Lage April 2019 Kundgebung Gelbwesten Berlin

Gedanken einer Ausländerin trifft es mal wieder, mein Kommentar dort auf dem blog: „Genau so ist es, sehr guter Text übrigens, wie immer von Ihnen, und die verfeindeten Lager finden wohl kaum mehr zusammen.“ Kommentar Ende

Text  hier zu finden: KLICK

Ein kleiner Hoffnungsschimmer war für mich die Veranstaltung in Berlin letzten Sonntag; unter dem Banner der Gelbwesten haben es dann doch einige „Alphamännchen“ geschafft, ihr Ego an die Seite zu stellen und sich zusammen auf eine Bühne zu begeben bzw. gemeinsam zu kämpfen und den leider recht wenigen Zuhörern mitzuteilen, wie es nur weiter gehen kann und wie Kämpfe gewonnen werden: Mit der Solidarität ALLER.

Komischerweise handelt es sich bei den Streithähnen immer um Männer, die scheinen echt ein Ego-Problem zu haben.

Video zur Veranstaltung: https://www.youtube.com/watch?v=73yj7MAGmSs

Liebig rockt ab ca Min. 17 oder so, aber die gesamte Veranstaltung war sehr gut, ist anhörenswert (kann man ja im Hintergrund laufen lassen) und sie gibt Hoffnung, daß es in Deutschland mit dem Widerstand auch anders geht. Es müssen nur noch mehr mit machen, frei nach dem Motto:  Gelbwesten aller Regionen, vereinigt euch, hört auf mit dem Hickhack, mit der Streiterei, mit den „Befindlichkeitsstörungen“  à là: „mit dem kann ich nicht“. Damit steht ihr euch nur selbst im Weg.

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Milliardenverluste durch share-deals

Wem gehören unsere Wohnungen? Beitrag NDR hier: Klick

(Audio, 30 Minuten)

Auf der Suche nach dem Phantom „Amir Dajan“ (hört sich irgendwie khasarisch-jüdisch an), auch genannt „Besitzer“. Wobei der Grundsatz Eigentum verpflichtet hier natürlich nicht gilt, der gilt nur für Deutsche.

Wie Unternehmen betrügen durch Verschleiern von Tatsachen.

Aber Rentner in den Bau stecken, weil sie Lebensmittel geklaut haben aufgrund von Hunger, weil ihre Rente nicht ausreicht. Jeder Arme muß sich in Deutschland bei den Behörden nackig machen, wenn er was haben will, aber diese Verbrecher machen immer weiter, ungestraft, versteht sich.

Baumblüte Windleite

Solche „Unternehmer“ betrügen den Staat um Milliarden, verursachen unglaubliches Elend bei den Mietern durch die Schrott-Immobilien, die sie vermieten, aber niemand geht gegen diese „Investoren“  vor. Alle wissen, was geschieht, alle verschließen die Augen ganz fest, frei nach dem Motto: Was ich nicht sehe, existiert nicht. So funktioniert Kapitalismus. Klar, Besserverdienende sind von dem Thema nicht betroffen, die wohnen nicht in solchen Wohnungen, deshalb wird diese Besserverdienenden das Thema auch nicht interessieren. Das ist ja genau das, woran unsere Gesellschaft krankt: Jeder schaut nur auf seine eigenen Belange.

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Im KZ „Deutschland“ halten es die Leute nur noch aus, wenn sie sich benebeln

Zitat von Rüdiger Hoffman

hier, 33 Minuten:

Ich glaube diese Spastikerbevölkerung kann gar nicht mehr mit Leuten wie ich es bin: drogenfrei, inkl. alk-frei, kippenfrei sowieso, ernährungstechnisch chemie-müll-frei, zucker-, milch- und getreidefrei (vor allem letztere sind die „kleinen“ Süchtigmacher, die überall so leicht vergessen werden) umgehen. Bei Minute 26 redet Hoffmann davon, daß die Menschen schon in die Show rein geboren werden, dh. dazu erzogen werden, nach außen Show abzuziehen, um ihr (meine Ergänzung) mickriges Ego zu pushen; auch diese Dinge lehne ich seit einiger Zeit konsequent ab, die sind sowieso eh lächerlich, Menschen, die eine Show abziehen (und das tun die meisten) kann man auch leicht durchschauen.

An dem Punkt hört es dann auch auf, daß man emotional manipulierbar wird, d.h. bestechlich für „Gefälligkeiten“.

Was automatisch mit der Zeit zu einer Freiheit im Kopf führt, denn wer ist schon gerne von Drogen abhängig. Anscheinend dieses „Volk“, kollektiv, wobei es hier im „Osten“ (gemeint ist Thüringen) sogar noch schlimmer zu sein scheint als im Westen mit der endzeitähnlichen Wut, noch möglichst viel zu feiern und zu saufen, bevor es ans Eingemachte geht.

Frei im Kopf heißt: Sag den anderen Dummen die Wahrheit. Auch wenn sie sie nicht hören wollen. Die meisten schnallen aber nichts mehr, das erkennt man bestens daran, daß sie immer dieselben Slogans als eine Art Abwehrmechanismus lallen.

Dazu passt gut diese heutige Meldung: Immer mehr Drogen-Unfälle in Thüringen Klick

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Habgier ist Gott geworden

ZITAT: „Wenn Vernunft und nicht Habgier unser Denken beherrschen würden, würden wir trotzdem sicherheitshalber unverzüglich umfangreiche Maßnahmen – auch im persönlichsten Bereich – angehen, um dem[Klimawandel] entgegen zu wirken. Da Habgier aber die Hauptantriebskraft des Kapitalismus ist und in allen Schulen und Universitäten mit großer Macht und Sorgfalt gelehrt wird – und im Übrigen der „Kern des Bösen“ in jeder – wirklich JEDER – Religion, auch schon lange vor dem Christentum (weshalb wir aus religiöser Sicht im finstersten Zeitalter der Menschheit leben: Habgier ist Gott geworden, Satan hat gewonnen) – werden wir nie die Kraft oder nötige Wucht erzielen, um die Maßnahmen durchzusetzen. Merken wir ja auch die letzten Jahrzehnte.

PS 2: Sie haben richtig gefolgert: die armen Hartz IV-Empfänger sind aufgrund ihres Verbrauches die wahren Helden dieser Zeit. Still, bescheiden, demütig leben sie zudem ein Leben, wie es dem großen Geist gefällt. Aus der Sicht der Habgier jedoch … sehen sie anders aus. Arbeitslose werden wohl vergeblich auf den wohlverdienten Klimanobelpreis warten …“ ZITAT ENDE

Quelle: Der Klimaleugner ist der Feind der Menschheit Martin Bartoniz Blog: Klick 

Etwas, was dazu thematisch passt, habe ich im Gelben Forum gefunden:

Blühpflanzen statt Ackergifte: Klick

 

Aus dem Inhalt in Stichworten: Immer neue bienengefährliche Chemikalien werden trotz Proteste zugelassen – „Integrierter Anbau“ = versprühen von Giften, um Krankheiten und Schädlinge zu  bekämpfen – Obstanbaugebiet Vinschgau: Pestizide verbreiten sich unkontrolliert über die Luft und sind häufig kilometerweit von ihrem Austragungsort nachweisbar – Wovon sollen Vögel leben, wenn Insekten mit Giften getötet werden – 55 der 68 in Südtirol verwendeten Pestizide stehen auf der Liste hochgiftiger und gesundheitsschädlicher Wirkstoffe – mehr als 40 000 Tonnen Pestizide werden in Deutschland jährlich versprüht – jegliche Vorgaben für andere Handlungsweisen aus dem Umweltschutzministerium werden vom BVL (Verbraucherschutzbehörde) völlig ignoriert  und auch sabotiert

Wer ist schuld? Alle, die diese Gifte trotz besserem Wissen weiter  verwenden, inklusive der Bauern. Hier gilt auch nicht die Ausrede: Aber ich mußte das ja tun, sonst kann ich nichts verdienen.

Für die ganz Dummen, die es immer noch nicht verstehen:

Bei diesem Artikel handelt es sich, genau wie bei meinen Artikel über die Armut in Deutschland, um Kapitalismuskritik. Man kann, wenn man denn will, den gemeinsamen Nenner zwischen all diesen Dingen, die heutzutage geschehen, erkennen: Die Gier nach Profit eint alle im Kapitalismus. Bis auf die wenigen Verlierer – die Gegner des Kapitalismus, die Gegner der Zerstörung, die Bescheidenen, und die Armen.  Man muß das nur erkennen wollen. Das gilt natürlich auch für die sogenannte „Migration“.  Migration gibt es, weil daran sehr viele Menschen verdienen. Würden keine Menschen an der Migration verdienen, dann gäbe es sie auch nicht; dies gilt für alle Bereiche „um“ die Migration, angefangen mit den Fluchtursachen, bis hin zu den Schleusern und den Profiteuren in den jeweiligen Ankunftsländern.

Alle unsere Probleme in Deutschland müßten nicht sein, wenn es nicht diese maßlose Gier nach immer mehr Profit geben würde.

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Jeder sogenannte Flüchtling bekommt in Deutschland mehr als ein Erwerbsminderungsrentner

Beitrag:  https://www.youtube.com/watch?v=s0SGm6IYsFY

Länge:  6:26 Minuten

Und nein, auch die Afd würde das nicht ändern, wie ich es ihrem aktuellen Rentenkonzept entnommen habe.

Leider kapiert das der Dumpfmichel da draußen immer noch nicht. Wie ich den Kommentaren unter dem Video entnehme, bin ich nicht alleine. Mich freut nur, daß die vielen Dummen irgendwann höchstwahrscheinlich ebenfalls chronisch krank werden und dann ebenfalls verarmen. Sowas nennt man dann Schicksal: Wer nicht hören will, muß fühlen.

Das Schlimme ist, es gibt keine Änderungsmöglichkeiten, nicht mal übers Wählen.  Beziehungsweise ich würde nur noch eine Partei wählen, die für ein AUSREICHENDES Grundeinkommen sorgen würde. „Bedingungslos“ müßte das nicht sein, denn die Bedingung: „Armut“ müßte ja erfüllt sein. Dieses Grundeinkommen müßte aber so hoch sein, daß man einigermaßen, wenn auch nicht luxuriös, sorgenfrei, auch chronisch kranker Mensch, leben könnte.

Zum Beispiel wohne ich jetzt gezwungenermaßen in einer Winzig-Wohnung, was anderes gab es nicht, eine Wohnung, die zu klein ist für mich zum leben. Dunkel ist sie auch. Kurz gesagt: in so einer Wohnung kriegt man das ärme Dier, würde der Kölner sich ausdrücken, dh. in so einem Kaninchenstall, besserer Ausdruck dafür, kratzt man noch eher ab, als man es tun würde, würde man anständig wohnen. Was ja wohl auch gesamtgesellschaftlich erwünscht ist: Die Alten sollen eher sterben.

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Ein letztes zur Afd und ihrer Rentenreform

Da ich ja immer neugierig bin und Björn Höcke gern zuhöre, war ich gestern abend hier bei einer Veranstaltung der Afd, die sich „Bürgerfragestunde“ (oder so ähnlich) nannte. Höcke redete ca 30 Minuten, war ganz nett, gut anzuhören, dann redete jemand anderes (Namen vergessen) und anschließend gab es noch eine Fragestunde für die Anwesenden, ca -….  ich bin dann gegangen, das hat mir zu lange gedauert. Großzügig verteilt wurde Informationsmaterial, welches ich mir natürlich mit genommen habe, um es mir in Ruhe durch zu lesen.

 

Es läßt sich festhalten: Ein Hauptaugenmerk der Afd liegt auf der Rentenreform. Man will wohl an die ältere Wählerclientel ran, bzw. an all diejenigen, die jetzt schon Angst haben, daß ihre Rente später nicht ausreichen wird. Das Hochglanzmagazin der Afd, welches ich mir mit nahm, gab diesbezüglich folgendes her: Man will eine „Afd-Produktivitätsrente“. Diese soll auf verschiedenen Modellen beruhen:

  1. Anhebung des gesetzlichen Rentenniveaus
  2. Staatsbürgerrente
  3. Kinderrente

Punkt 1. gilt nur für Menschen, die 45 Beitragsjahre gearbeitet haben. Die Staatsbürgerrente unter Punkt 2. gilt für alle Menschen mit „gebrochenen Erwerbsbiographien“ und/oder für Menschen mit „geringerem Lohn“. Die Staatsbürgerrente ist ein Aufschlag, den jeder Rentner erhält, der weniger als 45 Rentenpunkte, aber mindestens 35 Beitragsjahre hat, wobei Kindererziehung und Pflegezeiten anerkannt werden. Die Kinderrente wendet sich vor allen Dingen an Frauen; bei diesem System werden Frauen für Kindererziehungszeiten gewisse Rentenbeitragspunkte zu gestanden.

Das war alles.

Ich habe 10 Minuten gebraucht, um das zu verstehen:

Die Afd ändert NICHT die Grundsicherung, die Afd weiß NICHT, daß es chronisch Kranke gibt, die keine 35 Jahre arbeiten können, und natürlich ändert die Afd auch NICHTS am sogenannten „HartzVier“ (inklusive der Sanktionen).

Damit hat sich die Afd für mich – leider, muß ich sagen, denn sonst war alles tipptopp, was die vertreten – ins Aus katapultiert. Unwählbar. Die Afd ist im Kern neoliberal, auch wenn Herr Höcke da gestern abend vollmundig was Anderes behauptet hat.

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Deutschland ist voller mickriger Egos

Zum Video (16:27 Min):

Ihr habt alle Probleme. Das sind alles Ego-Kack-Probleme für die Tonne. Ihr habt alle völlig vergessen, was abgeht in Deutschland. Und daß man da gemeinsam was dran ändern könnte.

Und wißt ihr was, ihr seid selbst schuld, denn es ist euer EGO, was euch im Weg steht, was zu machen! Ich meine damit ausdrücklich NICHT den Kanalbetreiber hier. Sondern alle die „Frank Kremers“, „Stahlgewittersgrunzbrüder“, „Martin Sellners“ und wie sie alle heißen da draußen.
Ich bin noch nicht fertig:
Euer EGO euer mickriges, sorgt nämlich dafür, daß ihr EINE SACHE nicht schafft, und die steht euch im Weg, und die wird euch IMMER im Weg stehen, eben weil ihr so ein mickriges Ego habt: Ihr schafft es NICHT,  euch vom Nationalsozialismus zu distanzieren. Auch der leere Lehrer schafft das nicht. Der einzige der das schafft, ist Rüdiger Hoffmann, deshalb ist der auch noch ein bisschen glaubwürdig. Den ganzen anderen Nazidreck dagegen kann man in die Tonne kloppen.
Das sage ich schon lange öffentlich und es mir egal wie sehr ihr dagegen Amok lauft.
Ihr schafft es NICHT, einfach nur patriotisch, friedlich und gemeinsam (auch möglicherweise mit wirklich Linken) was zu machen. Weil euch euer EGO im Weg steht. Aber das schnallt ihr sowieso nicht, deshalb hör ich hier auf.
So mickrige Menschen, wie ihr es seid, hat Deutschland nicht verdient!
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5 G – Informationen einer Betroffenen

Zu 5 G wurde ja nun genug gesagt, es gibt auch genug Videos im Netz über seine SChädlichkeit; damit will ich hier keinen mehr langweilen. Statt dessen dieses kurze Video:

Länge: 7:36 Minuten. Auch die Kommentare sind lesenswert.

Ich fürchte, weg ziehen wird da nicht helfen.

Vielleicht hilft es, wenn man sich ein 2. Bett im Wald irgendwo einrichtet. Dann kann man wenigstens anständig durch schlafen.

Teutoburger Wald bei Detmold, Herrmannsweg

Ich selbst sitze nun schon wieder seit 5 Stunden vor dem Rechner, und das geht auch an mir nicht spurenlos vorbei (massive Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, ich muß raus aus dieser Wohnung, die wurde nämlich kurz vor meinem Einzug noch mit neuem Bodenbelag chemisch verseucht), deshalb mache ich jetzt hier Schluß für heute.

An all die Meckerer und Moserer da draußen, egal, wie ihr euch nennt: Macht erst mal selbst was, bevor ihr hier meckert. Dann sehen wir uns das Resulat an und dann sehen wir weiter.

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Warum zahlt Deutschland …

Deutschland zahlt ja eigentlich immer. Ganz besonders brisant ist das beim Thema: https://deutsch.rt.com/inland/86938-wieso-zahlt-deutschland-komplette-planungskosten-us-krankenhaus-ramstein/

Die Antworten dort lassen darauf schließen, daß zumindest ein großer Teil der Bevölkerung weiß, was in Deutschland passiert. Das läßt für die Zukunft hoffen. Ich frage mich nur, warum da nichts weiter passiert? Wenn diese Leute doch alle wissen, was in Deutschland warum geschieht, warum machen die dann weiter bei dem üblen „Spiel“ mit?

Einen Kommentar finde ich besonders gut, weil er alles Wichtige auf den Punkt bringt:

Der Titel „Wieso zahlt Deutschland…“ ist schnell beantwortet: weil Deutschland ein Vasallenstaat ist, geknechtet und ausgebeutet.

2.) Und das sind nur die Planungskosten. Bau, Unterhalt und Betrieb kosten dann Milliarden, laufend.

3.) Die schnöselige Antwort auf der Pressekonferenz offenbart die ganze Arroganz und Verachtung gegenüber dem Volk: um einen Vogelschiss wie € 100’000’000 kümmert man sich nicht. Aber eine 85jährige Rentnerin, die aus Hunger klaute, wegen € 18 für 10 Monate hinter Gitter stecken.

Als 4. müßte man noch wissen, daß 2 Prozent des BPI 20 Prozent des gesamten Haushaltes ausmachen, das sind 70 Mrd €, welche die Bedarfe für Gesundheit, Verkehr, Bildung, Familie und Digitales zusammen ausmachen.

4 Millionen Kinder an oder unter der Armutsgrenze – kein Thema für die Tagesschau

Quelle: https://deutsch.rt.com/meinung/86906-dr-gniffkes-macht-um-acht/
„Mitten unter uns leben 4 Millionen Kinder an oder unter der Armutsgrenze. Falls wir überhaupt davon erfahren, geschieht es nur beiläufig. Unsere Leit- und Qualitätsmedien interessiert das Thema Gerechtigkeitslücke“ einfach nicht – die Tagesschau macht da keine Ausnahme.

Marktführer ARD-aktuell informiert uns zwar fast täglich über die Börse, vermeidet aber krampfhaft, regelmäßige Blicke auf die Schattenseiten unserer Gesellschaft zu werfen. Die Problematik “Arbeitslosigkeit, Armut, soziales Elend und krasser Reichtum” bleibt außen vor. Wir existieren in einem antisozialen Unrechtsstaat. Es soll aber keiner so verstehen.

von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

„Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Rechtsstaat“, deklariert das Grundgesetz, legt dafür aber keine Kriterien fest, keine Normen, keine Regeln; das bleibt dem Gesetzgeber überlassen. Der zugehörige Hebel für die Parlamentarier steht ebenfalls im Grundgesetz: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Aber aufgemerkt: „soll“, nicht „muss“.

Die Volksvertreter könnten dem zerstörerischen und die Demokratie gefährdenden Trend zwar zumindest die Spitze nehmen. Sie lassen es aber hübsch bleiben; zu groß ist ihre Furcht, sich beim Versuch die Finger zu verbrennen. Die Tagesschau beschweigt den Skandal selbstverständlich, denn es gehört zu ihren „vornehmsten Aufgaben … Illusion zu erzeugen und aufrechtzuerhalten.“

Zentrale Quelle der Kinderarmut sind die Arbeitslosigkeit und die unsäglichen Nebenwirkungen des sich ausdehnenden Niedriglohnsektors. Mindestens einmal im Monat hätte die Tagesschau Anlass und Gelegenheit, umfassend über die Gesamtproblematik zu informieren: immer dann, wenn die Bundesagentur für Arbeit ihre geschönten Statistiken herausgibt. Dr. Gniffkes ARD-aktuell lässt die Chancen ungenutzt und verweigert damit sauberen Journalismus. Sie beharrt auf ihrer miesen Meinungsmache. Der jüngste Fall:

Die Zahl der Arbeitslosen ist auf den niedrigsten März-Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 2.301.000 Menschen erwerbslos gemeldet, 72.000 weniger als im Februar und 157.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,1 Prozent.

Auch wenn man lediglich die 3,2 Millionen Menschen hinzurechnete, die als sogenannte „Unterbeschäftigte“ weniger als 15 Stunden Arbeit pro Woche haben, läge die Gesamtzahl dieser Armen doch schon bei 5,5 Millionen, die Quote beliefe sich auf fast 12 Prozent. Und es wäre dann immer noch keine Rede von jenen Unglücklichen, die in die Statistiken nicht mehr aufgenommen werden, weil sie aus unterschiedlichsten Gründen (Krankheit, Behinderung, Obdachlosigkeit etc.) angeblich „dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen“.

ARD-aktuell übernimmt die Zahlenangaben der Nürnberger Arbeitsagentur blind. Die journalistischen Schlafwagenfahrer schweben in der Selbstidentifikation mit dem „Amtlichen“. Sie wachen nicht einmal dann auf, wenn der Bundesrechnungshof der Arbeitsagentur nachweist, dass ihr Berechnungsmodus Fehler hat und „mehr als 100 000 offiziell Arbeitslose nicht in der Statistik auftauchen.“ Nach dem Motto „was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“ ignorieren sie auch diesen Skandal und verzichten tunlichst auf Berichterstattung darüber.

Arbeitslose, verarmte Erwachsene müssen ihre Kinder in Armut aufwachsen lassen. Welches Leid sich hinter dieser banalen Feststellung verbirgt, ist nicht zu ermessen. Wie Kinderarmut konkret aussieht, war vor vier Jahren ansatzweise beim kommerziellen Sender n-tv nachzulesen, bezogen auf damals „nur“ zwei Millionen Betroffene:

Wie eine Studie offenbart, ist der Alltag von über zwei Millionen Kindern stark von Verzicht geprägt – zur chronischen Geldnot kommt noch ein dickes Bündel an Problemen obendrauf. Kein Geld für den Schulausflug, keine neue Winterjacke, keine Urlaubsreise mit den Eltern: Jedes fünfte Kind ist in Deutschland von Armut bedroht. Das sind 2,1 Millionen Kinder unter 15 Jahren.

Dass es für viele Kinder oft nicht mal zu einer warmen Mahlzeit am Tag reicht, blieb unerwähnt. Heute, vier Jahre später, sind schon über vier Millionen Kinder armutsgefährdet. Für sie interessiert sich jedoch außerhalb ihrer Familien kaum jemand wirklich. Nur ganz selten einmal erfahren wir aus den Leit- und Konzernmedien, dass bei uns – in einem der reichsten Länder der Welt – Kinderarmut eines der größten sozialen Probleme darstellt. Sie hat trotz steigender Beschäftigtenzahlen und leicht gesunkener Arbeitslosigkeit fortwährend zugenommen. Die Armutsgefährdungsquote stieg von 18,2 Prozent im Jahr 2010 auf 20,4 Prozent im Jahr 2017. Noch stärker nahm im gleichen Zeitraum die Quote für Alleinerziehenden-Familien zu: von 38,6 Prozent auf 42,8 Prozent. Und in Familien mit drei und mehr Kindern stieg sie von 23,3 Prozent auf 29,1 Prozent.

Jeder gesetzgeberische Schritt, der den sozial Abgehängten wieder Anschluss verschaffen könnte, würde entweder die Staatsschulden erhöhen oder die Wohlhabenden belasten. Solche Eingriffe erlaubt der Geldadel seiner politischen Funktionselite einfach nicht. Versucht die Regierung es wenigstens ab und zu trotzdem? Nicht die Spur, schreibt der Publizist Paul Schreyer nach Auswertung einer Studie der Universität Osnabrück, in Auftrag gegeben vom gänzlich unverdächtigen Bundesarbeitsministerium für Arbeit. „Der Reichtum regiert.“

Die große Koalition unter Führung der Kanzlerin Merkel interessiert das Thema Armut folglich allenfalls am Rande, die Präsentatoren der herrschenden Meinung, beispielsweise ARD-aktuell-Chefredakteur Dr. Kay Gniffke, (SPD), ersichtlich gar nicht. Der untere Rand der Gesellschaft ist für sie weitgehend tabu. Medien-Mogule und Politfunktionäre erwarten, dass er aus dem öffentlichen Blickfeld gehalten wird. Armut darf kein Medienthema sein, damit es kein Thema der Politik zu werden braucht. Es würde dann ja Handlungszwänge auslösen.

Deshalb wird die im Grundgesetz angesprochene soziale Verantwortung der Reichen und Mächtigen weitgehend geleugnet. Drängt sich das Thema unabweislich auf, wird aggressiv und mitleidlos eine „Selbstverantwortung“ der Abgehängten behauptet. Es wird ihnen die Schuld zugewiesen für ihre Armut und für das Elend, in dem sie leben müssen. Die Tagesschau ist behilflich beim Verstrahlen von Phrasen wie „Uns allen geht es doch gut.“ Sie organisiert damit das gesellschaftliche Desinteresse an der Problematik. Kurzer Blick auf die Erfolgsstatistik des Chefredakteurs Dr. Kay Gniffke:

In den 20 Uhr-Hauptausgaben der Tagesschau finden sich seit April vorigen Jahres bis heute gerade einmal zwei (!) Meldungen zum Thema Kinderarmut. Die einzige Neuigkeit dabei: Arme Kinder sollen monatlich 15 Euro mehr und einmal ein unentgeltliches Mittagessen bekommen. Das konnte Arbeitsminister Hubertus Heil, SPD, dem Millionenpublikum der Tagesschau höchstselbst huldvoll verkünden, als Substanz des ‚Starke-Familien-Gesetzes‘.

Dauer der Propagandashow: 2 Minuten, 11 Sekunden.

Für ein Tröpfchen auf den heißen Stein durfte Heil seinen Scheinheiligenschein polieren: „Das ist keine Gnadenleistung des Staates, das ist soziales Bürgerrecht“. Dass zu den herausragenden Eigenschaften der modernen Sozialdemokratie vollkommene Schamlosigkeit und Unaufrichtigkeit ihrer Führungsfiguren gehören, hatte Parteivorsitzende Andrea Nahles zuvor schon demonstriert:

Denn wir wollen, dass alle Kinder, die in Hartz IV leben, bessere Startchancen bekommen“, hatte sie mit Hinweis auf das 15 Euro-Projekt geprahlt und es als soziale Großtat gefeiert.

Vorgaukeln von Hilfen, die nicht wirken, weil die Bedürftigen vor zu hohen Hürden stehen: Das hält die Kosten für den Staat niedrig, und die SPD hält sich trotzdem was drauf zugute. Trickserei pur, nicht einmal die CDU könnte das übertreffen. Daneben sehen AfD-Politiker fast wie seriöse Volksvertreter aus, wenn sie ihre Schnapsidee propagieren, die Mehrwertsteuer auf Kinderartikel zu reduzieren.

Am 21. März 2019 ließ Gniffke in der Tagesschau die zweite Meldung über Kinderarmut innert eines Jahres senden: 45 Sekunden Dauer, nur aus dem Studio, ohne Film. Berichtet wurde über die Verabschiedung des vordem angepriesenen „Starke Familien-Gesetzes“. Ein paar dünne Einzelheiten darüber, sonst aber nichts, obwohl die Problematik Millionen unmittelbar berührt und noch viele mehr emotional bewegt. 75 Prozent der Gesamtbevölkerung sind laut Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerks der Ansicht, dass in der Bundesrepublik zu wenig gegen Kinderarmut getan werde.

Was interessiert das den Sozialdemokraten Gniffke und seine Redaktion ARD-aktuell? Die machen ihren Stiefel: am Bedürfnis der Zuschauer vorbei Programm gestalten. Deshalb erfuhren Millionen Zuschauer auch nicht, dass schon der Entwurf des Gesetzes bei der Anhörung im Familienausschuss des Deutschen Bundestages am 11. März 2019 von externen Sachverständigen als vollkommen unzureichend kritisiert worden war.

Die Qualitätsjournalisten schwiegen sich zudem über das geringe finanzielle Volumen dieser vorgeblichen Familienstärkung aus: nur 450 Millionen Euro zur Erhöhung des Kinderzuschlags, beschränkt auf 1,2 Millionen „Berechtigte“ unter den insgesamt 4,4 Millionen Kindern im Armutsschlagschatten unserer Gesellschaft. Was kommt dabei heraus? Gerade mal ein Euro täglich mehr pro Kind. Würde die Gesamtsumme auf alle armutsgefährdeten Kinder verteilt, wären es lediglich 33 Cent. Gniffkes Parteichefin Nahles hat alles Unmögliche dazu bereits gesagt:

Familien sind das Herz unserer Gesellschaft. Mit dem ‚Starke-Familien-Gesetz’ entlasten wir Eltern mit geringem Einkommen spürbar. Und wir verbessern die Chancen in Kita und Schule, damit es jedes Kind packt.

Reiner Zufall: Am Tage der Verabschiedung des „Starke Familien-Gesetzes“ befasste sich der Bundestag auch mit dem Afghanistan-Einsatz für 1.300 Bundeswehrsoldaten. Da wurde glasklar, welche finanziellen Akzente die Regierung und unsere sogenannte Volksvertretung setzen. Im Protokoll ist nachzulesen:

Die einsatzbedingten Zusatzausgaben für die Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der Mission ‘Resolute Support’ werden für den Zeitraum vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 voraussichtlich insgesamt rund 360,9 Mio. Euro betragen.

360 Millionen Euro zusätzlich für unsere 1.300 Leute unter Waffen im Auslandseinsatz. 450 Millionen Euro zusätzlich für unsere 4,4 Millionen armutsbedrohten Kinder zuhause. Dieses absurde Missverhältnis würdigt der Chef-Qualitätsjournalist Dr. Kay Gniffke, SPD, nicht eines Blickes. Noblesse oblige: Als SWR-Intendant in spe hat er Aussicht auf ein Monatsgehalt von mindestens 30.000 Euro. Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein. Und die ARD hat’s eh reichlich. Die Rundfunkbeiträge fließen ja mit Staatsgarantie.

Keine Sorge, wir kommen immer wieder auf unser Thema „Nachrichtendefizit bezüglich Kindermut“ zurück. Das Ende 2018 beschlossene Familienentlastungsgesetz begünstigt trotz seines wohltönenden Namens nur die Bessergestellten. Die Anhebung des Kindergeldes und des Steuerfreibetrags pro Kind steigern das Familieneinkommen progressiv; das obere Limit für den Zugewinn liegt bei 273 Euro pro Jahr. Hartz IV-Bezieher müssen sich dagegen die Verbesserungen komplett auf ihr Hunger-Einkommen anrechnen lassen, es wird sofort alles wieder abgezogen, was den Regelsatz übersteigt. Die ärmsten Familien haben nicht einen Cent Nutzen vom Familien-Entlastungs-Gesetz.

Da wir aber nun schon mal bei den sytemtypischen Schweinereien sind, soll ein Blick auf ihre Historie klären, wie weit es die Umverteilungsorgie getrieben hat:

Im Jahr 1960, in der „alten“ Bundesrepublik, bestanden die Staatseinnahmen zu 35 Prozent aus Gewinnsteuern auf Kapital. Die Massensteuern der arbeitenden Menschen hatten mit 38 Prozent einen nur geringfügig größeren Anteil an den Staatseinnahmen. Die Steuerquote am Brutto-Inlandsprodukt war demnach halbwegs gerecht aufgeteilt. Zwischen Kapital und Arbeit bestand noch eine Art steuerliche Gleichbehandlung. Heute trägt das Gros der Bevölkerung mit seinen Massensteuern 71 Prozent zum gesamten Steueraufkommen bei. Der Steueranteil der Kapitalseite liegt hingegen unter 20 Prozent.

Obwohl solche Entwicklungen von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt werden und besonders die Vernachlässigung von Kindern ausgeprägte emotionale Reaktionen hervorruft, bleibt organisierter gesellschaftlicher Protest gegen die „Gerechtigkeitslücke“ aus. Warum? Der Kieler Kognitionsforscher Prof. Rainer Mausfeld verweist auf ein „Demokratiemanagement“. In jahrelanger Übung sei den Eliten eine erfolgreiche Massenbeeinflussung zur Durchsetzung ihrer Interessen gelungen. Die Verletzung moralischer Normen werde gleichsam unsichtbar, wenn die Fakten zwar bekannt, jedoch in einen Kontext eingebettet seien, der verhindere, dass sie in der Bevölkerung starkes Unbehagen oder Empörung auslösen.**

Empörung über die Benachteiligung von Kindern wird bei uns vermittels einer manipulativen, verschleiernden, unvollständigen, sprachgeregelten und jedenfalls äußerst spärlichen Berichterstattung der Massenmedien absorbiert. Wortschöpfungen wie „Starke Familien-Gesetz“ stammen aus dem Arsenal von Berufslügnern. Die Behauptung, die Politik fördere „Gerechtes Verhalten gegenüber Kindern“ ebenfalls. Die Kumpanei zwischen Politikern und Journalisten wirkt.

Die Tagesschau vertieft den Effekt dadurch, dass sie den Blick ersatzweise auf das Kinderelend im Ausland lenkt und es damit für die Propagandazwecke unserer Regierung instrumentalisiert. Beispiele: Kriegsopfer in Syrien, verhungernde Kinder im Jemen und in Afrika, Kindesmissbrauch in Australien, unmenschliche Behandlung der Flüchtlingskinder an der Grenze der USA zu Mexiko …

Doch doch, dahinter stecken Absicht und System: Über das bemitleidenswerte Schicksal der Kinder außerhalb Deutschlands berichtete ARD-aktuell in den zurückliegenden zwölf Monaten sechsmal häufiger als über das Kinderelend bei uns zuhause. Propagandistischer Effekt, weil der Mensch eben durch Vergleichen lernt: „Uns geht es immer noch besser als den Ärmsten im Ausland!“ Schon wirkt er, der Empathieblocker. Wollten wir nicht gerade noch einen Brandbrief an die Politversager in Berlin schreiben? Aber jetzt, wir sehen ja, dass es uns doch noch „vergleichsweise“ gut geht …

So wird Dampfdruck abgelassen, und die dringend gebotene Debatte, die Proteste und notwendige politische Prozesse unterbleiben. Dafür ist dem waschechten Sozialdemokraten und Chefredakteur Dr. Kay Gniffke der Dank des Vaterlandes gewiss – oder zumindest der seiner regierenden Parteigenossen und ihrer koalitionären Kumpane. Die Schnarchsäcke in den Rundfunkräten, die Gewerkschafter, Kirchenvertreter, Repräsentanten der Frauenverbände und der pseudolinken Parteien, erzeugen eine passende Geräuschkulisse.“ ZITAT ENDE

Dazu muß man eigentlich nichts mehr schreiben, jedes Wort dieses Artikels sitzt und der Inhalt ist belegbar. Die Autoren schreiben keine Märchen, der Artikel ist zwar bei rt. deutsch mit „Meinung“ gekennzeichnet, aber das soll wohl nur ein journalistischer Schutz sein.

Es gilt weiterhin, die Armut in Deutschland öffentlich zu machen um ein Gegengewicht zur medialen mainstream-Medien-Verblödung zu erschaffen. Und, natürlich, aufzuzeigen, daß Armut im Kapitalismus unvermeidbar ist, sie auch unabwendbar zunehmen muß, und daß dieses System aus diesem Grund unweigerlich seinem Ende entgegensteuert – früher oder später.

Neue Heimat Kyffhäuser