Schulmedizin bekämpft nur Symptome, sie heilt nicht – Fibromyalgie

Folgender Text stammt von einer Hamburger Selbsthilfegruppe. Der Text ist schon ein paar Jahre alt, aber immer noch erstaunlich aktuell. Da ich selbst seit 2012 die Diagnose „Fibromyalgie“ habe, möchte ich den Text hier mal bringen, um zu erklären, worum es dabei überhaupt geht. Ganz wichtig ist mir, deutlich zu machen, daß ich als Chronisch Kranke keinerlei Hilfe oder medizinische Unterstützung bekomme. Diese Krankheit wird einfach so von der Ärzteschaft ignoriert – Einzelheiten stehen im Text. Daß das auch anders gehen könnte, daß man Fibromyalgiekranken auch helfen könnte, zeigt der Text, und das ganz unten verlinkte Video von Dr. med. Joachim Mutter. Dr. Mutter bezieht sich in seinen interessanten Ausführungen auf alle sogenannten „Umweltkrankheiten“, auch die Fibromyalgie ist eine solche.

Nun geht es los mit dem Text der Hamburger Selbsthilfegruppe. Erklärungen / Ergänzungen von mir wie immer in Eckklammern.

Unser Modell in der Therapie der Fibromyalgie

Fibromyalgie und Störung der Hirnbotenstoffe

Von der orthomolekularen Therapie zur ganzheitlichen Behandlung

Die Fibromyalgie ist gekennzeichnet durch Schmerzen, vegetative Störungen undBeeinträchtigungen der intellektuellen Leistungsfähigkeit, durch Merk- und Konzentrationsstörungen, sowie durch depressive Stimmungslagen und Schlafstörungen. Man kann bis zur Diagnose alle betroffenen Organe durch untersuchen lassen, ohne zum Befund einer organischen Störung  zu kommen. Die Betroffenen haben alle möglichen diagnostischen Schritte hinter sich, auch nicht notwendige Operationen. Verzweiflung bei Patienten und Ärzten macht sich breit, der Frust auf beiden Seiten wächst.[Dies war auch bei mir so, ich habe aber „nur“ drei Jahre gebraucht, bis ich einen Arzt gefunden habe, der fähig war, die Diagnose zu stellen. Andere brauchen länger.]

Schauen wir statt nach einzelnen Symptomen nach Systemen und deren Störungen, so ergibt sich ein schlüssiges Bild. Ich muss darauf hinweisen, dass die Fibromyalgie eine eigene  ICD-Nummer (International  Classification  of  Disease)  M  79.7,  hat.  Diese  hat aber auch gar nichts mit einer somatoformen Störung F 45.9 zu tun. International istdie  Fibromyalgie  als  eigenständige  Erkrankung  von  anderen  Erkrankungen  abgegrenzt.  Betroffene  und  deren  behandelnde  Ärzte  haben  häufig  den  Eindruck,  dass  sich diese Tatsache in der deutschen Ärzteschaft noch nicht ausreichend etabliert hat. [Dies ist mir bekannt. Diese Krankheit wird von Ärzten immer noch irgendwie „geleugnet“.] Ich bin guter Hoffnung, dass die Zahl der Zweifler sinkt, glaube aber, dass in einigen Jahren die Diagnose Fibromyalgie in zahlreiche Untereinheiten, ähnlich wie bei der Migräne, gegliedert sein wird.

Unser Modell bietet als Diskussionsgrundlagen einige unterschiedliche Entstehungsarten des FMS an.

Betrachten wir nun einige biochemische Achsen, versuchen sie zu verstehen und dadurch Ansätze zur Therapie zu gewinnen. Hilfreich zur Beurteilung der aktuellen Situation und deren Verlauf unter der Therapie ist die Anwendung der Zachrisson-Skala für FMS und chronic fatigue Syndrom. Diese Skala wurde vom Institut für Neuropsychiatrie der Universität Göteborg entwickelt. (siehe unser Buch: Das Wunder der kleinen Schritte, ISBN  3-937436-06-5). Kommen wir nun zu den unterschiedlichen Ebenen, auf denen sich das FMS entwickelt. Betrachten wir zunächst die Stress-Achse:

Stressimpulse werden aus der Umwelt aufgenommen, über das emotionale Gehirn verarbeitet. Dieses gibt das Signalhormon CRH (corticotropin releasing hormon) an die Hypophyse, Hirnanhangdrüse, weiter. Diese sendet ein Signalhormon an die Nebennierenrinde und setzt dort Cortisol frei. Im Normalfall ein sinnvoller Mechanismus, schützt die Ausschüttung von  Cortisol  doch  das  Gewebe  vor  Schäden.  Ergibt  die  Cortisolausschüttung jedoch keinen Sinn, wie im Alltag häufig zu erleben ist, so schädigt Cortisol die Kommunikationstellen zwischen Nervenzellen, die Synapsen, und führt zu Depressionen. Neu ist die Erkenntnis, die Professor Theoharis Theoharides vom Department für experimentelle Pharmakologie der Tufts Universtät in Boston, ausgiebig erforscht hat. Stress führt zu Entzündungen, zur Entstehung von Triggerpunkten, Reizdarm, Reizblase, Migräne und anderen allergischen Reaktionen. Vermittler dieser Entzündungsreaktion auf Stressimpulse  ist  ein  weißes  Blutkörperchen,  die  MastzelleOhne  Mastzelle  keine  Entzündung.  Sie bilden auf CRH-Ausschüttung an ihrer Oberfläche Rezeptoren, die dafür sorgen, dass bei Stressimpulsen aus kleinen histaminhaltigen Bläschen aus dem Zellinneren diese entzündungsfördernde Substanz an Gefäße und Gewebe freigesetzt wird. Professor Theoharides konnte beeindruckende Videoaufnahmen zeigen, wie diese Mastzellen Histamin freisetzen und wie diese Entzündungsreaktion durch die Einnahme natürlicher Stoffe unterbunden wird (siehe http://www.algonot.com und die Dateien: the critical role of mast cell).

Als therapeutische Konsequenz gilt für unsere Arbeitsgruppe, den Stress zu bewältigen mit meditativen Methoden, biographischen Arbeiten, künstlerischer Gestaltung. Zur Zeit arbeitet in Trier eine Gruppe für 6 Monate mit dieser Methode, die mit der Zachrisson-Skala überprüft wird. Chronischer Schmerz, als negativer Stress, führt zur Bildung der Substanz P, Substanz Pain, im Nervengewebe und führt besonders heftig zur Ausschüttung von Histamin aus Mastzellen. Die therapeutische Konsequenz heißt: effektive Schmerztherapie. Nach  den  Problemen  mit  Vioxx®  (vermehrte  Herzinfarkte  unter  der  Einnahme)  ist  die Einnahmezeit aller NSAR, nichtsteroidale Antirheumatika wie Diclo, Ibu etc. auf 4 – 7 Tage  beschränkt  worden.  Danach  muss  man  nach  dem  Stufenplan  der  WHO  auf  andere Schmerzmittel ausweichen.

[Mir wurde seitens der Ärzte angeboten: 1. Akupunktur, mit Zuzahlung, was ich mir finanziell nicht leisten konnte, und, später dann, bei einem anderen Arzt, eine Dauermedikation gegen die Schmerzen. Das habe ich abgelehnt, da ich nichts vertrage und 2. dieses Medikament (Lyrica) abhängig macht. Ich bekomme weiterhin nichts, was die Schmerzen angeht, und ich nehme auch nichts, wenn es gar nicht mehr geht, nehme ich eine halbe Diclofenac 200/300mg.

Der Arzt, der mir 2012 Fibromyalgie diagnostizierte, erzählte mir zwar was von „Substanz P“, aber die Zusammenhänge mit Stress und den Mastzellen/Histamin waren mir nicht klar. Von diesem Arzt bekam ich damals den Tipp mit dem Weihrauch, es wirkt wirklich, allerdings muß ich das von meiner Grundsicherung selbst bezahlen. Auch hier haben wir wieder die Ironie: Krankenkassen bezahlen nichts, was hilft, sondern das, was schadet, in dem Fall das Schmerzmedikament Lyrica, aber Weihrauch bezahlen sie nicht.]

Stress lässt sich nicht nur über Blut- und Urin-Analysen, durch Störung der Hypophysen-Nebennierenachse messen, [Stress wurde bei mir gemessen, mit dem sogenannten Neurostressprofil, das war 2011. Die Untersuchung habe ich natürlich selbst bezahlen müssen, da Schulmediziner nicht an solchen Zusammenhängen interessiert sind. Bereits damals ergab das sogenannte Neurostreßprofil bei mir einen Mangel an Serotonin und Dopamin und eine völlig verdrehte Cortisol-Tagesrhythmik. Das Labor empfahl daraufhin zwei Komplettprodukte, von denen ich eines bestellte, welches ich aber auch nicht vertrug. Damit war dann das Thema Streß für meinen Hausarzt erledigt. Solche „Kleinigkeiten“ sind für die Schulmedizin einfach nicht wichtig.]

…. sondern auch über eine Analyse der Herzfrequenzvariabilität.

Die Abstände zwischen den Herzschlägen sind nur kurz vor dem Tod absolut regelmäßig. Das autonome Nervensystem, Vagus oder Parasympathikus genannt, wirkt auf die Herzfrequenz als Bremse, der Sympathikus mit seinen Stressimpulsen wie ein Gaspedal. Nur wenn Gas geben und Bremsen in einem sinnvollen Wechsel geschehen, verhält sich die Variabilität  der  Herzfrequenz harmonisch. Ein Sensor in  Verbindung mit einem Computerprogramm ermöglichen eine unblutige Analyse, die sich in der Praxis bewährt hat.

Methionin-Zyklus:

Die  Symptome  wie  Adynamie,  Unverträglichkeit  von  normalen Medikamentenmengen und  fehlende  Muskelkraft  finden  ihre  biochemische  Erklärung  in  der  Betrachtung  des Methionin-Zyklus. Dieser äußerst wichtige  Stoffwechselvorgang  läuft in  jeder  Körperzelle  ab. Ein  Zwischenprodukt ist das S-Adenosylmethionin, Sam-e, ein in den USA beliebtes Therapeutikum der FMS. Betrachten wir diesen Stoffwechselzyklus näher und dieses Wundermittel. Sam-e wurde in Italien entwickelt und patentiert. Es ist als Medikament zur Behandlung leichter und mittelschwerer Depressionen zugelassen. Das Patentwurde  nach  Deutschland  verkauft,  hier  wurde  es  unverständlicherweise  als  wirksames Knorpelaufbaupräparat eingesetzt. Diesen Wechsel kann ich, wie viele andere auch, nicht verstehen. [Sam-E kann man in der Tat kaufen, muß man natürlich selbst bezahlen, wie bei allem, was vermutlich hilft. Ich habe es nie probiert.]

Beim weiteren Abbau von Methionin entstehen interessante Bausteine, so genannte  aktivierte  CH3-Gruppen,  die  für  den  Aufbau  von  Nervenzellwänden,  deren  Ummantelung,  zur  Bildung  von  Stresshormonen,  zur  Bildung  von  Taurin  (zur  Entgiftung), und zur Bildung des körpereignen Schlafhormons Melatonin benötigt werden. Zum Aufbau  normaler  Mengen  an  Stresshormonen,  Noradrenalin  und  Adrenalin,  werden  neben den Spurenelementen Zink, Mangan und Magnesium auch Folsäure, Vitamin B6 und B12 benötigt.  Diese  drei  B-Vitamine  sind  die  Treibräder  eines  funktionierenden  Methioninzyklus.  Läuft  durch  Vitaminmangel  dieser  Zyklus  nicht  rund,  so  entsteht  ein  giftiges Zwischenprodukt, das Homocystein.

[Ganz wichtig. Alle diese Dinge interessieren die Schulmedizin nicht. Kann jemand nicht so gut entgiften, dann ist das halt so – warum das so ist, da fragt keiner nach. Vitamin-Mängel sind für die Schulmedizin unwichtig. Daß der Körper diese Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente braucht, interessiert die Schulmedizin nicht. Schulmediziner wiederholen auch gerne und eifrig, daß man alle essentiellen Nährstoffe bekomme, wenn man sich vollwertig ernähre – was nicht stimmt. Aber, na ja. Wen interessiert das noch. Das ist ja eher normal, an solche Unwahrheiten hat man sich längst gewöhnt.

Ich habe Mängel, da ich auch HPU habe (Über die Stoffwechselerkrankung HPU kann man hier nachlesen: https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/04/08/hpu-petition/). Ich habe Zinkmangel, schon sehr lange, und vermutlich noch andere Mängel. Solch eklatante Mängel fallen vielleicht nicht auf, wenn man 20, 30 oder auch 40 ist – mit 40 war ich auch noch fast gesund. Sie fallen halt erst später auf, wenn die chronische Krankheit so deutlich wird, daß man sie bemerken muß.

Man könnte ja dann die Vitamin-, Mineralstoff – und Spurenelemente-Mängel beheben – wenn man denn das Geld dazu hätte. Menschen die mit 416 Euro monatlich auskommen müssen, können das natürlich nicht. Als armer chronisch Kranker ist man auf das, was die Schulmedizin anbietet, angewiesen – und das ist fast nichts. Weil es einfach seitens der Schulmedizin keine Behandlung gibt für Fibromyalgie, Behandlung, die hilft, und nicht Symptombehandlung.]

Homocystein:
Erhöhte Blutspiegel gefährden die Gesundheit, unabhängig, ob die Blutspiegel der Einzelvitamine normal sind. Wir empfehlen einen Wert deutlich unter 10ug/dl, optimal ist ein Wert bei 7,0 ug/dl.

[Unnötig, zu sagen, daß die Schulmedizin den Wert Homocystein nicht wichtig findet. Wenn man lange sucht, findet man einen Arzt, der diesen Wert „macht“, natürlich muß man das dann selbst bezahlen. Das kann ich natürlich nicht.]

Fazit:  Störungen  im  Methioninzyklus  werden  gekennzeichnet  durch  erhöhte  Homocysteinspiegel.  Ein  gut  funktionierender  Zyklus  ermöglicht  den Aufbau  von  Neurotransmittern, entgiftenden Substanzen, Muskelproteinen und Nervenzellwänden.[Funktioniert bei mir definitiv nicht, ich habe ein massives Entgiftungs-Problem und Serotonin- bzw. Dopaminmangel, damit zusammenhängend auch Melatoninmangel. Von Ausdauersport oder gar Muskelaufbau kann ich nur träumen.]

Ein generelles Problem unserer Gesellschaft ist das Übergewicht in Verbindung mit einem gestörten Zuckerstoffwechsel. Zahlreiche Patienten mit diesem Problem berichten  über  eindrucksvolle  Verbesserungen  durch  Gewichtreduktion  und  Normalisierung des Blutzuckers.

Wie kann dies sein? Vor der eigentlichen Entstehung einer Zuckererkrankung beim Erwachsenen, Diabetes Typ II, entsteht an der Muskelzelle ein Widerstand gegen die Wirkung  des  Insulins.  Diese  Situation  nennt  man  Insulinresistenz:  trotz  hoher  Mengen  an Insulin im Blut, will die Muskelzelle den Blutzucker nur mit Widerstand in die Zelle einströmen lassen.  Betroffen  sind  besonders  Patienten  mit  einem  vergrößerten  Bauchumfang und Bluthochdruck. Das Bauchfett ist ein besonders hormonaktives Organ. Es stört die Zuckerverwertung. Ein gesunder Mensch schüttet bei Aufnahme von Kohlehydraten, die in Blutzucker umgesetzt werden, schnell und viel Insulin aus, bei der Insulinresistenz kommt es zu einem abgeschwächten und verzögerten Insulinausstoß.

Die Aminosäure Tryptophan, die Vorstufe des Happyhormons Serotonin, muss, um ins Gehirn zu gelangen, den Wettlauf mit den anderen Aminosäuren gewinnen. Gelingt dies nicht, machen die anderen Aminosäuren die Kanäle in den Gehirnzellen zu, es bleibt au-ßen vor und kann nicht zur Produktion von Serotonin mitwirken. Als Katapult auf demWeg ins Hirn dient Insulin, solange es schnell und in großer Menge ausgeschüttet wird. Viele FMS-Patienten mit Störungen im Zuckerstoffwechsel, reduzieren ihre Beschwerden, indem sie ihr Bauchfett und ihre Insulinresistenz verringern.

Fettsäuren:
Betrachten wir die Rolle der Fettsäuren bei entzündlichen Reaktionen. Wir benötigen zwei essentielle, lebensnotwendige, Fettsäuren, in der täglichen Nahrung. Die Omega-3 Fettsäure,  sie  entstammt  Blattnahrung  und  die  Omega-6  Fettsäure, aus Körnernahrung. Beide sollen in einem fein ausbalancierten Verhältnis stehen, ca. 1:3, so hat es die Evolution vorgesehen. Unsere moderne tägliche Nahrung enthält aber zu viel Omega-6 Fettsäuren  und  schafft  damit  große  Probleme.  Omega-3  Fettsäuren  hemmen  Entzündungen, Omega-6 fördert sie.

Zellmembranen bestehen aus einer dreifachen Schicht. Nach außen und innen bilden Ei weiße die Abgrenzung, dazwischen liegt eine Doppelschicht von Fettsäuren. Diese Fette sollen dafür sorgen, dass die Membranen elastisch bleiben. Ein Lachs im kalten Nordmeer würde erstarren und erfrieren, könnte er sich nicht durch seine hohe Konzentration an Omega-3 Fettsäuren schützen.  Ein Optimum an Zellwandelastizität erreichen wir mit der Einlagerung von 50% Omega-3 Fettsäuren in die Membranen. Damit können Nährstoffe leicht  durch  die  Zellwand  ins  Innere  gelangen,  spezielle  Rezeptoren  für  Hormone  und Zellwandkanäle funktionieren optimal, Depressionen werden verhindert. Spielen entzündliche Prozesse bei einigen Formen des FMS eine Rolle, so kann die hohe Aufnahme von Omega-3 diese hemmen. [Muss ich an dieser Stelle noch schreiben, daß sich die Schulmedizin dafür nicht interessiert? Natürlich muß man solche Nahrungsergänzungsmittel selbst bezahlen.]

Die bereits  erwähnte Mastzelle spielt  eine  Schlüsselrolle bei  der  Entstehung von Entzündungen. FMS-Patienten haben besonders hohe Konzentrationen in  der  Haut  (Hautbrennen),  Gefäßwänden  und  an  den Schleimhäuten von Blase und Darm (Reizblase und Reizdarm). [Gehört zu meinen Symptomen, auch das Hautbrennen. Interessiert keinen Schulmediziner.] Labortiere, die man speziell ohne Mastzellen gezüchtet hat, zeigen keinerlei entzündliche Reaktion. Professor Theoharides hat in zahlreichen Versuchen gezeigt, dass man Mastzellmembranen so stabilisieren kann, dass sie nicht zerplatzen und Entzündungen hervorrufen. Dazu benutzt er einen pflanzlichen Farbstoff,  ein  Flavonoid,  das  Quercetin. Es entstammt der Saphorapflanze, einem Strauch, der  in  Südamerika  angebaut  wird.  Der  Wirkstoff,  ein  gelbliches  Pulver  ist  wasserlöslich und dringt schwer in die Zellwand der Mastzelle ein. Deshalb hat Professor Theoharides Quercetin  an  eine  Fraktion  aus  kaltgepresstem  Olivenkernöl  aus  ökologischem  Anbau gekoppelt.  Laborversuche  zeigen  eindrucksvoll,  dass  Mastzellmembranen  von Labortieren,  die  mit  diesem  Naturprodukt  behandelt  wurden,  nicht  zerplatzen nach Reizen wie Stress oder Substanz P.

Unser  therapeutisches Modell  besteht  also  neben  der  Stressbewältigung,  Bewegung  und  emotionaler  Bewältigung,  in  der  Korrektur  fehlgelaufener  biochemischer Vorgänge.

Die Wiederherstellung der gestörten Synthese der Hirnbotenstoffe und die Kontrolle  des  Methioninzyklus  und  entzündlicher  Prozesse  stehen  besonders  im Blickpunkt der ärztlichen Therapie.

Dr. HJ. Lucas

Ende Text der Selbsthilfegruppe Hamburg.

***

Wohl dem, der einen Dr. Lucas hat! – Und eine gefüllte Geldbörse!

 Alle anderen müssen leider mit chronischen Schmerzen, Müdigkeit, Reizdarm, Reizblase, Allergien und Schlafstörungen leben – um mal nur ein paar Symptome zu benennen.  Fibromyalgie ist eine vielseitige Krankheit, man kann alles mögliche bekommen. Aber geholfen wird einem nirgendwo.

Seitdem ich hier in Thüringen-Nord wohne, ist alles noch viel schlimmer. Schlimmer als schlimm, in Köln war es schon schlimm. Kaum jemand kennt diese Krankheit. Bei der Krankenkasse habe ich mich erkundigt nach einem Arzt, der sich auskennt. Die wußten keinen. Die lapidare Antwort hieß: Eigentlich müßte jeder Arzt diese Krankheit kennen. Ich schilderte dann, daß es hier nur Feld-Wald- und Wiesenärzte gibt, davon aber eine ganze Menge, und daß die sich eben nicht auskennen, da meinte man dann, aber Internisten müßten sich auskennen. Rheumatologen haben wir hier nicht, das  hab ich aufgegeben. Gelenkentzündungen kommen halt. Da kann man nichts machen. Gibt ja keine Ärzte hier und eben auch keine ursächliche Behandlung. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, daß chronisch entzündliches Geschehen seitens der Schulmedizin nicht bekannt ist. Für die Schulmedizin gibt es also keine Borreliose. Warum Borreliose? Weil Borrelien schon mal solch eine Symptomatik hervorrufen sollen. Aber, na ja. Ist ja uninteressant, solch ein Wissen, denn es hilft keinem Kranken weiter.  Mir tun eigentlich faktisch immer mindestens 2, 3 Gelenke weh, zusätzlich dazu Gewebe – also Muskeln. Da gewöhnt man sich dran. Wird einem ja eh nicht geholfen.

Dann bin ich irgendwann mal bei einer Selbsthilfe-Organisation gelandet, die nächste ist in Erfurt. Das  ist zu weit für mich, um da regelmäßig hin zu fahren, und zu teuer. Vor Ort gibt es, wie üblich, NICHTS. In Nordhausen gibt es auch nichts.

Nach einem Rheumatologen suche ich schon lange. Es gibt ein paar über Thüringen verteilt, dann müßte man aber weiter fahren, das Geld dafür habe ich nicht. Außerdem haben alle Aufnahmestopp. In Mülhausen ist einer, der ab Anfang Juni wieder Termine vergibt, da will ich es dann mal probieren. Mülhausen ist eine Stunde Bahnfahrt entfernt. Vorher muß ich aber noch zum Bahnhof, der ist auf der anderen Seite der Stadt.

Ich träumte mal von einem vernünftigen Hausarzt. Einem, dem ich nicht erklären muß, was ich habe.

Wenn man so etwas jahrelang erlebt, bekommt man nicht den Eindruck, daß Ärzte dazu da sind, Kranken zu helfen. Ich erlebe das seit 2012. Ich finde dieses „Gesundheits-System“ unhaltbar, eine Schande für ein entwickeltes Land wie Deutschland und eine Schande, wie dieses System mit seinen chronisch Kranken umgeht. Wer chronisch krank ist, ist oder wird oft arm, da Krankheiten wie Fibromyalgie viel Geld kosten, DA MAN JA ALLES SELBST BEZAHLEN MUSS,  was an sich schon ein Unding ist! Ich bin „nur“ 3 Jahre rumgelaufen bis zur Diagnose, aber danach war das Elend ja noch nicht vorbei!

Der Grund für das Elend der chronisch Kranken liegt aber in unserem System, welches zwar mittlerweile anerkennt, daß es eine Fibromyalgie gibt, aber mit der Behandlung, die über die Symptombekämpfung hinaus geht, nicht hinterher kommt. Schulmedizin bekämpft nur Symptome, wenn überhaupt, sie sucht nie nach den Ursachen für Krankheit. Deshalb heilt sie nicht.

Das ist die eigentliche Tragödie.

Heilung ist nur für Reiche, die sich all diese Nahrungsergänzungsmittel und Zusatzstoffe auch leisten können.

Als letztes nun noch den Vortrag des Dr. Mutter, er behandelt allgemein all das, was man unter Umwelterkrankungen versteht, also Fibro, CFS, MCS und so weiter. Wen das Thema also interessiert, bzw. wer selber betroffen ist, für den ist das ganz interessant. Interessant auch die – möglichen? –  Zusammenhänge mit dem Funk. Funk öffnet die Blut-Hirn-Schranke, die das Gehirn vor Schadstoffen schützt. Dies ist bekannt, wird aber weiterhin öffentlich ignoriert. Fragt sich, wie lange noch?

Jeder könnte dazu beitragen, daß das besser wird. Aber halt, ich träume. Wieso sollte der „moderne Mensch“ auf „Lebensqualität“ wie Smartphone, Funktelefon und w-lan verzichten? Das wäre ja schröcklich. Ohne Smartphone ist doch das Leben nicht lebenswert, gelle, und immer diese lästigen Kabel am Telefon, das ist ja noch schlimmer…

 

Neue Heimat Kyffhäuser

 

 

4 Gedanken zu “Schulmedizin bekämpft nur Symptome, sie heilt nicht – Fibromyalgie

  1. Pingback: 25 Milliarden jährlich bei den Ärmsten gespart – NeueHeimatKyffhaeuser

  2. Pingback: Wir haben zwar Sommerpause, aber wir sind immer noch arm – Mord an chronisch Kranken – NeueHeimatKyffhaeuser

  3. Lilith126

    Fibromyalgie wird ebenfalls durch Impfstoffe verursacht!

    Leider war die Krankheit in Deutschland vollkommen unbekannt. Kaum ein Arzt hatte jemals davon gehört.

    In den USA galt Fibromyalgie bereits als echte Krankheit, in Deutschland jedoch nicht.

    Um mehr darüber herauszufinden, bestellte ich einige Bücher in den USA und las viel darüber, aber selbst in den USA wusste niemand, was die Ursache dafür war. Zumindest einige US-Ärzte behandelten ihrer Patienten erfolgreich mit Vitaminen und anderen Nahrungsergänzungsmitteln.

    Also nahm ich hochdosierte Vitamine ein und nahm regelmäßig ein Eisbad. Es hat geholfen! Nach einer Weile verbesserte sich mein Zustand – immer mehr. Tennisspielen hatte mir auch geholfen, weil ich nicht einfach aufgebe.

    Insgesamt habe ich ein Jahr gebraucht, um wieder zur Normalität zurück zu kehren. Und ich war wirklich glücklich, diese Episode meines Lebens hinter mir zu haben.

    https://hpv-vaccine-side-effects.com/de/was-verursacht-fibromyalgie/

    Gefällt mir

    1. Freut mich für Sie!

      Ich habe noch jede Menge andere zusätzliche Krankheiten, auch Auto-Immun-Erkrankungen, sehr viele Allergien, und außerdem seit ca 2009 chronische Erschöpfung. Mir hilft keiner mehr.

      Ich nehme ein paar Nahrungsergänzungsmittel zu mir (mg-Malat, Vit.D etc), so, wie ich es mir finanziell leisten kann. Viel ist es nicht, ich merke auch daß es hilft, aber mehr geht halt nicht eben aus finanziellen Gründen. Das einzige, was ich bekäme, wäre eine Schmerztherapie, lyrica, das habe ich aber abgelehnt.
      Mit diesen Krankheiten fällt man durch jedes schulmedizinische Raster, weil Schulmedizin nicht heilen will, obwohl sie es in diesen Fällen sehr wohl könnte.
      Ich habe noch nicht mal eine anständige, komplette Allergie-Diagnose, weil diese selbst bezahlt werden muß und das geht in die Hunderte Euros, die ich nicht habe.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.