Deutsche Gegenwartsgesellschaft narzisstische Normopathie

Und alle machen mit, weil es alle machen. Die wenigen, die nicht mit machen werden von der kranken Gesellschaft als „Spinner“, „krank“ oder gar „verrückt“ bezeichnet.

Dr. Maaz über: WAS MACHT UNS BÖSE:

 

Da schreibt doch einer im Kommentarbereich, dies will ich mal exemplarisch für die Verrohung der Menschheit hier aufführen:

„Gut und Böse sind aus meiner Sicht keine Maßstäbe wonach man das handeln anderer Beurteilen sollte, denn die einschätzung ist hoch Subjektiv“

Meine Antwort: Gratuliere zur verinnerlichten neoliberalen „ich will und mir ist egal ob es dir schadet, wenn ich das und das will-Einstellung“. Natürlich gibt es ein feststehendes GUT und BÖSE, einfach daran zu messen ob man dem anderen schadet oder nicht, man kann auch so handeln, daß man anderen nicht schadet, aber das scheint außerhalb Ihrer Vorstellungskraft zu sein.

Das „Andere“ bezieht sich auch auf die Natur / Umwelt, es scheint ja außerhalb der Vorstellungskraft der meisten „Menschen“, daß sie mit ihrer Handlungsweise die Natur und Schöpfung VERNICHTEN, aber das interessiert sie natürlich nicht, denn das, was sie tun ist ja für sie „gut“ – denken sie.

***

Jetzt hat der egoistische Zeitgenosse nochmal geantwortet. Natürlich im typisch vorwurfsvollen Ton, ich hätte ja seinen Kommentar nicht richtig gelesen. Da weiß ich schon Bescheid: Er fühlt sich auf den Schlips getreten. Ja klar habe ich seinen Unsinn gelesen, das war ja schlimm genug, so etwas zu lesen.  Seine Antwort besteht nur aus Relativierungen, und Böses gäbe es nicht. Das wäre alles rein subjektiv.

Meine erneute Antwort lautet:

Haben Sie den Vortrag gesehen? Ich nehe an, nicht. Sonst würden Sie nicht so einen neoliberalen Unsinn schreiben.
Sie haben Null verstanden.
Der Ladendieb ist der Täter. Er war aber vorher OPFER (durch die Gesellschaft oder wen auch immer) da er arm geworden ist / ganz pauschal gesagt. Aus Opfern werden meist Täter. Deshalb haben wir so viele Bekloppte die das Unrecht dulden, ohne etwas zu tun.

Es gibt Ausnahmen. Menschen, die sich bewußt sind, daß sie Opfer sind, die damit versuchen, zu leben OHNE zum Täter am anderen zu werden. Diese Möglichkeit deutet Dr. Maaz ja auch an. Diese Ausnahmen/Menschen sind allerdings selten. Es braucht nämlich ein Unrechtsbewußtsein, um überhaupt empfinden zu können, was böse ist und was recht getan ist.

Sie haben dieses Unrechtbewußtsein nicht. Wie die meisten da draußen, für die zählt nur ihr eigenes Ego, ihr Erfolg, ihre Karriere, ihr Geldbeutel, oder aber, falls sie das nicht mehr schaffen, das Aufpolieren des eigenen Egos über das Fertigmachen Anderer. Das findet man sehr oft bei „Nazis“, anonym und im Internet. Aber auch neoliberale „Patrioten“, die sich als Opfer generieren, weil man ihnen ja angeblich „das Geld wegnimmt“, findet man überall, das internet ist voll davon und diese Leute werden auch noch zusätzlich über gewisse Medien aufgestachelt. Aber das führt jetzt zu weit. –

Ihre Worte sagen mir, Sie haben überhaupt nichts verstanden. Am besten schauen Sie sich den Vortrag nochmal an. Aber wenn Sie nicht mehr wissen, was überhaupt gut ist, wird das erneute Anhören auch nichts mehr helfen. Denn dann sind Ihnen sämtliche moralischen Grundsätze abhanden gekommen über die Zeit.

Das finde ich sehr schade. Leider agiert der Großteil der Gesellschaft so, weshalb ich da auch keine Änderungsmöglichkeit aus der Gesellschaft heraus, sehe. Es gibt einfach zuviele Opfer, die zu Tätern wurden/noch werden. Man wird diese Massen aufhetzen und irgendwann explodiert diese „Mischung“. Oder aber man wird verstärkt in Richtung Kontrolle/Überwachungsstaat gehen. Was dann faktisch eine Diktatur ist.

Das ist auch schade, denn es ginge ja auch anders; Dr. Maaz sagt es ja deutlich. Man muß im Bewußtsein dessen, was geschehen ist, nämlich daß man irgendwann mal Opfer war (die weitausmeisten von uns als Kind), leben, ohne zum Täter zu werden. Das ist eigentlich alles. Jeder Kann das. Die wenigsten wollen das nicht, weil es schwierig und unbequem ist. Ich hatte mich schon vor längerer Zeit für diesen Weg entschieden, weil es mir ethisch als der einzige gangbare Weg erscheint. Leider verstehen das die meisten Menschen nicht. Das ist aber letzten Endes belanglos.

Das ist auch mit ein Grund warum hier nur noch selten und privat ein Artikel erscheinen wird. Weil ich schreibe ja eh hier für Leute, die nicht verstehen (wollen), was ich schreibe. Da kann ich meine Zeit auch anders verbringen.

Neue Heimat Kyffhäuser

Gedanken zu Pfingsten – Konformität

Folgendes Video muß nicht angesehen werden, um meinen Text zu verstehen. Es empfiehlt sich aber:

 

Der Mann war seiner Zeit mindestens 50 Jahre voraus. So etwas ist immer Pech. Solche Menschen sind zu gut für diese verkommene Menschheit.

Er hatte sehr gute Ideen. Man könnte sagen die Deutschen waren einfach zu doof, das zu kapieren. Sind sie übrigens heute noch. Wenn man heute sieht, wie sie rumplärren, die afd sei für das Volk…

Die Masse ist immer träge und eher doof…siehe Vorträge Dr. Maaz, Normopathie. Ein link zu einem Vortrag von Dr. Maaz: https://www.youtube.com/watch?v=tJlZNmqMcD4&t=613s

Die Masse denkt nicht, sie kann gar nicht denken als Masse. Menschen sind Herdenwesen und werden seit Jhd. erfolgreich ver- und irregeführt. Die 68er sind gescheitert, weil sie sich haben verführen, kompromittieren und weichkochen lassen.

Herdentrieb:  In der Masse plappert der Mensch einfach nach, was die Medien ihm sagen, oder er plappert nach was der Nachbar, der Arbeitskollege usw., sagt. Mit dem Wort Masse meine ich jede beliebige Gruppe. Dazu zähle ich auch Gruppen in „sozialen Netzwerken“ im Internet. Selbst dort greift der Herdentrieb, dh. der Einzelne passt sich immer an. Wer sich nicht anpasst, fliegt aus der Gruppe, und alleine die Angst vor Rauswurf scheint die meisten Individuen auf Linie zu bringen, das ist zwar traurig, aber wahr. Den meisten ist das nicht bewußt. Sie machen es einfach. Siehe auch das folgende Beispiel, Kurzvideo, 4 Minuten: https://www.youtube.com/watch?v=11_xWZOjlMg

Man kann festhalten: In der Masse, dh. in jeder beliebigen Gruppe, denkt der Mensch nicht mehr. Er passt sich fast immer, man kann sagen, IMMER, der Masse/Gruppe an. Den Rest erledigen Zwänge wie Angst vor Arbeitsplatzverlust, Prestigeverlust usw.

Erst wenn der Mensch sich vom Herdentrieb frei machen kann, kann er frei werden im Kopf. Ich kenne keinen freien Menschen. Ich selbst bemühe mich darum. Die Masse schafft das niemals. Dazu ist sie zu dumm, eben als Masse. Das gilt auch für jede „Gruppe“ im internet, sei es  Forum, blog, oder eine sonst wie geartete Gruppe. Man setzt den Leuten einfach ein Großmaul als „Führer“ vor die Nase, und schon folgen sie. Überall ist Konformität gefragt und der Anpassungsdruck ist dementsprechend. Deshalb drehen sich Menschen gedanklich immer im Kreis, weil sie immer innerhalb dessen verbleiben, was „gesellschaftlich“, d.h. in der jeweiligen Gruppe, der sie „angehören“, gewünscht ist.

Die Masse blökt über Dutschke genau das, was Menschen repetieren, wenn sie den Namen Dutschke hören; und das ist ganz lustig, der Einzelne behaupte dann oft noch zusätzlich von sich, freiheitlich zu sein. Das ist lächerlich, wenn es nicht so traurig-lustig wäre. Die Masse wollte, selbst damals, zu Dutschkes Zeit, keine neuen Ideen. Das Bürgertum fühlte sich gar mehr oder weniger von ihm bedroht. Die Masse will auch NIE frei sein. Die Masse will Sicherheit und Wohlstand, das ist ihr wichtiger als Freiheit. Deshalb macht man ihr regelmäßig über die Medien Angst. Steuerung der Masse über die Medien funktioniert ganz vorzüglich.

Alle Libertären, Freiheitlichen, die ich kenne, hofieren das Geld. Hofieren meint: als höchsten Wert ansehen im Leben. Ich habe lange genug mit Libertaristen diskutiert. Wer Geld hofiert, ist nicht frei. Freiheit kann erst entstehen wenn die Menschen fähig sind von ihrem Scheißhauskapitalismus, ihrer Geldgier, geboren aus Angst, und von ihrem Herdentrieb weg zu kommen. Da kann man aber noch lange drauf warten. Vorher geht die Welt unter.

Eine Gesellschaft muß JEDEM Mitglied unabhängig von “Stand”, Religion und Ethnie, ein auskömmliches Einkommen bieten, ohne in Luxus abzudriften. Auskömmlich heißt, daß der Mensch keine soziale Not leidet, und das Einkommen muß bedingungslos sein. Die derzeitige Grundsicherung erfüllt dies nicht. HartzVier sowieso nicht, denn H4 ist an den Arbeitszwang gebunden. Zwangsarbeit ist aber international verboten. Zum menschenwürdigen Leben zählt ebenso ausreichend menschenwürdiger Wohnraum und ein flächendeckendes kostenloses öffentliches Verkehrsmittelnetz sowie medizinische Versorgung, die diese Bezeichnung auch verdient.

Ich lehne Führerkult und Hierarchie ab. Die Masse muß, jeder für sich selber, zur Erkenntnis kommen. Dabei reicht ein kritischer Anteil an der Masse, um Veränderung zu bewirken. Davon sind wir aber leider noch sehr weit entfernt. Jedwedes Missionieren Anderer lehne ich ab.

Soweit.

Neue Heimat Kyffhäuser

25 Milliarden jährlich bei den Ärmsten gespart

Nicht bei denen, die genügend oder gar Geld im Überfluß haben, nein, es wird bei HartzVier und Grundsicherung gespart.

Artikel:
https://www1.wdr.de/daserste/monitor/extras/pressemeldung-hartz-vier-100.html

Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren den Regelsatz für Hartz IV-Empfänger systematisch nach unten gerechnet – mit weitreichenden Folgen auch für Rentner und Einkommenssteuerzahler.  Nach Berechnungen des ARD-Politmagazins MONITOR spart sie damit insgesamt 25 Milliarden Euro pro Jahr.

Der Regelsatz für erwachsene Hartz IV-Empfänger beträgt 416 Euro im Monat. Ein Betrag, der den wenigsten Empfängern auch „ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben“ ermöglicht, wie es das Bundesverfassungsgericht eigentlich fordert. „Das ist mit den Regelsätzen, die wir jetzt haben, mit Sicherheit nicht mehr der Fall“, kritisiert der ehemalige Vorsitzende am Landessozialgericht Hessen, Jürgen Borchert, die Höhe des Regelsatzes. Viele Sozialexperten in Deutschland sehen das genauso.

Dass der Satz so niedrig ist, hat einen Grund: Das Vorgehen der Bundesregierung. Ursprünglich galten als Grundlage für die Hartz IV-Sätze die Ausgaben der einkommensschwächsten 20% der Gesellschaft. Eine Zahl, auf die sich auch die Bundeskanzlerin noch in diesem Jahr öffentlich bezog. Danach käme man auf einen Regelsatz von 571 Euro monatlich. Allerdings wurde die Berechnungsgrundlage schon 2011 verändert: Statt der unteren 20 % gelten heute nur noch die Ausgaben der unteren 15 % der Bevölkerung als Grundlage für die Berechnung des Regelsatzes für Erwachsene. Außerdem werden zahlreiche Ausgaben nachträglich nicht anerkannt und entweder ganz oder teilweise gestrichen. Dies betrifft vor allem die statistischen Ausgaben für Verkehrsmittel, Gaststättenbesuche, Reisen, Tabak oder Alkohol. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Geld am Ende tatsächlich dafür ausgegeben wird oder nicht.

Nach Ansicht der Bundesregierung seien das Ausgaben, die „nicht zum soziokulturellen Existenzminimum zählen oder (…) nicht anfallen“. Gegenüber MONITOR macht sie zudem eine erstaunliche Aussage. Demnach müssten nicht „alle zur Verfügung stehenden Daten vollständig verwendet werden“, die bei der Erhebung gewonnen werden.

Dr. Irene Becker ist Expertin für Verteilungsforschung. Sie nennt das Vorgehen der Bundesregierung „methodisch unsauber“. Das Ziel, das Existenzminimum zu errechnen, werde durch die Kürzungen systematisch unterlaufen. Auch weil so genannte „verdeckt Arme“ bei den Berechnungen nicht herausgerechnet werden. „Verdeckt Arme“ sind Menschen, die eigentlich ein Anrecht auf Sozialleistungen haben, aber keine beantragen. Das sind immerhin 40% aller Menschen, die derartige Ansprüche geltend machen könnten. Durch solche Rechentricks werde der Regelbedarf weiter abgesenkt.

Insgesamt belaufen sich die Einbußen für Hartz IV-Empfänger und Rentner auf rund 10 Milliarden Euro jährlich, wenn man den Betrag von 571 Euro mit dem derzeit gültigen Satz von derzeit 416 Euro monatlich vergleicht. Die Bundesregierung räumt dazu gegenüber MONITOR ein, die Frage der Höhe des Regelbedarfs und des soziokulturellen Existenzminimums sei „nicht vorrangig eine Frage des Berechnungsverfahrens – sie muss politisch beantwortet werden.“

Sozialexperten wie Prof. Stefan Sell von der Hochschule Koblenz vermuten hinter dem Vorgehen der Bundesregierung noch einen anderen Grund: drohende Einbußen bei der Einkommensteuer. Der Grundfreibetrag, also der Betrag, bis zu dem keine Einkommensteuer gezahlt werden muss, leitet sich nämlich aus dem Hartz IV-Satz ab. Dementsprechend würde sich der Freibetrag bei jedem Einkommensteuerpflichtigen schlagartig deutlich erhöhen: 155 Euro monatlich mehr Hartz IV hießen 1.860 Euro pro Jahr mehr Freibetrag für jeden Steuerzahler. Der Fiskus würde nach MONITOR-Berechnungen dadurch 15 Mrd. Euro pro Jahr verlieren. Prof. Stefan Sell hält dies für den zentralen Grund, „warum die Politik eine Anhebung der Hartz IV-Sätze scheut wie der Teufel das Weihwasser“. Artikel ENDE.

Wie das aussieht: Kein Wegfahren. Keine sozialen Kontakte. Keine Arztbesuche weiter weg, derzeit  habe ich eine Augenentzündung, und vor Ort gibt es nur einen Augenarzt, der aber in Urlaub ist. Zur Vertretung zu fahren, die weiter weg ist, kann ich mir nicht leisten. Hab ich kein Geld mehr für. Ich habe noch 50 Euro für den Rest des Monats. Das ist sehr wenig, das brauche ich in jedem Fall fürs Essen und Katzenfutter.

Es ist nicht so, daß ich zuviel ausgegeben hätte am Monatsanfang. Nein, es ist alles sehr teuer geworden.  Das Geld reicht vorne und hinten nicht mehr. Rücklagen bilden ist schon länger nicht mehr möglich. Soziale Teilhabe erst recht nicht.  Zum Glück habe ich noch Tropfen für das kranke Auge. Aber diese Tropfen, für den Notfall gedacht, sind auch irgendwann mal weg. Es ist möglich daß sich dahinter eine ernsthafte rheumatische Erkrankung verbirgt. Aber Rheumatologen gibt es hier auch nicht.  Das ist das Deutschland, indem wir alle „gut leben“, das Deutschland, daß von der Mehrheit der ignoranten dummen Michel weiterhin so gewollt ist, denn, würde der wohlhabende aber dumme Michel dies nicht so wollen, hätte er ja etwas anderes gewählt. Und nein, die afd würde daran auch nichts ändern, wenn sie denn gewählt würde.

Ich schließe aber aus zahllosen online-Kommentaren vor allen Dingen bei youtube, daß die meisten verblödeten wohlhabenden Michel gar nicht wissen, was Armut ist und wie sie sich im Leben auswirkt. Konfrontiert man diese verblödeten, wohlstandsverwahrlosten Deutschen mit diesen Fakten bezüglich der eigenen Armut, wird einem noch nicht mal geglaubt und man kann froh sein, nicht verbal fertig gemacht zu werden. In Gesundheitsforen wollen die Schreiber „so etwas“ (nämlich die Auswirkungen von Armut auf die medizinische und ärztliche Versorgung) auch nicht wissen. Man steckt, wenn man Deutschmichel ist, kollektiv den Kopf in den Sand.  Ich wünsche euch, da draußen, euch Ignoranten, daß es euch auch bald erwischt. Ihr habt nichts anderes verdient, ihr wohlstandsverwahrloster Sondermüll.

Kommentar auf den Nachdenkseiten zum Thema:
„… Ich kann es immer nur wiederholen: Mit der Statistikmethode wird kein (!) Bedarf ermittelt. Kann auch gar nicht ermittelt werden. Die Statistikmethode spiegelt nur die Ausgaben der 20 (oder auch nur der 15) ärmsten Prozent der Bevölkerung wider. Und sind die ärmsten 20 Prozent (erst recht natürlich die ärmsten 15 Prozent) mit ihrem Einkommen so weit von der gesellschaftlichen Normalität abgekoppelt, dass auch sie schon nicht an der Gesellschaft teilhaben können, folgt daraus zwingend, dass ein davon abgeleiteter Regelsatz für die Sozialleistungsempfänger ebenfalls den Ausschluss von der gesellschaftlichen Normalität bedeutet. Auch ohne die absurden nachfolgenden Abzüge wie zum Beispiel den Anteil für Segelyachten (das ist kein Scherz, dies wurde in früheren Jahren als ein Punkt zur Begründung von Abzügen angeführt) oder für Blumen, wie der gerade vergangene Muttertag in Erinnerung rufen könnte.

Ist der Bezugsmaßstab schon Ausgeschlossensein von der Gesellschaft, kann daraus auch nur weiteres Ausgeschlossensein resultieren. Aus Armut folgt weitere Armut. Das ist die Logik der Statistikmethode, die jedoch seit vielen Jahren von der Bundesregierung mit den absurdesten Argumenten verteidigt wird. Der Nutzung der Warenkorbmethode, die bei verantwortungsvoller Herangehensweise eine wirkliche Teilhabe gewährleisten könnte, verweigert sich die Politik hingegen konsequent. Und auch die Medien spielen hierbei eine unrühmliche Rolle. Im Zuge der Spahn-Äußerungen habe ich ein weiteres Mal (!) eine Vielzahl weitreichenstarker Medien, u.a. die ARD und ihre 9 Landesrundfunkanstalten, das ZDF, Süddeutsche Zeitung, FAZ, Zeit, taz, Frankfurter Rundschau usw. usf., auf die Studie „Was der Mensch braucht“ von 2015 hingewiesen, welche ja auf Warenkorbbasis erarbeitet wurde. Reaktion: Null. Bezeichnend für den Zustand der Medien ist hingegen, dass mit der „Anstalt“ ausgerechnet eine Kabarett-Sendung als Einzige die Studie aufgriff und somit den ansonsten mangelhaft ausgefüllten Informationsauftrag der Medien wahrnahm.“ ZITAT ENDE.

Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=44010#more-44010

20e-Lutherweg-Blick-richtung-Kyffhaeuser
Kyffhäuser Landschaft, Lutherweg

Weitere Artikel hier auf dem blog zum Thema:

https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/14/schulmedizin-bekaempft-nur-symptome-sie-heilt-nicht-fibromyalgie/

https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/09/armenbeschimpfung/

https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/08/wie-man-armut-bagatellisiert/

https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/06/mit-416-euro-monatlich-ist-keine-gesellschaftliche-teilhabe-moeglich/

https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/05/05/finde-die-fehler-im-kapitalismus/

Neue Heimat Kyffhäuser

 

Schulmedizin bekämpft nur Symptome, sie heilt nicht – Fibromyalgie

Folgender Text stammt von einer Hamburger Selbsthilfegruppe. Der Text ist schon ein paar Jahre alt, aber immer noch erstaunlich aktuell. Da ich selbst seit 2012 die Diagnose „Fibromyalgie“ habe, möchte ich den Text hier mal bringen, um zu erklären, worum es dabei überhaupt geht. Ganz wichtig ist mir, deutlich zu machen, daß ich als Chronisch Kranke keinerlei Hilfe oder medizinische Unterstützung bekomme. Diese Krankheit wird einfach so von der Ärzteschaft ignoriert – Einzelheiten stehen im Text. Daß das auch anders gehen könnte, daß man Fibromyalgiekranken auch helfen könnte, zeigt der Text, und das ganz unten verlinkte Video von Dr. med. Joachim Mutter. Dr. Mutter bezieht sich in seinen interessanten Ausführungen auf alle sogenannten „Umweltkrankheiten“, auch die Fibromyalgie ist eine solche.

Nun geht es los mit dem Text der Hamburger Selbsthilfegruppe. Erklärungen / Ergänzungen von mir wie immer in Eckklammern.

Unser Modell in der Therapie der Fibromyalgie

Fibromyalgie und Störung der Hirnbotenstoffe

Von der orthomolekularen Therapie zur ganzheitlichen Behandlung

Die Fibromyalgie ist gekennzeichnet durch Schmerzen, vegetative Störungen undBeeinträchtigungen der intellektuellen Leistungsfähigkeit, durch Merk- und Konzentrationsstörungen, sowie durch depressive Stimmungslagen und Schlafstörungen. Man kann bis zur Diagnose alle betroffenen Organe durch untersuchen lassen, ohne zum Befund einer organischen Störung  zu kommen. Die Betroffenen haben alle möglichen diagnostischen Schritte hinter sich, auch nicht notwendige Operationen. Verzweiflung bei Patienten und Ärzten macht sich breit, der Frust auf beiden Seiten wächst.[Dies war auch bei mir so, ich habe aber „nur“ drei Jahre gebraucht, bis ich einen Arzt gefunden habe, der fähig war, die Diagnose zu stellen. Andere brauchen länger.]

Schauen wir statt nach einzelnen Symptomen nach Systemen und deren Störungen, so ergibt sich ein schlüssiges Bild. Ich muss darauf hinweisen, dass die Fibromyalgie eine eigene  ICD-Nummer (International  Classification  of  Disease)  M  79.7,  hat.  Diese  hat aber auch gar nichts mit einer somatoformen Störung F 45.9 zu tun. International istdie  Fibromyalgie  als  eigenständige  Erkrankung  von  anderen  Erkrankungen  abgegrenzt.  Betroffene  und  deren  behandelnde  Ärzte  haben  häufig  den  Eindruck,  dass  sich diese Tatsache in der deutschen Ärzteschaft noch nicht ausreichend etabliert hat. [Dies ist mir bekannt. Diese Krankheit wird von Ärzten immer noch irgendwie „geleugnet“.] Ich bin guter Hoffnung, dass die Zahl der Zweifler sinkt, glaube aber, dass in einigen Jahren die Diagnose Fibromyalgie in zahlreiche Untereinheiten, ähnlich wie bei der Migräne, gegliedert sein wird.

Unser Modell bietet als Diskussionsgrundlagen einige unterschiedliche Entstehungsarten des FMS an.

Betrachten wir nun einige biochemische Achsen, versuchen sie zu verstehen und dadurch Ansätze zur Therapie zu gewinnen. Hilfreich zur Beurteilung der aktuellen Situation und deren Verlauf unter der Therapie ist die Anwendung der Zachrisson-Skala für FMS und chronic fatigue Syndrom. Diese Skala wurde vom Institut für Neuropsychiatrie der Universität Göteborg entwickelt. (siehe unser Buch: Das Wunder der kleinen Schritte, ISBN  3-937436-06-5). Kommen wir nun zu den unterschiedlichen Ebenen, auf denen sich das FMS entwickelt. Betrachten wir zunächst die Stress-Achse:

Stressimpulse werden aus der Umwelt aufgenommen, über das emotionale Gehirn verarbeitet. Dieses gibt das Signalhormon CRH (corticotropin releasing hormon) an die Hypophyse, Hirnanhangdrüse, weiter. Diese sendet ein Signalhormon an die Nebennierenrinde und setzt dort Cortisol frei. Im Normalfall ein sinnvoller Mechanismus, schützt die Ausschüttung von  Cortisol  doch  das  Gewebe  vor  Schäden.  Ergibt  die  Cortisolausschüttung jedoch keinen Sinn, wie im Alltag häufig zu erleben ist, so schädigt Cortisol die Kommunikationstellen zwischen Nervenzellen, die Synapsen, und führt zu Depressionen. Neu ist die Erkenntnis, die Professor Theoharis Theoharides vom Department für experimentelle Pharmakologie der Tufts Universtät in Boston, ausgiebig erforscht hat. Stress führt zu Entzündungen, zur Entstehung von Triggerpunkten, Reizdarm, Reizblase, Migräne und anderen allergischen Reaktionen. Vermittler dieser Entzündungsreaktion auf Stressimpulse  ist  ein  weißes  Blutkörperchen,  die  MastzelleOhne  Mastzelle  keine  Entzündung.  Sie bilden auf CRH-Ausschüttung an ihrer Oberfläche Rezeptoren, die dafür sorgen, dass bei Stressimpulsen aus kleinen histaminhaltigen Bläschen aus dem Zellinneren diese entzündungsfördernde Substanz an Gefäße und Gewebe freigesetzt wird. Professor Theoharides konnte beeindruckende Videoaufnahmen zeigen, wie diese Mastzellen Histamin freisetzen und wie diese Entzündungsreaktion durch die Einnahme natürlicher Stoffe unterbunden wird (siehe http://www.algonot.com und die Dateien: the critical role of mast cell).

Als therapeutische Konsequenz gilt für unsere Arbeitsgruppe, den Stress zu bewältigen mit meditativen Methoden, biographischen Arbeiten, künstlerischer Gestaltung. Zur Zeit arbeitet in Trier eine Gruppe für 6 Monate mit dieser Methode, die mit der Zachrisson-Skala überprüft wird. Chronischer Schmerz, als negativer Stress, führt zur Bildung der Substanz P, Substanz Pain, im Nervengewebe und führt besonders heftig zur Ausschüttung von Histamin aus Mastzellen. Die therapeutische Konsequenz heißt: effektive Schmerztherapie. Nach  den  Problemen  mit  Vioxx®  (vermehrte  Herzinfarkte  unter  der  Einnahme)  ist  die Einnahmezeit aller NSAR, nichtsteroidale Antirheumatika wie Diclo, Ibu etc. auf 4 – 7 Tage  beschränkt  worden.  Danach  muss  man  nach  dem  Stufenplan  der  WHO  auf  andere Schmerzmittel ausweichen.

[Mir wurde seitens der Ärzte angeboten: 1. Akupunktur, mit Zuzahlung, was ich mir finanziell nicht leisten konnte, und, später dann, bei einem anderen Arzt, eine Dauermedikation gegen die Schmerzen. Das habe ich abgelehnt, da ich nichts vertrage und 2. dieses Medikament (Lyrica) abhängig macht. Ich bekomme weiterhin nichts, was die Schmerzen angeht, und ich nehme auch nichts, wenn es gar nicht mehr geht, nehme ich eine halbe Diclofenac 200/300mg.

Der Arzt, der mir 2012 Fibromyalgie diagnostizierte, erzählte mir zwar was von „Substanz P“, aber die Zusammenhänge mit Stress und den Mastzellen/Histamin waren mir nicht klar. Von diesem Arzt bekam ich damals den Tipp mit dem Weihrauch, es wirkt wirklich, allerdings muß ich das von meiner Grundsicherung selbst bezahlen. Auch hier haben wir wieder die Ironie: Krankenkassen bezahlen nichts, was hilft, sondern das, was schadet, in dem Fall das Schmerzmedikament Lyrica, aber Weihrauch bezahlen sie nicht.]

Stress lässt sich nicht nur über Blut- und Urin-Analysen, durch Störung der Hypophysen-Nebennierenachse messen, [Stress wurde bei mir gemessen, mit dem sogenannten Neurostressprofil, das war 2011. Die Untersuchung habe ich natürlich selbst bezahlen müssen, da Schulmediziner nicht an solchen Zusammenhängen interessiert sind. Bereits damals ergab das sogenannte Neurostreßprofil bei mir einen Mangel an Serotonin und Dopamin und eine völlig verdrehte Cortisol-Tagesrhythmik. Das Labor empfahl daraufhin zwei Komplettprodukte, von denen ich eines bestellte, welches ich aber auch nicht vertrug. Damit war dann das Thema Streß für meinen Hausarzt erledigt. Solche „Kleinigkeiten“ sind für die Schulmedizin einfach nicht wichtig.]

…. sondern auch über eine Analyse der Herzfrequenzvariabilität.

Die Abstände zwischen den Herzschlägen sind nur kurz vor dem Tod absolut regelmäßig. Das autonome Nervensystem, Vagus oder Parasympathikus genannt, wirkt auf die Herzfrequenz als Bremse, der Sympathikus mit seinen Stressimpulsen wie ein Gaspedal. Nur wenn Gas geben und Bremsen in einem sinnvollen Wechsel geschehen, verhält sich die Variabilität  der  Herzfrequenz harmonisch. Ein Sensor in  Verbindung mit einem Computerprogramm ermöglichen eine unblutige Analyse, die sich in der Praxis bewährt hat.

Methionin-Zyklus:

Die  Symptome  wie  Adynamie,  Unverträglichkeit  von  normalen Medikamentenmengen und  fehlende  Muskelkraft  finden  ihre  biochemische  Erklärung  in  der  Betrachtung  des Methionin-Zyklus. Dieser äußerst wichtige  Stoffwechselvorgang  läuft in  jeder  Körperzelle  ab. Ein  Zwischenprodukt ist das S-Adenosylmethionin, Sam-e, ein in den USA beliebtes Therapeutikum der FMS. Betrachten wir diesen Stoffwechselzyklus näher und dieses Wundermittel. Sam-e wurde in Italien entwickelt und patentiert. Es ist als Medikament zur Behandlung leichter und mittelschwerer Depressionen zugelassen. Das Patentwurde  nach  Deutschland  verkauft,  hier  wurde  es  unverständlicherweise  als  wirksames Knorpelaufbaupräparat eingesetzt. Diesen Wechsel kann ich, wie viele andere auch, nicht verstehen. [Sam-E kann man in der Tat kaufen, muß man natürlich selbst bezahlen, wie bei allem, was vermutlich hilft. Ich habe es nie probiert.]

Beim weiteren Abbau von Methionin entstehen interessante Bausteine, so genannte  aktivierte  CH3-Gruppen,  die  für  den  Aufbau  von  Nervenzellwänden,  deren  Ummantelung,  zur  Bildung  von  Stresshormonen,  zur  Bildung  von  Taurin  (zur  Entgiftung), und zur Bildung des körpereignen Schlafhormons Melatonin benötigt werden. Zum Aufbau  normaler  Mengen  an  Stresshormonen,  Noradrenalin  und  Adrenalin,  werden  neben den Spurenelementen Zink, Mangan und Magnesium auch Folsäure, Vitamin B6 und B12 benötigt.  Diese  drei  B-Vitamine  sind  die  Treibräder  eines  funktionierenden  Methioninzyklus.  Läuft  durch  Vitaminmangel  dieser  Zyklus  nicht  rund,  so  entsteht  ein  giftiges Zwischenprodukt, das Homocystein.

[Ganz wichtig. Alle diese Dinge interessieren die Schulmedizin nicht. Kann jemand nicht so gut entgiften, dann ist das halt so – warum das so ist, da fragt keiner nach. Vitamin-Mängel sind für die Schulmedizin unwichtig. Daß der Körper diese Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente braucht, interessiert die Schulmedizin nicht. Schulmediziner wiederholen auch gerne und eifrig, daß man alle essentiellen Nährstoffe bekomme, wenn man sich vollwertig ernähre – was nicht stimmt. Aber, na ja. Wen interessiert das noch. Das ist ja eher normal, an solche Unwahrheiten hat man sich längst gewöhnt.

Ich habe Mängel, da ich auch HPU habe (Über die Stoffwechselerkrankung HPU kann man hier nachlesen: https://teutoburgswaelder.wordpress.com/2018/04/08/hpu-petition/). Ich habe Zinkmangel, schon sehr lange, und vermutlich noch andere Mängel. Solch eklatante Mängel fallen vielleicht nicht auf, wenn man 20, 30 oder auch 40 ist – mit 40 war ich auch noch fast gesund. Sie fallen halt erst später auf, wenn die chronische Krankheit so deutlich wird, daß man sie bemerken muß.

Man könnte ja dann die Vitamin-, Mineralstoff – und Spurenelemente-Mängel beheben – wenn man denn das Geld dazu hätte. Menschen die mit 416 Euro monatlich auskommen müssen, können das natürlich nicht. Als armer chronisch Kranker ist man auf das, was die Schulmedizin anbietet, angewiesen – und das ist fast nichts. Weil es einfach seitens der Schulmedizin keine Behandlung gibt für Fibromyalgie, Behandlung, die hilft, und nicht Symptombehandlung.]

Homocystein:
Erhöhte Blutspiegel gefährden die Gesundheit, unabhängig, ob die Blutspiegel der Einzelvitamine normal sind. Wir empfehlen einen Wert deutlich unter 10ug/dl, optimal ist ein Wert bei 7,0 ug/dl.

[Unnötig, zu sagen, daß die Schulmedizin den Wert Homocystein nicht wichtig findet. Wenn man lange sucht, findet man einen Arzt, der diesen Wert „macht“, natürlich muß man das dann selbst bezahlen. Das kann ich natürlich nicht.]

Fazit:  Störungen  im  Methioninzyklus  werden  gekennzeichnet  durch  erhöhte  Homocysteinspiegel.  Ein  gut  funktionierender  Zyklus  ermöglicht  den Aufbau  von  Neurotransmittern, entgiftenden Substanzen, Muskelproteinen und Nervenzellwänden.[Funktioniert bei mir definitiv nicht, ich habe ein massives Entgiftungs-Problem und Serotonin- bzw. Dopaminmangel, damit zusammenhängend auch Melatoninmangel. Von Ausdauersport oder gar Muskelaufbau kann ich nur träumen.]

Ein generelles Problem unserer Gesellschaft ist das Übergewicht in Verbindung mit einem gestörten Zuckerstoffwechsel. Zahlreiche Patienten mit diesem Problem berichten  über  eindrucksvolle  Verbesserungen  durch  Gewichtreduktion  und  Normalisierung des Blutzuckers.

Wie kann dies sein? Vor der eigentlichen Entstehung einer Zuckererkrankung beim Erwachsenen, Diabetes Typ II, entsteht an der Muskelzelle ein Widerstand gegen die Wirkung  des  Insulins.  Diese  Situation  nennt  man  Insulinresistenz:  trotz  hoher  Mengen  an Insulin im Blut, will die Muskelzelle den Blutzucker nur mit Widerstand in die Zelle einströmen lassen.  Betroffen  sind  besonders  Patienten  mit  einem  vergrößerten  Bauchumfang und Bluthochdruck. Das Bauchfett ist ein besonders hormonaktives Organ. Es stört die Zuckerverwertung. Ein gesunder Mensch schüttet bei Aufnahme von Kohlehydraten, die in Blutzucker umgesetzt werden, schnell und viel Insulin aus, bei der Insulinresistenz kommt es zu einem abgeschwächten und verzögerten Insulinausstoß.

Die Aminosäure Tryptophan, die Vorstufe des Happyhormons Serotonin, muss, um ins Gehirn zu gelangen, den Wettlauf mit den anderen Aminosäuren gewinnen. Gelingt dies nicht, machen die anderen Aminosäuren die Kanäle in den Gehirnzellen zu, es bleibt au-ßen vor und kann nicht zur Produktion von Serotonin mitwirken. Als Katapult auf demWeg ins Hirn dient Insulin, solange es schnell und in großer Menge ausgeschüttet wird. Viele FMS-Patienten mit Störungen im Zuckerstoffwechsel, reduzieren ihre Beschwerden, indem sie ihr Bauchfett und ihre Insulinresistenz verringern.

Fettsäuren:
Betrachten wir die Rolle der Fettsäuren bei entzündlichen Reaktionen. Wir benötigen zwei essentielle, lebensnotwendige, Fettsäuren, in der täglichen Nahrung. Die Omega-3 Fettsäure,  sie  entstammt  Blattnahrung  und  die  Omega-6  Fettsäure, aus Körnernahrung. Beide sollen in einem fein ausbalancierten Verhältnis stehen, ca. 1:3, so hat es die Evolution vorgesehen. Unsere moderne tägliche Nahrung enthält aber zu viel Omega-6 Fettsäuren  und  schafft  damit  große  Probleme.  Omega-3  Fettsäuren  hemmen  Entzündungen, Omega-6 fördert sie.

Zellmembranen bestehen aus einer dreifachen Schicht. Nach außen und innen bilden Ei weiße die Abgrenzung, dazwischen liegt eine Doppelschicht von Fettsäuren. Diese Fette sollen dafür sorgen, dass die Membranen elastisch bleiben. Ein Lachs im kalten Nordmeer würde erstarren und erfrieren, könnte er sich nicht durch seine hohe Konzentration an Omega-3 Fettsäuren schützen.  Ein Optimum an Zellwandelastizität erreichen wir mit der Einlagerung von 50% Omega-3 Fettsäuren in die Membranen. Damit können Nährstoffe leicht  durch  die  Zellwand  ins  Innere  gelangen,  spezielle  Rezeptoren  für  Hormone  und Zellwandkanäle funktionieren optimal, Depressionen werden verhindert. Spielen entzündliche Prozesse bei einigen Formen des FMS eine Rolle, so kann die hohe Aufnahme von Omega-3 diese hemmen. [Muss ich an dieser Stelle noch schreiben, daß sich die Schulmedizin dafür nicht interessiert? Natürlich muß man solche Nahrungsergänzungsmittel selbst bezahlen.]

Die bereits  erwähnte Mastzelle spielt  eine  Schlüsselrolle bei  der  Entstehung von Entzündungen. FMS-Patienten haben besonders hohe Konzentrationen in  der  Haut  (Hautbrennen),  Gefäßwänden  und  an  den Schleimhäuten von Blase und Darm (Reizblase und Reizdarm). [Gehört zu meinen Symptomen, auch das Hautbrennen. Interessiert keinen Schulmediziner.] Labortiere, die man speziell ohne Mastzellen gezüchtet hat, zeigen keinerlei entzündliche Reaktion. Professor Theoharides hat in zahlreichen Versuchen gezeigt, dass man Mastzellmembranen so stabilisieren kann, dass sie nicht zerplatzen und Entzündungen hervorrufen. Dazu benutzt er einen pflanzlichen Farbstoff,  ein  Flavonoid,  das  Quercetin. Es entstammt der Saphorapflanze, einem Strauch, der  in  Südamerika  angebaut  wird.  Der  Wirkstoff,  ein  gelbliches  Pulver  ist  wasserlöslich und dringt schwer in die Zellwand der Mastzelle ein. Deshalb hat Professor Theoharides Quercetin  an  eine  Fraktion  aus  kaltgepresstem  Olivenkernöl  aus  ökologischem  Anbau gekoppelt.  Laborversuche  zeigen  eindrucksvoll,  dass  Mastzellmembranen  von Labortieren,  die  mit  diesem  Naturprodukt  behandelt  wurden,  nicht  zerplatzen nach Reizen wie Stress oder Substanz P.

Unser  therapeutisches Modell  besteht  also  neben  der  Stressbewältigung,  Bewegung  und  emotionaler  Bewältigung,  in  der  Korrektur  fehlgelaufener  biochemischer Vorgänge.

Die Wiederherstellung der gestörten Synthese der Hirnbotenstoffe und die Kontrolle  des  Methioninzyklus  und  entzündlicher  Prozesse  stehen  besonders  im Blickpunkt der ärztlichen Therapie.

Dr. HJ. Lucas

Ende Text der Selbsthilfegruppe Hamburg.

***

Wohl dem, der einen Dr. Lucas hat! – Und eine gefüllte Geldbörse!

 Alle anderen müssen leider mit chronischen Schmerzen, Müdigkeit, Reizdarm, Reizblase, Allergien und Schlafstörungen leben – um mal nur ein paar Symptome zu benennen.  Fibromyalgie ist eine vielseitige Krankheit, man kann alles mögliche bekommen. Aber geholfen wird einem nirgendwo.

Seitdem ich hier in Thüringen-Nord wohne, ist alles noch viel schlimmer. Schlimmer als schlimm, in Köln war es schon schlimm. Kaum jemand kennt diese Krankheit. Bei der Krankenkasse habe ich mich erkundigt nach einem Arzt, der sich auskennt. Die wußten keinen. Die lapidare Antwort hieß: Eigentlich müßte jeder Arzt diese Krankheit kennen. Ich schilderte dann, daß es hier nur Feld-Wald- und Wiesenärzte gibt, davon aber eine ganze Menge, und daß die sich eben nicht auskennen, da meinte man dann, aber Internisten müßten sich auskennen. Rheumatologen haben wir hier nicht, das  hab ich aufgegeben. Gelenkentzündungen kommen halt. Da kann man nichts machen. Gibt ja keine Ärzte hier und eben auch keine ursächliche Behandlung. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, daß chronisch entzündliches Geschehen seitens der Schulmedizin nicht bekannt ist. Für die Schulmedizin gibt es also keine Borreliose. Warum Borreliose? Weil Borrelien schon mal solch eine Symptomatik hervorrufen sollen. Aber, na ja. Ist ja uninteressant, solch ein Wissen, denn es hilft keinem Kranken weiter.  Mir tun eigentlich faktisch immer mindestens 2, 3 Gelenke weh, zusätzlich dazu Gewebe – also Muskeln. Da gewöhnt man sich dran. Wird einem ja eh nicht geholfen.

Dann bin ich irgendwann mal bei einer Selbsthilfe-Organisation gelandet, die nächste ist in Erfurt. Das  ist zu weit für mich, um da regelmäßig hin zu fahren, und zu teuer. Vor Ort gibt es, wie üblich, NICHTS. In Nordhausen gibt es auch nichts.

Nach einem Rheumatologen suche ich schon lange. Es gibt ein paar über Thüringen verteilt, dann müßte man aber weiter fahren, das Geld dafür habe ich nicht. Außerdem haben alle Aufnahmestopp. In Mülhausen ist einer, der ab Anfang Juni wieder Termine vergibt, da will ich es dann mal probieren. Mülhausen ist eine Stunde Bahnfahrt entfernt. Vorher muß ich aber noch zum Bahnhof, der ist auf der anderen Seite der Stadt.

Ich träumte mal von einem vernünftigen Hausarzt. Einem, dem ich nicht erklären muß, was ich habe.

Wenn man so etwas jahrelang erlebt, bekommt man nicht den Eindruck, daß Ärzte dazu da sind, Kranken zu helfen. Ich erlebe das seit 2012. Ich finde dieses „Gesundheits-System“ unhaltbar, eine Schande für ein entwickeltes Land wie Deutschland und eine Schande, wie dieses System mit seinen chronisch Kranken umgeht. Wer chronisch krank ist, ist oder wird oft arm, da Krankheiten wie Fibromyalgie viel Geld kosten, DA MAN JA ALLES SELBST BEZAHLEN MUSS,  was an sich schon ein Unding ist! Ich bin „nur“ 3 Jahre rumgelaufen bis zur Diagnose, aber danach war das Elend ja noch nicht vorbei!

Der Grund für das Elend der chronisch Kranken liegt aber in unserem System, welches zwar mittlerweile anerkennt, daß es eine Fibromyalgie gibt, aber mit der Behandlung, die über die Symptombekämpfung hinaus geht, nicht hinterher kommt. Schulmedizin bekämpft nur Symptome, wenn überhaupt, sie sucht nie nach den Ursachen für Krankheit. Deshalb heilt sie nicht.

Das ist die eigentliche Tragödie.

Heilung ist nur für Reiche, die sich all diese Nahrungsergänzungsmittel und Zusatzstoffe auch leisten können.

Als letztes nun noch den Vortrag des Dr. Mutter, er behandelt allgemein all das, was man unter Umwelterkrankungen versteht, also Fibro, CFS, MCS und so weiter. Wen das Thema also interessiert, bzw. wer selber betroffen ist, für den ist das ganz interessant. Interessant auch die – möglichen? –  Zusammenhänge mit dem Funk. Funk öffnet die Blut-Hirn-Schranke, die das Gehirn vor Schadstoffen schützt. Dies ist bekannt, wird aber weiterhin öffentlich ignoriert. Fragt sich, wie lange noch?

Jeder könnte dazu beitragen, daß das besser wird. Aber halt, ich träume. Wieso sollte der „moderne Mensch“ auf „Lebensqualität“ wie Smartphone, Funktelefon und w-lan verzichten? Das wäre ja schröcklich. Ohne Smartphone ist doch das Leben nicht lebenswert, gelle, und immer diese lästigen Kabel am Telefon, das ist ja noch schlimmer…

 

Neue Heimat Kyffhäuser

 

 

Wie man Armut bagatellisiert

Die hundertste Ausgabe.

In Indien ist alles viel schlimmer. In Deutschland gibt es nur relative Armut. Von 416 Euro kann man gut leben. Gesund essen. Für alles ist gesorgt. Wer damit nicht auskommt, ist selbst schuld. Und überhaupt ist in Indien alles viel schlimmer.

„Wenn ich nach der Definition in Deutschland gehe, wie hier Armut definiert wird, bin ich finanziell arm. Das heist, ich lebe vom Existenzminimum. Finanzielle Armut ist aber zu überwinden. Nicht in dem Sinne, wie es der Herr Lenz anspricht, bzw was du über ihn gesagt hast, sondern in dem man lernt, auf materielle Dinge zu verzichten. Das vorrangige Ziel eines jeden Menschen ist es, glücklich zu sein. Die glücklichsten Menschen auf diesem Planeten leben in Regionen, die nicht gerade vor Reichtum strotzen. Im Gegenteil. Der Kapitalismus hat es aber geschafft, uns daran glauben zu lassen, dass der Erwerb und Konsum von Konsumgütern glücklich macht. In gewisser Weise entstehen natürlich Glücksmomente. Sie sind aber von kurzer Dauer, da nur der Erwerb die Gier befriedigt, nicht aber der Besitz. So muss immer mehr erworben werden und ein konstantes Gefühl von Glück wird sich nie einstellen. In diesem Sinne, ist finanzieller Reichtum unwesentlich. Er kann über vieles hinweghelfen, aber nicht über alles. Viel schlimmer als finanzielle Armut, ist geistige Armut. Letztere ist meines erachtens noch weiter verbreitet, als erstere.“

So schreiben Beschränkte. Beschränkte behaupten, das ist alles nicht so schlimm. Beschränkte behaupten, man kann ruhig mit kaputten Klamotten rumlaufen, und das Geld lieber fürs Essen ausgeben, weil das, was der Gesetzgeber fürs Essen gibt, ja viel zu wenig ist. Beschränkte behaupten, man kann ruhig auf alles das verzichten, denn die Armut in Deutschland ist ja relativ. Eigentlich exisitert sie gar nicht. Materielle Dinge braucht man nicht, das ist bloß ein Sich-Selbst-Einreden, wenn man meint, materielle Dinge zu brauchen.

Natürlich braucht man auch keine materiellen Dinge, um seine geistigen Ideen umzusetzen. Will sagen: ein Musiker braucht kein Instrument, das ist Einbildung. Natürlich braucht er auch keine Technik, um seine Musik aufzunehmen. Will er bekannt werden, ist das bloß Ausdruck seines „Egos“, er muß nicht bekannt werden. Ergo braucht er auch kein Geld für Werbung. Oder Rohmaterial, um CDs selbst her zu stellen. Druckerpatronen, Papier, für den Druck, usw.  Dies kann man auf jeden Künstler umlegen; Künstler brauchen das alles nicht. Ein Bildhauer braucht kein Werkzeug, ein Musiker kein Instrument und ein Maler keine Farbe. Ist alles Einbildung, daß die das brauchen. Sagt Herr Beschränkt.

Finanzieller Reichtum, was ist das. Ärztliche  Versorgung braucht man als chronisch Kranker nicht. Das gibt es in Indien auch nicht. Wieso soll man diese den Kranken in Deutschland zugestehen? Das ist überflüssiger Luxus, unnötig, kostet nur Geld.  Überhaupt sind diese ganzen Krankheiten nur Einbildung. Wohlstandskrankheiten.

Ausreichend großer Wohnraum ist ebenso Luxus. Wie leben die Leute in Indien? Die sind auch glücklich. So können und sollen die Armen in Deutschland auch leben.

Weiter im Text des neoliberalen Arschlochs:

„Wieviele Menschen verhungern oder verdursten hier in Deutschland? Wieviele haben keine Kleidung? Wieviele Menschen müssen hier unter den Folgen von Kriegen leiden. Wirf mal einen Blick über deinen beschränkten Tellerand auf Gegenden, die dieses Prädikat wirklich „verdienen“. „

Wer nicht verhungert, dem geht es gut, sagt Herr Beschränkt. Auch wenn sich derjenige aufgrund von Geldmangel gesundheitlich schädlich ernähren muß. Dies ist bei mir der Fall. Davon hat der werte Beschränkte allerdings keine Ahnung. Er behauptet, mit 200 Euro monatlich käme er aus, inkl. frisches Obst und Gemüse. Ich behaupte, das ist eine Lüge, es geht nicht, wenn man keine Getreide und keine Kuhmilchprodukte und keine Konserven essen kann. Aber der werte Herr von der beschränkten Front weiß ja alles besser.  Sein Wissen reicht aber nicht so weit, daß er je etwas von Beschränkungen aufgrund von Allergien und Unverträglichkeiten erfahren hätte. – Wir haben zwar in Deutschland noch keinen Krieg, aber wir haben schon lange einen Krieg gegen die Armen. Wenn man das nicht sehen will, wird man das auch nie sehen. Es gibt halt – beschränkte – Leute, für die ist Krieg nur das, mit den Waffen. Wo es körperlich Verletzte und Tote gibt. Es gibt aber auch andere Kriege. Psycho-Kriege, Zersetzungskriege. Aber davon hat der werte Herr von der beschränkten Front keine Ahnung. Armut macht eher krank und Arme sterben statistisch lange vor den Reichen. Das ist für Herr Beschränkt kein Krieg. Er wird diese Kriege einfach weiterhin leugnen. Statt dessen bezeichnet er in seiner Beschränktheit andere, die diesen Krieg gegen die Armen seit Jahren am eigenen Leib erfahren müssen, als „beschränkt“.

Noch ein sinnloses dummes Statement des Beschränkten:

„Ihr beiden seid echt lustig. Der eine ein Depp, der andere bis zur Oberkante frustriert. Deine neoliberale Diagnose schieb dir sonstwohin. Weltweit gibt es genug Probleme, und ihr Wohlstandsdeppen schreit immer nur Haben Haben Haben Mehr Mehr Mehr Ich Ich Ich ! Du wohnst also in einer Stadt und heulst trotzdem rum, dass du isoliert bist. Du bekommst 416 Euro und bist nur fähig 4,16€ pro Tag für essen auszugeben. Wenn dir essen wichtig ist, dann erhöhe doch einfach dein Budget für Essen. Ich gebe ca 200 Euro im Monat für essen aus und es reicht für immer frisches Obst und Gemüse nebst allen Drumherum. Ein Smartphone oder ein Auto hättest du gerne. Soso. Wie wäre es denn, wenn plötzlich alle Menschen weltweit auf so eine blendende Idee kommen. 8 Millarden Schrottkarren und sinnloser Technikmüll.“

Herr Beschränkt zeigt, wie üblich, mit dem Finger ganz weit weg ins Ausland, als ob es im eigenen Land keine Probleme gäbe.  Bezeichnet Arme als „Wohlstandsdeppen“. Menschen die jahrelang vom Grundsicherungssatz leben müssen. Diese Menschen schreien nicht: haben, haben, mehr, mehr, sondern sie sind zermürbt im jahrelangen Kampf ums Überleben, um irgendwie über die Runden zu kommen, dabei werden die Mängel immer größer. Mängel an Allem. Das nächste, was bei mir weg muß, leider, sind meine Katzen. Das geht ja gar nicht. Das ist Luxus. Wie kann man sich nur erlauben, als armer Rentner Katzen zu halten. Weg mit dem Viechzeug!

Dann wird mir unterstellt, Technikmüll zu wollen.

Ich wollte mein Leben lang NIE so etwas haben! Der Herr von der beschränkten Front hat nichts verstanden. Ich wollte immer nur von meiner Kunst  und später, meiner Musik, leben, bescheiden leben. Das war mir nicht gegönnt. Geld für Werbung hatte ich nicht. Den Rest erledigte das „Jobcenter“ und dann die chronischen Krankheiten. Man kann das auch einfach BURN OUT / ENDE DER FAHNENSTANGE nennen; Burn out an der Gesellschaft. Ja, DIE GESELLSCHAFT will nicht, das Künstler produktiv sind, leben, kreativ sein können. DIE GESELLSCHAFT inklusive des Herrn von der beschränkten Front denkt nicht so weit, daß chronisch Kranke keine Treppen mehr steigen können, ja, aber woher nehmen eine Sozialwohnung in Parterre?

Gibt es nicht! Umziehen ist angesagt, ZWANGSWEISE. Ach, ist doch nicht so schlimm, sagt Herr Beschränkt, in Indien ist das alles viel schlimmer. In Indien gibts auch die chronisch Kranken nicht, die verrecken dort sofort. Kannst du ja noch froh sein, du Wohlstandsrentner, daß du hier noch leben darfst, sagt  Herr Beschränkt zwar nicht, aber das denkt er sich, es schwingt in jeder seiner Aussage mit.

Herr Beschränkt findet – das trug erheblich zu meiner Abneigung bei, das will ich nicht verleugnen – Rüdiger Lenz, den neoliberalen Leuteverbieger (heutzutage nennt sich das „Coach – ich bringe Sie zu Ihrem Erfolg – garantiert in einem Jahr“) gut. Herr Lenz passe sich nur an und mache das Beste aus der Situation.

Meine Antwort war: Ja klar, und weil es so viele von euch „Anpassern“ und Ja-undAmen-Sagern und neoliberalen Arschlöcher gibt, die sich alle nur anpassen, weil sie ja nicht anders können, oder glauben, nicht anders zu können, genau deshalb haben wir das, was wir haben: Neoliberalismus.  Ihr findet das alle Scheiße? Tut mir leid, das glaube ich euch Beschränkten und Anpassern (Lenz und co) nicht mehr. Geht andere Leute belügen. MIT MIR NICHT MEHR.

Dialog zwischen mir und „mi san thrope“ zu finden bei:

 

Neue Heimat Kyffhäuser

 

 

 

 

 

Mit 416 Euro monatlich ist keine gesellschaftliche Teilhabe möglich

Die Anstalt, 24.4.2018:

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-24-april-2018-100.html

Hier gibts noch weitere Infos:

https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt

Das ist alles so widerlich. Die gesamte Gesellschaft ist widerlich, weil sie das System mit trägt.

Mein Kommentar unter dem Kurz-Video bei youtube:

Mit 416 E ist gesellschaftliche Teilhabe nicht möglich. Anständig gesund essen ist nicht möglich, anständig wohnen ist für Arme gar nicht vorgesehen, die dürfen sich um die drei noch verfügbaren „Sozialwohnungen“ streiten.
416 E monatlich dauerhaft ist Armut per Gesetz. Ich darf dran erinnern daß auch alle armen Rentner nicht mehr bekommen, des weiteren chronisch Kranke. Zur letzten Gruppe gehöre ich.
Das ist Armut per Gesetz bis zum Lebensende, und das ist auch genau so von der Gesellschaft gewollt.
Eine Gesellschaft, die so etwas per Wahlen oder sonstwie pseudodemokratischen Veranstaltungen mit trägt, ist schwer krank. Jeder, der das mit unterstützt (auch durch Nichts-Tun, Nichtstun ist dasselbe wie etwas unterstützen), ist krank. Die gesamte deutsche „Gesellschaft“ ist krank, weil sie so etwas mit macht. Daran ändert auch Kabarett nichts.

Zum Kurzvideo:

 

Neue Heimat Kyffhäuser

Finde die Fehler im Kapitalismus

Video als Gedankenöffner; Länge 58 Minuten:

 

Gedanken:

Im Kapitalismus ist man gezwungen, seine Arbeitskraft unter Wert irgendwie zu verkaufen. Unter Wert heißt: Nicht kostendeckend. Arbeit macht körperlich krank und, wenn sie erzwungen, dh. unter Druck (welcher Art auch immer) stattfindet, macht sie psychisch krank. Im Kapitalismus kann ich nicht arbeiten, was ich BIN, sondern ich wurde damals – wie so viele andere – gezwungen, IRGEND ETWAS zu arbeiten. Ich bin keine Ausnahme. Ich stamme aus einer armen Arbeiterfamilie, wie mich gibt es Millionen alleine in Deutschland.

Noch dazu war ich gezwungen, meine Arbeitsleistung unter Wert zu verkaufen, dh. der Arbeitslohn deckt nicht die tatsächlichen Kosten (anständige Miete für anständiges lebenswertes Wohnen, gesundes Essen u.a.) und genauso wenig deckt er die zukünftigen Kosten, wenn ich nicht mehr arbeiten kann – dazu gehört v. allem die Rente – derzeit in aller Munde – und dazu gehören die Kosten, die durch die krankmachende Arbeit entstanden sind, also die Krankheitskosten. Genau gesehen gehört zu den durch die erzwungene Arbeit entstandenen Kosten auch das Schmerzensgeld für die Dauerschmerzen und die chronische Erschöpfung. All dies müßte eine faire Gesellschaft ihren Mitgliedern bezahlen. Tut sie aber nicht im Kapitalismus. Kapitalismus bedeutet also im Einzelfall, der sich in der vermeintlich wohlhabenden BRD auf Millionen Arme bezieht, extreme Ungerechtigkeit. Diese Armen „finden öffentlich nicht statt“, dh. man redet nicht über sie. Man schweigt sie tot, als ob sie tot wären.

Habe ich das Glück, als Künstler arbeiten zu können, muß ich mich dauerhaft von mir selbst entfremden, will ich das haben, was man gemeinhin „Erfolg“ nennt. Denn ich muß nach außen (=für den potentiellen Kunden) dauerhaft fröhlich, freundlich, gut drauf sein, ich muß „den dicken Macker“, der erfolgreich ist und der genau das tut, was er schon immer tun wollte, markieren“ – das war etwas, was ich NIE konnte und was ich auch persönlich äußerst WIDERLICH finde. (Die gesamte „rechte“ Szene besteht aus solch widerlichen kranken Mitläufer-Typen.)

Die heutige kranke Gesellschaft mag solche „Dicke-Macker-Typen“, die nichts drauf haben, aber die große Show abziehen. An so etwas passe ich mich nicht an.  Ums Verrecken NICHT. Künstler sein hat für mich was mit „Authentisch sein“ zu tun, und keinesfalls damit, den anderen Hohlbirnen da draußen die große Show vorzuspielen, in der Hoffnung, sie kaufen einem etwas ab. Eigentlich sind fast alle „Künstler“ so: Sie produzieren irgend etwas, was der „Markt“ will, also sie sind Kapitalisten, keine Künstler.

Kapitalismus fördert also die Entfremdung des Einzelnen in der Gesellschaft (Stichwort: Normopathie / Dr. Maaz, bitte mal nachgucken, darüber gibt es Artikel hier auf dem blog) und natürlich sind die Mechanismen, die Arno Gruen über die Vorgänge „Vom Opfer zum Täter“ ausspricht, dieselben. Denn wir sind alle Opfer, und der Kapitalismus fördert es, daß wir zum Täter werden – WENN wir es zulassen.

Der Kapitalismus fördert die Konkurrenz, er kann ohne nicht existieren, dh. er führt geradewegs in die Sackgasse, auf ALLEN Ebenen. Konkurrenz führt immer in die Sackgasse, in die Vernichtung. Denn es ist wie bei dem Spiel „Die Reise nach Jerusalem“: Am Ende bleibt nur ein Sieger übrig. Dies ist den meisten Menschen aber nicht bewußt, weil sie alle mit machen. Und in kleinem Maße profitieren die meisten Menschen ja auch davon; eben in so großem Maße daß sie zumindest stillhalten und weiter mit machen.

Davon profitiert der Kapitalismus: Daß die darin mit machenden Menschen von der Lüge auf den großen Profit und die angebliche Freiheit geblendet werden. Dies nenne ich in einem Artikel hier auf dem blog „Die zwei Lügen des Kapitalismus“.

Religion als Lebensersatz ist natürlich abzulehnen!

Die angebliche „Durchlässigkeit“ der Klassen wird im Video auch angesprochen, deshalb dazu: diese Durchlässigkeit ist in Deutschland rückläufig, dh. wer arm geboren wird, bleibt auch arm bzw. „steigt nicht auf“ in wohlhabende Schichten, wo er dann anständig leben kann, und, vor allen Dingen, seinem eigenen Ich gemäß, leben kann.   Selbst wenn er das große Glück hätte, dies zu schaffen, würde er immer Sklave des Geldes bleiben. Aber die Allerwenigsten schaffen es vom Arbeiter „hoch“. Allerdings lebt der Kapitalismus von der Lüge, daß „man es ja schaffen könne“, gäbe es diese Lüge nicht, würden die Leute wohl viel eher dahinter kommen, was für eine Lüge der Kapitalismus an sich überhaupt ist.

Neue Heimat Kyffhäuser

Erhöhung der Grundsicherung auf 571 Euro derzeit gefordert

Tatsächlicher Anspruch: derzeit 416 Euro

Es besteht eine krasse Unterdeckung der tatsächlichen Lebenshaltungs-Kosten. Jeder, der mal längere Zeit mit so wenig Geld auskommen mußte, weiß dies auch. Die beteiligten Politikdarsteller interessiert das aber nicht.

Paritätischer fordert menschenwürdige Neuausrichtung der Grundsicherung für Arbeitslose und Regelsatzanhebung auf 571 Euro

Mit einem „Konzept zur Neuausrichtung der Grundsicherung für Arbeitslose“ mischt sich der Paritätische Wohlfahrtsverband in die aktuelle parteiübergreifende Debatte zur Überwindung von Hartz IV ein. Der Verband fordert einen konsequenten Paradigmenwechsel, der mit dem negativen Menschenbild, das dem System Hartz IV zu Grunde liege, bricht, und Respekt und die Würde des Menschen in das Zentrum des Hilfe- und Unterstützungssystems für Arbeitslose rückt. Insgesamt elf konkrete Reformmaßnahmen schlägt der Paritätische vor, die von einer Stärkung der Arbeitslosenversicherung, über die Abschaffung von Sanktionen und den Ausbau von Qualifizierungs- und öffentlichen Beschäftigungsangeboten bis hin zu einer Anhebung der Regelsätze auf ein menschenwürdiges Niveau reichen. Nach einer aktuellen Expertise der Paritätischen Forschungsstelle ist dafür eine Anhebung der Regelsätze für Erwachsene auf 571 Euro (statt derzeit 416 Euro) erforderlich. Darüber hinaus fordert der Verband die Einführung einer existenzsichernden Kindergrundsicherung.

Hartz IV sei gefloppt, konstatiert der Paritätische. Zwar sei mit guter Konjunktur und entsprechend guter Arbeitsmarktlage über die Jahre die Zahl der offiziell gezählten Langzeitarbeitslosen zurückgegangen, 42 Prozent der Langzeitarbeitslosen sei jedoch schon länger als vier Jahre im Bezug und über eine Million Menschen bereits seit Einführung des Systems auf Leistungen angewiesen. Die faktische Vermittlungsquote der Arbeitsverwaltung bei arbeitslosen Hartz IV-Beziehern liege bei lediglich etwa fünf Prozent. Die Regelleistungen schützten zudem in keiner Weise vor Armut. Entsprechend gering sei die Akzeptanz in der Bevölkerung. „Hartz IV steht in der Bevölkerung längst nicht mehr für Hilfe. Hartz IV wird heute ganz überwiegend als ein System wahrgenommen, das im besseren Fall von Tristesse und im schlechteren Fall von Sanktionierungen gekennzeichnet ist“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.

Quelle:  http://www.der-paritaetische.de/presse/hartz-iv-paritaetischer-fordert-menschenwuerdige-neuausrichtung-der-grundsicherung-fuer-arbeitslose-un/

Besonders interessant die “Expertise Regelbedarfe”; pdf-Dokument: http://infothek.paritaet.org/pid/fachinfos.nsf/0/0fc22f7b31106cecc125827b0029807a/$FILE/Expertise_Regelbedarfe-2018.pdf

Da kann man nachlesen wie die Regierung auf Kosten der Ärmsten trickst und betrügt.

Über die Folgen dieser gewollten Armut per Gesetz berichte ich ja schon länger hier auf dem blog. Ganz schlimm ist dieser Minus-Bedarf für ältere chronisch kranke Menschen. Weil man fast alles, was krankheitsbedingt an Kosten entsteht, selber bezahlen muß. Ich gehe mal vom einfachen Fall einer Altersfehlsicht aus, dafür braucht man Brillen. Altersfehlsicht hat natürlich nichts mit Krankheit zu tun 😉 Bei mir ist es so, daß ich sogar verschiedene Brillen brauche, eine für den extremen Nahbereich, eine für den PC und eine für „weiter weg“. Das muß ich natürlich alles selbst zahlen. Da geht dann nur noch die einfachste Brillenversion für 20 Euro von Apollo. Aber selbst dies zu bezahlen, fällt mir oft schwer. Deshalb läuft man dann jahrelang mit verkratzen, nicht mehr der aktuellen Sehstärke entsprechenden Brillen, herum. Weil selbst die billigste Variante, die man sich eigentlich  neu kaufen müßte, der zeit nicht finanzierbar ist. Schlecht zu sehen, hat mit Lebensqualität nichts zu tun, schlechtes Sehen hat oft Kopfschmerzen und andere üble Dinge zur Folge.

ABer Essen ist mir halt wichtiger als gut sehen. Da muß man dann Abstriche machen.

25e

Zweites Beispiel: Das leidige Thema Facharztbesuch. Hier vor Ort, gibt es kaum Fachärzte. Dh. ich müßte weiter fahren, wollte ich einen solchen besuchen. Da ein Bahnanschluß vorhanden ist und sogar ein Bus zur Bahn fährt, wäre dies auch möglich. Leider mußte ich schon zweimal Facharzt-Termine absagen, weil ich das Fahrgeld nicht mehr hatte. Für die Bahn hätte ich mir ein Thüringen-Ticket (irgendwas um 25 Euro) kaufen müssen, und das Fahrgeld für den Bus-Zubringer hätte ich aufbringen müssen, das kostet hier extra. Also ca 30 Euro. Hatte ich aber nicht mehr. Der Grundsicherungs-Satz von 416 Euro monatlich, von dem ich alles bezahlen muß, beinhaltet keine Kosten für entfernte Arztbesuche. Ich wüßte auch nicht, wo ich das da abknapsen sollte. Ich muß mich mal diesbezüglich schlau machen „beim Amt“. Irgend jemand muß ja dafür zuständig sein. Wahrscheinlich werde ich dann erstmal von  X nach Y und wieder zurück, verwiesen. Wie das so ist. In Deutschland, dem ach so reichen Land. Angeblich soll man ja von dieser krassen Bedarfs-Unterdeckung noch Rücklagen bilden. So die „Leitlinie“ des „Amtes“.

Sehen Sie dazu im Vergleich, wie das ach so reiche Deutschland mit anderen Bevölkerungsgruppen umgeht:

Taxi für Flüchtlinge: Klick

Es ist nicht so, daß ich anderen Menschen nicht gönne, was sie haben bzw. bekommen. Man fragt sich aber sehr wohl, ob der krassen gewollten Armut für Deutsche, ob dies nicht Absicht ist. Mit so wenig Geld kann dauerhaft kein Mensch auskommen, Flüchtlinge natürlich auch nicht, aber wenn die so nebenbei quer durch Deutschland kutschiert werden auf Staatskosten, scheint ja doch genug Geld für „so etwas“ vorhanden zu sein, während man arme Rentner gerne in Mülleimern wühlen läßt bzw. zur Tafel gehen läßt.

Neue Heimat Kyffhäuser