Extreme Trockenheit – alles verdorrt

Keine Besserung in Sicht!

Hier gab es keinen Regen während der letzten drei Monate. Das letzte Gewitter war am 10 Mai, mit Starkregen und Hagel; der Hagel damals hat sehr viele meiner Setzlinge vernichtet. Danach gab es keinen nennenswerten Niederschlag mehr.

Man kann sagen, dann wächst auch nichts mehr. Ich gieße zwar regelmäßig, aber so richtig komme ich nicht nach mit dem Gießen. Vorgestern habe ich versuchsweise eine circa ein Quadratmeter große Bodenfläche, auf der einmal Gras stand, und die von mir umgegraben werden sollte, gegossen, um zu sehen, wie weit Wasser in den vertrockneten Boden überhaupt eindringt. Der Boden ist steinhart und rissig. Eine Gießkanne faßt 20 Liter, muß man dazu wissen. Das Resultat war ernüchternd: nach sehr langsamem Gießen, da sonst das Wasser sofort abgeflossen wäre, war der Boden ein Zentimeter tief feucht. Mehr nicht.

Gras ist nun längst verdorrt in meinem Garten. Vorteil: Kein Rasenmähen mehr seit 2 Monaten nötig. Leider werfen nun auch die Bäume massenhaft ihr Obst ab, und Obst gab es reichlich dieses Jahr, es gab ja keine Spätfröste. Wir sind quasi vom End-Winter im April nahtlos in den Sommer gerutscht. Der Frühling, während dem das Hauptwachstum der Pflanzen stattfindet, fand gar nicht statt.

Wenn ich mich in der Natur umschaue, erkennt man dort immer mehr, daß auch große Bäume mit tiefen Wurzeln langsam die Blätter einrollen als Schutz gegen die Trockenheit. Das ist etwas, was ich auch bei meinen Obstbäumen beobachten kann. Leider kann ich meine Obstbäume nicht auch noch zusätzlich gießen. Ganz schlimm ist es auf den Feldern, die Gerste ist verkümmert, sie steht kniehoch. Das heißt, sie ist noch auf dem Feld, es lohnt sich wohl nicht für die Bauern diesen Kümmerwuchs überhaupt zu ernten. Die Stadt hier wässert in ihren öffentlichen Anlagen gar nichts. Dementsprechend sieht es hier aus.

Video „So außergewöhnlich ist die Dürre“ auf wetter online: https://www.wetteronline.de/wetter-videos/2018-07-15-tr

33e
Gerstenfeld, Windleite

 

 

 

Video „Keine richtige Westwetterlage“ bei Kachelmannwetter: http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/keine-richtige-westwetterlage-seit-april-dauerwaerme-und-trockenheit/

Aus dem Letzteren: „Die Entwicklung begann etwa um den 07. April herum und dauert nun mit oben schon erwähnten kurzen Unterbrechungen bis heute (Mitte Juli) an. Zusammengefasst lässt sich die große Trockenheit in vielen Teilen der großen Nordhälfte Deutschlands (weiter südlich nur sehr begrenzt wenige Regionen) durch ein nahezu komplettes Ausbleiben der klassischen Westwetterlage erklären. Entweder lag für atlantische Tiefdruckgebiete blockierender Hochdruck über Mitteleuropa und oft auch über Nordeuropa (Skandinavien). Der große Süden Deutschlands wurde dagegen häufiger von teils gewittrigen Niederschlägen erfasst, insgesamt war das Frühjahr auch im Mittelmeerraum eher wechselhaft und zeitweise auch kälter als im Mittel. Von diesem Tiefdruck „profitierte“ dann auch der Süden und Südwesten Deutschlands.“ ZITAT ENDE

Erklärungen dazu gibts keine von den Wetterfröschen. Normal ist das jedenfalls nicht.

So, wie es aussieht, wird die Trockenheit / Dürre bis weit in den Herbst anhalten.

Neue Heimat Kyffhäuser

3 Gedanken zu “Extreme Trockenheit – alles verdorrt

  1. Pholym

    Normal ist das auch nicht. Da ich berufsbedingt vor vielen Jahren auch direkt mit den „Wetterfröschen“ zu tun hatte, ist das Thema schon interessant für mich.
    Aber so einiges ist auch von Menschenhand produziert; zumindest spüren wir die Auswirkungen davon. Ich meine jetzt nicht den Blödsinn mit dem Klimawandel, der ja (sogar nachweisbar) widerlegt ist. Ich meine jetzt wirklich den Einfluss durch Menschenhand. Um es ganz einfach zu machen. Welche Auswirkungen haben beispielsweise die abgelassenen Mengen (ein durchaus normaler Vorgang in der Luftfahrt) von Kerosin am Himmel. Erzeugten künstlich erzeugte Wolken, z. B. mittels Silberiodid, nun ein Ungleichgewicht in der Natur?
    Oder handelt es sich jetzt ohnehin nur um eine Periode, in der wir wieder hineinsteuern und seit Millionen von Jahren (Stichwort Eiskernbohrungen) bekannt ist?
    Es bleibt spannend…

    Gefällt 1 Person

    1. Ich denke schon daß man dauerhaften Hochdruck (genauso wie Tiefdruck, Regen etc) künstlich erzeugen kann. Es handelt sich ja derzeit quasi um einen solchen dauerhaften Hochdruck.
      Man könnte argumentieren, was der Sinn dieses Ganzen sein sollte? Aber das ist zu kurz gefragt, Die Haupthitze liegt im Norden, Schweden ist massiv betroffen. die Waldbrände dort geraten derzeit außer Kontrolle. https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/regierung-bittet-eu-um-hilfe-in-schweden-sind-15-grosse-waldbraende-ausser-kontrolle/22819856.html

      Da die Haupthitze im Norden liegt kriegt der satte Wohlstandsbürger, der hauptsächlich in Deutschland in Bayern und BW liegt, das alles gar nicht mit, weil er ja nicht betroffen ist, bei ihm regnet es ja. Und für andere Menschen hat sich dieser Bürger eh noch nie interessiert. Dieser Bürger fragt sich höchstens: HÄ? Wo ist denn Sachsen-Anhalt? Das ist weit weg, betrifft mich nicht, interessiert mich nicht.
      Deshalb auch das geringe Medienecho.

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  2. Pingback: Windsterben durch Windkraft – KeineHeimatKyffhaeuser

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