Zum Thema Selbstversorgung

Der nette Herr des youtube-Kanals „Der Selbstversorgerkanal“ erzählt mal allen Sozialromantikern, was bezüglich dieses Themas Sache ist:

Video, 12:28 Minuten lang: https://www.youtube.com/watch?v=fN9zQ7ZkljU&list=PLXHM86bnzET_CFB4hzo4iPIBT48yCD0YX&index=123

Der Mann hat 2000 m2 und eine Familie und lebt, wie unschwer festzustellen ist, im Raum Köln. Das ist in etwa vergleichbar mit mir, ich lebe in Thüringen, habe als Einzelperson ca 500 m2, die aber erweiterbar sind, z.Bsp. für Nutztierhaltung.

Mache ich das? Nein. Ich denke zwar drüber nach, aber mir fehlt einfach das Geld dazu. Von Kaninchenzucht habe ich Ahnung, von Hühnern und Puten weniger, was man aber erlernen könnte, aber für Beides fehlt mir das Geld. Diese Kleintierhaltung braucht passende Ställe und es muß zugefüttert werden. Letzten Endes fehlt mir aber auch die zweite Arbeitskraft, ich bin ja so schon an meinen (engen) körperlichen Grenzen angekommen.

Der Mann in dem Video hat Gänse, Hühner, Kaninchen und Bienen. Letzteres wäre gar nicht mein Ding. Er rechnet sich seine Bilanz mit „Kalorienerschaffung/Kalorienverbrauch“ auf, und da er sehr fleißig ist (außer im Winter, da gibts kaum was zu tun), funktioniert das wohl so auch.

Seine Definition von Selbstversorgung: „Erst mal muss so viel Nahrung produziert werden, um, wir reden ja von einem hypothetischen Fall, zur Not davon ueberleben zu koennen. Das sind also rund 2000 bis 2500 Kalorien pro Person und Tag, mindestens. Das ist ziemlich viel Zeug, wenn man einen Garten zugrunde legt. Ist dieser Fall gegeben, darf man das Wort Selbstversorgung mit Recht in den Mund nehmen. Wobei sich von selbst versteht, dass ich damit nicht diejenigen meine, die berufsmaessig Nahrungsmittel produzieren. Auch nicht denjenigen, der eine Obstwiese besitzt und in jedem Jahr 4 Tonnen Aepfel erntet. Und auch nicht den, der eine kleine Schafherde besitzt und ueber das Fleisch die entsprechende Kalorienzahl zusammenbekommt, aber sich ansonsten nicht weiter mit anderen Lebensmitteln beschaeftigt.

Ein Maximum an Vielfalt und Ertrag

Ich verstehe unter Selbstversorgung, aus der zur Verfuegung stehenden Flaeche ein Maximum an Ertrag und auch ein Maximum an Vielfalt herauszubekommen. Soll heissen, alle Moeglichkeiten, die unter den gegebenen Umstaenden machbar sind, auszuschoepfen und so einen groesstmoeglichen Beitrag zur Nahrungsmittel-Selbstversorgung zu leisten.

Das machen andere auch, werden Sie sagen. Richtig. An dieser Stelle hoert fuer viele aber die Selbstversorgung auf. Was man nicht selbst produzieren kann, muss eben gekauft werden, ist die Argumentation. Basta. Sie koennen versichert sein, die Kalorienzahl, die Sie aus ihrem Garten holen, ist erschreckend gering. Damit waeren Sie nach drei Monaten verhungert. Ich gehe da einen Schritt weiter. Fuer mich heisst Selbstversorgung alles zu unternehmen, um ein Maximum an Vielfalt und Ertrag zu erreichen, den Rest aber durch Ueberschuesse zu kompensieren, um die Kalorienbilanz auf Null zu bringen.“

Den Artikel dazu und weitere Erläuterungen findet man hier: https://www.neulichimgarten.de/blog/was-bedeutet-selbstversorgung-in-modernen-zeiten/

Was Kinder angeht, bin ich nicht der Meinung des Autors. Auch finde ich Selbstversorgung heute (der Artikel stammt au 2014) erstrebenswert. Vielleicht denkt der Autor ja auch mittlerweile anders darüber. Ansonsten ist aber die nüchterne Betrachtung dieses Themas durchaus stimmig.

KeineHeimatKyffhäuser

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