Gemeinwohl geht vor Einzelwohl

Ich bin der Meinung, dass wohlhabende Pensionisten, Rentner, sonstige Großkapitalisten, sehr wohl etwas abgeben können von  dem, was sie in den Jahren, als man in Deutschland noch Geld verdienen konnte (50er, 60er Jahre) verdient haben.

Heute ist dies nicht mehr möglich. Die Wirtschaft steht seit 2009 ständig vor dem Crash, die Löhne  und damit die Kaufkraft des „normalen Arbeiters“ sinken ständig. Studiertsein mit gutem Abschluss ist heute nicht gleichbedeutend mit gut bezahlter Arbeit und möglicher Planung für die Zukunft. Hungerlöhne um 1000 Euro sind normal. Zeitarbeitsverträge ebenso.  Damit kann man keine Zukunft aufbauen. Wohneigentum, davon dürfen junge Leute, so sie nicht zu den vererbten Reichen gehören, nur träumen. Sparen fürs Alter geht gar nicht mehr.

Und die größte Lüge des Kapitalismus, dass, wer viel arbeitet, auch viel Wohlstand erwerbe, diese Lüge glauben die Deutschen leider immer noch. Bzw. diejenigen, die damals eben (in den 50er, 60er Jahren) auch viel verdient haben. Die denken, es gäbe einen Automatismus zwischen „fleißig“ und „reich“.

Leute, ihr seid nicht informiert. Diesen Automatismus gibt es nicht. Ihr, nur ihr, ihr hattet das Glück, in einer Zeit geboren zu werden und erwachsen zu werden, bzw. junge Erwachsene zu sein, in der man viel erreichen konnte (was immer nach Kriegen so ist). Macht euch mal schlau, wie über das Geldsystem von „fleißig“ nach „reich“ umverteilt wird. Macht euch darüber hinaus mal schlau, was in Deutschland seit der sogenannten „HartzVier-Gesetzgebung“ passiert ist. Macht euch schlau, wieviele Arme es tatsächlich gibt und dass Armut in den allermeisten Fällen unverschuldet ist. Aber das wollt ihr ja nicht wahrhaben. Ihr, die ihr euch eine goldene Nase in den 50er – und 60er Jahren verdient habt, die ihr „Karriere“ gemacht, fette Pensionen, riesige Gärten, mehrere Autos, Häuser im In- und Ausland angehäuft habt, ihr, die ihr im LUXUS schwimmt, seid die wahren Bewahrer des Systems, ihr wollt keine Veränderung, eure Leben sind „durch“, und ihr meint, ihr  habet das Recht, eure fetten Pensionen und euren Luxus zu genießen!

Weil ihr – angeblich (?) – irgendwann mal vor 40 oder 50 Jahren viel gearbeitet habt. Welch lächerlicher Grund.

Heute arbeiten auch Millionen Menschen viel, und was sie verdienen, ist ein Hungerlohn! Heute gibt es Millionen, die ARBEIT suchen, aber es gibt keine Arbeit mehr, auch nicht mehr für die, die wollen. Und die Tendenz zu immer weniger verfügbarer Arbeit wird sich verstärken! Aber ihr, ihr verfettete Wohlstandsgeneration, ihr nehmt so etwas einfach nicht zur Kenntnis. So etwas nennt man auch kognitive Dissonanz, oder einfach Verblödung.

Nun könnt ihr natürlich voll verblödet für euch dahin leben, das stört ja weiter keinen. Wenn ihr aber das (Rest-)volk spaltet durch Hetze auf junge Leute, die doch gefälligst mal ein bisschen mehr arbeiten sollen, damit sie dann auch zu Wohlstand kommen, werde ich sauer. Ihr seid verblödet, ihr verfetteten Wohlstandsrentner, euch ist es zu lange zu gut gegangen.

Das darf nicht sein. Es darf nicht einer oder zwei Generationen so übermäßig gut gehen, und nachfolgenden Generationen immer schlechter, bis dann eine Generation geboren wird, die für ihre Arbeit, für ihren Einsatz, faktisch nichts mehr verdient. Mit „faktisch nichts mehr verdienen“ meine ich, dass nach Deckung aller Kosten nichts mehr übrig bleibt. Junge Leute wollen – soll es ja geben – auch noch Familie, aber daran denkt ihr Alten ja nicht, euer Leben ist ja (fast) vorbei. Aber das Leben der Jungen fängt gerade an, und die jungen Leute, das ist Deutschland! Die wollen eine Perspektive, die wollen Zukunft, die wollen eine Chance für eine gute Zukunft, die auch ihr gehabt  habt! Und deshalb müsst ihr abgeben. In einem Land, welches Gemeinwohl vor Einzelinteressen stellt, müsst ihr abgeben.

Oder ihr werdet dazu gebracht, abzugeben. Das macht dann die Natur, die nimmt es euch einfach weg. Die Natur, damit meine ich die Einwanderung. Irgendwo und irgendwann rächt sich eure Gier IMMER. Weil sie gepaart ist mit Rücksichtslosigkeit den eigenen jungen Landsleuten gegenüber. Oder der ultimative Crash kommt, und dann nützt euch auch euer gehortetes Gold nicht mehr, das könnt ihr nämlich nicht essen.

Mit Gier und Maßlosigkeit einiger Weniger kommt kein Volk sehr weit, wird kein Volk mehr eins werden. Wie sehr der Mammon doch die Deutschen verdorben hat, anstatt einfach mal zu denken: Gemeinwohl geht vor Einzelwohl – oder: ist das gerade gut für das Gemeinwohl, was ich tue?

Gemeinwohl, was ist das wohl, werden sich nun viele fragen.

Na dann fangt mal an, nachzudenken. Wird allerhöchste Zeit. Ihr habt längst verlernt, was sich moralisch gehört, das ist eines der Hauptprobleme in unserem Land. Ihr seid verhärtet, verknöchert, verbiestert, verblödet, und vor allen Dingen verwöhnt,  und das einzige, was ihr könnt, ist, mit dem Finger auf arme Deutsche zeigen und sagen: Geht gefälligst arbeiten. Wahrscheinlich versorgt ihr dann „hintenrum“, um euer schlechtes Gewissen zu beruhigen, irgendwelche Scheinasylanten. Habe ich schon öfter gesehen: Alte, wohlhabende Deutsche, die sich rührend um Fremde kümmern, aber den volkseigenen Obdachlosen ignorieren, der soll gefälligst arbeiten gehen. Das ist auch eine Art von Hass auf das eigene Volk.

Nach so viel Elend mal wieder ein schönes Waldbild:

25e

Teutoburgs Wälder

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2 Gedanken zu “Gemeinwohl geht vor Einzelwohl

  1. Musste beim Lesen Deines Eintrags an etwas denken, was mir eine Bekannte (arbeitet im Supermarkt) erzählt hat:

    Sie war gerade bei den Milchprodukten, dann kam eine alte, der Kleidung und Schmuck nach wohlhabende Dame und sagte zu ihr: „Oh die Milch ist aber günstig.“
    Dann sagte meine Bekannte: „Ja, die Milchbauern werden ziemlich unter Druck gesetzt was die Milchpreise betrifft.“
    Dann antwortete die „Dame“: „Ja, die Armen, die können einem echt Leid tun.“ – Und nahm die günstigste Milch aus dem Regal…

    :-/ Solche Subjekte wie diese Alte sind mit Schuld am Untergang…

    Es sind dieselben, die ihr Leben lang schon CDU wählen, weil die ja nur das Beste für Deutschland machen. *kotz*

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, solche Leute könnten durchaus mal die Milch kaufen, die aufgrund eines Solidaritätszuschlages für die Bauern etwas teurer ist. Tun sie aber nicht. Die kauft dann unsereiner, ich zum Beispiel. Ich zeige mit so etwas immer Solidarität – die 20 Cent tun mir nicht weh.
      Reiches Pack ist ja deshalb reich, weil sie eben so etwas nicht tun. Sie behalten alles für sich, sie geben nichts ab, meist mit der Begründung: „Aber da hab ich doch für gearbeitet“.

      Gefällt 1 Person

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