Presselüge Rentenerhöhung

Die Rentenerhöhung in Deutschland: Gestern bei der Bild, „heute“ bei der Tagesschau – alle werden reicher. So jedenfalls kam es beim Volk an. Die Wahrheit: Die Rentenerhöhung ist lächerlich niedrig. Wer arm ist, wird arm bleiben. Die Rechnung wurde einfach verfälscht. 3,37 % Erhöhung So hieß es unter anderem, dass die Renten im Osten um […]

über +++ Unfassbare Lüge zur RENTENERHÖHUNG in Deutschland beim STAATSSENDER (Tagesschau) +++/watergate.tv — Andreas Große

Mein Kommentar kurz und bündig:

Das ist Quatsch. Jede Rentenerhöhung wird von der Grundsicherung/Sozialhilfe geschluckt. Die betreffenden Menschen haben keinen Cent mehr.

Für wirklich Arme (H4-Sozialhilfe-Grundsicherungsempfänger) wird es nur dann mehr Geld geben, wenn der H4-Satz steigt.

Dieser steigt aber nur um die wenigen Prozent, die gesetzlich vorgesehen sind, was bei weitem nicht ausreicht zum Leben. Weitere Informationen hier:

https://www.nachdenkseiten.de/?p=43011#h06

„Hartz IV muss überwunden werden“
Jens Spahn argumentiere überheblich und falsch, sagt der grüne Sozialexperte Sven Lehmann. Er fordert eine „sanktionsfreie Grundsicherung“.
taz: Herr Lehmann, Jens Spahn sagt, mit Hartz IV habe „jeder das, was er zum Leben braucht“. Warum ist das falsch?
Sven Lehmann: Jens Spahns Sätze sind überheblich und sachlich falsch. Allein 2,5 Millionen Kinder leben in Deutschland in Armut. Dahinter stehen Eltern, die arm sind. Die Leute stellen sich nicht aus Spaß bei Minusgraden an den Tafeln an. Das Problem ist sogar noch größer, weil viel mehr Menschen arm sind, als die, die tatsächlich Hartz IV beziehen. Viele Bedürftige melden sich gar nicht bei den Behörden, weil sie sich schämen oder nicht Bittsteller sein wollen.
Warum reicht die Grundsicherung nicht? Sie soll offiziell alle Bedürfnisse wie Essen, Kleidung und Wohnen abdecken.
Die Bundesregierung rechnet die Regelsätze künstlich klein. Als Maßstab gilt das, was Niedrigverdiener ausgeben, um über die Runden zu kommen. Diese Vergleichsgruppe wurde verkleinert, um bessere Einkommen auszuschließen. Die Liste der Dinge, die Hartz IV-Empfängern nicht zugestanden wird, ist lang. Dazu gehören beispielsweise Zimmerpflanzen, Haustiere, Weihnachtsbäume oder Malstifte für Kinder in der Freizeit. Wohlfahrtsverbände wie die Caritas gehen davon aus, dass der Regelsatz von derzeit 416 Euro für einen Erwachsenen mindestens 60 Euro höher liegen müsste.“ ZITAT ENDE

11e-Schoene-Aussicht

Ich füge hinzu: Medikamente und Arztbesuche weiter weg (Fahrgeld), sowie Reparaturen in der Wohnung, die laut der üblichen Mietverträge der Mieter tragen muß,  werden auch nicht bezahlt. So entstehen dann die „Gerüchte“, daß H4-Empfänger ihre Wohnungen verkommen lassen würden. Das stimmt schlicht nicht, es fehlt einfach das Geld, die Wohnung instand zu halten.

Sehr interessant der tägliche Nachrichtenüberblick „Hinweise des Tages“:

https://www.nachdenkseiten.de/

Teutoburgs Wälder

 

800 Euro brutto für 40 Stundenwoche

Fundstück:

Fundstück: „Niedriglohn-Standort Deutschland: Vergeben Sie ihre Produktion oder ihre Logistik oder ihren Service zu uns: Gewerbepark in Mittweida mit insgesamt 12.000 m2 Betriebsfläche. Miete für große Teilflächen kostenlos. Unsere fleißigen deutschen Mitarbeiter/innen arbeiten engagiert für 800€ brutto für die 40-Stunden-Woche, 173 Stunden im Monat, ohne Weihnachts- und Urlaubsgeld.“ Quelle: Anzeige in der FAZ (7.4.2006)

Fakt ist: Fabriken, Maschinen, Banken, Großgrundbesitz u.a. die im wesentlichen im Besitz der 1 % sind, „funktionieren“ nicht ohne die gewinnbringende Arbeit der lohnabhängig Beschäftigten.

Das kurze Video: „Wie der Kapitalismus funktioniert und woran er scheitern wird“ (von 11erGoff bringt die „Grundstrukturen“ der globalen kapitalistischen Produktionsweise klar und einfach auf den Punkt.

 

Teutoburgs Wälder

Fachärztemangel – Neues von der Armutsfront

Aus den Nachrichten der Epoch Times; link: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/pflegenotstand-wohnungsmangel-und-die-luecken-beim-internet-auf-dem-lande-a2370067.html

„Gesundheit:

Gesetzlich Versicherte leiden noch immer unter den langen Wartezeiten auf einen Facharzttermin. Um dieses Problem einzudämmen, würde die SPD am liebsten die Privilegien bei der Privatversicherung kappen. Doch da will die Union nicht mitmachen. In einem ersten Schritt will der künftige Gesundheitsminister Jens Spahn die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung ausbauen.“ ZITAT ENDE

Dieses Problem kenne ich.

Fachärzte gibt es hier im Kyffhäuserkreis kaum. Gibt es sie doch vor Ort, muß man 3 Monate oder länger, auf einen Termin warten. Gibt es sie nicht in dem Ort, wo ich wohne, muß ich weiter fahren. Da ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin, kostet dies je nach Entfernung viel Geld. Was ich nicht habe. Die Grundsicherung bei voller Erwerbsminderung, die ich beziehe, gibt das nicht her.

Beispiel aus der eigenen Praxis von vorigem Winter:

Akut geschwollen war an meiner rechten Hand das Mittelfinger-Wurzelgelenk. Bei mir ist selten etwas sichtbar geschwollen, obwohl ich permanent an mehreren Gelenken Schmerzen habe, dies ist auch normal bei Fibromyalgie und Chronischem Erschöpfungssyndrom.  Gut, in diesem Fall war mal etwas sichtbar, also ging ich damit zum Hausarzt. Ärzte tun ja sowieso nur dann etwas, wenn sie etwas sehen können, dh. ein nicht geschwollenes Gelenk, welches weh tut, kann vom Arzt leicht als „Einbildung“ bezeichnet werden. In dem Fall war das Gelenk aber geschwollen, also bin ich zum Hausarzt, der meinte, ein Facharzt müßte das abklären, ein Facharzt für Rheumatologie, und schrieb mir eine Überweisung.

Rheumatologen, auch internistische Rheumatologen, gibt es aber hier vor Ort nicht. Die nächsten sind weiter weg. Ich brauchte aber SCHNELL einen Termin, denn solche Schwellungen gehen ja auch schon mal wieder schnell zurück, ich brauchte also zeitnah einen Termin für dieses Gelenk.

Den bekam ich nicht. Trotz „Service“ (damit ist die oben erwähnte „Terminservicestelle“ gemeint) der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, es gab einfach keine freien Termine. Auch nicht mit der sogenannten „Notüberweisung“, die der Hausarzt dann, mit einem von der kassenärztlichen Vereinigung ausgestellten Not-Code (ein Zahlencode) versehen, ausstellt. Bzw. es gab dann doch, nachdem ich endlos hin – und her telefoniert hatte, einen Termin in Thüringen-Süd (Nähe Rudolstadt), irgendwo in der Pampa, also nicht erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Entfernung fast 200 Kilometer. Diesen Termin wahrzunehmen, habe ich aus diesen Gründen abgelehnt.

Dieser Erfahrungen gibt es noch mehr; diese Erfahrung ist die REGEL, keine Ausnahme.

  1. Weite Fahrten erfordern viel Fahrgeld – was ich nicht habe. Selbst 24 Euro für das Thüringen-Ticket ist für mich viel Geld.
  2.  Weite Fahrten erfordern viel Energie, die ich nicht mehr habe (3 Stunden Fahrt, eine Strecke, ist zu viel für mich.) (Sofern der Ort, wo sich der Arzt befindet, überhaupt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.)
  3. Fehlen Fachärzte vor Ort. Das wäre dann ein anderes Problem. Auf meine Frage, wer denn dafür verantwortlich sei, daß es hier so wenige Fachärzte gebe, wich man mir überall aus.

Man sieht, das Problem hat viele Facetten. Wer bleibt auf der Strecke? Der arme, chronisch kranke Mensch. Der wird durch seine Krankheit und Armut doppelt und dreifach gestraft.

10e-Erster-Trieb

Ich habe mich dann in dem Rahmen auch noch über Selbsthilfegruppen informiert. Die gibt es natürlich auch nicht vor Ort; Ausnahme: Deutsche Rheumaliga. Die kostet aber wieder Geld – was ich nicht habe.
Es dreht sich halt alles irgendwo im Kreis, im Kreis der Armut, und da kommt man nicht mehr raus.

Ich hätte niemals hier hin ziehen dürfen.

Teutoburgs Wälder

Pluralistische Ignoranz = Herdentrieb? – Vortrag Dr. Maaz Normopathie

Witziger Teilaspekt des Vortages von R. Albrecht (Vortrag ca 30 Min.):

Aus der Videobeschreibung: „Niemand ist hoffnungsloser versklavt als jene, die fälschlicherweise glauben, frei zu sein.” Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832). Wer für Andere arbeiten muss, weil er durch Staatsgewalt und ohne Entschädigung von einer Teilhabe an den natürlichen Ressourcen der Erde ausgeschlossen wird, ist nicht frei.

Der erste Schritt auf dem Weg in die Freiheit ist Wissen. Das Wissen über die eigene Unfreiheit bleibt den meisten Menschen aufgrund der Manipulation der Massen ein Leben lang verborgen. Wer die Manipulation erkennt, kommt der Freiheit ein Stück näher.

Manipulation ist ein Begriff aus der Psychologie, Soziologie und Politik und bedeutet eine gezielte und verdeckte Einflussnahme auf unser Erleben und Verhalten. Die Methoden der Manipulation wurden über Jahrhunderte perfektioniert und sind heute dank Massenmedien allgegenwärtig.

Freiheit bedeutet Abwesenheit von Herrschaft. Im Kapitalismus herrscht das Kapital. Es übt seine Macht über die Medien aus, die durch Manipulation der Massen die Illusion einer Demokratie erzeugen. Die Massenmedien entscheiden, wer die Interessen des Kapitals gegenüber dem Volk vertreten soll, denn nur wer wohlwollend erwähnt wird, kommt in einer politischen Karriere nach oben.

Wer solche Aussagen vertritt, wird schnell als „Verschwörungstheoretiker“ abgestempelt, ein Totschlagargument, mit dem heute praktisch jedes kritische Hinterfragen der Macht im Keim erstickt werden soll. Doch dieses Unwort des Jahrzehnts manipuliert uns auf fatale Weise, denn unser Unterbewusstsein kennt keinen Unterschied zwischen einem Verschwörungstheoretiker und einem Verschwörer – die Kritiker werden unbewusst als Täter wahrgenommen. So tragen viele Menschen durch Verwendung von Begriffen wie Verschwörungstheoretiker, Verschwörungsszene, verschwörungsfreundlich, Verschwörungsideologe, Verschwörungsbewegung usw. oft unfreiwillig und unbemerkt zur Verbreitung der Manipulation bei…  ZITAT ENDE

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Weiter entwickelt wird das Thema Freiheit durch diesen Vortrag des Dr. Maaz, der den Fokus auf die innerpsychische Freiheit legt, denn frei ist nur, wer nicht selbstentfremdet lebt:

Dauer ca 1 Stunde.

Normopathische Gesellschaft Definition Dr. Maaz in eigenen Worten:

Das kranke, also die Störung in der Gesellschaft, wird nicht mehr als krank gesehen, sondern für normal gehalten, weil es die Mehrheit der Gesellschaft so sieht/so will, so vertritt. Und was die Mehrheit macht/denkt, kann ja nicht falsch sein. Es handelt sich um einen sehr primitiven Abwehrmechanismus der Gesellschaft, des einzelnen Individuums der Gesellschaft, der aber verständlich wird, wenn man die Selbstentfremdung der einzelnen Individuen in der Gesellschaft erkennt, die weit verbreitet ist (Selbstentfremdung ist eine gesellschaftsübergreifende Tatsache), und daß Menschen deshalb solche Abwehr-Prozesse brauchen, um eben nicht erkennen zu müssen, daß sie in sich selbst total entfremdet sind.

Wie kommt es zu einer Normopathie massenpsychologisch. Dazu muß der Mitläufermechanismus angesehen werden:

Je größer die Selbstentfremdung des Einzelnen, desto größer ist der Mensch darauf angewiesen, einer Gruppe anzugehören,

in einer Gruppe angenommen zu werden, bestätigt zu werden, „dazu zu gehören“.  Keiner möchte gerne alleine bleiben, ausgegrenzt werden, beschimpft werden, diffamiert werden. Je größer die Selbstentfremdung ist, desto größer ist der Bedarf, Mitläufer zu sein, „unterzugehen“ (in der Gruppe), damit man ja nicht erinnert wird an die eigenen Fehler und Schwächen, UND desto weniger ist der Mut vorhanden, mal eine eigene Position zu vertreten.

So ungefähr definiert Dr. Maaz das Geschehen.

So sehe ich das auch. Derzeit haben wir wieder so eine Gesellschaft; hatten wir je eine andere?

Beim „Deutschen“ ist dieses Mitläufertum jedoch, meiner Meinung nach, im Verhältnis zu anderen Gesellschaften, extrem ausgeprägt, so ich das denn beurteilen kann.

Teutoburgs Wälder