Gewalt eine Systemfrage

Im System ist alles Zwang.

Zwang ist gleichbedeutend mit Gewalt.

Gewalt macht aggressiv oder depressiv, das ist bei jedem anders.

Noch Fragen, Kienzle?

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Ja, ich hätte eine: Warum tragen so viele „Menschen“ ein gewalttätiges System? Haben die Freude an der Gewalt? Oder merken die nicht mehr, was geschieht?

Meine drei Gedanken zum Samstag,

Neue Heimat Kyffhäuser

Selbstbestimmung – Heidentum

 

Thema Konditionierung – Pawlow – wir sind alle konditioniert worden, das beginnt schon in der Familie (schlechterweise, gewolltes Verhalten des Kindes wird belohnt, unerwünschtes Verhalten wird bestraft), und setzt sich in der Schule fort – die Angepassten machen in der Gesellschaft Karriere und die nicht Angepassten fliegen raus – als Frau hat man es noch schwerer, ein Mann darf „lonesome wolf, Einzelgänger, Wissender“, sein, Frauen dürfen das gar nicht – Frau` s Wert bestimmt sich leider immer noch danach, welchen Mann sie abgekriegt hat, wieviele Kinder sie hat (in gewissen Kreisen) oder aber, welche „Karriere“ sie gemacht hat – die Aussage des Aussteigers aus Into the wild, Karriere sei der größte bullshit des Jahrhunderts (frei übersetzt) können halt eben die meisten Menschen nicht nachvollziehen.

WARUM?

Weil sie konditioniert sind seit ihrer Kindheit. Auf: Konkurrenz, Siegen müssen, siegen wollen, angepasst sein. Wer nicht angepasst ist, fliegt raus. Wer will das schon.

Das ist eigentlich einfach, zu verstehen. Das geht aber noch weiter. Wer ist der Hauptbefürworter dieser gesellschaftlichen Vorgaben? Wo kommt das alles her? Und dann kommt man zum Christentum bzw. zum Heidentum.

Mir als Heidenfrau ist das schon lange aufgefallen: Heiden werden offen bekämpft. Auch gibt es sehr viel Streit unter den verschiedenen Heiden-„Glaubensrichtungen“- ich frage, warum ist das so? Wurde da der Streit, ähnlich wie beim bekannten Streit, „rechts“ gegen „links“, inszeniert? Streit säen ist das Haupt-Themenfeld des Verfassungsschutzes. Denn. Gruppen, in denen es Streit gibt, die werden nie stark. Im Gegenteil, die werden dauerhaft schwächer.

Abgesehen davon wird man als Heide bzw. Heidenfrau im Netz übelst beschimpft, auch und vor allen Dingen von glaubenslosen Menschen. Es werden sehr oft zusätzlich Lügen über das Heidentum verbreitet. Ich als Heidenfrau frage dann: Warum ist das so?

Überhaupt ist der Satz: warum ist etwas so, wie es ist, mein Hauptwerkzeug. Zufall, daß ein Heide diesen Satz in einem Video im www. so oft wiederholt?

Minute 12.40: Angepasstes Verhalten wird eingehalten, weil es belohnt wird, auch wenn es einem völlig gegen den Strich geht! Da  hat der Video-Ersteller recht, und damit greift er das auf was ich immer wieder, wohl schon tausendfach oder gar öfter, gesagt  habe: Wenn doch die Menschen die Wahrheit erkennen, warum handeln sie nicht entsprechend? Wenn sie also, zum Beispiel, Mißstände erkennen, warum tun sie dann nichts? Warum sind die Menschen so entsetzlich passiv, obwohl sie es eigentlich innen, in sich selbst, besser wissen? Und die meisten wissen es auch besser, davon bin ich völlig überzeugt, es gibt nur ganz wenige Ignoranten unter den Menschen. Warum tun Menschen wissentlich das Falsche, das Unethische, das A-moralische, obwohl sie in sich wissen, das ist falsch? Na einfach deshalb, weil ihr angepasstes Verhalten, obwohl es falsch ist, belohnt wird. Das wissen diese Leute auch genau. Spricht man sie darauf an, werden sie sehr wütend – auf mich. Nicht auf sich selber. Dazu sind sie nicht fähig. 

Was heißt „unterschwellige Konditionierung“? Klar, als Kind kriegt man das nicht mit, in dem Sinne ist es unterschwellig. Aber als Erwachsener müßte man sich doch über diese Dinge klar sein. Sollte man jedenfalls. Das war und wird immer mein moralischer Anspruch an mich selbst sein.

Als Heidenfrau und Künstlerin bin ich mir schon etwas länger mir selbst bewußt. Das ist nicht von alleine geschehen, sondern es war ein Entwicklungsprozeß. Ich wurde auch als Kind abgerichtet. Ich habe auch, durch ebendies, ein „falsches Leben“ geführt. Aber ich bin da irgendwie, nach und nach, raus gekommen. Außerdem habe ich schon als Kind eine Abneigung gegen Show, Theater, Vorspielung falscher Tatsachen, „so tun als ob“, und ähnliches unechtes Zeugs, gehabt, daran erinnere ich mich noch genau. Genauso funktionieren aber die Menschen mehrheitlich: Unecht, in ihrer Matrix, weil sie dazu abgerichtet / konditioniert wurden.

Minute 15: Schuld. Ebenfalls ein heißes Thema. Das Heidentum kennt keine Schuld, sondern „nur“ Verantwortung. Auf diesem blog gab es schon Artikel über den Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung, ich bezweifele, daß viele Menschen den Unterschied wissen. Gegenüber „eher Nationalen“ habe ich mal die Aussage getätigt, daß ich aus eben diesen Gründen keine Schuld kenne, und schon gar keine Kollektivschuld; diese meine Aussage machte mich natürlich wieder höchst verdächtig 😉 … so blöd sind die Leute. Unfähig, weiter zu denken.

Minute 21:34: Das Ich ist fähig, die eigenen Wünsche in freier Entscheidung zu realisieren. So ist die Aussage im Video. Mal abgesehen davon, daß ich die Freudschen Begrifflichkeiten ablehne, ist die Aussage an sich verständlich. Leider fehlt mir hier die Aussage zur strukturellen Gewalt, der der einzelne Mensch permanent und dauerhaft in dieser Gesellschaft sein Leben lang ausgesetzt ist, denn er muß permanent und dauerhaft angepasst handeln, weil nur das angepasste Verhalten belohnt wird. Dh. anders ausgedrückt, daß das Ich einen permanenten Kampf auszufechten hat: Passe ich mich in einer gewissen Situation an, oder tue ich es nicht, und was sind die Konsequenzen. Passe ich mich aber an, habe ich möglicherweise / höchstwahrscheinlich Gewissensprobleme, denn mein Handeln würde dann meinen moralischen Grundsätzen widersprechen. Aber nur die Anpassung des Einzelnen an die Gesellschaft wird belohnt. Nur wenn ich mich anpasse, kann ich überhaupt überleben. Oder ab wann negiere ich meine Angst und mache das Maul auf? Diese Gedanken negiert der Videoersteller.

(Einschub zum besseren Verständnis: Beim „nicht angepassten Verhalten“, von dem hier die Rede ist, handelt es sich nicht um gesellschaftsschädigendes oder den einzelnen Menschen schädigendes Verhalten, dies kann auch gar nicht sein, da ich als Heide das Leben an sich, als höchstes Gut achte und wertschätze. Dies nur zur Ergänzung.)

Ich würde sagen: Die Menschen sind eben nicht selbstbestimmt in ihrem Verhalten, in unserer Gesellschaft. Die Verantwortung dafür tragen aber nur sie selbst, kein anderer. Es ist die jeweilige Entscheidung „der Menschen“ und innerhalb dieser Menschen die Entscheidung jedes Einzelnen, wie er mit diesen Dingen umgeht. Die meisten wählen wohl den angepassten Weg. Eben weil der belohnt wird.

Minute 25: Abwehrmechanismen. Dies ist ganz wichtig. Bis auf geschätzte drei Leute kenne ich keine Menschen, die ehrlich sind. Dh. alle „funktionieren“ nur über diese Mechanismen. Als da sind:
Verdrängung (man will etwas gar nicht wissen, Unbewußtmachung von scheinbar (?) bedrohlichen Inhalten, die unbewußten Bedrohungsgefühle wabern aber im Unterbewußtsein weiter), Projektion (man projiziert eigene Anteile/Gefühle auf den anderen), Reaktionsbildung, Fixierung, Verschiebung (Wünsche und Bedürfnisse, die sich nicht am Original verwirklichen lassen, werden an einem Ersatzobjekt befriedigt / Körperkult statt Geistkult), Rationalisierung, Sublimierung, Regression (Rückentwicklung).

Minute 33: Terror / terroristisch: Andere in Angst und Schrecken versetzen durch was auch immer – Schule: Wie gehen erwachsene Menschen mit Kindern um – Terror: Schreckensherrschaft, politische Gewaltmaßnahmen – Beispiel: Einschränkung des Demonstrationsrechtes des Menschen durch Polizisten – geschehen so zb. im Nachfeld der Vorfälle der Kölner Silvesternacht und der draus entstandenen spontanen Demo – Aussagen höherer Stellen zur Absicht dieses Terrors gegen demonstrierende Menschen liegen mir vor – wer Gewaltmaßnahmen, egal welcher Art, ausübt, ist ein Terrorist – NATO-Terrorismus durch Bomben auf Zivilisten

Bewußtmachung ist das Ziel. Bin ich bewußt, dann bin ich nicht mehr über Angst /Schuld manipulierbar.

Mit Dank an den Video-Ersteller

Neue Heimat Kyffhäuser

 

 

 

 

 

 

Wir haben zwar Sommerpause, aber wir sind immer noch arm – Mord an chronisch Kranken

Fibromyalgie zumindest behandelbar, wie hier: https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/14/schulmedizin-bekaempft-nur-symptome-sie-heilt-nicht-fibromyalgie/  dargestellt.

Getan wird seitens der Schulmedizin genau NICHTS.

Wechseljahresbeschwerden die Krankheitswert haben, werden von der Schulmedizin auch nicht behandelt. Quelle: Hormonselbsthilfe: https://hormonselbsthilfe.de/selbsthilfe/themen/fibromyalgie/

Zusammenhänge zwischen Störungen der Hormone und chronischen Schmerzen bei Fibro sind nachgewiesen. Es wird weiterhin bei der Ärzteschaft so getan, als wisse man davon nichts.

Fachärzte sind selten. Alleine schon seine Hormone messen zu lassen, erfordert einen Riesenaufwand. Der Hormonfacharzt, der Endokrinologe, ist eine Seltenheit. Meist handelt es sich noch dazu um Männer, die Wechseljahre bei der Frau und die damit zusammenhängenden Probleme sowieso nicht ernst nehmen. Ja, gut, bei hashimoto machen sie dann immerhin mal die Schilddrüsenhormone. Mehr aber auch nicht. Da muß man schon dem Arzt gegenüber sehr DEUTLICH werden, bis der was macht. Erschöpfung gibt es ja offiziell in Deutschland nicht. Ärzte kennen keine Erschöpfung. Was man nicht kennt, da muß man auch nicht nach den Ursachen suchen, so einfach ist das. Denn: Suchen kostet Geld, und Geld muß im Kapitalismus gespart werden, schließlich sind chronisch Kranke ja Dreck und dürfen in Deutschland nichts kosten.

Fachärzte sind also aus demselben Grund, selten. Weiter fahren kann man nicht, wenn man arm ist. (Ich danke auch an dieser Stelle für Einladungen, aber weiter fahren kann ich nicht aus Kostengründen.) Fast jeder chronisch Kranke landet irgendwann mal in der Armut, denn chronische Krankheit kostet viel Geld. Schon alleine die Diagnose, bei der sich Schulmediziner weigern, auch nur ansatzweise mit zu arbeiten (weil das ja alles zu viel Geld kostet), ist schwierig. Frauenärzte sind auch nicht dazu bereit, Hormone zu messen, und wenn, dann höchstens als sogenannte „Igel-Leistung“, dh. der Kranke muß selbst bezahlen. Früher habe ich dann so etwas auch schon mal selbst bezahlt, als das noch ging. Das kann ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr machen.

Noch teurer sind Heilpraktiker. Die messen zwar Hormone, dies tun sie aber nur im sogenannten „Speicheltest“. Der Speicheltest, bei dem mehrmals täglich ganz praktisch von zuhause aus die Hormone im Speichel gemessen werden können, ist  – wer hätte das gedacht – natürlich nicht schulmedizinisch anerkannt. Schulmedizin mißt nur im Blut, und was sich im Blut nicht zeigt, ist nicht vorhanden, Schluß, Aus, Ende, keine weiteren Diskussionen, bitte. Daß man in sogenannten „burn-out“-Kliniken (nur für reiche Besserverdienende, Schulmedizin bezahlt das natürlich NICHT) mittlerweile auf Speicheltestung übergegangen ist bleibt normalen Ärzten dabei verborgen. Will sagen: Der Speicheltest als zuverlässige Messmethode, was Hormone jedweder Art angeht, ist längst etabliert, nur die deutsche Schulmedizin will davon nichts wissen.

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Ich sage, all das hat Methode.

Die wenigen Schulmediziner/Endokrinologen haben Methode. Warum soll denn jeder Kranke einen Arzt in erreichbarer Nähe haben? Das ist überflüssiger Luxus!

Daß Hormonmessungen per se in Deutschland keine Kassenleistung sind, hat Methode. Warum sollen denn chronisch Kranke Hilfe bekommen, Hilfe, die sie bekommen könnten, würde man bei ihnen zeitgerecht einen oder mehrere Hormonmängel feststellen können und dann beheben können? Chronisch Kranke brauchen keine Hilfe, das hat Methode. Oder wie kann man sich erklären, daß es immer noch in Deutschland keine Ärzte gibt (außer Berlin-Brandenburg), die CFS diagnostizieren können? (Was ist CFS: https://www.lost-voices-stiftung.org/was-ist-me/diagnosekriterien/) Seit Jahren eiert man da schon rum, in Deutschland gibt es schätzungsweise 300 000 Betroffene, für die es KEINE Hilfe gibt, und dies hat Methode! Dies ist beabsichtigt, die Kranken sollen gefälligst dahin vegetieren und früh verrecken, dann kosten sie den Staat wenigstens kein Geld mehr!

Armut macht Krank, das ist bewiesen, und so stellte sich auch bei mir nach Jahren der Armut, während ich mehr oder weniger verzweifelt versuchte, aus HartzVier raus zu kommen, die chronische Erschöpfung und Fibromyalgie ein. Die Kombination Armut UND Krankheit, bei der man dann „gnädigerweise“ irgend wann Erwerbsminderungsrente bekommt, ist die Krönung des Übels. Weil: Abhilfe gibt es nicht:  Es gibt keine Veränderungsmöglichkeiten, keine Dazuverdienstmöglichkeiten und die ärztliche Versorgung ist praktisch nicht vorhanden. Vor Ort, versteht sich.

Ich muß dreieinhalb Stunden mit der Bahn nach Leipzig fahren, zu einem Endokrinologen. Zur Bahn hin muß  ich auch noch und ab Leipzig Bhf noch ein Stück weiter. An so einem Tag, am Tag eines Arztbesuches, bin ich über 12 Stunden unterwegs. Das schaffe ich nicht mehr wegen der Erschöpfung. Nun muß früh morgens Nüchternblut abgenommen werden, in Leipzig, versteht sich, nicht bei mir zu  hause. Das geht überhaupt nicht, da ich nicht in der Lage bin, völlig nüchtern über 3 Stunden irgendwo hin zu fahren. Das geht nur, wenn ich in Leipzig übernachte und früh morgens nüchtern zur Arztpraxis fahre. Der ganze Spaß, den auch mein Hausarzt hätte machen können, dem das aber zu teuer sei (so die Aussage der behandelnden Endokrinologin), kostet mich 80 Euro. Dies muß ich von meiner eh zu mickrigen Grundsicherung bezahlen. Ich muß das nur deshalb bezahlen, weil der Hausarzt um die Ecke dies aus Kostengründen NICHT macht. Oder ich verzichte auf diesen Diagnoseschritt.  Die Fatigue muß aber abgeklärt werden. Auch wenn das die Schulmedizin nicht interessiert, MICH interessiert das. Ich bin seit 2009 chronisch krank, das sind NEUN JAHRE und mich interessiert das immer noch, und wenn es das letzte ist, was mich interessiert.

Ich sage, das hat Methode!

So kriegt man Leute auch kaputt. Das ist Mord, der vom System aus geht. Mord an Armen, Mord an chronisch Kranken, damit die auf jeden Fall eher verrecken.

Der Spaß wird danach noch weiter gehen. Ich kann nur hoffen, daß die da in Leipzig was finden. Wahrscheinlich finden sie aber nix außer einem „etwas niedrigen Morgencortisol und einem niedrigen DHEA, was aber nicht behandlungsbedürftig ist“. Wie heißt das doch so schön: Wechseljahre sind keine Krankheit. Wenn Frau aufgrund der Wechseljahre chronische Schmerzen hat, chronisch erschöpft ist, plus einiger anderer medizinischer Auswirkungen, auf die ich hier nicht näher eingehen will, weil das zu privat ist, ist das der Schulmedizin völlig schnurz. Hauptsache, die chronisch Kranken (meist sind es Frauen) nippeln eher ab. Ältere Frauen braucht in diesem Land keiner mehr.  Für den Kapitalismus sind wir überflüssig, nutzlose Fresser.

Früheres Sterben spart Geld. Womit wir wieder beim Haupt-Thema im Kapitalismus wären: Es darf alles nichts kosten.

Daß dieses Thema kaum Anklang findet unter meiner Leserschaft, liegt mit Sicherheit an der Dummheit der Menschen, die sich nicht vorstellen können, wie es ist, dauerhaft erschöpft zu sein.  Und einfach, aufgrund von Armut und Erschöpfung, nichts mehr machen zu können – denn man will ja. Man kann aber nicht. Es kamen schon sehr dumme geistige Elaborate von Kommentatoren hier auf dem blog, die ich selbstredend gelöscht habe. Wenn man keine Ahnung hat, einfach die Klappe halten.  So meinte ein „besonderes männliches Prachtexemplar“, durch „häufigeren Sex“ könne man die Hormone „aufpäppeln“. Daß man aber in dem Zustand der Erschöpfung, in dem ich mich schon länger befinde, an alles Andere eher denkt, als an Sex, diese Vorstellung hat es nicht in die Gehirnwindungen dieses männlichen Vollspackos geschafft. So blöd sind die Leute. Leider kollektiv.

Des Weiteren werde ich noch versuchen, die Fahrkosten zu dem Endokrinologen irgendwo erstattet zu bekommen. Die Krankenkasse  hat schon abgelehnt, mit dem dezenten Hinweis, das Amt für Grundsicherung sei zuständig. Das Amt für Grundsicherung wird dann zig Belege brauchen, dafür, daß eine Untersuchung beim Endokrinologen überhaupt notwendig war. Es ist wieder, wie so üblich bei gesellschaftlichen Mißständen, keiner dafür zuständig.

Man könnte ja einfach eine Art Mindestrente einführen. Die solche Fälle abdecken würde. Ich mit meiner Grundsicherung kann keine weiteren Arztfahrten bezahlen. Aber warum soll man chronisch Kranken etwas Gutes tun. Dies ist im System NICHT vorgesehen, im Gegenteil.  Ach ja, meine Brille ist auch sehr verkratzt. Diese trage ich seit wie vielen – ????- Jahren? 5, 6 Jahre? Früher bekam man zumindest ein Kassengestell. Heute bekommt man nichts mehr.  Dies nur mal so am Rande.

Neue Heimat Kyffhäuser

Endlich Regen

Oder so etwas ähnliches.

Eigentlich fing es ja gestern schon schüchtern an, zu „fieseln“. Ich weiß nicht, ob „fieseln“ ein rheinisches Wort ist, man sagt auch „fisseln“, gemeint ist der gemeine Nieselregen. Aber der war gestern so schüchtern, man konnte unter ihm her laufen. Dh. alle zwei Meter ein Tröpfchen, oder so.

Gegen Abend sah es aus, als ob es aufhören würde. Wie so oft nur den Boden bedeckt, dachte ich. Gegen Morgen dann sah es so aus:

1e Regen-endlich

Und es war doch tatsächlich nass!

Ein Blick auf den kleinen Tisch, wo meine Sämlinge stehen, zeigte, es war über die Nacht mehr als ab und zu ein Tropfen gefallen:

5e-so-etwas-wie-regen

Man kann ja deutlich das – wenn auch nicht besonders übermäßige – Wasser auf dem Tisch und in der grünen Schale erkennen.

Leider hat sich der Regen dann im Laufe dieses Sonntages verdünnisiert und es ist nun tatsächlich wieder blauer Himmel zu sehen. Ob dieses wenige Naß von oben ausreicht, die kommende Hitzeperiode zu überstehen, wage ich indes, zu bezweifeln….

Ich mache schon gar nicht den Spatentest, um zu schauen, wie tief der Regen eingedrungen ist in den Boden, nämlich gar nicht. Aber trotzdem sieht das schon ein wenig frischer aus, zumindest für einen Tag.

So sehen die Wiesen bei mir aus:
2e-Trockenheit

Hinten links in der Ecke, wo es noch etwas grün ist, weil es sich um eine absolute Schattenlage handelt, wächst Breitwegerich, aber der geht auch langsam ein. Das Fallobst hebe ich derzeit nicht mehr auf, zuviel Arbeit. Da kommt bestimmt noch mehr runter. Vorne die kahle Stelle, dort soll normales Gras hin, welches man aber derzeit wegen der Dürre nicht aussäen kann.

4e-trockenheitsschaeden

Blick auf zwei Zwetschgenbäume.

Ich schaffe es mit Mühe und Not, die Beetpflanzen und das Gemüse am Leben zu erhalten, mehr geht nicht….

NeueHeimatKyffhäuser

Nochmal für alle Verblödeten: Shadowbanning

Gefunden hier:
https://conterest.de/shadowbanning-was-ist-das/

Zitat:

„Diese schuftige Trickserei findest du auf Blogs nicht, aber auf den Websites der Mediagrößen, Systemmedien, Leitmedien. Auch mit Social Medien wie Instagram, Twitter oder Reddit wird die Technik in Verbindung gebracht.[Hier irrt der Autor, man findet es auch bei wordpress.com]

Schon klar, Medien und Websites haben Hausrecht. Du kannst nichts erzwingen. Die können rauswerfen, löschen oder zensieren, wie es ihnen gefällt. Und das machen sie auch. Jedenfalls die meisten.

Die Frage ist nur, wie ernst man solche Medien dann noch nehmen kann. Ob man dort weiterhin lesen und kommentieren will oder ob man sich dafür Alternativen sucht, Blogs zum Beispiel. [Es gibt keine wirklichen Alternativen.] Also worum geht es beim Shadowbanning?

Shadowbanning  ist ein Mittel gegen Meinungsfreiheit

Du kommentierst kritisch. Dein Kommentar taucht bald darauf auch unter dem kritisierten Artikel auf. Trotzdem du brillant geschrieben und selbstredend auch recht hast, gibt es keinerlei Reaktion auf deine Meinung. Niemand geht auf dein Elaborat ein. Kann vorkommen.

Du denkst, da sind viele Dumpfleser zur Stunde unterwegs, von denen hat keiner den Schneid mir zu antworten. Doch dasselbe widerfährt dir beim nächsten Kommentar. Das hat Methode. Und es liegt nicht an deinen Kommentaren. Denn eine spezielle Technik ist hier im Einsatz.

Dein Post oder Kommentar wird zwar angezeigt, allerdings nur dir selbst. Alle anderen Leser sehen davon … nichts. Genau das nennt sich Shadowbanning. Ganz schön hinterhältig.

Andere Begriffe dafür sind Stealth Banning oder Hell Banning. Klingt nicht sehr vertrauenserweckend. Nach dem Muster benennen die Amis auch Waffen. Shadowbanning wurde zuerst in Foren eingesetzt und ist eine effektive Methode, um für Ruhe zu sorgen.

Das perfide an dieser Methode ist, dass du nichts davon merkst. Bestenfalls kommt dir die Sache komisch vor. Würdest du geblockt, gelöscht oder offiziell nach draußen befördert, wüsstest du davon. Du kämst unter einem ähnlichen Namen zurück oder würdest lautstark protestieren. All das spart sich der Anbieter beim Hellbanning. Genau sein Geschmack.

Du sitzt in deiner eigenen privaten Hölle fest. Die Geschäfte der Unternehmen hingegen können ungestört weiterlaufen. Möchte man so hinter die Fichte geführt werden? Kaum.

Wenn du einen Verdacht hegst, genügt es eine andere Internetverbindung zu verwenden. Vorausgesetzt du musst dich nicht einloggen, um Kommentare irgendwo zu lesen, kann das jede öffentliche Verbindung sein – ein Besuch mit Laptop oder Smartphone beim örtlichen McDonalds genügt schon. [Bei youtube, wo diese Technik sehr häufig verwendet wird, wechsele ich meinen Kanal. So bin ich gestern darauf aufmerksam geworden, daß ich als „NeueHeimatKyffhäuser“ auf dem Kanal von Wolfgang Brehm nicht erscheine. Dann habe ich den Kanal gewechselt, und als „Toringa“ geschrieben. Dieser Kommentar erschien, was leicht zu erkennen war, da mir Wolfgang Brehm sofort geantwortet hat. W. Brehm weiß aber anscheinend nicht, was shadowbanning ist. Das finde ich schon sehr interessant. Ich beobachte diesen Kanal schon länger.]

Nicht vergessen: Nicht jede Unregelmäßigkeit ist gleich ein Shadowbanning und nicht jedes Gerücht stimmt.“ ZITAT ENDE

40e-Kleiner-Huenenring-hinterer-Wall
Kleiner Hünenring, Teutoburg, Teutoburger Wald

 

Eigentlich wird durch Shadowbanning jede kritische Meinung unterdrückt. Außer an den Stellen, wo Streit erwünscht ist. Solche Kanäle gibt es auch. Ich kann das mittlerweile ganz gut unterscheiden.  Beim Mr. Marxismo wird nix gebannt. Bei Wolfgang Brehm dagegen wird zensiert. Warum? Ganz einfach. Mr. Marxismo ist, wie der Nick schon sagt, extrem links, und das ist erlaubt. W. Brehm ist zwar systemkritisch, aber eher so „lau“, so „lahm“, wirklich dem System auf den Zahn fühlen tut er nicht. Das zieht natürlich viel Publikum an. Auf Kanälen, wo es viel Publikum gibt, wurde ich IMMER im Laufe der Zeit durch shadowbanning geblockt. Andere Beispiele: Emperor Caligula, Volksleerer.

Kritische Schreiber mit Verstand sollen die großen Massen an Publikum NICHT erreichen. Es ist erwünscht seitens des Systems, daß „eher lasche“ Systemkritiker wie ein Wolfgang Brehm weiter machen dürfen, und auch viele Zuhörer haben dürfen, denn die tun keinem weh. Außerdem sorgt die Tatsache, daß ein W. Brehm weiter öffentlich kritisieren darf, dafür, daß die Leute denken: „Wir haben ja eine Demokratie, Kritik ist erlaubt, jeder darf seine Meinung öffentlich sagen.“ Das sieht aber nur so aus. W. Brehm geht nicht ans Eingemachte. Wird er auch nie. Marxismo dagegen ist schon von seinem Nick her, so abschreckend, den läßt man machen.  Und da dürfen wirkliche Systemkritiker auch schreiben. Das liest sowieso kaum jemand.

Neue Heimat Kyffhäuser

Geleugnete Herkunft ist Heimatlosigkeit

Es wurde diskutiert. Auf einem youtube-Kanal. Mal wieder standen Systemlügen („out of  Africa“) zur Debatte. Die Diskutanten waren nicht sonderlich gut informiert. Auch gab es zahllose Versuche, die Meinung, daß es eine eigenständige europäische Ur-Rasse gegeben habe, in die sattsam bekannte und von mir abgelehnte rassistische Ecke zu stellen.

Ich verwies in dieser Diskussion auf das Buch: Vom Ursprung der Deutschen, von J. Marquardt.  30 000 Jahre Vorgeschichte des deutschen Volkes. Link: https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Hans-J-Marquardt+Vom-Ursprung-der-Deutschen-30000-Jahre-Vorgeschichte-des-deutschen-Volkes/isbn/9783878471455

Dieses Buch kannte keiner der Mitdiskutanten.

Auch wußte keiner etwas über Westfälische Bodenhimmel oder die Himmelsscheibe von Nebra oder über Stufenpyramiden in Deutschland. Tja und dann entarten solche Scheindiskussionen in der Regel. Bei wenig Wissen und viel Indoktrination stehen die Ergebnisse solcher „Diskussionen“ leider in der Regel frühzeitig fest.

Auf der webseite efodon.de kann man sehr viel über diese Dinge nachlesen.

Diese Bodendenkmale gibt es auch in anderen Ländern Europas. Stonehenge ist wohl das Bekannteste. Aus diesen Bodendenkmalen geht hervor, daß es eine Hochkultur in Europa gegeben hat, vor langer Zeit. Diese Hochkultur kann man daran erkennen daß sie sehr komplizierte Sternendeutungen vornahm, diese genau berechnete (womit wohl?) und deren Abbildungen in Stein meißtelte. So etwas kann nur eine Hochkultur zustande bringen. Von „tumben Germanen“ kann also nicht die Rede sein.

Die Menschen, die Kultur, die diese Dinge erschuf, war in dem Gebiet, in dem sie zu dieser Zeit ansässig war, schon sehr lange ansässig, denn nur durch lange (Jahrhunderte andauernde Himmelsbeobachtung) können solche Bodendenkmäler und andere Artefakte überhaupt entstehen. Die macht man nicht mal so „nebenbei“ mit Hammer und Meißel. … Auch entstehen eigenständige Rassen nur durch Isolation, als Antwort der Spezies Mensch auf die Umgebung, in der der Mensch isoliert längere Zeit (20 – 30 000 Jahre) lang leben muß. Näheres darüber erfährt man in dem obig verlinkten Buch.

Aber wie Rassen entstehen, wußte man natürlich in dieser „Diskussion“ auch nicht. Wie denn auch, denn das Wort „Rasse“ ist schließlich politisch inkorrekt. Man leugnet einfach, daß es Rassen gibt, und fertig ist die Argumentation.

Auf diesem meinem blog erschienen schon vor Jahren Artikel über Archäoastronomie, da mich das Gebiet Ostwestfalen sehr interessierte, ich es vielfältig bereist habe und mich die dort immer noch vorzufindenden Artefakte über viele Jahre sehr beschäftigt haben, ich sie auch fotografisch dokumentiert habe, mit Quellen begleitet habe, Artikel geschrieben, usw. Diese Artikel wurden von mir vom Netz genommen, aber archiviert.

Kopf eines Caniden, Externsteine, Felsen Fünf

In der Folge werden sie hier in loser Folge neu veröffentlicht werden.

Grund:

Das, was im Netz geschieht, ist das großflächige Leugnen der eigenen Herkunft. Dem kann ich leider nicht so ohne weiteres stattgeben. Es wird geleugnet, daß es Rassen gibt, es wird geleugnet, daß es möglicherweise eine andere Frühgeschichte des Menschen gibt, als die offizielle Lehrmeinung, es wird so getan, als seien alle Menschen gleich und es wird so getan, als ob es keine Unterschiede zwischen den einzelnen Rassen gäbe. Dem kann ich leider nicht zustimmen und werde es auch nie. Weil, wenn ich dem zustimmen würde, dann würde ich meine eigene Herkunft leugnen, und das geht gar nicht!

Und wenn mir einer kommt damit, daß man automatisch Andersrassige als minderwertig bezeichne, nur weil man den Andersrassigen als solchen anerkenne, muß ich leider sagen, Leute, ihr seid Opfer der Gehirnwäsche geworden. Euer Verstand hat durch die jahrzehntelange Propaganda dermaßen gelitten, daß ihr nicht mehr fähig seid, Tatsachen zu erkennen, diese vorurteilsfrei weiter zu geben bzw. darüber zu diskutieren.

Mir ist das in der Tat egal. Im Umgang mit Anderen kommt es mir immer nur auf den Menschen an. Es ist mir völlig egal, ob einer eine lange Nase, krumme Beine oder eine schottisch-karierte Hautfarbe hat! Mit Verblödeten kann ich allerdings nichts anfangen. Dazu zählen für mich logischerweise indoktrinierte Rechte, genauso, wie indoktrinierte Linke, ich weiß auch nicht, welche Sorte Mensch schlimmer ist.  Was zählt, ist die Dummheit, und die ist auf beiden Seiten gleich groß. Leider sind die meisten Indoktrinierten Deutsche.

Geleugnete Herkunft ist Heimatlosigkeit – vielleicht ist ja genau das gewollt! Das wurzellose, heimatlose Humankapital, welches vom Systemgewinner auf dem Globus beliebig da hin geschoben werden kann, wo es gerade aufgrund seiner auszubeutenden Arbeitskraft (alles andere zählt nicht im Kapitalismus) gebraucht wird. Der Mensch soll wurzellos werden, damit er nicht mehr für seine Heimat und Kultur kämpft. – Ob dies in Deutschland noch vorhanden ist, das ist eine andere Debatte, die hier nicht erneut geführt werden soll (ich bin der Meinung, es gibt nicht mehr viel Kultur in D.). In der Tat spricht alles für einen Untergang des Nordischen Menschen. Wozu er aber auch sehr viel selbst beigetragen hat – und das soll hier auch nicht mehr diskutiert werden. Wenn aber öffentlich soviel Unsinn verbreitet wird wie in diesem Video auf Mr. Marxismos Kanal (Titel unter Anderem: Bevor wir Germanen wurden kamen wir alle aus Afrika; bitte selber suchen, ich verlinke das hier nicht), dann muß ich dem entgegen treten.

Vor allen Dingen, da die Unterschiede in den typisch „rechten“ und „linken“ Denkweisen ja nicht so groß sind: Kapitalismuskritik verträgt sich m. Meinung nach sehr wohl mit der Tatsache, daß es Rassen gibt und diese gewissen Veränderungen im Laufe der Zeit, unterworfen sind, UND daß es Veränderungen gibt, die durchaus vom Menschen selbst bewußt gesteuert sind. Stichwort: Damals wanderten Völker aus, weil sich durch Katastrophen ihre Lebensbedingungen in ihrer angestammten Heimat so stark verschlechterten, daß diejenigen Völker dort nicht mehr leben konnten; HEUTE sorgt dafür der Mensch, bzw. der Kapitalismus.

Alte Artikel:
1. Die Zeit der Entstehung der nordischen Rasse
2. Der Bärenstein – deutsche Stufenpyramiden Teil 1
3. Out-of-Africa-Theorie falsch
4. Sternhof
5. Atlantis lag in der Nordsee
6. Frühgeschichtliche Kultstätten Ostwestfalen Teil 1 Einführung
7. Externsteine ein Zentrum – Ostern – frühe nordische Hochkultur
8. Ostara Fotos und Karte Bärenstein
9. Frühgeschichtliche Kultstätten Ostwestfalen Teil 2
10. Heimat hat auch was mit dem Glauben zu tun – warum Altgermanisches Heidentum?

bess demnächs,

Neue Heimat Kyffhäuser

Extreme Trockenheit – alles verdorrt

Keine Besserung in Sicht!

Hier gab es keinen Regen während der letzten drei Monate. Das letzte Gewitter war am 10 Mai, mit Starkregen und Hagel; der Hagel damals hat sehr viele meiner Setzlinge vernichtet. Danach gab es keinen nennenswerten Niederschlag mehr.

Man kann sagen, dann wächst auch nichts mehr. Ich gieße zwar regelmäßig, aber so richtig komme ich nicht nach mit dem Gießen. Vorgestern habe ich versuchsweise eine circa ein Quadratmeter große Bodenfläche, auf der einmal Gras stand, und die von mir umgegraben werden sollte, gegossen, um zu sehen, wie weit Wasser in den vertrockneten Boden überhaupt eindringt. Der Boden ist steinhart und rissig. Eine Gießkanne faßt 20 Liter, muß man dazu wissen. Das Resultat war ernüchternd: nach sehr langsamem Gießen, da sonst das Wasser sofort abgeflossen wäre, war der Boden ein Zentimeter tief feucht. Mehr nicht.

Gras ist nun längst verdorrt in meinem Garten. Vorteil: Kein Rasenmähen mehr seit 2 Monaten nötig. Leider werfen nun auch die Bäume massenhaft ihr Obst ab, und Obst gab es reichlich dieses Jahr, es gab ja keine Spätfröste. Wir sind quasi vom End-Winter im April nahtlos in den Sommer gerutscht. Der Frühling, während dem das Hauptwachstum der Pflanzen stattfindet, fand gar nicht statt.

Wenn ich mich in der Natur umschaue, erkennt man dort immer mehr, daß auch große Bäume mit tiefen Wurzeln langsam die Blätter einrollen als Schutz gegen die Trockenheit. Das ist etwas, was ich auch bei meinen Obstbäumen beobachten kann. Leider kann ich meine Obstbäume nicht auch noch zusätzlich gießen. Ganz schlimm ist es auf den Feldern, die Gerste ist verkümmert, sie steht kniehoch. Das heißt, sie ist noch auf dem Feld, es lohnt sich wohl nicht für die Bauern diesen Kümmerwuchs überhaupt zu ernten. Die Stadt hier wässert in ihren öffentlichen Anlagen gar nichts. Dementsprechend sieht es hier aus.

Video „So außergewöhnlich ist die Dürre“ auf wetter online: https://www.wetteronline.de/wetter-videos/2018-07-15-tr

33e
Gerstenfeld, Windleite

 

 

 

Video „Keine richtige Westwetterlage“ bei Kachelmannwetter: http://wetterkanal.kachelmannwetter.com/keine-richtige-westwetterlage-seit-april-dauerwaerme-und-trockenheit/

Aus dem Letzteren: „Die Entwicklung begann etwa um den 07. April herum und dauert nun mit oben schon erwähnten kurzen Unterbrechungen bis heute (Mitte Juli) an. Zusammengefasst lässt sich die große Trockenheit in vielen Teilen der großen Nordhälfte Deutschlands (weiter südlich nur sehr begrenzt wenige Regionen) durch ein nahezu komplettes Ausbleiben der klassischen Westwetterlage erklären. Entweder lag für atlantische Tiefdruckgebiete blockierender Hochdruck über Mitteleuropa und oft auch über Nordeuropa (Skandinavien). Der große Süden Deutschlands wurde dagegen häufiger von teils gewittrigen Niederschlägen erfasst, insgesamt war das Frühjahr auch im Mittelmeerraum eher wechselhaft und zeitweise auch kälter als im Mittel. Von diesem Tiefdruck „profitierte“ dann auch der Süden und Südwesten Deutschlands.“ ZITAT ENDE

Erklärungen dazu gibts keine von den Wetterfröschen. Normal ist das jedenfalls nicht.

So, wie es aussieht, wird die Trockenheit / Dürre bis weit in den Herbst anhalten.

Neue Heimat Kyffhäuser

Bau dir deine Erdbeeren selbst an

Christoph Sieber über das Thema Haben wir noch eine Wahl:

Sieber stellt die richtigen Fragen: Ist Armut gewollt?

Deutschland: Das Land der Gleichförmigkeit und Gleichgültigkeit.

Dazu: https://www.journalistenwatch.com/2018/07/17/frisch-mottenkiste-nazis/

Zitat: Wir erinnern uns: Der Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Deutschen Reich und den von der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg besetzten Gebieten zwischen sieben und elf Millionen Menschen unterworfen. Sie ist eine europäische Erfahrung ohne Beispiel. An keinem anderen nationalsozialistischen Verbrechen waren derart viele Menschen beteiligt – als Opfer, Täter oder Zuschauer…

Und wie heißt es so schön: Asozialist bleibt Asozialist, ob braun oder rot, spielt dabei keine Rolle. Die „Freie Welt“ hat einen Beitrag veröffentlicht, der uns zeigt, wie Zwangsarbeit heutzutage aussehen könnte:

Das Bundesarbeitsministerium unter A.Nahles (»Bätschi«, »…voll auf die Fresse«) macht wieder von sich reden. Die jetzige Attacke richtet sich gegen Menschen, die seit vielen Jahren im Bezug von ALG II sind. Diejenigen von ihnen, die im Berechnungsraum der letzten sieben Jahre sechs Jahre lang ALG II bezogen haben, sollen zukünftig zwangsweise einem Arbeitgeber entweder im privaten Sektor wie aber auch im öffentlichen Dienst zugewiesen werden. Interessierte Arbeitgeber erhalten in den ersten beiden Jahren einen Lohnkostenzuschuss vom Amt von 100 Prozent, der Zwangsverpflichtete generiert also keine Kosten für den Betrieb. Pro Jahr reduziert sich dieser Zuschuss um zehn Prozent, im letzten Jahr werden also noch 70 Prozent der Lohnkosten übernommen.

Im ersten Jahr dieser Zwangsbeschäftigung unterliegt der Verpflichtete weiterhin voll dem Zugriff des JobCenters, wird also auch weiterhin von den Mitarbeitern dort vorgeladen und muss sich ihnen gegenüber offenbaren. Ein Recht auf Ablehnung dieser Zwangsüberweisung zu dem jeweiligen Arbeitgeber steht der unfreiwilligen neuen Arbeitskraft nicht zu. Qualifikation, beruflicher Hintergrund und persönliches Umfeld des Beziehers sind als Auswahlkriterien irrelevant.

Noch ein Bonbon zum Abschluss dieses Vorschlags: selbst wenn die zwangsrekrutierte Arbeitskraft fünf Jahre lang den Job ausgeübt hat ist mit diesem besonderen »Beschäftigungsverhältnis« keine Anwartschaft auf ALG I begründet worden. In einfachen Worten bedeutet das, dass eine für fünf respektive sechs Jahre (eine einmalige Verlängerung um ein Jahr seitens des Arbeitsgebers ist möglich) zwangsverpflichtete Arbeitskraft in diesem Zeitraum nicht einen einzigen Tag Anspruch auf ALG I erwirtschaftet. Hat der Arbeitgeber die Arbeitskraft respektive den Staat über den gesamten Zeitraum ausgebeutet, schickt er den Zwangsrekrutierten wieder in die Wüste, also direkt in den erneuten ALG II – Bezug und somit wieder in die Fänge des JobCenters.

Die Initiative »gegen-hartz.de« hat über diesen unsozialen Vorgang berichtet und errechnet, dass bei einer fünfjährigen Dauer dieser Zwangsbeschäftigung der Staatshaushalt 88 Prozent der Lohnkosten übernimmt. Für die Arbeitgeber besteht also hier die Möglichkeit, auf billigem und billigstem Wege, gefördert durch das von A.Nahles und der SPD geführte Arbeitsministerium, Arbeitskräfte unter Vertrag zu nehmen und regulär beschäftigte, kostenintensive Arbeitnehmer zu entlassen.“ ZITAT ENDE

Neue Heimat Kyffhäuser

Hormontherapie zu teuer – wer hilft?

Zum Video:

 

Schön. Nett. Leider gibt in der Schulmedizin keine „Nebennierenschwäche“. Dh. es wird auch nichts dementsprechend untersucht.

Ich habe NEUN JAHRE alle Symptome eines CFS. Hat keinen Arzt interessiert. Nun erst, nach 9 Jahren, finde ich durch suchen im Netz die Zusammenhänge Nebenniere, Hashimoto und Wechseljahre, bzw. Fibromyalgie. Fibromyalgie entsteht oft durch den Mangel an Sexualhormonen nach den Wechseljahren. Toll, nicht. Das muß man erst mal wissen.

Meine gesamte Krankheitsgeschichte hätte nicht sein müssen, wenn Ärzte zu Beginn meiner Erkrankungszeit, 2009, fähig gewesen wären, mal „bei den Hormonen“ nach zu sehen.
Da Ärzte aber auf dem Auge BLIND sind, mit entsprechenden Folgen für die Erkrankten, mußte ich NEUN JAHRE lang leiden und mit erleben, wie meine Lebenskraft immer weniger und meine Erschöpfung immer mehr wurde.

Für diesen Zustand wurde ich zusätzlich noch von meinen „Landsleuten“ (gemeint sind die Drecksnazis zb. beim volxleerer) im Netz gehänselt und gemobbt. Denn natürlich sieht man mir meine Erschöpfung an. Wäre auch völlig unlogisch, wenn es anders wäre.

Ärztliche schulmedizinische Hilfe gibt es aber nicht! Es fehlen einfach ein paar Hormone, und die Ärzteschaft ist nicht fähig, dies zu erkennen und für Abhilfe zu sorgen.

Ein Wort zu Heilpraktikern: Sicher wollen die alle nur helfen. Sie sind aber zu teuer für chronisch kranke arme Menschen. Wir armen chronisch Kranken sind in der Tat – leider – auf Schulmediziner angewiesen, die Hormonprobleme erkennen können UND auch behandeln wollen und nicht die Betroffenen mit Bagatellisierungssprüchen („ist alles nicht so schlimm“, „geht wieder weg“, „bin ich nicht für zuständig“, „Hormone messen ist zu teuer“) abspeisen.

Diese und ähnliche „Sprüche“  habe ich vielfach während der letzten NEUN Jahre erlebt. Mir hat keiner, kein Arzt, geholfen. Ich habe mir nur, so weit es ging, ich habe halt finanzielle Grenzen, selbst geholfen. Mit leider kaum Erfolg, da echte Hormontherapie nicht bezahlbar ist.

Neue Heimat Kyffhäuser

Die kranke Gesellschaft – eine andere Betrachtung

Haben wir den Mut, uns selbst zu verändern, um die Welt zu verbessern? Die unbewusste Dynamik entfremdeter, gewalttätiger Beziehungsverhältnisse verweist aus psychoanalytischer Perspektive auf deren existenzielle Herkunft. Eine unerträglich ohnmächtige Angst vor dem Nichts muss diese vermeintliche eigene Schwäche im Anderen — und in sich selbst — gewaltsam bekämpfen oder süchtig betäuben, um sich eine Illusion von Größe und Macht zu erhalten. Wollen wir dieser Dynamik in privaten Beziehungen, aber auch in großen gesellschaftlichen Konflikten, Einhalt gebieten, müssen wir sie zuerst in ihren tieferen Ursachen verstehen. (Otto Teischel)

Angst als die existenzielle Grundbefindlichkeit des Menschen lässt unser Dasein unsicher, zerbrechlich und kostbar erscheinen. Weil das Leben tödlich endet und das jederzeit der Fall sein kann, sind wir ständig bedrohte Wesen, auf der Suche nach Schutz, Halt und Geborgenheit. Aus dieser Tatsache geht all unsere Kreativität hervor: Angst macht nachdenklich und lässt Bewusstsein entstehen, macht erfinderisch, um unsere Not zu lindern, und lässt uns zu Sehnsüchtigen werden, die sich mit Schönheit trösten.

Doch Angst steht auch am Anfang aller Verirrungen und Störungen unseres Seelenfriedens und unserer Klarheit: Sie kann uns in den Wahnsinn treiben, körperliche Beschwerden und Krankheiten aller Art verursachen, und sie ist der Antrieb hinter jeder Gewalt, jeder Sucht und jeder Verdrängung, die dann als Trauma wiederkehren.

Durch die in der Angst subjektiv erlebbare Todesnähe ist sie im Grunde auch das leitende Schlüsselsymptom jeder psychosomatischen Erkrankung, ja womöglich jeder Störung des inneren Gleichgewichts.

Sie mag uns ebenso veranlassen – sobald eine akute Attacke vorüber ist –, über die Bedeutung einer bestimmten angstauslösenden Situation nachzudenken, das heißt, darüber wie die Angst zu einer dramatischen existenziellen Erschütterung werden kann, die uns in einem verfehlten Leben zur Besinnung und Umkehr ruft und letztlich Kraft zum Handeln freisetzt.

Das ist die eigentliche, existenzielle Dimension der Angst und der Unruhe: sein Leben nicht gelebt zu haben, die unbewusste, dunkel zu erahnende Entfremdung vom Selbst, die zuerst nur irritiert. Bleibt sie jedoch unberücksichtigt, wird sie mit der Zeit immer gravierender und manifestiert sich als verstörendes, chronisches Symptom. Die Angst bleibt dem Menschen zeitlebens als Warnsignal und Frage, ob er sich im Einklang mit seinem Wesen und seinen ureigenen schöpferischen Möglichkeiten befindet.

Je bewusstloser die Angst den Einzelnen zurücklässt, je erschreckender und bedrohlicher sie ihm erscheint, desto klarer zeigt sie den Grad der Entfremdung von einem selbstbestimmten Leben an.

Schon die ersten überlieferten Erklärungsversuche der Welt und jener „Gottheiten“, die diese Welt hervorgebracht zu haben und ihre Geschicke zu lenken schienen, waren Versuche, diese Angst zu bannen. Die Menschen suchten nach Deutungen und Gründen für das Unbegreifliche. Aus der Quelle unserer Angst vor dem Nichts, des quälend erlebten Nichtwissens, woher wir kommen, wer wir sind und wohin wir gehen, haben sich auch Philosophie und Religion, die Künste und alle Wissenschaften entwickelt.

Alle ernsthaften Überlegungen und Bemühungen des Menschen, Antworten zu finden und Erklärungen zu geben oder zumindest dem großen Rätsel des Seins ästhetischen Ausdruck zu verleihen – im Gegensatz zu den süchtigen Betäubungs- und Verdrängungsversuchen esoterischer Heilsversprechen, sind eigentlich Befreiungsversuche des Geistes. Sie entstammen unserer Sehnsucht nach einer ursprünglichen, verlorenen Geborgenheit, die bewusst wiederzuerlangen, die wahre Größe des Menschen ausmacht und sein Wesen verwirklicht.

Im Verlauf dieses emanzipatorischen Prozesses gibt es eher Fragen als Antworten, kein endgültiges Wissen, sondern nur persönliche Gewissheit, die Freiheit des Glaubens statt sichtbarer Beweise und überprüfbarer Fakten. Doch diese existenzielle Unsicherheit erscheint dem ohnmächtigen Einzelnen unerträglich. Der vor Angst Verzweifelte verlangt nach sicherer Abgeschlossenheit, nach vermeintlicher Objektivität und Eindeutigkeit.

Ungewissheit ist unerträglich, die Angst so allgegenwärtig, dass der Verzweifelte sofort einer beruhigenden Erklärung, einer spannungslösenden Substanz oder eines kontrollierenden Verhaltens bedarf, um weiterleben zu können. Wenn diese psychisch wirkenden Mechanismen nicht helfen oder nicht verfügbar sind, übernimmt schließlich der Körper die Regie und lässt den Einzelnen krank werden, um die Psyche wenigstens auf diese Weise zu entlasten.

Freiheit als Bedrohung

So wie das Individuum psychosomatisch krank oder wahnsinnig werden kann, wenn es keinen Ausweg mehr sieht, kann auch ein Kollektiv – eine Gesellschaft, ein Volk, ein Kontinent, ja die Menschheit – manifeste Körperstörungen entwickeln oder psychotisch werden. Das beweist der Rassenwahn der Nazis ebenso wie der Terror verblendeter Fanatiker oder die Entwicklung der chronischen Erschöpfung zur Volkskrankheit in sinnentleerten Leistungsgesellschaften.

Fatalerweise verläuft auch diese Entwicklung meist schleichend und lange unbemerkt. So wie zum Beispiel die Arbeitssucht in einer Gesellschaft, die sich über diesen Wert definiert, kaum als problematisch auffällt, gibt es vor dem Ausbruch eines kollektiven Wahns oder globaler Verblendung – mögen wir dieser im Zeitalter des weltweit vorherrschenden Materialismus auch gefährlich nahe sein – noch viele Zwischenstufen. Diese können jeweils durchaus rational und differenziert erscheinen und tragen doch längst jenen ideologischen Keim in sich, der das Denken potenziell besetzt und süchtig entarten lässt. Und der führt schließlich dazu, sich selbst und andere zu unterdrücken, weil jede autonom und eigenverantwortlich sich ausdrückende Freiheit eines Einzelnen als bedrohlich für die Macht des Kollektivs erscheint.

Diese Zusammenhänge hat Friedrich Nietzsche auf überaus klare und treffende Weise analysiert. Am Beispiel der Ideologie des Christentums und anderer dogmatischer Erstarrungen – wissenschaftlicher, ästhetischer oder politischer Art –, deutet Nietzsche die psychische Not von Menschen, die sich als zutiefst ohnmächtig erleben, als deren Motiv, für eine vorhandene „Lehre“ Partei zu ergreifen oder eine solche zu begründen.

Vom Standpunkt der Verfechter eines verbindlichen Dogmas werden alle Abweichler als Bedrohung der gesellschaftlichen Ordnung erlebt. Freie Individuen, die als wirklich starke, unabhängige Menschen auftreten – und nur diese Haltung selbstgenügsamer Autonomie des Einzelnen ist eigentlich mit Nietzsches so missbrauchtem Begriff vom „Übermenschen“ gemeint –, gilt es, als „feindlich“ zu bekämpfen, um das Kollektiv vor ihnen zu schützen.

Gleichzeitig verleiht die Zugehörigkeit zur vermeintlichen „Wahrheit“ der jeweiligen Ideologie den Ohnmächtigen Bedeutung und wertet sie auf.

Wie die Uniform gleicher Kleidung Angehörige eines Berufsstandes verbindet und erkennbare äußere Identität stiftet, verleiht die Doktrin einer Partei, die Überlieferung einer Religion, die Lehre eines Führers oder die Theorie einer Wissenschaft dem Denken eine Uniformität, auf die sich all jene berufen können, die außerhalb ihrer selbst Halt suchen und der Erlösung bedürfen.

Wer sich selbstbestimmt, eigenständig und aus freiem Willen auf die Suche nach Antworten auf jene Fragen macht, die seine Existenz ihm aufgibt – wer also seiner ureigenen Sehnsucht folgt –, will davon gar nicht „erlöst“ werden, um endlich zur Ruhe zu kommen, sondern beruhigt sich in der Möglichkeit eines eigenen Weges und findet in der Sehnsucht sein Maß.

Ein freier Geist hat es nicht nötig, über andere zu herrschen oder im Besitz einer letztgültigen Wahrheit zu sein, von deren Durchsetzung sein Wert abhängt. Er genügt sich selbst in seinem aufrichtigen Interesse an einer möglichen Wahrheit, der er sich immer nur nähern kann: in seiner Sehnsucht, seinem Philosophieren und seinem Glauben an den unbedingten Sinn seiner Existenz.

Gegen viele der früher verbreiteten politischen oder religiösen Ideologien hat sich im Laufe der Zeit und einer Geschichte fortgesetzter Gräueltaten, die daraus hervorgegangen sind, zunehmend Widerstand gebildet, der zum Zerfall solcher Systeme beigetragen hat. Doch ebenso kommt es in orientierungslosen Krisenzeiten zu einem gefährlichen Wiedererstarken längst überwunden geglaubter Fundamentalismen – so wie sich unter widrigen Lebensumständen auch alte todbringende Seuchen wie Pest oder Cholera erneut ausbreiten können.

Mit viel weitreichenderen Konsequenzen ist die menschliche Freiheit heutzutage allerdings durch „verdeckt“ auftretende Ideologien bedroht: Ideologien, die sich im Gewand liberaler Offenheit und Neutralität präsentieren und nichts anderes beabsichtigen – jedenfalls unbewusst –, als gewaltsam die Herrschaft ihres Systems zu etablieren.

Anders als im Fall politischer oder religiöser Ideologien läuft dieser Prozess allerdings weniger direkt ab, nicht durch moralischen Druck und die Verbreitung von Angst und Schrecken, nicht durch Androhung oder Ausübung realer physischer Gewalt, die Abtrünnige ausgrenzt, bestraft oder vernichtet, sondern subtil und manipulativ – durch falsche Hoffnungen (zum Beispiel, dass Besitz einen frei und glücklich mache) und Behauptungen über das Leben, die tatsächlich nur die Wahrheit des Subjektiven und die Bedeutung des konkreten einzelnen Menschen verleugnen.

Die Ideologie des „Liberalismus“

Der Liberalismus als Ideologie, insbesondere einer sogenannten freien Marktwirtschaft, in der jeder Einzelne (jede Gruppierung, jedes Land …) alle Möglichkeiten habe, sich zu entfalten, bedeutet in Wahrheit die Herrschaft des Reichtums über die Armut, des Stärkeren über den Schwächeren, bei der bereits die ungerechte Ausgangslage zur Quelle anhaltender Ungerechtigkeit wird. Mögen theoretisch alle Chancen haben, sich „durchzusetzen“ oder zu „gewinnen“, treten tatsächlich Vermögende gegen Unvermögende an, Trainierte gegen Ungeübte, Läufer gegen Versehrte.

Eine profitorientierte Leistungsgesellschaft, die uns Konsum als Wert verkauft, erzeugt Angst und Abhängigkeit auf allen Seiten. Die Besitzenden fürchten um den Verlust ihrer Macht, die Konsumenten um ihre drohende Armut, in der sie nicht länger am Besitz der Anderen teilhaben können. Herren und Sklaven brauchen einander.

Die kapitalistische Weltordnung wird an ihrer eigenen Gier scheitern, wenn diese global grassierende Krankheit nicht von einer neuen Ethik des Lebendigen und der Verantwortung eingedämmt und überwunden werden kann. Und ganz Ähnliches gilt auch für den globalen, sinnentleerten Informationskapitalismus, der sich als Freiheit geriert und für sozial erklärt.

Tatsächlich verstrickt er sich jedoch immer tiefer in eine globale Abhängigkeit von Netzwerken, die eine noch effizientere Ausbeutung menschlicher Ressourcen ermöglichen sollen. Wobei die vorgeblich „objektiv“ und „neutral“ und „zweckfrei“ forschende Naturwissenschaft und Technik diesem sich so fortschrittlich und effizient, „freiheitlich“ und gönnerhaft gebärdenden Wirtschaftsliberalismus in Wahrheit erst die Logik, das Regelwerk und die „Baupläne“ geliefert haben: für jenen mechanistisch-materialistischen Fortschrittswahn, der die Welt an den Rand der Katastrophe und der Selbstauslöschung geführt hat.

Das entscheidende Kriterium, das eine Ideologie von einer persönlichen Glaubensgewissheit unterscheidet, ist die Behauptung eines „objektiv“ verbindlichen „Garanten“ außerhalb der menschlichen Individualität, der angeblich die Gültigkeit dieser bestimmten Theorie gewährleistet. Doch nur ein persönlicher Glaube kann überhaupt einen Anspruch auf Wahrheit erheben, nämlich einen für sich gültigen, indem dieser den subjektiven Zugang jedes Einzelnen anerkennt.

Dabei ist bereits die Behauptung von Objektivität ideologisch. Es spielt keine Rolle, auf welche Art von „Wahrheitsbeweis“ sich dabei berufen wird: ob es sich um eine offenbarte Schrift oder um einen auserwählten Propheten handelt, um eine logische Schlussfolgerung (wie bei den „Gottesbeweisen“), eine wissenschaftliche Methode oder einen angeblich unaufhaltsamen technischen Fortschritt; ob die Überlegenheit einer Rasse als bewiesen gilt, der Pragmatismus bloßen Funktionierens sich durchsetzt oder der Nihilismus postmoderner Beliebigkeit in einem vermeintlich postideologischen Zeitalter.

Die Angst vor dem Nichts und die Sucht nach Erlösung

Hinter all solchen „objektiven“ Macht- und Wahrheitsansprüchen lauert tief im Unbewussten des Einzelnen die gleiche Angst vor dem Nichts, vor der Auslöschung und dem endgültigen Verschwinden, vor einer Ungewissheit, die nicht mehr auszuhalten ist, vor der völligen Bedeutungslosigkeit und Nichtexistenz als diese konkrete einzelne Person, die für sich genommen nicht zählt, doch als Teil einer „absoluten“ letztgültigen Wahrheit, endlich Wert und Bedeutung erhält.

In einer lieblosen, emotional ausbeutenden und unterdrückenden Umgebung kommt sich der Einzelne früh schon abhanden und kann kein Bewusstsein seiner selbst und seiner schöpferischen Freiheit entwickeln. Vielmehr hat er dem Erhalt des jeweiligen Systems zu dienen, in dem er existiert, und erhält seine Existenzberechtigung aus den Ansprüchen und dem Urteil der anderen.

Würde und Respekt müssen sich erst „verdient“ und der eigene Wert als „Leistung“ unter Beweis gestellt werden.

Das Gleiche geschieht auch zwischen Eltern und Kindern, wenn die Eltern Zuneigung oder Belohnung für Wohlverhalten und Erfolg gewähren und andernfalls Liebesentzug droht; ebenso in Paarbeziehungen, wenn einer vom anderen Anpassung verlangt und ihm dafür Nähe verspricht; oder wenn Loyalität gegenüber einer Partei oder Firma mit Aufstieg und Anerkennung honoriert wird. Der Einzelne lässt sich im übertragenen wie wörtlichen Sinn „kaufen“ und gibt seine innere Freiheit und Selbstbestimmung an eine äußere Macht beziehungsweise eine andere Person ab, die über seinen Wert entscheidet, ohne dass er sich der eigenen Entfremdung dabei bewusst wäre.

Der unterworfene Mensch meint sogar noch, aus freiem Willen zu handeln und sich von sich aus zum jeweiligen System beziehungsweise zu einer bestimmten Person zu bekennen. [Dies ist typisch für den Deutsch-Michel.] „Identifikation mit dem Aggressor“ nennt das die Psychoanalyse – und auch ein solches Verhalten resultiert ursprünglich aus der frühkindlichen Angst, bei Ungehorsam verlassen oder gar vernichtet zu werden.

In diesem inneren Konflikt zwischen einer ungestillten Sehnsucht nach Geborgenheit, die bei einem sicher gebundenen Urvertrauen als Lebensenergie im eigenen Selbstwertgefühl beheimatet wäre, und dem Drama einer entsetzlichen Hilflosigkeit, deren Angst den Einzelnen zu vernichten droht, wurzelt schließlich die Gewalt als Sucht nach Erlösung von dieser Ohnmacht.

Jeder einzelne Mensch jedoch, der die Freiheit des Selbstseins für sich entdeckt hat und in der bewussten Sehnsucht nach Verbundenheit sein Maß findet, wird diese Freiheit auch jedem anderen Menschen in seiner Umgebung zuerkennen und auf seine besondere Weise weitervermitteln wollen – nicht als Ideologie oder Mission in höherem Auftrag, sondern durch seine schöpferische Mitgestaltung der Welt.

Diese erlebt er so sehr als Raum und Bühne seiner eigenen Potentiale, dass er nichts lieber wünscht, als von ebenso schöpferisch tätigen Einzelnen umgeben zu sein, die einander durch ihre Freiheit inspirieren – jeder Mensch ein Lebenskünstler, der in liebevoller Verbundenheit mit sich und anderen Menschen existiert und in seiner ureigenen Sehnsucht Maß und Lebenssinn findet.“ ZITAT ENDE

Quelle: https://hinter-den-schlagzeilen.de/die-kranke-gesellschaft

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Mein Kommentar:

Für mich entspringt Kreativität nicht der Angst, sondern dem Gegenteil, der Lebensfreude. In der Tat sind solche Zustände der Lebensfreude völlig unabhängig vom Urteil Anderer. Nur so ist Schaffenskraft möglich. Dies ist auch der Grund, warum ich Faschisten, Zensoren und Nationalsozialisten sowie andere Machtmenschen, die Freie Menschen permenant unterdrücken wollen, nur auslachen kann, wenn sie mir einen erzählen über Kunst und Kultr.

Völlig unabhängig vom Urteil anderer zu existieren, wird wiederum seitens unserer „Leistungs“gesellschaft nicht geduldet, wenn das Ergebnis nicht regelgerecht/massenkompatibel genug ist.

Neue Heimat Kyffhäuser