Die Sache mit dem Mangel im Kapitalismus

haben viele noch nicht verstanden.

Der Mangel wird künstlich erschaffen. Es ist genug für alle da, aber über das Geldsystem werden sämtliche Waren, Güter, Dienstleistungen etc pp.,  ungleich verteilt.

Aus dem Geldsystem heraus, durch den Zins, ergeben sich Reiche, die immer reicher werden, und immer mehr Arme. Man kann diesen Mechanismus mit dem Spiel „Die Reise nach Jerusalem“ vergleichen. Es werden immer weniger Stühle, wo man drauf sitzen kann, und immer mehr Menschen müssen ausscheiden.

Dies geschieht durch den künstlich hergestellten Mangel.

Warum nun künstlicher Mangel? Die Antwort ist einfach: Damit die Konkurrenz, der Neid, die Gier, und nicht zuletzt die Angst, unter den Menschen hoch bleibt. Wo es Wettbewerb statt Zusammenarbeit gibt, gibt es keine Solidarität, kein Mitgefühl, kein Mit-Einander, sondern nur ein Gegeneinander mit den Folgen, wie oben beschrieben. Die Angst ist das Wichtigste. Mittels Angst kann man bequem über die Medien Emotionen einer ganzen Bevölkerung steuern.  Angst fördert auch die Konkurrenz; wer Angst hat, strengt sich mehr an, um der – gefühlten? – Bedrohung zu entkommen.

Alle Menschen in der sogenannten westlichen Welt werden von Kind auf an auf Konkurrenz getrimmt, um diesem Mechanismus möglichst gerecht zu werden. „Sieger“ will man werden, Karriere will man machen, viel Geld verdienen will man. Mehr nicht.

Hinterfragen tut das keiner.

Daß es dabei eine Kehrseite gibt, nämlich: für jeden Sieger ein halbes Dutzend Verlierer (Zahl fiktiv), weiß keiner, will auch keiner wahr haben. Wenn man darauf anspricht, was da abläuft, heißt es höchstens: Geh arbeiten, du bist selbst schuld. Da kommt wieder der Beweis für die kapitalistische Wolfsgesellschaft, jeder gegen jeden, Konkurrenz über alles, die Leute liefern mit ihren Antworten („geh arbeiten“) durchgängig die Beweise dafür, wie sehr sie auf Kapitalismus („Leistung“) getrimmt sind, und wie krank sie dadurch geworden sind.

Also zurück zum Mangel. Darauf wollte ich nämlich hinaus, als ich folgenden Kommentar bei Hinter den Schlagzeilen schrieb, der netterweise auch frei geschaltet wurde:

„Sehr geehrter Holdger Platta, ich lasse mich nicht aufhetzen. Geschweige denn, daß ich afd wählen würde. Ich mache nur aufmerksam – mehr nicht. Leider erlebe ich aber auch auf – vermeintlich? – „linker“ Seite, daß man von Armut im eigenen Land (damit meine ich Arbeitslose, Rentner usw) nichts wissen will. Sie sagen die Armut im eigenen Lande bestehe schon sehr lange, und sie habe schon vor der sogenannten „Flüchtlingskrise“ existiert. Das stimmt. Da wäre das Jahr 2010 zu nennen, die „Agenda 2010“. Geschehen ist da bis jetzt nichts. Wenn man mal den sogenannten „Mindestlohn“, den ich einfach albern finde, weil viel zu niedrig, außer Acht läßt. Hier in Thüringen arbeiten viele Menschen weit unterhalb dieses Lohnes – so groß ist die Angst der Menschen. Die arbeiten nicht freiwillig für so wenig Geld, sondern sie tun das, weil sie das müssen.

Diese Leute fühlen sich von Fremden / Migranten bedrängt – egal, in welchem Bereich. Sei es Arbeit, sei es Wohnraummangel. Kann man das den Leuten übel nehmen? Ich meine, nein. Man kann diese Leute auch nicht als Nazis beschimpfen. Das bringt, bezüglich einer angestrebten Diskussionskultur, überhaupt nichts. Wenn man jemanden, der Angst hat, als nazi beschimpft, wird derjenige höchstens noch aggressiv.

012e

Warum tut sich nichts in diesem Bereich. Es ist genug Geld da. Es wäre auch mehr Geld da, um ausreichend Wohnungen zu bauen für Arme. Ich sage den Grund, warum sich nichts bewegt im Bereich Armut: Weil sich keiner dafür interessiert (bis auf Wohlfahrsverbände). Ich kenne selber Leute die 40 Jahre gearbeitet haben und nun eine Mickerrente bekommen, quasi arm sind. Wo sind da die Gewerkschaften? Wo ist da die vermeintlich „Linke“? 8,50 Euro Mindestlohn ist lächerlich.

Und das ist der Zusammenhang zwischen Armut und Migration:

Und wenn irgendwo Mangel herrscht, und in Deutschland herrscht bei den Armen Mangel, sonst wären die Armen nicht arm, dann wird um das Gut, woran Mangel herrscht, gekämpft. Wohnung, Essen, Arbeit. Das ist Kapitalismus. Bis jetzt hat das noch kein vermeintlich „Linker“ geändert. Die Linken scheinen sich gar nicht bewußt zu sein, daß Arme um Wohnraum, Essen, ärztliche Versorgung usw., kämpfen müssen. Zumindest im Bereich Wohnraum und ärztliche Versorgung, hat der Mangel akute Auswirkungen auf arme Deutsche. Die bleiben nämlich außen vor. Im Bereich Wohnraum kann man das in jeder Zeitung nachlesen: Es gibt reichlich Wohnungen für Migranten, aber kaum „Sozial“wohnungen für arme Deutsche.

Wie gesagt, ich will keinen aufhetzen, ich sehe die Lage klar: Es hilft dem deutschen Armen nicht, wenn er zusätzlich zu seinen Problemen, die er eh schon hat aufgrund seiner Armut, auch noch im Bereich Wohnung und Essen und gegebenenfalls anderen Bereichen, mit Fremden konkurrieren muß. Daß diese Konkurrenz existent ist, dürfte jedem, der die Situation aus eigenem Erleben kennt, klar sein.

Klar gab es die Wohnungsnot schon vor 2015. Aber das Zuwanderungsproblem, welches NUR global gelöst werden kann, und an dessen Lösung der arme Deutsche praktisch nicht mitwirken kann, besteht ja auch schon länger. Seit mindestens 1990.

Der Mangel ist gewollt. Und daß die Leute sich bekämpfen, ist gewollt. Das will ich auch nicht befürworten, oder dem das Wort reden. Es muß andere Wege geben. Dazu muß man miteinander reden. Und deshalb darf man nicht die, die „etwas anderer Meinung sind“, direkt als Nazis beschimpfen. Wenn wir nicht mit einander reden, wir, hier in Deutschland, dann geht hier bald alles den Bach runter.

Vielleicht ist vielen die Situation noch nicht so klar. Aber es herrscht sehr sehr großer Unmut unter der Bevölkerung. Wenn es irgendwann mal in absehbarer Zeit bürgerkriegsähnliche Zustände gibt, ist es zu spät zum Reden.

Ich sehe immer wieder, daß Linke allen, die etwas anderer Meinung sind, entgegentreten, diese Menschen offen angreifen. Das bringt überhaupt nichts. Das macht alles noch schlimmer. Dem möchte ich entgegen treten. Danke für die Aufmerksamkeit.“ ZITAT / Kommentar Ende

Und meiner Meinung nach kann man nur am dieser Stelle ansetzen. Denjenigen Menschen, die alles im Überfluß haben, die das gar nicht kennen mit dem KÜNSTLICHEN Mangel, das klar zu machen. Denn: Man ist auf Zusammenarbeit mit diesen Leuten angewiesen.

Neue Heimat Kyffhäuser

3 Gedanken zu “Die Sache mit dem Mangel im Kapitalismus

  1. Pholym

    Guter Artikel. Die künstliche Verknappung ist ein großes Thema. Es ist realer Wahnsinn. Der Kapitalismus ist einfach nur pervers.
    Es werden Jahr für Jahr sogar lieber Lebensmittel aus wirtschaftlichen Gründen vernichtet, anstatt diese an hungrige Menschen zu verteilen. So nimmt man lieber noch denen etwas weg, die ohnehin schon nur knapp noch was zum Leben haben.

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Kapitalismus und Konkurrenz – NeueHeimatKyffhaeuser

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