Wider den Verfall des Guten

Deutscher Hiphop war das Thema irgendwo. Da hab ich mich immer gegen ausgesprochen. Das ist keine ursprünglich deutsche Musik. Auch wenn da jemand in deutscher Sprache seine Reime stammelt.

Versucht es mal mit singen, ist mein Standardargument. Da wären die meisten aufgeschmissen, singen, das können sie nicht mehr. Den Ton treffen, wie geht das.

Früher hatten wir Musikunterricht in der Schule, dort lernte man das Notensystem, Noten lesen, ein Instrument, und natürlich singen plus Gehörbildung.  Ein gutes Gehör ist ganz wichtig für einen Musiker, ohne geht es nicht, das ist ähnlich wie die Fähigkeit eines Malers, Dinge abzuzeichnen, die er vor sich sieht, ohne diese geht es auch in der Bildenden Kunst nicht. Ja ich weiß, die meisten können das auch nicht mehr, weil sie es nie gelernt haben, in der Bildenden Kunst verläuft der Verfall ähnlich wie in der Musik: Nichtskönner bestimmen, was IN ist und was Geld kosten darf und wer gut ist und wer nicht.  – Zurück zur Musik. Die Kinder bekommen heute keinen Musikunterricht mehr, sondern ein smartphone in die Hand gedrückt und damit verdaddeln sie ihre Jugend. Künstlerische Bildung bekommen sie nicht mehr, dies empfindet man als überflüssig. Schließlich soll der zukünftige Erwachsene ja nicht kritisch betrachten können, was ihm im Kunst – und Kulturbereich dargeboten bzw. angeboten wird. Er soll nur kaufen. Das heißt, er soll begeistert sein von jedem Schrott, den man ihm anbieten wird per Werbung. Kritische Menschen sind aber per se vorsichtig, und sie wissen genau, wenn sie die richtige Bildung haben, was gut ist, und was nicht gut ist, weil sie es so gelernt haben.

Bei mir ist das der Fall im Bereich Musik (bis auf klassische, davon hab ich nicht wirklich eine Ahnung, wenn ich auch gerne mal etwas Dementsprechendes höre) und später im Bereich Fotografie/Grafik/Bildende Kunst.  Den letzteren Bereich habe ich mir selber erarbeitet, als angeblich so dummer und fauler, offizieller „Arbeitsloser“ (allgemeine brd-Doktrin, wird gerne von Nationalsozialisten und Hetzern und Mobbern im Netz übernommen, weil sie nicht selbst denken können). Ich war nie arbeitslos, in dem Sinne, jetzt bin ich ja bekanntlich Rentner und mir fehlt weitere Kraft, mit da fort zu entwickeln. Auch sehen ich keinen Sinn mehr darin, denn in dieser Gesellschaft weiß man das Schöne, Wahre und Gute nicht zu schätzen. Die Mär, daß sich Gutes von alleine durchsetze, ist und bleibt eine schöne Märchengeschichte, nein, das tut es nicht, denn: aufgrund welcher Prämissen sollte es das? Wenn die Menschen, die breite Masse, das Schöne, Wahre und Gute nicht mehr erkennen können und, weiter gehend, deshalb auch nur zu schätzen wissen, dann hören sie es nicht, schauen es sich nicht an, kaufen sie es auch nicht, so einfach ist das. Sie suchen nicht danach, sie geben sich mit Schrott zufrieden, ihnen fehlt auch nichts. Bei mir war das immer anders, ich habe immer nach dem Schönen, Guten und Wahren gesucht und auch danach gestrebt, möglichst gut zu sein.

Hier noch mal den Schwarzen Raben:

Mein Tipp: Schaut euch an, was ihr öffentlich als „Kunst“ geboten bekommt, dasselbe gilt für Musik. Hinterfragt kritisch, hört kritisch, schaut kritisch, kauft nicht jeden Mist. Erst recht keine deutsche Rap-Hiphop-„Musik“.

Teutoburgs Wälder

 

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Ganz viele tolle tapfere Arier

Das Video ist aus München. In der google-Gruppe, wo es verlinkt wurde, meinten mehrere Schreiber, so sähe es in ihrer Heimatstadt auch aus. Ich kann bestätigen, daß es in Köln voriges Jahr auch so aussah.

Nur noch Ausländer. Ich glaube, an einer Stelle erkennt man einen einzelnen älteren deutschen Herrn mit einer Einkaufstüte verloren rumstehen, der den Eindruck machte, als habe er sich verlaufen. Deutsche sind in diesen Innenstädten nicht mehr vorhanden.

ich frage: Wo seid ihr denn, ihr ach so tollen, tapferen stolzen Arier, wollt ihr nicht mal eure Heimat und eure Städte verteidigen?

Einer der „tapferen Arier“, die mir immer wieder mal virtuell begegnen ist Sten berg auf youtube, hier ist sein Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCFrTbGm3VGNvX4py_p7nwQw. Ein klassischer Nazi. Wollen wir doch mal sehen, wie die Einstellung dieses klassischen Nationalsozialisten ist; dazu bediene ich mich einiger Kommentare von Sten berg aus der Diskussion: Frieden ist eine Lüge, von Emperor Caligula, die hier: https://www.youtube.com/watch?v=jy4nTOU_z1A zu finden ist.

Kontext des Videos: Frieden ist eine Lüge, alles ist Kampf, das ist so in der Natur, das ist die natürliche Ordnung.

Was ist davon zu halten? Nichts.

screenshot:

Ganz viele tolle tapfere Arier-1

Zweite typische Aussage des „tapferen Ariers“ Sten berg aus dem Video: Christentum und Kommunismus, hier zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=B0RUe-SYNkA, ebenfalls von Emperor Caligula.

Aussage Sten berg: „Die soziale Gerechtigkeit ist die Gier von Vollversager wie ein Konzernscheich leben zu wollen. Also auf den Rücken der Fleißigen, Wissenden und der Könner. Eine andere Art des undankbaren Schmarotzertums.“

screenshot: Ganz viele tolle tapfere Arier-2

Soziale Gerechtigkeit hält man für nicht nötig, ja, überflüssig. Hier tritt ganz klar hervor, daß die selbsternannte „Elite“, in dem Fall national gesinnt,  sich für besser hält weil sie mehr Geld hat. Alle anderen sind selbst schuld, schließlich hätten sie einfach noch mehr arbeiten müssen, dann hätte das auch schon geklappt mit dem Geldverdienst.  Und, natürlich, ist man, weil man dick Asche in der Tasche hat, auch der absolute Wissende, Könner und Übermensch, fast Gottgleich. Alle anderen sind Abfall, Dreck, können nichts, sind Vollversager, ja, Untermenschen, und nicht der Erwähnung wert. Außerdem ist dieses System des Stärkeren, der sich durchsetzt, sowieso naturgewollt, denn in der Natur ist es ja genauso. So argumentieren Nationalsozialisten. Allerdings argumentieren alle sogenannten „Eliten“ so, egal, ob sie national gesinnt sind oder nicht. Sie vereint nur eines:

Ihre Gier nach Geld und immer mehr Geld und natürlich, Macht.

 

Was ist davon zu halten?

Also erstmal halte ich von diesen Waschlappen gar nichts. Meiner Meinung nach sollten diese Leute vom Erdboden verschwinden. Egal ob sie national oder international gesinnt sind, sie sind Dreck. Das gilt für die Eichelburgs der Welt genauso wie für die Stem bergs der Welt.

Zweitens hat es mitnichten etwas mit Menschlichkeit zu tun, wenn der Mensch sich menschlich und eben NICHT unmenschlich (nämlich grausam, unempathisch) wie eben in der Natur, verhält. Oder ist der Mensch dem Tiere gleich zu setzen? Das Tier tötet zweckgebunden, o je, das tut der Mensch nicht. Ist der Mensch dann nicht derzeit sogar noch schlimmer als jedes Tier in der Natur? Ja, aber das ist nicht das, worauf ich hinaus will. Es ist des Menschen Aufgabe im Leben, 1. der zu werden, der er ist, und 2. auf dem Weg dahin, nach seinem Gewissen zu leben. Für „Gewissen“ kann man nun auch genauso gut die Worte „Werte, Moral, Ethik“ einsetzen.  Wer sich bei seinen Handlungen vom Gewissen leiten läßt, macht nichts falsch. Wer aber die Schwachen untergehen läßt, weil „das so natürlich ist“, der weiß nicht, was Menschsein ausmacht. Das ist dieser faschistoide, kranke Zug, den die Nationalen alle haben, diese Charaktereigenschaft, starrsinnig für das Eigene gegen Andere in den Tod und darüber hinaus zu gehen. Diese Eigenschaft hat keinen Volkscharakter, denn sie gibt zwar vor, für „die Sache“ zu kämpfen, aber das tut sie nicht, sie ist übersteigert egoistisch-narzißstisch „für die Sache“. Es gibt keine Sachen. Es gibt nur Menschen. Klar, e sgibt auch Lehren, von irgendwelchen Spinnern, an die sich dann alle Menschen anpassen MÜSSEN (sonst gehören sie nicht dazu und ihnen wird das Lebensrecht aberkannt). Was ist von diesen Lehren zu halten? Na, nichts. Wer den Schwächsten in der eigenen Gesellschaft nicht die Butter auf dem Brot gönnt, wie – zum Beispiel – der user sten berg auf youtube oder Walter Eichelburg auf hartgeld punkt com, ist leider dieser Gruppe der kranken, narzißtischen Figuren zuzuordnen, die andere Menschen nur zu gerne opfern, irgendeiner „Sache“ wegen. Oder „weil es in der Natur auch so ist“.. Solche Leute und solche Lehren dürfen KEINE Verbreitung finden.

(Und noch zur Anmerkung. Ich gönne auch dem armen Neger in Afrika die Butter auf dem Brot. Aber bitte, da, wo er hin gehört, in seine Heimat. Das eigene verteidigen, ist menschlich, und hat nichts damit zu tun, Armen und Schwachen nichts zu gönnen.)

Teutoburgs Wälder

ps. diese „extrem edlen Arier“ a la Sten berg halten sich natürlich auch nicht in der brd auf, sondern predigen ihren menschenverachtenden Mist aus dem sicheren Ausland. Was ja auch genug über sie aussagt. Kämpfen dürfen hier in der brd nur noch die Übriggebliebenen Alten, Kranken und Schwachen. Das ist auch ganz nach der „edlen Arier“ Sinn, da müssen sie sich wenigstens nicht die Finger schmutzig machen.

Essen für fünf Euro täglich

Mein heutiges Essen darf nicht mehr als fünf Euro kosten. Der Rest des Monats wird lang. Was kann man gesundes essen, für fünf Euro? Nicht viel. Tiefgekühltes Gemüse, ist billiger als frisch, im Kilo 1,49, die billigste Sorte, dazu ein Paket Schafskäse, der billigste 1,69 Euro, macht zusammen 3,18 Euro. Nun hab ich aber heute das „teurere“ mexikanische Gemüse gegessen, kostet 1,89 Euro plus Ein Drittel von dem Schafskäse, macht 0,64 Euro, gesamt: 1,53 Euro für mein Mittagessen. Frühstück fiel heute aus. Mal sehen was der Tag noch bringt an Essen für 3,47 Euro, davon muß allerdings noch Toilettenpapier für 1,98 Euro bezahlt werden. – Ich sehe, das haut schon wieder nicht ganz hin, dann muß das Toilettenpapier bis morgen warten.

So wird es nächste Woche weitergehen, und so geht es den ganzen nächsten Monat weiter und ebenfalls die kommenden Jahre. Änderungen wird es nicht geben, es sei denn, der Vollegoist W. Eichelburg hat recht, der große Crash kommt, und alle armen Rentner verhungern. Soziales Leben ist von wenig bis gar keinem überflüssen Geld nicht möglich, dh. kein Kaffee im Café, kein Verein, keine Konzerte, keine Fahrten irgendwo hin, braucht ein armer Rentner ja auch nicht, der hat ja immer Urlaub, werden die Neider jetzt denken, wie ich das mit dem Arztbesuch mache, der leider weiter entfernt wohnt, weiß ich noch nicht, ich habe definitiv kein Geld, um da hin zu fahren. Dasselbe gilt für dringend notwendige Nahrungserzänzungsmittel.

Dazu passend Professor Bontrup: Warum setzen sich linke Alternativen in der Wirtschaftspolitik nicht durch?

 

Teutoburgs Wälder

Gejammer auf hohem Niveau

Bezug nehmend auf:  https://jenseitsdesnordens.wordpress.com/2017/08/22/der-untergang-kultureller-wertvorstellungen-durch-suggestive-massenpsychologie-serie-teil-2/

Ja, wir trauern jetzt alle kräftig um die armen Opfer. Die Millionen armen gehirngeschädigten Opfer, die es ja nicht schaffen sich von ihren suchterzeugenden Spielzeugen zu trennen.

Natürlich freiwillig! Jeder kann seine Glotze ausmachen und versuchen seine Sucht zu beherrschen – es ist ja keine Schande, süchtig zu sein. Eine Schande ist es, nichts dagegen zu tun.

Ich lebe schon über 10 Jahre ohne TV, ich brauch auch kein Radio, keine „Zeitungen“ und kein Internet – letzteres ist schwieriger, aber es geht. Mich könnte man ohne all diesen Kram monatelang in den Wald setzen und mich dort leben lassen – es würde gehen, ich würde nichts vermissen. Das ist noch gesund. Wieviele Leute das können, da draußen? Ich schätze mal, nicht ein Prozent. Ach so, ganz nebenbei: Ich rauche auch nicht und saufe auch nicht. Ich bin völlig drogenfrei – die beste Droge ist ein klarer Kopf. Ja klar das erfordert Disziplin, sowas durchzuhalten und manchmal ist es schwierig, aber genau das wollen die Menschen ja nicht mehr. Mit solchen Leuten soll ich Mitleid haben? Was soll diese Artikelserie „Der Untergang kultureller Wertvorstellungen durch suggestive Massenpsychologie“? Es obliegt jedem Einzelnen, ob er sich beeinflussen läßt, oder nicht.

Mensch ist man, weil man zu alledem NEIN sagen kann!

 

Den meisten gefällt das, was sie tun, machen, hören, tweeten, dummlabern. Also sollen sie doch an ihrer Dekadenz ersticken. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man über eine so verdummte Bevölkerung noch Artikelserien schreiben kann, in denen man krampfhaft zu beweisen versucht, wie unschuldig doch die Bevölkerung an ihrer Gehirnwäsche ist. Als ob einer deshalb sein TV ausmachen würde, als ob das etwas ändern würde. Nein, tut es natürlich nicht.

Davon abgesehen, schaltet man dort auf dem Blog keine Kommentare mehr frei. Ein Blog, wo nicht kommentiert werden darf, ist aber sinnlos.

 

53e
Für die Götter

Na ja gut, die Autorin hat ja genug bei mir geklaut. Weitere Artikel verbiete ich mir hiermit auch, dorthin zu kopieren. So weit wie Du, Schreiberling von „Jenseits des Nordens“ jetzt meinst, spirituell zu sein, war ich schon vor Jahren. Ich habe dir also etwas voraus. Auch deine Liebe zum faschistischen Nationalsozialismus teile ich nicht, im Gegenteil, der NS hat es vielen Deutschen verunmöglicht, sich für den Alten Germanischen Glauben zu interessieren, weil man dann, sobald man beginnt, sich für seine Vorfahren zu interessieren, sofort als „Nazi“ diffamiert wird. Und euch „Nazis“ (du gehörst auch dazu, Schreiberin von „Jenseits des Nordens“), euch geschieht das nur recht, ihr habt euren gewaltigen Anteil an der derzeitigen Misere des deutschen Restvolkes, hoffentlich tragt ihr schwer an eurer Verantwortung.

Die eigentliche Aufgabe, die noch zu erledigen bleibt, auf die komme ich später mal ….. morgen oder wann … zu sprechen. Seltsamerweise wußte ich davon auch schon vor Jahren … und nun sagen andere Menschen (Taurec) genau das, was ich seit Jahren weiß, intuitiv weiß. Bis auf diese eine Aufgabe gibt es nichts mehr zu tun in diesem Leben. Sie ist aber gewaltig. Ich bin ziemlich sicher, daß mein ziemlich verrücktes Leben mich genau an diese Stelle, zu dieser Aufgabe hin geführt hat. Man darf die Dinge nicht erzwingen sondern muß sie fließen lassen.

Teutoburgs Wälder

Wegweisend: Taurec, Gelbes Forum – der ewige Defätismusvorwurf

„Hallo!

Nur handelt es sich hierbei um keine sachliche Diskussion mehr, sondern um die irrationale Verteidigung pseudoreligiöse Glaubenssätze. Desgleich muß zwangsläufig unter die Gürtellinie gehen.

>> Aluhut

>> Fascho-Gedanken

>> Mimimi

>> faschistoid

Wer solche ausgelutschten, altbekannten Totschlagkeulen einwebt, um den Kontrahenten in eine moralisch anrüchige Ecke zu stellen und zwischen den Zeilen zu verstehen zu geben, daß sich mit ihm eine Diskussion ohnehin eigentlich verböte, mit dem verbietet sich selbst jegliche Diskussion, weil er dazu offenbar nicht bereit (und vielleicht auch gar nicht fähig ist). Die Faschismuskeule wirkt wie kalter Wind, der durch hohle Gemäuer pfeift, und zwar bei dem, der sie schwingt.
Ob die Angst vor dem Bösewicht Faschismus, den man völlig aus seinem geschichtlichen Zusammenhang gerissen als Pappnase seinem Gegner anheftet, um ihn als Mensch unmöglich zu machen, überhaupt noch bei jemandem verfängt? Im Grunde sind wir am Anfang des 21. Jahrhunderts schon so weit davon entfernt, daß diese Anheftung nichts weiter als lächerlich wirkt und von einem Geist zeugt, der sich aus abgelebten historischen Zusammenhängen nicht lösen kann und seinen kleinen Rahmen für die ganze Welt setzt.

>> Es wäre schön, wenn wir hier mal ein bisserl mehr ins Detail gehen, wenn wir über „das System“ reden.

Auf diese Art verliert man sich in ewigem Detailgehudel über Verfahrensfragen und rechtliche Spitzfindigkeiten, welche die grundsätzliche Möglichkeit einer reinen Demokratie nicht in Frage stellen, sondern als unbelegten irrationalen Glaubenssatz unhinterfragt voraussetzen. Das große Ganze wird aus den Augen verloren. Ehe man sich mit Detailfragen beschäftigt, sollte die grundsätzliche Frage geklärt werden, ob Massendemokratie (eine andere hast Du offenbar nicht im Auge) überhaupt möglich ist. Dazu sollte man sich mit Geschichtsschreibung und Philosophie aus Quellen auseinandersetzen, die sich deutlich außerhalb der in der demokratischen Gesellschaft sorgsam eingehegten Komfortzone bewegen. Monterone hat hierzu durch seine vielfältigen Zitate insbesondere französischer Autoren wohl einige Inspiration zu bieten.

Mir waren Oswald Spenglers Werke im Wesentlichen ausreichend, dessen Lektüre genügt, einem die demokratische Unverfassung gründlich auszutreiben – sofern man überhaupt bereit ist, die Grundfesten des modernen Lebens in Frage zu stellen, was leider keine Frage des intellektuellen Verstehens, sondern der seelischen Grundeinstellung und des Charakters (im Sinne von „Wesensart“) ist. Insofern sind Diskussionen zwischen allzu gegensätzlichen Polen wohl von Vornherein zwecklos, da ein gegenseitiges Überzeugen gar nicht möglich ist.

Daraus spricht natürlich mein persönlicher Eindruck, daß jeder, der nur irgendwie demokratische „Werte“ verficht, auf einer vorbewußten Ebene grundsätzlich auf der falschen Seite steht und sich die Welt nicht von der Seite des Lebens, sondern des Todes denkt. Kennzeichen dessen sind Konstruktionsversuche steriler (also unfruchtbarer und toter) Systeme, die das menschliche Leben durch Theorien und schriftlich niedergelegte Verfahrensweisen von außen strukturieren wollen. Solche Systeme leben nicht von innen heraus, sie wachsen nicht organisch aus dem Zusammenleben der Menschen, sondern sind eben tote, grundsätzlich lebensunfähige Ersatzkonstruktionen.
Spengler beschreibt die Demokratie als verfassungsmäßig festgeschriebene Anarchie. Mit der überbordenden Bürokratie wird lediglich die zunehmende Formlosigkeit des menschlichen Lebens verbrämt. In der toten Hülle der Verfassungen und Verordnungen machen sich Aasfresser breit und Kräfte kommen zum Wirken, die in der vordemokratischen Epoche durch eine Art Immunsystem der Kultur unten gehalten wurden. Dergleichen Leute, die heute den Ton angeben und das Denken der Menschen bestimmen, befanden sich zuvor auch tatsächlich am Bodensatz der Gesellschaft. In diesem Sinne ist Demokratie tatsächlich mit dem Verwesungsprozeß zu vergleichen, der beginnt, indem Darmbakterien den Wirtskörper zu verdauen beginnen, ehe die Aasfresser kommen. Wie auch die Verwesung ist der Verlauf der Demokratie, wie wir ihn heute beobachten können, zwangsläufig. Alle Versuche, die Demokratie zu reformieren, zu ihren Ursprüngen zurückzuführen, die „heiligen Ideale“ der Theorien in realis zu verwirklichen, sind bestenfalls weltfremd.
Dieser überall zu beobachtende obszöne Beteiligungsfetischismus aus „Teamarbeit“, Ringelreigen und Händeklatschen, der die Menschen dazu bringen soll, die Demokratie von unten her mit Leben zu füllen, kann über die Todesnähe dieser Staatsverfassung nicht hinwegtäuschen. Die begleitende Auflösung der Grundfesten der Gesellschaft, der Familie und der Geschlechterrollen (aus denen sich alle gesellschaftlichen Funktionen ableiten), wird dadurch nicht behoben. Diese Auflösung ist in großstädtischen Formen des Aufeinanderlebens zwangsläufig. Die egalitären, liberalen Grundlagen der Demokratie sind indes nicht die Ursache, sondern ein Symptom einer schon vor dem Durchbruch der Demokratie gründlich veränderten Lebensauffassung der Zivilisation insgesamt, welche die innere Bindung an ihre kulturellen Grundlagen verloren hat. Eine demokratische Verfassung bringt diese Grundstimmung lediglich in eine äußere Form und macht sie auch für jene schwindenden Teile der Gesellschaft durch Zwang verbindlich, die innerlich noch intakt geblieben sind. Dahinter verbirgt sich eine besondere Perfidie der Demokratie.
Ein Versuch, dies zu ändern und aus der Demokratie sozusagen eine „konservative Nationaldemokratie“ oder ähnliches zu machen, ist zum Scheitern verurteilt. Er würde von der Mehrheit der Menschen aufgrund der zeitgeistlichen Tiefenströmung nicht getragen werden und alsbald in die bekannten korrupten Formen übergehen. In diesem Sinne ist die Demokratie tatsächlich alternativlos und eine Diskussion über etwas anderes verbietet sich grundsätzlich, weil es sinnlos ist.

Dein wiederholtes, dümmlich-infantiles „Mimimi“ ist der untaugliche Versuch, dieser unausweichlichen Grunderkenntnis zu entgehen. Du forderst letztlich völlig sinnlose Alternativen innerhalb eines im Großen und Ganzen alternativlosen Verfallsprozesses, den Du als solchen gar nicht erkennen kannst. Daß Leute, die das erkannt haben und die moderne Welt mit all ihren vermeintlichen „Segnungen“ und „Errungenschaften“ in ihrer Gesamtheit gedanklich in die Tonne stopfen, keinen Ausweg bieten können, spricht aber nicht gegen die Richtigkeit ihrer Erkenntnis.
Das Fordern nach Alternativen spiegelt vielmehr den gedanklichen Grundirrtum wieder, der sich letztlich auf die Aufklärung zurückführen läßt, deren (im Wesentlichen stets falsch verstandene) Aufforderung, sich seines Verstandes zu bedienen, zum Machbarkeits- und Planbarkeitswahn geführt hat, der als wesentlicher Motor zur Zugrunderichtung des Lebens in Europa beiträgt. Man meint, es diesmal richtig zu machen und die Staatform zu finden, die das menschliche Leben ein für alle Mal in Ordnung bringt. Seitdem werden Systeme abstrakt konstruiert, die zu Elend und Massenmord führen, wo immer sie in die Tat umgesetzt werden. Das Leben und die Geschichte als das Leben der Kulturen sind aber nicht planbar, weil es sich aus seelischen Tiefenschichten organisch entwickelt, auf denen das menschliche Bewußtsein mit seinen Gedanken, Theorien und Systemen lediglich sekundär obenauf schwimmt. Theoriensysteme, Ideologien, etc. sind lediglich eine Anzeige, welche Stunde es historisch geschlagen hat. In Wirklichkeit bewegen sie nichts, bringen nichts hervor, sondern werden hervorgebracht.
Noch nie wurde mehrheitlich und durch Beschluß des Volkes die Staatsform fundamental geändert. Das waren bestenfalls Scheinabstimmungen (falls überhaupt eine Abstimmung stattfand), die im Rahmen dessen, was die Epoche als Möglichkeiten vorgibt, die äußere Verfassung geändert haben. Die Abschaffung der Monarchie war kein vom Volk getragener Mehrheitsbeschluß. Das Ende der Demokratie wird es ebensowenig sein.

Eine wahrlich organische Gesellschaftsform, die sich im Gegensatz zum obig erschöpfend beschriebenen Sinne, von „unten“ aus dem Zusammenleben der Menschen selbst entwickelt, spiegelt stets die innere Struktur eines höheren Lebewesens wieder, welche – wie der Begriff bereits aussagt – aus „Organen“ besteht. Diese sind funktional aufeinander bezogen und stehen in einer gewissen Hierarchie zueinander. Es gibt ausführende, verarbeitende, produzierende, transportierende Organe. Es gibt solche, die lediglich vegetativ vor sich hin arbeiten, und solche, die bewußt Entscheidungen treffen und bestimmen, wohin sich der Gesamtorganismus bewegt. Dann gibt es solche Organe, die zur Reproduktion dienen, und solche, die dem Schutz vor inneren Krankheiten oder äußeren Feinden dienen. Diese ausdifferenzierte Struktur läßt sich eins zu eins auf die Gesellschaftsform innerhalb von Hochkulturen übertragen, in welcher jeder Mensch eine durch Geburt schicksalhaft zugewiesene Funktion zu erfüllen hat, der er entweder durch sein persönliches Leben nachkommt, oder an welcher er scheitert, wodurch er wie eine abgestorbene oder krebsartig mutierte Zelle ausgesondert wird.
Aus der organisch-hierarchischen Differenzierung des Lebens, die sich auch mit den Teilaspekten führende und ausführende Arbeit beschreiben läßt, folgt zwingend, daß eine solche Gesellschaft niemals demokratisch, sondern stets monarchisch aufgebaut ist. Wahlen gibt es in solchen Gesellschaften nur unter Menschen, die von Geburt an die gleiche Funktionsart im Gesamtorganismus haben. So wird, wer immer gewählt wird, die ihm zugedachte leitende Funktion auch erfüllen. Dem entsprechend setzen sich die wählenden Gremien aus kleinen Zirkeln einander bekannter Männer zusammen: Kurfürsten, Stadtbürger, Zunfthandwerker, etc.
Das ist das höchste an Wahlen, das eine Gesellschaft verkraften kann, und das in diesem Umfang auch völlig sinnvoll und stabilisierend ist. Die Menschen regeln innerhalb ihres Lebensumfeldes, das sie überschauen und verstehen, ihre Angelegenheiten selbst. Ein Bauer, der das Oberhaupt seines Dorfes wählt, ist darin nicht weniger mächtig als die Kurfürsten, die den Kaiser wählen. Auch die attische Demokratie, das altisländische Thing und die antiken römischen Tribus bewegten sich im Grunde innerhalb dieses Spektrums.

Gruß
Taurec

Quelle: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=441093

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Teil 2:

Hallo!

>> verschwenden, die Fundamentalkritik an der Demokratie üben ohne irgendwann Alternativen zu besprechen?

Die „Alternative“ habe ich Dir am Ende in Form der „organischen Entwicklung“ geschildert.

Eine Alternative innerhalb des Systems, welche zwangsläufig in irgendeiner Form demokratisch wäre oder eine reine, aus der umgeschwungenen Demokratie abgeleitete Massendiktatur, wäre völlig nutzlos, selbst wenn sie sich verwirklichen ließe.
Was ich zu verstehen geben wollte, war der Gedanke, daß unsere Welt auf einer Ebene kaputt ist, die sich unserem Einfluß entzieht, da sie die seelisch-kollektive, innere Verfassung unserer Zivilisation betrifft und vor-bewußt ist. Aus dieser Ebene fließen die Ideen, die wir als Systementwürfe, Ideologien usw. im Bewußtsein tragen, sie läßt sich aber nicht umgekehrt durch unsere Entwürfe beeinflussen.
Jede konstruierte Alternative würde rein gar nichts bewirken. Sie würde als Ausfluß der Verfallsepoche, die uns hervorgebracht hat, lediglich den „Systemfehler“ aller Staatsformen seit der Gründung der USA wiederholen, ohne grundsätzlich etwas zum Besseren zu wenden. Das Ergebnis wären über kurz oder lang Zustände, wie wir sie heute haben. Daher sind solche Versuche als Verschwendung von Zeit und Kraft zu unterlassen.

Deine Aufforderung bezieht sich lediglich auf ein Gedankenexperiment, dessen Ergebnis von Vornherein feststeht (bzw. feststehen soll, weil es aus ideologischen Gründen feststehen muß). Es soll nämlich die Demokratie gerettet werden, wobei „Demokratie“ pars pro toto für das damit immanent verflochtene Primat der Wirtschaft, also für Geldherrschaft steht. Beides läßt sich nicht trennen, allenfalls abstrakt gedanklich, aber nicht in der Welt der Tatsachen. Das Primat der Politik wiederherzustellen hieße, die natürliche Ordnung des Lebens wiederherzustellen, in der nicht die Konzentration nach innen zum Verdauungssystem („Wirtschaft“), sondern nach außen auf die lebendige Umwelt dieses Planeten, mit der wir durch Entschluß und Tat umgehen müssen („Kopf und Hände“), vorherrschen würde. Das würde aber, wie ich dargestellt habe, keine demokratische, sondern eine monarchische und ständisch gegliederte Verfaßtheit sein (in der als Voraussetzung zudem sehr viel weniger Menschen am Leben sein müßten).

Dein ständiges Pochen auf Dir genehme Alternativen, deren Vorliegen Du zur Voraussetzung der Richtigkeit der Demokratiekritik machst, die dann allerdings gar keine mehr wäre, ist in sich unsinnig und ermüdet darüber hinaus. Diese Forderung ist weder richtig, noch ist sie ein Argument gegen eine Fundamentalkritik der modernen Welt. Gleichwohl wirst Du sie auch künftig erheben. Man kann ja dann auf meine Beiträge in diesem Faden verweisen, um die Diskussion abzukürzen. [[zwinker]]

Die beschriebene „organische Alternative“ läßt sich natürlich nicht per Beschluß oder durch missionierende Überzeugungsarbeit bei den Menschen durchsetzen. Sie wird sich von selbst entwickeln, nachdem die moderne Welt (deren Eigenschaften „Demokratie“ nur eine ist) sich abgelebt und das Zersetzungswerk vollendet ist. Diese Welt muß sterben, ehe sich wieder lebenswerte Umstände einstellen. Was nicht lebensfähig ist, wird verenden. Aus den Trümmern, welche die Welt wie aus zersetzten alten Hochkulturen entstandener Humus bedecken werden, erwächst organisch die einzig echte Alternative zu Demokratie und Herrschaft des Geldes.

>> ob unsere Demokratie oder Strasserismus besser ist, also ein nationaler Sozialismus ohne Hitler

Damit verwickelst Du Dich in irgendwelchen kleingeistigen Scheinalternativen. „Strasserismus“ oder „Nationalsozialismus“ geht so weit am Wesentlichen vorbei, wie sonst nur was. Das sind organisatorische (aber nicht organische) Varianten der Verfaßtheit einer Epoche, die sich zwar genausogut hätten durchsetzen können, wie das tatsächliche Ergebnis der oberflächlichen politischen Händel, unterm Strich aber an der großen historischen Entwicklung der von Geld und Technik dominierten Zivilisation des Abendlandes nichts geändert hätten.

>> nur solchen sinnvollen Debatten

Es sind in der Tat keine sinnvollen Debatten. Die Sinnhaftigkeit ergäbe sich letztlich einzig durch die Möglichkeit einer Alternative, durchgesetzt zu werden und die Welt tatsächlich zu verändern. Sogar die Durchsetzungsfähigkeit als Mindestanspruch ist aber gar nicht gegeben.
Der Anspruch, „die Welt zu verändern“, ist insofern von sich zu weisen, als er der Motor der destruktiven Eigenart unseres Zeitalters ist. Jeder einzelne, der letztlich nur eine weitere Sprosse in die Leiter abwärts gesetzt hat, hatte hehre Ideale, die Welt zu verbessern. Wer sich nicht als Zersetzer betätigen will, übt sich in Fundamentalkritik der modernen Welt und versucht an inneren Werten durch die Zeit zu retten, was nur zu retten ist. Das ist indes keine äußerliche Tätigkeit, für die man Anerkennung und Zuwendung bekäme, sondern eine einsame Haltung, die kaum nach außen drängt und allenfalls mit anderen Einzelnen geteilt wird, denen man zufällig begegnet.

Ich verweise hier auf Julius Evolas (⇐ Pöhser Faschist! [[top]]) Büchlein „Den Tiger reiten“, in dem er ausführt, daß heutzutage sogar die familiären Traditionslinien, also das Verhältnis zwischen Vätern und Söhnen (falls überhaupt vorhanden) derart gestört ist, daß eine Weitergabe eigener Werte durch Vorbild und Erziehung unmöglich geworden ist. Durch das Hamsterrad der Arbeitswelt unter dem Wirtschaftsprimat sind die Väter den aufwachsenden Söhnen entzogen. Entweder werden die Söhne durch die Gesellschaft korrumpiert, oder diejenigen Söhne, in denen sich eine Ahnung der Verderbtheit der Welt regt, finden entfremdete und ihrerseits korrumpierte Väter vor. Er empfiehlt daher eine Art Lehrer-Schüler-Verhältnis zwischen Seelen, die nicht durch Bluts- sondern Geistesverwandtschaft verbunden sind, um den Funken der Tradition durch dieses dunkle Zeitalter zu retten.

>> Kein vernünftiger Mensch (auch kein AfDler) würde die Demokratie abschaffen wollen.

Das würde ich allerdings auch nicht, ist sie doch einer der notwendigen und unausweichlichen Prozesse, mit denen sich die moderne Welt selbst zugrunde richtet und den Boden für den künftigen Wiederaufstieg bereitet. Man verlangt ja auch von einem Leichnam in praller Sonne nicht, gefälligst mit der Verwesung aufzuhören.

Wenn ich die Wahl gehabt und in einer früheren Epoche gelebt hätte, so hätte ich die Demokratie gar nicht erst eingeführt. Jedenfalls hätte ich alles daran gesetzt, derartige Revolutionen schon im Keim zu zerschlagen. Das gebietet schon die Ehre, obschon die Anstrengungen von einem höheren Standpunkt vergeblich gewesen wären und die damaligen Gegner der Demokratie auf verlorenem Posten standen.

>> Deutschland zu einem der wohlhabendsten und rechtssichersten Staaten

Auch hier spricht nicht der Kopf, sondern der konsumierende, satt sein und gemächlich vor sich hin verdauen wollende Bauch, der zu einer ihm nicht gebührenden Herrschaftsposition gelangt ist.

>> pseudoreligiös

Pseudoreligiös sind all diese weltfremden Systementwürfe ohne Hoffnung auf Verwirklichung und mit Anspruch der utopischen Weltverbesserung, weil man sie mangels politischer Durchsetzungsfähigkeit und mangels Tatsachensinns nur glauben kann und will.

Gruß
Taurec

Quelle: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=441101

98e-Hochwald

Teil 3:

>>Was ist Dein Vorschlag? Was ist jetzt zu tun?

Der Weg kann konsequenterweise nur auf individuellem Wege beschritten werden. Dem entsprechend gibt es kein pauschales Rezept. Es hängt von der eigenen Persönlichkeit und ihren Neigungen ab.

Ich verwies auf Evolas Buch, das einem (aber wohl nur dem geneigten Leser) ein paar Lichter aufstecken kann, exemplarisch aber auch Ritters Buch, der unter anderem auf Evola, Jünger und einigen anderen basiert.

Der mittelalte Ernst Jünger beschrieb im „Waldgang“ den Weg vereinzelter, in der Tradition, also auch spirituell im Überzeitlichen verwurzelter Quertreiber, die an den Säulen des Systems sägen und die Herrschaft der Quantität durch Qualität zu Fall bringen.

Der alte Ernst Jünger beschrieb in „Eumeswil“ ein dem Deutschland seit 1919 mit wechselnden Republiken und Diktaturen nicht unähnliches System, in dem sich der innerlich anders verfaßte „Anarch“ arrangiert hat, nach außen hin konform lebt, aber im Privaten den Zusammenbruch vorbereitet. So beschreibt Jünger vergleichsweise detailliert, wie er sich im Wald einen Ausweichbunker mit Bewaffnung einrichtet. Konsequenterweise verschwindet der Protagonist schließlich in der Wildnis, während die Zivilisation weiter ihren belanglosen Lauf nimmt.

Einen aktiveren Nebenweg nimmt das „Projekt Sankt Michael“ (ehemals „Projekt Ernstfall“) aus der Überlegung heraus, dem kulturellen Zerfall zu begegnen, indem man Keimzellen bildet, die dem dunklen Zeitalter gewachsen sind. Auf der Suche nach einer für Zugänge möglichst anknüpfungsfähigen spirituellen Grundlage kam man auf die Idee, daß bestimmte untergründige Elemente des Christentums als der einzigen überkommenen europäischen Religion das sinnvollste seien (im Gegensatz zu diversen Sekten und Erneuerungsbewegungen, die es in der Vergangenheit gab und gibt, die aber stets nur wenige interessieren können und selbst nur ein von der Moderne ausgehender Kontrapunkt sind). Das Ergebnis ist wohl eine Anlehnung an den Deutschen Orden des Mittelalters (Dienst und Aufbau in einem verwilderten Land) und des Klosterwesens, in dem schon damals die Reste der Antike durch das letzte dunkle Zeitalter gerettet wurden.

Das Gemeinsame ist ein Entsagen von allen äußerlichen politischen („parteipolitischen“, aber letztlich ideologischen) Tätigkeiten, die einen nur ins System verstricken und korrumpieren würden. Auch der Lebensweise der modernen Welt gegenüber würde man, wenngleich man ihr im Alltag nicht entgehen kann, eine innere Distanz und Souveränität aufbauen, gepaart mit einer gehörigen Verachtung des Konsums und aller materialistischen Fixierungen sowie eines Sicherheitsbedürfnisses, das letztlich nur die Bequemlichkeit kaschiert.
Im Wesentlichen muß es wohl darum gehen, einen persönlichen Gegenpol zur modernen Welt zu bilden, der nicht nur in Pseudoopposition gegen Teilaspekte besteht, ohne das Fundament anzugreifen, sondern den ganzen Menschen bis in die Tiefe seines Wesens wieder mit den geistig-spirituellen Wurzeln seines Daseins verbindet. Ohne diese Verwurzelung ist Kultur überhaupt nicht möglich. Derart gefestigt sieht man sich im Stande, in seinem jeweiligen Umfeld, der persönlichen Handlungssphäre als Anker und Angelpunkt wirksam zu werden, der subtil ausstrahlt und andere Menschen (umherirrende/schwächere Frauen und Männer), die aber noch nicht völlig an die Zivilisation verloren sind, wieder auf das wahre Leben orientiert. Möglicherweise gelingt es so, kleine überlebensfähige Gruppen zu bilden und die „Fackel“ im Untergrund auch über mehrere Generationen weiterzugeben, bis sich die Zivilisation totgelaufen hat.

Gruß
Taurec

Quelle: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=441116

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Wer die Wahrheit mit Defätismus verwechselt, hat die Dinge nicht zuende gedacht. Ich teile Taurecs Meinung, was diese Dinge angeht, schon länger; einzig und alleine was das Christentum angeht, bin ich anderer Meinung. Mit „Defätismus“ wurde auch ich immer angegangen, regelrecht als Keule, als Moralkeule wurde mir dieser Vorwurf gemacht, von Menschen die mich nicht ansatzweise verstanden haben.

Ich bin der festen Überzeugung, nur, wer wirklich verstanden hat, wohin die „Reise“ der Menschheit geht, kann hier mitreden. Hier zählen keine politischen oberflächlichen Überzeugungen,  und hier zählt auch keine Kleingeistigkeit. Hier ist nur wichtig, daß man gewissen Dinge von Verstand her weiß und das man gewisse Dinge spirituell spürt – und BEIDES DARF SICH NICHT WIDERSPRECHEN.

Ich bin aber der Meinung, Menschen brauchen einen Glauben und bekanntlich bin ich Mitglied einer Glaubensgemeinschaft, die sich dem hier heimischen, ältesten überlieferten Glauben verschrieben hat, dem Germanischen Altheidentum. Nur dieses kann die Basis bilden für einen Neuanfang, wenn alles andere zuende ist.  Nur dieses kann die Grundlage sein für einen Neuanfang, weil es den Menschen mit der Natur verbindet, dem Menschen den ihm angestammten Platz in der Natur/Schöpfung zu weist – dies kann das Christentum nicht.

Und so weit wird es kommen, es kann gar nicht anders kommen, es kann sich nicht anders entwickeln, als so. Dabei ist es auch egal, wie lange die Entwicklung dauert, sie wird so verlaufen und nicht anders, das ist so sicher, wie exponentielles Wachstum immer zum Crash führt. – Dank an Taurec. Fetthervorhebungen im Text von mir.

Teutoburgs Wälder

Unwahrheiten und ihre Folgen – Antje Sophia – Idealistischer Pantheismus

Antje Sophia: „Ich werde immer kränker wenn mir mit Unwahrheit begegnet wird“:

Die Wahrheit ist das höchste Gut.

Die Menschen blenden Dinge aus. Das nennt man dann „angepasst“ sein, „sozialisiert“ sein.

Mit Menschen, die Dinge ausblenden, kann ich nicht umgehen. Denn Menschen die das tun sind unehrlich. Dabei ist es egal, welche Beweggründe diese Menschen umtreiben.

Wahrhaftige Menschen sind leider sehr selten. Ein wahrhaftiger Mensch kann einen sehr viel weiter bringen in der eigenen Entwicklung. Alleine krebst man nur so vor sich hin, aber es ist auf jeden Fall besser, als von Menschen umgeben zu sein, die es nicht ehrlich meinen. Sehr viel von dem, was Antje Sophia sagt, erschließt sich mir schon seit langem, aber ich habe ihr Werk nicht verfolgt, ihre Videos nicht alle gesehen, weil mir der Inhalt und die Weise, wie sie sie vortrug, sehr „zusetzten“. Ich spüre die Schwere, die darin liegt, und sie ist mir oft zuviel. – Auch bin ich der Meinung, daß es nichts mehr bringt, dem deutschen Restvolk auf diese Art und Weise, wie sie es getan hat, die „Leviten“ zu lesen – es ist schade um diese verlorene Liebesmüh. Aber vielleicht mußten diese Dinge einfach auch nur einmal gesagt werden.

Ich bringe das Ganze unvermeidlich, fast „zwangsweise“, in Zusammenhang mit einem kleinen Artikel, den ich hier auf dem Blog bereits am 16.3.2016 gebracht habe, ein Artikel, der nur ein Video beschreibt, wie es in den Tiefen des Internets ab und an zu finden ist, ein Video von seltener Schönheit und damit auch, Wahrheit, denn Wahrheit ist immer gleichbedeutend mit Schönheit.

Dieses Video möchte ich hier noch verlinken, und, bitte, schaut es euch an und versucht, es zu verstehen:

Das Video dauert nur 3.23 Minuten. Seine Aussage passt zu Antje Sophias Worten obwohl sie dem christlichen Glauben angehörte.

Videobeschreibung: „Ludwig Fahrenkrog war Maler, welcher unter anderen vom Jugendstil beeinflusst war, nebenbei war er Maßgebend für die GGG (Germanische Glaubens Gemeinschaft), welche sich als neue Formulierung des Paganismus verstand und in ihm das Prinzip des inneren Gottes erkannte, wie auch eine in der jeweiligen Umgebung entwachsenen natürlichen Form. Neben den Quellen der Edda, sah Fahrenkrog besonders in Meister Eckhart, Goethe wie auch in Märchen den Geist jenes mit den Idealismus gebundenen germanischen Pantheismus. Es hatte zum Beispiel der goethische Begriff der „Entelechie“ einen sehr hohen Wert in dessen Gedankenwelt, Fahrenkrog und die GGG sah auf der Grundlage von Ursache und Wirkung ebenso eine metaphysische/geistige Ursache der Bestimmung des Menschen, welche sich in den Lebensphasen (als inneres Abbild der Jahreszeiten) verwirklicht in den Stufen des inneren Gottes, der Erkenntnis des eigenen Gesetzes und schließlich der Selbsterlösung.“

Aus dem Video: „Mein Wille zur Wahrheit hilft euch nicht, wenn ihr dem euren nicht gefolgt seid. Verantwortung trägt auch der Geringste dem sittlichen Gesetz in ihm gegenüber. Und wenn meine Seele auch eine Herrenseele ist: Es giert mich nach einem Menschen, der den Mut zu sich selber gewann. Ihn will ich grüßen als Schwester und Bruder.“

 

Teutoburgs Wälder

Liste der bisher identifizierten “Dienstleister” und Schiffe für die vorrausschauende “Rettung” vor möglichem Ertrinken

Liste der bisher identifizierten “Dienstleister” und Schiffe für die vorrausschauende “Rettung” vor möglichem Ertrinken:

9 deutsche “Dienstleister”
5 nicht-deutsche “Dienstleister”
24 Schiffe gesamt

Liste dienstleister vorausschauende Rettung vor moeglichem ertrinken
Galway Hooker, Galway Bay, Westirland

Das Schiff 1 Dignity 1 von Ärzte ohne Grenzen e. V.
Das Schiff 2 Bourbon Argos von Ärzte ohne Grenzen e. V.
Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin
Geschäftsführer Florian Westphal
Telefon: 030-700 130 – 0
www.aerzte-ohne-grenzen.de
Das Schiff 3 Aquarius von SOS Mediterranee Deutschland e.V.
Stresemannstraße 72, 10963 Berlin
Klaus Vogel, Sophie Beau
Telefon: 030-22056810
arbeiten gemeinsam mit Ärzte ohne Grenzen
*://sosmediterranee.org
Das Schiff 4 Minden von LifeBoat gGmbH i.G.
Mittelweg 56a, 20149 Hamburg
Telefon: 0172-939 05 05
Geschäftsführer: Karl Treinzen
www.lifeboatproject.eu
Das Schiff 5 Iuventa von Jugend Rettet e.V.
Das Schiff 6 Iuventa Rescue von Jugend Rettet e.V.
Ruhlsdorferstr. 120, 14513 Teltow
Telefon: 0175-822 87 35
Jakob Schoen, Lena Waldhoff
Telefon: 0160-95683873
www.jugendrettet.org
Das Schiff 7 Sea-Watch von Sea-Watch e.V.
Das Schiff 8 Sea Watch2 von Sea-Watch e.V.
Das Schiff 9 Sea Watch2 Tender von Sea-Watch e.V.
Büro Berlin, Lychener Str. 51, 10437 Berlin
Harald Höppner (Vorsitzender des Vereins)
Matthias Kuhnt (Stv. Vorsitzender des Vereins)
Holger Mag (Schatzmeister)
Geschäftsführer: Axel Grafmanns
Telefon: 0176-34116153
www.sea-watch.org
Das Schiff 10 “Vos Hestia”von Save the Children Deutschland e.V.
Markgrafenstr. 58, 10117 Berlin
Telefon: 030-27595979-0
Susanna Krüger
www.savethechildren.de
Das Schiff 11 RHIB Isabell von Cadus Org
Das Schiff 12 H.E. Thomsen von Cadus Org
Das Schiff 13 Rezai von Cadus Org
Cadus Organisation
Redefine Global Solidarity e.V.
Waldemarstraße 28, 10999 Berlin
Büroadresse: Oranienstraße 183, 10999 Berlin
Sebastian Jünemann, Nina Röttgers, Daniel Hummelt
Telefon: 030–92361277
www.cadus.org
salvamentomaritimohumanitario.org/
Das Schiff 14 Sea-Eye von Sea-Eye e.V.
Das Schiff 15 Audur von Sea-Eye e.V.
Das Schiff 16 Speedy von Sea-Eye e.V.
Das Schiff 17 Seefuchs von Sea-Eye e.V.
Wiener Straße 14, 93055 Regensburg
Telefon: 0170-7097464
Vorsitzender Michael Buschheuer
Hans-Peter Buschheuer
Telefom: 0171-3621390
2. Vorsitzende: Hannelore Korduan
Telefon: 0177-3698888
www.sea-eye.org
Das Schiff 18 Fox von Mission Lifeline e.V.
Rudolfstraße 7, 01097 Dresden
Vorstände: Axel Steier, Sascha Pietsch
Telefon: 0176-31303123
mission-lifeline.de
www.seenotrettung.info
Österreich:
Das Schiff 19 Vos Prudence von Ärzte ohne Grenzen Österreich
Taborstraße 10, A- 1020 Wien
Telefon: +43-1-409 72 76
Margaretha Maleh, Leo Ho, Tomáš Šebek, KUŠÍKOVÁ Eva, Marcel Mittendorfer, Irena Janoušková,
Reinhard Dörflinger, Franz Neunteufl, Mag. Mario Thaler
www.aerzte-ohne-grenzen.at
Malta:
Das Schiff 20 Phoenix von MOAS (Migrant Offshore Aid Station)
Das Schiff 21 Topaz Responder von MOAS (Migrant Offshore Aid Station)
54 Melita Street, VLT 1122, Valletta, Malta
Tangiers Group, Plc
Tel: +356 2247 9700
Christopher und Regina Catrambone
www.moas.eu
England:
Das Schiff 22 Mo Chara von Refugee Rescue
Refugee Rescue
Telefon: +44 7767 271886 Jude (also on Whatsapp)
Telefon: +44 7973 531655 (Joby Belfast)
www.refugeerescue.co.uk
Holland und Spanien:
Das Schiff 23 Golfo Azzurro von Boat Refugee Foundation, Holland und Proactiva Open Arms, Spanien
Stichting Bootvluchteling
Boat Refugee Foundation
Postbus 360, 3500 AJ Utrecht
Mitarbeiter:
René Berg, Chairman
Ralph de Kreij, Arjan Fennema,
Annerieke Berg – de Boer Founder & Director
Nienke Toren Telefon: 06-20668571 (Press only)
und sehr viele mehr
hier alle mit Bildern:
*://bootvluchteling.nl/en/board-and-staff/
Proactiva Open Arms
Buzz Marketing Networks SL
C/ Enric Granados 116, 1-1
08008 Barcelona
Mail: info @ buzzmn.com
Eduard Corral
Telefon: +34-93-2178485
Gerard Canals
www.proactivaopenarms.org
Das Schiff 24 Astral von Boat Refugee Foundation, Holland und Proactiva Open Arms, Spanien
eingesetzt für:
www.savethechildren.nl/

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Die Dunkelziffer ist hier noch nicht enthalten.
Sich selbst in Seenot zu bringen, ist kein Fall einer Notlage im Sinne des Seerechts.
Das internationale Seerecht beinhaltet explizit nicht das Recht, zu einem Wunschland gebracht zu werden.
Die Ausschiffung hat immer im nächsten Hafen zu erfolgen.
Da jeder Schiffs-Kapitän dies weiß, kann man hier nur von vorsätzlicher Schleuserei sprechen.

Quelle: http://www.freiewelt.net/nachricht/ngo-schiffe-bleiben-in-den-haefen-10071766/

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Man könnte sagen, die Sea Star wirkt. Dies ist ein klassischer Fall einer Aktion, von der selbst ich vorher gesagt habe: „Was soll das denn schon bewirken“, aber: es wirkt. Auch wenn es vorher nicht danach ausgesehen hat.

Teutoburgs Wälder

Traumpaar der Groteske

Beobachtungen zu den Resten eines toten Volkes

Leider muß ich  diese „Deutschen“ in Feinripp und mit Bierdose in der Hand fast täglich sehen, Reste eines toten Volkes, die vorm örtlichen Supermarkt herum lungern, so als sei das ihr ganzer Lebensinhalt … es ist nur noch zum Fremdschämen. Manchmal sehe ich sie auch an anderen Örtlichkeiten, und, nein, diese Leute sind nicht einfach „nur“ arbeitslose A-soziale, es sind sehr oft Mitglieder der sogenannten „arbeitenden Bevölkerung“, die sich so benehmen. Oder man könnte es anders definieren: Auch sogenannte „Arbeitende“ benehmen sich immer öfter asozial. Wenn ich diese Leute sehe,  wobei man sie meist zuerst hört, bevor man sie sieht, denn sie sind IMMER auf irgend eine Art und Weise laut, will ich einfach nur noch weg von diesem Pack.  – Beim Gang in die Innenstadt erkenne ich immer mehr ausländische Frachtschiffe – erstaunlicherweise sind die alle sehr gut genährt – und immer mehr von denen, die hier nicht geboren sind. Sie benehmen sich, als gehöre ihnen bereits alles.  Ich schaue mir die Restdeutschen dazwischen an, ältere Leute, resignierte Gesichter, in der Minderzahl. Von denen geht fürs System keine Gefahr aus. Sie schleichen durch die Läden, um einzukaufen, dann verlassen sie schnell das gefährdete Gelände… äh…. die Innenstadt… ab nach Hause, dort ist man scheinbar sicher.

Eine knallharte Analyse in größtmöglicher Subjektivität:

von Max Erdinger
Heutige Deutsche nerven mich. Das war nicht immer so. Bis vor einigen Jahren fand ich es interessant, neue Bekanntschaften zu machen. Heute nur noch gelegentlich. Generell ziehe ich es inzwischen vor, ein Quasi-Eremitenleben zu führen. Die meisten der heutigen Deutschen sind mir zu einer einzigen Anfechtung geworden. Ich meide sie, so gut es geht. Auch das hängt zu einem guten Teil mit Angela Merkel zusammen.

„Was hat nun des Schreibers Misanthropie mit der Merkel zu tun?“, fragt sich an dieser Stelle der geneigte Leser. Es ist eigentlich recht einfach. Wir befinden uns im Schicksalsjahr zwölf nach Merkel – und weiß Gott, ich habe schon viel über die Heimsuchung aus der Zone geschrieben – , aber es scheinen sechzehn zu werden. So viel steht fest: Daß Angela Merkel deutsche Kanzlerin ist und vermutlich auch bleiben wird, hat selbstverständlich sehr viel mit diesem deutschen Volk zu tun, welches mich absolut nervt. In bald jeder Hinsicht. Was ist das für ein Volk geworden? Man muß es einfach im Alltag beobachten. Sollte man vorher noch Illusionen gehabt haben, – hinterher hat man keine mehr.

Deutsche sind in einer sehr ungewöhnlichen, bisher kaum näher thematisierten Weise – dafür aber im wahrsten Sinn des Wortes – zu Asozialen geworden. Beispiel: Es hat mit Vorsicht, Gewissenhaftigkeit, Mäßigung und Verantwortungsgefühl nicht das Geringste zu tun, mit 110 km/h ununterbrochen die mittlere von drei Spuren einer Autobahn für sich zu beanspruchen. Es ist schlicht asozial. Zwei Drittel der vorhandenen Verkehrsfläche für die eigene Bräsigkeit zu reservieren, ist asozial im Wortsinne. Autobahnen sind teuer und bezahlt haben sie auch die anderen. Es ist asozial, auf Bundesstraßen partout keine LKW zu überholen, weil es für jeden anderen dadurch immer schwieriger wird. Es ist asozial, am Ende einer Rolltreppe stehen zu bleiben, um sein fein Pläuschchen weiterzuführen. Es ist asozial, mit heruntergelassenen Seitenfenstern durch die Stadt zu fahren und die ganze Umgebung mit Techno-Sound aus einer 1000-Watt-Audioanlage zwangszubeschallen. Und es ist asozial, mit einem Baseballkäppi auf ungewaschenen Haaren in einer verbeulten und verwichsten Jogginghose frühmorgens um halb zehn im Café der Bäckereifiliale am Eingang des Shopping-Centers zu hocken und jedem Kunden, der die Einkaufsmeile betritt, sofort zu signalisieren, daß er sich in Egalitaria befindet, wo jeder das Recht hat, jedem anderen mit seiner Unkultiviertheit den Tag zu versauen.

Ich kann mich an Zeiten erinnern, als Herren in Mänteln noch ihre Hüte zogen, selbst wenn sie sich auf gegenüberliegenden Straßenseiten in der Stadt begegneten. Man ging in die Öffentlichkeit und schaltete vorher sowohl kleidungstechnisch als auch mental von privat auf öffentlich um. Niemand wäre auf die Idee gekomen, die Öffentlichkeit mit seiner Privatheit zu belästigen, etwa, indem er nur wegen der Sommerhitze mit nacktem Oberkörper über den Marktplatz schlurft, eine Dose Bier in der Hand. Es ist asozial, voller Stolz auf die eigene Schläue davon zu erzählen, wie man sich das zu viel herausgegebene Wechselgeld eingesteckt hat. Es ist asozial, zu behaupten, die Kassiererin sei schließlich selbst schuld gewesen. Asoziale setzen sich vor die Glotze, um sich von RTL2 den eigenen Voyeurismus am Herzschmerz wildfremder Leute schönreden zu lassen, indem sie lieber glauben, was einem erzählt wird, nämlich, daß sie sich gerade informieren. Über das Leid der Anderen. Wegen des Mitleids, welchselbiges empfunden, einen selbst zum guten und gerechten Menschen macht. Die richtigen Gefühle. Irre realistisch.

Es ist dieses Volk, dem nicht klarzumachen ist, daß Souverän und Vertreter einen Vertrag haben, der ungefähr so aussieht: Wir Bürger kümmern uns um unser Leben und erwirtschaften dadurch – inzwischen nicht mehr nebenbei, sondern hauptsächlich – die Steuern, welche unseren Vertretern eine schier grenzenlose Handlungsfreiheit garantieren. Und weil wir das so schön brav machen, vertritt auch der Verteter unsere Interessen recht schön.

Weil das dem Volk nicht klarzumachen ist, begreift es auch den Vertragsbruch nicht, welcher es rechtfertigen würde, nun selbst vom Vertrag zurückzutreten – und so sich die mißratenen Vertreter aus dem Pelz zu schütteln wie eine lästige Laus. Generalstreik wäre eine Option. Generelle Kommunikationsverweigerung mit Behörden wäre eine weitere. Vieles ist denkbar -und für alles wäre Einigkeit erforderlich. Deswegen wird es auch nicht stattfinden.

Die Deutschen sind ein Volk, das sich erzählen läßt, Pauschalisierungen und Vorurteile seien des rechten Teufels, ohne dabei zu bemerken, daß ihr ganzes Rechtssystem auf Pauschalisierungen und Vorurteilen beruht. Weil einige im Übermaß saufen, dürfen alle anderen an der Tanke nach 22 Uhr kein Bier kaufen. Weil einige zu blöd zum Autofahren sind, müssen alle das Überholverbot und die Geschwindigkeitsbeschränkung beachten. Weil einige nicht mit Sinn und Verstand kiffen können, verfolgt die Staatsanwaltschaft jeden, der es kann. Pauschalisierungen und Vorurteile, so weit das Auge reicht. Aber: Man darf nicht alle Nafris oder Kommis über einen Kamm scheren. Weil: Pauschalisierung und Vorurteile.

Deutsche lassen sich ernsthaft erzählen, daß Frauen benachteiligt seien, obwohl sie statistisch sechs Jahre länger leben. Vor hundert Jahren betrug diese statistische Differenz ein Jahr. Die Soziologie jedoch ist eine Gottheit in Deutschland. Und trotzdem fragt sich kein Deutscher, wie die Benachteiligung der Frauen zusammenpasst mit dieser statistischen Wahrheit. Geschweige denn, daß er sich fragen würde, was in genau diesem Land gebacken wäre, wenn der Sachverhalt andersherum wäre. Ist denn Leben nicht mehr die Voraussetzung für alles andere?

Dieses Volk führt Dieseldebatten. Wenn man ihm sagt: „Dies hier ist eine Nachricht!“, dann spitzt der Deutsche die Ohren und glaubt, daß er gerade eine Nachricht hört. Die Nachricht hier: Diesel ist jetzt pfui. Schon weiß er wieder was, mit dem er im Kollegenkreis brillieren kann: Diesel ist jetzt pfui. Brandneu. Er hat Nachrichten gehört. Er ist voll informiert im gesellschaftlichen Diskurs und übt sich in meinungsrechtlicher Teilhabe. Er kennt jetzt „zulässige Grenzwerte“: 500 Kilo – oder waren es Gramm – Mikrogramm von so Dreck in 100 Lufteinheiten, keine Ahnung wie groß, oder war es eine Lufteinheit – egal jetzt – das ist der „zulässige Grenzwert“. Vielleicht waren es auch nur fünfzig. Jedenfalls Grenzwert. Grenzwert! Ja-ha!

Zulässige Grenzen hat der Deutsche zwar auch, aber die sind ihm nicht so wichtig wie der zulässige Grenzwert beim Diesel, wenn man die Intensität der laufenden Debatten vergleicht. Regiert wird er also von Angela. Und ich kann einfach nicht umhin: Das passt perfekt. Dieses heutige deutsche Volk und diese Kanzlerin sind so etwas wie das Traumpaar der Groteske. Volk, Regierung und Land – eine einzige Absurdität. Die Einen ängstlich um ihre persönlichen Besitztümer und ihre kleine heile Welt besorgt, die sie sich, in Vertragstreue unverbrüchlich fest, erhalten wollen – und die Anderen freche Despoten, die auf den Vertrag scheißen und den einfältigen Verzagten auf der Nase herumtanzen.

Was ist also aus den Deutschen geworden? Ein gedemütigtes, bis zum völligen Trotteltum gutmütiges Volk ist es geworden. Apolitisch bis dorthinaus, läßt es sich ausnehmen wie eine Weinachtsgans, läßt sich verraten und verkaufen von seiner eigenen Regierung, verwechselt Unfähigkeit mit Sicherheit und Verantwortungsbewußtsein, glaubt heute dieses und morgen jenes, fühlt sich dabei informiert und meinungsstark – und bremst sich auf Bundesstraßen hinter einem Rechtsabbieger bis zum Stillstand ein, obwohl es auch problemlos links an ihm hätte vorbeifahren können.

Völlig erschüttert hat mich eine Beobachtung im Zusammenhang mit sogenannten Fräskanten. Sie ist absolut symptomatisch für die gesamte geistige Lage im vormaligen Volk der Dichter und Denker. Der Straßenbau hatte größere, rechteckige Flächen aus dem Asphalt herausgefräst, so daß Wannen entstanden sind, die etwa fünf bis sechs Zentimeter tiefer waren als das eigentliche Straßenniveau. Es ist sehr vernünftig, äußerst langsam durch solche Wannen zu fahren, um das Fahrwerk zu schonen. Weil das vernünftig ist, wurde auch lange vorher schon auf diese Wannen hingewiesen. Fräskanten in 300 Metern, Geschwindigkeitsbeschränkung, rot-weiße Pylonen, nächstes Hinweisschild, gelbe Blinkleuchten, Stroboskope, Geschwindigkeit 10 km/h …. – vor mir zwei der Verzagten, die alles peinlich genau so machten, wie auf den Schildern vorgegeben. 200 Meter vor der gefährlichen Fräskante fuhren sie schon nur noch 20 Sachen „schnell“ und wähnten sich vorbildlich. Die erste Wanne kam. Sie verlief quer vom rechten Fahrbahnrand bis kurz vor den Mittelstreifen. Nummer eins bremst bis fast zum Stillstand, Nummer zwei ebenso. Die Helden der Bundesstraße sind gerade dabei, eine materialmordende, gefährliche Situation zu meistern. Deswegen ja auch die vielen Schilder und Lichter und Leuchten und Pylonen vorher. Eine Herausforderung meisterten sie. Es kam kein Gegenverkehr. Ich überholte beide gemächlich genug auf der wannenlosen, linken Fahrbahnseite, um einen längeren Blick durch das rechte Seitenfenster auf das Faszinosum dieser beiden Deutschen beim Kampf mit der Wanne zu werfen. Seit ich diese Gesichter in dieser Kopfhaltung hinter diesen Lenkrädern gesehen habe, plagen mich Albträume und ich muß mich wegen Depressionen behandeln lassen. Ich hatte die absolut vertrottelte Staatshörigkeit hinter dem Steuer erblickt. Die Sklaven des Hinweisschildes. Ich war schockiert. Ihre Mimik hatte nichts Menschliches mehr. Da waren nur Hirntod und Ödnis im Gesichtsausdruck. Ich hatte Zombies überholt. Untote. Hemmungslose Wähler, die so private Ausdünstungen absondern wie die hier: „Ach ja, die Merkel macht das doch ganz ordentlich“. Selbstgewählte Blödheit ist auch asozial.

Und ehrlich gesagt: Ob die Asozialen nun mit ihrer Kanzlerin zufrieden sind oder nicht, ist mir völlig schnuppe. Mir tut es auch ohne Angela schon leid, daß wir ein Volk sind. Wenn die ein Volk sind, dann bin ich lieber mein eigenes. König oder Kaiser könnte ich mit so einem Volk sein. Da hätten eher früher als später alle was davon. Und ich das meiste. Das Leben könnte auch schön sein. Aber heute so: Ich habe mit diesem Volk nichts zu tun, ehrlich! Ich verbitte mir jegliche Verwechslung.

Quelle: https://www.journalistenwatch.com/2017/08/12/polemik-was-ist-aus-den-deutschen-geworden/

Foto zum Neutralisieren des Hässlichen:

10e

Tja die selbstgewollt Dummen dürfen wählen, demnächst. Und dann stiefeln sie wieder zu den Urnen und fühlen sich ganz toll weil sie den aufgeklärten winzigen Rest, der diese gesamte Show ablehnt, unterdrücken dürfen. Das nennt sich dann „Demokratie“. Es gibt tatsächlich Leute im Netz, die allen Ernstes behaupten, nach der Wahl würde die afd „kräftig aufräumen“.

So. Das war jetzt der Witz zum Sonntag. Ich habe fertig.

Teutoburgs Wälder

Shadow-banning – die neue (?) Art der Zensur

Nachdem Twitter und Facebook unliebsame Inhalte zensieren und isolieren, wird auch bei YouTube eine neue Form der Zensur eingeführt: Sie ist so hinterhältig, weil sie den Menschen eine falsche Realität vortäuscht. Ein Kommentar.

11-8-shadowbanning-zensur

Stellen Sie sich vor, sie rufen bei einem guten Freund an. Sie hören das Telefonsignal, doch niemand nimmt den Hörer ab. Nach einigen erfolglosen Anrufen denken Sie, Ihr Freund wolle nichts mehr mit Ihnen zu tun haben. Doch in der Realität hat das Telefon niemals bei Ihrem Freund geklingelt. Der Klingelton wurde Ihnen nur vorgetäuscht. Ihr Freund weiß nicht, dass Sie angerufen haben und denkt vielleicht umgekehrt, dass Sie mit ihm nichts mehr zu tun haben wollen.

So ungefähr soll die neue Zensur bei YouTube wirken, über die sich schon jetzt das halbe Internet aufregt. Angeregt durch ähnliche Methoden bei Twitter und Facebook, werden auf YouTube jetzt politisch unliebsame Videos isoliert.

Was bedeutet das im Klartext? Das Geht so: Ein Suchalgorithmus durchstöbert Ihr Video nach kritischen Signalwörtern. Ein Stimmerkennungsprogramm versucht, politisch unkorrekte Personen wiederzuerkennen. Bei Verdacht wird das Video isoliert, auch wenn es von niemandem als Verstoß gemeldet wurde. Denn es spielt keine Rolle mehr, ob das Video tatsächlich gegen die Nutzungsregeln verstößt oder nicht. Es geht um die Botschaft.

Dann folgt das »Shadow-Banning«. Das Video ist zwar im Netz. Es gibt aber keinerlei Hinweise oder Verlinkungen auf das Video. Es ist für andere fast unmöglich, auf dieses Video zu stoßen, es sei denn, man sucht nach einer exakten Web-Adresse oder dem exakten Titel des Videos.

Die Folge: Der Nutzer, der das Video online gestellt hat, wird niemals erfahren, ob sein Video einem »Shadow-Banning« unterzogen wurde oder nicht. Er wird sich nur wundern, warum kaum jemand das Video anschaut. Und die Internet-Community wird von der Existenz des Videos nichts erfahren. So sollen Nutzer dazu gebracht werden, aufzuhören, über bestimmte Themen zu berichten.

Am Ende gibt es nur noch Katzenvideos und Schminktipps für die unpolitische Masse, dazu die von Google und YouTube selbst gesteuerte Mainstream-Propaganda. Schöne neue Welt.

übernommen von: http://www.freiewelt.net/nachricht/die-neue-fiese-masche-der-internetzensur-10071749/

ich glaube daß teilweise mit meinen Videos auch so vorgegangen wurde. Man wundert sich dann monatelang daß man nirgendwo Reaktionen bekommt.

Teutoburgs Wälder

Hans-Joachim Maaz: Das falsche Leben

Die Erfahrung hat mir gesagt, daß das, was ich mir unter Leben vorstelle, sinnvollem Leben, nichts mit dem zu tun hat, was sich Bürger unter sinnvollem Leben vorstellen.
Bürger wollen meist nur malochen, irgend etwas arbeiten, was möglichst wenig anstrengend ist, und viel Geld bringt, und Bürger wollen die üblichen Dinge: Materielles anhäufen, Dinge und Ereignisse konsumuieren und eher seltener, eine Familie gründen. Unter malochen verstehe ich: Abhängig beschäftigt arbeiten.

Die Motivation der meisten Bürger ist Angst, deshalb scheffeln sie Geld und wollen Karriere machen, ihre zweite Motivation für ihr Tun ist ihr mickriges Ego, welches sie durch Anerkennung der „Gesellschaft“ zufriedenstellen wollen. Sie brauchen permanent Bestätigung von anderen Menschen für sich selbst, deshalb sind sie Herdenmenschen und werden das auch bleiben.

Diese beiden Fallen, in denen sich menschliches Handeln bewegt, passen gut zusammen, denn wer „Karriere“ macht, scheffelt gleichzeitig Geld, sorgt also so scheinbar für seine Sicherheit, hält seine Angst oberflächlich unter Kontrolle und sein mickriges Ego wird durch die Anerkennung, die er von anderen Bürgern bekommt, dadurch, dass er sein „Erfolgreich-Sein“ durch materielle Güter wie protziges Auto, Haus, Frau etc pp offen zur Schau stellt, gepushed. Wenn es viele dieser Bürger gibt, bestätigen sie sich gegenseitig in ihrem Tun  – so ist es derzeit in der brd.

Nun ist aber eine Gesellschaft, die aus solchen Bürgern besteht, krank. Denn solche Bürger sind über ihre Angst und ihre völlige Unfähigkeit, eigenständig zu handeln, unbequeme, außerhalb des mainstreams einzuordnende Dinge zu tun, total manipulierbar. Das stört sie aber in der Regel nicht weiter, da sie so, wie sie leben, gut leben. Unter „gut leben“ verstehen sie ein sicheres Leben. Sicherheit geht Bürgern über alles.  (Zum Thema psychische Krankheit siehe das Video: „Die Dummen, Feigen und Verblödeten werden euch die Freiheit kosten: https://youtu.be/mvoR9neCi68 )

So geschieht es ja auch bereits in unserer sogenannten „westlichen Gesellschaft“ seit vielen Jahren; die Hauptmanipulation geht logischerweise von den Medien aus. Aber der Grundstein der Manipulationsfähigkeit wird beim Einzelnen in der Kindheit gelegt, ich empfehle dazu die Videos von Rüdiger Lenz.

Wir sind alle kindheitstraumatisiert und lassen uns so später manipulieren, indem wir erhoffen, durch eigenes Wohlverhalten die „Liebe“/Anerkennung der „Gesellschaft“, dh. des eigenen persönlichen Umfeldes zu bekommen. So einfach ist das im Prinzip. Und so schwer, da wieder raus zu kommen; wobei, die meisten Menschen wollen da ja auch gar nicht raus.
In solch einer Gesellschaft kann man aber meiner Meinung nach kein sinnvolles Leben führen bzw eine Gesellschaft die nur aus solchen Spaßbürgern besteht, ist krank, in sich verrottet.

Natürlich beeinflußt dies das Individuum.
Deshalb ändert sich auch nichts, wenn man diese Gesellschaft Volksentscheide machen lässt oder ähnliches sinnloses Zeugs. Das Grundproblem der westlichen Gesellschaft ist die Gesellschaft an sich, und nicht das politische System, denn beides bedingt einander. Jede Gesellschaft hat das System, welches zu ihr gehört, und in unserer Gesellschaft voller traumatisierter Narzissten haben wir halt eine Regierung, die das genaue Abbild dieser Gesellschaft ist.

***

Ein sinnvolles Leben kann m. Meinung nach nur in einer Gesellschaft stattfinden, die die Mängel bzw krassen Fehler, die unsere Gesellschaft nun mal ausmachen, ausmerzt bzw. unmöglich macht.

Da ist als erstes die Geldfixierung zu nennen. Verbunden mit dem Kapitalismus (nicht: Sozialismus) sorgt sie für einen immerwährenden KAMPF des Einzelnen um irgendwelche Pfründe, sprich: Geld. KAMPF verstärkt aber die ANGST im Einzelnen, und ANGST macht unfrei in den einzelnen Handlungen.  – Die Frage stellt sich mir in der derzeitigen Situation: Ist Kampf noch vermeidbar, läßt sich durchs Nichtkämpfen Konflikt vermeiden? Oder erfordert die Konfliktvermeidung (bestenfalls: Kooperation) nicht eine zu große Anpassung an das derzeitige kranke System bzw. dann weitergehend Verleugnung der eigenen Lebensgrundsätze?

Zweite Frage bezüglich des Nichtkämpfens ist: Läßt sich das Böse (das gibt es) durch Nichtkämpfen besiegen? Ich  meine, nein.  Merkmal des Bösen ist es, daß es vernichten will.

***

Nun hab ich das Video mit dem Vortrag von Hans-Joachim Maaz gesehen und das erklärt bzw. bestätigt das alles. Krass ausgedrückt würde ich sagen:

Schafft die Narzissten ab, das Geld ab, die Konkurrenz ab und schon kann der Einzelne anständig leben. Frei nach dem anarchistischen Prinzip: Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. Geld macht die Menschen zu Tätern.

Wir kommen nur wirklich da raus wenn wir von der Konkurrenz, – bzw. dem damit zusammenhängenden Geld-, Machtstreben weg gehen zur Ko-operation, dh. zur Zusammenarbeit. Persönlich bin ich der Meinung daß wahres Menschsein sich auch nur so verwirklichen lässt – alles andere ist tierisches unmenschliches Zerstörungswerk. Da Menschen aber nicht in großen Gruppen „funktioneren“, bzw. es einen Zusammenhang gibt zwischen Manipulierbarkeit und der Größe der Gruppe, müssen die Gruppen klein sein.

 

Zum Video:

Aus der Beschreibung (nachzulesen unter diesem link: https://www.youtube.com/watch?v=-9uzHR2rYro

„Jede einzelne Minute lohnt sich. Prof. Maaz führt exakt aus, warum in unserer Gesellschaft derzeit nahezu alles falsch läuft. Seine auf seriöser, wissenschaftlicher Grundlage basierte, langjährige Forschung hilft uns beim Erkennen der wahren Ursachen sämtlicher Verwerfungen. Maaz, der viele Jahre lang als Chefarzt der Psychotherapeutischen und Psychosomatischen Klinik im Evangelischen Diakoniewerk Halle tätig war, entwickelte dort erfolgreich tiefenpsychologische und körperpsychotherapeutische Therapieformen.

Der auch als erfolgreicher Buchautor bekannte Facharzt veröffentlichte im März 2017 ein hochinteressantes Buch:

Das falsche Leben. Hierin schildert der Psychotherapeut die Gründe für unsere erschreckend angepasste Gesellschaft, die immer noch den politischen und medienpolitischen Vorgaben brav folgt und sich dabei offenen Auges ins Verderben führen lässt, ohne selbst dagegen aufzubegehren.

Maaz konzentriert sich vor allem auf das Thema Deutschland und seine derzeitigen, umwälzenden Probleme. Er benennt die Ursachen des momentanen Niedergans. Maaz`s Arbeit ist ein Segen für alle aufgewachten Geister.

Zum vorliegenden Video: Vortragsabend mit Dr. Hans-Joachim Maaz:
Das falsche Leben. Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft

Ein Normopath ist stets normal und angepasst, sein Verhalten überkorrekt und überkonform. Die Zwanghaftigkeit, mit der er den Erwartungen entspricht, verrät indes, dass er ein falsches, ein unechtes Leben führt… Krank ist nicht nur er, sondern vor allem die Gesellschaft, in der er lebt und deren Anpassungsdruck er sich unterwirft – bis er die Gelegenheit gekommen sieht, seine aufgestaute Wut an noch Schwächeren oder am System abzureagieren.

Der Hallenser Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten und gesellschaftlicher Zustände – vom Gefühlsstau, einem Psychogramm der DDR, bis zur narzisstischen Gesellschaft, einer Psycho-Analyse unserer Promi- und Leistungsgesellschaft.

In seinem neuen Buch nimmt er Phänomene wie Pegida und AfD, den zunehmenden Hass auf Ausländer, aber auch die Selbstgerechtigkeit der politischen Elite zum Anlass, ein konturenscharfes Bild unseres falschen Lebens zu zeichnen, in dem wir uns lange eingerichtet haben und aus dem uns nun die zunehmende Polarisierung und Barbarisierung unserer sozialen und politischen Verhältnisse herausreißt. Das falsche Leben ist das Buch zur Stunde – Augen öffnend und alles andere als Mainstream.“

Richtig interessant wird es ab ca Minute 38: „Eine äußere Demokratie kann man übernehmen wie man ein Kleid wechselt.“

Maaz fordert eine „innerseelische Demokratisierung“: Eine Bereitschaft/Fähigkeit des Menschen besser auf seine eigenen „seelischen Minderheiten“, seine Ängste, seine Fehler, seine Schwächen, all das, was ihm unangenehm ist, was er am liebsten verleugnet und verdrängt, achtet, daß der Mensch diese Eigenanteile erst mal überhaupt WAHRNIMMT als Teile seiner Selbst. Denn das ist die Voraussetzung, daß man nicht mehr Andere damit belasten muß, daß man diese Dinge nicht mehr projizieren muß auf Andere. … Unsere „Demokratie“ lebt von einer narzißstischen Störung, die im Grunde genommen immer die eigene politische Position überhöht („Wir sind die Besten“, „Nur wir wissen, was richtig ist“) und den Gegner schlecht macht, und zunehmend als böse darstellt.  Sachliche Auseinandersetzungen mit Themen, die der eigenen gefühlten Lebensrealität zuwider sind, sind narzißstisch gestörten Menschen nicht möglich.

… Äußere Freiheit gerät schnell in eine Grenzenlosigkeit wenn sie keine innerseelische Orientierung hat. Man denkt, es ist alles frei, es ist alles möglich, und macht auch Dinge, die nicht zu einem passen, weil man innerlich nicht sagen kann wer man ist, was man will, und so weiter… für mich ist Bindung bzw. Bindungsfähigkeit der Gegenpol zur Freiheit, der Auswüchse des grenzenlosten „Alles-ist-möglich-Wahns“, der auch teilweise unsere Gesellschaft befallen hat, reguliert [meine eigenen Gedanken].

Liberalität werde dann zur Gefahr wenn ihre Gegenpole Verantwortung und Begrenzung fehlen würden.  …. die äußere Demokratie braucht ZWINGEND Narzissten. Narzissten sind aber IMMER empathielos. Die äußere Demokratie braucht ZWINGEND Mehrheiten die aber immer manipulierbar sind und auch werden. ..

Teutoburgs Wälder