Der Weg des freien Menschen

Ich schreibe gerne morgens, wenn der Kopf frei ist. Wenn ich interessante Ansätze finde, lege ich meist direkt los. Diesmal war der Anlaß dieser Artikel hier:

https://indexexpurgatorius.wordpress.com/2016/06/05/aus-1-euro-jobs-sollen-dauerjobs-werden/

Diese „Hauptsache, Arbeit-Mentalität“, ohne zu berücksichtigen, ob derjenige etwas sinnvolles macht, oder gar, ob er das auch will, was er da machen muss (also quasi die Befürwortung von Zwangsarbeit) findet man auch in diversen anderen faschistoiden „Lehren“/Programmen/Parteiprogrammen.

Was im Fall „Ein-Euro-Job“ anzeigt, wie faschistoid unser System ist, denn Zwangsarbeit ist international verboten.

Der gegenteilige Weg, der Weg des freien Menschen, wäre der des bedingungslosen Grundeinkommens, natürlich eingebunden in ein System anderer  Maßnahmen, die die gegenwärtigen Herrscher beseitigt und ein neues Entstehen eines ähnlich faschistoiden oder faschistischen Systems erfolgreich verhindert.

Diese Pläne, Möglichkeiten, gibt es. Plan B: http://www.wissensmanufaktur.net/plan-b

Nur will sie keiner gehen. Warum? Natürlich profitieren viele von dem derzeitigen System. Sagen wir mal, 10 Prozent profitieren davon vollumfänglich, weil sie leistungsloses Einkommen haben. Was aber ist mit den anderen 90 Prozent? Die müssten doch eigentlich nachdenken, was falsch läuft? Nein, das tun sie nicht.

Sie zeigen lieber mit dem Finger auf irgendelche anderen „Schuldigen“. Das ist einfacher, als nachzudenken und eventuell zu dem Ergebnis zu kommen, dass man selbst ja einen gewissen eigenen Anteil am Erlebten hat. Einen Anteil, den man selbst zum Erlebten beigesteuert hat. Wieso nun wird diese Tatsache dem einzelnen Menschen nicht (mehr) bewusst? Das ist ganz einfach:

Das System intrumentalisiert  die Massen über ihre Emotionen. So werden zum Beispiel im Vorfeld von Kriegen Ereignisse künstlich erschaffen, damit die Bevölkerung dann auch willig dem (dann!) unvermeidlich erscheinenden Krieg zustimmt. Das geht natürlich auch im „Kleinen“, bei der Entzweiung der Bevölkerung.

In Deutschland ist keiner mehr mit dem anderen solidarisch. Woran liegt das? Natürlich daran, dass das System üer die Massenmedien die eine Bevölkerungsgruppe gegen die andere aufhetzt – solche Vorgänge geschehen seit Jahrzehnten  und laufen durchaus unbemerkt ab. Denn die unbemerkte Manipulation ist die Königsdisziplin der Manipulation.

So wurden Arbeitslose über Jahre in den Medien gezielt diffamiert. Niemand setzt sich heute mehr für die angeblich faulen Arbeitslosen ein. Statt dessen zieht man über sie her, macht sie zu Schuldigen an allem, was einem selbst so gerade nicht gefällt. Oder man projiziert eigene Schuld-Anteile auf diese Menschen. Nein, ihr „Mittelständler“, die Arbeitslosen sind nicht daran schuld, dass ihr so viel Steuern zahlen müsst. Dass ihr Steuern zahlen müsst, dafür seid ihr 1. selbst verantwortlich und dann, eventuell, 2. noch der „Staat“. Sucht doch mal nach einer gesetzlichen Grundlage dafür, dass ihr Steuern zahlt. Viel Spaß bei der Suche!  Ihr macht also andere Leute dafür verantwortlich, oder zieht über andere als „Sündenböcke“ deshalb her, weil ihr selbst nicht fähig seid, eure eigenen Belange in Ordnung zu bringen.

Dasselbe gilt natürlich für Linke, die die „Reichen“ oder „das internationale Kapital“ verantwortlich machen für das Elend der Welt. Der Ansatz ist ja nicht schlecht, nur, wo ist der Eigenanteil? Auch hier muss man den Eigenanteil sehen an der eigenen Lage – und wie man da sinnvollerweise raus kommt. Nicht, indem man andere Bevölkerungsgruppen beschimpft oder bekämpft oder gar, indem man ihr Eigentum gewaltsam zerstört, so nicht. Es gibt Ansätze zur Veränderung, es gibt Wege, aber dafür müsste man sein eigenes Schubladendenken überwinden.

So ungefähr läuft das auf allen Ebenen. In allen Gruppen, Parteien, sonstigen „Vereinen“. Alle haben eine „Lehre“, eine Doktrin, ein Programm, und andere sind die Schuldigen. Ziemlich einseitige Sichtweise. Sie ist auch nicht dem Menschen gemäß, dh. sie ist jedem freien Menschen zuwider.

Bei einer überregionalen Versammlung einer „eher rechten“ Partei vor einigen  Jahren widerte mich einer der Parteigänger mit seinem Gelaber, man müsse den „faulen Arbeitslosen nur irgend eine Arbeit – zwangsweise – zuweisen – dermaßen an, dass ich die Versammlung umgehend verließ. Selbstverständlich habe ich diese Leute nie wieder besucht. Solch eine Mentalität ist ekelhaft.

Das ist aber typisches Schubladendenken.

Wie kommt man da raus? Indem man, als erstes, das Schubladendenken aufhört. Das ist schwierig. Diese Denkweise aufzugeben, heißt: Ängste überwinden. Fremdes kennenlernen, und unbedarft darauf zu gehen können. Ich hab mal irgendwo gelesen, dass die meisten Menschen ihr Schubladendenken bewusst pflegen, um eben vor ihren Ängsten geschützt zu sein. Bei den heute wirkenden Ängsten entsteht ein gedankliches Gefängnis. Welches die Menschen allerdings, eben aufgrund der über die Angst wirkenden Mechanismen, nicht freiwillig verlassen (siehe Platos Höhlengleichnis).

Das ist der falsche Weg. Angst macht unfrei. (Berechtigte Angst aus selbst gemachter Erfahrung meine ich damit nicht!)

Ich habe das in der Vergangenheit immer so gehalten und bin damit gut gefahren. Deshalb ist das, was ich hier schreibe, alles aus eigener Erfahrung so entstanden und kaum je irgendwo abgeschrieben.

Der Weg in die Freiheit (geistige Freiheit) ist kompliziert und fordert viel Kraft. Denn man hat keine „Gruppe“, keinen „Verein“, keine „Partei“ und keine „Lehre“, die einen stützt. Man ist quasi alleine. Die Linken nennen mich „Nazi“, die Rechten nennen mich „jüdischer Untermensch“ oder „Schickse“  (degeneriert, klar, was denn sonst) oder „bolschewistische XXXX „, (wahlweise bitte Schimpfwort einsetzen, ich kenne nicht so viele).  Die Männer nennen sich selbst bewusste Frauen gerne „Emanze“ und die Frauen nennen freie Frauen gerne „hart“, weil sie mit meiner Klarheit nicht klarkommen, weil sie ihnen selber fehlt und sie vielleicht ein bisschen neidisch sind oder sie Angst haben. Die Christen nennen mich einen „wilden, blutrünstigen Heiden“ und die Heiden  – ja die sind eher zurückhaltend, hab ich bis jetzt noch keine negative Erfahrung mit gemacht. Kann aber noch kommen. Auch da gibt es genügend Indoktrinierte, und Bekloppte.

So bekommt man von allen Seiten Feuer. So ist das halt. Als freier Mensch.

Also, Leute, gebt mal das Schubladendenken auf. Hört auf, anderen die Schuld an etwas zu zu weisen und sucht nach den Eigenanteilen dessen, was geschieht. Auch an dem, was gesamtgesellschaftlich und weltweit passiert. Erst dann könnt ihr etwas verändern.

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Teutoburgs Wälder

 

 

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