauen arm

Und schließlich gebe es eben doch das Motiv der finanziellen Not. Das treffe besonders Frauen. Arbeiteten sie im Alter weiter, geschehe das in 42 Prozent der Fälle aus Geldmangel. „Viele Rentnerinnen können nur so ihre Existenzgrundlage sichern“, resümierte Anger und meint damit: Arbeiten die Frauen nicht, würden viele von ihnen in den Sozialhilfebezug fallen. Und dieser ist, wie es im Übrigen auch für Hartz IV und Asylbewerberleistungen gilt, an einen vorherigen Ausverkauf fast jeglichen Vermögens gekoppelt.

Angers Gegenvorschlag klingt zynisch, ist aber systemimmanent: „Frauen müssen deshalb früh auf kontinuierliche Erwerbsverläufe achten.“ Das heißt: Sie sollen – Kindererziehung hin oder her – keine zu langen Auszeiten nehmen und möglichst Vollzeit schuften. Sie lamentierte: Darum müsse sich die Politik bemühen, die Familienarbeit zwischen Müttern und Vätern aufzuteilen, etwa durch ein Ende des Ehegatten-Splittings. Es verwundere nicht, wenn Mütter mit einer schlechteren Steuerklasse Teilzeit arbeiteten.

Einen weiteren Grund sprach sie nicht an: Das Lohngefälle zwischen typischen Frauen- und Männerberufen. Für erstere werde im Schnitt noch immer fast 22 Prozent weniger Lohn gezahlt, wie Statistiken aus diesem Jahr preisgeben. Anspruchsvolle Jobs seien kaum mit familiären Verpflichtungen vereinbar, heißt es darin auch. Branchen, die Mini- und Teilzeitjobs ermöglichten, fänden sich vor allem im Niedriglohnsektor.

Armut und Mehrarbeit trotz steigender Überproduktion?

Eigentlich müsste die Menschheit jubeln. Der technologische Fortschritt befreit von Arbeit. Der Mensch könnte sich der Kunst hingeben oder der Wissenschaft, könnte erfinden und – ökologisch – erneuern oder sich mehr auf die Familie und seinen heutzutage meist fremd betreuten Nachwuchs konzentrieren. Ältere könnten früher statt später in den Ruhestand gehen, Jugendliche länger studieren. Denn anders als vor 100 Jahren herrscht kein Mangel mehr. Das Gegenteil geschieht: Der Fortschritt führe zum Jobabbau, klagen Verfechter der heutigen Wirtschaftsordnung. Zugleich jammern sie über exorbitante Überproduktion.

Zu letzterem Thema braucht man nur die Nachrichten zu durchforsten: Nordzucker rechne mit Preisverfall durch Überproduktion, berichtete die Osnabrücker Zeitung kürzlich. Grund seien Ausweitungen der Produktion in Indien und Thailand in Verbindung mit der Dürre in diesem Sommer in Mitteleuropa. Am 4. Oktober beklagte die Umweltorganisation WWF die Überproduktion von Backwaren und deren Vernichtung.

Im April 2018 wetterte der Bundesverband deutscher Milchviehhalter auf der Agrarminister-Konferenz in Münster über eine exorbitante Überproduktion von Milch. Er rief nach staatlicher Marktregulierung. Kurz zuvor war bekannt geworden: Die EU sitzt auf 380.000 Tonnen Magermilchpulver aus staatlich abgekaufter Überproduktion, die in den Lagerhäusern verrotten. Und kürzlich wurde ebenso publik: Die Modekette H&M verbrennt jährlich tonnenweise neue Kleidung. Und die Stahlindustrie jammerte im März 2018: Gigantische Überproduktion sorge für sinkende Preise und Strafzölle. Nicht zu vergessen der Onlinehändler Amazon, der jährlich tonnenweise neuwertige Produkte in den Müllpressen entsorgt. Oder die Autoindustrie, die allerorten Halden betreibt, auf denen unverkaufte Neuwagen vor sich hin rosten.

Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit

Angesichts dessen fragt sich der Laie zu Recht: Warum vernichtet man die überproduzierten Güter, statt sie zu verteilen? Weshalb gibt der deutsche Staat Rentnern, Alleinerziehenden und Erwerbslosen nicht mehr Geld für Teilhabe? Wieso sollen Rentner länger arbeiten, wenn doch schon jetzt Überfluss ohne Ende von den Fließbändern rollt? Warum drangsaliert man Erwerbstätige mit Mehrarbeit und Erwerbslose mit Strafen, anstatt die Arbeit vernünftig aufzuteilen? Warum verhungern dieser Tage im Jemen und in anderen armen Ländern täglich Tausende Kinder, obwohl europäische Lagerhäuser bis zum Rand gefüllt sind?

Um das zu verstehen, hilft ein Blick auf die kapitalistische Produktionsweise. Sie basiert grundlegend auf der Ausbeutung von Lohnarbeit. Das heißt: Unternehmer bezahlen ihren Arbeitern weniger Lohn, als diese an Umsatz erwirtschaften. Sie schöpfen Profit ab. Das gelingt nur bei der Lohnarbeit. Maschinen und Computer geben lediglich ihren bereits bezahlten Anschaffungswert in die Waren ab. Dadurch sinkt ihr Preis.

Dieses Modell taugte in den vorigen Jahrhunderten. Im Streben nach Maximalprofit erfand man immer neue Technik, um Konkurrenten auszuschalten. An eben jenem Widerspruch, dass Maschinen gesamtwirtschaftlich gesehen keinen Mehrwert produzieren, sondern nur die Preise drücken, und zugleich immer mehr ausbeutbare Arbeit überflüssig machen, scheitert die Spirale der Profitmaximierung.

Profit und Soziales: Aus einem Topf aber ungleich verteilt

Doch was ist Mehrwert? Er entsteht dort, wo Neues geschaffen wird: in der Produktion, der Agrarwirtschaft, dem Baugewerbe. Der Dienstleistungssektor – also die Finanzbranche, das Transportwesen, der Handel und  die Werbeindustrie etwa – schafft keinen Mehrwert, sondern realisiert ihn nur. Die Dienstleister schöpfen also von einem woanders erzeugten Mehrwert mit ab. Daraus generieren sie Gewinn wie Lohn.

Ein Beispiel ist die Textilindustrie: Produziert wird in den Baumwollanbaugebieten, in Indien etwa, in Bangladesch oder Myanmar, unter oft unmenschlichen Bedingungen. Dort entsteht der Mehrwert. Der Transport nach Europa, der Verkauf bei H&M, KiK oder Lidl dient dessen Realisierung. Beachtet man, dass der Dienstleistungssektor in Deutschland inzwischen drei Viertel des Bruttoinlandsprodukts ausmacht – vor 65 Jahren fiel dieser Anteil auf das produktive Gewerbe, es war also umgekehrt – muss man konstatieren: Die westlichen Industrienationen leben immer mehr auf Kosten der sogenannten „Dritten Welt“.

Wichtig zu wissen ist: Nicht nur Unternehmer schöpfen ihre Gewinne aus dem Mehrwert. Die Steuern, die sie und die Beschäftigten an den Staat zahlen, stammen ebenfalls aus diesem; genauso die Kosten für Aufrüstung, Wirtschaftskriege, Infrastruktur und sämtliche Sozialausgaben, darunter auch die Rente.

Um den Vergleich anzustellen: Kürzlich ging die Schlagzeile durch die Presse, die Großaktionärsfamilie Quandt und Klatten „verdiene“ täglich (!) drei Millionen Euro. Was tut sie? Sie schöpft den Mehrwert aus der bei BMW und Co. geleisteten Arbeit ab. Ihr gigantisches leistungsloses Einkommen stammt damit aus derselben Quelle wie die Minirente einer früheren Verkäuferin bei KiK oder die Hartz-IV-Bezüge der alleinstehenden Mutter aus Berlin-Hellersdorf. Das Problem heißt also ungleiche Verteilung.

Zwang zum Wirtschaftswachstum

Die technologische Entwicklung führt somit die kapitalistische Logik des Abschöpfens von Profit aus Lohnarbeit ad absurdum. Während der Zwang zu Maximalprofiten zu technologischem Fortschritt und dieser zu Maximalproduktion führt, dezimiert ersterer zugleich die Abschöpfungsquelle: die Lohnarbeit. Man stelle sich Folgendes vor: Maschinen und Computer übernähmen eines Tages jegliche produktive Arbeit. Lohnarbeiter würden für die Profiteure überflüssig. Deren Manager, der Staat, müsste sie dann alimentieren.

Der Vulgärökonom wittert angesichts dieser Tendenz Kostensteigerungen zulasten der Allgemeinheit. Er gibt die Schuld an eine wachsende Bevölkerungsgruppe ab, die von den Eigentümern des Kapitals nicht mehr für den Verwertungsprozess benötigt wird. Dabei können Betroffene nichts dafür, dass sie von immer weniger Arbeitern mitfinanziert werden müssen. Die Kapitaleigner tun es ja nicht anders. Doch im Gegensatz zu letzteren verfügen die Armen über keine nennenswerte Kaufkraft. Daran hängt aber die Rendite. Ergo: Kapital, dass sich nicht mehr rentiert, wird auch überflüssig. Global betrachtet, sinkt so die Profitrate.

Die Zentralbanken versuchen, mit einer Senkung des Leitzinses dagegen anzugehen. In Europa ist dieser seit 2016 auf null. Ihre Hoffnung: Billige Kredite sollen Unternehmer waghalsiger stimmen und die Wirtschaft zum Wachsen bringen. Denn nur, wenn die Wirtschaft immer schneller wächst, kann im Zug des technischen Fortschritts ein profitables Level produktiver Lohnarbeit aufrechterhalten werden. Anders ist in diesem Wirtschaftsmodell ein rasanter Fall der Profitrate, sprich: die nächste Krise, nicht zu verhindern.

Auch die Finanzbranche kämpft mit dieser Realität. Sie versucht, mit Spekulationen an Rendite zu kommen. Gern heißt es, diese Art der Geldschöpfung erfolge völlig abgekoppelt von der Wirtschaft. Das ist ein Ammenmärchen: Wie der Name schon sagt, spekulieren Finanziers, und zwar auf noch nicht realisierten Mehrwert, oder kurz: auf zukünftige Arbeit. Wird diese nicht in einem bestimmten Zeitfenster umgesetzt, platzen die berühmten Finanzblasen. So funktionierten, freilich in kleinerem Rahmen, bereits die Wechselgeschäfte im 19. Jahrhundert.

Schuften für die Profitrate – ein Teufelskreis

Es folgt die Wirtschaftskrise: Firmen gehe pleite, Jobs verschwinden, die Armut steigt. Der Staat verzeichnet sinkende Einnahmen. Er reagiert mit Rentenkürzungen und Sozialabbau. Und Markt-Ökonomen jammern: über Fachkräftemangel, ausufernde Sozialausgaben, „schmarotzende“ Erwerbslose, „träge“ Rentner.

Das rückt die aktuellen Forderungen der „Experten“ nach einer weiteren Anhebung des Rentenalters in ein anderes Licht. Um es noch einmal kurz zu fassen: Dank Technologie schrumpft die Quelle allen Profits, produktive Lohnarbeit. Um diese zu erhalten, muss die Wirtschaft immer rasanter wachsen. Überproduktion entsteht, wird aber vernichtet, um einen Preisverfall zu verhindern. So existieren brutale Armut und perverser Reichtum nebeneinander. Doch weiter:

Sinkt die Profitrate, weil das Wachstum aufgrund begrenzter Ressourcen trotzdem nicht mithalten kann, vermag der Staat weniger über Steuern und Abgaben abzuschöpfen. Seine Kassen werden leerer. Er kürzt Sozialleistungen, verschärft die Repressionen und hebt das Renteneintrittsalter an. Sein Ziel: Der Staat will möglichst viele Menschen in den Produktionsprozess zwingen und so die Wirtschaft trotzdem ankurbeln – ein Teufelskreis, basierend auf einer irrationalen Lehre von der „Marktwirtschaft“.

Quelle: https://deutsch.rt.com/meinung/77869-malochen-bis-70-die-rentenluege-der-markt-experten/

Dazu noch folgendes:

Zitat aus der Zeitschrift Stern, Ausgabe 1.3.2017 zur Schlagzeile Politiker bedienen sich an Rentenkasse und lassen andere die Zeche zahlen:

„Bei den Finanzierungsproblemen der gesetzlichen Rentenversicherung handelt es sich nachweislich nicht um die Folgen ,langfristiger demografischer Veränderungen’, sondern um die Auswirkungen der Eingriffe des Gesetzgebers in die Rentenkasse.“ Dass der demografische Wandel schuld sein soll, glaubt er nicht. „Wir leiden nicht unter einem demografischen Problem, wir leiden unter einer wirtschaftspolitischen Elite, die sich bereichert.“ Zitatende

In dem genannten Artikel wird zum Teil detailliert auf die Plünderung der Rentenkassen seit 1953 eingegangen. Es wird der Betrag von 700 Milliarden Entnahme plus 300 Milliarden für entfallene Zinsen genannt, die zweckentfremdet quasi veruntreut wurden. Wirtschaft und unsere Politiker scheinen uns offensichtlich für vollkommen verblödet zu halten, wenn sie jetzt mit solch fadenscheinigen Gründen für das Rentendilemma daherkommen, steht doch sogar in einem Mainstreammedium etwas ganz anderes über die Ursachen.

Menschen vergessen halt schnell.

Zum Schluß noch diese Grafik:

Dort findet sich Deutschlands Rentenniveau weit  unter dem EU-Durchschnitt, fast als europäisches Schlußlicht. Nur Rentnern in Großbrittannien, Polen, Malta und Irland geht es schlechter als deutschen Rentnern.

Neue Heimat Kyffhäuser

 

Kampf gegen Altersarmut erfolgt nicht

Man hat das Problem immer noch nicht erkannt.

Um eine populistische Worthülse und absoluten Hohn gegenüber Geringverdienern handelt es sich bei dieser Aussage der „Sozialexpertin“ Sabine Zimmermann:

„Dafür (um etwas gegen Altersarmut zu tun) müsse die gesetzliche Rente gestärkt werden, unter anderem durch Anhebung des Rentenniveaus auf mindestens 53 Prozent.“

Beispiel mit mit dem Mindest„lohn“ von 8,84 €, 35h Woche 21 Arbeitstage: = 1299 € Brutto = 993 € Netto davon 53 %  = 526 € Rente

Das auch nur, wenn man 45 Arbeitsjahre voll bekommen hat. Was ist mit der inflationärem Steigerung / Geldentwertung? Und die wichtigste Frage: Wer schafft heute noch 45 Arbeitsjahre?

Die Linke fordert schon seit Langem ( als einizige Partei ) eine deutliche erhöhung des Mindeslohnes ( Mindestens 12 € ) . Und die Linke hat als erste Partei die Einführung des Mindeslohnes vorgeschlagen ( dafür wurde sie von den anderen Parteien verspottet ). Was sagt die afd dazu? Nichts. Sie will nichts ändern, außer die „Eigenverantwortung“ stärken. Wovon, weiß keiner so genau. Manche wollen den Erhalt des Mindestlohns unter 9 Euro, manche wollen den Mindestlohn ganz abschaffen. Afd will die Abschaffung der Erbschaftssteuer, die sowieso eine der niedrigsten in Europa ist, dazu will die afd noch die Abschaffung der gesetzlichen Kranken – bzw. Rentenversicherungen; die privaten können bleiben. Worauf diese Ideen hinauslaufen, dürfte klar sein.

Oberster Wall, Germanische Schanzen, Ölmüllerberg, Hainleite, Kyffhäuserkreis

12€/h 35h Woche 21 Arbeitstage: 1764 € Brutto = 1.257 € Netto = 934 € Rente, das wär ja schon mal was, aber es ist immer noch weitaus zu wenig.

Die Masse der „Bürger“ glaubt diesen Gehirndurchfall, der hier im Artikel ganz oben steht, weil sie das eben glauben will. Nachrechnen wird keiner,  und hinterfragen wird das auch keiner. Man will glauben. Alles andere als die vorgetäuschte heile Welt verträgt der deutsche „Bürger“ nicht mehr.

Ich bin kein Bürger. Ich weiß, als Erwerbsminderungsrentner, wie die Realität aussieht. Nur leider will das halt keiner der „Bürger“ da draußen, wahrnehmen. Woran das wohl liegt?

Neue Heimat Kyffhäuser

 

 

Arm ärmer altersarm – afd keine Lösung

Stichworte:
afd nur Ablenkung – afd ist gegen einheitliche Grundrente, die über dem Armutsniveau liegt – afd ist nur Partei innerhalb des bestehenden Systems – afd wurde nur gegründet, um das Stimmvieh zu beruhigen – eigene Erfahrungen damit bestätigen dies – es existiert  online eine gekaufte Masse von „Pro-afd-Schreibern“, die alles niedermachen, was sich gegen die afd ausspricht – Haupt“sitz“: Diskussionsbereich der Epoch Times – afd fordert Abschaffung der Erbschafts- und Vermögenssteuer – afd will Steuern für Milliardäre und Mulitmillionäre senken –

afd lenkt mit Parolen gegen die „Flüchtlingsinvasion“ von der wachsenden sozialen Spaltung Arm/Reich in Deutschland ab

afd trägt damit zur Spaltung der Bevölkerung bei – satte Firmengewinne, gestiegene Unternehmenswerte und anhaltender Immobilienboom haben Deutschlands Reiche erneut reichter gemacht – Tipp: Wem gehört Deutschland: Die wahren Machthaber  und das Märchen vom Volksvermögen, zu finden auf den Nachdenkseiten – Von 2000 bis 2020 wurden und werden privatrechtlich 5,7 Billionen Euro vererbt, mehr als die Hälfte des deutschen Gesamtvermögens, das etwa 10 Billionen Euro beträgt. Gäbe es in Deutschland eine Erbschaftssteuer wie in Frankreich, in Höhe von 50 Prozent, so hätte der deutsche Staat in diesem Zeitraum 2,9 Billionen Euro eingenommen – aber der deutsche Staat drangsaliert lieber HartzVier-Empfänger und läßt Alte und chronisch Kranke mit so wenig Geld am „Leben“, daß es zum LEBEN eben zuwenig ist, aber zum Sterben zuviel – zwei Drittel der Hochvermögenden erklären bei Umfragen, daß sie ihr Geld geerbt haben, dh. diese Leute haben nie für ihr Geld gearbeitet. Das sind die wahren Schmarotzer in Deutschland.

Dazu auch meine Meinung:

Der Deutsche will das so. All diese Fakten sind längst bekannt; HartzVier und das damit zusammenhängende Repressionssystem besteht seit 2005. Der Deutsche liebt Unterdrückung, er liebt die Herr-schaft, den Zwang, die „Disziplin“, die „Ordnung“, die Unterordnung, die „klaren Verhältnisse“, sonst hätte es niemals das sogenannte „dritte Reich“ geben können. Der Faschismus liegt tief in der Natur des Deutschen. Es benötigte deshalb nicht viel, den Deutschen dahin zu bringen, daß er seine eigene arme Bevölkerung haßt. Gezielt gefördert wurde diese Spaltung der Bevölkerung seit der Einführung der „HartzVier-Agenda“ über die mainstream-Medien, durch Elaborate wie „Arno Dübel noch nie gearbeitet im Leben“ und die grobe Pauschalisierung, alle Armen seien nur faul, arbeitsscheu und ihre Armut selbst schuld. Man selber, die „arbeitende Bevölkerung“, die – teilweise nennen diese Leute sich wirklich so – die ELITE, habe keine Lust, faule Sozialschmarotzer zu finanzieren. Wer die wirklichen Schmarotzer sind, wird damit erfolgreich verschleiert. Arme können sich ja eh nicht wehren. Dazu fehlen ihnen die Mittel. Und nein, es wird auch keine Revolution von den Armen ausgehen, dazu fehlt ihnen einfach die Kraft. Aber das sind Arme natürlich auch wieder selbst schuld *IRONIEOFF*

Film dazu:  https://www.youtube.com/watch?v=lLUQhbGqONE&t=111s

Bei der Aussage selbst schuld müßte eigentlich jeder wach werden, zumindest jeder politisch interessierte, noch empathische Mensch, denn diese Aussage ist nichts anderes als eine kapitalistische / neoliberale Schuldzuweisung an Menschen, die an einem System zerbrechen, in dem sie von Anfang an (seit ihrer Geburt) keine Chance hatten. Arm bleibt arm, dies  ist vielfach bewiesen, Arme haben keine Chance im Kapitalismus, und das soll auch genau so sein.

Die Einzigen, die diese Tatsache DEUTLICH aussprechen, sind Kommunisten. Warum ist das so? Bitte mal nachdenken!

Um diese Tatsache zu verbergen, denjenigen Menschen gegenüber zu verbergen, die nicht arm sind, und die ja noch ein bisschen Empathie gegenüber ihrer eigenen armen Bevölkerung empfinden KÖNNTEN, entwickeln KÖNNTEN (man beachte den Konjunktiv), hat man erfolgreich medial das Bild des faulen Hartz-Vier-Schmarotzers erschaffen. Daß diese Medienkampagne erfolgreich war, kann man daran erkennen, daß fast jeder online und auch so, öffentlich, sagt, „geht doch einfach arbeiten, ihr Armen, dann bleibt ihr auch nicht arm“. Wie weit solche Aussagen von der Realität abweichen, ist den verblödeten Deutschen gar nicht klar; sie repetieren, wie  üblich, das, was ihnen von den Medien vorgegeben wird. Die ehemaligen LINKEN, die sich heute nur  noch LINKS nennen, aber nicht mehr LINKS sind, machen die Ablenkungskampagne rund, indem sie jeden dahergelaufenen Fremden mit offenen Armen willkommen heißen, als ob es keine  armen Deutschen gäbe. Aber arme Deutsche, dafür haben sich die Schein-LINKEN noch nie interessiert (bis auf die Ausnahmen Wagenknecht/Lafontaine).

Zu dem Thema gab es ja hier schon Artikel.

Das Ganze dient auch dem weiteren Hassaufbau bei den Rechten gegen LINKE, die gar nicht links sind. Aber so weit denken Rechte nicht. Hauptsache, sie haben ein Feindbild, dann lebt es sich besser.

Linke (also Schein-Linke) sagen dagegen, man müsse solidarisch sein mit den Fremden, klar, nur nicht mit den armen Deutschen. Deutsche hätten ja in Deutschland per se alle Chancen, sie seien selbst schuld, daß sie arm sind.  Außerdem ist die Armut in Afrika viel schlimmer.

Da haben wir es wieder. Selbst schuld. Nix Empathie. Nix Solidarität. Weder bei Schein-Linken, noch bei Rechten. Armes Deutschland. Hoffentlich hast du es bald hinter dir.

Neue Heimat Kyffhäuser

 

Wir haben zwar Sommerpause, aber wir sind immer noch arm – Mord an chronisch Kranken

Fibromyalgie zumindest behandelbar, wie hier: https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/14/schulmedizin-bekaempft-nur-symptome-sie-heilt-nicht-fibromyalgie/  dargestellt.

Getan wird seitens der Schulmedizin genau NICHTS.

Wechseljahresbeschwerden die Krankheitswert haben, werden von der Schulmedizin auch nicht behandelt. Quelle: Hormonselbsthilfe: https://hormonselbsthilfe.de/selbsthilfe/themen/fibromyalgie/

Zusammenhänge zwischen Störungen der Hormone und chronischen Schmerzen bei Fibro sind nachgewiesen. Es wird weiterhin bei der Ärzteschaft so getan, als wisse man davon nichts.

Fachärzte sind selten. Alleine schon seine Hormone messen zu lassen, erfordert einen Riesenaufwand. Der Hormonfacharzt, der Endokrinologe, ist eine Seltenheit. Meist handelt es sich noch dazu um Männer, die Wechseljahre bei der Frau und die damit zusammenhängenden Probleme sowieso nicht ernst nehmen. Ja, gut, bei hashimoto machen sie dann immerhin mal die Schilddrüsenhormone. Mehr aber auch nicht. Da muß man schon dem Arzt gegenüber sehr DEUTLICH werden, bis der was macht. Erschöpfung gibt es ja offiziell in Deutschland nicht. Ärzte kennen keine Erschöpfung. Was man nicht kennt, da muß man auch nicht nach den Ursachen suchen, so einfach ist das. Denn: Suchen kostet Geld, und Geld muß im Kapitalismus gespart werden, schließlich sind chronisch Kranke ja Dreck und dürfen in Deutschland nichts kosten.

Fachärzte sind also aus demselben Grund, selten. Weiter fahren kann man nicht, wenn man arm ist. (Ich danke auch an dieser Stelle für Einladungen, aber weiter fahren kann ich nicht aus Kostengründen.) Fast jeder chronisch Kranke landet irgendwann mal in der Armut, denn chronische Krankheit kostet viel Geld. Schon alleine die Diagnose, bei der sich Schulmediziner weigern, auch nur ansatzweise mit zu arbeiten (weil das ja alles zu viel Geld kostet), ist schwierig. Frauenärzte sind auch nicht dazu bereit, Hormone zu messen, und wenn, dann höchstens als sogenannte „Igel-Leistung“, dh. der Kranke muß selbst bezahlen. Früher habe ich dann so etwas auch schon mal selbst bezahlt, als das noch ging. Das kann ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr machen.

Noch teurer sind Heilpraktiker. Die messen zwar Hormone, dies tun sie aber nur im sogenannten „Speicheltest“. Der Speicheltest, bei dem mehrmals täglich ganz praktisch von zuhause aus die Hormone im Speichel gemessen werden können, ist  – wer hätte das gedacht – natürlich nicht schulmedizinisch anerkannt. Schulmedizin mißt nur im Blut, und was sich im Blut nicht zeigt, ist nicht vorhanden, Schluß, Aus, Ende, keine weiteren Diskussionen, bitte. Daß man in sogenannten „burn-out“-Kliniken (nur für reiche Besserverdienende, Schulmedizin bezahlt das natürlich NICHT) mittlerweile auf Speicheltestung übergegangen ist bleibt normalen Ärzten dabei verborgen. Will sagen: Der Speicheltest als zuverlässige Messmethode, was Hormone jedweder Art angeht, ist längst etabliert, nur die deutsche Schulmedizin will davon nichts wissen.

029e

Ich sage, all das hat Methode.

Die wenigen Schulmediziner/Endokrinologen haben Methode. Warum soll denn jeder Kranke einen Arzt in erreichbarer Nähe haben? Das ist überflüssiger Luxus!

Daß Hormonmessungen per se in Deutschland keine Kassenleistung sind, hat Methode. Warum sollen denn chronisch Kranke Hilfe bekommen, Hilfe, die sie bekommen könnten, würde man bei ihnen zeitgerecht einen oder mehrere Hormonmängel feststellen können und dann beheben können? Chronisch Kranke brauchen keine Hilfe, das hat Methode. Oder wie kann man sich erklären, daß es immer noch in Deutschland keine Ärzte gibt (außer Berlin-Brandenburg), die CFS diagnostizieren können? (Was ist CFS: https://www.lost-voices-stiftung.org/was-ist-me/diagnosekriterien/) Seit Jahren eiert man da schon rum, in Deutschland gibt es schätzungsweise 300 000 Betroffene, für die es KEINE Hilfe gibt, und dies hat Methode! Dies ist beabsichtigt, die Kranken sollen gefälligst dahin vegetieren und früh verrecken, dann kosten sie den Staat wenigstens kein Geld mehr!

Armut macht Krank, das ist bewiesen, und so stellte sich auch bei mir nach Jahren der Armut, während ich mehr oder weniger verzweifelt versuchte, aus HartzVier raus zu kommen, die chronische Erschöpfung und Fibromyalgie ein. Die Kombination Armut UND Krankheit, bei der man dann „gnädigerweise“ irgend wann Erwerbsminderungsrente bekommt, ist die Krönung des Übels. Weil: Abhilfe gibt es nicht:  Es gibt keine Veränderungsmöglichkeiten, keine Dazuverdienstmöglichkeiten und die ärztliche Versorgung ist praktisch nicht vorhanden. Vor Ort, versteht sich.

Ich muß dreieinhalb Stunden mit der Bahn nach Leipzig fahren, zu einem Endokrinologen. Zur Bahn hin muß  ich auch noch und ab Leipzig Bhf noch ein Stück weiter. An so einem Tag, am Tag eines Arztbesuches, bin ich über 12 Stunden unterwegs. Das schaffe ich nicht mehr wegen der Erschöpfung. Nun muß früh morgens Nüchternblut abgenommen werden, in Leipzig, versteht sich, nicht bei mir zu  hause. Das geht überhaupt nicht, da ich nicht in der Lage bin, völlig nüchtern über 3 Stunden irgendwo hin zu fahren. Das geht nur, wenn ich in Leipzig übernachte und früh morgens nüchtern zur Arztpraxis fahre. Der ganze Spaß, den auch mein Hausarzt hätte machen können, dem das aber zu teuer sei (so die Aussage der behandelnden Endokrinologin), kostet mich 80 Euro. Dies muß ich von meiner eh zu mickrigen Grundsicherung bezahlen. Ich muß das nur deshalb bezahlen, weil der Hausarzt um die Ecke dies aus Kostengründen NICHT macht. Oder ich verzichte auf diesen Diagnoseschritt.  Die Fatigue muß aber abgeklärt werden. Auch wenn das die Schulmedizin nicht interessiert, MICH interessiert das. Ich bin seit 2009 chronisch krank, das sind NEUN JAHRE und mich interessiert das immer noch, und wenn es das letzte ist, was mich interessiert.

Ich sage, das hat Methode!

So kriegt man Leute auch kaputt. Das ist Mord, der vom System aus geht. Mord an Armen, Mord an chronisch Kranken, damit die auf jeden Fall eher verrecken.

Der Spaß wird danach noch weiter gehen. Ich kann nur hoffen, daß die da in Leipzig was finden. Wahrscheinlich finden sie aber nix außer einem „etwas niedrigen Morgencortisol und einem niedrigen DHEA, was aber nicht behandlungsbedürftig ist“. Wie heißt das doch so schön: Wechseljahre sind keine Krankheit. Wenn Frau aufgrund der Wechseljahre chronische Schmerzen hat, chronisch erschöpft ist, plus einiger anderer medizinischer Auswirkungen, auf die ich hier nicht näher eingehen will, weil das zu privat ist, ist das der Schulmedizin völlig schnurz. Hauptsache, die chronisch Kranken (meist sind es Frauen) nippeln eher ab. Ältere Frauen braucht in diesem Land keiner mehr.  Für den Kapitalismus sind wir überflüssig, nutzlose Fresser.

Früheres Sterben spart Geld. Womit wir wieder beim Haupt-Thema im Kapitalismus wären: Es darf alles nichts kosten.

Daß dieses Thema kaum Anklang findet unter meiner Leserschaft, liegt mit Sicherheit an der Dummheit der Menschen, die sich nicht vorstellen können, wie es ist, dauerhaft erschöpft zu sein.  Und einfach, aufgrund von Armut und Erschöpfung, nichts mehr machen zu können – denn man will ja. Man kann aber nicht. Es kamen schon sehr dumme geistige Elaborate von Kommentatoren hier auf dem blog, die ich selbstredend gelöscht habe. Wenn man keine Ahnung hat, einfach die Klappe halten.  So meinte ein „besonderes männliches Prachtexemplar“, durch „häufigeren Sex“ könne man die Hormone „aufpäppeln“. Daß man aber in dem Zustand der Erschöpfung, in dem ich mich schon länger befinde, an alles Andere eher denkt, als an Sex, diese Vorstellung hat es nicht in die Gehirnwindungen dieses männlichen Vollspackos geschafft. So blöd sind die Leute. Leider kollektiv.

Des Weiteren werde ich noch versuchen, die Fahrkosten zu dem Endokrinologen irgendwo erstattet zu bekommen. Die Krankenkasse  hat schon abgelehnt, mit dem dezenten Hinweis, das Amt für Grundsicherung sei zuständig. Das Amt für Grundsicherung wird dann zig Belege brauchen, dafür, daß eine Untersuchung beim Endokrinologen überhaupt notwendig war. Es ist wieder, wie so üblich bei gesellschaftlichen Mißständen, keiner dafür zuständig.

Man könnte ja einfach eine Art Mindestrente einführen. Die solche Fälle abdecken würde. Ich mit meiner Grundsicherung kann keine weiteren Arztfahrten bezahlen. Aber warum soll man chronisch Kranken etwas Gutes tun. Dies ist im System NICHT vorgesehen, im Gegenteil.  Ach ja, meine Brille ist auch sehr verkratzt. Diese trage ich seit wie vielen – ????- Jahren? 5, 6 Jahre? Früher bekam man zumindest ein Kassengestell. Heute bekommt man nichts mehr.  Dies nur mal so am Rande.

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Hormontherapie zu teuer – wer hilft?

Zum Video:

 

Schön. Nett. Leider gibt in der Schulmedizin keine „Nebennierenschwäche“. Dh. es wird auch nichts dementsprechend untersucht.

Ich habe NEUN JAHRE alle Symptome eines CFS. Hat keinen Arzt interessiert. Nun erst, nach 9 Jahren, finde ich durch suchen im Netz die Zusammenhänge Nebenniere, Hashimoto und Wechseljahre, bzw. Fibromyalgie. Fibromyalgie entsteht oft durch den Mangel an Sexualhormonen nach den Wechseljahren. Toll, nicht. Das muß man erst mal wissen.

Meine gesamte Krankheitsgeschichte hätte nicht sein müssen, wenn Ärzte zu Beginn meiner Erkrankungszeit, 2009, fähig gewesen wären, mal „bei den Hormonen“ nach zu sehen.
Da Ärzte aber auf dem Auge BLIND sind, mit entsprechenden Folgen für die Erkrankten, mußte ich NEUN JAHRE lang leiden und mit erleben, wie meine Lebenskraft immer weniger und meine Erschöpfung immer mehr wurde.

Für diesen Zustand wurde ich zusätzlich noch von meinen „Landsleuten“ (gemeint sind die Drecksnazis zb. beim volxleerer) im Netz gehänselt und gemobbt. Denn natürlich sieht man mir meine Erschöpfung an. Wäre auch völlig unlogisch, wenn es anders wäre.

Ärztliche schulmedizinische Hilfe gibt es aber nicht! Es fehlen einfach ein paar Hormone, und die Ärzteschaft ist nicht fähig, dies zu erkennen und für Abhilfe zu sorgen.

Ein Wort zu Heilpraktikern: Sicher wollen die alle nur helfen. Sie sind aber zu teuer für chronisch kranke arme Menschen. Wir armen chronisch Kranken sind in der Tat – leider – auf Schulmediziner angewiesen, die Hormonprobleme erkennen können UND auch behandeln wollen und nicht die Betroffenen mit Bagatellisierungssprüchen („ist alles nicht so schlimm“, „geht wieder weg“, „bin ich nicht für zuständig“, „Hormone messen ist zu teuer“) abspeisen.

Diese und ähnliche „Sprüche“  habe ich vielfach während der letzten NEUN Jahre erlebt. Mir hat keiner, kein Arzt, geholfen. Ich habe mir nur, so weit es ging, ich habe halt finanzielle Grenzen, selbst geholfen. Mit leider kaum Erfolg, da echte Hormontherapie nicht bezahlbar ist.

Neue Heimat Kyffhäuser

Die Sache mit dem Mangel im Kapitalismus

haben viele noch nicht verstanden.

Der Mangel wird künstlich erschaffen. Es ist genug für alle da, aber über das Geldsystem werden sämtliche Waren, Güter, Dienstleistungen etc pp.,  ungleich verteilt.

Aus dem Geldsystem heraus, durch den Zins, ergeben sich Reiche, die immer reicher werden, und immer mehr Arme. Man kann diesen Mechanismus mit dem Spiel „Die Reise nach Jerusalem“ vergleichen. Es werden immer weniger Stühle, wo man drauf sitzen kann, und immer mehr Menschen müssen ausscheiden.

Dies geschieht durch den künstlich hergestellten Mangel.

Warum nun künstlicher Mangel? Die Antwort ist einfach: Damit die Konkurrenz, der Neid, die Gier, und nicht zuletzt die Angst, unter den Menschen hoch bleibt. Wo es Wettbewerb statt Zusammenarbeit gibt, gibt es keine Solidarität, kein Mitgefühl, kein Mit-Einander, sondern nur ein Gegeneinander mit den Folgen, wie oben beschrieben. Die Angst ist das Wichtigste. Mittels Angst kann man bequem über die Medien Emotionen einer ganzen Bevölkerung steuern.  Angst fördert auch die Konkurrenz; wer Angst hat, strengt sich mehr an, um der – gefühlten? – Bedrohung zu entkommen.

Alle Menschen in der sogenannten westlichen Welt werden von Kind auf an auf Konkurrenz getrimmt, um diesem Mechanismus möglichst gerecht zu werden. „Sieger“ will man werden, Karriere will man machen, viel Geld verdienen will man. Mehr nicht.

Hinterfragen tut das keiner.

Daß es dabei eine Kehrseite gibt, nämlich: für jeden Sieger ein halbes Dutzend Verlierer (Zahl fiktiv), weiß keiner, will auch keiner wahr haben. Wenn man darauf anspricht, was da abläuft, heißt es höchstens: Geh arbeiten, du bist selbst schuld. Da kommt wieder der Beweis für die kapitalistische Wolfsgesellschaft, jeder gegen jeden, Konkurrenz über alles, die Leute liefern mit ihren Antworten („geh arbeiten“) durchgängig die Beweise dafür, wie sehr sie auf Kapitalismus („Leistung“) getrimmt sind, und wie krank sie dadurch geworden sind.

Also zurück zum Mangel. Darauf wollte ich nämlich hinaus, als ich folgenden Kommentar bei Hinter den Schlagzeilen schrieb, der netterweise auch frei geschaltet wurde:

„Sehr geehrter Holdger Platta, ich lasse mich nicht aufhetzen. Geschweige denn, daß ich afd wählen würde. Ich mache nur aufmerksam – mehr nicht. Leider erlebe ich aber auch auf – vermeintlich? – „linker“ Seite, daß man von Armut im eigenen Land (damit meine ich Arbeitslose, Rentner usw) nichts wissen will. Sie sagen die Armut im eigenen Lande bestehe schon sehr lange, und sie habe schon vor der sogenannten „Flüchtlingskrise“ existiert. Das stimmt. Da wäre das Jahr 2010 zu nennen, die „Agenda 2010“. Geschehen ist da bis jetzt nichts. Wenn man mal den sogenannten „Mindestlohn“, den ich einfach albern finde, weil viel zu niedrig, außer Acht läßt. Hier in Thüringen arbeiten viele Menschen weit unterhalb dieses Lohnes – so groß ist die Angst der Menschen. Die arbeiten nicht freiwillig für so wenig Geld, sondern sie tun das, weil sie das müssen.

Diese Leute fühlen sich von Fremden / Migranten bedrängt – egal, in welchem Bereich. Sei es Arbeit, sei es Wohnraummangel. Kann man das den Leuten übel nehmen? Ich meine, nein. Man kann diese Leute auch nicht als Nazis beschimpfen. Das bringt, bezüglich einer angestrebten Diskussionskultur, überhaupt nichts. Wenn man jemanden, der Angst hat, als nazi beschimpft, wird derjenige höchstens noch aggressiv.

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Warum tut sich nichts in diesem Bereich. Es ist genug Geld da. Es wäre auch mehr Geld da, um ausreichend Wohnungen zu bauen für Arme. Ich sage den Grund, warum sich nichts bewegt im Bereich Armut: Weil sich keiner dafür interessiert (bis auf Wohlfahrsverbände). Ich kenne selber Leute die 40 Jahre gearbeitet haben und nun eine Mickerrente bekommen, quasi arm sind. Wo sind da die Gewerkschaften? Wo ist da die vermeintlich „Linke“? 8,50 Euro Mindestlohn ist lächerlich.

Und das ist der Zusammenhang zwischen Armut und Migration:

Und wenn irgendwo Mangel herrscht, und in Deutschland herrscht bei den Armen Mangel, sonst wären die Armen nicht arm, dann wird um das Gut, woran Mangel herrscht, gekämpft. Wohnung, Essen, Arbeit. Das ist Kapitalismus. Bis jetzt hat das noch kein vermeintlich „Linker“ geändert. Die Linken scheinen sich gar nicht bewußt zu sein, daß Arme um Wohnraum, Essen, ärztliche Versorgung usw., kämpfen müssen. Zumindest im Bereich Wohnraum und ärztliche Versorgung, hat der Mangel akute Auswirkungen auf arme Deutsche. Die bleiben nämlich außen vor. Im Bereich Wohnraum kann man das in jeder Zeitung nachlesen: Es gibt reichlich Wohnungen für Migranten, aber kaum „Sozial“wohnungen für arme Deutsche.

Wie gesagt, ich will keinen aufhetzen, ich sehe die Lage klar: Es hilft dem deutschen Armen nicht, wenn er zusätzlich zu seinen Problemen, die er eh schon hat aufgrund seiner Armut, auch noch im Bereich Wohnung und Essen und gegebenenfalls anderen Bereichen, mit Fremden konkurrieren muß. Daß diese Konkurrenz existent ist, dürfte jedem, der die Situation aus eigenem Erleben kennt, klar sein.

Klar gab es die Wohnungsnot schon vor 2015. Aber das Zuwanderungsproblem, welches NUR global gelöst werden kann, und an dessen Lösung der arme Deutsche praktisch nicht mitwirken kann, besteht ja auch schon länger. Seit mindestens 1990.

Der Mangel ist gewollt. Und daß die Leute sich bekämpfen, ist gewollt. Das will ich auch nicht befürworten, oder dem das Wort reden. Es muß andere Wege geben. Dazu muß man miteinander reden. Und deshalb darf man nicht die, die „etwas anderer Meinung sind“, direkt als Nazis beschimpfen. Wenn wir nicht mit einander reden, wir, hier in Deutschland, dann geht hier bald alles den Bach runter.

Vielleicht ist vielen die Situation noch nicht so klar. Aber es herrscht sehr sehr großer Unmut unter der Bevölkerung. Wenn es irgendwann mal in absehbarer Zeit bürgerkriegsähnliche Zustände gibt, ist es zu spät zum Reden.

Ich sehe immer wieder, daß Linke allen, die etwas anderer Meinung sind, entgegentreten, diese Menschen offen angreifen. Das bringt überhaupt nichts. Das macht alles noch schlimmer. Dem möchte ich entgegen treten. Danke für die Aufmerksamkeit.“ ZITAT / Kommentar Ende

Und meiner Meinung nach kann man nur am dieser Stelle ansetzen. Denjenigen Menschen, die alles im Überfluß haben, die das gar nicht kennen mit dem KÜNSTLICHEN Mangel, das klar zu machen. Denn: Man ist auf Zusammenarbeit mit diesen Leuten angewiesen.

Neue Heimat Kyffhäuser

Das Rentenelend nimmt seinen Lauf

730 Euro erhielten Rentner/innen durchschnittlich nach  Abzug  von  Kranken-  und  Pflegeversiche- rungsbeiträgen  im  Jahr  2014  als  ausgezahlte Rente (Nettorente). Diese magere Rente soll noch weiter sinken:

  1. Wer 8,83 Euro Mindestlohn bekommt, müßte 60 Jahre arbeiten, um auf eine Nettorente in Höhe der Grundsicherung von 754 Euro zu kommen ( 404 Euro Regelsatz plus 350 Euro Warmmiete). Nach 40 Arbeitsjahren bekäme man nur 540 Euro. [Die Sätze haben sich erhöht. Erstattungsfähige Mietkosten variieren, je nachdem wo man wohnt.]
  2. Bei 10 Euro Lohn bräuchte man 52 Jahre. Nach 40 Arbeitsjahren gäbe es 612 Euro.
  3. Erst bei einem Mindestlohn von 13,35 Euro läge man nach 40 Arbeitsjahren über dem Betrag von 754 Euro Grundsicherung.

Wer unterdurchschnittlich verdient, länger Teilzeit gearbeitet hat, wer ausgesetzt hat oder arbeitslos war, wird unter die Grundsicherung fallen und auf staatliche Fürsorge angewiesen sein. Viele Millionen Rentner werden davon betroffen sein.

Das  Rentendesaster  hat  sich  herumgesprochen und erzeugt Wut. Es ist ein Grund dafür, daß die Mehrheit bald nicht mehr wählen geht und die Restwähler den Parteien weglaufen, die das Elend verursacht haben.

Dadurch aufgeschreckt, forderten jetzt die Parteichefs Seehofer und Gabriel eine neue Rentendebatte und beauftragten Ministerin Nahles mit neuen Reformen.

Leider ist davon nicht viel zu erwarten.

  1. Eine „solidarische Leistungsrente“ soll kommen. Wer 35 Versicherungsjahre hat, aber unterdurchschnittlich verdiente, soll 30 Entgeltpunkte bekommen. Das ergäbe z.Zt. eine Nettorente von 789 Euro, 35 Euro mehr als die Grundsicherung. Sinkt die Rente wie geplant auf nur noch 43 Prozent des Nettolohns, sänken auch die „solidarischen Leistungsrentner“ unter die Grundsicherung.
  2. Soloselbstständige, d.h. kleine Selbstständige, wie zum Beispiel die früheren Ich-Ag`s, sollen verpflichtet werden, in die Rentenkasse einzuzahlen. Sie haben jedoch meist niedrige Einkommen. Es wird ihnen kaum gelingen, so viel einzuzahlen, daß ihre Rente das Niveau der Grundsicherung übersteigt.
  3. Die Riester-Renten und Betriebsrenten sollen verbessert werden, um den Anreiz zu erhöhen, über die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung hinaus mehr Geld für die Rente aufzuwenden.

Mit diesen Plänen setzt die Regierung ihre bisherige Rentenpolitik unverändert fort. Es ist nicht vorgesehen, die Rentensenkungsfaktoren zurück zu nehmen. Nach wie vor sollen die Renten bis 2030 auf 43 Prozent des Nettolohns gesenkt werden. Es wird sogar ernsthaft diskutiert, die Riester-Rente zur Pflicht zu machen, statt sie abzuschaffen.

Wohin die Reise gehen soll, hat die Zunft der deutschen Ökonomen im Junik 2016 deutlich aufgezeigt. 61 Prozent der befragten Wirtschaftswissenschaftler fordern ein höheres Renteneintrittsalter als 67 Jahre; 35 Prozent befürworten eine weitere Senkung der Renten und ca 50 Prozent wollen die private Vorsorge zur Pflicht machen (CESifo, Ergebnis Ökonomenpanel Juni 2016)

Regierung und bürgerliche Wissenschaft handeln konsequent im Interesse der Kapitalistenklasse. Die ist nicht in der Lage, über den Arbeitslohn eine Rente zu finanzieren, die den Lebensstandard im Alter sichert.

b.W.

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Wie könnte eine Rentenreform aussehen, die im Interesse der Werktätigen ist?

Ziel muß sein, eine Rente zu schaffen, die den Lebensstandard sichert. Ein Niveau von 70 Prozent des Nettolohns hielt man dazu immer für nötig. Diese Rente muß mit 40 Arbeitsjahren erwirtschaftet werden können. Die heutige Standardrente mit ihren 45 Arbeitsjahren ist völlig unrealistisch, denn die durchschnittliche Lebensarbeitszeit liegt bei 35,7 Jahren (2014).

Das Ziel, 70 Prozent des Nettolohns nach 40 Arbeitsjahren, ist allein über den Arbeitslohn nicht zu erreichen. Eine solche Standardrente würde nach heutigem Stand einen Durchschnittslohn von mehr als 23 Euro brutto pro Stunde erfordern.

Gleichzeitig muß, um Altersarmut zu vermeiden, eine Mindestrente eingeführt werden, die mindestens 1100 Euro brutto bzw. 983 Euro netto beträgt.

Es ist richtig, höhere Löhne zu fordern, und dafür zu kämpfen. daß aber ein höherer gesetzlicher Mindestlohn eine Mindestrente oberhalb der Grundsicherung sichert, ist falsch. So schrieb die Linkspartei 2011: „Allein durch einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn könnte für alle Beschäftigten eine feste Mindestgrenze für durch Beiträge erworbene Rentenansprüche gewährleistet werden“ (Beschluß des Parteivorstandes ). Das stimmt bei 8,50 Euro nicht, nicht bei 10 Euro und selbst bei 12 Euro Mindestlohn käme man nach 40 Versicherungsjahren nur auf eine Bruttorente von 821 Euro. Also weit unter 1100 Euro und mit 735 Euro  netto bliebe man mit dieser Rente immer noch unter der heutigen Grundsicherung.

Die oben genannten Ziele wären nur zu erreichen, wenn die ganze Gesellschaft zur Finanzierung der Renten heran gezogen würde. Dabei sind zwei Wege denkbar:

  1. Alle Bürger zahlen aus ihren Einkommen den gleichen prozentualen Beitrag zur Rentenversicherung. Es gibt keine Beitragsbemessungsgrenze mehr. Die Rentenhöhe ist aber nach oben begrenzt, z.B. auf 2700 Euro brutto. Damit würden auch die Reichen in die Rentenkasse integriert. Sie zahlen mehr ein, als sie heraus bekämen. Damit wäre Geld da, um niedrigere Renten aufzustocken.
  2. Die Renten würden in höherem Maß über die Steuereinnahmen des Staates angehoben. Das setzt voraus, daß höhere Einkommen deutlich stärker besteuert werden als bisher. Auch so würden die Reichen zur Finanzierung beitragen.

Beide Varianten stoßen bei den Kapitalisten und Reichen auf heftige Ablehnung, haben sie doch die Rentenverkürzungen durchgesetzt, um ihre Rapitalverwertung und ihre Position im internationalen Konkurrenzkampf zu verbessern. Jede Zwangsabgabe zur Verbesserung des Lebensstandards der Arbeitnehmerinnen, die zu ihren Lasten geht, bekämpfen sie heftig. Eine Mindestrente oberhalb der Grundsicherung durchzusetzen, wäre nur bei schärfstem Kampf gegen die Interessen des Kapitals und einem hohen Organisationsgrad zu erreichen.

Die Punkte nochmals einzeln:

Mindestrente von 1100 Euro brutto

Nettorente nach 40 Erwerbsjahren in Höhe von 70 Prozent der letzten Nettolöhne

Rentenzugang mit 60 Jahren.

Ausführlich ist unsere Position dargelegt im Artikel „Rentendesaster“ auf unserer weltnetzseite: www.mb-ffm.de

Nachdruck und Verbreitung erwünscht.  Textquelle: http://www.klartext-info.de/

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416 Euro Grundsicherung decken NICHT das Existenzminimum

HartzVier/Grundsicherung/Sozialhilfe ist soziale Euthanasie

Aus dem Heftchen: „Was ist eigentlich das Existenzminimum“ von R. Roth, Klartext e.V

Quelle: http://wwwo.klartext-inf.de/

„Mehr noch: der Grundumsatz eines Erwachsenen beträgt 1700kcal, für den Energiebedarf bei ausreichender körperlicher Bewegung sind weitere 50% des Grundumsatzes notwendig…zusammen 2550kcal….Um also die notwendige Energie von 2550kcal BEI GESUNDER ERNÄHRUNG aufnehmen zu können, wären 8,03 EURO pro Tag erforderlich.

Mit Hartz4 kann man nur 1489kcal aufnehmen..“

Das nennt man auch Mangelernährung. Ich nenne es „langsam verhungern lassen“, denn es fehlen über 1000kcal.

Das Verhungern kann man noch verhindern, in dem man das fehlende Geld von den anderen Budgetanteilen von Hartz4 abzieht. Den meisten fehlen dann Geld für Energiekosten, Kleidung etc…Das nennt man dann falsches Wirtschaften, da Geld das nicht vorhanden ist aus anderen Töpfen umgeschichtet wird.

Für eine normale Durchschnittsperson müsste man den Betrag der Grundsicherung von 416 auf knapp über 600 anheben. Das wird nicht gemacht, da man im Niedriglohnsektor billigste Arbeitssklaven zum Ausbeuten benötigt. Der Mindestlohn wäre deutlich höher anzusetzen.“ ZITAT ENDE

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Der Kommentator schreibt das, was ich HIER auf diesem BLOG schon länger beschreibe.  Daß man sich mit dem bisschen Geld noch nicht mal gesund ernähren kann. Daß man, um es trotzdem ansatzweise zu versuchen, aus anderen Ausgabenbereichen sein Essen finanzieren muß; die logische Folge ist dann daß für, zum Beispiel, Kleidung, oder „mal wegfahren“, oder die Fahrt zum Facharzt weiter weg, das Geld fehlt. Bei mir geht fast alles Geld für gesundes Essen weg.  Weil ich frisch kochen muß, aus gesundheitlichen Gründen. Ich kaufe noch nicht mal „bio“, weil das gar nicht geht aus finanziellen Gründen. Einfach frischen Salat jeden Tag, das ist sehr teuer. Gegen Monatsende geht dies aber nicht mehr, weil das Geld nicht ausreicht, einen ganzen Monat frisch zu kochen. Gegen Monatsende muß ich deshalb auf Fertigprodukte zurück greifen, die viel billiger sind, die ich aber aufgrund meiner zahlreichen Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten nicht essen kann. Ich muß sie aber trotzdem essen. Dies ist gesundheitsschädlich. Ich bin durch den unzureichenden Grundsicherungssatz gezwungen, mich gesundheitsschädlich zu ernähren. Geld für Kleidung fehlt völlig. Das Alte geht so langsam kaputt, wird zwar geflickt, aber bei Schuhen, zum Beispiel, geht das nicht. Neues Gleichwertiges Kann nicht gekauft werden. Es wird damit enden, daß ich im Winter mit Turnschuhen herum laufen muß oder gar nicht mehr raus gehe.

Diese Armut, die ich hier ausdrücklich beschreibe, denn anders geht es nicht, anders kapiert IHR DA DRAUSSEN ES NICHT, ist schon seit 2005 existent ist in Deutschland, sie interessiert aber keinen.  Die sogenannten „rechten“ sowieso nicht, denn die meinen, wer arm ist, ist selbst schuld, und die sogenannten „linken“ auch nicht, denn die meinen, in Kalkutta sei ja alles noch viel schlimmer, und deshalb müsse man sich um deutsche Arme nicht kümmern. Ganz schlimm sind die esoterisch Verblendeten, die meinen, „die Seele habe sich die Armut selbst ausgesucht“.  Allen diesen Ignoranten gemein ist: Sie verbreiten neoliberalen, menschenverachtenden Schwachsinn.

Der Artikel, dem ich den obigen Kommentar entnommen habe (leicht verändert), findet sich hier: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/hartz-iv-abschaffen-das-ist-nicht-so-einfach

Der Sozialstaat soll wohl langfristig abgeschafft werden. Mit ein Grund, um dies erreichen zu können, sind die sogenannten Flüchtlinge. Jeder, den man im Gespräch auf eine Erhöhung des Grundsicherungsbetrages/H4 anspricht, thematisiert die sogenannten Flüchtlinge als Gegenargument, denn dann bekämen diese ja „auch so viel Geld“. Und meist folgt dann noch die Aussage: „noch mehr Sozialleistungen würden noch mehr Flüchtlinge anlocken“. Daß deutsche Arbeitslose und Arme derweil seit der Einführung von H4 im Elend dahinsiechen bzw. krepieren, interessiert den sogenannten „deutschen Mittelstand“ und die, die noch Arbeit haben, nicht. Dort verbreitet man lieber die Mär: „geh arbeiten“, so als ob dies die Lösung für das mittlerweile existenzielle Problem der Armut sei.

Es spricht also sehr viel dagegen, die Grundsicherung zu erhöhen. Es spricht nur ein Grund dafür: Die Menschlichkeit. Aber die ist in diesem Land sowieso längst den Bach runter gegangen.

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