Natürlich sind Sie ein Sklave

Jemand meinte in einer Diskussion zu mir, er könne ja noch überall hingehen, und deshalb sei er kein Sklave.

Meine Antwort:

Natürlich sind Sie Sklave. Sie müssen arbeiten gehen und Sie müssen Steuern zahlen und ich muss jetzt nicht weiter aufzählen, was Sie noch alles müssen. Selbst Menschen mit viel Geld und Grundstück, Haus und Hof, die theoretisch und praktisch Selbstversorger sein könnten, sind durch Steuerzahlungen und sonstige Zwangsabgaben an den „Staat“ gebunden. Keiner kommt da raus. Dank I-net haben wir zwar mittlerweile die Möglichkeit, andere Nachrichten als der Mainstream-Medien zu erfahren, wir haben also relativ freie Meinungsbildung, wir dürfen diese Meinung aber nicht uneingeschränkt, auch wenn sie niemanem schadet, äußern. Wir haben faktisch Meinungszensur, Meinungsdiktatur. Nur wer an die offiziell geltende „political correctness“ angepasst ist, kann überhaupt beruflich Fuß fassen, und weitergehend, das machen was man „Karriere machen“, nennt. Das heißt im Umkehrschluß: Alle beruflich erfolgreichen Menschen, und alle in Politik, Medien, Erziehung, Ausbildung, Schulen, Universitäten und so weiter, sind politisch angepasst, systemkonform, auf eine Linie „gedrillt“.

Dazu sitzen Tausende Leute aufgrund von sogenannten „Meinungsverbrechen“ im Bau und es sind Tausende Bücher, Schriften und andere Medien, verboten. Ich könnte das noch weiter aufführen, aber das reicht, glaube ich.

In dem Sinne interessant ist auch folgener Beitrag im Gelben Forum, welcher beweist, daß „etwas intelligentere“ Menschen sich dieser Tatsachen durchaus bewußt sind:

Beginn Beitrag:

„Der Beruf des Menschen ist zu sich selbst zu kommen.“

Friedrich Nietzsche

Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Man kann sich jedoch die Frage stellen,
wie es dazu kam, dass wir die Achtsamkeit verloren haben. Oder man
kann die Frage noch konkretisieren: Wie kommt es, dass wir keine Zeit
haben bei uns selbst zu sein? Wie konnten wir das vergessen?

Und dann kommt man zu dem Schluss, dass der Mensch nicht bei sich selbst
ist weil er nicht Herr seiner Sinne ist – nicht zurechnungsfähig im Grunde.
Aber dies ist ein Problem, das schon zu Zeiten von Nietzsche, Hesse und
Jung existiert hat. Es hat mit der Zeit wohl zugenommen und wurde
durch zunehmende automatische Abläufe noch verschlimmert.

Herr über seine Sinne und seine Zeit zu sein ist eine Qualität, die in
unserer Gesellschaft kaum Beachtung findet, weil diese Qualität
nicht gebraucht wird.
Es beinhaltet die Erkenntnis, dass wir die meiste
Zeit fremdbestimmt sind – gefangen in einer Maschine, die eine perfekte,
hierarchische Struktur zur Erzeugung von Geld hervorgebracht hat und
die unser Leben bestimmt. Wir leben im Grunde nicht für uns selbst,
sondern für die Interessen anderer.

[Einfügung von mir: Genau, und hier gilt es anzusetzen. Denn nur wer Sklave ist, kann so ein Leben ertragen.

Deshalb wollen die meisten Sklaven wohl auch nicht so genau wissen, womit sie ihr Leben verbringen, und lenken sich erfolgreich von den Themen ab, die sie dazu bringen könnten, mehr über solche Dinge nachzudenken. Denn Nachdenken könnte ja Angst machen und es könnte bedeuten, dass man den Zwang verspürt, etwas verändern zu müssen. Das will der glückliche Sklave nicht. Das vermeidet er um jeden Preis. Einfügung Ende.]

Die Rückkehr zu sich selbst ist die eigentliche Revolution, die diese Gesellschaft braucht. Wir haben das Leben nicht verstanden, weil wir ausschließlich mit dem Verstand nach dem Lebenssinn suchen und von ihm gesteuert werden.

Wie kann man von einem Menschen Mitgefühl erwarten, der sich selbst vergessen hat? Der Mensch, der sich selbst vergessen hat empfindet Achtsamkeit und Mitgefühl als Tugenden die er gerne erlangen möchte, ohne zu ahnen, dass diese zu seiner ureigensten Natur als Mensch gehören.

[Einfügung von mir: Ich würde das noch schärfer formulieren: Achtsamkeit und Mitgefühl sind Voraussetzungen für das eigene Menschsein. Und beide fangen bei sich selbst an, d.h. die heutzutage erlebbare masochistische Selbstaufgabe, die sich im „aber wir müssen doch Fremden helfen-Tun“, äußert, ist ein Teil der Krankheit der gesamten Gesellschaft.

Diese Menschen können sich selbst nicht helfen, leben als Sklaven IRGEND ETWAS, ohne sich darüber bewusst zu werden, wie sie leben, und was sie leben, und dass sie alles kaputt machen mit ihrem gleichgültigen dekadenten Sklavenleben, weil ihnen eben jedwede eigene Selbstachtung  und –achtsamkeit fehlt. Diese Dinge fangen immer bei einem selbst an. Denn: Was ich selbst nicht an mir getan haben will, füge ich auch keinem anderen zu. Also wenn ich mir selber gegenüber nicht achtsam und einfühlend-mitleidig bin, kann ich das auch nicht anderen Menschen und der Schöpfung insgesamt gegenüber fühlen, und leben. Dies erkennt man deutlich an der Gleichgültigkeit, mit der Menschen der heutigen Verfallsgesellschaft einfach alles um sich herum zerstören, eben durch ihre vernichtende zersetzende Lebensweise. Einfügung von mir Ende.]

Die eigenen Sinne zu gebrauchen, ist in dieser kopfgesteuerten Gesellschaft schon zur Tugend geworden.

Quelle: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=408694

1000 Sprueche - 1-Demokratie

 

 

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3 Gedanken zu “Natürlich sind Sie ein Sklave

  1. Marcus

    Selbst ein bedingungsloses Grundeinkommen würde
    an der Rechtslage des Menschen gar.nichts ändern…

    Der Sinn des Lebens ist, zu lernen, wie man sich nur
    erfolgreich unterordnet…ungelöst ist dabei die Frage,
    woher nun derjenige, der zur Unterordnung „anregt“,
    überhaupt seine Legitimation bezieht, denn in einer
    Gesellschaft findet die nicht natürliche Auswahl des
    „Stärkeren“ statt, und niemand muss je zustimmen,
    oder sich im traditionellen Zweikampf durchsetzen,
    damit ihm / ihr ja eine große Anzahl von Menschen
    mit “ Respekt“ begegnen. Respekt ist ja anerzogen,
    größtenteils zumindest. Was bewegt Eltern, Kindern
    möglichst frühzeitig beizubringen Respekt zu haben,
    wobei Respekt nun die harmlose Umschreibung der
    Unterwerfung ist ? Welche Auswege kann es geben ?

    Gefällt 1 Person

    1. Richtige Aussagen und gute Fragen, gut deshalb, weil sie zum denken anregen und weiter bringen.

      Grundsatz: Niemand muss sich heutzutage Respekt (=> Macht) verdienen durch eigene Taten, Die „Legitimation“, die die Menschen in Machtpositionen (scheinbar) haben, kommt irgendwo her. Wobei man da den natürlichen Respekt, den Kinder vor ihren Eltern haben (sollten), außen vor lassen kann. Dieser natürliche Respekt der Kinder vor ihren Eltern ist m. Meinung nach angeboren. Er verliert sich aber, wenn sich die Eltern respektlos dem Kinde gegenüber verhalten.
      Was sehr oft der Fall ist. Wenn überhaupt noch – heutzutage – beide Elternteile vorhanden sind.
      Kinder, die mit respektlosen, d.h. psychisch und/oder physich gewalttätigen Erwachsenen aufwachsen (müssen), lernen direkt brutal fürs Leben: Wer die Macht hat (physisch oder psychisch), darf bestimmen und sich durchsetzen (notfalls mit Gewalt).

      So ist es aber überall. Eltern sind meist nicht frei davon, dieses Verhalten an ihre Kinder weiter zu geben, ungewollt oft, aber es passiert.

      Auch ein Staat, der per Mehrheitsbeschluss durch fragliche Wahlen irgend ein Gesetz legitimisiert, ist ein gewalttätiges Konstrukt und abzulehnen. Er hat die Macht nur, weil er über Gewalt, die er auch ausübt, verfügt, um seine Gesetze durchzusetzen.
      Im Libertarismus wird diese Gewalt der Mehrheit über die Minderheit abgelehnt. Ich lehne sie ebenfalls ab.
      Parteien als kriminelle Vereinigungen sind ebenso abzulehnen. Diesbezüglich funktioniert nur direkte Demokratie. Der „Beruf“ des Politikers mit seinen tausenden Sondervergütungen muss abgeschafft werden und statt dessen müssen wirkliche, direkt gewählte Volksvertreter her, die noch im Kontakt zum Volk stehen.

      Für mich zählt nur Autorität, die sich ein Mensch (oder mehrere Menschen, eine Gruppe, ein Verein, und so weiter) erworben hat MIR gegenüber. Also durch anständiges Verhalten kann man das ganz schnell erwerben. Was ja eigentlich auch normal sein sollte.

      Die meisten Menschen handeln aber nicht so, bzw. die sogenannten „gesellschaftlichen“ Autoritäten sind deshalb Autoritäten weil sie von allen (der „Bevölkerung mehrheitlich, insgesamt) anerkannt werden.

      Dies ist natürlich NICHTS. Nur weil 60 Millionen Leute etwas anerkennen, muss ich das nicht auch so tun. Da greift dann ganz grob der Herdentrieb.

      Dies gilt auch für Medien, Lehrer, Wissenschaftler, und so weiter, also für ALLE Menschen, die Teil einer Gesellschaft sind und – scheinbar – (?) an dem gesellschaftlich anerkannten Konstrukt der Unterwürfigkeit gemeinsam arbeiten. Weil sie ALLE nur so an ihre Posten/Ämter gekommen sind: Durch Unterwürfigkeit und radikale Selbstverleugnung durch Anpassung. Auch an unsinnige Normen, Gepflogenheiten und Gesetze. Für Karriere gilt: Anpassung ist das Wichtigste.

      Alle Mitglieder dieser Gesellschaft passen sich diesen Schein-Autoritäten, die sich ihre Legitimation/Autorität und Macht NIE erworben haben, sondern erschlichen (durch Beziehungen, richtige politische Einstellung/Vererbung) oder erkauft haben, an.

      Und das ist der eigentliche Punkt. Alle passen sich an, weil das ja scheinbar alle tun. Die Medien führen dann in schöner Regelmäßigkeit auf, was passiert, wenn sich einer nicht anpasst. Aber der Durchschnittsmensch will sich auch anpassen – ich weiß nicht, warum, eventuell greift hier die Angst.

      Den Leuten müsste erst mal klar werden, was sie selbst da tun (indem sie per se unterwürfig und obrigkeitshörig sind) und erst dann käme Änderung in die Gesellschaft. Gesamtgesellschaftlich muss das passieren, denn anderenfalls würde wieder eine bestochene, durch Seilschaften in ihre „Ämter“ und Posten gekommene Minderheit die gleichgültige obrigkeitshörige Mehrheit irgendwie beherreschen. Das nennt man dann „Regeln“ und „Gesetze“ und meist sind diese „Gründe“ Unsinn – das Volk ist meist anderer Meinung. Hält aber die Klappe und geht weiter brav malochen.

      Das ist der entscheidende Punkt.

      Religionen dienen demselben Zweck. Machtausübung über Angst. Funktioniert meistens. Aus unseren einstmals stolzen, freien Germanenstämmen ist ein kriecherisches, ekelhaft gieriges „Volk“ geworden, welches sich in diesem Zustand, niemals wehren wird.

      Noch ein Wort zum BGE: Es funktioniert nur, wenn andere Änderungen vorgenommen werden, ganz wichtig sind freie Medien, und ein anderes Geldsystem. Faktisch macht das BGE erst mal frei vom Zwang, irgendeinen Dreck arbeiten zu müssen.

      Das ist natürlich von der Gesellschaft insgesamt nicht gewollt, denn auch (scheinbar) glückliche Michelmalochersklaven sind neidisch auf freie Menschen. Und deshalb machen sie natürlich alles nieder, was andere freie Menschen, zustande bringen. Das ist einfach der Neid. Weil sie sich selbst nicht trauen, frei zu sein. Ich habe diese Mechanismen lange nicht verstanden, weil ich selbst neidfrei bin. Das macht es mir schwer, mich in solch ein Verhalten hinein zu versetzen.

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      1. Marcus

        Der Respekt vor den Eltern auf der einen, der Respekt
        vor jedem, der sich „Autorität“ nennt, auf der anderen…
        Respekt vor den Eltern ist ganz natürlich abhängig vom
        „Entwicklungsstadium“ der Kinder,da das Neugeborene
        noch nicht das Gefühl von Respekt hat, aber eine feste
        Bindung i.d.R. an die Mutter, pubertierende Kinder aber
        haben oft so gut wie gar keinen Respekt….

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