Wir müssen uns erneuern

Sonst überleben wir nicht.

Weg muss: Kapitalismus – Geld – Technik

Weg müssen  und werden auch verschwinden: Neun Zehntel der derzeit überflüssigen Bevölkerung. Diese überflüssige Bevölkerung hätte vor 200 Jahren nicht überlebt, ja sie wäre gar nicht entstanden, erst die Industrialisierung im 19.Jahrhundert hat dieses Bevölkerungswachstum erst möglich gemacht.

Das ist wider die Natur. Will der Mensch nachhaltig leben, so muss er so leben, dass er keinen Raubbau an der Natur treibt. Keinen Raubbau zu treiben würde – nur als Beispiel – heißen, Autofahren müsste so teuer gemacht werden, dass es unerschwinglich wäre.

Leben mit der Natur bedeutet: Selbstversorger, Bauer sein. Handwerker sein und im Tausch arbeiten. Die kleinste gemeinsame lebens-, und menschentaugliche Gemeinschaft ist die Dorfgemeinschaft, wo jeder jeden kennt und deshalb auch kaum jemand den anderen übervorteilt. Wie das heute in der Anonymität so gerne geschieht. Natürlich ist Solidarität in so einer Gemeinschaft keine bloße Floskel, denn alle haben verstanden, worum es geht: Ums Überleben. Heute weiß keiner mehr, was Solidarität ist, es gibt ja scheinbar alles im Überfluss, denkt der normale verkümmerte Mensch, und er denkt fälschlicherweise, das gehe auch ewig so weiter.

Falsch gedacht, Mensch, in der Natur gibt es kein immerdauerndes Wachstum!

Politik und Parteien wird es nicht mehr geben, Staaten, diese künstlichen Gebilde, auch nicht. Kein Mensch braucht einen Staat, wozu auch? Selbstverwaltung der einzelnen Dörfer ist angesagt. Eventuell wird es noch größere, überregionale Versammlungen geben – aber, auch hier die Frage: wozu? Zum dumm quatschen auf Versammlungen wird die Zeit fehlen. Globalisierung wird ein Fremdwort werden, Lokal ist Trumpf, weil das Einzige, was zählen wird, Überleben innerhalb der kleinen homogenen Gemeinschaft sein wird. Kinder werden wieder wichtig sein, und alte Menschen, aufgrund ihrer Erfahrung. Man wird ihnen zuhören, anstatt sie in Heime zu stecken und dort verrecken zu lassen.

Überhaupt wird der Mensch als Einzelner wieder wichtig werden, und nicht, wie heute, das Kapital.

Überleben ist effektiv, es verschwendet keine Resourcen. Dumm quatschen und überflüssige Berufe und überflüssige – weil zuviele – Menschen sind Naturverschwendung und so etwas wird keiner mehr tun, weil es tödlich ist.

Natürlich wird es auch keinen Strom mehr geben, Energie für unnatürliche Dinge, die den Menschen sich selbst entfremden. Der Mensch braucht nur Licht, wenn es dunkel wird, und dafür gibt es andere Möglichkeiten. Der Rest ist Handarbeit. Auf diese Art und Weise, nämlich ohne Strom,  hat die Menschheit sehr lange gelebt, sogar gut gelebt – wozu braucht sie Strom? Strom ist Luxus, der die Natur zerstört, und damit abzulehnen.

Wann das alles geschehen wird?

Bald. Oder später. Aber es WIRD geschehen. Es führt überhaupt kein Weg daran vorbei. Weil: Wachstum jedweder Art (sei es Wirtschaftswachstum, Bevölkerungswachstum oder sonstiges Wachstum) muss irgendwann stoppen. In der Regel stoppt es nicht „sanft“, sondern die Systeme entgleisen in einer Art exponentiellen Kurve (wie im obigen Beispiel erkennbar), d.h. am Ende geht es steil aufwärts, und darauf folgt, muss folgen, der Absturz, der alles in die Vernichtung reißt.

Solche Vorgänge hat es schon öfter auf der Erde gegeben, nur waren die Auslöser physischer Art, und nicht menschengemacht; zum Beispiel gab es mehrere riesige Fluten, Kometeneinschläge, Serien von Vulkanausbrüchen, meist zog auch eines dieser Ereignisse die anderen nach sich. Spuren davon sind gefunden worden. Heute sind bzw. werden die Auslöser menschengemacht sein.

Irgendwie hat die Menschheit – wenn auch in reduzierter Zahl – stets überlebt, und das wird auch diesmal so sein. Wenn auch in sehr reduzierter Form, denn diesmal ist das Vernichtungspotential, welches sich dank des Menschen „Fortschritt“ angehäuft hat, enorm – man denke nur an die unzähligen Atomkraftwerke. Alles menschengemacht. Alles Tod auf Raten. Der Mensch hat nicht nachgedacht – einzeln und kollektiv – deshalb muss das kommen, was kommen wird.

Weil es widernatürlich ist, gegen die Natur. Der Mensch versündigt sich seit mindestens 200 Jahren gegen die Natur, mit all dem, was er tut, als ob es keine Zukunft gäbe. Vielleicht wollte er kollektiv nie eine, die Masse denkt aber eh nie nach. Es ist müßig, über so etwas zu spekulieren. Vielleicht ist das, was geschehen wird, auch anders zu sehen, als kollektive Lernerfahrung, denn: Das, was uns zum Verhängnis wurde, ist die Gier einiger weniger. Man hätte mit ausreichend Vernunft, zu der einige Menschen zweifellos fähig sind, durchaus die Bevölkerungsexplosion und die Technik, da, wo sie menschenfeindlich ist, in den Griff bekommen können. Aber die Gier kann man nicht zähmen, wenn sie im Einzelnen oder Kollektiv erwacht.  Gier kann es aber nur geben, wenn es verhältnismäßig vielen Menschen gut geht. Gier entsteht erst dann, wenn man merkt, man kann mit wenig oder gar keinem Einsatz viel Geld / Ersatzprodukte scheffeln (Beispiel: Leistungsloses Einkommen im zinsbasierten Geldsystem). Dann erst kommt die Gier und der Neid. Lasst sie wieder arbeiten, die Menschen, auf dem Feld, nehmt ihnen den Luxus, lasst sie um ihr Überleben kämpfen, erst dann werden sie umlernen, denn dann müssen sie es.

The Road ist schon kein schlechtes Anschauungsmaterial, wobei es ein wenig düster ist. Aber nur wenn man sich mit so etwas beschäftigt, ist man gewappnet. Für Englischsprachige die Originalversion, sehenswert, auch das Buch ist lesenswert: https://www.youtube.com/watch?v=x6arDlAAF4Y

the road

Auch interessant zum Thema: K. Gschwendtner: Eine Reise durch die Zeit(pdf): http://www.hartgeld.com/suche.html?gsquery=gschwendtner

Teutoburgs Wälder

 

 

 

 

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