EinfluSS der Gene wurde überschätzt

Als Armer wird man geboren und stirbt auch so,als Reicher ebenso.
Das wird leider in der Gesellschaft kaum thematisiert, denn diese Botschaft widerspricht der ersten kapitalistischen Lüge: „Du kannst alles werden, du musst dich nur anstrengen!“

Ohne diese Lüge würden die Sklaven nicht mehr arbeiten gehen.

Die zweite kapitalistische Lüge ist die Lüge der Freiheit und sie ist eng mit der ersten Lüge verknüpft, eine könnte ohne die andere nicht existieren.

Aus dem Artikel: „Die Studie zeige aber, dass das vorhandene genetische Potenzial in einem Umfeld mit umfangreicher Förderung offensichtlich besser ausgeschöpft werden könne, so die Lernforscherin.“

Ich bin noch NIE von irgendjemand (inklusive meiner Eltern) gefördert worden. Ich stamme aus einer armen Familie, wo man als Kind NICHT gefördert wurde, sondern – als Mädchen sowieso – eher als lästiges Übel betrachtet wurde.

Dementsprechend gab es weder weiterführende Schulen noch wunschgemäße Ausbildung für mich.

Alles was ich gemacht und geleistet habe, habe ich aus EIGENER Kraft geleistet, und leider auch erst spät im Leben, zu spät, wie ich heute weiß. Vorher ging es aber nicht.

So spät hat man sowieso keine Chance mehr. Ohne Geld hat man keine Chance, ohne das richtige, positive, fördernde Umfeld  (Menschen die einem helfen) hat man keine Chance und dann kann man sich eigentlich direkt begraben. Man hat einfach als Mensch KEINE CHANCE wenn all das fehlt, wie in dem obigen Artikel beschrieben. Ich habe zwar dann trotzdem noch weiter versucht, immer weiter gearbeitet, aber es war erfolglos, und meine Kraft wurde währenddessen immer weniger, da geht einem regelrecht die Lebenskraft flöten, das spürt man richtig, und ich bin dabei krank geworden. Der Dauerstress, der Kampf um den Erfolg ist natürlich nicht gesundheitsfördernd, und wenn man überall nur Steine in den Weg gelegt bekommt, und so war es immer. Immer nur Hindernisse, Hemmnisse, und/oder Geldknappheit, kein Geld für WErbung, kein Geld für den Artklub, kein Geld für einen Führerschein, kein Geld für die Galerie und jetzt kein Geld für Gesundheit. Und natürlich noch die Hetze im Internet, es muss wohl sehr mißliebige Leute geben auf „nationaler“ Seite, die sich einen Spaß dran machen,  mich im Netz zu verfolgen. Dabei kann ich gerade das nicht gebrauchen sondern ich bräuche eher Unterstützung, das interessiert dieses Dreckspack aber nicht.

Das ist die klassische Biografie einer armen, zwar hochbegabten, aber trotzdem armen Frau wie mir.  Was bleibt ist mein Mitleid mit Menschen, denen es ähnlich geht wie mir.  Das ist doch auch schon mal etwas. Es gibt keine Chancengleichheit für Arme. Lassen Sie sich das nicht einreden. Und vor allen Dingen, lassen Sie sich deshalb keine Schuldkomplexe einreden, Sie sind nicht schuld, dass Sie keine Chance haben.

Teutoburgs Wälder

Zukunft für Deutsche nur noch ohne Deutschland (Zentralrat der Juden in Deutschland)?

Halb Kind, halb Konzernchef: Stimmen Habitus, Umfeld und finanzielle Ausstattung, geht es leichter nach ganz oben Der große Irrglaube vom Aufstieg in die Elite

Kann es aber jeder noch nach ganz oben schaffen? Oder ist Grube die Ausnahme und Gottschalk junior die Regel?

Wissenschaftler streiten schon lange darüber, ob die Gene oder die Umwelt über den Erfolg im Leben bestimmen.

Aktuelle Studien liefern jetzt Indizien, daß der Einfluß der Umwelt – Familie, Nachbarn, Freunde – für den weiteren Lebensweg bisher systematisch unterschätzt wurde.

Talent, Köpfchen und Fleiß zählen somit für den Aufstieg womöglich weniger als bisher angenommen.

Geld, Beziehungen oder ein klangvoller Name dagegen könnten deutlich schwerer wiegen.
Das Thema berührt die Grundfesten der Gesellschaft. Es geht um Gerechtigkeit, darum, ob etwas wie Chancengleichheit überhaupt möglich ist. Und damit um den Markenkern des demokratischen Westens, dessen Verheißung es ist, dass es jeder vom Tellerwäscher zum Millionär oder vom Hartz-IV-Kind zum Vorstandschef schaffen kann.

Elite wird man nicht, Elite ist man

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2 Gedanken zu “EinfluSS der Gene wurde überschätzt

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