Wie Macht und Gewalt entsteht – erklärt am Beispiel „Die Welle“

Macht ist für alle Menschen verführerisch, vielleicht für 1 Prozent nicht, oder noch weniger. Nur diese sehr wenigen Menschen würden Macht nie mißbrauchen.

Das ist doch der Kern des Problems.

Die anderen Menschen sind Mitläufer. Mitläufer zu ändern, so daß sie FREIwillig beginnen, SELBST zu denken, halte ich für fast unmöglich. Dem Massenmensch, dem Mitläufer, dem Ja-und-Amen-Sager wird es sehr leicht gemacht, und es fühlt sich angenehm an, Teil der Masse zu sein. Da macht fast jeder mit.  Man möge mir eine Person nennen, die diesbezüglich anders ist, außer mir, und man wird nicht weit kommen.

Davon auszugehen, daß, durch emsige Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit innerhalb einer Gesellschaft 10 – 20 Prozent Menschen irgendwann mal fähig wären, eigenständig zu denken UND zu handeln UND daß diese Menschen dann auch Handeln würden, ist m. Meinung nach illusorisch. Man wird schon mit der Erreichung der 10-Prozent-Marke Probleme bekommen.

Diese 10-Prozent-Marke scheint so eine Art „neuralgischer Punkt“ zu sein, an dem Massen gerne meinungsmäßig „kippen“, deshalb verwendet das System natürlich sehr viel Sorgfalt darauf, seine Untertanen bei Laune zu halten – sprich: Sie abzulenken und bei guter Stimmung zu halten. Geschähe dies nicht, hätten wir längst eine entsprechende Veränderung auf der Welt.

Stürmisches Wetter

Im Buch: Die Welle wird exemplarisch erzählt, wie Macht und Gewalt in der Gruppe entsteht:

Es gibt drei Grundsätze, die alle Beteiligten in einer Gruppe GERNE befolgen:

  1. Macht durch Disziplin
  2. Macht durch Gemeinschaft
  3. Macht durch Handeln.

Ganz wichtig:
Das Handeln der Gruppe ergibt sich aus den Punkten 1. und 2, es erfolgt also quasi automatisch, sobald Punkt 1 und 2 befolgt werden. Im Buch heißt es als Begründung sinngemäß, daß die Gruppe aus sich heraus die Berechtigung habe, ihre Interessen gegen Andere, Andersdenkende, Störende, Meinungsabweichler durchzusetzen – auch mit Gewalt. Die einzige Legitimität zum Handeln ergebe sich aus der Tatsache, daß es sich bei der Gruppe von Menschen eben um mehrere bzw. viele Menschen handele, und deren Interesse stünde nun mal über dem Interesse des Einzelnen. Und das rechtfertige auch Gewalt.

Und fertig ist der Faschismus. So einfach ist das. Ich finde das schockierend, denn genauso wird heute sogar von sogenannten „Demokraten“ argumentiert; wenn man z. Bsp. an die „Impfpflicht“ denkt; mit dieser soll die Masse gegen den Einzelnen „geschützt“ werden. Und vom Einzelnen wird IMMER erwartet, daß er sich anpaßt an die Masse, weil es die Masse so will.

Ich kann an dieser Stelle nur raten, dieses Buch mal zu lesen, es ist nicht lang, ca 150 Seiten, und es ist ein absoluter Augenöffner.

Keine Gruppe der Welt hat das Recht, den Einzelnen in seiner Lebensführung/in seinem Leben zu bevormunden, zu beherrschen oder sonstwie zu beeinträchtigen!

Neue Heimat Kyffhäuser

8 Gedanken zu “Wie Macht und Gewalt entsteht – erklärt am Beispiel „Die Welle“

  1. Pholym

    Man braucht nur in seiner eigenem Umfeld nachschauen. Selbst dort laufen die meisten nur mit. Die 10 Prozent Marke zu knacken ist ein Ding der Unmöglichkeit. Die AfD schafft es derzeit zwar noch wahltechnisch, aber das reicht allein nicht aus, weil ja dann auch die Wähler mitziehen müssten und hier würde sich kaum einer aus gesellschaftlichen oder beruflichen Gründen outen wollen. Ich kenne so einige, die mir das so bestätigt haben. Ein Armutszeugnis. Ich hatte diesbezgl. erst eine Diskussion führen dürfen, wo sich jemand beklagte, selbst aber nicht imstande war, hier etwas ändern zu wollen. Die Masse hatte ihn als Einzelnen schon geändert bzw. er sich von ihnen ändern lassen.
    Der eigentliche Witz ist, dass diese s. g. Masse nur aus wenigen besteht. Aber diese wenigen schaffen es Herrscharen von Menschen als Mitläufer hinter sich zu versammeln. Jeder ist sich selbst der nächste.
    Zu den 10%. Es ist übrigens auch kein Geheimnis, dass in den Sozialämtern, Krankenhäusern etc. ca. knapp 10 Prozent zufriedenstellend (also bei Laune) gehalten (und da darf man jetzt raten, um wen es da wohl gehen könnte) werden, während andere (darf man wieder raten, das weißt Du vielleicht selbst ganz gut) dafür umso mehr weiter drangsaliert werden dürfen bzw. wo einfach die Leistungen gekappt werden. Ich hatte da einen staatlichen Maulwurf, aber das gehört hier jetzt nicht mehr in den offenen Blog.

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    1. Gut, die Situation hier in Thüringen sieht anders aus, hier ist die AFD wohl stark, denn jeder, der sich nicht traut, NPD zu wählen, wählt AFD.
      Ich halte aber ALLE Parteien für Mitläuferorganisationen. In der NPD explizit habe ich ja mit dem Mitläufertum und der Feigheit der Mitglieder gute Erfahrungen machen können. Was für mich absolut ein Augenöffner war: So will ich weder leben noch politisch mit Menschen zusammenarbeiten!

      Genannte Parteien wollen einen starken Staat und sind hierarchisch aufgebaut, dh. sie bestehen aus Anführern und Mitläufern. Genau DAS ist aber schädlich für die Menschheit. Die Systemparteien sind aber auch nicht anders.

      Daß die Leute den Unterschied nicht verstehen zwischen hierarchisch (dh. Führer und Mitläufer) und hierarchiefrei (dh. führerfrei und alle machen gleichberechtigt mit), sagt mir, daß die Menschheit noch gar nichts verstanden hat und nach einem kräftigen Re-Set erst mal wieder von vorne anfangen muß in ihrer Entwicklung, zum Lernen, quasi.

      So ist das, man muß ein Thema so lange wiederholen, bis man es gelernt hat.

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      1. Pholym

        Der „Reset“ wird kommen, aber dann in der Form eines großen „Knalls“. Wir steuern gerade darauf hin. Erst in der letzten Woche sagte mir einer, dass er diesem ganzen System noch 4 bis 5 Jahre gibt und dann eh alles vorbei sein wird. Ich denke da noch weiter. Sofern die Menschen dann noch kriechen können, werden wir das absolute Chaos erleben. Aber ob das in 4, 5 oder erst in 50 Jahren passiert, das vermag ich nicht zu schätzen. Ich vergleiche das nur mit den Hochkulturen. Die bekannte Geschichte hat es ja immer wieder gezeigt, wie so etwas läuft, wenn der Zenit erreicht (bzw. überschritten) wurde. Gelernt hat nur keiner was daraus und die wenigen Mahner und Zweifler wurden vorher noch zur Seite geräumt.

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        1. Vielleicht wird man es auch gewollt zusammenbrechen lassen, weil diejenigen, die genug haben um zu überleben, die überleben sowieso, denen ist das egal.
          Für den Rest, die sogenannten „Staaten“, hat Günni zwei gute Videos gemacht, ich verlinke die mal hier: https://www.youtube.com/watch?v=AmK423hUwL0
          Daran können wir sowieso nichts ändern, nur schlimm wäre es, wenn es danach wieder von vorne los gehen würde mit den alten Fehlern.

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          1. Würde ich jetzt gar nicht sagen, es hat ja andere Systeme gegeben in der Menschheitsgeschichte, siehe Donaukultur, siehe langandauerndes Matriarchat in der Türkei. Es geht ja auch anders, nur das Geld und die Gier ist den Menschen im Weg. Und durch die monotheistischen Religionen die Einehe, das Recht des Mannes auf lebenslange sexuelle Versorgung durch die Ehefrau, das muß natürlich weg, das ist jedem Fortschritt im Weg, vom Islam mit seiner ZWANGS-Vielweiberei ganz abgesehen.
            Wohlgemerkt, es geht immer um Zwang, wenn die Menschen freiwillig so leben wollen, sollen sie das tun.

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  2. Pingback: Zukunft – Anarchismus – Grundsätzliches – NeueHeimatKyffhaeuser

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