Verlorene Heimat

Meine Heimat ist das Rheinland, genauer gesagt, Brühl bei Köln und das Bergische Land.

Vor Jahren war ich gezwungen, dort weg zu ziehen. Weil meine Heimat überfremdet wurde und immer noch ist – logisch, denn das ändert sich nicht mehr.

Damals haben Deutsche in meiner Heimat nicht für ihre Heimat gekämpft. Deshalb mußte ich dort weg. Es gab dort einfach keinen Raum mehr für mich – angefangen mit dem nicht vorhandenen Wohnraum, über so viele andere Dinge. Ich weiß noch, damals, Reker hieß die OB in Köln, die hat fleißig Wohnungen bauen lassen, aber nur für Fremde, ich selbst habe diese Reihen von Wohnungen in Deutz gesehen. Kölns Obdachlose kampierten derweil (und tun das heute noch) unter den Rheinbrücken. Hat das einen sogenannten Kölner „Bürger“ gestört? Sicherlich nicht. Bürger sind allesamt verlogen. So lange es ihnen selbst gut geht, stört sie nicht die Not anderer. Nur für Fremde, da haben sie sich den Allerwertesten aufgerissen. So was merkt man natürlich und wendet sich mit Grausen ab. (Nicht, daß sich daran etwas geändert  hätte, es ist heute immer noch so oder gar schlimmer geworden.)

Deshalb kann und werde ich niemals mit Systemlingen, die jetzt mit dem Strom schwimmen, mit deutschen Systemlingen, konform gehen. Das sind nämlich diejenigen Leute, die immer ihr Fähnchen nach dem gerade aktuell angesagten Wind aushängen.

Das war ich nie. Leider ist es irgendwie doof, wenn man für Dinge kämpft, die Deutsche längst verraten haben: ihre Heimat und ihre Kultur. Vor allen Dingen in Westdeutschland. Deutsche interessiert das nicht.

20e
Hainleite, Kyffhäuserkreis

Hier in Mitteldeutschland ist es vielleicht noch nicht ganz so schlimm. Dies hat aber strukturelle Gründe; so gehen sehr viele Thüringer „auswärts“ arbeiten, weil es hier kaum Arbeit gibt. Natürlich bemüht man sich, dies zu ändern, dabei redet man aber nur der Industrie, der Wirtschaft das Wort und vernachlässigt alles, was eine Region für Menschen lebenswert macht. Menschen, die, wohlgemerkt, nicht dem ewigen „mehr mehr mehr für weniger Geld“, also dem Kapitalismus, dienen.

Das haben die Thüringer hier noch nicht kapiert; man kann auch sagen, sie können nicht mit dem Kapitalismus umgehen. Ihr zweiter Fehler ist, zu denken, es gäbe nur die Wahl zwischen Kapitalismus und Sozialismus. Ihr dritter Fehler ist, anzunehmen, daß sie damals Sozialismus hatten. Nun ja. Das alles interessiert die Thüringer aber auch nicht, die wollen nur konsumieren. Im Partymachen sind die hier ganz groß, dh. es gibt noch genug Geld bei den Leuten. Die Obdachlosen gibt es auch, aber die hat man irgendwo, nicht sichtbar, untergebracht.

Daß man hier noch als Rentner leben kann, liegt, wie gesagt, an anderen Gründen, einfach weil hier weniger Menschen leben, und es leben weniger Menschen hier, weil es weniger Arbeit gibt. Das hat mit den Menschen an sich, ihrer politischen Wachsamkeit, überhaupt nichts zu tun; wäre hier eine thüringische Großstadt, dann sähe es hier genauso überfremdet aus wie meinetwegen in Köln.

Da mache ich mir nichts vor. Die Deutschen haben ihre Heimat längst verraten. Ach so, ja, ich fühle mich hier auch fremd. Wie ein Vertriebener. Die Leute sind sehr verschlossen. Man hat nicht das Gefühl, irgendwo willkommen zu sein – gut, dazu kommt natürlich noch meine Armut, ich kann schon per se nirgendwo an einem Event / Konzert oder so, teil haben, es geht einfach nicht aus finanziellen Gründen. Aber so ungefähr, wie ich mich fühle, muß sich wohl ein Vertriebener fühlen, ein von der Gleichgültigkeit der eigenen Leute Vertriebener.

Neue Heimat Kyffhäuser

5 Gedanken zu “Verlorene Heimat

  1. Pholym

    Ich war schon immer der Meinung, dass ich von 80% Irren umgeben bin. Nach einer letzten unguten Erfahrung (was einige Konsequenzen nach sich gezogen hatte) hat sich mein Level auf 95% erhöht. Die letzten normalen Denker sterben leider aus. Das ist gewollt. Besonders tragen einige Gläubige dazu bei, die sich in ihren Taten auf einen Gott berufen und damit dann alles, auch ihr eigenes Fehlverhalten, später entschuldigen wollen.
    In der freien Natur regelt sich glücklicherweise und ohne menschlichen Eingriff so gut wie alles von alleine, wenn man sie walten lässt. Der hochmütige und oft auch gläubige Mensch ist das größte Übel in der Welt. Er ist der Schädling in der Umwelt und dieser Schädling ist gerade dabei seine noch letzten normalen Mitmenschen zu vernichten, wobei er seinen Glauben als Alibi nimmt.
    Es täte den meisten sicherlich gut, den Glauben komplett abzulegen und einfach mal mit normalen Menschenverstand (und im Sinne seiner Umwelt) anfangen zu denken, sich zu verhalten, aber das wird wohl nicht mehr passieren, wie ich gerade eben wieder gesehen habe: https://youtu.be/Vu2we8EEmy8. Kriege, Umweltzerstörung, Sterben in Pflegeheimen, aber hauptsache ist, dass einige immer noch Fun haben dürfen. Wir tanzen und feiern dem Ende entgegen: https://www.youtube.com/watch?v=iIljTaFuHqA und begreifen trotzdem nicht, dass Greta & Co. hier nur den Mächtigen dienen, weil kaum jemand Smartphones & Co. von den Gören aus dem Verkehr ziehen wird, weil für diese Technik andere Länder geplündert werden müssen und ebenso Energie gebraucht wird, welche auf Dauer nicht von Wind und Sonne allein kommen kann.

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    1. Es ist schon geradezu auffällig, wie man auch hier vor Ort krampfhaft nach „was zu feiern“ sucht, dabei gibt es nichts zu feiern. The show must go on, ist das Motto überall, daß Rentner verrecken in Grundsicherung, interessiert dabei keinen. So wird zb. heute hier der Uralt-Bahnhof gefeiert, was es da zu feiern gibt, weiß ich nicht, bis voriges Jahr gab es nicht mal einen Aufzug, um auf das andere Gleis zu kommen. Man mußte sein Rad und / oder sein Gepäck durch einen verpißten Tunnel schieben, vorher eine Treppe runter und anschließend wieder rauf. Das feiern die hier. Oder sonst irgendwas. Solche Leute sind für mich krank im Kopf. Wie Du auch richtig sagst, es sind weit über 90 Prozent krank im Kopf.

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  2. Man könnte noch anmerken:

    Zu den mindestens 90 Prozent Irren, die Pholym oben erwähnt hat, gehören auch die „Kameradschaften“, die „NPD“ und die sonstigen nationalen Faschisten.

    Wer will schon bei denen mitmachen. Ich nicht. Ich wollte das noch nie, um keinen Preis der Welt. Selbst wenn die Tausende meiner CDs kaufen würden:

    ICH BIN UNBESTECHLICH.

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  3. Sylvia

    Jeder steht in seiner Vereinzelung dem Schicksal aller andren fremd gegenüber:
    Seine Kinder und seine persönlichen Freunde verkörpern für ihn das ganze Menschengeschlecht; – Was die übrigen Mitbürger angeht, so steht er neben ihnen, aber er sieht sie nicht; er berührt sie, und er fühlt sie nicht; er ist nur in sich und für sich allein vorhanden, und bleibt ihm noch eine Familie, so kann man zumindest sagen, dass er kein Vaterland mehr hat.

    Über diesen erhebt sich eine gewaltige, bevormundende Macht, die allein dafür sorgt, ihre Genüsse zu sichern und ihr Schicksal zu überwachen.
    Sie ist unumschränkt, ins Einzelne gehend, regelmässig, vorsorglich und mild. Sie wäre der väterlichen Gewalt gleich, wenn sie wie diese das Ziel verfolgte, die Menschen auf das reife Alter vorzubereiten; stattdessen aber sucht sie bloss, sie unwiderruflich im Zustand der Kindheit festzuhalten; es ist ihr recht, dass die Bürger sich vergnügen, vorausgesetzt, dass sie nichts anderes im Sinne haben, als sich zu belustigen.

    Sie arbeitet gerne für deren Wohl; sie will aber dessen alleiniger Förderer und einziger Richter sein; sie sorgt für ihre Sicherheit, ermisst und sichert ihren Bedarf, erleichtert ihre Vergnügungen, führt ihre wichtigsten Geschäfte, lenkt ihre Industrie, ordnet ihre Erbschaften, teilt ihren Nachlass; könnte sie ihnen nicht auch die Sorge des Nachdenkens und die Mühe des Lebens ganz abnehmen?»

    Gruss Freunde aus CH , Sylvia

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    1. Väterliche Gewalt im Sinne der bevormundenden Gewalt ist abzulehnen auf ganzer Linie. Den wirklich freien Menschen wird sie nur abstoßen. Sie beschreiben ein ideales Sklavenlager: Für alles ist gesorgt, aber der Sklave bleibt unfrei, egal, was er macht, und er muß Zeit seines Lebens für Herrscher arbeiten. Damit er sich dessen möglichst wenig bewußt wird, wird er abgelenkt: Schöne neue Welt 2.0.

      Der alte Glaube bringt die Verbundenheit mit den Ahnen. Auch wenn sie nicht unter uns weilen, bin ich doch verbunden mit ihnen, auf ewig.

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