Krisenvorsorge – Ernährung – Überleben – Orientierung in der Nacht

Im Weltenwende-Forum gibt es folgende kurze Diskussion:

http://www.schauungen.de/forum2/index.php?id=11299

Joe schrieb: „Wer genug Eiweiss, Fett usw hat kann gerne auf den vermeintlich unnötigen Rest verzichten (wobei in heutigen bequemen Friedens- und Überfluss-Zeiten kaum jemand wirklich konsequent auf Kohlenhydrate verzichtet), in Krisenzeiten sollte man sich aber schon überlegen ob das Grünzeugs erst an das (Haus-)Schwein verfüttert wird um es 8 Monate später als Fleisch/Wurst zu essen. Ich persönlich würde mich mit dem satt Essen was ich, erst Recht in Hungerzeiten, vorfinde.“

In der Tat sind Kohlehydrate überflüssig. Ich habe mich schon immer gewundert, wieso die meisten Menschen, die Krisenvorsorge betreiben, vorwiegend Mehlprodukte einlagern. Fast die gesamte Krisenvorsorge beruht bei den meisten Menschen auf Kohlehydrat-Basis. Gut, manche denken da noch an Süßkram wie Obst in Dosen oder so ein Zeug, das ist aber nicht wirklich besser, denn Zucker besteht aus konzentrierten Kohlehydraten.

Diese Kost macht nicht nur krank, sondern auch viel schneller wieder hungrig.

Ich weiß das, weil ich es selbst ausprobiert habe; außerdem bestätigen meine Erfahrungen sämtliche wissenschaftlichen Kenntnisse, schließlich kennt man die Mechanismen des Zuckerstoffwechsels. Mehrfach und zeitlich mit großen Abständen habe ich morgens entweder Brot mit Butter und Marmelade oder auch nur Brot mit Butter gegessen, um den Haupt-Zuckerträger Marmelade weg zu lassen, und jedesmal, auch nach dem Verzehr von Brot mit Butter ohne Beilage, hatte ich nach einer Stunde wieder massiven Hunger, beziehungsweise ich fühlte mich völlig unterzuckert und MUSSTE dann dringend etwas essen. Als Gegensatz dazu habe ich morgens einen Salat gegessen, grün, Blatt, oder Chicoree, mit viel gutem Öl, Salz, eine Zwiebel, und etwas Käse (Schafskäse, Kuhmilchkäse o.ä.), das kann man auch noch verfeinern mit Kräutern, zb. passt Vogelmiere hervorragend zu Chicoree. Von diesem Salat (eine ganze Schüssel voll) bin ich mindestens 4 –  6 Stunden voll SATT und leistungsfähig. Ich falle nicht in ein Unterzuckerungs-Loch wie nach dem „Genuß“ von Brot oder ähnlichem kohlehydrathaltigem Zeugs, wobei stark süße Sachen wie Marmelade und Honig natürlich den Vorgang der Unterzuckerung noch verstärken. Fazit: Grünzeug (Gemüse, Salat o.ä.) und Öl /Fett mit etwas Eiweiss ist optimal für die menschliche Ernährung. Salz nicht vergessen.

Seitdem esse ich morgens nur noch solch einen Salat.

In einer Krisen-, Survivalsituation ist es a meiner Meinung nach wichtig, nicht ständig essen zu müssen, weil man andauernd in die Unterzuckerung fällt (aufgrund kohlehydratreicher Kost), und sonst nicht mehr, wenn man nicht ständig isst, leistungsfähig ist. Unterzuckerung kann lebensbedrohlich werden. Auch ist sie nicht gut für die Psyche. Ein  Mensch, der abhängig ist vom „guten Essen“, womit reichlich Kohlehydrate gemeint sind, hat auch psychische Probleme, wenn die Kohlehydrate wegfallen. Die Menschen werden in der Regel dann zumindest ungeduldig und reizbar. Oder noch schlimmeres.

Es handelt sich also beim Thema Kohlehydrate um eine Sucht/Abhängigkeit. Also ich möchte nicht im Extremfall mit Süchtigen zusammen sein, die sich nicht mehr beherrschen können, wenn sie nicht ihren Teller Nudeln, Kartoffeln oder ihr Brot bekommen.

Joe schreibt weiter:

„Es ist aber alles Murks wenn es nicht in bequemen Friendens/Überfluss-Zeiten mal auch eingeübt wird, d.h. jetzt schon auf Kohlenhydrate verzichten (aber auch konsequent!)“

Ja, dann macht das mal. Ihr werdet euch wundern. Konsequent heißt mindestens 14 Tage lang.

Joe schreibt:

„… , mal ein paar Tage mittels Grünzeugs Wasser aufnehmen (was im Winter/Frühjahr?!) und mal mit 2 Kaninchen (nicht meldepflichtig, passen auch in eine Mietwohnung, stinken kaum und sind sehr leise) das tägliche Grünfutter beschaffen üben und im Winter das Schlachten (Das Fleisch/Fett kann da, bei Minus-Temperaturen, auch ohen Kühlschrank aufbewahrt werden und ausserdem gibt es im Winter meist nur wenig Grünzeugs).“

Mit 2 Kaninchen kommt man da nicht so weit. Aber im Grundsatz ist die Idee schon richtig. Besser wäre der Garten, wo man Stallungen hat.

Joe schreibt: „Auf Kohlenhydrate zu verzichten ist ….., Luxus ?“

Im Prinzip, ja. Denn auf Kohlehydraten basiertes Essen ist in der Regel billig. Nudeln kann man leicht einlagern, sie sind unbegrenzt haltbar. Mit Mehl bzw.  dem ganzen Korn ist das zwar nicht so leicht, aber es geht genauso gut. (Das ist auch ein Grund, warum Arme eher dick und krank werden, weil wenig Geld nur eine solche Hungerkost möglich macht, gutes Essen, gutes Öl und gutes Fleisch ist teuer.)

Wohin führen diese Erkenntnisse?

Aufgrund des oben Geschriebenen besteht meine Vorsorge konsequent aus Öl, Salz und Fleisch. Grünzeug gibt es ja wirklich fast überall und in unseren Breitengraden fast im ganzen Jahr.  Öl/Fett ist Hauptenergielieferant, mit Öl und Salz ein (Wild-)Gemüse gemacht, das macht lange satt und es hält fit und leistungsfähig. Dazu halt dann Fleisch in Dosen. Oder Fisch. Das ist zwar nicht so schön wie frisch, aber besser als nichts. Das gute Salz ist auch ganz wichtig. Zucker ist verzichtbar und man sollte ihn wirklich meiden, man kann ihn  ja als Tauschprodukt einlagern. Aber dafür ist mir mein Platz zu schade.

Hier noch ein schönes Video von Remo: Orientierung in der Nacht ohne Kompass und andere technische Hilfsmittel, anhand der Sterne:

 

Teutoburgs Wälder

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