Innere Führung

Quelle:
https://www.michaelwinkler.de/Pranger/Pranger.html

Als Allvater, den wir auch Gott nennen, die Welt geschaffen hat, hat er das für die Menschen getan, für hochstehende, für ein edles Menschengeschlecht. Neben diesen edlen Gottmenschen sind auch niedere Menschen entstanden, die Tiermenschen, und aus der Vereinigung der Tiermenschen mit den Gottmenschen die Chandalen. Tiermenschen und Chandalenvölker haben die Gottmenschen bedrängt, so daß diese sich nach Attalantis zurückgezogen haben, das wir auch als Atlantis kennen.

Dort lebten die Gottmenschen lange in Frieden, bis sich die Tiermenschen und Chandalenvölker derart vermehrt hatten, daß sie auch Atlantis überrannten. Die Gottmenschen siedelten sich in Europa an, nach dem Ende der Eiszeit, der Untergang von Atlantis traf die Tiermenschen und Chandalen so schwer, daß sich die Gottmenschen in Europa wieder entfalten konnten. Wir Deutsche sind die Erben dieser Gottmenschen, auserwählt dank Geburt. Mehr davon lesen Sie im Internet, Sie müssen allerdings selbst danach suchen.

Der Gedanke der Auserwähltheit dank der Gnade der Geburt ist ziemlich weit verbreitet. Die Juden haben sich zum auserwählten Volk erklärt, die Muslime sind nicht dank Geburt, sondern dank ihres Glaubens Auserwählte Allahs. Unsere Nachbarn sind die Grande Nation, neben ihnen leben wiederum Leute, die sind sprichwörtlich stolze Spanier. Ebenfalls im Internet finden Sie Aufnahmen von „Rule Britannia“ im ganz großen Kreis, wo sich die Briten gegenseitig beteuern, niemals Sklaven zu sein. Jenseits des Atlantiks wird richtig losgelegt, da flattern überall Sternenbanner und bei jeder Gelegenheit wird die Nationalhymne gesungen. Da ist man richtig stolz darauf, Amerikaner zu sein.

Dieses Nationalgefühl, dieser Nationalstolz, dieses gemeinsame Ritual gehört zur inneren Führung eines Landes. In Deutschland gab es das auch einmal, die Reichsparteitage, die Betonung des deutschen Blutes vor allem anderen, die Volksgemeinschaft, die sich am Sonntag zum Eintopfessen getroffen hat. Dieses Wir-Gefühl stärkt den Zusammenhalt eines Volkes und läßt es Not und Bedrängnis ertragen. Es war dieses Wir-Gefühl, das die Deutschen bis zur letzten Patrone hat kämpfen lassen. Genau deshalb wurde das Wir-Gefühl systematisch zerschlagen.

Gibt es in Deutschland noch gemeinsame Rituale? Bei Fußball-Welt- und Europa-Meisterschaften keimt das ein bißchen auf, aber da spielt nicht mehr Deutschland, sondern „La Mannschaft“, und da jubelt nicht mehr Deutschland, sondern ein seltsam anmutendes ‚Schland, das nicht mal zwingend groß geschrieben wird.

Es gab den Zusammenhalt der Deutschen übrigens schon vor 1933. Da sind deutsche Politiker noch ganz selbstverständlich mit deutschen Fahnen aufgetreten. Die Dorfgemeinschaft traf sich zum gemeinsamen Ritual der Gottesdienste, fast jeder gehörte einem Verein an. Wer seinen Wehrdienst geleistet hatte, trat einem Reservistenverein bei, wer gekämpft hatte, einem Veteranenverein. Den Begriff des Bürgers in Uniform hatte man da noch nicht erfunden, dafür waren Soldaten in Uniform auf den Straßen ein gewohntes Bild – und wurden mit Respekt behandelt.
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Vor ein paar Tagen gab es eine große Kurdendemonstration in Frankfurt am Main. Ein Meer kurdischer Fahnen, darunter auch viele mit dem Abbild Abdullah Öcalans, das als Symbol der PKK eigentlich verboten ist. Die Kurden haben sich eindeutig zu ihrem Volk bekannt, es war eine Demonstration des nationalen Stolzes, auch wenn es offiziell keinen kurdischen Staat gibt.

Nun stellen Sie sich vor, daß am 18. Mai eine große Demonstration mit vielen schwarz-rot-goldenen Fahnen stattfindet. Nicht etwa eine PEGIDA-Demo, sondern eine Demonstration für Demokratie. Am 18. Mai 1848 trat in der Frankfurter Paulskirche das erste Mal die deutsche Nationalversammlung zusammen, also ein demokratisch gewähltes deutsches Parlament. 170 Jahre Paulskirche ist erst nächstes Jahr, aber man kann ja schon mal üben.

Obwohl, wir können schon mal einen Blick auf den Festakt im nächsten Jahr werfen. Wenn es ein nationales Fest wird, stehen da vier deutsche Fahnen gemeinsam mit vier europäischen Fahnen, wenn schon nicht der Bundespräsident, so spricht wenigstens der Frankfurter Oberbürgermeister. Der Festakt endet stilvoll mit der Europa-Hymne… Aber vielleicht nutzt man den Tag auch für eine größere Veranstaltung. Da stehen dann die Fahnen der EU-Mitglieder auf der Bühne, die Festrede hält ein Litauer und ein Portugiese wird für seine Verdienste für Europa geehrt. Zum Glück gibt es für das Publikum einen Simultandolmetscher, damit auch die anwesenden Deutschen verstehen, was da gesprochen wird.

Aber zurück zu unserer großen Demonstration für die Demokratie in Deutschland, am 18. Mai 2017. Die AfD ist als Mitveranstalter selbstverständlich unerwünscht, Grußworte von bekannten Patrioten werden garantiert nicht verlesen. Berlin schickt da niemanden, der Frankfurter Oberbürgermeister hat leider Wahlkampftermine und sagt ab. Zeit dagegen haben die „Antifaschisten“, und zwar für eine Gegendemonstration. Für Demokratie auf die Straße gehen, und das auch noch mit deutschen Fahnen, das geht ja nun gar nicht. Die Kurden hat keiner von denen behelligt, aber Deutsche sind nun mal Freiwild.

Als Festakt in der Paulskirche, mit handverlesenen Gästen, wäre eine solche Veranstaltung denkbar, aber öffentlich, gar mit einem Bekenntnis zu Deutschland, wird das nicht stattfinden. Der 18. Mai 2017 ist ein Donnerstag, da gehen die Leute arbeiten, nicht demonstrieren. Und überhaupt, wer hätte denn schon einen Grund zu demonstrieren? Abgesehen von den Schlägern der Antifa und den Steinewerfern der Merkeljugend, natürlich? Allerdings, wenn AfD und PEGIDA da FÜR Deutschland und FÜR die Demokratie demonstrieren würden, wäre Frankfurt schon bereit, eine größere Gegendemonstration zu organisieren…

Die innere Führung, den Zusammenhalt untereinander, den haben wir längst verloren. Der größte Feind der Deutschen sind die Deutschen selbst, jene, die statt der Auserwähltheit, statt der Gnade der richtigen Geburt nur noch jenen Abscheu empfinden, der ihnen seit Jahrzehnten von allen Propaganda-Huren der Wahrheitsmedien eingebleut worden ist. Einen einzelnen Holzstab, einen einzelnen Pfeil kann schon ein Kind zerbrechen, aber ein Bündel Stäbe, ein Bündel Pfeile widersteht selbst der Kraft eines starken Mannes. Das ist das Geheimnis der Inneren Führung, und zugleich die Offenbarung, warum wir keine haben – dürfen.

Wir sind nicht die Auserwählten, sondern die Ausgestoßenen unter den Völkern. Nicht etwa im Ausland, da könnte man eine solche Haltung unter Umständen noch verstehen, sondern im Inland. Deutsche sind im eigenen Land Subjekte minderen Rechts, sie werden von ihren eigenen Behörden so behandelt, als trügen sie alle Judensterne. Im Deutschen Fernsehen, bezahlt aus deutschen Fernsehgebühren, ist sehr oft von deutschen Verbrechen, aber nur selten von deutschen Leistungen die Rede.

Schlagen Sie doch mal vor, in Jerusalem ein Denkmal für alle Palästinenser zu errichten, die seit 1947 ihre Häuser und ihre Heimat verloren haben. Keine gute Idee? Wie wäre es mit einem Denkmal der ermordeten Einwohner Südamerikas in Madrid? Ein Denkmal für die ausgelöschten Indianer-Nationen in Washington? Für die Opfer der französischen Raubkriege in Paris? Für die zahllosen Ermordeten in den Kolonialkriegen mitten in London? Oder wenigstens ein Mahnmal für die schwedischen Greueltaten im 30jährigen Krieg in Stockholm? Auch nicht? Ein Denkmal der eigenen Untaten in der Hauptstadt aufstellen, das geht eben nur in Deutschland. Und wenn jemand, ein Denkmal, das an deutsche Schandtaten erinnert, als Schandmal bezeichnet, dann regt sich Deutschland darüber auf.

Sie kennen vermutlich den Witz mit dem Ballonfahrer, der sich verirrt hat, und auf seine Frage, wo er sich befinde, die Auskunft erhält: „Etwa fünf Meter über dem Boden!“ Die z-Koordinate war dem Ballonfahrer bekannt, er hatte sich x und y erhofft. Genau das passiert Menschen, die ohne diese innere Führung auskommen müssen. Sie kennen ihre z-Koordinate, messen das an ihrem Bankkonto oder an anderen Nebensächlichkeiten. X und y, ihren Platz in der Welt und ihre Verankerung in ihrer Abstammung, kennen sie nicht. Anders als der Ballonfahrer wollen sie das oft gar nicht wissen.

Leider muß ich zur Verwirrung beitragen, weil es tatsächlich Menschen gibt, die das Koordinatensystem in sich selbst tragen, die weit genug entwickelt sind, um sich selbst nicht relativ zu Anderen zu definieren. Diese Menschen können hinausschreiten, sich aus Traditionen lösen, selbstgenug das Grundgesetz der Ethik befolgen: Was Du nicht willst, daß man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu. Die meisten Menschen können das jedoch nicht.

Die Entwurzelung der Menschen in Deutschland hat Methode. Wer fünf Meter über dem Boden schwebt, ohne zu wissen, wo er wirklich ist, wird vom nächsten Windstoß davongewirbelt. Solche Menschen – und das dürfte die Mehrzahl der Deutschen sein – haben nichts, woran sie sich festhalten können, wenn die Zeiten rauher werden. Ganz nebenbei, die Fremden im Land, die sich aus den eigenen Traditionen gelöst haben, schweben ähnlich haltlos wie jene entwurzelten Deutschen. Sie haben allerdings noch die eigene Großfamilie, die Sippe, um Schwierigkeiten abzufedern.

So mancher Deutscher, den ich kenne, hat noch nicht einmal Halt in der eigenen Kleinfamilie. Sie haben sich mit ihren Eltern verkracht, hassen den eigenen Vater, verachten die eigene Mutter, wollen mit ihnen nichts zu tun haben. Wenn der Großvater nur ein Bild ist, noch dazu in Wehrmachts-Uniform, weil ihn der Betreffende nie kennengelernt hat, dann fehlt das, was der Großvater hätte vermitteln sollen. Die Uniform weist ihn als Verbrecher aus, mit dem man nichts zu tun haben will…

Die Entwurzelung, der Entzug der inneren Führung, ist ein weiteres gigantisches Verbrechen, das am deutschen Volk verübt worden ist und noch immer verübt wird. Es ist gleichranging mit Völkermord, und sehr wahrscheinlich wird dieses Verbrechen zu einem enormen Blutzoll führen, da diese Menschen Gefahr laufen, in Verzweiflung zu stürzen.

Allerdings hat dieses Vorgehen Konsequenzen, die auf die Verursacher zurückfallen: Wenn Sie ein Gottmensch sind und alle anderen Völker sind Tiermenschen oder Chandalen, ist es nicht Ihr Verdienst, „besser“ zu sein oder „höher“ zu stehen. Sie können dazu so wenig wie zu Ihrer Schuhgröße. Wenn Sie es jedoch schaffen, ohne diese innere Führung an jenen Punkt zu gelangen, an dem Sie im Mittelpunkt des Koordinatensystems ruhen, dann haben Sie sich weiterentwickelt. Wer haltlos davonwirbelt, kann Halt letztlich nur in sich selbst finden.

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, heißt es so schön. Die große Frage dabei ist, ob der Mensch bereit ist, das Himmelreich zu wollen. Wer nicht durchhält, wird die Veränderungen der Zukunft nicht überstehen. Die Grande Nation ist leider nicht mehr großartig, Spanien hat die Gründe für seinen Stolz längst in der Vergangenheit verloren, ertrunkene Briten sind zwar keine Sklaven, doch davon haben sie nichts. Und die USA mögen noch so viel in Blau-Weiß-Rot anpinseln, sie stehen davor, sich selbst in Stücke zu reißen.

Die innere Führung ist wichtig, da sie hilft, die Fährnisse der Geschichte zu ertragen. Es gibt jedoch einen Punkt, an dem die innere Führung nicht mehr weiterhilft, an dem alles erschüttert wird, an das man bisher geglaubt hat. Dann ist sie im Weg, dann ist es besser, frei zu sein und offen für die Anforderungen der Zukunft. Sie haben nichts davon, ein Auserwählter oder ein Gottmensch zu sein, also Halt von außen zu erhalten. Dann ist es um so wichtiger, in sich selbst zu ruhen.

© Michael Winkler

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