Gemeinsame Abstammung und Kultur wirkt sich auf DNS aus

Kultur hinterlässt größere Spuren in der DNS als bislang gedacht

Forschungserkenntnisse deuten darauf hin, dass sich die kulturellen Eigenheiten stärker auf die DNS auswirken, als man bislang erwartete. Von Shanika Gunaratna für www.CBSNews.com, 11. Januar 2017

Eine gemeinsame Abstammung, eine gemeinsame Kultur, und eine gemeinsame Umwelt – all diese Faktoren wirken sich auf das Genom von Menschen der selben ethnischen Gruppe aus.

Das erste Mal, sagen Wissenschaftler, wurden die nichtgenetischen Aspekte von Rasse und Identität bei Einzelpersonen der selben Ethnie herausgearbeitet.

In einer im Wissenschaftsjournals eLife veröffentlichten Studie untersuchten die Forscher die DNS Methyliernug – Fingerabdrücke in der DNA, die vererbt oder durch Lebenserfahrung verändert und geformt werden können und bestimmen, wie unsere Gene zum Vorschein kommen – bei 573 mexikanischenund puertorikanischen Kindern. Die DNS Methylierung zeigt die persönlichen Umstände – beispielsweise von Traumata herrührende posttraumatische Belastungsstörungen, Luftverschmutzung von Umweltbedingungen, die Spätauswirkungen von Rauchen während der Schwangerschaft etc.

Insgesamt wurden bei den mexikanischen und puertorikanischen Kindern 916 Unterschiede bei der Methylierung identifiziert. Als sich die Forscher die Testgruppe als ganzes ansahen, stellten sie fest, dass nur drei Viertel der Unterschiede zwischen den beiden ethnischen Gruppen auf die genetische Abstammung zurückzuführen ist.

Dies führte die Forscher zur These, dass offenbar ein großer Teil – ein ganzes Viertel – der DNS Fingerabdrücke die biologischen Signaturen der natürlichen, sozialen und kulturellen Umgebung der beiden Ethnien abbildet.

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Unterschiedliche Rassen und Ethnien haben unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten, sie leben in Umgebungen, in denen es unterschiedlich viel Armut und Verschmutzung gibt und manche rauchen mehr und manche weniger. Die DNS Methylierung kann diese subtilen kulturellen und umweltmässigen Unterschiede sichtbar machen.

Dr. Esteban Burchard, ein Medizinwissenschaftler und Professor an der Universität von San Francisco überwachte die 20 Jahre dauernde Studie. Dr. Burchard, der dabei mit Dr. Joshua Galanter und Noah Zaitlen zusammenarbeitete sagte:
„Es hilft uns beim Verständnis des ganzen Rasse-Ethnie-Konzepts.

Für mich bedeuten die Ergebnisse, dass Rasse etwas biologisches ist. Es heisst auch, dass wir noch viel arbeiten müssen. Fünfundzwanzig Prozent dessen, was wir sehen basiert nicht auf biologischen Unterschieden, sondern auf Faktoren, die wir gemeinhin mit der Vorstellung von Rasse und Ethnie verbinden.“
Die neuen Erkenntnisse unterstützen die Theorie, wonach die strikten Sichtweisen, dass Rasse und Ethnie reine soziale Konstrukte sind einerseits und die genetische Abstammung als ein rein biologisches Konstrukt andererseits, viel zu sehr simplifiziert sind.

Als nächstes, so Dr. Burchard, würde seine Arbeitsgruppe die Erkenntnisse bei anderen Bevölkerungsgruppen als den untersuchten überprüfen.

Wissenschaftler und Mediziner gehen zunehmend dazu über, bei Diagnosen zu Gesundheitsproblemen und bei der Krankheitsbehandlung sowohl die genetische Abstammung, als auch die rassische und ethnische Identifikation zu berücksichtigen.

Die Forschungsergebnisse deuten daraufhin, dass das Ignorieren von Rasse und Ethnie in der Medizin – – ein schwerer Fehler wäre, da diese Eigenschaften wertvolle Informationen enthalten, die zu einer präziseren kulturell spezifizierten Medizin führen könnten.

Die Zukunft der Medizin, so Dr. Burchard, berücksichtigt gleichzeitig die genetische Abstammung, die Rasse, Ethnie und auch die Kultur. Er veröffentlichte 2011 Forschungsergebnisse, die zeigen, wie weit der medizinische Forschungsstandard entfernt ist, die Nuancen von Rasse und Ethnie zu berücksichtigen. Insgesamt waren damals 94 Prozent aller Studienteilnehmer bei modernen Genetikstudien weiß. Dr. Burchard sagte:

„Wir studieren Weiße intensiv und dann versuchen wir die Erkenntnisse daraus zu übertragen auf Sri Lanker, Schwarze, Asiaten und andere Rassen. Das ist nicht nur sozial ungerecht, es ist schlichtweg auch schlechte Wissenschaft und schlechte Medizin.“
Im Original: Culture etched on our DNA more than previously known, research suggests

Quelle: http://1nselpresse.blogspot.de/2017/01/kultur-hinterlasst-groere-spuren-in-der.html#more

Dies wissen Menschen, die Rasse, Ethnie, Kultur und Identität nicht ablehnen, sowieso seit längerem. Ich persönlich fand es ganz interessant, dies mal wieder durch Wissenschaft bestätigt zu sehen.

Hier geht es in den nächsten Tagen weiter mit mehreren Artikeln zu einem kleinen Einblick in den älteren Teil der Slawisch-Arischen Weden. Teutoburgs Wälder

 

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