Über „linken Pöbel“, selbsternannte „Elite“ und Konservativismus

Echte Rechte seien immer Monarchisten oder Kaiser-Anhänger, habe ich eben gelesen. Interessant.Aber ist dem wirklich so?

Aus einer Diskussion auf dem blog: Deutscher Freigeist.wordpress.com (link unten). Diese Diskussion ist sehr interessant, sie hatte sich ergeben, weil ich dort A.Schlimpachs Rede verlinkt hatte. Ich wurde dort sehr schnell in die übliche linke Ecke gestellt, mit den üblichen Argumenten:

Ich: „Mit Klassenkampf hab ich ja nun mal gar nichts am Hut. Die Unterteilungen aber, die Du machst, sind Unterteilungen aufgrund des Besitztums (=Geld). Da der Kapitalismus in sich Arme immer armer und Reiche immer reicher macht, zementiert er die herrschenden Zustände immer weiter, Zustände, die keinesfalls sozialistisch sind. Ich würde raten, sich mal über das Geldsystem zu informieren,das scheint mir der Baustein zu sein, der Dir bei all dem enormen Wissen fehlt.
Wer sich das Geldsystem nicht anschauen mag und negiert, dass alles durch Geld erschaffen wird, d.h. die armen Arbeiter  haben von vorneherein keine Chance, der redet am Thema vorbei.

Bürger ist, dessen Eltern bürgerlich waren. Arbeiter ist, dessen Eltern arme Arbeiter waren. Geld“elite“ ist, dessen Eltern „Elite“ waren. Das System erlaubt es KEINEM Arbeiter, aufzusteigen, bürgerlich zu werden, wohlhabend zu werden. Ein armer Arbeiter bleibt immer ein Armer, egal, wie intelligent oder begabt er ist. Das System vertieft so die Gräben zwischen den Menschen, den einzelnen Klassen. Das ist nicht gut. Erfolgreich soll der sein, der etwas kann, und nicht derjenige, der vom „Schicksal“ (Elternhaus) begünstigt wurde.

Was Du  „linken Pöbel“ nennst, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass 20 Millionen Menschen an und unter der Armutsgrenze leben – und dies sicherlich nicht, weil die alle „selbst dran schuld sind“. Arme Menschen sind für mich kein Pöbel. So menschenverachtend bin ich nicht. Ich bin selber arm, konnte das trotz aller Bemühungen meinerseits nie ändern und leide sehr darunter.
Die 20 Millionen Armen in Deutschland schreien aber nicht (der Autor behauptete, der „linke Pöbel schreie immer am lautesten und deshalb würde er immer gehört, bzw. erhört und deshalb würden wir im Sozialismus leben). Dazu haben die gar keine Kraft. Die sind nämlich mit Überleben beschäftigt, mit Pfandflaschen sammeln, und so weiter. Die, die schreien, dass sind die Besitzständler, die Bürger, die grünlinksversiffte etablierte Masse, die es sich im Rahmen der 68er überall gemütlich eingerichtet haben und halt gerne schreien und provozieren.
Ich rede Klartext, ich schreie nicht, ich sage, was Sache ist. Für mich ist KEINER Adel, oder „Elite“, weil er viel Geld hat. Die Tugenden, die Du oben irgendwo aufführst, die typisch deutschen Tugenden wie Disziplin, Ausdauer, Mut, Durchhaltevermögen, Tapferkeit, Ehrlichkkeit, die habe ich auch alle, und viele andere Arme auch. Das hat nichts mit „Bürgertum“ oder sonstiger selbsternannter „Elite“ zu tun.  Das hat was mit inneren Werten zu tun, und die sind nun mal unabhängig vom Geldbeutel – im Gegenteil: zuviel Geld verdirbt den Charakter.

„Echte Rechte akzeptieren die Aristokratie als natürliche Gesellschaftsordnung. “

=> welche Aristrokratie? Den Geldadel? Nein danke.

Wenn einer was kann und sich was erarbeitet hat, das ist was anderes. Aber Menschen, die was können, haben Deutschland verlassen. Weil es hier in Deutschland nichts bringt, wenn einer was kann. Entweder er wird steuerlich kaputt gemacht, oder aber als Freiberufler/Künstler gefällt dem System nicht, was derjenige produziert.  Ohne genügend großes Startkapital wird auch kein Freiberufler/Künstler irgend etwas. Man wird nur etwas, wenn man mit dem Strom schwimmt. Und der Strom ist nun mal linksgrün-versifft.

„Er würde niemals gegen das Bürgertum wettern. Das ist eben, was den Pöbel ausmacht. Das er immer ein Feindbild bei denen sucht, die mehr haben als er und die daran Schuld sind, warum er es nicht hat. Das ist linkes Denken.“

=> Du hast leider nicht zu Ende gedacht. Das Geldsystem zementiert die Zustände, das Geldsystem lässt nicht zu, dass Menschen, die was können, die intelligent sind, in der Gesellschaf aufsteigen. Das Geldsystem sorgt für diese Ungerechtigkeiten, für diese „Klassen“. Nicht der „Bürger“, der angeblich so viel „bessere“ Mensch, und auch nicht der linke „Pöbel“ (deiner Meinung nach), der Deiner Meinung nach immer am lautesten schreit.

Wenn man aber so darauf beharrt, seine Pfründe (=Geld/Besitzstand) behalten zu wollen, dann ist man nicht volksnah und wird auch keinen Erfolg haben. Das Volk hat nämlich mittlerweile einen feinen Riecher dafür, von wem es betrogen wird.  Und das ist auch gut so.“

https://deutscherfreigeist.wordpress.com/2016/09/12/was-ist-das-grundgesetz/comment-page-1/#comment-1253

Antwort des Blogbetreibers:

„Das ist eben das Problem mit vielen Leuten: Sie merken nicht, dass sie Sozialisten sind. Das war ja die große Kunst, dass die linke Ideologie über die Medien so verbreitet wurde, während man die Opposition, sei sie liberal oder konservativ unterdrückte, dass sie faktisch alle Bürger zu Linken gemacht haben. Die dann bei jeder Krise den linken antikapitalistischen Mist runterbeten.
Ich kenne das Geldsystem und ich habe schon eine Alternative aufgestellt. Aber ich bin kein Antikapitalist, weil das würde mich zum Linken machen. Das heißt ich stehe weder gegen Reichtum, noch gegen Adel.
Also wie beschissen es Deutschland auch gehen mag, Kasten haben wir nicht.
Nein. Sicher nicht. Selbst Schuld wären sie, wenn wir freie Marktwirtschaft haben. Das haben wir aber nicht. Arm sind sie, weil wir einen Sozialstaat haben, der Wohlstand umverteilt. Also Konservativer stehe ich gegen den Sozialstaat und für freie Marktwirtschaft. Dann hat jeder die Freiheit sein Glück zu finden, aber auch die alleinige Verantwortung für Versagen, wenn er diese Freiheit nicht nutzt.
“Arbeit adelt, Arbeitslosigkeit proletarisiert.”
Aristokratie bildet sich aus der Diversität der Menschen in Befähigungen und Ambitionen und der Gesellschaft. Schau dir dieses Video über die Natur des Menschen an: https://www.youtube.com/watch?v=7UELtbc2T4g

Das Geldsystem … das Geldsystem. Das Geldsystem ist ein Werkzeug, mehr nicht. Es braucht recht wenig, um uns davon zu befreien. Es ist aber nur ein Mittel und nicht der Ursprung. Zumal der Sozialismus aus demselben Geist entspringt, wie auch das Finanzsystem. Das sind dieselben Köpfe.

Na, das glaube ich nicht. Es (der Pöbel) rennt immer noch jedem Rattenfänger hinterher, anstatt selbst zu denken.“

Meine Antwort:

„Ich bin kein Massenmedienkonsument, schon seit sehr langer Zeit nicht mehr. Das mit der “linken Ideologie” passt also nicht.

Ich stehe auch nicht gegen Geld, oder gegen Reichtum, aber nur dann, wenn er sich erarbeitet wird. Dies ist i.d.Regel NICHT der Fall. Natürlich muss Wohlstand möglich sein für die Leistungsträger der Gesellschaft. Für die, die arbeiten. Für die, die Vordenker sind, und natürlich für Freiberufler und Künstler, so sie denn etwas Wertvolles für die Gesellschaft leisten.

Es kann in diesem derzeitigen Geldsystem keine freie Marktwirtschaft geben, weil immer nur derjenige bevorzugt wird, der bereits viel Geld hat. Freie Marktwirtschaft heißt: Alle Menschen haben unabhängig von ihrer Herkunft, von ihrem “hauseigenen” (geerbten) Vermögen/Besitzum oder auch Schulden, die gleichen Chancen. Nur das ist Freiheit: Die gleichen Chancen. Die gleichen Chancen heißt nicht: Alle Menschen sind gleich. Das hab ich damit nicht gesagt.

Freie Marktwirtschaft heißt nicht, dass der, der das meiste Geld für Werbung hat, den meisten Erfolg hat – unabhängig vom Können. So ist es aber derzeit.

Wenn Arbeit adeln würde, dann würde Arbeit auch richtig bezahlt, und Kreativität. und Intelligenz. Dem ist aber nicht so.

“Aristokratie bildet sich aus der Diversität der Menschen in Befähigungen und Ambitionen und der Gesellschaft. ”

=> Die Gesellschaft interessiert sich einen Dreck für die Diversität ihres “Pöbels”. Sie haben sich ja dahingehend geoutet, für Sie sind Arme alles “Pöbel”, egal, wie intelligent Arme sind. Sie trauen Armen ja noch nicht mal Intelligenz zu. Der Gesellschaft (dem “Bürger”) ist es völlig egal, wenn der Pöbel, der ja sowieso immer selbst schuld hat an seiner Armut, abkratzt aufgrund von Armut. Der “Bürger” denkt sich dann höchstens: Hätte er doch mehr gearbeitet, ohne dabei überhaupt ansatzweise zu realisieren, dass Arbeit nicht zu Wohlstand führt.

Sie haben doch Andreas Popp verlinkt, der sagt dasselbe. Vielleicht glauben Sie dem, wenn Sie schon mir nicht glauben.
Ich rede hier aus eigener Erfahrung und ich bete nicht anderer Leute Parolen nach.

Natülich ist das Geldsystem ein Werkzeug…. aber diejenigen, die es derzeit in den Händen haben, werden einen Teufel tun und daran etwas ändern. Denn es funktioniert perfekt für diese sogenannte “Elite”, für die Reichen, für die Wohlhabenden, die von ihrem Geld, und nicht von ihrer Arbeit, leben. So etwas muss weg. Es kann nicht sein, dass Menschen leistungsloses Einkommen haben und gleichzeitig über Arme herziehen, die für den Mindestlohn malochen MÜSSEN aber nie auf einen grünen Zweig kommen werden im Leben.

Sie wiederholen sich. Ich bin auch eine Arme. Eine arme Rentnerin. Ich bin noch NIE einem hinterher gelaufen. Ich kann selber denken. Und das wird auch für den Rest des Lebens so bleiben.“

 

****

Ich glaube an diesem Punkt höre ich auf, zu diskutieren. Egal, was da noch kommt.

Ich bin kein Konservativer. Was mir aber überhaupt nicht gefällt, ist diese Vorstellung von der selbsternannten „Elite“ – damit sind natürlich irgendwelche reichen „Bürger“ gemeint, denen das Volk sowieso egal ist, und irgendwelche „Geld“elite – oder sonstwer. Noch schlimmer ist der sogenannte „Adel“. Ich habe keinen Adel gesehen, der je für sein Vaterland gekämpft hätte. Für mich zählt aber nur Kampf und Einsatz und nicht Endloslaberei.

Der Typ hat keine kritische Einstellung zum Geldsystem, er scheint nicht zu wissen, wie das Geldsystem funktioniert und dass es die bestehenden Verhältnisse immer weiter verschärft. Er hat zwar Andreas Popp verlinkt, das ist aber auch schon alles. Das Wissen der Wissensmanufaktur fließt nicht in seine Texte ein. Er redet was von „existierendem Sozialismus“, was mich sehr an W. Rettig  und seine Kumpane erinnert, die haben auch so einen Quatsch verzällt, von wegen „wir leben im Sozialismus“ – wenn wir das täten, hätten wir dann so viele Arme? Nein, oder? Aber so weit denkt ihr „selbsternannte Elite“ nicht!!!

Menschen mit solch einer verächtlichen Einstellung dem Volk gegenüber, möchte ich nicht weiter verlinken. Deshalb wird auch die Seite „deutscher Patriotismus“ hier entfernt. Da sind mir die Leute von der „Europäischen Aktion“ sehr viel lieber. Dort habe ich schon viel Gutes gehört und war eigentlich immer zufrieden bis begeistert.

symbol-300-pixel  Darüber demnächst mehr!

Teutoburgs Wälder

 

Nachtrag/Edit: Der Mensch, der hinter der Seite „Deutscher Freigeist“ steht, ist Libertarist und Deutschenhasser. Er verherrlicht St. Molineux, und diverse andere Libertaristen. Der Mann ist KEIN deutscher Patriot, auch wenn er so tut, als ob. Er hat sich sehr gut getarnt, aber irgendwann kommt halt immer alles raus.

Libertarismus ist eine Irrlehre, diie von gewissen „Kreisen“ (Juden) eingeführt wurde.

 

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