70 Jahre in der Wildnis – Wege aus dem Zivilisations-Dilemma

Vorspiel:

„Martin Sigl auf Facebook zum Artikel:

Das Zivilisations-System ist ein PBAAABBPHRSZ, also eine Patriarchal-Brutal-Autoritär-Anonym-Alternativlos-Bürokratisch-Borderlinesk-Psychopathisch-Hierarchische-Religioide-System-Zivilisation.
Zentrale Thesen zum PBAAABBPHRSZ, die dem Inhalt dieses Bandes wie der folgenden Bände vorauseilen
Es versteht sich also von selbst, dass niemand auf Anhieb DIESE meine nun folgende Vorstellung vom Zivilisations-System als PBAAABBPHRSZ teilen können wird. Im Zuge Ihres Bemühens – verehrte Leserin – das zu verstehen, was ich hier in diesem Buche vortrage, werden Sie auch verstehen lernen, warum das auch so sein muss.
Ich bin jetzt 68 Jahre alt und ich gehe in den letzten Abschnitt meines Lebens. Diesen widme ich der Aufgabe darzulegen, wieso eine „tribale Lebensform“ – Vorwärts zur Natur“ die einzige Chance sein kann, für die Menschheit in Wohlbefinden und Zufriedenheit, in Frieden und gutem Auskommen unter den egalitären und deshalb toleranten Bedingungen von Leben und Leben lassen in einer Vielfalt der Lebensweisen den Globus als der das Leben gebenden Gaia mit einer Menschheit zu segnen, in der die Freiheit des Menschen in seinen Gemeinwesen zur Vervollkommnung der Kreativität aller Lebenskräfte beiträgt. Die Wiedergeburt der Freiheit – Wahres Menschsein und Kultur als Lebensform – „Out“ of Zivilisation und »Psychodynamisches Lernen« müsste also als Ziel aller Menschen und als globale Aufgabe als Vision aller Erlösungshoffnungen am Horizont aufleuchten.
Da aber kein Ziel ohne die Analyse seiner Voraussetzungen erreicht werden kann, ist die Analyse des SYSTEMS-ZIVILISATION als PBAAABBPHRSZ trotz aller damit verbundenen Gefahren völlig unerlässlich.“ ZITAT ENDE Quelle: https://www.facebook.com/groups/1420427538051638/permalink/2741351052625940/

Mein Kommentar dazu auf Martin Bartoniz` blog:

Ich finde diese Gedanken grundlegend, weil sie auch den meinigen entsprechen. ABer: die weitaus meisten Leute verstehen unter Freiheit nicht das Folgende (Zitat): „Die Wiedergeburt der Freiheit – Wahres Menschsein und Kultur als Lebensform – „Out“ of Zivilisation und »Psychodynamisches Lernen« müsste also als Ziel aller Menschen und als globale Aufgabe als Vision aller Erlösungshoffnungen am Horizont aufleuchten.(Zitat Ende)“, sondern sie verstehen unter Freiheit ein möglichst gefülltes Bankkonto. Ihre Abhängigkeit davon verstehen sie nicht, ihre Beeinflußbarkeit eben durch Geld schon gar nicht, denn das würde voraussetzen, sich selbst kritisch ansehen zu müssen.
Genau an diesem Punkt versagen die meisten.
Des Menschen Lebensweg ist geprägt von Anpassung an die oben vom Autor genannten Strukturen.

Nochmals genannt, weil das so wichtig ist:  Es handelt sich um eine Patriarchal-Brutal-Autoritär-Anonym-Alternativlos-Bürokratisch-Borderlinesk-Psychopathisch-Hierarchische-Religioide-System-Zivilisation.

Ich habe mir das von Martin Sigl Geschriebene auf facebook durchgelesen. Leider ist es sehr kompliziert, verschwurbelt, geschrieben und deshalb schwer zu verstehen. Aber der Grundgedanke, mit dem gehe ich konform.“ ZITAT ENDE Quelle Martin Bartoniz` Blog: https://wordpress.com/read/feeds/6146321/posts/2598518579#comments

Vorspiel ENDE

Haupt-Akt:

In 1936, a family of Russian Old Believers journeyed deep into Siberia’s vast taiga to escape persecution and protect their way of life. The Lykovs eventually settled in the Sayan Mountains, 160 miles from any other sign of civilization. In 1944, Agafia Lykov was born into this wilderness. Today, she is the last surviving Lykov, remaining steadfast in her seclusion. In this episode of Far Out, the VICE crew travels to Agafia to learn about her taiga lifestyle and the encroaching influence of the outside world.

Erste Doku, 35 Minuten:

https://www.youtube.com/watch?v=tt2AYafET68

Zweite Doku, 52 Minuten:

https://www.youtube.com/watch?v=BFK3DJ7Kn6s

Hauptakt Ende

Schlußgedanken von mir dazu:

Nur so geht es raus. Nein, das heißt nicht, daß wir alle ohne jedwede Technik in Wäldern hausen müssen. Aber der Schritt ist schon richtig. Agafja sagte im ersten Film an ein paar Stellen Dinge, die ich so selbst hätte sagen können, nur: Sie drückt es viel deutlicher aus, viel klarer, weil sie es erkannt hat, eben durch ihre Lebenssituation. Die völlig frei ist von jedwedem überflüssigen Luxus. Luxus, der die Menschen innerhalb der derzeitigen Zivilisation krank macht.

Das ist das, was mich an der Geschichte so fasziniert. Sie schließt den Kreis, das Kreisen um den Ausweg für die Menschheit (wohlgemerkt: hier geht es nicht nur um deutsche Belange), und Sigl formuliert das „nur“ in (zugegebenermaßen) komplizierte Sätze. Das Wichtigste ist aber sein erster Satz, das Erkennen der Strukturen, in denen wir leben, ich wiederhole: Wir leben in einer Patriarchal-Brutal-Autoritär-Anonym-Alternativlos-Bürokratisch-Borderlinesk-Psychopathisch-Hierarchische-Religioide-System-Zivilisation.

Und wir finden das alle völlig normal weil es uns von Kind an so aufgezwungen wird. Das nennt man Sozialisation. Ein Witz ist das! Die meisten Menschen kommen Zeit ihres langen Lebens nicht dazu, diese Strukturen zu hinterfragen, geschweige denn, Auswege da raus zu suchen. Und haben sie dann mal welche gefunden, will die bequeme, krankhaft sozialisierte Masse davon nichts wissen. Klar, es lebt sich bequem, in der sogenannten Zivilisation, mit allem – vermeintlich – im Überfluß. Aber ich sage ja schon lange: Das Umdenken kommt bei jedem Menschen dann, wenn er arm wird. Dann erst erkennt er, was überhaupt nötig ist zum Leben.

Ein dickes Bankkonto und „Karriere“ sicherlich nicht. Leider haben wir in Deutschland nicht die Chance, irgendwo in einer Wildnis zu verschwinden und uns unbemerkt und unbehelligt ein eigenes Leben in Einklang mit der Natur aufzubauen. Das ist vielleicht das größte Verbrechen.

KeineHeimatKyffhäuser

5 Gedanken zu “70 Jahre in der Wildnis – Wege aus dem Zivilisations-Dilemma

  1. Pholym

    „Leider haben wir in Deutschland nicht die Chance, irgendwo in einer Wildnis zu verschwinden und uns unbemerkt und unbehelligt ein eigenes Leben in Einklang mit der Natur aufzubauen.“

    Ein interessanter Gedanke. Nein, denn selbst in der Natur ist mittlerweile alles verkauft. Die Natur ist verräubert worden. Es gibt hier kaum ein Flecken Erde, den man noch unbemerkt besiedeln könnte, selbst da nicht, wo es keinen stören würde.

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  2. nick.mott

    Für Einzelne sicher möglich für eine begrenzte Zeit, aber natürlich keine ‚Lösung‘ für eine Gesellschaft, die mehr als ein paar hundert Individuen übersteigt.
    Und selbst diese werden von dem Rest, der zu faul, zu feige, zu dumm für so ein Vorhaben ist bald eingeholt, denn DEREN ‚Gesellschaften‘ müssen ja weiter Raubbau betreiben um zu existieren und deshalb werden ja auch die letzten verbliebenen indigenen Gesellschaften wahlweise zwangs’zivilisiert‘ (siehe ‚Pirahas‘ in Brasilien etwa), vertrieben oder schlicht umgebracht.

    Da tut Umdenken not – wohl das Unerquicklichste für die meisten 😉 – da mit herkömmlichen Gedankenmustern, Frames nichts zu gewinnen ist…

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      1. nick.mott

        Na, noch nicht mal dann wird es ein echtes Umdenken geben.
        Paradigmenwechsel will gelehrt und gelernt sein – den entdeckt man nicht zufällig oder mit einer Art – ‚Na, das wollen wir doch mal sehen!‘-Sause.
        Ein alternierendes Umfeld, das den Geist dazu verführt zu entdecken, sich auszuprobieren, zu vergleichen, abzuwägen und dabei die Lust an der Neugier des Unbekannten, Unerklärlichen, ja auch Riskanten wachsen zu lassen, anstatt sie systematisch auszurotten, das gab es schon lange nicht mehr – spätestens seit der Bismarck-Zeit.
        Wo der Kadavergehorsam dominiert is halt nix mit echter Kultur.
        Paul Klee sagte: „Kunst ist das Unsichtbare sichtbar werden lassen“.
        Es bräuchte also eine Art ‚Kultur der Offenbarungen‘ … da kann ich nicht mal mehr drüber lachen, über diese Vorstellung, so absurd ist das heutzutage.
        Ne, der totale Zusammenbruch beendet lediglich gnädig dieses Trauerspiel der gänzlichen Selbst-Entfremdung.
        So gesehen wenigstens ein tröstlicher Aspekt – die Leidenszeit der meisten an der eigenen Dummheit, – etymologisch ‚dumm‘ <- 'tumb' <- (gefühls)taub! -, wird drastisch verkürzt werden…

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