Deutsche Gegenwartsgesellschaft narzisstische Normopathie

Und alle machen mit, weil es alle machen. Die wenigen, die nicht mit machen werden von der kranken Gesellschaft als „Spinner“, „krank“ oder gar „verrückt“ bezeichnet.

Dr. Maaz über: WAS MACHT UNS BÖSE:

 

Da schreibt doch einer im Kommentarbereich, dies will ich mal exemplarisch für die Verrohung der Menschheit hier aufführen:

„Gut und Böse sind aus meiner Sicht keine Maßstäbe wonach man das handeln anderer Beurteilen sollte, denn die einschätzung ist hoch Subjektiv“

Meine Antwort: Gratuliere zur verinnerlichten neoliberalen „ich will und mir ist egal ob es dir schadet, wenn ich das und das will-Einstellung“. Natürlich gibt es ein feststehendes GUT und BÖSE, einfach daran zu messen ob man dem anderen schadet oder nicht, man kann auch so handeln, daß man anderen nicht schadet, aber das scheint außerhalb Ihrer Vorstellungskraft zu sein.

Das „Andere“ bezieht sich auch auf die Natur / Umwelt, es scheint ja außerhalb der Vorstellungskraft der meisten „Menschen“, daß sie mit ihrer Handlungsweise die Natur und Schöpfung VERNICHTEN, aber das interessiert sie natürlich nicht, denn das, was sie tun ist ja für sie „gut“ – denken sie.

***

Jetzt hat der egoistische Zeitgenosse nochmal geantwortet. Natürlich im typisch vorwurfsvollen Ton, ich hätte ja seinen Kommentar nicht richtig gelesen. Da weiß ich schon Bescheid: Er fühlt sich auf den Schlips getreten. Ja klar habe ich seinen Unsinn gelesen, das war ja schlimm genug, so etwas zu lesen.  Seine Antwort besteht nur aus Relativierungen, und Böses gäbe es nicht. Das wäre alles rein subjektiv.

Meine erneute Antwort lautet:

Haben Sie den Vortrag gesehen? Ich nehe an, nicht. Sonst würden Sie nicht so einen neoliberalen Unsinn schreiben.
Sie haben Null verstanden.
Der Ladendieb ist der Täter. Er war aber vorher OPFER (durch die Gesellschaft oder wen auch immer) da er arm geworden ist / ganz pauschal gesagt. Aus Opfern werden meist Täter. Deshalb haben wir so viele Bekloppte die das Unrecht dulden, ohne etwas zu tun.

Es gibt Ausnahmen. Menschen, die sich bewußt sind, daß sie Opfer sind, die damit versuchen, zu leben OHNE zum Täter am anderen zu werden. Diese Möglichkeit deutet Dr. Maaz ja auch an. Diese Ausnahmen/Menschen sind allerdings selten. Es braucht nämlich ein Unrechtsbewußtsein, um überhaupt empfinden zu können, was böse ist und was recht getan ist.

Sie haben dieses Unrechtbewußtsein nicht. Wie die meisten da draußen, für die zählt nur ihr eigenes Ego, ihr Erfolg, ihre Karriere, ihr Geldbeutel, oder aber, falls sie das nicht mehr schaffen, das Aufpolieren des eigenen Egos über das Fertigmachen Anderer. Das findet man sehr oft bei „Nazis“, anonym und im Internet. Aber auch neoliberale „Patrioten“, die sich als Opfer generieren, weil man ihnen ja angeblich „das Geld wegnimmt“, findet man überall, das internet ist voll davon und diese Leute werden auch noch zusätzlich über gewisse Medien aufgestachelt. Aber das führt jetzt zu weit. –

Ihre Worte sagen mir, Sie haben überhaupt nichts verstanden. Am besten schauen Sie sich den Vortrag nochmal an. Aber wenn Sie nicht mehr wissen, was überhaupt gut ist, wird das erneute Anhören auch nichts mehr helfen. Denn dann sind Ihnen sämtliche moralischen Grundsätze abhanden gekommen über die Zeit.

Das finde ich sehr schade. Leider agiert der Großteil der Gesellschaft so, weshalb ich da auch keine Änderungsmöglichkeit aus der Gesellschaft heraus, sehe. Es gibt einfach zuviele Opfer, die zu Tätern wurden/noch werden. Man wird diese Massen aufhetzen und irgendwann explodiert diese „Mischung“. Oder aber man wird verstärkt in Richtung Kontrolle/Überwachungsstaat gehen. Was dann faktisch eine Diktatur ist.

Das ist auch schade, denn es ginge ja auch anders; Dr. Maaz sagt es ja deutlich. Man muß im Bewußtsein dessen, was geschehen ist, nämlich daß man irgendwann mal Opfer war (die weitausmeisten von uns als Kind), leben, ohne zum Täter zu werden. Das ist eigentlich alles. Jeder Kann das. Die wenigsten wollen das nicht, weil es schwierig und unbequem ist. Ich hatte mich schon vor längerer Zeit für diesen Weg entschieden, weil es mir ethisch als der einzige gangbare Weg erscheint. Leider verstehen das die meisten Menschen nicht. Das ist aber letzten Endes belanglos.

Das ist auch mit ein Grund warum hier nur noch selten und privat ein Artikel erscheinen wird. Weil ich schreibe ja eh hier für Leute, die nicht verstehen (wollen), was ich schreibe. Da kann ich meine Zeit auch anders verbringen.

Neue Heimat Kyffhäuser

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