Denkfehler bezüglich Ursachensuche

Aus einer youtube-Diskussion  (R.Mausfeld – warum schweigen die Lämmer):

„Ich bin aber der Meinung, die Ursache für das negative (Geldsystem) ist der Mensch. Eben aufgrund seiner Bequemlichkeit, so, wie sie es ja auch beschreiben:

„Dieses System bestraft folgende Eigenschaften durch Armut, Nichtachtung und juristische Bestrafung: Ehrlichkeit = Naivität; Hilfsbereitschaft, Werte teilen = Dummheit und benutzt werden; Kreativität = Ärger und Kosten; mitdenken = unerwünschte Kritik gegenüber dem Leiter; Patriotismus = du bist ein Nazi; Freidenker = Verlust deines Arbeitsplatzes und Kriminalisierung deiner Person bis hin zum Staatsfeind; …. und so ließe sich die Aufzählung ewig fortführen.

Und diese Eigenschaften machen dich in unserem System ‚erfolgreich‘: heucheln, lügen, betrügen, Egoismus, zu lasten der Natur handeln, Intrigenverfolgen, Menschen manipulieren, andere Menschen verbal oder gar physisch bedrohen; …., usw.“Fremdzitat ENDE.

Meine Meinung: Die Fieslinge haben die Macht, und die Fieslinge bleiben an der Macht und werden die wenigen Aufgewachten zerstören. Dies ändert sich auch nicht, wenn die wenigen Aufgewachten plötzlich anfangen, die Fieslinge oder das Geld zu lieben. Das ist mir einfach zu einseitig beschrieben. Diesen falschen Ansatz betreibt man ja vielerorten, auf vielen blogs und webseiten. Das Schlechte wird nicht gut, wenn man es liebt. Im Gegenteil, dadurch verleugnet man ja die Realität, nämlich, daß das Schlechte eben schlecht ist und nicht gut.

Übrigens hat Wolfgang Eggert sehr gut und lange und ausführlich analysiert warum der dumme Michel immer weiter so macht, wie er es macht, Hauptgrund ist sicherlich des Michels Trägheit, ich nenne es Faulheit, und, daß es ihm zu gut geht. Dabei geht der dumme deutsche Michel ÜBER LEICHEN. Das ist ihm aber gar nicht bewußt, es ist ihm einfach egal.

Oder hat den Michel jemals gestört, daß die ein Teil der eigenen Landsleute arm sind? Nein, da hat er drauf gespuckt, soweit er diese Landsleute überhaupt zur Kenntnis genommen hat.

So weit geht des Michels Gleichgültigkeit, die ja dann das Resultat seiner Faulheit ist.

Aus dieser Situation gibt es kein Entkommen. Wenn man den Michel ob seiner Faulheit plötzlich liebt, ändert sich das auch nicht. Man muß den Michel weiter anprangern, immer weiter sagen, was los ist, nämlich, daß die Feigen, die Dummen, die Gierigen, die Verräter uns an den Abgrund ziehen und, höchstwahrscheinlich darüber hinaus.

Sie schreiben ja auch treffenderweise:

Zitat Anfang: „Weißt du, wer am meisten am Geld hängt, dieses sogar als Mittelpunkt ihres Lebens sehen? Das ist die riesige Masse von Mittelmaß und Schlechter. Diese Menschen haben auch das permanente Bedürfnis, sich durch die Dicke ihrer Brieftasche von anderen Menschen zu unterscheiden, weil das das Einzige in ihrer Erbärmlichkeit ist, wo sie das geglaubte Gefühl ausleben können, etwas darzustellen. Das ist auch die riesige, graue Masse, die gedankenlos über alles hinwegschreitet, alle Gifte ins ich hineinfressen, Hauptsache billig und ihre Bildung aus den gleichgeschalteten Massenmedien entnehmen und permanent ihre Umwelt nerven, dass sie für ihre Leistung zu wenig Geld verdienen. Diese negative Masse hat auch ständig das Bedürfnis, sich mit anderen in ihrer Leistung zu vergleichen (ein leider negativer Effekt des Geldes) und das sind auch diejenigen, die diesen Satz voller Leidenschaft aussprechen: „Bist doch selber Schuld wenn du arm bist. Wer wirklich arbeiten will, der bekommt auch Arbeit. Und das ist doch völlig korrekt, wenn jemand mit viel Verantwortung Millionen verdient und die, die nichts weiter können einen Hungerlohn bekommen.“Diese Menschen mit diesen Denkstrukturen sind tatsächlich ein Produkt unserer scheinheiligen Gesellschaft im Zusammenspiel mit dem kriminellen Geldsystem. Die würden für Geld auch ihre Seele verkaufen und spucken auf jeden, der sich unter ihren Füßen befindet.“ Zitat Ende.

Diese Leute kenne ich zu hauf! Alle „Wolfgang Rettigs“ dieser Welt gehören in diese Kategorie.

Dann schreiben Sie folgendes, und das ist falsch:

„Im Gegensatz dazu wird ein kleines oder auch großes Genie in seiner Arbeit niemals als erstes fragen, wie viel er verdient, sondern all seine Gedanken drehen sich darum, wie er seine Arbeit verbessern kann, wie er der Gesellschaft etwas Nützlich anbieten könnte und es macht ihn unglücklich sehen zu müssen, dass es ihm gut geht aber anderen nicht. Und er schätzt und achtet jede Arbeit eines anderen Menschen, die er mit Bravour ausübt, auch wenn es ’niedere‘ Arbeiten sind wie das Saubermachen. Er würde einen Menschen niemals nach der Dicke seiner Brieftasche bewerten, sondern ausschließlich danach, was er sagt, denkt und real tut.“ Zitat Ende.

Meine Meinung: Solche Leute gibt es nicht mehr, sie sind ausgestorben. Ich war mal so. Das hab ich mir aber ganz schnell abgewöhnt.

Weil es die Gesellschaft einen Scheißdreck interessiert, wenn ein Mensch etwas Schönes macht. Ich bin Künstler, habe lange als bildender Künstler gearbeitet, und es geht nicht ohne Geld. Da ich erfolglos war, weil meine Kunst eben in diesen hässlichen Zeiten zu schön war – sowas kauft kaum jemand mehr, die Leute sind zu kaputt, um Schönheit würdigen zu können, oder gar Geld dafür auszugeben – blieb auch das Geld aus, also der Lohn für meine Arbeit. Darüber bin ich dann chronisch krank geworden. Heute mache ich „nur“ noch Musik, die allerdings auch kaum jemand von diesen kaputten Gestalten in Deutschland kauft.

Sie machen den gedanklichen Fehler, den viele Menschen machen. Viele Menschen denken, gute Arbeit würde automatisch immer belohnt. Dem ist aber nicht so. Ich kenne sehr viele Künstler, die aufgegeben haben oder sich gar umgebracht haben wegen Erfolglosigkeit. Wenn man Künstler ist, weiß man, was das heißt: Aufgeben. Es heißt, die eigenen Wurzeln am Weiterwachsen zu hindern. Denn Kunst will immer arbeiten, entstehen, wachsen, sich weiter entwickeln. Diese Scheißgesellschaft interessiert das aber nicht.

4-weissdornbluete

Es hilft also nichts, wenn man gut arbeitet. Sie schreiben oben was vom „kleinen und großen Genie, daß unabhängig vom Geld, seine Arbeit immer besser machen will“. Das stimmt so nicht. Ohne Geld kann man nicht arbeiten, wenn gar nichts rein kommt, als Lohn für die eigene ehrliche Arbeit, und so war es bei mir, dann muß man damit aufhören.

Diese Gesellschaft macht einfach alles kaputt, jeden guten Ansatz, so krank, wie sie ist. Ich habe lange diesbezüglich anders gedacht, habe wirklich versucht, mich einzubringen, aber meine Erfahrungen in dieser Gesellschaft waren durchweg negativ. Das Gute, das Schöne, das Wahre, das will keiner mehr, im Gegenteil, es wird durch den Dreck gezogen.Von den Menschen allgemein. Von fast allen Menschen. Kaum jemand, nur ganz wenige Ausnahmen wissen mehr, so etwas zu würdigen, deshalb ist solch eine Arbeit vergebene Liebesmüh.

Geld ist für mich neutral, ich brauche es einfach, zum leben, so wie jeder Mensch, ich lebe in Armut, und ich hätte es auch gebraucht, um Kunst zu machen, oder Musik zu machen, alleine für Werbung für die eigene Arbeit braucht man Geld. Aber da ich keines habe, weil die Gesellschaft meine Arbeit nicht achtet, wertschätzt, denke ich halt anders über diese Gesellschaft: Sie ist es nicht wert. Warum soll ich für eine Gesellschaft etwas tun, was diese gar nicht wertschätzt? Das wäre 1. Energieverschwendung, Energie, die ich nicht mehr habe, und 2. geht das auch gar nicht, innerlich. Die Leute achten meine Arbeit ja nicht. In einem Klima der Mißachtung, der Schlechtmachung, kann man nicht arbeiten als Künstler. Man kann nur in einem wertschätzenden Klima arbeiten.

So ist das mit dieser Gesellschaft. Abschaffen, möglichst schmerzlos, wäre das Beste.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=Rx5SZrOsb6M

Rainer Mausfeld – Warum schweigen die Lämmer

 

 

Teutoburgs Wälder

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s