Rückzug der Götter

Rückzug der Götter heißt eigentlich „von allen Guten Geistern verlassen sein“, etwas, was im Sprachgebrauch bekannt ist und eine Tat oder Person beschreibt, die „irrwitzige-abnormale ihm nicht zugerechnete Dinge tut oder sagt“.

So ist es; den üblen Menschen verlassen die guten Geister („unhold sind dir die Disen!“ heißt es in der Edda) und Götter. Nur die niederen Wesen halten sich bei ihm auf und ziehen ihn noch tiefer in den Abgrund.

Derzeit ist es mir, als ob die gesamte Gesellschaft von allen guten Geistern verlassen ist. Besinnungslos, verblödet und unempfänglich taumeln die Leute immer weiter, ihrer Vernichtung entgegen. Daß es keinen Sinn hat, solche Leute überhaupt noch anzusprechen, oder sie gar dazu bewegen zu wollen, ihr Verhalten zu ändern, ist mir schon länger klar.  Ich bin auch der Meinung, aus dieser Misere (nämlich Millionen Verblödete, die fröhlich dem Untergang entgegensteuern), kommen wir nicht mehr raus, außer durch einen wirklich großen Zusammenbruch. Damit meine ich nicht so einen Pipifax wie 2009 – war da überhaupt irgendwas? Ich als normalsterbliches Mitglied des deutschen Restvolkes, OHNE Aktien, Guthaben oder sonst irgendwelche „Werte“, habe von diesem „Zusammenbruch“ nichts gemerkt. Aber auch absolut gar nichts. Für mich sind harte Winter wie der letzte, mit seinen überhöhten Lebensmittelpreisen, und da vor allen Dingen Gemüse und Salatpreisen, viel schlimmer, als so ein komischer Schein-Zusammenbruch an der „Börse“.

Wer oder was ist überhaupt die „Börse“? Braucht ein denkender und im Hier und Jetzt lebender Mensch so etwas? Nein, natürlich nicht. Genauso wenig wie Menschen den Luxus, den sie heute haben, brauchen. Das ist alles längst überkandidelt. Ich kann das beurteilen, ich bin als Kind in einer armen Arbeiterfamilie groß geworden, wir hatten kaum etwas, meine Elten haben uns gerade so eben „durchgebracht“. Eine glückliche Kindheit hängt nicht davon ab, welchen technischen Schnickschnack man als Kind so früh wie möglich aufs Auge gedrückt bekommt. Wir hatten so etwas nicht, selbst unser Fernsehkonsum wurde rigoros eingeschränkt – und heute bin ich dankbar dafür. ICH kann ohne den ganzen Scheiß leben. Von mir aus kann der Zusammenbruch – möglichst heftig, bitte – morgen kommen. Das Klima in diesem Land ist unerträglich geworden. Wenn ich mir vorstelle, wieviele Millionen Vollverblödete genau immer so weiter machen als sei nichts Schlimmes passiert – das stelle ich mir besser nicht so genau vor.

Diese Millionen ziehen ja die paar Wenigen mit den Abgrund. Aber da die Millionen Vollverblödeter Ego-Konsumtrottel noch nicht mal wahrgenommen haben, wie nah der Abgrund ist, ist das auch egal.

Was kann man tun?

Zu den Göttern beten. Den Göttern wieder Raum geben im eigenen Leben. Auf daß sie uns vielleicht helfen, in dieser endlos langen, dunklen Nacht.

Germanien-Gedicht-groesser-rahmen

Teutoburgs Wälder

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2 Gedanken zu “Rückzug der Götter

  1. Pingback: Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens | BildReservat der DenkmalnachBilder

  2. Pingback: Den Göttern wieder Raum geben im eigenen Leben – Jenseits des Nordens

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