Dr Mutter Video über Gesundheit,Vergiftung, Amalgam und Strahlung

1 Stunde und 52 Minuten, die sich lohnen, deshalb hier zur Vorstellung.

Bezeichnend diese Aussage (screenshot aus Video):

 

Auch wenn ich bezüglich seiner „Gorillakost“ eher kritisch bin, halte ich doch Dr. Mutter für einen der erfahrensten und glaubhaftesten Menschen auf seinem Fachgebiet.

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Rentenklautabelle

Hier zu finden: Klick

Diese Auflistung der zweckentfremdet unterschlagenen Summen aus der Rentenkasse der deutschen Arbeitnehmer wurde unter SPD-Kanzler Schröder eingestellt, natürlich wurde aber die Unterschlagung selbst nicht beendet. Mittlerweile dürfte der den Arbeitnehmern von der Politik gestohlene Gesamtbetrag bis dato weit über 900 Milliarden Euro liegen, Tendenz steigend.

Die Organisation Beitragszahler Rentner.de, hier zu finden: Klick, hat errechnet, daß, wenn diese gestohlene Summe auf einen Schlag in die Rentenversicherung zurückgeführt werden würde, die deutschen Renten sofort um ca. 35% angehoben werden könnten sowie die Lohnnebenkosten gesenkt werden könnten.

Letztere Aussage hat der Kommentator vor ca. 2-3 Jahren in einem Leserbrief eines Mitgliedes dieser Organisation gelesen, welcher in der örtlichen Lokalpresse abgedruckt war.

Quelle: Video Carsten Jahn:  https://www.youtube.com/watch?v=PKqVR4qBIII  – video gelöscht von ytube –

Mein Kommentar dazu:

Mein Reden. Leider hört niemand so richtig zu. Wenn es überhaupt langfristig noch zu Rentenzahlungen kommt, wird Deutschland in Altersarmut ersticken.

Sieht für mich vertrauenswürdig aus und der Mann hat ja nun auch schon durch seine etwas längere Arbeit – ideologiefrei! – bewiesen, daß er vertrauenswürdig ist.

edit 22.Mai: Jahn ist nicht vertrauenswürdig da er wählen gehen empfiehlt. Ich widerrufe hiermit meine Empfehlung für seinen Kanal.

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5 G – Informationen einer Betroffenen

Zu 5 G wurde ja nun genug gesagt, es gibt auch genug Videos im Netz über seine SChädlichkeit; damit will ich hier keinen mehr langweilen. Statt dessen dieses kurze Video:

Länge: 7:36 Minuten. Auch die Kommentare sind lesenswert.

Ich fürchte, weg ziehen wird da nicht helfen.

Vielleicht hilft es, wenn man sich ein 2. Bett im Wald irgendwo einrichtet. Dann kann man wenigstens anständig durch schlafen.

Teutoburger Wald bei Detmold, Herrmannsweg

Ich selbst sitze nun schon wieder seit 5 Stunden vor dem Rechner, und das geht auch an mir nicht spurenlos vorbei (massive Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, ich muß raus aus dieser Wohnung, die wurde nämlich kurz vor meinem Einzug noch mit neuem Bodenbelag chemisch verseucht), deshalb mache ich jetzt hier Schluß für heute.

An all die Meckerer und Moserer da draußen, egal, wie ihr euch nennt: Macht erst mal selbst was, bevor ihr hier meckert. Dann sehen wir uns das Resulat an und dann sehen wir weiter.

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Staat spart Milliarden wegen Runterrechnung des HartzVier-Regelsatzes

https://www.tagesschau.de/inland/hartz-vier-regelsatz-101.html

Seit Jahren rechnet die Bundesregierung den Hartz-IV-Regelsatz nach unten. Nach Monitor-Berechnungen müssten Empfänger monatlich 155 Euro mehr bekommen. Der Staat spart Milliarden.

Von Jan Schmitt und Gitti Müller, WDR

Ralph Rasbach ist gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann. 2013 wurde ihm betriebsbedingt gekündigt, seit vier Jahren lebt der 49-Jährige nun von Hartz IV. 416 Euro monatlich – das ist der Regelsatz.

Das Geld reicht hinten und vorne nicht. Einige nötige Medikamente kann er nicht bezahlen, und Fleisch und Gemüse kauft er nur am Wochenende, kurz vor Ladenschluss, wenn der Discounter die Preise senkt. „Ohne Geld ist man kein Mensch in dieser Gesellschaft“, sagt Rasbach. Für ein menschenwürdiges Leben reiche der Regelsatz auf keinen Fall.

Teilhabe am soziokulturellen Leben unmöglich

Dabei hat in Deutschland jeder Mensch ein Anrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum. Das soll nach einem Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts nicht nur das nackte Überleben sichern, sondern auch „ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben“ ermöglichen.

Der ehemalige Vorsitzende am Landessozialgericht Hessen, Jürgen Borchert, kämpft schon seit vielen Jahren darum, dass Hartz-IV-Empfängern dieses menschenwürdige Existenzminimum auch tatsächlich gewährt wird. „Das ist mit den Regelsätzen, die wir jetzt haben, mit Sicherheit nicht mehr der Fall“, sagt er.“ ZITAT ENDE

„Anhebung von Hartz IV hieße Steuerersparnis für alle

Experten wie Sell vermuten hinter dem Vorgehen der Bundesregierung vor allem die drohenden Einbußen bei der Einkommensteuer. Da das Bundesverfassungsgericht entschieden hat, dass der Grundfreibetrag sich direkt aus dem Hartz-IV-Satz-ableitet, würde sich der Freibetrag bei jedem Einkommensteuerpflichtigen schlagartig deutlich erhöhen.

Viele Steuerzahler würden ebenfalls von der Erhöhung es Hartz-IV-Satzes profitieren.

155 Euro monatlich mehr Hartz IV hießen 1860 Euro mehr Freibetrag für jeden Steuerzahler pro Jahr. Der Fiskus würde nach Monitor-Berechnungen so automatisch 15 Milliarden Euro jährlich verlieren. Sell hält dies für den zentralen Grund, „warum die Politik eine Anhebung der Hartz-IV-Sätze scheut wie der Teufel das Weihwasser.“

Ralph Rasbach würden höhere Hartz-IV-Sätze ein ganz anderes Leben ermöglichen. Er könnte dann auch mal wieder mit Freunden ausgehen.“ ZITAT ENDE

Dazu ein Kommentar vom SoVD Bremen:

https://www.sovd-hb.de/index.php?id=1006420

Daraus Zitat: „Experten kommen damit zu dem Ergebnis, dass die Regelsätze für eine erwachsene Einzelperson um mehr als 100 Euro mtl. heruntergerechnet wurden. Das bedeutet nichts anderes, als dass das finanzielle Existenzminimum für Millionen von Menschen nicht sichergestellt ist. Damit sparen die Leistungsträger 10 Mrd. Euro im Jahr zu Lasten der Ärmsten der Armen. Oder im Umkehrschluss: Den Menschen, die in Armut leben müssen, werden somit im Schnitt insgesamt mindestens 125 Euro im Monat vorenthalten.

Ich bin davon betroffen, da ich Grundsicherung bei voller Erwerbsminderung bekomme, dauerhaft, und dies ändert sich auch nicht mehr. Ich bin 58 Jahre alt und noch kein Voll-Invalide, wobei auch diese ein menschenwürdiges Leben führen müssen, bzw. es muß ihnen ermöglicht werden, indem sie genügend Geld bekommen. Ich könnte noch 20 Jahre gut leben, dies ist aber offensichtlich nicht erwünscht.  Die Summe, die ich bekomme, reicht nicht einmal aus, sich gesund zu ernähren. Geschweige denn für Anderes.

Ich könnte hier Einzelheiten aufführen, das würde aber zu weit gehen. Tatsache ist, daß Millionen Menschen in Deutschland mit so wenig Geld leben müssen, wobei die, die noch auf Arbeitssuche sind, zumindest noch die Chance haben, die Dinge zu ändern, so sie denn eine gute Arbeit bekommen, was immer schwerer wird. Alte und Kranke können das nicht. Sie sind auf diese Grundsicherung angewiesen. D.h. man hat immer weniger Geld zur Verfügung, denn die Inflation der täglichen Nahrungsmittel deckt die jährliche Grundsicherungserhöhung nicht ab. Bei mir äußert sich das in – beispielsweise – der Tatsache, daß ich immer mehr Tiefkühlkost essen MUSS, weil Frisches nicht mehr bezahlbar ist. Gab es zum Beispiel vor ca 3 Jahren bei mir noch mehrmals wöchentlich Salat und frischen Chicoree, auch oft Kohlrabi roh (esse ich gerne), ist dies nun, da zu teuer, vollumfänglich weg gefallen. Chicoree ist von damals 0,99 Cent auf üppige 1,49 Euro gestiegen. Salat baue ich ja nun selber an (blieb mir nix anderes mehr übrig, kann man ja in guter Qualität im Supermarkt nicht mehr bezahlen), die Kohlrabi-Ernte jedoch voriges Jahr ging völlig in die Hose, da es durchgängig zu heiß und zu trocken war. Kohlanbau ist auch nicht so einfach, das nur am Rande. So bin ich nun dazu übergegangen, nur noch tiefgekühlte Kohlsorten zu kaufen, das Kilogramm zu 1,49 Euro. Davon kann man satt werden. Ist natürlich höchst einseitig.

Aufgrund meiner Allergien und Unverträglichkeiten bin ich aufs Fleischessen angewiesen, und diesbezüglich kann ich mir gute Qualität gar nicht leisten. Das ist viel zu teuer. Trotzdem gebe ich einen großen Beitrag für einigermaßen gutes Essen aus (ich koche immer frisch), worunter natürlich andere Bereiche leiden müssen; da wären die Bereiche: Kleidung, Brille (bräuchte ich dringend neu), wegfahren. Arztbesuche weiter weg. Vereine geht gar nicht da zu teuer. Soziale Kontakte: Keine, zu teuer. Mal rausgehen: Zu teuer. Alles, was über das tägliche Leben kostet, ist zu teuer. Das einzige Hobby: Garten (kostet natürlich, bringt aber auch was), und Musik. Musik kostet nix, bringt aber auch nix, wenn man mal ans finanzielle denkt. Das Fahrrad kostet ab und zu mal einen neuen Mantel, das reißt dann richtig rein. Auf das Rad bin ich allerdings angewiesen. Andere Rentner sitzen nur noch zuhause rum, kommen gar nicht mehr raus. Da bin ich froh, daß ich das Rad noch habe. Aber es kostet eben auch mal Geld, was knapp ist.

Das Schlimmste ist: Den Deutschen ist das egal. Die vegetieren so vor sich hin. Die, die noch gut verdienen, lassen den Grotzkotz raushängen, als ob sie was Besseres wären. Dabei kann es sie genauso treffen mit der Armut und Krankheit. Es gibt Krankheiten, die recht schnell ganze Vermögen aufzehren. Aber darum geht es ja nicht alleine; es geht darum, daß der Staat ausgerechnet bei seinen Ärmsten spart. Bei denen, die sowieso zu wenig haben.

So, wie es aussieht, verpulvert der „Staat“ das, was er bei uns Armen spart, in Bereichen, die ich so nie unterstützen würde: Rüstung (Etat ist wieder gestiegen) und natürlich bei Merkels liebstem Kind: Migranten. Fremde bekommen in Deutschland Milliarden, während an den ärmsten Deutschen inklusive der Steuerzahler (der Steuerfreibetrag würde sich ja auch erhöhen) gespart wird. Offensichtlich findet der Deutsche dies toll. Auch die Afd würde daran, meines Wissens, nichts ändern.

Sind euch da draußen diese Dinge eigentlich nicht bewußt? Oder warum macht ihr immer so weiter, wie bisher? Ich frage mich immer, welche Krankheit euch befallen hat, daß ihr diese Dinge nicht wahrnehmt.

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Wer Millionen Fremde aufnehmen kann und seine Rentner hungern lässt, ist eine amoralische, abartige Drecksau

Ich nenne die Massenmigration, die ja nun schon länger statt findet, Völkermord. Zwangsmigration. Mich hat keiner gefragt, ob ich das will, inklusive der für mich negativen Begleiterscheinungen. Die da z.b sind: Jeder Flüchtilant, der keiner ist, sondern bloß ein Wirtschaftsmigrant, also einer, der jung und gesund ist und nur zu faul ist, in seiner Heimat zu arbeiten, so einer bekommt vom deutschen Volksvernichterstaat 1000 bis 1200 Euronen fürs Nichtstun. Dafür daß er nach Deutschland transportiert wurde. Dafür daß er – meinetwegen – eine etwas dunklere Hautfarbe hat und Asyl so gerade noch stammeln kann.

Was bekomme ich vom Staat? Eine Grundsicherung. Die zum Leben nicht reicht. Die weit unter den 1000 – 1200 Euro liegt, die wildfremde Personen hier bekommen. Von den Zusatzleistungen wie warme Wohnung, ausreichend Wohnraum, und so weiter, ganz zu schweigen.

Jemand schrieb hier einmal: Wer seine Rentner hungern läßt, aber Wildfremde finanziell dermaßen unterstützt, ist ein Verbrecher. Für mich ist dieser Staat deshalb ein Verbrecher.

Grundsicherung / H4 muß mindestens auf 600 E monatlich steigen, sanktionsfrei, versteht sich, alles andere ist lachhaft. Das könnte man sofort machen – wenn man denn wollen würde. Die AfD hat es begriffen, sie hat in ihrem Programm zumindest eine Mindestrente, die in der Höhe des pfändungsfreien Grundbetrages liegt. Das ist wesentlich mehr als das, was Armutsrentner / Erwerbsminderungsrentner heute bekommen.

Zweite „Baustelle“ Wohnen:

Ein genau so großes Problem sind die Mieten, die bekanntlich stark gestiegen sind, bzw. die Wohnungen, die den Angemessenheitsrichtlinien der Kommunen entsprechen. In solch einer Wohnung muß ein armer Mensch wohnen, das wird so vorgeschrieben vom Amt – doch leider gibt es diese Wohnungen so gut wie nicht mehr, weil eben die Mieten so stark gestiegen sind. Die Mieten sind aber deshalb so stark gestiegen, weil der Markt sehr „angespannt“ ist, und warum ist der Markt sehr „angespannt“? Weil Hunderttausende Fremde (Anhaltend starke Migration: Im Oktober wurden 14.824 Asylanträge in Deutschland gestellt; Link: Klick ) auf eben diesem Markt sämtlichen verfügbaren Wohnraum in Beschlag nehmen UND gleichzeitig die Kommunen jedweden sozialen Wohnungsbau schon seit langem eingestellt haben. Ich weiß das von Köln, da wurde der soziale Wohnungsbau Anfang der 90er Jahre beendet. Für Fremde baut man natürlich immer weiter, das ist logisch, das sind ja auch die besseren Menschen.

Alte Linde, Jechaburg

Zurück zu den Kommunen und den Angemessenheitsrichtlinien: Es  müßte eine Überprüfung stattfinden bezüglich der viel zu niedrigen Angemessenheitsrichtlinien der Kommunen, die sich ein armer Mensch ja halten muß, wenn er eine Wohnung sucht.

Es gibt schon mehrere Urteile von Sozialgerichten aus Bayern, die die jeweiligen Angemessenheitsrichtlinien der jeweiligen Kommunen gekippt haben.

LINKS:

Sozialgericht Bayreuth  2018

Sozialgericht Bayreuth 2016

Ich halte fest: Es wird vom Amt vorgegeben, billig zu wohnen, sogar SEHR billig, aber so billige Wohnungen, wie das Amt sie gerne hätte für Arme, gibt es gar nicht. So kann man auch Obdachlose produzieren. Dem Amt wäre es wohl am Liebsten, daß arme Menschen in Hundehütten wohnen.

So sieht es in Deutschland aus, Ende des Jahres 2018, und, es wird noch viel schlimmer kommen, wenn denn nicht endlich eine Trendwende in Sicht ist. Ob eine Änderung der derzeitigen schlimmen Zustände jedoch über den parlamentarischen Weg herbeizuführen überhaupt noch möglich ist, darüber darf man sich trefflich streiten.

AfD im Kyffhäuserkreis auf 31 Prozent: Klick 

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Empörender UN-Bericht über soziale Lage in Deutschland

Quelle:  https://deutsch.rt.com/inland/78814-viele-kinder-gehen-hungrig-zur/

Video über das Gestammel der „Pressesprecher“ der „Bundesregiereung“ (2:56 Min.) zu diesem Thema:

Man merkt ja deutlich, daß die Oberlaberer, auch genannt „Sprecher der Bundesregierung“, am Anfang gar nicht wissen, worum es geht. Als der Reporter von rt.deutsch dann nachfragt, kommen die üblichen standardisierten Floskeln. Ja, alles sei rechtlich o.k., was man mache, und so weiter, blabla.

Meine Meinung:

Als ob die „Bundesregierung“ so etwas interessieren würde.

Sie verneint einfach, daß es die geschilderten Dinge (weit verbreitete Armut, prekäre Jobs, Millionen Obdachlose etc.) gibt.

So einfach ist die Welt dieser Verbrecher. Ich nenne diese Bundesregierung mittlerweile bewußt Verbrecher, denn sie töten Menschen durch dieses ihr „Verhalten“. Sie töten ganz bewußt, also vorsätzlich. Es findet sich nur kein Richter für diese Verbrecher. Noch nicht.

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Malochen bis 70? Der Betrug an den Rentnern und was dahinter steckt

Ökonomen warnen vor Rentenkollaps. Das Eintrittsalter müsse weiter steigen. Angesichts des technischen Fortschritts ist das paradox – mit Blick auf marktwirtschaftliche Glaubenssätze nicht.

Arbeiten bis zum Umfallen: Das ewige Hohelied auf den Lohnerwerbsmarkt tönt wieder laut durch die Presse. Für die Scharlatane der Vulgärökonomie führt kein Weg an einer Erhöhung des Renteneintrittsalters vorbei. Überhaupt: Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag meldete, geht schon jetzt jeder sechste  65- bis 69-Jährige noch zur Arbeit. Schon sind sie wieder da, die Experten für Demografie und Co.: Viele Ältere arbeiteten freiwillig, schwadronierten sie. Schließlich sei Arbeit „identitätsstiftend“. Angesichts der technologischen Entwicklung, die von Arbeit befreit und für exorbitanten Überproduktion sorgt, wirken die Forderungen der Betreuer des Kapitals nicht zu Unrecht auch für den Laien paradox.

Die Phrasen der Vulgärökonomen

„Die stetig wachsende Lebenserwartung bedeutet immer längere Rentenzeiten bei konstanten Beitragszeiten“, sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann am 17. Oktober 2018 in Berlin auf dem Hauptstadt-Empfang der Notenbank laut Handelsblatt. Das bereits praktizierte schrittweise Anheben des Ruhestandalters auf 67 Jahre genüge nicht mehr. Man müsse bis 2050 die 70 anpeilen – oder das Rentenniveau senken. Wer nicht gesund genug sei, könne ja Erwerbsminderungsrente beantragen, so Weidmann.

Auch der Ex-Chef der sogenannten „Wirtschaftsweisen“, Bert Rürup, tauchte aus der Versenkung auf. Ab 2030 müssten die Menschen über das 67. Lebensjahr hinaus malochen, machte er den Lesern der Rheinischen Post weis. Seine Begründung: „Selbst höhere Zuwanderung kann nicht verhindern, dass in den Jahren 2025 bis 2045 die Erwerbsbevölkerung deutlich zurückgehen und das Wirtschaftswachstum bremsen wird.“ Da die Menschen im Schnitt älter würden, steige die Zahl der Rentner weiter an. Rürups Fazit:

Nur eine weitere Anhebung des Rentenalters in kleinen Schritten würde die in der Bevölkerungsentwicklung angelegte Wachstumsbremse lockern.

So warnte der 74-Jährige die Bundesregierung davor, den Beitragssatz nach 2025 bei 20 Prozent und das Niveau der Altersbezüge bei 48 Prozent festzuschreiben. „Dann verabschiedet man sich letztlich von der beitragsfinanzierten Rente“, malte Rürup ein düsteres Bedrohungsszenario an die Wand.

Der Bundesrechnungshof sprang auf denselben Zug auf: Eine Renten-Garantie über das Jahr 2025 hinaus dürfe es nicht geben. Es sei denn, man verlängere die Lebensarbeitszeit, klagte die Behörde vergangene Woche in einem Bericht an die Bundesregierung. Denn: Die Staatskasse sei finanziell nicht ausreichend gewappnet gegen den sogenannten demografischen Wandel. Letzteres bedeutet nichts anderes als: Immer mehr Menschen werden für den Kapitalverwertungsprozess überflüssig.

Fitte Reiche, kranke Arme

Springers Welt online gibt auch ihren Senf dazu: Viele Rentner arbeiteten nicht aus wirtschaftlicher Not, sondern weil sie Spaß daran hätten, so die steile These, mit der das Blatt am Mittwoch aufmachte. Dabei berief es sich auf eine neue Studie des der Bundesagentur für Arbeit (BA) angegliederten Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das hatte dazu erwerbstätige Rentner befragt.

Allerdings räumten die Forscher ein: Von vornherein gut situierte Ältere blieben häufiger länger im Job als Arme. Einen solchen fänden letztere häufig gar nicht. Weiter unten im Bericht wird Silke Anger, Leiterin des Bereichs Bildung, Qualifikation und Erwerbsverläufe beim IAB, deutlicher: Die Gruppe der gut situierten Pensionäre sei besser dazu fähig, weiterzuarbeiten. Denn:

Die Personen haben ihr Leben lang eher schonende Tätigkeiten ausgeübt, die körperlich weniger belastend waren.

Wer nämlich aus einem Bürojob komme, habe mehr Möglichkeiten. Er könne sich später etwa als Berater selbständig machen, so Anger. Für Fabrikarbeiter seien „die Optionen viel beschränkter“. Sie plädiert für ein flexibles Renteneintrittsalter. Einen Zwang zur Weiterarbeit lehne sie ab.

Kinder und Niedriglohn machen Frauen arm

Und schließlich gebe es eben doch das Motiv der finanziellen Not. Das treffe besonders Frauen. Arbeiteten sie im Alter weiter, geschehe das in 42 Prozent der Fälle aus Geldmangel. „Viele Rentnerinnen können nur so ihre Existenzgrundlage sichern“, resümierte Anger und meint damit: Arbeiten die Frauen nicht, würden viele von ihnen in den Sozialhilfebezug fallen. Und dieser ist, wie es im Übrigen auch für Hartz IV und Asylbewerberleistungen gilt, an einen vorherigen Ausverkauf fast jeglichen Vermögens gekoppelt.

Angers Gegenvorschlag klingt zynisch, ist aber systemimmanent: „Frauen müssen deshalb früh auf kontinuierliche Erwerbsverläufe achten.“ Das heißt: Sie sollen – Kindererziehung hin oder her – keine zu langen Auszeiten nehmen und möglichst Vollzeit schuften. Sie lamentierte: Darum müsse sich die Politik bemühen, die Familienarbeit zwischen Müttern und Vätern aufzuteilen, etwa durch ein Ende des Ehegatten-Splittings. Es verwundere nicht, wenn Mütter mit einer schlechteren Steuerklasse Teilzeit arbeiteten.

Einen weiteren Grund sprach sie nicht an: Das Lohngefälle zwischen typischen Frauen- und Männerberufen. Für erstere werde im Schnitt noch immer fast 22 Prozent weniger Lohn gezahlt, wie Statistiken aus diesem Jahr preisgeben. Anspruchsvolle Jobs seien kaum mit familiären Verpflichtungen vereinbar, heißt es darin auch. Branchen, die Mini- und Teilzeitjobs ermöglichten, fänden sich vor allem im Niedriglohnsektor.

Armut und Mehrarbeit trotz steigender Überproduktion?

Eigentlich müsste die Menschheit jubeln. Der technologische Fortschritt befreit von Arbeit. Der Mensch könnte sich der Kunst hingeben oder der Wissenschaft, könnte erfinden und – ökologisch – erneuern oder sich mehr auf die Familie und seinen heutzutage meist fremd betreuten Nachwuchs konzentrieren. Ältere könnten früher statt später in den Ruhestand gehen, Jugendliche länger studieren. Denn anders als vor 100 Jahren herrscht kein Mangel mehr. Das Gegenteil geschieht: Der Fortschritt führe zum Jobabbau, klagen Verfechter der heutigen Wirtschaftsordnung. Zugleich jammern sie über exorbitante Überproduktion.

Zu letzterem Thema braucht man nur die Nachrichten zu durchforsten: Nordzucker rechne mit Preisverfall durch Überproduktion, berichtete die Osnabrücker Zeitung kürzlich. Grund seien Ausweitungen der Produktion in Indien und Thailand in Verbindung mit der Dürre in diesem Sommer in Mitteleuropa. Am 4. Oktober beklagte die Umweltorganisation WWF die Überproduktion von Backwaren und deren Vernichtung.

Im April 2018 wetterte der Bundesverband deutscher Milchviehhalter auf der Agrarminister-Konferenz in Münster über eine exorbitante Überproduktion von Milch. Er rief nach staatlicher Marktregulierung. Kurz zuvor war bekannt geworden: Die EU sitzt auf 380.000 Tonnen Magermilchpulver aus staatlich abgekaufter Überproduktion, die in den Lagerhäusern verrotten. Und kürzlich wurde ebenso publik: Die Modekette H&M verbrennt jährlich tonnenweise neue Kleidung. Und die Stahlindustrie jammerte im März 2018: Gigantische Überproduktion sorge für sinkende Preise und Strafzölle. Nicht zu vergessen der Onlinehändler Amazon, der jährlich tonnenweise neuwertige Produkte in den Müllpressen entsorgt. Oder die Autoindustrie, die allerorten Halden betreibt, auf denen unverkaufte Neuwagen vor sich hin rosten.

Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit

Angesichts dessen fragt sich der Laie zu Recht: Warum vernichtet man die überproduzierten Güter, statt sie zu verteilen? Weshalb gibt der deutsche Staat Rentnern, Alleinerziehenden und Erwerbslosen nicht mehr Geld für Teilhabe? Wieso sollen Rentner länger arbeiten, wenn doch schon jetzt Überfluss ohne Ende von den Fließbändern rollt? Warum drangsaliert man Erwerbstätige mit Mehrarbeit und Erwerbslose mit Strafen, anstatt die Arbeit vernünftig aufzuteilen? Warum verhungern dieser Tage im Jemen und in anderen armen Ländern täglich Tausende Kinder, obwohl europäische Lagerhäuser bis zum Rand gefüllt sind?

Um das zu verstehen, hilft ein Blick auf die kapitalistische Produktionsweise. Sie basiert grundlegend auf der Ausbeutung von Lohnarbeit. Das heißt: Unternehmer bezahlen ihren Arbeitern weniger Lohn, als diese an Umsatz erwirtschaften. Sie schöpfen Profit ab. Das gelingt nur bei der Lohnarbeit. Maschinen und Computer geben lediglich ihren bereits bezahlten Anschaffungswert in die Waren ab. Dadurch sinkt ihr Preis.

Dieses Modell taugte in den vorigen Jahrhunderten. Im Streben nach Maximalprofit erfand man immer neue Technik, um Konkurrenten auszuschalten. An eben jenem Widerspruch, dass Maschinen gesamtwirtschaftlich gesehen keinen Mehrwert produzieren, sondern nur die Preise drücken, und zugleich immer mehr ausbeutbare Arbeit überflüssig machen, scheitert die Spirale der Profitmaximierung.

Profit und Soziales: Aus einem Topf aber ungleich verteilt

Doch was ist Mehrwert? Er entsteht dort, wo Neues geschaffen wird: in der Produktion, der Agrarwirtschaft, dem Baugewerbe. Der Dienstleistungssektor – also die Finanzbranche, das Transportwesen, der Handel und  die Werbeindustrie etwa – schafft keinen Mehrwert, sondern realisiert ihn nur. Die Dienstleister schöpfen also von einem woanders erzeugten Mehrwert mit ab. Daraus generieren sie Gewinn wie Lohn.

Ein Beispiel ist die Textilindustrie: Produziert wird in den Baumwollanbaugebieten, in Indien etwa, in Bangladesch oder Myanmar, unter oft unmenschlichen Bedingungen. Dort entsteht der Mehrwert. Der Transport nach Europa, der Verkauf bei H&M, KiK oder Lidl dient dessen Realisierung. Beachtet man, dass der Dienstleistungssektor in Deutschland inzwischen drei Viertel des Bruttoinlandsprodukts ausmacht – vor 65 Jahren fiel dieser Anteil auf das produktive Gewerbe, es war also umgekehrt – muss man konstatieren: Die westlichen Industrienationen leben immer mehr auf Kosten der sogenannten „Dritten Welt“.

Wichtig zu wissen ist: Nicht nur Unternehmer schöpfen ihre Gewinne aus dem Mehrwert. Die Steuern, die sie und die Beschäftigten an den Staat zahlen, stammen ebenfalls aus diesem; genauso die Kosten für Aufrüstung, Wirtschaftskriege, Infrastruktur und sämtliche Sozialausgaben, darunter auch die Rente.

Um den Vergleich anzustellen: Kürzlich ging die Schlagzeile durch die Presse, die Großaktionärsfamilie Quandt und Klatten „verdiene“ täglich (!) drei Millionen Euro. Was tut sie? Sie schöpft den Mehrwert aus der bei BMW und Co. geleisteten Arbeit ab. Ihr gigantisches leistungsloses Einkommen stammt damit aus derselben Quelle wie die Minirente einer früheren Verkäuferin bei KiK oder die Hartz-IV-Bezüge der alleinstehenden Mutter aus Berlin-Hellersdorf. Das Problem heißt also ungleiche Verteilung.

Zwang zum Wirtschaftswachstum

Die technologische Entwicklung führt somit die kapitalistische Logik des Abschöpfens von Profit aus Lohnarbeit ad absurdum. Während der Zwang zu Maximalprofiten zu technologischem Fortschritt und dieser zu Maximalproduktion führt, dezimiert ersterer zugleich die Abschöpfungsquelle: die Lohnarbeit. Man stelle sich Folgendes vor: Maschinen und Computer übernähmen eines Tages jegliche produktive Arbeit. Lohnarbeiter würden für die Profiteure überflüssig. Deren Manager, der Staat, müsste sie dann alimentieren.

Der Vulgärökonom wittert angesichts dieser Tendenz Kostensteigerungen zulasten der Allgemeinheit. Er gibt die Schuld an eine wachsende Bevölkerungsgruppe ab, die von den Eigentümern des Kapitals nicht mehr für den Verwertungsprozess benötigt wird. Dabei können Betroffene nichts dafür, dass sie von immer weniger Arbeitern mitfinanziert werden müssen. Die Kapitaleigner tun es ja nicht anders. Doch im Gegensatz zu letzteren verfügen die Armen über keine nennenswerte Kaufkraft. Daran hängt aber die Rendite. Ergo: Kapital, dass sich nicht mehr rentiert, wird auch überflüssig. Global betrachtet, sinkt so die Profitrate.

Die Zentralbanken versuchen, mit einer Senkung des Leitzinses dagegen anzugehen. In Europa ist dieser seit 2016 auf null. Ihre Hoffnung: Billige Kredite sollen Unternehmer waghalsiger stimmen und die Wirtschaft zum Wachsen bringen. Denn nur, wenn die Wirtschaft immer schneller wächst, kann im Zug des technischen Fortschritts ein profitables Level produktiver Lohnarbeit aufrechterhalten werden. Anders ist in diesem Wirtschaftsmodell ein rasanter Fall der Profitrate, sprich: die nächste Krise, nicht zu verhindern.

Auch die Finanzbranche kämpft mit dieser Realität. Sie versucht, mit Spekulationen an Rendite zu kommen. Gern heißt es, diese Art der Geldschöpfung erfolge völlig abgekoppelt von der Wirtschaft. Das ist ein Ammenmärchen: Wie der Name schon sagt, spekulieren Finanziers, und zwar auf noch nicht realisierten Mehrwert, oder kurz: auf zukünftige Arbeit. Wird diese nicht in einem bestimmten Zeitfenster umgesetzt, platzen die berühmten Finanzblasen. So funktionierten, freilich in kleinerem Rahmen, bereits die Wechselgeschäfte im 19. Jahrhundert.

Schuften für die Profitrate – ein Teufelskreis

Es folgt die Wirtschaftskrise: Firmen gehe pleite, Jobs verschwinden, die Armut steigt. Der Staat verzeichnet sinkende Einnahmen. Er reagiert mit Rentenkürzungen und Sozialabbau. Und Markt-Ökonomen jammern: über Fachkräftemangel, ausufernde Sozialausgaben, „schmarotzende“ Erwerbslose, „träge“ Rentner.

Das rückt die aktuellen Forderungen der „Experten“ nach einer weiteren Anhebung des Rentenalters in ein anderes Licht. Um es noch einmal kurz zu fassen: Dank Technologie schrumpft die Quelle allen Profits, produktive Lohnarbeit. Um diese zu erhalten, muss die Wirtschaft immer rasanter wachsen. Überproduktion entsteht, wird aber vernichtet, um einen Preisverfall zu verhindern. So existieren brutale Armut und perverser Reichtum nebeneinander. Doch weiter:

Sinkt die Profitrate, weil das Wachstum aufgrund begrenzter Ressourcen trotzdem nicht mithalten kann, vermag der Staat weniger über Steuern und Abgaben abzuschöpfen. Seine Kassen werden leerer. Er kürzt Sozialleistungen, verschärft die Repressionen und hebt das Renteneintrittsalter an. Sein Ziel: Der Staat will möglichst viele Menschen in den Produktionsprozess zwingen und so die Wirtschaft trotzdem ankurbeln – ein Teufelskreis, basierend auf einer irrationalen Lehre von der „Marktwirtschaft“.

Quelle: https://deutsch.rt.com/meinung/77869-malochen-bis-70-die-rentenluege-der-markt-experten/

Dazu noch folgendes:

Zitat aus der Zeitschrift Stern, Ausgabe 1.3.2017 zur Schlagzeile Politiker bedienen sich an Rentenkasse und lassen andere die Zeche zahlen:

„Bei den Finanzierungsproblemen der gesetzlichen Rentenversicherung handelt es sich nachweislich nicht um die Folgen ,langfristiger demografischer Veränderungen’, sondern um die Auswirkungen der Eingriffe des Gesetzgebers in die Rentenkasse.“ Dass der demografische Wandel schuld sein soll, glaubt er nicht. „Wir leiden nicht unter einem demografischen Problem, wir leiden unter einer wirtschaftspolitischen Elite, die sich bereichert.“ Zitatende

In dem genannten Artikel wird zum Teil detailliert auf die Plünderung der Rentenkassen seit 1953 eingegangen. Es wird der Betrag von 700 Milliarden Entnahme plus 300 Milliarden für entfallene Zinsen genannt, die zweckentfremdet quasi veruntreut wurden. Wirtschaft und unsere Politiker scheinen uns offensichtlich für vollkommen verblödet zu halten, wenn sie jetzt mit solch fadenscheinigen Gründen für das Rentendilemma daherkommen, steht doch sogar in einem Mainstreammedium etwas ganz anderes über die Ursachen.

Menschen vergessen halt schnell.

Zum Schluß noch diese Grafik:

Dort findet sich Deutschlands Rentenniveau weit  unter dem EU-Durchschnitt, fast als europäisches Schlußlicht. Nur Rentnern in Großbrittannien, Polen, Malta und Irland geht es schlechter als deutschen Rentnern.

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Zum Nichtkampf-Prinzip und der strukturellen Gewalt (Armut)

Zum Video:

Es gibt eine objektive Wahrheit. Die für alle Menschen gilt.

Die Frage wie man als „Nichtkampf-ler“ mit einer gewalttätigen Umwelt umgeht, hat Lenz nicht beantwortet – nicht beantworten können. Ich habe kein Feindbild – außer den Dummen im Land, die durch ihr Nichtwissen (-wollen?) den Status Quo erhalten.

Bewußtsein kann nicht transformieren ohne Handlung. Die Aussage, man sei sich ja „so bewußt“, ist lächerlich angesichts der Tatsache daß Millionen weiter machen mit Sklaverei, Umweltzerstörung und Wohlstandsverwahrlosung – der Kapitalismus läßt schön grüßen! Man sieht es überall: Die Armen machen immer weiter so, weil sie ja angeblich „so müssen“, die Reichen sowieso, was soll sich da ändern? Wo ist euer Bewußtsein? Ihr habt keines, das sage ich, denn hättet ihr eines, wäret ihr längst auf den Barrikaden.

Ich als aufgeklärter Mensch verstehe die Gesellschaft in ihrem Wahn schon lange nicht mehr: alle jammern, keiner tut etwas, aber die Kanäle mit der Botschaft „Bewußtseinsänderung muß sein“ (dazu gehört auch R. Lenz) sprossen in der Vergangenheit wie die Pilze aus dem Boden und sie haben sehr viele Abbonnenten.

Alles Leute, die angeblich so bewußt sind, aber nichts tun. Nur durch Taten ändert sich was. Nicht durch tube-videos, das ist ja lächerlich. Wer tube-Videos ins Netz stellt und viele klicks haben will, pusht nur sein Ego. Viel Aufmerksamkeit, viel Show, aber sonst geschieht da nichts.

Und auf die Antwort von Herrn Lenz, wie man als friedlicher Mensch mit einer Gesellschaft umgeht, die strukturelle Gewalt ausübt auf Andersdenkende, warte ich vermutlich noch in 20 Jahren. Da hat Herr Lenz nämlich keine Antwort drauf, außer: seid weiterhin schön friedlich und laßt euch vernichten.

Da greift halt seine Botschaft nicht. Auch nicht, was Armut angeht; weil Armut systemgewollt ist, als Abschreckung für die breite malochende Masse. Armut müßte nicht sein, und ist, weil sie so gewollt ist, ein Verbrechen. Deshalb wird es auch im Kapitalismus nie ein Bedingungsloses Grundeinkommen geben. So einfach ist das zu verstehen.

Und gewollte Armut ist strukturelle Gewalt, auf diese Gewalt hat Lenz keine Antwort. Seine einzige Antwort war: Ja, man muß „es schaffen“, gemeint ist: Raus aus der Armut. Handelt man aber so, wird man wiederum zum Kapitalismus-Sklaven.

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Geldsystem wird aus Bewußtsein der Menschen verdrängt

Ohne das Geldsystem kann man die Verhaltensweisen von Menschen immer nur falsch beurteilen, ja es wird sogar suggeriert, daß alle Entscheidungen immer nur losgelöst von den Zwängen des Geldes und damit eigene Entscheidungen der Menschen wären.

Dies ist besonders beim letzten Kommentar hier auf dem blog ersichtlich gewesen.

Artikel über Arme thematisieren Armut. Logisch. Armut ist eine Folge der Ungleichverteilung, die durch Kapitalismus entsteht. In der sogenannten „westlichen Welt“, dem Kapitalismus mit dem Dollar als Leitwährung wird man gezwungen, vorgegebene Währungen zu benutzen. Es handelt sich also um ein Zwangsgeldsystem.  Geld wird in diesem System von privaten Banken ohne Deckung erschaffen. Wenn es Gleichbehandlung der Menschen gäbe, dürfte jeder Mensch privat Geld erschaffen. Dies ist aber nicht so. Die meisten Menschen denken über so etwas nicht nach. Sie tun irgend etwas, irgend eine Sklavenarbeit, weil sie denken: Ich brauche ja das Geld.

Ich möchte hier festhalten: Wir leben in einem Zwangsgeldsystem.

Warum das alles so ist, darüber denken Menschen nicht nach. Genau an dem Punkt wird es aber spannend.

Warum werden wir gezwungen zu diesem Geld, und zu diesem System? Wie kann man über Armut schreiben, ohne unser Geldsystem, welches ja die Armut verfestigt, zu erwähnen? Menschen, die schreiben: „Ist alles Einstellungssache“, wissen nicht, was Armut ist. Die verhungern dann vielleicht auch irgendwann einmal, mit einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen. Jeder soll tun, was er mag/Kann. NOCH KANN.

Man kann nur das tun, was der eigene Geldbeutel zulässt. Dies habe ich hier schon sehr oft beschrieben.

Die von mir im Leitartikel skizzierten Armen können nicht mehr viel tun. Sie werden immer arm bleiben. Das ist das Hauptproblem. Das Wissen, daß der Kapitalismus genau diese Millionen Arme so vorgesehen hat, bzw. daß durch das derzeitige Geldsystem automatisch und logischerweise immer mehr Menschen verarmen, ist dabei nicht hilfreich. Denn: Wissen hilft nicht weiter, was die Thematik: Wie ändere ich das, angeht. Ein Wissen, welches vergleichbar ist mit dem Wissen des Kaninchens vor der Schlange, ist eigentlich mehr oder weniger nutzlos.

Arme können deshalb nicht mehr viel oder gar nichts mehr tun, weil ihnen das Geld fehlt. Das ist der Hauptgedanke, den viele Menschen erst einmal zulassen müssen in ihren Köpfen. Allzu leicht funken an dieser Stelle „esoterische Gurus“ dazwischen, die allen Ernstes behaupten, das sei alles Einstellungssache. Nein, so ist es eben nicht. In dieser kapitalistischen Gesellschaft kostet alles Geld. Das ist das eigentliche Verbrechen. Warum kostet Leben Geld?

Geld hält man künstlich knapp, wie alle anderen Mängel, die es in dieser Gesellschaft gibt, und die auch künstlich verknappt werden. Was spräche dagegen, Wohnungen für Arme zu bauen? Nichts. Es gibt genug Geld dafür. Man tut es aber nicht, weil man es nicht tun will. Dies muß man sich immer wieder vor Augen führen.

Arme sind gesellschaftlich gewollt um die, die arbeiten, eben in dieser Arbeit zu halten. Hier greift die Angst vor dem, was „sozialer Abstieg“ genannt wird. Wer arm ist, gilt in der kranken deutschen Gesellschaft als „abgestiegen“, er „hat es nicht geschafft“, er „hat sein Leben nicht gemeistert“. Das ist deshalb krank, weil „sein Leben meistern“ unter Deutschen immer etwas mit Wohlstand oder gar Reichtum zu tun hat. Innere Werte zählen nicht. Das ist typisch für die verlotterte westliche Wohlstandsgesellschaft. Es zählt nur das Geld. Dies könnte man ja ändern, aber es ist ja wirklich so: Man braucht es einfach. Weil man das Geld brauchen soll. Man ist abhängig davon. Und das ist so gewollt.

Alles eine Einstellungssache? So argumentieren Psycho-Gurus. Sie verdrehen die Persönlichkeiten von Menschen. Sie verdrehen die Wahrheit: die Abhängigkeit vom Geld.

7e-Lichtinseln

Ich war damals im sogenannten HartzVier-Bezug. Das ging jahrelang gut, man ließ mich in Ruhe. Zu der Zeit habe ich als Bildender Künstler gearbeitet. Es begann 2009, 2010 begann ich, intensiv zu zeichnen. Ich fand dann schnell eine  private Kunstschule in Köln und besuchte dort ein, zwei Kurse über Perspektive usw. Diese Kunstschule war gut, sehr nette Leute, sehr fähig, sehr sympathisch. Die Lehrer dort fanden das, was ich bis dahin gemacht hatte (Zeichnungen, Graphit, Tusche), gut, ausbaufähig, mit Stil. Ich fühlte mich dort wohl und unterstützt und angenommen. Eben alles Künstler, oder die, die es werden wollten. Diese Kunstschule bot auch eine Art Studium an. Zwei Jahre dauerte dies damals, und es kostete knapp 200 Euro pro Monat. Ich habe lange überlegt, ob ich mich dort eintragen sollte, aber es war zu  teuer. Ich war ja im H4-Bezug, und es konnte jederzeit von dort irgendeine „Maßnahme“ oder sonstiges kommen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich konnte keine Kunst studieren, weil ich arm war. Jobcenter (ich glaube, die Dinger heißen jetzt anders, aber egal) finanzieren so etwas natürlich NICHT. Jobcentern ist egal, was ein Mensch will. Ein „Hartzer“ hat jede Drecksarbeit anzunehmen.  Das ist Kapitalismus in Reinkultur. Warum tut der „Hartzer“ das, letzten Endes (ich habe nur ganz wenige Ausnahmen gekannt, die sich gegen diese Sklaverei zur Wehr gesetzt haben)? Weil er Angst  hat. Geldmangel, nix mehr zu fressen, Wohnraumverlust. Wenn noch Kinder da sind, geht das schon mal gar nicht.

So ist Kapitalismus. Lohnabhängig Beschäftigte haben im Prinzip dasselbe Problem, nur, daß sie eben für ihr Geld, welches sie zwangsweise benutzen müssen, arbeiten gehen MÜSSEN. Teilweise gehen diese armen Schweine für 4 Euro arbeiten und stocken dann auf. Was ich wiederum nicht verstehen kann (Ausnahme: Kinder vorhanden), aber dies ist ein anderes Thema.

Wenige Menschen denken über so etwas nach. Schade eigentlich.

Ich habe jetzt ein Beispiel gebracht, wo das Geld den Ausschlag gegeben hat, daß ich etwas nicht machen konnte. Wenn ich diese Kunstschule hätte besuchen können, wäre mein Leben mit Sicherheit ab dem Zeitpunkt anders verlaufen. So bin ich ab 2012 in die chronische Erschöpfung gekommen, mußte nach vier Jahren Bildender Kunst das Malen aufgeben und Rente beantragen.

Ich habe dann Musik gemacht, aber ich konnte meine Musik nicht bewerben. Auch hier fehlte wieder das Geld.

Ich bin immer noch (und keiner weiß, wie lange das dauert) CFS-krank und sehr, sehr eingeschränkt im Alltag. Die Erschöpfung ist mein täglicher Begleiter und dies seit fast 10 Jahren nun. Das ist das Ergebnis des dauernden Kampfes gegen ein System, welches Menschen nicht leben läßt, wie sie leben sollten: Frei und eigenverantwortlich.

Dies geht NICHT innerhalb des Kapitalismus. Der K. braucht nur Sklaven, möglichst viele, damit die sich untereinander bekämpfen um die wenigen Krümel, die man ihnen vorwirft.

Ein reicher Schnösel hätte alles das, was ich nie bekommen habe, mit 18 ganz locker von seinen Eltern finanziert bekommen. So einfach ist das für Reiche und Wohlhabende. Aber es geht mir hier nicht um Neid. Ich bin nicht neidisch. Ich freue mich für jeden, der sein kann, was er ist. Es geht mir darum, aufzuzeigen, daß eben das Geldsystem aus dem Bewußtsein der Menschen verdrängt wird und daß es keine Lösung geben kann für alle Menschen, wenn man nicht das Geldsystem verändert. (Ein Weg dazu wäre zb. der sogenannte Plan B der Wissensmanufaktur). Es ist eine Lüge, zu behaupten, man könne „das alles“ nicht ändern.

Man kann das alles ändern. Man will aber nicht.

Neue Heimat Kyffhäuser

Schulmedizin bekämpft nur Symptome, sie heilt nicht – Fibromyalgie

Folgender Text stammt von einer Hamburger Selbsthilfegruppe. Der Text ist schon ein paar Jahre alt, aber immer noch erstaunlich aktuell. Da ich selbst seit 2012 die Diagnose „Fibromyalgie“ habe, möchte ich den Text hier mal bringen, um zu erklären, worum es dabei überhaupt geht. Ganz wichtig ist mir, deutlich zu machen, daß ich als Chronisch Kranke keinerlei Hilfe oder medizinische Unterstützung bekomme. Diese Krankheit wird einfach so von der Ärzteschaft ignoriert – Einzelheiten stehen im Text. Daß das auch anders gehen könnte, daß man Fibromyalgiekranken auch helfen könnte, zeigt der Text, und das ganz unten verlinkte Video von Dr. med. Joachim Mutter. Dr. Mutter bezieht sich in seinen interessanten Ausführungen auf alle sogenannten „Umweltkrankheiten“, auch die Fibromyalgie ist eine solche.

Nun geht es los mit dem Text der Hamburger Selbsthilfegruppe. Erklärungen / Ergänzungen von mir wie immer in Eckklammern.

Unser Modell in der Therapie der Fibromyalgie

Fibromyalgie und Störung der Hirnbotenstoffe

Von der orthomolekularen Therapie zur ganzheitlichen Behandlung

Die Fibromyalgie ist gekennzeichnet durch Schmerzen, vegetative Störungen undBeeinträchtigungen der intellektuellen Leistungsfähigkeit, durch Merk- und Konzentrationsstörungen, sowie durch depressive Stimmungslagen und Schlafstörungen. Man kann bis zur Diagnose alle betroffenen Organe durch untersuchen lassen, ohne zum Befund einer organischen Störung  zu kommen. Die Betroffenen haben alle möglichen diagnostischen Schritte hinter sich, auch nicht notwendige Operationen. Verzweiflung bei Patienten und Ärzten macht sich breit, der Frust auf beiden Seiten wächst.[Dies war auch bei mir so, ich habe aber „nur“ drei Jahre gebraucht, bis ich einen Arzt gefunden habe, der fähig war, die Diagnose zu stellen. Andere brauchen länger.]

Schauen wir statt nach einzelnen Symptomen nach Systemen und deren Störungen, so ergibt sich ein schlüssiges Bild. Ich muss darauf hinweisen, dass die Fibromyalgie eine eigene  ICD-Nummer (International  Classification  of  Disease)  M  79.7,  hat.  Diese  hat aber auch gar nichts mit einer somatoformen Störung F 45.9 zu tun. International istdie  Fibromyalgie  als  eigenständige  Erkrankung  von  anderen  Erkrankungen  abgegrenzt.  Betroffene  und  deren  behandelnde  Ärzte  haben  häufig  den  Eindruck,  dass  sich diese Tatsache in der deutschen Ärzteschaft noch nicht ausreichend etabliert hat. [Dies ist mir bekannt. Diese Krankheit wird von Ärzten immer noch irgendwie „geleugnet“.] Ich bin guter Hoffnung, dass die Zahl der Zweifler sinkt, glaube aber, dass in einigen Jahren die Diagnose Fibromyalgie in zahlreiche Untereinheiten, ähnlich wie bei der Migräne, gegliedert sein wird.

Unser Modell bietet als Diskussionsgrundlagen einige unterschiedliche Entstehungsarten des FMS an.

Betrachten wir nun einige biochemische Achsen, versuchen sie zu verstehen und dadurch Ansätze zur Therapie zu gewinnen. Hilfreich zur Beurteilung der aktuellen Situation und deren Verlauf unter der Therapie ist die Anwendung der Zachrisson-Skala für FMS und chronic fatigue Syndrom. Diese Skala wurde vom Institut für Neuropsychiatrie der Universität Göteborg entwickelt. (siehe unser Buch: Das Wunder der kleinen Schritte, ISBN  3-937436-06-5). Kommen wir nun zu den unterschiedlichen Ebenen, auf denen sich das FMS entwickelt. Betrachten wir zunächst die Stress-Achse:

Stressimpulse werden aus der Umwelt aufgenommen, über das emotionale Gehirn verarbeitet. Dieses gibt das Signalhormon CRH (corticotropin releasing hormon) an die Hypophyse, Hirnanhangdrüse, weiter. Diese sendet ein Signalhormon an die Nebennierenrinde und setzt dort Cortisol frei. Im Normalfall ein sinnvoller Mechanismus, schützt die Ausschüttung von  Cortisol  doch  das  Gewebe  vor  Schäden.  Ergibt  die  Cortisolausschüttung jedoch keinen Sinn, wie im Alltag häufig zu erleben ist, so schädigt Cortisol die Kommunikationstellen zwischen Nervenzellen, die Synapsen, und führt zu Depressionen. Neu ist die Erkenntnis, die Professor Theoharis Theoharides vom Department für experimentelle Pharmakologie der Tufts Universtät in Boston, ausgiebig erforscht hat. Stress führt zu Entzündungen, zur Entstehung von Triggerpunkten, Reizdarm, Reizblase, Migräne und anderen allergischen Reaktionen. Vermittler dieser Entzündungsreaktion auf Stressimpulse  ist  ein  weißes  Blutkörperchen,  die  MastzelleOhne  Mastzelle  keine  Entzündung.  Sie bilden auf CRH-Ausschüttung an ihrer Oberfläche Rezeptoren, die dafür sorgen, dass bei Stressimpulsen aus kleinen histaminhaltigen Bläschen aus dem Zellinneren diese entzündungsfördernde Substanz an Gefäße und Gewebe freigesetzt wird. Professor Theoharides konnte beeindruckende Videoaufnahmen zeigen, wie diese Mastzellen Histamin freisetzen und wie diese Entzündungsreaktion durch die Einnahme natürlicher Stoffe unterbunden wird (siehe http://www.algonot.com und die Dateien: the critical role of mast cell).

Als therapeutische Konsequenz gilt für unsere Arbeitsgruppe, den Stress zu bewältigen mit meditativen Methoden, biographischen Arbeiten, künstlerischer Gestaltung. Zur Zeit arbeitet in Trier eine Gruppe für 6 Monate mit dieser Methode, die mit der Zachrisson-Skala überprüft wird. Chronischer Schmerz, als negativer Stress, führt zur Bildung der Substanz P, Substanz Pain, im Nervengewebe und führt besonders heftig zur Ausschüttung von Histamin aus Mastzellen. Die therapeutische Konsequenz heißt: effektive Schmerztherapie. Nach  den  Problemen  mit  Vioxx®  (vermehrte  Herzinfarkte  unter  der  Einnahme)  ist  die Einnahmezeit aller NSAR, nichtsteroidale Antirheumatika wie Diclo, Ibu etc. auf 4 – 7 Tage  beschränkt  worden.  Danach  muss  man  nach  dem  Stufenplan  der  WHO  auf  andere Schmerzmittel ausweichen.

[Mir wurde seitens der Ärzte angeboten: 1. Akupunktur, mit Zuzahlung, was ich mir finanziell nicht leisten konnte, und, später dann, bei einem anderen Arzt, eine Dauermedikation gegen die Schmerzen. Das habe ich abgelehnt, da ich nichts vertrage und 2. dieses Medikament (Lyrica) abhängig macht. Ich bekomme weiterhin nichts, was die Schmerzen angeht, und ich nehme auch nichts, wenn es gar nicht mehr geht, nehme ich eine halbe Diclofenac 200/300mg.

Der Arzt, der mir 2012 Fibromyalgie diagnostizierte, erzählte mir zwar was von „Substanz P“, aber die Zusammenhänge mit Stress und den Mastzellen/Histamin waren mir nicht klar. Von diesem Arzt bekam ich damals den Tipp mit dem Weihrauch, es wirkt wirklich, allerdings muß ich das von meiner Grundsicherung selbst bezahlen. Auch hier haben wir wieder die Ironie: Krankenkassen bezahlen nichts, was hilft, sondern das, was schadet, in dem Fall das Schmerzmedikament Lyrica, aber Weihrauch bezahlen sie nicht.]

Stress lässt sich nicht nur über Blut- und Urin-Analysen, durch Störung der Hypophysen-Nebennierenachse messen, [Stress wurde bei mir gemessen, mit dem sogenannten Neurostressprofil, das war 2011. Die Untersuchung habe ich natürlich selbst bezahlen müssen, da Schulmediziner nicht an solchen Zusammenhängen interessiert sind. Bereits damals ergab das sogenannte Neurostreßprofil bei mir einen Mangel an Serotonin und Dopamin und eine völlig verdrehte Cortisol-Tagesrhythmik. Das Labor empfahl daraufhin zwei Komplettprodukte, von denen ich eines bestellte, welches ich aber auch nicht vertrug. Damit war dann das Thema Streß für meinen Hausarzt erledigt. Solche „Kleinigkeiten“ sind für die Schulmedizin einfach nicht wichtig.]

…. sondern auch über eine Analyse der Herzfrequenzvariabilität.

Die Abstände zwischen den Herzschlägen sind nur kurz vor dem Tod absolut regelmäßig. Das autonome Nervensystem, Vagus oder Parasympathikus genannt, wirkt auf die Herzfrequenz als Bremse, der Sympathikus mit seinen Stressimpulsen wie ein Gaspedal. Nur wenn Gas geben und Bremsen in einem sinnvollen Wechsel geschehen, verhält sich die Variabilität  der  Herzfrequenz harmonisch. Ein Sensor in  Verbindung mit einem Computerprogramm ermöglichen eine unblutige Analyse, die sich in der Praxis bewährt hat.

Methionin-Zyklus:

Die  Symptome  wie  Adynamie,  Unverträglichkeit  von  normalen Medikamentenmengen und  fehlende  Muskelkraft  finden  ihre  biochemische  Erklärung  in  der  Betrachtung  des Methionin-Zyklus. Dieser äußerst wichtige  Stoffwechselvorgang  läuft in  jeder  Körperzelle  ab. Ein  Zwischenprodukt ist das S-Adenosylmethionin, Sam-e, ein in den USA beliebtes Therapeutikum der FMS. Betrachten wir diesen Stoffwechselzyklus näher und dieses Wundermittel. Sam-e wurde in Italien entwickelt und patentiert. Es ist als Medikament zur Behandlung leichter und mittelschwerer Depressionen zugelassen. Das Patentwurde  nach  Deutschland  verkauft,  hier  wurde  es  unverständlicherweise  als  wirksames Knorpelaufbaupräparat eingesetzt. Diesen Wechsel kann ich, wie viele andere auch, nicht verstehen. [Sam-E kann man in der Tat kaufen, muß man natürlich selbst bezahlen, wie bei allem, was vermutlich hilft. Ich habe es nie probiert.]

Beim weiteren Abbau von Methionin entstehen interessante Bausteine, so genannte  aktivierte  CH3-Gruppen,  die  für  den  Aufbau  von  Nervenzellwänden,  deren  Ummantelung,  zur  Bildung  von  Stresshormonen,  zur  Bildung  von  Taurin  (zur  Entgiftung), und zur Bildung des körpereignen Schlafhormons Melatonin benötigt werden. Zum Aufbau  normaler  Mengen  an  Stresshormonen,  Noradrenalin  und  Adrenalin,  werden  neben den Spurenelementen Zink, Mangan und Magnesium auch Folsäure, Vitamin B6 und B12 benötigt.  Diese  drei  B-Vitamine  sind  die  Treibräder  eines  funktionierenden  Methioninzyklus.  Läuft  durch  Vitaminmangel  dieser  Zyklus  nicht  rund,  so  entsteht  ein  giftiges Zwischenprodukt, das Homocystein.

[Ganz wichtig. Alle diese Dinge interessieren die Schulmedizin nicht. Kann jemand nicht so gut entgiften, dann ist das halt so – warum das so ist, da fragt keiner nach. Vitamin-Mängel sind für die Schulmedizin unwichtig. Daß der Körper diese Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente braucht, interessiert die Schulmedizin nicht. Schulmediziner wiederholen auch gerne und eifrig, daß man alle essentiellen Nährstoffe bekomme, wenn man sich vollwertig ernähre – was nicht stimmt. Aber, na ja. Wen interessiert das noch. Das ist ja eher normal, an solche Unwahrheiten hat man sich längst gewöhnt.

Ich habe Mängel, da ich auch HPU habe (Über die Stoffwechselerkrankung HPU kann man hier nachlesen: https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/04/08/hpu-petition/). Ich habe Zinkmangel, schon sehr lange, und vermutlich noch andere Mängel. Solch eklatante Mängel fallen vielleicht nicht auf, wenn man 20, 30 oder auch 40 ist – mit 40 war ich auch noch fast gesund. Sie fallen halt erst später auf, wenn die chronische Krankheit so deutlich wird, daß man sie bemerken muß.

Man könnte ja dann die Vitamin-, Mineralstoff – und Spurenelemente-Mängel beheben – wenn man denn das Geld dazu hätte. Menschen die mit 416 Euro monatlich auskommen müssen, können das natürlich nicht. Als armer chronisch Kranker ist man auf das, was die Schulmedizin anbietet, angewiesen – und das ist fast nichts. Weil es einfach seitens der Schulmedizin keine Behandlung gibt für Fibromyalgie, Behandlung, die hilft, und nicht Symptombehandlung.]

Homocystein:
Erhöhte Blutspiegel gefährden die Gesundheit, unabhängig, ob die Blutspiegel der Einzelvitamine normal sind. Wir empfehlen einen Wert deutlich unter 10ug/dl, optimal ist ein Wert bei 7,0 ug/dl.

[Unnötig, zu sagen, daß die Schulmedizin den Wert Homocystein nicht wichtig findet. Wenn man lange sucht, findet man einen Arzt, der diesen Wert „macht“, natürlich muß man das dann selbst bezahlen. Das kann ich natürlich nicht.]

Fazit:  Störungen  im  Methioninzyklus  werden  gekennzeichnet  durch  erhöhte  Homocysteinspiegel.  Ein  gut  funktionierender  Zyklus  ermöglicht  den Aufbau  von  Neurotransmittern, entgiftenden Substanzen, Muskelproteinen und Nervenzellwänden.[Funktioniert bei mir definitiv nicht, ich habe ein massives Entgiftungs-Problem und Serotonin- bzw. Dopaminmangel, damit zusammenhängend auch Melatoninmangel. Von Ausdauersport oder gar Muskelaufbau kann ich nur träumen.]

Ein generelles Problem unserer Gesellschaft ist das Übergewicht in Verbindung mit einem gestörten Zuckerstoffwechsel. Zahlreiche Patienten mit diesem Problem berichten  über  eindrucksvolle  Verbesserungen  durch  Gewichtreduktion  und  Normalisierung des Blutzuckers.

Wie kann dies sein? Vor der eigentlichen Entstehung einer Zuckererkrankung beim Erwachsenen, Diabetes Typ II, entsteht an der Muskelzelle ein Widerstand gegen die Wirkung  des  Insulins.  Diese  Situation  nennt  man  Insulinresistenz:  trotz  hoher  Mengen  an Insulin im Blut, will die Muskelzelle den Blutzucker nur mit Widerstand in die Zelle einströmen lassen.  Betroffen  sind  besonders  Patienten  mit  einem  vergrößerten  Bauchumfang und Bluthochdruck. Das Bauchfett ist ein besonders hormonaktives Organ. Es stört die Zuckerverwertung. Ein gesunder Mensch schüttet bei Aufnahme von Kohlehydraten, die in Blutzucker umgesetzt werden, schnell und viel Insulin aus, bei der Insulinresistenz kommt es zu einem abgeschwächten und verzögerten Insulinausstoß.

Die Aminosäure Tryptophan, die Vorstufe des Happyhormons Serotonin, muss, um ins Gehirn zu gelangen, den Wettlauf mit den anderen Aminosäuren gewinnen. Gelingt dies nicht, machen die anderen Aminosäuren die Kanäle in den Gehirnzellen zu, es bleibt au-ßen vor und kann nicht zur Produktion von Serotonin mitwirken. Als Katapult auf demWeg ins Hirn dient Insulin, solange es schnell und in großer Menge ausgeschüttet wird. Viele FMS-Patienten mit Störungen im Zuckerstoffwechsel, reduzieren ihre Beschwerden, indem sie ihr Bauchfett und ihre Insulinresistenz verringern.

Fettsäuren:
Betrachten wir die Rolle der Fettsäuren bei entzündlichen Reaktionen. Wir benötigen zwei essentielle, lebensnotwendige, Fettsäuren, in der täglichen Nahrung. Die Omega-3 Fettsäure,  sie  entstammt  Blattnahrung  und  die  Omega-6  Fettsäure, aus Körnernahrung. Beide sollen in einem fein ausbalancierten Verhältnis stehen, ca. 1:3, so hat es die Evolution vorgesehen. Unsere moderne tägliche Nahrung enthält aber zu viel Omega-6 Fettsäuren  und  schafft  damit  große  Probleme.  Omega-3  Fettsäuren  hemmen  Entzündungen, Omega-6 fördert sie.

Zellmembranen bestehen aus einer dreifachen Schicht. Nach außen und innen bilden Ei weiße die Abgrenzung, dazwischen liegt eine Doppelschicht von Fettsäuren. Diese Fette sollen dafür sorgen, dass die Membranen elastisch bleiben. Ein Lachs im kalten Nordmeer würde erstarren und erfrieren, könnte er sich nicht durch seine hohe Konzentration an Omega-3 Fettsäuren schützen.  Ein Optimum an Zellwandelastizität erreichen wir mit der Einlagerung von 50% Omega-3 Fettsäuren in die Membranen. Damit können Nährstoffe leicht  durch  die  Zellwand  ins  Innere  gelangen,  spezielle  Rezeptoren  für  Hormone  und Zellwandkanäle funktionieren optimal, Depressionen werden verhindert. Spielen entzündliche Prozesse bei einigen Formen des FMS eine Rolle, so kann die hohe Aufnahme von Omega-3 diese hemmen. [Muss ich an dieser Stelle noch schreiben, daß sich die Schulmedizin dafür nicht interessiert? Natürlich muß man solche Nahrungsergänzungsmittel selbst bezahlen.]

Die bereits  erwähnte Mastzelle spielt  eine  Schlüsselrolle bei  der  Entstehung von Entzündungen. FMS-Patienten haben besonders hohe Konzentrationen in  der  Haut  (Hautbrennen),  Gefäßwänden  und  an  den Schleimhäuten von Blase und Darm (Reizblase und Reizdarm). [Gehört zu meinen Symptomen, auch das Hautbrennen. Interessiert keinen Schulmediziner.] Labortiere, die man speziell ohne Mastzellen gezüchtet hat, zeigen keinerlei entzündliche Reaktion. Professor Theoharides hat in zahlreichen Versuchen gezeigt, dass man Mastzellmembranen so stabilisieren kann, dass sie nicht zerplatzen und Entzündungen hervorrufen. Dazu benutzt er einen pflanzlichen Farbstoff,  ein  Flavonoid,  das  Quercetin. Es entstammt der Saphorapflanze, einem Strauch, der  in  Südamerika  angebaut  wird.  Der  Wirkstoff,  ein  gelbliches  Pulver  ist  wasserlöslich und dringt schwer in die Zellwand der Mastzelle ein. Deshalb hat Professor Theoharides Quercetin  an  eine  Fraktion  aus  kaltgepresstem  Olivenkernöl  aus  ökologischem  Anbau gekoppelt.  Laborversuche  zeigen  eindrucksvoll,  dass  Mastzellmembranen  von Labortieren,  die  mit  diesem  Naturprodukt  behandelt  wurden,  nicht  zerplatzen nach Reizen wie Stress oder Substanz P.

Unser  therapeutisches Modell  besteht  also  neben  der  Stressbewältigung,  Bewegung  und  emotionaler  Bewältigung,  in  der  Korrektur  fehlgelaufener  biochemischer Vorgänge.

Die Wiederherstellung der gestörten Synthese der Hirnbotenstoffe und die Kontrolle  des  Methioninzyklus  und  entzündlicher  Prozesse  stehen  besonders  im Blickpunkt der ärztlichen Therapie.

Dr. HJ. Lucas

Ende Text der Selbsthilfegruppe Hamburg.

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Wohl dem, der einen Dr. Lucas hat! – Und eine gefüllte Geldbörse!

 Alle anderen müssen leider mit chronischen Schmerzen, Müdigkeit, Reizdarm, Reizblase, Allergien und Schlafstörungen leben – um mal nur ein paar Symptome zu benennen.  Fibromyalgie ist eine vielseitige Krankheit, man kann alles mögliche bekommen. Aber geholfen wird einem nirgendwo.

Seitdem ich hier in Thüringen-Nord wohne, ist alles noch viel schlimmer. Schlimmer als schlimm, in Köln war es schon schlimm. Kaum jemand kennt diese Krankheit. Bei der Krankenkasse habe ich mich erkundigt nach einem Arzt, der sich auskennt. Die wußten keinen. Die lapidare Antwort hieß: Eigentlich müßte jeder Arzt diese Krankheit kennen. Ich schilderte dann, daß es hier nur Feld-Wald- und Wiesenärzte gibt, davon aber eine ganze Menge, und daß die sich eben nicht auskennen, da meinte man dann, aber Internisten müßten sich auskennen. Rheumatologen haben wir hier nicht, das  hab ich aufgegeben. Gelenkentzündungen kommen halt. Da kann man nichts machen. Gibt ja keine Ärzte hier und eben auch keine ursächliche Behandlung. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, daß chronisch entzündliches Geschehen seitens der Schulmedizin nicht bekannt ist. Für die Schulmedizin gibt es also keine Borreliose. Warum Borreliose? Weil Borrelien schon mal solch eine Symptomatik hervorrufen sollen. Aber, na ja. Ist ja uninteressant, solch ein Wissen, denn es hilft keinem Kranken weiter.  Mir tun eigentlich faktisch immer mindestens 2, 3 Gelenke weh, zusätzlich dazu Gewebe – also Muskeln. Da gewöhnt man sich dran. Wird einem ja eh nicht geholfen.

Dann bin ich irgendwann mal bei einer Selbsthilfe-Organisation gelandet, die nächste ist in Erfurt. Das  ist zu weit für mich, um da regelmäßig hin zu fahren, und zu teuer. Vor Ort gibt es, wie üblich, NICHTS. In Nordhausen gibt es auch nichts.

Nach einem Rheumatologen suche ich schon lange. Es gibt ein paar über Thüringen verteilt, dann müßte man aber weiter fahren, das Geld dafür habe ich nicht. Außerdem haben alle Aufnahmestopp. In Mülhausen ist einer, der ab Anfang Juni wieder Termine vergibt, da will ich es dann mal probieren. Mülhausen ist eine Stunde Bahnfahrt entfernt. Vorher muß ich aber noch zum Bahnhof, der ist auf der anderen Seite der Stadt.

Ich träumte mal von einem vernünftigen Hausarzt. Einem, dem ich nicht erklären muß, was ich habe.

Wenn man so etwas jahrelang erlebt, bekommt man nicht den Eindruck, daß Ärzte dazu da sind, Kranken zu helfen. Ich erlebe das seit 2012. Ich finde dieses „Gesundheits-System“ unhaltbar, eine Schande für ein entwickeltes Land wie Deutschland und eine Schande, wie dieses System mit seinen chronisch Kranken umgeht. Wer chronisch krank ist, ist oder wird oft arm, da Krankheiten wie Fibromyalgie viel Geld kosten, DA MAN JA ALLES SELBST BEZAHLEN MUSS,  was an sich schon ein Unding ist! Ich bin „nur“ 3 Jahre rumgelaufen bis zur Diagnose, aber danach war das Elend ja noch nicht vorbei!

Der Grund für das Elend der chronisch Kranken liegt aber in unserem System, welches zwar mittlerweile anerkennt, daß es eine Fibromyalgie gibt, aber mit der Behandlung, die über die Symptombekämpfung hinaus geht, nicht hinterher kommt. Schulmedizin bekämpft nur Symptome, wenn überhaupt, sie sucht nie nach den Ursachen für Krankheit. Deshalb heilt sie nicht.

Das ist die eigentliche Tragödie.

Heilung ist nur für Reiche, die sich all diese Nahrungsergänzungsmittel und Zusatzstoffe auch leisten können.

Als letztes nun noch den Vortrag des Dr. Mutter, er behandelt allgemein all das, was man unter Umwelterkrankungen versteht, also Fibro, CFS, MCS und so weiter. Wen das Thema also interessiert, bzw. wer selber betroffen ist, für den ist das ganz interessant. Interessant auch die – möglichen? –  Zusammenhänge mit dem Funk. Funk öffnet die Blut-Hirn-Schranke, die das Gehirn vor Schadstoffen schützt. Dies ist bekannt, wird aber weiterhin öffentlich ignoriert. Fragt sich, wie lange noch?

Jeder könnte dazu beitragen, daß das besser wird. Aber halt, ich träume. Wieso sollte der „moderne Mensch“ auf „Lebensqualität“ wie Smartphone, Funktelefon und w-lan verzichten? Das wäre ja schröcklich. Ohne Smartphone ist doch das Leben nicht lebenswert, gelle, und immer diese lästigen Kabel am Telefon, das ist ja noch schlimmer…

 

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