Finde die Fehler im Kapitalismus

Video als Gedankenöffner; Länge 58 Minuten:

 

Gedanken:

Im Kapitalismus ist man gezwungen, seine Arbeitskraft unter Wert irgendwie zu verkaufen. Unter Wert heißt: Nicht kostendeckend. Arbeit macht körperlich krank und, wenn sie erzwungen, dh. unter Druck (welcher Art auch immer) stattfindet, macht sie psychisch krank. Im Kapitalismus kann ich nicht arbeiten, was ich BIN, sondern ich wurde damals – wie so viele andere – gezwungen, IRGEND ETWAS zu arbeiten. Ich bin keine Ausnahme. Ich stamme aus einer armen Arbeiterfamilie, wie mich gibt es Millionen alleine in Deutschland.

Noch dazu war ich gezwungen, meine Arbeitsleistung unter Wert zu verkaufen, dh. der Arbeitslohn deckt nicht die tatsächlichen Kosten (anständige Miete für anständiges lebenswertes Wohnen, gesundes Essen u.a.) und genauso wenig deckt er die zukünftigen Kosten, wenn ich nicht mehr arbeiten kann – dazu gehört v. allem die Rente – derzeit in aller Munde – und dazu gehören die Kosten, die durch die krankmachende Arbeit entstanden sind, also die Krankheitskosten. Genau gesehen gehört zu den durch die erzwungene Arbeit entstandenen Kosten auch das Schmerzensgeld für die Dauerschmerzen und die chronische Erschöpfung. All dies müßte eine faire Gesellschaft ihren Mitgliedern bezahlen. Tut sie aber nicht im Kapitalismus. Kapitalismus bedeutet also im Einzelfall, der sich in der vermeintlich wohlhabenden BRD auf Millionen Arme bezieht, extreme Ungerechtigkeit. Diese Armen „finden öffentlich nicht statt“, dh. man redet nicht über sie. Man schweigt sie tot, als ob sie tot wären.

Habe ich das Glück, als Künstler arbeiten zu können, muß ich mich dauerhaft von mir selbst entfremden, will ich das haben, was man gemeinhin „Erfolg“ nennt. Denn ich muß nach außen (=für den potentiellen Kunden) dauerhaft fröhlich, freundlich, gut drauf sein, ich muß „den dicken Macker“, der erfolgreich ist und der genau das tut, was er schon immer tun wollte, markieren“ – das war etwas, was ich NIE konnte und was ich auch persönlich äußerst WIDERLICH finde. (Die gesamte „rechte“ Szene besteht aus solch widerlichen kranken Mitläufer-Typen.)

Die heutige kranke Gesellschaft mag solche „Dicke-Macker-Typen“, die nichts drauf haben, aber die große Show abziehen. An so etwas passe ich mich nicht an.  Ums Verrecken NICHT. Künstler sein hat für mich was mit „Authentisch sein“ zu tun, und keinesfalls damit, den anderen Hohlbirnen da draußen die große Show vorzuspielen, in der Hoffnung, sie kaufen einem etwas ab. Eigentlich sind fast alle „Künstler“ so: Sie produzieren irgend etwas, was der „Markt“ will, also sie sind Kapitalisten, keine Künstler.

Kapitalismus fördert also die Entfremdung des Einzelnen in der Gesellschaft (Stichwort: Normopathie / Dr. Maaz, bitte mal nachgucken, darüber gibt es Artikel hier auf dem blog) und natürlich sind die Mechanismen, die Arno Gruen über die Vorgänge „Vom Opfer zum Täter“ ausspricht, dieselben. Denn wir sind alle Opfer, und der Kapitalismus fördert es, daß wir zum Täter werden – WENN wir es zulassen.

Der Kapitalismus fördert die Konkurrenz, er kann ohne nicht existieren, dh. er führt geradewegs in die Sackgasse, auf ALLEN Ebenen. Konkurrenz führt immer in die Sackgasse, in die Vernichtung. Denn es ist wie bei dem Spiel „Die Reise nach Jerusalem“: Am Ende bleibt nur ein Sieger übrig. Dies ist den meisten Menschen aber nicht bewußt, weil sie alle mit machen. Und in kleinem Maße profitieren die meisten Menschen ja auch davon; eben in so großem Maße daß sie zumindest stillhalten und weiter mit machen.

Davon profitiert der Kapitalismus: Daß die darin mit machenden Menschen von der Lüge auf den großen Profit und die angebliche Freiheit geblendet werden. Dies nenne ich in einem Artikel hier auf dem blog „Die zwei Lügen des Kapitalismus“.

Religion als Lebensersatz ist natürlich abzulehnen!

Die angebliche „Durchlässigkeit“ der Klassen wird im Video auch angesprochen, deshalb dazu: diese Durchlässigkeit ist in Deutschland rückläufig, dh. wer arm geboren wird, bleibt auch arm bzw. „steigt nicht auf“ in wohlhabende Schichten, wo er dann anständig leben kann, und, vor allen Dingen, seinem eigenen Ich gemäß, leben kann.   Selbst wenn er das große Glück hätte, dies zu schaffen, würde er immer Sklave des Geldes bleiben. Aber die Allerwenigsten schaffen es vom Arbeiter „hoch“. Allerdings lebt der Kapitalismus von der Lüge, daß „man es ja schaffen könne“, gäbe es diese Lüge nicht, würden die Leute wohl viel eher dahinter kommen, was für eine Lüge der Kapitalismus an sich überhaupt ist.

Neue Heimat Kyffhäuser

Ein Gedanke zu “Finde die Fehler im Kapitalismus

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