Der Bärenstein – Deutsche Stufenpyramiden Teil 1

Megalith-Kulturen, was ist das?
Als „Megalith“ bezeichnet man einen großen, oft unbehauenen Steinblock, der als Baustein für Grab- und Kultanlagen benutzt, oder als Monolith aufgesetzt und in Steinsetzungen positioniert wurde. Datierung laut Wikipedia: Jungsteinzeit bis Frühere Bronzezeit.
Megalithkultur:
„Ältere Theorien gingen davon aus, dass sich die Megalithidee durch missionierende Seefahrer entlang der Atlantikküste ausbreitete. Die Theorien über die alleinige Verbreitung der Megalithidee durch Wanderung werden heute jedoch mehrheitlich abgelehnt. Selbst in Europa liegen entweder zu große Zeiträume oder zu große Entfernungen zwischen dem Auftreten der regionalen Megalithbauten und -formen. So spricht einiges für eine unabhängige homologe Entwicklung, die bei verschiedenen Kulturen zu unterschiedlichen Zeitpunkten auftrat. Regional ist eine Verbreitung astronomischer Kenntnisse und die Errichtung observatorischer Anlagen auch abseits der Megalithregionen gegeben, bei wenigen Megalithanlagen ist jedoch ein astronomischer Bezug belegt.“
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Megalithkultur
„Die großen steinernen Monumente des Neolithikums und der frühen Bronzezeit“ =>
Ab ca 10.000 v. Chr. (W. Haug)
„Wenn unsere Cairns dem hiervorliegenden Schema entsprechend zu datieren wären, dann im Zeitraum ab 1200 v.Chr., der Eisenzeit. (W. Haug)
Zeit-Übersicht:
Das Spät-Paläolithische Zeitalter: 35.000 – 10.000 v.Chr.
Das Neolithische Zeitalter: 10.000 v.Chr.:
Während der Klimaverbesserung nach der letzten großen Eiszeit wurde der Mensch des Spätpaläolithikums nach und nach seßhaft und begann, sich an bevorzugten Plätzen anzusiedeln. Diese ersten Niederlassungen führten zu einem Wechsel von einer Nahrung-sammelnden zu einer Nahrung-kultivierenden Gesellschaft, und das Erscheinen von Pflanzen sowie die Zähmung von Haustieren wurden zu Kennzeichen ihrer Lebensweise. Diese kulturelle Änderung nennt man Neolithische Revolution und sie kennzeichnet den Beginn des Neolithischen Zeitalters.
Eine dauerhaft stattfindende Nahrungsversorgung durch die eingeführte Landwirtschaft bedeutete, daß größere Bevölkerungsgruppen in befestigten, sichereren Gebieten leben konnten, und machte den Luxus, sich nicht-Nahrung-produzierenden Aufgaben innerhalb einer Gemeinschaft widmen zu müssen, möglich.
Dieser Wechsel vom Jäger und Sammler zur seßhaften Landwirtschaft begann ruckartig und verbreitete sich überall im von Weißen bewohnten Europa und Nahen Osten. Diese frühesten landwirtschaftlichen Örtlichkeiten in Nordeuropa können in Irland ausgemacht werden und erscheinen fast zur selben Zeit, wie die Kultivierung von Pflanzen im mesopotamischen “Fruchtbaren Halbmond“, im Nahen Osten.
Mittelsteinzeit, Mesolithikum: 8500 – 5500 v.Chr.
Jungsteinzeit: Neolithikum: ab ca 5000 – ca 2200 v.Chr.
Übergang zum Metallzeitalter:
Kupferzeit: 3700 – 1950 v. Chr.
Bronzezeit: 2200 – 800 v. Chr.
Eisenzeit: 800 – 15 v. Chr.
Quelle: http://www.archaeopro.de/archaeopro/Epochen/Epochen-1.htm
Unstimmigkeiten / Auffälligkeiten:
Die Megalithen werden mehrheitlich den jungsteinzeitlichen Ackerbauern zugeordnet. Wenn man davon ausgeht, dass der Transport der riesigen Steinblöcke mit Zugochsen und Schiffen/Lastkähnen über das in Deutschland weitverzweigte Flussnetz möglich war, wenn man also davon ausgeht, dass die jungsteinzeitlichen Ackerbauern dazu fähig waren, solch schwere Steinblöcke zu transportieren bzw. damit zu bauen, stellt sich trotzdem folgende Frage im Kontext der Gesamtsituation: In der Jungsteinzeit wird die Technologie des Schwertransportes auf Flößen entwickelt, ebenso wie die Technologie des Baus mit dermaßen großen Steinen, aber historisch gesehen, wird diese Technologie nur einmal beim Bau eben, zb. von Stonehenge, angewendet. Oder, hier in Deutschland, nur beim Bau der Cairns/Pyramiden/Grabstätten, aber nicht beim Bau der Siedlungen der damaligen Bevölkerung? Ist diese Überlegung schlüssig, in sich stimmig? Im Umkreis der Cairns finden sich vielfach keine Siedlungsspuren.
Der Autor der Seite: „Megalith-Pyramiden.de“, W. Haug, hält die gewaltigen megalithischen Bauwerke Deutschlands für das Zeichen einer versunkenen Hochkultur. Link: http://www.megalith-pyramiden.de/AB-002-A-Megalith-Verbreitung.html
Er schreibt weiter zum Thema:
„Solche Transporte und über die Territorialgrenzen hinweg organisierte Bauvorhaben können keine jungsteinzeitlichen Ackerbausippen oder umherschweifende Rindernomanden bewerkstelligt haben. Dazu war eine ausgefeilte Logistik nötig. Hier musste, wie in Ägypten, ein funktionierendes Staatsgefüge mit ausgeprägten Hierarchien und differenzierte Gesellschaftexistieren, das in der Lage war, große Menschenmassen für die megalomanen Bauvorhaben zu organisieren.“ Zitat Ende.

Deutsche Stufenpyramiden

Deutsche Stufenpyramiden sind, im Vergleich zu den geometrisch perfekten Bauwerken der Ägypter, ganz anders konzipiert. Deutsche Stufenpyramiden erscheinen flächenmäßig sehr groß, in der Höhe dagegen im Vergleich zu ihren ägyptischen Pendanten, eher niedrig. Eine Ausdehnung eines Bauwerkes hängt jedoch immer von der Position des Betrachters ab. Da deutsche Pyramiden oben auf Bergen stehen, müssen sie vom Tal aus sehr groß, ja durchaus übermächtig erkennbar gewesen sein; zumindest zur Zeit ihrer Entstehung, als sie noch vollkommen erhalten waren, und nicht, wie es heute der Fall ist, teilweise abgetragen wurden, teilweise zerstört beziehungsweise da, wo dies nicht möglich war, von Wald überwuchert.
Um so eine ungefähre Vorstellung der Größen auch in Deutschland zu bekommen, empfiehlt sich diese Seite: http://megalith-pyramiden.de/index.html#Tabelle1|table
bitte auf die Mitte runter gehen, dort sieht man, dass sich deutsche Stufenpyramiden nicht vor ihren ausländischen Expemplaren zu verstecken brauchen.
Interessant ist auch, dass der Autor von der Grotenburg (Teutberg, Teutoburger Wald, bei Hiddesen, bekannt durch das oben stehende Hermannsdenkmal) vermutet, dass sie eine Stufenpyramide sei, mehr dazu hier: http://megalith-pyramiden.de/AB-008a-A-Pyramiden.html#Tabelle1|table. dazu wird aber hier ein eigener Artikel entstehen aufgrund von umfangreichem Bildmaterial.

Der Bärenstein

Beim Bärenstein handelt es sich wohl um das höchste und flächenmäßig größte derzeit bekannte Monument der Megalithepoche Alteuropas.
Die Bärenstein-Pyramide (ab hier im Text nur noch Bärenstein genannt), wird auf ihrer Südwestseite von einer ca 440 Meter langen, hohen Felswand begrenzt. Ihre Höhe ist schlecht schätzbar, ich schätze sie auf 30, 40 Meter. Hier ein Bild recht hinten, am Ende der Pyramide (Nordwesten) aufgenommen:

41e-Pyramidenwand

Die Pyramide hat 5 Stufen, die über mehr als 30 Meter hoch sind. Diese Stufen werden durch tiefe Einschnitte gegliedert; dadurch entstehen einzelne, hoch aufragende Hügel. W. Haug nennt diese Hügel Satelligengräber, ich nenne sie Stufen.
Wenn man den Weg vom Parkplatz Holzhausen-Externsteine zu den Externsteinen geht (Schliepsteinweg), kann man auf der rechten Seite im Wald, je nach Jahreszeit, je nachdem, ob Bäume belaubt sind oder nicht, sehr gut die Nordostseite, die Begrenzung der Pyramide, erkennen. Man sieht eine meterhohe Felswand, die in ihrer Höhe variiert, die durch Einschnitte und Vorsprünge geprägt ist und die völlig unzugänglich ist. Das Ganze hat Ähnlichkeiten mit den Mauern einer Burg:

2e-Blick-vom-Schliepsteinweg

Der eigentliche Weg in die Pyramide, beziehungsweise auf das relevante Gelände, führt unten vom See aus, schräg hoch, bis zur Elfenwiese. Von dort aus kann man weiter in Richtung Holzhausen-Externsteine oder rechts zum Parkplatz bzw. zum Schliepsteinweg, gehen.
Der dazu im Gegensatz wohl meist gegangene Weg, der Hermannsweg, schlängelt sich oben über den Bärenstein und lässt keinerlei Blicke zu, die Rückschlüsse bezüglich der Pyramidenanlage ermöglicht. Auch wird er, in Richtung Felswand, die ja steil abfällt, von einem Zaun abgegrenzt.
Der Pyramidenboden ist gestuft. Hier gut erkennbar der Blick in den Pyramidenboden,links ansatzweise die westlich begrenzende Felswand erkennbar, rechts Stufe 1:

1e-Eingang-Pyramidenboden

Hier befinde ich mich innerhalb des Bodens und der Blick geht hoch. Leider ist das Gelände aufgrund des Bewuchses schwer zu fotografieren:

2e-Pyramidenboden

Vom Pyramidenboden aus ist die hohe Wand (30-40 Meter hoch) am besten zu erkennen und in ihrer Monumentalität zu würdigen. Diese Wand bildet die gerade Fortsetzung der Externstein-Vorderseite. Die entstehende Linie ist eine Visur auf den Sonnenuntergangspunkt zur Mittsommernacht. Leider ist auch diese Mauer durch das gegliederte Gelände, welches außerdem voll bewaldet ist, nicht vollumfänglich auf einem Bild zu fotografieren.

17e-Hauptweg-wieder-runter-hinten-die-Wand

Ungefähre Skizze (Vorlage: Liegenschaftskarte des Vermessungs-, und Katasteramtes Horn-Bad-Meinberg) mit Ergänzungen von mir, die Zahlen definieren den ungefähren Standort, wo die jeweiligen Fotos entstanden sind:

eigene-karte

Ein Beitrag nur mit Fotos der Pyramidenanlage folgt extra.

Teutoburgs Wälder

Advertisements

8 Gedanken zu “Der Bärenstein – Deutsche Stufenpyramiden Teil 1

  1. Pingback: Externsteine ein Zentrum – Ostern – Frühe nordische Hochkultur – teutoburgswaelder

  2. Thanks for the marvelous posting! I actually enjoyed reading it, you will be a great author.
    I will be sure to bookmark your blog and will come back
    later on. I want to encourage continue your great work, have a nice evening!

    Gefällt mir

  3. Pingback: Ostara – Fotos und Karte Bärenstein – teutoburgswaelder

  4. Awesome blog! Do you have any tips and hints for aspiring writers?

    I’m planning to start my own blog soon but I’m a little lost on everything.
    Would you suggest starting with a free platform like WordPress or go for a paid option? There are so many options out there that I’m completely overwhelmed ..
    Any tips? Kudos!

    Gefällt mir

    1. hi,
      just start writing and find your own themes by writing. Trust your instinct, do not be distracted by something around you, thats all. You do not need a paid option, you can use wordpress.com or wordpress.org as well.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s