Wetiko-Virus? Nein. Schlicht Gier.

Anlehnend an dieesen Text: https://de.sott.net/article/27578-Wetiko-Die-grote-Epidemie-die-der-Menschheit-bekannt-ist,

der von Andy hier verlinkt wurde: https://andreasgrosse.wordpress.com/2017/01/06/wetiko-die-groesste-epidemie-die-der-menschheit-bekannt-ist-die-wissenschaft-des-geistes-sott-net/

diesen nun folgenden Artikel.
Ich bezeichne dieses menschliche Verhalten einfach als Gier
Schmickler hat darüber mal was gutes gemacht, am Ende dieses Kreislaufs schlägt der Mensch alle tot.

Schmickler: https://www.youtube.com/watch?v=WsRaFjDlS0k

Ich denke, dieses Verhalten resultiert bzw . hat seine Ursache in der fehlenden Verbundenheit des sogenannen „modernen“ Menschen mit seiner Heimat, der Natur. Das, was gemeinhin „Zivilisation“ genannt wird, mitsamt seiner scheinbaren „Errungenschaften“, für die der „zivilisierte“ Mensch gerne im Hamsterrad läuft (er wird ja auch gleichzeitig für sein Wohlverhalten vom System belohnt), also die Zivilisation, entfernt den Menschen von seinem Ursprung: der Natur.
Er zerstört seine Heimat, ohne drüber nachzudenken. Seine Zerstörungswerk, welches er täglich vollbringt, müßte ihm normalerweise große Schmerzen machen, aber er ist schmerzfrei geworden im Laufe der Zeit, er handelt wie ein Zombie. Man hat ihm in sein Hirn eingetrichtert, dass er so und so zu handeln habe, weil „man das so macht“, „weil alle das so machen“, und es gibt eine Menge Grundsätze des Handelns, die der Mensch gar nicht mehr hinterfragt, weil es eben alle so machen.

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Menschen, die von dieser Spur abweichen, merken, da läuft was falsch, und eigentlich ist es einfach, zu benennen, was falsch läuft: Der Mensch hat sich von seinem Urgrund, der Natur, so weit entfernt, dass er völlig gefühllos geworden ist und nicht mehr sein Handeln, bzw. das Handeln seiner Gesellschaft, hinterfragt. Die wenigen Menschen, die es doch tun, landen in irgendwelchen pseudoreligiösen Gruppen oder werden zum Voll-Egoisten – einer gegen Alle, Hauptziel: Überleben. Zum eigenen Überleben gehört natürlich, dass man zusammen rafft, was man kriegen kann. Daß das eigene Zuviel des anderen Zuwenig bedeutet, kommt natürlich solchen Menschen nicht in den Sinn. Diese Menschen sind weit davon entfernt, irgendeine Form von Gemeinsinn, oder gar Solidarität mit ihren Nächsten, zu entwickeln. Sie sagen sich: ich sorge für mich, die anderen tun dasselbe für sich, also ist für jeden gesorgt; daß ihr eigenes „Sorgen“ aber längst jedes Maß überschritten hat, und andere eventuell aus Gründen, die ihnen nicht direkt offensichtich sind, sich nicht so sorgen können, kommt ihnen nicht in den Sinn, sie blenden es, macht man sie darauf aufmerksam, sogar aus. Das ist, in wenigen Worten beschrieben, die derzeitige kranke neoliberale Doktrin.

Gut, man kann natürlich annehmen, es würde sich bei diesem menschlichen Verhalten um eine Geisteskrankheit, oder gar einen Virus, handeln. Eben, weil sich fast alle so verhalten; die paar seltenen Abweichler fallen nicht auf, in der Regel treten sie nicht gesellschaftlich in Erscheinung. Fragen Sie mal jemanden auf der Straße, alle haben Geld als Gott und Natur interessiert sie nicht. Fragen Sie die Leute, was sie in ihrer Freizeit tun, womit sie sich beschäftigen.

Wer lebt in der Natur, wer lebt von der Natur? Dies wurde uns im überbevölkerten Mitteleuropa völlig unmöglich gemacht, höchstwahrscheinlich mit Absicht, denn nur der von seinem Urgrund, seiner Heimat entfremdete Mensch kann zu dermaßen krankem Verhalten – kollektiv! – manipuliert werden, wie es derzeit (aber schon seit Jahrhunderten) der Fall ist.

Im Artikel ist die Rede von einem Parasiten des Geistes, der zur Bösartikeit führt, ich finde diese Bezeichnung nicht übertrieben. Gier führt zur Bösartigkeit. Bekämpfung dieser Bösartigkeit ist faktisch nicht möglich, weil die gesamte Gesellschaft – auch in Deutschland – davon betroffen ist (bis auf die sehr seltenen Ausnahmen). Dabei spielt sich diese Bösartigkeit durchaus in der Hierarchie-Leiter von oben nach unten (oben die sogenannte „Kanzlerin“, unten das gemeine Volk, bis hin zum Arbeitslosen) ab, oben kann man natürlich ganz viel nach unten treten, ohne jemals dafür belangt zu werden, man kann gefahrlos Gesetze und Moral und Anstand übertreten, und das wird natürlich vom Volk bemerkt. Deshalb machen die Leute „unten“ genau dasselbe wie die Leute „oben“, also wenn die Führung eines Volkes moralisch verkommen ist, dann ist das Volk genauso moralisch verkommen, das geht gar nicht anders, denn die „unten“ müssen die „oben“ ja billigen, dulden. Und diese Duldung geschieht eben dadurch, dass man „unten“ dasselbe tut wie die „oben“, nur in kleinerem Ausmaß. Das wollen aber Deutsche in der Regel nicht hören. Aus diesem Grund bringt es auch nichts, einfach anders zu wählen oder sonstigen Humbug zu veranstalten.

Eine Ausnahme gibt es, das sind die Menschen, die „ganz unten“ sind, die nichts mehr haben. Die können keinen mehr kaputt machen, die können nicht mehr mit ihren nicht vorhandenen Autos die Natur kaputt fahren (dies nur als ein Beispiel für den kollektiven Wahnsinn der Naturzerstörung). Die können einfach nichts mehr, einfach weil sie nicht mehr die Möglichkeiten haben. Gäbe man diesen Leuten aber die Möglichkeit, „wieder in der Gesellschaft Fuß zu fassen“, wie alle anderen Volltrottel und Zombies einer „geregelten Arbeit nachzugehen“ und zu konsumieren, bis die Schwarte kracht, würden sich auch diese Menschen nahtlos in den Zombie-Gesellschaftseinheitsbrei einordnen, froh und dankbar darüber, wieder ein Teil der Masse sein zu dürfen.

An Schmicklers Text kann man sehr gut erkennen, wo der Fehler in der Menschheit ist. Der Fehler ist die Gier. Diese Gier wird natürlich zusätzlich künstlich erschaffen, durch Werbung, und so weiter. Der Neid ist der hässliche Bruder der Gier. Ohne Neid gäbe es kaum Gier. Und scheinbar fallen alle drauf rein.Und wenn man dann einmal von sich und seinem Urgrund entfremdet ist, fühlt man nicht mehr, was falsch ist, was die Folgen des eigenen Handelns sind, was die Folgen des kollektiven Handelns sind, und man macht immer weiter so.

Deshalb reagieren so viele Menschen nicht mehr auf das Unrecht, welches Tag für Tag geschieht. Deshalb hört man Menschen nur noch resignativ sagen: „Da kann man ja doch nichts ändern“, wenn man sie auf Mißstände in der Gesellschaft hinweist.Würden die Leute noch fühlen, dann würden sie so nicht reden, geschweige denn, dies alles ertragen.  Die Menschheit ist kollektiv erkrankt. Einen Ausweg sehe ich da leider nicht, eben weil fast alle befallen sind. Der Dampfer muss erst sinken.

Teutoburgs Wälder

 

 

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3 Gedanken zu “Wetiko-Virus? Nein. Schlicht Gier.

  1. Du hattest Recht, es ist ein wirklich guter Artikel geworden. „Der Mensch hat sich von seinem Urgrund, der Natur, so weit entfernt, dass er völlig gefühllos geworden ist und nicht mehr sein Handeln, bzw. das Handeln seiner Gesellschaft, hinterfragt.“ Das erfährt man leider wirklich täglich von den meisten seiner Mitmenschen. Ein Miteinander, ob nun mit der Natur oder mit anderen Menschen, das gibt es wirklich so gut wie garnicht mehr außer ein Paar Ausnahmen. Es wird nur noch egoistisch gedacht und gehandelt. Ellenbogengesellschaft halt. LG Andy

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      1. Dazu noch treffend der hier „Die ungeschriebenen Gesetze und Zwänge der Natur werden letztlich dasjenige Volk belohnen, das sich allen Widerwärtigkeiten zum Trotz erhebt, um gegen Ungerechtigkeiten, Lügen und Chaos anzukämpfen. Das war stets so in der Geschichte und so wirds immer sein. Weder uns noch unseren Nachkommen wird dieser Kampf ums Überleben erspart bleiben.“ — Immanuel Kant (1724-1804)“

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