Der Mythos der Autorität

von Axel B.C.C Krauss:

Zitat daraus: „So wie der kollektive Drang nach Geselligkeit und Kommunikation auf exklusive Wünsche und persönliche Ambitionen umgelenkt wurde, so richtet sich die Frustration über den Chef oder die herrschenden Klassen nun auf den eigenen Mangel an Kreativität, Gesundheit, Glück, Produktivität, Marktfähigkeit oder Willenskraft.“ Dies würde ich so nicht sagen, die Frustration über die herrschende (dummbürgerliche) Klasse wäre bei mir weg, hätte ich Möglichkeiten, meine Kreativität erfolgreich (dh. in Geld) umzusetzen; diese habe ich aber nicht; sie wurde mir vom System genommen. Hätte ich diese, wäre mir der Dummbürger relativ egal.

Zitat daraus: „Das ist der Grund, warum der Systemmensch ein so erbärmlicher Feigling ist; sein Selbst wird von dem Moment an, in dem es die Welt betritt, zu einem unterwürfigen Anhängsel des „So ist es eben“ deformiert. Sobald er laufen kann, werden seine Schritte auf ein Leben gelenkt, das von anderen gemacht wird; seine Spiele werden von anderen bereitgestellt, seine Erkundungen von anderen gestaltet, sein Lernen von oben vorgegeben und sein Leben für ihn entschieden.“ – Ich habe mit über 40 gemerkt, daß ich so nicht leben will, aber etwas Grundlegendes zu ändern, ist schlichtweg nicht möglich, nur Oberflächlichkeiten kann man dann noch ändern, man ist dann im falschen Leben, und wenn man dann wach wird, ist das Erwachen auch teilweise böse. Man denkt sich: Das halbe Leben ist vorbei und viel ändern kannst du nicht mehr. – Deshalb sage ich auch heute, das System hat mir nie ein mir gemäßes Leben ermöglicht, deshalb bekämpfe ich es. Denn es geht nicht nur mir so, Millionen anderen Menschen passiert/e dasselbe wie mir. Anderen Menschen klar zu machen, was das System mit ihnen macht, wäre ein Ziel, aber ich fürchte, die meisten kapieren das nicht.

Zitat daraus: „Das System produziert Angst-Maschinen“ – ja, genau, so ist es, aber man kann Angst ablegen, so nach und nach, Stück für Stück, jeder kann das, wenn er will, aber es ist unbequem, und deshalb geschieht es wohl eher selten?

Letzten Endes bleibt man Außenseiter, wenn man ein Rebell ist, und das lebenslang. Das eigene Tun wird nicht belohnt, wenn man nirgendwo „rein passt“ und man keine entsprechenden „Beziehungen“ hat, so daß man sich damit abfindet, daß das eben alles so sein muß und man auf ewig abseits der blökenden Hammelherde stehen wird. Man weiß, das man frei ist im Kopf, aber mehr halt auch nicht. Erhabenheitsgefühle gibt es dadurch nicht. So steht ja oben auch im Axel-Krauss-Text, daß nur Macht (=Geld) real und bedeutungsvoll ist, alles andere zählt nicht. Dies ist wirklich gesamtgesellschaftlich so.

Dazu passend würde ich dieses Buch empfehlen:

Die gefährlichste aller Religionen – Larken Rose

Das Buch scheint es derzeit nur bei amazon zu geben.

Das Hörbuch gibt es hier in 3 Teilen zum Runterladen: https://www.youtube.com/watch?v=arHZb6P8Bdw

Ich habe da gerade mal angefangen, dort rein zu hören, und das ist so kompakt, obwohl ich dem Thema ja nicht fremd bin, mußte ich erstmal Pause machen beim Hören, um das Gehörte quasi zu verdauen. So sehr ist man die tägliche Autorität einfach … gewohnt. Man hinterfragt sie nicht mehr. Das ist, glaube ich, das Hauptproblem dabei. Wenn man z.Bsp. beginnt, die staatliche Autorität zu hinterfragen, bekommt man Angst und hört auf damit, bzw. sagt sich dann selbst: Wir leben alle in Staaten, das ist nicht änderbar, also warum einen Gedanken darauf verschwenden. Ich wünsche mir deshalb möglichst wenig Staat und Autorität, was auch einer der Hauptgründe dafür ist daß ich alles Totalitäre ablehne. Der Staat sollte den Menschen so viel Freiheit geben daß sie gemäß ihrer Fasson leben können und sich verwirklichen können, denn nur das ist erfülltes Leben.

KeineHeimatKyffhäuser

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