Hohe Maien – christliche Verfälschung germanischen Brauchtums

Christliche Verfälschung des germanischen Ur-Kults

Das Christentum entwickelte sich als eine Sekte unter vielen aus dem Judentum heraus. Als es sich von diesem emanzipieren wollte, übernahm es zum Schein heidnisch-germanische Traditionen und verchristete sie. Zum anderen sollten die naturreligiösen Bräuche abgewertet und ins Gegenteil verkehrt werden. Aber auch die Bibel – vor allem das „Neue Testament“ (= Evangelien Matthäus, Markus, Lukas und Johannes sowie Paulus-Briefe) – wurde immer wieder umgeschrieben und mit neuen Erfindungen ergänzt.

In den letzten Lektionen wiesen wir nach, wie die Bibel das Weihnachts- und Wintersonnwendfest ebenso wie Ostern aus dem Heidentum symbolisch gestohlen und umgedeutet hat.

Pfingstfest = Hohe Mayen

Auf das Osterfest folgt das Pfingstfest. Dieses hat zwar einen aus dem Griechischen stammenden, von pentekostä, d.h. „der Fünfzigste“ (nämlich der 50ste Tag nach Ostern), abgeleiteten Namen (französisch: „pentecôte“). Trotzdem ist „Pfingsten“ ursprünglich kein christliches, sondern ein in unserem Raum aus jahreszeitlicher Bindung entstandenes Fest.
Es ist das Fest der „Hohen Mayen“, das noch in vielen alten Volksweisen und Mailiedern lebendig ist und dessen Sinn neuerdings in etwa wieder aufgenommen werden sollte. – Es wurde in der Mitte des Wonnemonds gefeiert zu einer Zeit, in der die Natur ihre volle Frühlingspracht entfaltet hatte. Es dominiert die Freude darüber, daß nun endlich der Wonnemond gekommen war und alles wieder neu gemacht hatte.
Es war die Zeit, in der der heilige Geist der göttlichen Lebens- und Wachstumskraft sich endlich in vollem Maße wieder über die Erde ergossen hatte, um die ganze Natur zu erfüllen.
Diese Wachstumskraft beobachteten und erlebten unsere Ahnen in Ehrfurcht. Als Bauern wußten sie, daß sie wohl den Boden bearbeiten und das Samenkorn in die Erde senken konnten. Daß das Samenkorn nun aber geheimnisvolle Lebenskräfte entfaltete, keimte, wuchs und Frucht brachte, stand nicht mehr in ihrer Macht. Das geschah aus einem wunderbaren, von ihnen nicht mehr beeinflußbaren Trieb. Das bewirkte der heilige Geist der Gotteskraft, der das All erfüllt und der ihnen jetzt zur Zeit der „Hohen Mayen“ besonders spür- und sichtbar wurde.

Auch an diesem Feste hielten unsere Vorväter so fest, daß die Kirche sich gezwungen sah, auch das Pfingstfest durch irgendeine Umdeutung der christlichen Festfolge einzugliedern.

So knüpfte sie an die Erfüllung der Natur mit dem heiligen Geiste der göttlichen Wachstumskraft an und setzte dazu in Parallele die Ausgießung des „Heiligen Geistes“ der christlichen Dreieinigkeit über die Apostel.

Erntedankfest

Das Osterfest ist also das Fest der Frühlings-Tag- und Nachtgleiche.
Dem entsprach natürlich auch ein Fest der Herbst-Tag- und Nachtgleiche. Dieses Fest, das am 21. Scheiding (September) gefeiert wurde, wurde von unseren bäuerlichen Ahnen als Erntedankfest begangen.
Da diese Sinngebung auch von der christlichen Kirche übernommen wurde, ist an dieser Stelle nichts weiter darüber zu sagen.

Daß auch Karneval bzw. Fasnacht urgermanische Feste und viel älter als die Kirche sind, bevor sie ebenfalls von dieser umgedeutet wurden, wird hier auf Seite 8 erklärt.
Nicht nur die Feste selbst in ihrer ursprünglich vernünftigen und tiefsinnigen Bedeutung wurden unseren Vätern entfremdet. Auch ihre alten Fest- und Feierplätze unter den heiligen Bäumen, in den heiligen Hainen und auf den Höhen wurden in Vergessenheit gebracht. – Vielfach wurden sie kurzerhand zerstört oder dadurch beseitigt, daß man ihr Material zum Neubau christlicher Kapellen verwendete.
Besonders gern benutzte man die altgermanischen Steinsetzungen als bequeme Steinbrüche. So wurde z.B. die Klosterkirche auf dem Kreuzberg in der Rhön aus den Basaltblöcken des dort aufgeschichteten frühgermanischen Ringwalles errichtet.
Dies ist leicht nicht nur aus der Übereinstimmung des Materials nachweisbar. Sondern auch daraus, daß an der Bergseite, an der das Kloster errichtet ist, eine Lücke in dem Ringwall klafft, während seine Basaltblöcke an den übrigen Ringwallseiten noch zusammenhängend aufgeschichtet sind. – Aus dem Abbau heidnischer Kultstätten erklärt sich auch das vielfache Fehlen der Decksteine der Hünengräber oder etwa die Einmauerung von Runensteinen in die Fundamente und Sockel alter Kirchen, wie z.B. des Schleswiger Domes.
Oft sind noch Spuren von der Abräumung vorhanden. So zeigt z.B. der große Deckstein auf dem „Bülzenbett“ in der Wurster Heide (zwischen Cuxhaven und Bremerhaven) eine Reihe von später (mit Stahlwerkzeug) eingemeißelten Löchern. In diese sollten – wie noch heute üblich – Eisendoppelkeile eingetrieben werden, um den riesigen Stein zu spalten, weil man ihn im ganzen nicht bewältigen konnte.

Quelle: Christliche Verfälschung des germanischen Ur-Kults S. 22

Quelle: http://vk.com/club104988842

156b-Buchenhochwald

Deutsche Hohe Maien

Hoch-Zeit des Jahres ist nun geworden
Der Maien zog ein mit strahlender Macht.
Ein Grünen und Blühen wohl Tausendfach
hebt an in der Nordischen Heimat.
Nun feiern wir Deutschen Siegfest des Frühlings
nach Ahnensitte und unserer Art.
Geschmückt sind die Häuser mit Birkengezweig
Es leuchten die Weiten in lichtem Grün,
und Sonnengold lockt uns hinaus!

Es klingen die Lieder von Maizeit und Minne.
Auf dem Anger steht hoch der Maibaum errichtet,
mit Bändern und Bildern fröhlich geschmückt.
Reigen und Rundtanz geht da im Kreise,
Erkoren ist die Maikönigin;
die schönste Maid aus der Mädchen Schar.
Der tüchtigste Jungmann, der Sieger im Kampfspiel,
gesellt sich zu ihr im frohen Tanz.

Gesichert ist immer des Volkes Zukunft,
wenn bestes Blut sich verbindet.
Einst wurden jungen, wehrhaften Männer
zur Waffe geweiht an diesem Fest.
Die Freiheit immer von allem Übel
sollten sie helfen, dem Volke zu wahren.
Gesichtert ist immer des Volkes Zukunft,
wenn junge Mannschaften zur Wehr stets bereit!

Wer fragt nach Aposteln und „heiligem Geist“,
wenn die Winde raunen im Buchenhain,
der licht steht und grün zur Maienzeit?
Dort webt in leise wogenden Zweigen
Erinnerung an Ahnensitte und Art.
Heilig heißt uns solches Erinnern,
wenn Taten folgen, der Ahnen wert.

Alles Feiern ist immer nur ein Schöpfen
aus dem ewigen Quell des göttlichen Erbes
in uns und allen, die gleichen Blutes
waren und sind, zu edler Entfaltung
der Eigenart und währendem Wachstum des Volkes.
Minne- und Maienzeit, sie mahnen uns recht,
in Reinheit das Erbe immer zu hüten,
ihm Zukunft zu sichern in artreiner Wahl.

Teutoburgs Wälder

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4 Gedanken zu “Hohe Maien – christliche Verfälschung germanischen Brauchtums

    1. In dem Artikel gibt es keine Hetze. Ich bin zwar nicht ganz der Meinung, wie sie dort steht, bzw. ich hätte es evt. hier und da etwas anders ausgedrückt, aber im Prinzip teile ich diese Aussagen. Auch gehöre ich nicht dem jüdischen Glauben an, genauso wenig wie einem anderen monotheistischen Glauben.

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  1. Pingback: Externsteine ein Zentrum – Ostern – Frühe nordische Hochkultur – teutoburgswaelder

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