So spart der deutsche Staat zu Lasten seiner Armen

Zum Artikel: https://deutsch.rt.com/inland/83725-jahrelang-getrickst-bundessozialgericht-kippt-mietbeihilfe/

Das Thema Wohnraummangel / zu niedrige Angemessenheitsrichtlinien der Jobcenter/Sozialämter für Arbeitslose, Grundsicherungs- und Sozialhilfeempfänger ist alt, aber bekannt.

Meine Erfahrungen damit: Da es innerhalb dieser Angemessenheitsrichtlinien seit ca 2005 innerhalb der Stadt Köln keine freie Single-Wohnung gab, war ich leider gezwungen, nach einer Wohnung weiter weg zu suchen. Doch, o Wunder: Auch in Ostwestfalen, Raum Detmold, meinem erst einmal bevorzugten Wohnort, wiederholte sich mein Drama der Wohnungssuche: Zu den örtlichen Angemessenheitsrichtlinien der Stadt Detmold gab es keine freien Wohnungen über längere Zeit; auch eine Annonce bei einem Immobilienfritzen zu schalten, half mir nicht weiter. In Paderborn zb. (man muß ja schließlich flexibel sein) brauchte ich, so stellte ich es schnell fest, gar nicht zu suchen, Paderborn ist viel zu teuer, die Stadt hat wohl gar keine Armen, oder wenn, dann frage ich mich, wo die wohnen. Nachdem ich dann im weiteren Umkreis Lippe / OWL nicht fündig wurde, mußte ich notgedrungen weiter nach Osten gehen. Doch, o Wunder! Auch in meiner Wunsch-Stadt Nordhausen gab es keine freien Single-Wohnungen innerhalb der dort vorgeschriebenen Angemessenheitsrichtlinie. Man vertröstete mich zwar mehrfach bei der örtlichen großen WBG, Nordhausen sei eine Studentenstadt, aber das werde sich innerhalb der kommenden Monate entspannen, doch von diesem Witzbold, auch genannt Hausmeister einer WBG, habe ich nie wieder etwas gehört, entspannt hat sich da die Situation wohl nicht, sprich: Es gab keine freien Wohnungen. Auch nicht ein halbes Jahr später.

Mich wunderte dann irgendwann mal nichts mehr, weil es überall dasselbe Muster war: zu eng gefasste Angemessenheitsrichtlinien der Ämter. So bin ich dann notgedrungen noch weiter gefahren und im Kyffhäuserkreis endlich fündig geworden. – Weiterhin kann ich durch diese 10jährige „Odyssee“ berichten, daß es „in der Pampa“, also weit ab von Städten, ohne jede Infrastruktur, noch preiswerte Wohnungen gibt, die dann komischerweise auch meist innerhalb der örtlichen Angemessenheitsrichtlinie liegen; so zb. in Riethnordhausen, einem 90- Seelen-Kaff östlich vom Kyffhäuser-Gebirge, ca 12 Kilometer von Sangerhausen, der nächsten größeren Stadt, entfernt. Es gibt einen Bus nach Sangerhausen, bis ca mittags fährt der, nachmittags dann noch einmal, abends gar nicht, am Wochenenende auch nicht; in Riethnordhausen selbst gibt es nichts außer einem – saisonalen – Bäcker. Wer will schon an solch einen Ort ziehen? Landschaftlich  mit Sicherheit schön, aber man braucht doch zum Wohnen als älterer Mensch zumindest etwas Infrastruktur, erst recht, wenn man kein Auto hat und es sich auch nicht leisten kann.

Zurück zum Wohnraummangel für Arme:

Tut einer was dagegen? Keiner. Der Michel schon mal gar nicht, der interessiert sich bekanntlich nicht für seine arme Bevölkerung. Soll sie doch sehen, wo sie bleibt. Wegsehen ist immer noch die Devise, wenn es um die eigene arme Bevölkerung geht.

„Man“ kann zwar klagen, als Armer, vor Gericht, aber die Klage hat keine aufschiebende Wirkung. In der Zwischenzeit, während die Klage „läuft“, muß die hohe Miete aus der Grundsicherung/H4 bezahlt werden. Schon an dieser Stelle läßt der Gesetzgeber den Armen im Stich: Eine Klage muss aufschiebende Wirkung haben. Denn eben diese teurere Miete kann man nicht aus Grundsicherung heraus bezahlen.

Als zweites müßten natürlich die Angemessenheitsgrenzen der einzelnen Kommunen hoch. Das wird aber nicht geschehen. Wozu auch. Man hat ja genug Migranten, die notfalls noch in leere Wohnungen einziehen; sollte es in einem Gebiet mal größeren Leerstand geben.

Ich bin mit Grundsicherung im Alter selbst betroffen und weiß, wovon ich rede. Das gesamte Sozialsystem, welches auf Zwang und im Bereich „Wohnen“ auf „erzwungenes Wohnen im Slum“ hinaus läuft, muß weg. Wer im Slum wohnen muß, weil es keine anderen Wohungen mehr gibt, oder wer gar in einer verschimmelten Wohnung wohnen muss, wird krank.

Aber auch dies ist vom Sozialsystem so vorgesehen. Schließlich müssen die armen Deutschen irgendwie weg, die braucht keiner mehr. Ergo wird sich auch nichts ändern. Die Klagemöglichkeiten, die Arme angeblich haben, sind nur placebo, die helfen keinem Armen.

Ich bezweifele jedoch, daß sich an der derzeitigen Praxis etwas ändert; schließlich verdienen zu viele Leute (eben auch viele Deutsche) mit der derzeitigen Praxis. Es geht ja nur noch ums Geld. Ob unter dem eigenen Verhalten andere leiden, danach fragt heutzutage keiner mehr. Den meisten „Mitmenschen“ fehlen sowieso die grundlegendsten Kenntnisse über unser „Sozialsystem, und sie wollen auch nichts dazu lernen. Wozu auch, so lange es sie nicht persönlich angeht. Dann betrifft es sie ja nicht, denken sie.

Neue Heimat Kyffhäuser

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Berlin ist schlimmer als Kalkutta

Toter Obdachloser in Berlin gefunden:

https://deutsch.rt.com/newsticker/83088-toter-obdachloser-in-ehemaligem-berliner-spassbad-entdeckt/

Daraus: „Passanten haben den 51 Jahre alten Mann Donnerstagnacht kurz nach 23.00 Uhr auf dem Gelände des ehemaligen „Blub“ entdeckt, teilte die Polizei am Freitag mit. Demnach hatte der Mann keinen festen Wohnsitz. Es gebe zudem keine Hinweise auf Fremdeinwirkung. Zur Todesursache konnte die Polizei vorerst keine Angaben machen. Nur eine Obduktion könne nähere Erkenntnisse liefern.“

Warum den jetzt noch obduzieren? Da  hätte man sich besser mal zu Lebzeiten drum gekümmert. Jetzt ist das zu spät. Oder will man nur eine weitere gruselige Meldung für die mainstream-Medien produzieren: Seht her, so geht es euch, wenn ihr nicht spurt?

Das glaube ich nicht. Solche Dinge wie erfrorene Obdachlose sind dem Michel so fremd, daß er sie gar nicht zur Kenntnis nimmt. Er freut sich über den Winter, weil er halt naiv ist wie ein kleines Kind, das an den Weihnachtsmann glaubt, und zum Winter gehört nun mal Schnee „und knackige Temperaturen“, so denkt der Michel. Daß Andere unter kalten Temperaturen leiden, weil sie möglicherweise nicht so viel heizen können, oder weil ihnen die starke Kälte auch körperlich stark zu setzt, wenn sie sich draußen aufhalten müssen (dies trifft auf alle chronisch Kranken zu, die nicht mit dem eigenen Auto durch die Gegend kutschieren können, weil sie kein Auto haben), oder gar daß Menschen ohne Obdach sterben bei Minus 10 Grad, das hat der dumme Michel nicht auf dem „Schirm“.

Er schnallt das einfach nicht, so verblödet ist er mittlerweile.

In dem Sinne ist Berlin schlimmer als Kalkutta, denn in Kalkutta kann man nicht erfrieren. Und in Kalkutta gibt es keine dummen Michels.

Neue Heimat Kyffhäuser

Deine Armut kotzt mich an

Es werden hier noch viel  mehr Artikel über Armut und chronische Krankheit folgen. Weil das Thema offensichtlich medial nicht präsent ist. Bestes Beispiel: Vor drei Tagen circa fragte mich ein Mit-Kommentator auf rt.deutsch, wer denn „die Armen“ wären? Ich antwortete: Eine genaue  Definition bekommen Sie beim paritätischen Wohlfahrtsverband. Mehr, hatte ich keine Lust, zu antworten. Sollen sich die Ignoranten doch selbst informieren.

Paritätischer Wohlfahrtsverband, Armutsbericht: Klick

Paritätischer fordert Reformpaket gegen Altersarmut: Klick 

Daraus:

„In den nächsten Jahren werden viele Langzeitarbeitslose und Menschen aus dem Niedriglohnsektor ins Rentenalter kommen. Für viele von ihnen ist der Weg in die Altersarmut vorprogrammiert“, warnt Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. „Politik und vermeintliche Experten haben das Thema nicht ernst genommen oder in unverantwortlicher Weise schön geredet. Angesichts der vorliegenden Daten gibt es keinerlei Entschuldigung mehr für ein Nichtstun oder für Unzulänglichkeiten in der Bekämpfung von Armut im Alter und bei Erwerbstätigen“, so Schneider.

Die aktuellen Neuregelungen bei den Erwerbsminderungsrenten und der so genannten Mütterrente stellten zwar Verbesserungen dar, reichen aber aus Sicht des Verbandes bei weitem nicht aus, um dem Problem gerecht zu werden und Altersarmut wirksam zu vermeiden. Eine erfolgreiche Gesamtstrategie müsse bereits im Erwerbsleben ansetzen und insbesondere die gesetzliche Rentenversicherung stärken, fordert der Paritätische. Im Detail reichen die Forderungen des Verbandes von einer deutlichen Erhöhung des Mindestlohns auf 12,63 Euro über die Streichung der Riester-Unterstützung bis zur Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent und eine umfassende Reform der Altersgrundsicherung.“ ZITAT ENDE

Jeder kann arm werden. Der Grund für Armut liegt meist (in den weitaus meisten Fällen) im Elternhaus, dh. in der sozialen Schicht, in der man geboren ist. Sind die Eltern arm, werden auch die Kinder allerhöchstwahrscheinlich arm bleiben. Sind die Eltern wohlhabend, werden dies wohl auch die Kinder sind. Sind die Eltern gar reich, haben die Kinder allerbeste Lebenschancen und dies wird sich dann auch in ihrem späteren beruflichen Werdegang ausdrücken. Natürlich können auch Kinder reicher oder wohlhabender Eltern „abrutschen“, dh. arm werden, wenn sie krank werden oder von sonstigen Schicksalsschlägen getroffen werden. Gerade im Bereich „Chronische Krankheit“ findet man sehr viele Menschen, die anfangs noch wohlhabend waren, aber dann aufgrund ihrer Krankheit bzw. ihrem sehnlichsten Wunsch, gesund zu werden, nach und nach sämtliche finanziellen Mittel verbraucht haben, da ihnen die Schulmedizin ja bekanntlich nicht hilft. Einfaches Beispiel: In Deutschland weit verbreiteter Vitamin-D-Mangel ist vorhanden, ist auch bekannt, Vitamin-D-Mangel ist ein Co-Faktor für chronische Krankheiten, das ist auch bekannt, aber eine Substitution des Mangels, zumindest im Winter, wird nicht von den Krankenkassen bezahlt. Das heißt: Arme müssen ihre Vitamin-D-Substitution selbst zahlen. Ich hatte lange Zeit einen solchen Mangel, vermutlich schon als Säugling.

So läppert sich das zusammen. Selen-Mangel ist auch bekannt in der Bevölkerung, ich zahle mein Selen schon sehr lange selber, obwohl ich arm bin, weil: anders geht es nicht. Meine Schilddrüse braucht Selen und da ich keine Teigwaren/Mehlprodukte mehr esse, bekomme ich aus der Ernährung kein Selen, bzw. nicht ausreichend Selen (ganz abgesehen von der Tatsache, daß das Getreide heutzutage von völlig ausgelaugten Böden stammt und kaum mehr Mineralstoffe enthält). Dasselbe gilt für Magnesium. Die recht preisgünstigen Magnesiumcitrat-Produkte kann ich nicht vertragen und muß auf teures Magnesiummalat ausweichen. Auch dies zahlt natürlich keine Krankenkasse. Ohne Magnesium nehmen meine Muskel- und Sehnenkrämpfe aber noch mehr zu. Eigentlich müßte ich mehr Magnesium nehmen, aber das ist zu teuer.

Dann kommen wir zum Punkt „Heilung“, die es ja bekanntlich nicht gibt beim Symptomkomplex Fibromyalgie und auch nicht beim – in Deutschland nicht anerkannten – Krankheitsbild CFS. Das heißt, Ärzte behandeln nur Symptome, zb. den chronischen Schmerz mit Schmerzmitteln, oder den Tinnitus mit irgendwas, keine Ahnung, oder den Schwindel mit irgendwas, keine Ahnung, oder die Allergien, da heißt es dann: Da können Sie die Nahrungsmittel nur weglassen; gewisse Symptome wie Candida erkennt die Schulmedizin nicht mal an, das ist praktisch, denn wenn ein Symptom (Candida ist nur ein Symptom) nicht vorhanden ist, muß man auch nichts behandeln; dasselbe gilt für den chronischen Reizdarm und die Histaminintoleranz. Dies alles sind Symptome und sie werden entweder von der Schulmedizin nicht anerkannt oder aber nicht behandelt. Bei der damit zusammenhängenden Nahrungsmittelintoleranz heißt es dann nur: Lebensmittel meiden, was dann dazu führt, daß man immer weniger Lebensmittel essen kann. Auch da gibt es keine Behandlung seitens der Schulmedizin. Die Antihistaminika muß man selbst bezahlen.

Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht. Denn jedes Symptom hat ja seine Ursache. So hat auch der Symptomkomplex Fibromyalgie seine Ursache, genauso wie der Symptomkomplex CFS. Beide Krankheitsbilder überschneiden sich, bezüglich des Symptomkomplexes, und: wer das eine hat, bekommt auch meist das andere. Die Ursache aber, um die geht es, und die interessiert die Schulmedizin nicht. Denn nur Ursachenbekämpfung kann zur Heilung führen.

Bei mir hat das im Bereich Ernährung folgende Auswirkungen: Ich kann nur noch frisches Fleisch, Olivenöl, Salz (Himalaya-Salz), Blumenkohl, Brokkoli, milden Kohl, etwas Schafskäse, Chicoree und im Sommer, meinen eigenen Salat, essen. So äußern sich die zahlreichen Allergien und Unverträglichkeiten im Rahmen der Fibromyalgie bei mir. Schulmedizinische Behandlung: Keine. Alternative Behandlung wäre möglich, wenn ich sie bezahlen könnte.

Donoper Teich, Teutoburger Wald

Nun ist es nicht so, daß es für all diese Symptome keine Behandlung gäbe. Doch, die gibt es sehr wohl, diese Behandlung bekommt man aber nicht beim Kassenarzt. Die bekommt man nur beim Privatmediziner oder Heilpraktiker, das heißt, man muß sie selbst bezahlen. (Zur Ursache all dieser chronischen Krankheiten an anderer Stelle mehr.)

Heilpraktiker nehmen ca 120 Euro pro Erstannamnese, teilweise auch mehr. Da hat man aber noch keine Behandlung. Solche Behandlungen, vor allen Dingen, wenn auch das Hormonsystem mit untersucht und behandelt wird, was bei Fibromyalgie häufig mit betroffen ist, gehen aber schnell in die Tausende von Euros.

Meine Versuche, Hilfe bei einem schulmedizinisch behandelnden Frauenarzt zu finden, endeten in derselben Sackgasse: Hormontherapie außer der üblichen Therapie (Progesteron und Östrogenmangel) wird von der Schulmedizin nicht bezahlt, muß privat bezahlt werden. Der gesamte Komplex „Hormontherapie“ ist damit nur für Menschen zugänglich, die dies bezahlen können. Selbst Symptome von Krankheitswert, die durch Hormonmängel schnell entstehen können, interessieren die Krankenkassen und Ärzte nicht, obwohl sie ja eigentlich, laut ärztlicher Ethik, für Krankheiten zuständig sind.

Es erübrigt sich, zu sagen, daß ein Mensch mit Grundsicherung oder HartzVier eine alternative Behandlung beim Privat-Arzt oder Heilpraktiker nicht bezahlen kann. So ein Mensch bleibt also krank bzw. er wird, aufgrund der eigenen Erkenntnis, daß allen anderen geholfen wird, nur ihm selbst nicht, weil er selbst arm ist, immer kränker.

Ich habe das dann irgendwann so akzeptiert, das geht ja auch nicht anders. Die Gesellschaft hilft mir nicht (mit „Die Gesellschaft“ sind hier durchaus auch die Krankenkassen bzw. Ärzte und auch Heilpraktiker gemeint), also kann ich das nicht ändern und ich muß es akzeptieren.

Das Schlimme ist aber: Die Gesellschaft verhindert ja sogar, daß ich mir selbst helfen kann, indem ich zum Beispiel durch meine Musik etwas Geld dazu verdienen kann. Die Gesellschaft, und hier sind insbesondere die genannt, die sich „national“ nennen, tritt auf arme Menschen noch ein, sie hat auf mich eingetreten und mich kaputt gemacht, indem sie mich im Internet über Jahre zerstört hat, meinen Ruf ruiniert hat, ja, sie ist sogar über mich hergefallen, wie es selbst Tiere nicht mit ihren Artgenossen tun; schlimmer als Tiere, waren diese „Nationalen“ in ihrem Hass, mir gegenüber, nur weil ich arm und krank bin. (Wobei teilweise wurde selbst das von diesen „Nationalen“ geleugnet). An anderer Stelle lese ich dann, daß sie jungen Räppern Tausende von Euros spenden, nur weil derjenige einen einzigen Prozess am Laufen hat. Junge, gesund Leute, die für sich selbst sorgen können, die bekommen noch von dieser verlogenen Gesellschaft, und auf Arme und Kranke wird eingetreten. So sind Nationale. Es gibt nichts schlimmeres als diese unsozialen sogenannten „Nationalen“, auch genannt: „Rechte“.

Diese Vorgänge sind nun fast ein Jahr her, aber es geschieht mir selbst heute noch, daß mir der Satz: „Deine Armut kotzt mich an“,  im Internet begegnet.

Armut ist kein Thema in den Medien. Man schweigt sie tot, weil man sich schämt? … ich weiß es nicht, ich kenne die Gründe nicht, aber so könnte es sein.

Bei Menschen, die andere Menschen verhöhnen, weil sie arm sind, handelt es sich natürlich nicht mehr um menschliche Wesen. Und sie sind dementsprechend zu behandeln. Es dürfte klar sein, daß ich mit solchen Menschen, egal, ob sie „national“ sind, oder was auch immer sie sind, nichts mehr zu tun haben möchte. Hier offenbart sich das wahre „Herrenmenschentum“, die wahre gnadenlose Arroganz der (meist weißen) Besserverdiener; Eichelburg nannte diese Leute die „Elite“. „Elite“ sind die aber nur, weil sie viel Geld haben. Sie sind nicht deshalb „Elite“, weil sie menschlich besonders edel wären.

Der Kernsatz ganz allgemein in der Gesellschaft lautet also: „Deine Armut kotzt mich an“, und aufgrund dessen werde ich hier weiter schreiben. Denn ihr da draußen, ihr wißt nicht, was Armut ist, ihr wißt nicht, wie sie entsteht, und daß sie euch selbst treffen könnte. Das würde mich dann allerdings sehr freuen, weil: anders lernt ihr ja nicht. Ihr wißt eigentlich nichts, ihr habt  nur eine große Schnauze, aber mehr nicht. Und deshalb werdet ihr untergehen.

Und irgendwo hängt das alles zusammen: Als die Gelbwesten ihre Proteste in Frankreich begangen, habe ich gehofft, eine Welle davon würde Deutschland erfassen, aber, Fehlanzeige. Das Beispiel „Gelbwesten“ hat es dagegen wieder verdeutlicht: Ihr verachtet die Armen, die zu Millionen auf die Straße gehen, und weil ihr Angst habt vor einer Revolution, die gleichzeitig auch das Ende eurer eigenen Pfründe sein würde, habt ihr internetweit Desinformation verbreitet über die Gelbwesten. So, wie ihr seit vielen Jahren schon Desinformationen über Armut verbreitet („Wer arm ist, ist selber schuld“), um die Gesellschaft zu spalten. Ihr verbreitet auch Desinformationen über andere politische Richtungen. Gut, das Spalten der Gesellschaft durch Fehlinformationen ist euch gelungen, aber ihr habt etwas ganz Wichtiges vergessen: Zu guter Letzt werdet ihr mit den Armen zusammen untergehen.

Neue Heimat Kyffhäuser

 

Sollen die Ignoranten doch alle verrecken – Gedanken einer Chronisch Kranken

Sollen die Ignoranten doch alle verrecken, das ist mein Standpunkt fürs neue Jahr.

Ich glaube damit lebt es sich leichter, als wenn man versuchen würde, Ignoranten, die sowieso nichts wissen wollen, weiter aufzuklären.

Nähe Großer Ehberg, Teutoburger Wald

Die meisten Menschen verstehen nicht einmal, wie es ist, arm zu sein, und chronisch krank. Selbst die Begrifflichkeit „chronische Krankheit“ verstehen sie nicht.

Menschen verstehen immer nur das, was sie selbst erfahren haben. Und die weitaus meisten Menschen in Deutschland sind weder arm, noch chronisch krank. Es macht also keinen Sinn, mit solchen Leuten zu reden. Man stößt immer wieder auf Vorurteile, Glaubenssätze wie „nicht Opfer sein, das Leben selbst in die Hand nehmen“, und ähnlichen Schrott.

Diese Aussagen mögen bei gesunden, jungen Menschen angebracht sein. Junge, gesunde Menschen sollten  handeln, immerdar, und nicht träge rum hängen bzw. sich von Leistungen anderer abhängig machen. Dies habe ich auch nie gemacht, bis ich halt nicht mehr konnte, aufgrund der chronischen Krankheiten.

Aber eben dies wird von den meisten Menschen nicht verstanden. Chronisch krank heißt: Die Krankheit geht nicht mehr weg und höchstwahrscheinlich wird sie schlimmer, wenn sie nicht in ihren Ursachen behandelt wird. Daß die Schulmedizin dies nicht tut, ist bekannt. Darunter leide auch ich, da ich als Fibromyalgie-Kranker mit dem Hauptsymptom Chronische Erschöpfung nirgendwo medizinische Hilfe bekomme. Wenn man ein Bein gebrochen hat, ist das anders. Oder wenn man eine vorübergehende Erkrankung wie eine Grippe oder einen Infekt hat. Das geht vorbei. Fibromyalgie und chronische Erschöpfung geht niemals vorbei. Man ist immer, jeden Tag, krank.

Warum soll ich mit meinen geringen Kräften, für andere was tun? Warum soll ich versuchen, Andere „aufzuwecken“? Die wollen das sowieso nicht. Außerdem geht es diesen „Anderen“ meist sehr viel besser, als mir. Ich bin für Andere nicht zuständig, schon gar nicht, da ich chronisch krank bin.

Ich bin völlig auf mich alleine gestellt. Da muß man eben sehen, wie man durch den Tag kommt, denn Hilfe gibt es nicht.

Das können sich die meisten Menschen nicht vorstellen.

Das geht auch immer so weiter, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat. Keine Besserung in Sicht.

Dies nur mal, ganz grundsätzlich, zur Klarstellung.

Neue Heimat Kyffhäuser

Wer Millionen Fremde aufnehmen kann und seine Rentner hungern lässt, ist eine amoralische, abartige Drecksau

Ich nenne die Massenmigration, die ja nun schon länger statt findet, Völkermord. Zwangsmigration. Mich hat keiner gefragt, ob ich das will, inklusive der für mich negativen Begleiterscheinungen. Die da z.b sind: Jeder Flüchtilant, der keiner ist, sondern bloß ein Wirtschaftsmigrant, also einer, der jung und gesund ist und nur zu faul ist, in seiner Heimat zu arbeiten, so einer bekommt vom deutschen Volksvernichterstaat 1000 bis 1200 Euronen fürs Nichtstun. Dafür daß er nach Deutschland transportiert wurde. Dafür daß er – meinetwegen – eine etwas dunklere Hautfarbe hat und Asyl so gerade noch stammeln kann.

Was bekomme ich vom Staat? Eine Grundsicherung. Die zum Leben nicht reicht. Die weit unter den 1000 – 1200 Euro liegt, die wildfremde Personen hier bekommen. Von den Zusatzleistungen wie warme Wohnung, ausreichend Wohnraum, und so weiter, ganz zu schweigen.

Jemand schrieb hier einmal: Wer seine Rentner hungern läßt, aber Wildfremde finanziell dermaßen unterstützt, ist ein Verbrecher. Für mich ist dieser Staat deshalb ein Verbrecher.

Grundsicherung / H4 muß mindestens auf 600 E monatlich steigen, sanktionsfrei, versteht sich, alles andere ist lachhaft. Das könnte man sofort machen – wenn man denn wollen würde. Die AfD hat es begriffen, sie hat in ihrem Programm zumindest eine Mindestrente, die in der Höhe des pfändungsfreien Grundbetrages liegt. Das ist wesentlich mehr als das, was Armutsrentner / Erwerbsminderungsrentner heute bekommen.

Zweite „Baustelle“ Wohnen:

Ein genau so großes Problem sind die Mieten, die bekanntlich stark gestiegen sind, bzw. die Wohnungen, die den Angemessenheitsrichtlinien der Kommunen entsprechen. In solch einer Wohnung muß ein armer Mensch wohnen, das wird so vorgeschrieben vom Amt – doch leider gibt es diese Wohnungen so gut wie nicht mehr, weil eben die Mieten so stark gestiegen sind. Die Mieten sind aber deshalb so stark gestiegen, weil der Markt sehr „angespannt“ ist, und warum ist der Markt sehr „angespannt“? Weil Hunderttausende Fremde (Anhaltend starke Migration: Im Oktober wurden 14.824 Asylanträge in Deutschland gestellt; Link: Klick ) auf eben diesem Markt sämtlichen verfügbaren Wohnraum in Beschlag nehmen UND gleichzeitig die Kommunen jedweden sozialen Wohnungsbau schon seit langem eingestellt haben. Ich weiß das von Köln, da wurde der soziale Wohnungsbau Anfang der 90er Jahre beendet. Für Fremde baut man natürlich immer weiter, das ist logisch, das sind ja auch die besseren Menschen.

Alte Linde, Jechaburg

Zurück zu den Kommunen und den Angemessenheitsrichtlinien: Es  müßte eine Überprüfung stattfinden bezüglich der viel zu niedrigen Angemessenheitsrichtlinien der Kommunen, die sich ein armer Mensch ja halten muß, wenn er eine Wohnung sucht.

Es gibt schon mehrere Urteile von Sozialgerichten aus Bayern, die die jeweiligen Angemessenheitsrichtlinien der jeweiligen Kommunen gekippt haben.

LINKS:

Sozialgericht Bayreuth  2018

Sozialgericht Bayreuth 2016

Ich halte fest: Es wird vom Amt vorgegeben, billig zu wohnen, sogar SEHR billig, aber so billige Wohnungen, wie das Amt sie gerne hätte für Arme, gibt es gar nicht. So kann man auch Obdachlose produzieren. Dem Amt wäre es wohl am Liebsten, daß arme Menschen in Hundehütten wohnen.

So sieht es in Deutschland aus, Ende des Jahres 2018, und, es wird noch viel schlimmer kommen, wenn denn nicht endlich eine Trendwende in Sicht ist. Ob eine Änderung der derzeitigen schlimmen Zustände jedoch über den parlamentarischen Weg herbeizuführen überhaupt noch möglich ist, darüber darf man sich trefflich streiten.

AfD im Kyffhäuserkreis auf 31 Prozent: Klick 

Neue Heimat Kyffhäuser

 

Empörender UN-Bericht über soziale Lage in Deutschland

Quelle:  https://deutsch.rt.com/inland/78814-viele-kinder-gehen-hungrig-zur/

Video über das Gestammel der „Pressesprecher“ der „Bundesregiereung“ (2:56 Min.) zu diesem Thema:

Man merkt ja deutlich, daß die Oberlaberer, auch genannt „Sprecher der Bundesregierung“, am Anfang gar nicht wissen, worum es geht. Als der Reporter von rt.deutsch dann nachfragt, kommen die üblichen standardisierten Floskeln. Ja, alles sei rechtlich o.k., was man mache, und so weiter, blabla.

Meine Meinung:

Als ob die „Bundesregierung“ so etwas interessieren würde.

Sie verneint einfach, daß es die geschilderten Dinge (weit verbreitete Armut, prekäre Jobs, Millionen Obdachlose etc.) gibt.

So einfach ist die Welt dieser Verbrecher. Ich nenne diese Bundesregierung mittlerweile bewußt Verbrecher, denn sie töten Menschen durch dieses ihr „Verhalten“. Sie töten ganz bewußt, also vorsätzlich. Es findet sich nur kein Richter für diese Verbrecher. Noch nicht.

Neue Heimat Kyffhäuser

Malochen bis 70? Der Betrug an den Rentnern und was dahinter steckt

Ökonomen warnen vor Rentenkollaps. Das Eintrittsalter müsse weiter steigen. Angesichts des technischen Fortschritts ist das paradox – mit Blick auf marktwirtschaftliche Glaubenssätze nicht.

von Susan Bonath

Arbeiten bis zum Umfallen: Das ewige Hohelied auf den Lohnerwerbsmarkt tönt wieder laut durch die Presse. Für die Scharlatane der Vulgärökonomie führt kein Weg an einer Erhöhung des Renteneintrittsalters vorbei. Überhaupt: Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag meldete, geht schon jetzt jeder sechste  65- bis 69-Jährige noch zur Arbeit. Schon sind sie wieder da, die Experten für Demografie und Co.: Viele Ältere arbeiteten freiwillig, schwadronierten sie. Schließlich sei Arbeit „identitätsstiftend“. Angesichts der technologischen Entwicklung, die von Arbeit befreit und für exorbitanten Überproduktion sorgt, wirken die Forderungen der Betreuer des Kapitals nicht zu Unrecht auch für den Laien paradox.

Die Phrasen der Vulgärökonomen

„Die stetig wachsende Lebenserwartung bedeutet immer längere Rentenzeiten bei konstanten Beitragszeiten“, sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann am 17. Oktober 2018 in Berlin auf dem Hauptstadt-Empfang der Notenbank laut Handelsblatt. Das bereits praktizierte schrittweise Anheben des Ruhestandalters auf 67 Jahre genüge nicht mehr. Man müsse bis 2050 die 70 anpeilen – oder das Rentenniveau senken. Wer nicht gesund genug sei, könne ja Erwerbsminderungsrente beantragen, so Weidmann.

Auch der Ex-Chef der sogenannten „Wirtschaftsweisen“, Bert Rürup, tauchte aus der Versenkung auf. Ab 2030 müssten die Menschen über das 67. Lebensjahr hinaus malochen, machte er den Lesern der Rheinischen Post weis. Seine Begründung: „Selbst höhere Zuwanderung kann nicht verhindern, dass in den Jahren 2025 bis 2045 die Erwerbsbevölkerung deutlich zurückgehen und das Wirtschaftswachstum bremsen wird.“ Da die Menschen im Schnitt älter würden, steige die Zahl der Rentner weiter an. Rürups Fazit:

Nur eine weitere Anhebung des Rentenalters in kleinen Schritten würde die in der Bevölkerungsentwicklung angelegte Wachstumsbremse lockern.

So warnte der 74-Jährige die Bundesregierung davor, den Beitragssatz nach 2025 bei 20 Prozent und das Niveau der Altersbezüge bei 48 Prozent festzuschreiben. „Dann verabschiedet man sich letztlich von der beitragsfinanzierten Rente“, malte Rürup ein düsteres Bedrohungsszenario an die Wand.

Der Bundesrechnungshof sprang auf denselben Zug auf: Eine Renten-Garantie über das Jahr 2025 hinaus dürfe es nicht geben. Es sei denn, man verlängere die Lebensarbeitszeit, klagte die Behörde vergangene Woche in einem Bericht an die Bundesregierung. Denn: Die Staatskasse sei finanziell nicht ausreichend gewappnet gegen den sogenannten demografischen Wandel. Letzteres bedeutet nichts anderes als: Immer mehr Menschen werden für den Kapitalverwertungsprozess überflüssig.

Fitte Reiche, kranke Arme

Springers Welt online gibt auch ihren Senf dazu: Viele Rentner arbeiteten nicht aus wirtschaftlicher Not, sondern weil sie Spaß daran hätten, so die steile These, mit der das Blatt am Mittwoch aufmachte. Dabei berief es sich auf eine neue Studie des der Bundesagentur für Arbeit (BA) angegliederten Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das hatte dazu erwerbstätige Rentner befragt.

Allerdings räumten die Forscher ein: Von vornherein gut situierte Ältere blieben häufiger länger im Job als Arme. Einen solchen fänden letztere häufig gar nicht. Weiter unten im Bericht wird Silke Anger, Leiterin des Bereichs Bildung, Qualifikation und Erwerbsverläufe beim IAB, deutlicher: Die Gruppe der gut situierten Pensionäre sei besser dazu fähig, weiterzuarbeiten. Denn:

Die Personen haben ihr Leben lang eher schonende Tätigkeiten ausgeübt, die körperlich weniger belastend waren.

Wer nämlich aus einem Bürojob komme, habe mehr Möglichkeiten. Er könne sich später etwa als Berater selbständig machen, so Anger. Für Fabrikarbeiter seien „die Optionen viel beschränkter“. Sie plädiert für ein flexibles Renteneintrittsalter. Einen Zwang zur Weiterarbeit lehne sie ab.

Kinder und Niedriglohn machen Frauen arm

Und schließlich gebe es eben doch das Motiv der finanziellen Not. Das treffe besonders Frauen. Arbeiteten sie im Alter weiter, geschehe das in 42 Prozent der Fälle aus Geldmangel. „Viele Rentnerinnen können nur so ihre Existenzgrundlage sichern“, resümierte Anger und meint damit: Arbeiten die Frauen nicht, würden viele von ihnen in den Sozialhilfebezug fallen. Und dieser ist, wie es im Übrigen auch für Hartz IV und Asylbewerberleistungen gilt, an einen vorherigen Ausverkauf fast jeglichen Vermögens gekoppelt.

Angers Gegenvorschlag klingt zynisch, ist aber systemimmanent: „Frauen müssen deshalb früh auf kontinuierliche Erwerbsverläufe achten.“ Das heißt: Sie sollen – Kindererziehung hin oder her – keine zu langen Auszeiten nehmen und möglichst Vollzeit schuften. Sie lamentierte: Darum müsse sich die Politik bemühen, die Familienarbeit zwischen Müttern und Vätern aufzuteilen, etwa durch ein Ende des Ehegatten-Splittings. Es verwundere nicht, wenn Mütter mit einer schlechteren Steuerklasse Teilzeit arbeiteten.

Einen weiteren Grund sprach sie nicht an: Das Lohngefälle zwischen typischen Frauen- und Männerberufen. Für erstere werde im Schnitt noch immer fast 22 Prozent weniger Lohn gezahlt, wie Statistiken aus diesem Jahr preisgeben. Anspruchsvolle Jobs seien kaum mit familiären Verpflichtungen vereinbar, heißt es darin auch. Branchen, die Mini- und Teilzeitjobs ermöglichten, fänden sich vor allem im Niedriglohnsektor.

Armut und Mehrarbeit trotz steigender Überproduktion?

Eigentlich müsste die Menschheit jubeln. Der technologische Fortschritt befreit von Arbeit. Der Mensch könnte sich der Kunst hingeben oder der Wissenschaft, könnte erfinden und – ökologisch – erneuern oder sich mehr auf die Familie und seinen heutzutage meist fremd betreuten Nachwuchs konzentrieren. Ältere könnten früher statt später in den Ruhestand gehen, Jugendliche länger studieren. Denn anders als vor 100 Jahren herrscht kein Mangel mehr. Das Gegenteil geschieht: Der Fortschritt führe zum Jobabbau, klagen Verfechter der heutigen Wirtschaftsordnung. Zugleich jammern sie über exorbitante Überproduktion.

Zu letzterem Thema braucht man nur die Nachrichten zu durchforsten: Nordzucker rechne mit Preisverfall durch Überproduktion, berichtete die Osnabrücker Zeitung kürzlich. Grund seien Ausweitungen der Produktion in Indien und Thailand in Verbindung mit der Dürre in diesem Sommer in Mitteleuropa. Am 4. Oktober beklagte die Umweltorganisation WWF die Überproduktion von Backwaren und deren Vernichtung.

Im April 2018 wetterte der Bundesverband deutscher Milchviehhalter auf der Agrarminister-Konferenz in Münster über eine exorbitante Überproduktion von Milch. Er rief nach staatlicher Marktregulierung. Kurz zuvor war bekannt geworden: Die EU sitzt auf 380.000 Tonnen Magermilchpulver aus staatlich abgekaufter Überproduktion, die in den Lagerhäusern verrotten. Und kürzlich wurde ebenso publik: Die Modekette H&M verbrennt jährlich tonnenweise neue Kleidung. Und die Stahlindustrie jammerte im März 2018: Gigantische Überproduktion sorge für sinkende Preise und Strafzölle. Nicht zu vergessen der Onlinehändler Amazon, der jährlich tonnenweise neuwertige Produkte in den Müllpressen entsorgt. Oder die Autoindustrie, die allerorten Halden betreibt, auf denen unverkaufte Neuwagen vor sich hin rosten.

Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit

Angesichts dessen fragt sich der Laie zu Recht: Warum vernichtet man die überproduzierten Güter, statt sie zu verteilen? Weshalb gibt der deutsche Staat Rentnern, Alleinerziehenden und Erwerbslosen nicht mehr Geld für Teilhabe? Wieso sollen Rentner länger arbeiten, wenn doch schon jetzt Überfluss ohne Ende von den Fließbändern rollt? Warum drangsaliert man Erwerbstätige mit Mehrarbeit und Erwerbslose mit Strafen, anstatt die Arbeit vernünftig aufzuteilen? Warum verhungern dieser Tage im Jemen und in anderen armen Ländern täglich Tausende Kinder, obwohl europäische Lagerhäuser bis zum Rand gefüllt sind?

Um das zu verstehen, hilft ein Blick auf die kapitalistische Produktionsweise. Sie basiert grundlegend auf der Ausbeutung von Lohnarbeit. Das heißt: Unternehmer bezahlen ihren Arbeitern weniger Lohn, als diese an Umsatz erwirtschaften. Sie schöpfen Profit ab. Das gelingt nur bei der Lohnarbeit. Maschinen und Computer geben lediglich ihren bereits bezahlten Anschaffungswert in die Waren ab. Dadurch sinkt ihr Preis.

Dieses Modell taugte in den vorigen Jahrhunderten. Im Streben nach Maximalprofit erfand man immer neue Technik, um Konkurrenten auszuschalten. An eben jenem Widerspruch, dass Maschinen gesamtwirtschaftlich gesehen keinen Mehrwert produzieren, sondern nur die Preise drücken, und zugleich immer mehr ausbeutbare Arbeit überflüssig machen, scheitert die Spirale der Profitmaximierung.

Profit und Soziales: Aus einem Topf aber ungleich verteilt

Doch was ist Mehrwert? Er entsteht dort, wo Neues geschaffen wird: in der Produktion, der Agrarwirtschaft, dem Baugewerbe. Der Dienstleistungssektor – also die Finanzbranche, das Transportwesen, der Handel und  die Werbeindustrie etwa – schafft keinen Mehrwert, sondern realisiert ihn nur. Die Dienstleister schöpfen also von einem woanders erzeugten Mehrwert mit ab. Daraus generieren sie Gewinn wie Lohn.

Ein Beispiel ist die Textilindustrie: Produziert wird in den Baumwollanbaugebieten, in Indien etwa, in Bangladesch oder Myanmar, unter oft unmenschlichen Bedingungen. Dort entsteht der Mehrwert. Der Transport nach Europa, der Verkauf bei H&M, KiK oder Lidl dient dessen Realisierung. Beachtet man, dass der Dienstleistungssektor in Deutschland inzwischen drei Viertel des Bruttoinlandsprodukts ausmacht – vor 65 Jahren fiel dieser Anteil auf das produktive Gewerbe, es war also umgekehrt – muss man konstatieren: Die westlichen Industrienationen leben immer mehr auf Kosten der sogenannten „Dritten Welt“.

Wichtig zu wissen ist: Nicht nur Unternehmer schöpfen ihre Gewinne aus dem Mehrwert. Die Steuern, die sie und die Beschäftigten an den Staat zahlen, stammen ebenfalls aus diesem; genauso die Kosten für Aufrüstung, Wirtschaftskriege, Infrastruktur und sämtliche Sozialausgaben, darunter auch die Rente.

Um den Vergleich anzustellen: Kürzlich ging die Schlagzeile durch die Presse, die Großaktionärsfamilie Quandt und Klatten „verdiene“ täglich (!) drei Millionen Euro. Was tut sie? Sie schöpft den Mehrwert aus der bei BMW und Co. geleisteten Arbeit ab. Ihr gigantisches leistungsloses Einkommen stammt damit aus derselben Quelle wie die Minirente einer früheren Verkäuferin bei KiK oder die Hartz-IV-Bezüge der alleinstehenden Mutter aus Berlin-Hellersdorf. Das Problem heißt also ungleiche Verteilung.

Zwang zum Wirtschaftswachstum

Die technologische Entwicklung führt somit die kapitalistische Logik des Abschöpfens von Profit aus Lohnarbeit ad absurdum. Während der Zwang zu Maximalprofiten zu technologischem Fortschritt und dieser zu Maximalproduktion führt, dezimiert ersterer zugleich die Abschöpfungsquelle: die Lohnarbeit. Man stelle sich Folgendes vor: Maschinen und Computer übernähmen eines Tages jegliche produktive Arbeit. Lohnarbeiter würden für die Profiteure überflüssig. Deren Manager, der Staat, müsste sie dann alimentieren.

Der Vulgärökonom wittert angesichts dieser Tendenz Kostensteigerungen zulasten der Allgemeinheit. Er gibt die Schuld an eine wachsende Bevölkerungsgruppe ab, die von den Eigentümern des Kapitals nicht mehr für den Verwertungsprozess benötigt wird. Dabei können Betroffene nichts dafür, dass sie von immer weniger Arbeitern mitfinanziert werden müssen. Die Kapitaleigner tun es ja nicht anders. Doch im Gegensatz zu letzteren verfügen die Armen über keine nennenswerte Kaufkraft. Daran hängt aber die Rendite. Ergo: Kapital, dass sich nicht mehr rentiert, wird auch überflüssig. Global betrachtet, sinkt so die Profitrate.

Die Zentralbanken versuchen, mit einer Senkung des Leitzinses dagegen anzugehen. In Europa ist dieser seit 2016 auf null. Ihre Hoffnung: Billige Kredite sollen Unternehmer waghalsiger stimmen und die Wirtschaft zum Wachsen bringen. Denn nur, wenn die Wirtschaft immer schneller wächst, kann im Zug des technischen Fortschritts ein profitables Level produktiver Lohnarbeit aufrechterhalten werden. Anders ist in diesem Wirtschaftsmodell ein rasanter Fall der Profitrate, sprich: die nächste Krise, nicht zu verhindern.

Auch die Finanzbranche kämpft mit dieser Realität. Sie versucht, mit Spekulationen an Rendite zu kommen. Gern heißt es, diese Art der Geldschöpfung erfolge völlig abgekoppelt von der Wirtschaft. Das ist ein Ammenmärchen: Wie der Name schon sagt, spekulieren Finanziers, und zwar auf noch nicht realisierten Mehrwert, oder kurz: auf zukünftige Arbeit. Wird diese nicht in einem bestimmten Zeitfenster umgesetzt, platzen die berühmten Finanzblasen. So funktionierten, freilich in kleinerem Rahmen, bereits die Wechselgeschäfte im 19. Jahrhundert.

Schuften für die Profitrate – ein Teufelskreis

Es folgt die Wirtschaftskrise: Firmen gehe pleite, Jobs verschwinden, die Armut steigt. Der Staat verzeichnet sinkende Einnahmen. Er reagiert mit Rentenkürzungen und Sozialabbau. Und Markt-Ökonomen jammern: über Fachkräftemangel, ausufernde Sozialausgaben, „schmarotzende“ Erwerbslose, „träge“ Rentner.

Das rückt die aktuellen Forderungen der „Experten“ nach einer weiteren Anhebung des Rentenalters in ein anderes Licht. Um es noch einmal kurz zu fassen: Dank Technologie schrumpft die Quelle allen Profits, produktive Lohnarbeit. Um diese zu erhalten, muss die Wirtschaft immer rasanter wachsen. Überproduktion entsteht, wird aber vernichtet, um einen Preisverfall zu verhindern. So existieren brutale Armut und perverser Reichtum nebeneinander. Doch weiter:

Sinkt die Profitrate, weil das Wachstum aufgrund begrenzter Ressourcen trotzdem nicht mithalten kann, vermag der Staat weniger über Steuern und Abgaben abzuschöpfen. Seine Kassen werden leerer. Er kürzt Sozialleistungen, verschärft die Repressionen und hebt das Renteneintrittsalter an. Sein Ziel: Der Staat will möglichst viele Menschen in den Produktionsprozess zwingen und so die Wirtschaft trotzdem ankurbeln – ein Teufelskreis, basierend auf einer irrationalen Lehre von der „Marktwirtschaft“.

Quelle: https://deutsch.rt.com/meinung/77869-malochen-bis-70-die-rentenluege-der-markt-experten/

Dazu noch folgendes:

Zitat aus der Zeitschrift Stern, Ausgabe 1.3.2017 zur Schlagzeile Politiker bedienen sich an Rentenkasse und lassen andere die Zeche zahlen:

„Bei den Finanzierungsproblemen der gesetzlichen Rentenversicherung handelt es sich nachweislich nicht um die Folgen ,langfristiger demografischer Veränderungen’, sondern um die Auswirkungen der Eingriffe des Gesetzgebers in die Rentenkasse.“ Dass der demografische Wandel schuld sein soll, glaubt er nicht. „Wir leiden nicht unter einem demografischen Problem, wir leiden unter einer wirtschaftspolitischen Elite, die sich bereichert.“ Zitatende

In dem genannten Artikel wird zum Teil detailliert auf die Plünderung der Rentenkassen seit 1953 eingegangen. Es wird der Betrag von 700 Milliarden Entnahme plus 300 Milliarden für entfallene Zinsen genannt, die zweckentfremdet quasi veruntreut wurden. Wirtschaft und unsere Politiker scheinen uns offensichtlich für vollkommen verblödet zu halten, wenn sie jetzt mit solch fadenscheinigen Gründen für das Rentendilemma daherkommen, steht doch sogar in einem Mainstreammedium etwas ganz anderes über die Ursachen.

Menschen vergessen halt schnell.

Zum Schluß noch diese Grafik:

Dort findet sich Deutschlands Rentenniveau weit  unter dem EU-Durchschnitt, fast als europäisches Schlußlicht. Nur Rentnern in Großbrittannien, Polen, Malta und Irland geht es schlechter als deutschen Rentnern.

Neue Heimat Kyffhäuser

 

Kampf gegen Altersarmut erfolgt nicht

Man hat das Problem immer noch nicht erkannt.

Um eine populistische Worthülse und absoluten Hohn gegenüber Geringverdienern handelt es sich bei dieser Aussage der „Sozialexpertin“ Sabine Zimmermann:

„Dafür (um etwas gegen Altersarmut zu tun) müsse die gesetzliche Rente gestärkt werden, unter anderem durch Anhebung des Rentenniveaus auf mindestens 53 Prozent.“

Beispiel mit mit dem Mindest„lohn“ von 8,84 €, 35h Woche 21 Arbeitstage: = 1299 € Brutto = 993 € Netto davon 53 %  = 526 € Rente

Das auch nur, wenn man 45 Arbeitsjahre voll bekommen hat. Was ist mit der inflationärem Steigerung / Geldentwertung? Und die wichtigste Frage: Wer schafft heute noch 45 Arbeitsjahre?

Die Linke fordert schon seit Langem ( als einizige Partei ) eine deutliche erhöhung des Mindeslohnes ( Mindestens 12 € ) . Und die Linke hat als erste Partei die Einführung des Mindeslohnes vorgeschlagen ( dafür wurde sie von den anderen Parteien verspottet ). Was sagt die afd dazu? Nichts. Sie will nichts ändern, außer die „Eigenverantwortung“ stärken. Wovon, weiß keiner so genau. Manche wollen den Erhalt des Mindestlohns unter 9 Euro, manche wollen den Mindestlohn ganz abschaffen. Afd will die Abschaffung der Erbschaftssteuer, die sowieso eine der niedrigsten in Europa ist, dazu will die afd noch die Abschaffung der gesetzlichen Kranken – bzw. Rentenversicherungen; die privaten können bleiben. Worauf diese Ideen hinauslaufen, dürfte klar sein.

Oberster Wall, Germanische Schanzen, Ölmüllerberg, Hainleite, Kyffhäuserkreis

12€/h 35h Woche 21 Arbeitstage: 1764 € Brutto = 1.257 € Netto = 934 € Rente, das wär ja schon mal was, aber es ist immer noch weitaus zu wenig.

Die Masse der „Bürger“ glaubt diesen Gehirndurchfall, der hier im Artikel ganz oben steht, weil sie das eben glauben will. Nachrechnen wird keiner,  und hinterfragen wird das auch keiner. Man will glauben. Alles andere als die vorgetäuschte heile Welt verträgt der deutsche „Bürger“ nicht mehr.

Ich bin kein Bürger. Ich weiß, als Erwerbsminderungsrentner, wie die Realität aussieht. Nur leider will das halt keiner der „Bürger“ da draußen, wahrnehmen. Woran das wohl liegt?

Neue Heimat Kyffhäuser

 

 

Arm ärmer altersarm – afd keine Lösung

Stichworte:
afd nur Ablenkung – afd ist gegen einheitliche Grundrente, die über dem Armutsniveau liegt – afd ist nur Partei innerhalb des bestehenden Systems – afd wurde nur gegründet, um das Stimmvieh zu beruhigen – eigene Erfahrungen damit bestätigen dies – es existiert  online eine gekaufte Masse von „Pro-afd-Schreibern“, die alles niedermachen, was sich gegen die afd ausspricht – Haupt“sitz“: Diskussionsbereich der Epoch Times – afd fordert Abschaffung der Erbschafts- und Vermögenssteuer – afd will Steuern für Milliardäre und Mulitmillionäre senken –

afd lenkt mit Parolen gegen die „Flüchtlingsinvasion“ von der wachsenden sozialen Spaltung Arm/Reich in Deutschland ab

afd trägt damit zur Spaltung der Bevölkerung bei – satte Firmengewinne, gestiegene Unternehmenswerte und anhaltender Immobilienboom haben Deutschlands Reiche erneut reichter gemacht – Tipp: Wem gehört Deutschland: Die wahren Machthaber  und das Märchen vom Volksvermögen, zu finden auf den Nachdenkseiten – Von 2000 bis 2020 wurden und werden privatrechtlich 5,7 Billionen Euro vererbt, mehr als die Hälfte des deutschen Gesamtvermögens, das etwa 10 Billionen Euro beträgt. Gäbe es in Deutschland eine Erbschaftssteuer wie in Frankreich, in Höhe von 50 Prozent, so hätte der deutsche Staat in diesem Zeitraum 2,9 Billionen Euro eingenommen – aber der deutsche Staat drangsaliert lieber HartzVier-Empfänger und läßt Alte und chronisch Kranke mit so wenig Geld am „Leben“, daß es zum LEBEN eben zuwenig ist, aber zum Sterben zuviel – zwei Drittel der Hochvermögenden erklären bei Umfragen, daß sie ihr Geld geerbt haben, dh. diese Leute haben nie für ihr Geld gearbeitet. Das sind die wahren Schmarotzer in Deutschland.

Dazu auch meine Meinung:

Der Deutsche will das so. All diese Fakten sind längst bekannt; HartzVier und das damit zusammenhängende Repressionssystem besteht seit 2005. Der Deutsche liebt Unterdrückung, er liebt die Herr-schaft, den Zwang, die „Disziplin“, die „Ordnung“, die Unterordnung, die „klaren Verhältnisse“, sonst hätte es niemals das sogenannte „dritte Reich“ geben können. Der Faschismus liegt tief in der Natur des Deutschen. Es benötigte deshalb nicht viel, den Deutschen dahin zu bringen, daß er seine eigene arme Bevölkerung haßt. Gezielt gefördert wurde diese Spaltung der Bevölkerung seit der Einführung der „HartzVier-Agenda“ über die mainstream-Medien, durch Elaborate wie „Arno Dübel noch nie gearbeitet im Leben“ und die grobe Pauschalisierung, alle Armen seien nur faul, arbeitsscheu und ihre Armut selbst schuld. Man selber, die „arbeitende Bevölkerung“, die – teilweise nennen diese Leute sich wirklich so – die ELITE, habe keine Lust, faule Sozialschmarotzer zu finanzieren. Wer die wirklichen Schmarotzer sind, wird damit erfolgreich verschleiert. Arme können sich ja eh nicht wehren. Dazu fehlen ihnen die Mittel. Und nein, es wird auch keine Revolution von den Armen ausgehen, dazu fehlt ihnen einfach die Kraft. Aber das sind Arme natürlich auch wieder selbst schuld *IRONIEOFF*

Film dazu:  https://www.youtube.com/watch?v=lLUQhbGqONE&t=111s

Bei der Aussage selbst schuld müßte eigentlich jeder wach werden, zumindest jeder politisch interessierte, noch empathische Mensch, denn diese Aussage ist nichts anderes als eine kapitalistische / neoliberale Schuldzuweisung an Menschen, die an einem System zerbrechen, in dem sie von Anfang an (seit ihrer Geburt) keine Chance hatten. Arm bleibt arm, dies  ist vielfach bewiesen, Arme haben keine Chance im Kapitalismus, und das soll auch genau so sein.

Die Einzigen, die diese Tatsache DEUTLICH aussprechen, sind Kommunisten. Warum ist das so? Bitte mal nachdenken!

Um diese Tatsache zu verbergen, denjenigen Menschen gegenüber zu verbergen, die nicht arm sind, und die ja noch ein bisschen Empathie gegenüber ihrer eigenen armen Bevölkerung empfinden KÖNNTEN, entwickeln KÖNNTEN (man beachte den Konjunktiv), hat man erfolgreich medial das Bild des faulen Hartz-Vier-Schmarotzers erschaffen. Daß diese Medienkampagne erfolgreich war, kann man daran erkennen, daß fast jeder online und auch so, öffentlich, sagt, „geht doch einfach arbeiten, ihr Armen, dann bleibt ihr auch nicht arm“. Wie weit solche Aussagen von der Realität abweichen, ist den verblödeten Deutschen gar nicht klar; sie repetieren, wie  üblich, das, was ihnen von den Medien vorgegeben wird. Die ehemaligen LINKEN, die sich heute nur  noch LINKS nennen, aber nicht mehr LINKS sind, machen die Ablenkungskampagne rund, indem sie jeden dahergelaufenen Fremden mit offenen Armen willkommen heißen, als ob es keine  armen Deutschen gäbe. Aber arme Deutsche, dafür haben sich die Schein-LINKEN noch nie interessiert (bis auf die Ausnahmen Wagenknecht/Lafontaine).

Zu dem Thema gab es ja hier schon Artikel.

Das Ganze dient auch dem weiteren Hassaufbau bei den Rechten gegen LINKE, die gar nicht links sind. Aber so weit denken Rechte nicht. Hauptsache, sie haben ein Feindbild, dann lebt es sich besser.

Linke (also Schein-Linke) sagen dagegen, man müsse solidarisch sein mit den Fremden, klar, nur nicht mit den armen Deutschen. Deutsche hätten ja in Deutschland per se alle Chancen, sie seien selbst schuld, daß sie arm sind.  Außerdem ist die Armut in Afrika viel schlimmer.

Da haben wir es wieder. Selbst schuld. Nix Empathie. Nix Solidarität. Weder bei Schein-Linken, noch bei Rechten. Armes Deutschland. Hoffentlich hast du es bald hinter dir.

Neue Heimat Kyffhäuser

 

Wir haben zwar Sommerpause, aber wir sind immer noch arm – Mord an chronisch Kranken

Fibromyalgie zumindest behandelbar, wie hier: https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/14/schulmedizin-bekaempft-nur-symptome-sie-heilt-nicht-fibromyalgie/  dargestellt.

Getan wird seitens der Schulmedizin genau NICHTS.

Wechseljahresbeschwerden die Krankheitswert haben, werden von der Schulmedizin auch nicht behandelt. Quelle: Hormonselbsthilfe: https://hormonselbsthilfe.de/selbsthilfe/themen/fibromyalgie/

Zusammenhänge zwischen Störungen der Hormone und chronischen Schmerzen bei Fibro sind nachgewiesen. Es wird weiterhin bei der Ärzteschaft so getan, als wisse man davon nichts.

Fachärzte sind selten. Alleine schon seine Hormone messen zu lassen, erfordert einen Riesenaufwand. Der Hormonfacharzt, der Endokrinologe, ist eine Seltenheit. Meist handelt es sich noch dazu um Männer, die Wechseljahre bei der Frau und die damit zusammenhängenden Probleme sowieso nicht ernst nehmen. Ja, gut, bei hashimoto machen sie dann immerhin mal die Schilddrüsenhormone. Mehr aber auch nicht. Da muß man schon dem Arzt gegenüber sehr DEUTLICH werden, bis der was macht. Erschöpfung gibt es ja offiziell in Deutschland nicht. Ärzte kennen keine Erschöpfung. Was man nicht kennt, da muß man auch nicht nach den Ursachen suchen, so einfach ist das. Denn: Suchen kostet Geld, und Geld muß im Kapitalismus gespart werden, schließlich sind chronisch Kranke ja Dreck und dürfen in Deutschland nichts kosten.

Fachärzte sind also aus demselben Grund, selten. Weiter fahren kann man nicht, wenn man arm ist. (Ich danke auch an dieser Stelle für Einladungen, aber weiter fahren kann ich nicht aus Kostengründen.) Fast jeder chronisch Kranke landet irgendwann mal in der Armut, denn chronische Krankheit kostet viel Geld. Schon alleine die Diagnose, bei der sich Schulmediziner weigern, auch nur ansatzweise mit zu arbeiten (weil das ja alles zu viel Geld kostet), ist schwierig. Frauenärzte sind auch nicht dazu bereit, Hormone zu messen, und wenn, dann höchstens als sogenannte „Igel-Leistung“, dh. der Kranke muß selbst bezahlen. Früher habe ich dann so etwas auch schon mal selbst bezahlt, als das noch ging. Das kann ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr machen.

Noch teurer sind Heilpraktiker. Die messen zwar Hormone, dies tun sie aber nur im sogenannten „Speicheltest“. Der Speicheltest, bei dem mehrmals täglich ganz praktisch von zuhause aus die Hormone im Speichel gemessen werden können, ist  – wer hätte das gedacht – natürlich nicht schulmedizinisch anerkannt. Schulmedizin mißt nur im Blut, und was sich im Blut nicht zeigt, ist nicht vorhanden, Schluß, Aus, Ende, keine weiteren Diskussionen, bitte. Daß man in sogenannten „burn-out“-Kliniken (nur für reiche Besserverdienende, Schulmedizin bezahlt das natürlich NICHT) mittlerweile auf Speicheltestung übergegangen ist bleibt normalen Ärzten dabei verborgen. Will sagen: Der Speicheltest als zuverlässige Messmethode, was Hormone jedweder Art angeht, ist längst etabliert, nur die deutsche Schulmedizin will davon nichts wissen.

029e

Ich sage, all das hat Methode.

Die wenigen Schulmediziner/Endokrinologen haben Methode. Warum soll denn jeder Kranke einen Arzt in erreichbarer Nähe haben? Das ist überflüssiger Luxus!

Daß Hormonmessungen per se in Deutschland keine Kassenleistung sind, hat Methode. Warum sollen denn chronisch Kranke Hilfe bekommen, Hilfe, die sie bekommen könnten, würde man bei ihnen zeitgerecht einen oder mehrere Hormonmängel feststellen können und dann beheben können? Chronisch Kranke brauchen keine Hilfe, das hat Methode. Oder wie kann man sich erklären, daß es immer noch in Deutschland keine Ärzte gibt (außer Berlin-Brandenburg), die CFS diagnostizieren können? (Was ist CFS: https://www.lost-voices-stiftung.org/was-ist-me/diagnosekriterien/) Seit Jahren eiert man da schon rum, in Deutschland gibt es schätzungsweise 300 000 Betroffene, für die es KEINE Hilfe gibt, und dies hat Methode! Dies ist beabsichtigt, die Kranken sollen gefälligst dahin vegetieren und früh verrecken, dann kosten sie den Staat wenigstens kein Geld mehr!

Armut macht Krank, das ist bewiesen, und so stellte sich auch bei mir nach Jahren der Armut, während ich mehr oder weniger verzweifelt versuchte, aus HartzVier raus zu kommen, die chronische Erschöpfung und Fibromyalgie ein. Die Kombination Armut UND Krankheit, bei der man dann „gnädigerweise“ irgend wann Erwerbsminderungsrente bekommt, ist die Krönung des Übels. Weil: Abhilfe gibt es nicht:  Es gibt keine Veränderungsmöglichkeiten, keine Dazuverdienstmöglichkeiten und die ärztliche Versorgung ist praktisch nicht vorhanden. Vor Ort, versteht sich.

Ich muß dreieinhalb Stunden mit der Bahn nach Leipzig fahren, zu einem Endokrinologen. Zur Bahn hin muß  ich auch noch und ab Leipzig Bhf noch ein Stück weiter. An so einem Tag, am Tag eines Arztbesuches, bin ich über 12 Stunden unterwegs. Das schaffe ich nicht mehr wegen der Erschöpfung. Nun muß früh morgens Nüchternblut abgenommen werden, in Leipzig, versteht sich, nicht bei mir zu  hause. Das geht überhaupt nicht, da ich nicht in der Lage bin, völlig nüchtern über 3 Stunden irgendwo hin zu fahren. Das geht nur, wenn ich in Leipzig übernachte und früh morgens nüchtern zur Arztpraxis fahre. Der ganze Spaß, den auch mein Hausarzt hätte machen können, dem das aber zu teuer sei (so die Aussage der behandelnden Endokrinologin), kostet mich 80 Euro. Dies muß ich von meiner eh zu mickrigen Grundsicherung bezahlen. Ich muß das nur deshalb bezahlen, weil der Hausarzt um die Ecke dies aus Kostengründen NICHT macht. Oder ich verzichte auf diesen Diagnoseschritt.  Die Fatigue muß aber abgeklärt werden. Auch wenn das die Schulmedizin nicht interessiert, MICH interessiert das. Ich bin seit 2009 chronisch krank, das sind NEUN JAHRE und mich interessiert das immer noch, und wenn es das letzte ist, was mich interessiert.

Ich sage, das hat Methode!

So kriegt man Leute auch kaputt. Das ist Mord, der vom System aus geht. Mord an Armen, Mord an chronisch Kranken, damit die auf jeden Fall eher verrecken.

Der Spaß wird danach noch weiter gehen. Ich kann nur hoffen, daß die da in Leipzig was finden. Wahrscheinlich finden sie aber nix außer einem „etwas niedrigen Morgencortisol und einem niedrigen DHEA, was aber nicht behandlungsbedürftig ist“. Wie heißt das doch so schön: Wechseljahre sind keine Krankheit. Wenn Frau aufgrund der Wechseljahre chronische Schmerzen hat, chronisch erschöpft ist, plus einiger anderer medizinischer Auswirkungen, auf die ich hier nicht näher eingehen will, weil das zu privat ist, ist das der Schulmedizin völlig schnurz. Hauptsache, die chronisch Kranken (meist sind es Frauen) nippeln eher ab. Ältere Frauen braucht in diesem Land keiner mehr.  Für den Kapitalismus sind wir überflüssig, nutzlose Fresser.

Früheres Sterben spart Geld. Womit wir wieder beim Haupt-Thema im Kapitalismus wären: Es darf alles nichts kosten.

Daß dieses Thema kaum Anklang findet unter meiner Leserschaft, liegt mit Sicherheit an der Dummheit der Menschen, die sich nicht vorstellen können, wie es ist, dauerhaft erschöpft zu sein.  Und einfach, aufgrund von Armut und Erschöpfung, nichts mehr machen zu können – denn man will ja. Man kann aber nicht. Es kamen schon sehr dumme geistige Elaborate von Kommentatoren hier auf dem blog, die ich selbstredend gelöscht habe. Wenn man keine Ahnung hat, einfach die Klappe halten.  So meinte ein „besonderes männliches Prachtexemplar“, durch „häufigeren Sex“ könne man die Hormone „aufpäppeln“. Daß man aber in dem Zustand der Erschöpfung, in dem ich mich schon länger befinde, an alles Andere eher denkt, als an Sex, diese Vorstellung hat es nicht in die Gehirnwindungen dieses männlichen Vollspackos geschafft. So blöd sind die Leute. Leider kollektiv.

Des Weiteren werde ich noch versuchen, die Fahrkosten zu dem Endokrinologen irgendwo erstattet zu bekommen. Die Krankenkasse  hat schon abgelehnt, mit dem dezenten Hinweis, das Amt für Grundsicherung sei zuständig. Das Amt für Grundsicherung wird dann zig Belege brauchen, dafür, daß eine Untersuchung beim Endokrinologen überhaupt notwendig war. Es ist wieder, wie so üblich bei gesellschaftlichen Mißständen, keiner dafür zuständig.

Man könnte ja einfach eine Art Mindestrente einführen. Die solche Fälle abdecken würde. Ich mit meiner Grundsicherung kann keine weiteren Arztfahrten bezahlen. Aber warum soll man chronisch Kranken etwas Gutes tun. Dies ist im System NICHT vorgesehen, im Gegenteil.  Ach ja, meine Brille ist auch sehr verkratzt. Diese trage ich seit wie vielen – ????- Jahren? 5, 6 Jahre? Früher bekam man zumindest ein Kassengestell. Heute bekommt man nichts mehr.  Dies nur mal so am Rande.

Neue Heimat Kyffhäuser