Gartenarbeit im Frühjahr

Der Frühling ist dieses Jahr sehr spät „dran“, aber letzten Endes muß man, egal wie grauselig das Wetter ist, irgendwann anfangen. Denn erfahrungsgemäß steigen dann irgendwann die Temperaturen so schnell an, daß man mit dem Vorkeimen des Saatgutes einfach zu spät dran ist; Salat zum Beispiel keimt nicht bei Temperaturen über 20 Grad. Man kann hier auch fertige Setzlinge kaufen, diese sind aber, im Vergleich zur Selbstanzucht, unverhältnismäßig teuer.

Aussaat im April

Außerdem hatte ich noch ein Stück umzugraben. Da ich viel Kohl anbaue, werde ich Wechselanbau betreiben; dies sollte man sowieso machen, um der Bodenmüdigkeit vorzubeugen, aber beim Kohlanbau ist dies zwingend, sonst bekommt man Schädlinge und Krankheiten. Welche dann nur noch schwer, haben sie sich einmal eingenistet, wieder weg zu bekommen sind. Deshalb habe ich auf den Acker, auf dem voriges Jahr der Kohl stand, dieses Jahr Zwiebeln gesteckt. Dies ist ein Versuch; im vorigen Garten hatte ich sofort die Zwiebelfliege in den Knollen, dort hätte man ohne Schutznetze gar nichts machen können. Ich hoffe,, das ist in diesem Garten, den ich nun 2 Jahre habe, anders. Die Lage ist anders, es handelt sich um freies Feld OHNE Windbremsen von Bäumen. Der Wind, der hier fast ständig weht, vorzugsweise aus West, Südwest und auch Nordwest, hält wohl einiges an Ungeziefer, welches es lieber warm, stickig und gemütlich hat, ab. Außerdem werde ich zwischen die Zwiebeln Tagetes setzen. Tagetes anbauen über Aussaat ist sehr einfach und die Pflanzen sind wunderschön, in verschiedenen Rot-, Orangetönen, und blühen bis zum Frost.

Acker vom Vorjahr mit Reststück

Auf den „neuen“ Acker, der nun gestern fertig geworden ist, kommt der diesjährige Kohl.

Vorgezogen habe ich frühen Kohlrabi und einiges anderes, Wirsing zum Beispiel. Außerdem Pflücksalat.

Das Gewächshaus habe ich entrümpelt und werde es nun auch nutzen. Das Dach muß aber langfristig neu gemacht werden. Da in diesem Garten während der letzten Jahre, als er leer stand, nichts gemacht wurde, ich habe ihn ja total verwildert übernommen, hat sich das Gewächshausdach quasi „zugesetzt“ mit Dreck, der sehr fest sitzt, nicht mehr abzukehren, beziehungsweise abzukratzen ist. Ansonsten funktioniert das Gewächshaus einwandfrei und ist sehr hilfreich in diesen Tagen, an denen es nochmal kalt werden soll.

Ein Teil Kohlrabi habe ich schon ausgepflanzt, der soll ja auch leichten Frost vertragen.

Langfristig möchte ich diesen Garten so gestalten, daß dort auf vier etwa gleich großen Flächen Wechselanbau eben in vierjährigem Turnus möglich ist. Dazu muß noch einiges gemacht werden, zum Beispiel zwei Bäume mitsamt Wurzeln ausgegraben werden. Das hat aber dann jeweils Zeit. Unabhängig von diesen vier Ackerflächen für Gemüseanbau baue ich selbstverständlich alle Arten an Beeren an, inklusive Erdbeeren, von denen ich aber noch nicht weiß, ob ich sie vertrage (Histamin). Das ist ein Versuch. Außerdem taugen diese gut als Bodendecker zwischen anderen Beerensträuchern. Hier steht eine alte Sorte Himbeeren, die Beeren sind blaßrosa, wenn sie reif sind, sehr dick und sehr süß, sehr lecker, diese werde ich weiter vermehren.

Acker für das kommende Jahr

Was mich erstaunt, ist, daß kaum Leute in den Gärten wirklich arbeiten. Viele Gärten stehen schon lange leer. Die wenigen, die verpachtet sind, werden nur zum Party machen genutzt, sprich: die Leute stehen oder sitzen dort rum, schwafeln und saufen. Meist ist noch irgendeine kleine Kläfftöle dabei, die vor lauter Langeweile stundenlang Radau macht. Die Pulle Bier ist bei diesen Leuten immer dabei. Ich habe mit solchen Menschen nichts gemein. Ein paar Ältere bauen noch an, nicht viel, meist Tomaten oder so, aber die Jüngeren tun durchweg nichts mehr in Richtung Gemüseanbau. Eine Bekannte von mir meinte dazu, das würde sich nicht lohnen mit dem Kohlanbau, der sei ja im Supermarkt viel billiger. Die Menschen denken, die Versorgungslage wird in Deutschland immer so üppig bleiben. Daß man es sich erlauben kann, seine Zeit mit labern, saufen und Party machen zu vergeuden. Ich war letztes Jahr ganz zufrieden für den Anfang, mit meiner Kohlernte, und der Rosenkohl hat sich sogar über den starken Frost gehalten. Das ist ausbaufähig.

KeineHeimatKyffhäuser

2 Gedanken zu “Gartenarbeit im Frühjahr

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